Gebläsegehäuse für ein Gebläse einer Dunstabzugsvorrichtung und Gebläse für Dunstabzugsvorrichtung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gebläsegehäuse für ein Gebläse einer Dunstabzugsvorrichtung und ein Gebläse für eine Dunstabzugsvorrichtung.
Bei Dunstabzugsvorrichtungen, insbesondere Dunstabzugsvorrichtungen, die in der Küche eingesetzt werden, um Dünste und Wrasen von einem Kochfeld abzuziehen und zu reinigen, werden Gebläse verwendet, durch die die Dünste und Wrasen in die Dunstabzugsvorrichtung eingesaugt werden. Das Gebläse kann auch als Ventilator bezeichnet werden. Als Gebläse werden hierbei vorzugsweise Radialgebläse, die auch als Radialventilator bezeichnet werden können, verwendet. Besonders bevorzugt sind Radialgebläse/Radialventilator mit vorwärts gekrümmten Schaufeln des Lüfterrades.
Diese Art von Radialgebläsen/Radialventilatoren ist insbesondere wegen ihrer guten akustischen Eigenschaften und der sehr kompakten Bauweise bevorzugt.
Radialgebläse/Radialventilatoren bestehen aus einem Spiralgehäuse, in dem das Lüfterrad aufgenommen ist. Das Spiralgehäuse weist einen Auslass auf, an dem meist ein Flansch zur Befestigung an eine dem Gebläse/Ventilator in Strömungsrichtung nachgeordnete Verrohrung vorgesehen ist.
Das Lüfterrad des Gebläses, das auch als Laufrad bezeichnet werden kann, wird über einen Ventilatormotor angetrieben. Die zum Betrieb des Ventilatormotor notwendigen Elektro- und Elektronikbauteile werden vorzugsweise in einem Elektronikkasten angeordnet.
Bei heutigen Dunstabzugshauben gibt es für alle Funktionen in der jeweiligen Bauform spezifische Teile. Darunter fallen der Ventilator, verschiedene Elektronikboxen, die Schalldämmung sowie die Wandhalterung. Dadurch ist eine automatisierte Fertigung nicht wirtschaftlich sinnvoll umzusetzen. Der Aufwand und das Teile-Handling werden mit jeder neuen Bauform aufwändiger.
In der EP 2 156 100 B1 ist ein Dunstabzugsgehäuse beschrieben, in dem ein Lüftergehäuse angeordnet ist, wobei zwischen dem Lüftergehäuse und der Absaugöffnung des Dunstabzugsgehäuses ein Kasten zur Aufnahme elektronischer Komponenten der Dunstabzugshaube vorgesehen ist. Der Kasten kann an der Unterseite des Lüftergehäuses kraftschlüssig verbunden sein. Im Bereich der Unterseite des Lüftergehäuses liegt der Aufnahmeraum für das Lüfterrad. Dieses Dunstabzugsgehäuse weist den Nachteil auf, dass durch die Anordnung des Kastens unterhalb des Lüftergehäuses ein großer Bauraum benötigt wird.
Aus der EP 1 579 153 B1 ist ein Lüftergehäuse bekannt, das einstückig an dem Lüftergehäuse angeformte Aufnahmevorrichtungen für technische Bauteile aufweist. Die Aufnahmevorrichtungen sind hierbei an dem Aufnahmebereich des Lüftergehäuses für das Lüfterrad angeordnet. Dieses Lüftergehäuse weist den Nachteil auf, dass die Aufnahmevorrichtung fest mit dem Lüftergehäuse verbunden ist und dadurch die Anwendungsmöglichkeiten des Lüftergehäuses limitiert sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher eine Lösung zu schaffen mit der ein Gebläsegehäuse bei geringem erforderlichem Bauraum flexibel eingesetzt werden kann.
Gemäß einem ersten Aspekt wird die Aufgabe daher gelöst durch ein Gebläsegehäuse für ein Gebläse einer Dunstabzugsvorrichtung, das einen Gehäusekörper und einen Gehäuseaufsatz umfasst, wobei der Gehäusekörper zur Aufnahme eines Lüfterrades des Ventilatormotors des Gebläses dient, der Gehäuseaufsatz sich über den äußeren Umfang des Gehäusekörpers nach außen erstreckt und an dem Ende des Gehäuseaufsatzes, das dem Gehäusekörper abgewandt ist, die Auslassöffnung des Gebläsegehäuses vorgesehen ist. Das Gebläsegehäuse ist dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäuseaufsatz mindestens einen Elektronikkasten aufweist, der Gehäuseaufsatz mit dem Gehäusekörper über eine mechanische Schnittstelle lösbar verbunden ist und an dem Gehäuseaufsatz zumindest ein Teil einer elektrischen Schnittstelle zur Verbindung mit dem Ventilatormotor vorgesehen ist.
Das Gebläse kann auch als Ventilator bezeichnet. Ebenso kann das Gebläsegehäuse auch als Ventilatorgehäuse bezeichnet werden. Im Folgenden werden aber die Begriffe Gebläse und Gebläsegehäuse verwendet.
Die Dunstabzugsvorrichtung in der das Gebläsegehäuse verwendet werden kann, kann beispielsweise eine Dunstabzugshaube oder einen Tischlüfter darstellen. Als Gebläsegehäuse wird erfindungsgemäß das Gehäuse bezeichnet, in dem das Lüfterrad des Gebläses aufgenommen ist und durch das die von dem Lüfterrad angesaugte Luft geleitet wird. Das Gebläse stellt vorzugsweise ein Radialgebläse dar, das auch als Radialventilator bezeichnet werden kann, und das Gebläsegehäuse wird auch als Spiralgehäuse bezeichnet. Das Gebläsegehäuse weist einen Gehäusekörper und einen Gehäuseaufsatz auf. Der Gehäusekörper kann auch als Gehäusekörperbereich oder Spirale bezeichnet werden. Der Gehäusekörper dient zur Aufnahme des Lüfterrades des Ventilatormotors des Gebläses. Insbesondere ist in dem Gehäusekörper ein Aufnahmeraum mit rundem oder spiralförmigem Querschnitt gebildet. Die Mittelachse des Gehäusekörpers ist die Achse, in der im zusammengebauten Zustand des Gebläses die Achse des Lüfterrades liegt und dort vorzugsweise gelagert ist. In dem Gehäusekörper ist vorzugsweise zumindest eine Einlassöffnung in einer Fläche senkrecht zu der Mittelachse des Gehäusekörpers vorgesehen. Die Einlassöffnung kann auch als Lufteinlassöffnung bezeichnet werden. Besonders bevorzugt ist an den gegenüberliegenden Flächen des Gehäusekörpers, die senkrecht zu der Mittelachse liegen, jeweils eine Einlassöffnung vorgesehen. Das Gebläse wird in dieser Ausführungsform als doppelflutiges Gebläse bezeichnet.
Der Gehäuseaufsatz umfasst ein Kanalelement, das sich zwischen dem Gehäusekörper und der Auslassöffnung des Gebläsegehäuses erstreckt. Das Kanalelement wird auch als Zunge des Gebläsegehäuses bezeichnet. Insbesondere erstreckt sich der Gehäuseaufsatz über den äußeren Umfang des Gehäusekörpers nach außen. Insbesondere erstreckt sich der Gehäuseaufsatz und insbesondere das in dem Gehäuseaufsatz gebildete Kanalelement in einer Richtung über den äußeren Umfang des Gehäusekörpers hinaus, die von der radialen Richtung abweicht. Vorzugsweise ist der Gehäuseaufsatz und insbesondere die Zunge dabei so zu der radialen Richtung des Gehäusekörpers geneigt, dass der Winkel zwischen der radialen Richtung und der Erstreckung des Gehäuseaufsatzes und insbesondere des Kanalelementes größer als Null und kleiner oder gleich 90° ist. Der Gehäuseaufsatz erstreckt sich vorzugsweise in tangentialer Richtung des Gehäusekörpers.
An dem Ende des Gehäuseaufsatzes, das dem Gehäusekörper abgewandt ist, ist die Auslassöffnung des Gebläsegehäuses vorgesehen. Die Auslassöffnung kann auch als Luftauslassöffnung bezeichnet werden. Als Auslassöffnung wird die Öffnung bezeichnet, über die Luft das Gebläsegehäuse verlässt. An die Auslassöffnung können sich weitere Verrohrungen der Dunstabzugsvorrichtung anschließen, über die die Luft geleitet wird, bevor diese die Dunstabzugsvorrichtung verlässt. Der Gehäuseaufsatz bildet somit eine Luftleitung von dem Gehäusekörper zu der Auslassöffnung.
Der Gehäuseaufsatz weist erfindungsgemäß einen Elektronikkasten auf. Der Elektronikkasten kann auch als E-Kasten bezeichnet werden. Als Elektronikkasten wird erfindungsgemäß ein Aufnahmeraum für Elektro- und/oder Elektronikbauteile bezeichnet. Bauteile, die in dem Elektronikkasten aufgenommen werden können, sind beispielsweise Platinen, Kondensatoren und dergleichen. In dem Elektronikkasten sind vorzugsweise Haltevorrichtungen, wie beispielsweise Schlitze oder Vertiefungen zur Halterung der Bauteile vorgesehen. An den Haltevorrichtungen können Kontakte vorgesehen sein, die eine elektrische Verbindung der Bauteile mit weiteren Komponenten des Gebläses erlauben. Vorzugsweise weist der Elektronikkasten einen Deckel auf, der den Elektronikkasten nach dem Einbringen der Bauteile verschließen kann.
Der Elektronikkasten ist vorzugsweise einteilig mit der Luftführung, die in dem Gehäuseaufsatz ausgebildet ist, das heißt mit der Zunge des Gebläsegehäuses ausgebildet. Die Zunge des Gebläsegehäuses und der Elektronikkasten können beispielsweise durch Spritzguss als ein gemeinsamer Gehäuseaufsatz hergestellt sein.
Der Gehäuseaufsatz ist erfindungsgemäß mit dem Gehäusekörper über eine mechanische Schnittstelle lösbar verbunden. Als mechanische Schnittstelle wird insbesondere die Verbindungsvorrichtung bezeichnet, über die der Gehäusekörper und der Gehäuseaufsatz miteinander lösbar verbunden werden. Die mechanische Schnittstelle kann dabei an dem Gehäuseaufsatz und/oder dem Gehäusekörper vorgesehen sein. Vorzugsweise ist sowohl an dem Gehäuseaufsatz als auch an dem Gehäusekörper ein Teil der mechanischen Schnittstelle vorgesehen. Die Teile der Schnittstelle wirken dabei so miteinander, dass darüber die mechanische Verbindung zwischen dem Gehäusekörper und dem Gehäuseaufsatz hergestellt werden kann. Die Verbindung zwischen dem Gehäusekörper und dem Gehäuseaufsatz ist
erfindungsgemäß lösbar. Dies bedeutet, dass die Verbindung zwischen dem Gehäuseaufsatz und dem Gehäusekörper zerstörungsfrei aufgehoben werden kann, das heißt der Gehäuseaufsatz abgenommen werden kann.
Zudem ist erfindungsgemäß an dem Gehäuseaufsatz zumindest ein Teil einer elektrischen Schnittstelle zur Verbindung mit dem Ventilatormotor des Gebläses vorgesehen. Der Teil der elektrischen Schnittstelle, der an dem Gehäuseaufsatz vorgesehen ist, kann einen Klemme, ein Kabel und/oder einen Stecker umfassen. Vorzugsweise ist dieser Teil der elektrischen Schnittstelle an dem Elektronikkasten des Gehäuseaufsatzes vorgesehen. Dieser Teil der elektrischen Schnittstelle kann mit einem weiteren Teil der elektrischen Schnittstelle verbunden werden. Der weitere Teil kann dabei direkt an dem Ventilatormotor oder an dem Gehäusekörper vorgesehen sein.
Das Gebläsegehäuse kann aus Kunststoff hergestellt sein. Sofern das Gebläsegehäuse aus einem nichtleitenden Kunststoff gefertigt ist, vereinfacht sich der Erdekreislauf in dem Gebläse beziehungsweise der Dunstabzugsvorrichtung. Hierdurch kann die Zulassung und die Montage des Gebläses weiter vereinfacht werden.
Indem erfindungsgemäß der Gehäuseaufsatz einen Elektronikkasten aufweist und zudem mechanisch mit dem Gehäusekörper verbunden werden kann und zumindest einen Teil einer elektrischen Schnittstelle aufweist, kann eine Reihe von Vorteilen erzielt werden. Insbesondere kann ein modulares Gebläsegehäuse geschaffen werden, bei dem nach Bedarf ein geeigneter Gehäuseaufsatz verwendet werden kann und der an dem Gehäuseaufsatz vorgesehene Elektronikkasten mit dem Ventilatormotor verbunden werden kann.
Vorzugsweise umfasst der Gehäuseaufsatz einen Funktionsbereich des Gebläsegehäuses. Als Funktionsbereich wird insbesondere ein Teil des Luftführungsraumes in dem Gebläsegehäuse bezeichnet. Insbesondere ist der Teil des Luftführungsraums, der in dem Gehäuseaufsatz gebildet ist, die Verbindung zwischen dem Gehäusekörper und der Auslassöffnung. Die Verbindung zwischen dem Gehäusekörper und der Auslassöffnung bildet einen Kanal beziehungsweise ein Kanalelement und kann auch als Zunge bezeichnet werden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der Gehäuseaufsatz daher die Zunge zwischen dem
Gehäusekörper und der Auslassöffnung des Gebläsegehäuses. Vorzugsweise stellt die Zunge des Gebläsegehäuses den Teil der Luftführung dar, der zwischen einer Umlenkstelle an einer Öffnung des Gehäusekörpers und der Auslassöffnung des Gebläsegehäuses liegt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform stellt die mechanische Schnittstelle zwischen Gehäusekörper und Gehäuseaufsatz ein Schienensystem dar. Insbesondere ist dabei sowohl an dem Gehäusekörper als auch an dem Gehäuseaufsatz jeweils eine Schiene vorgesehen, die jeweils mit der Schiene der anderen Komponente des Gebläsegehäuses Zusammenwirken kann. Die Schienen der Schnittstelle verlaufen vorzugsweise parallel zu der Trennebene zwischen dem Gehäusekörper und dem Gehäuseaufsatz. Insbesondere liegen die Schienen vorzugsweise in einer Ebene parallel zu der Mittelachse des Gehäusekörpers. Die Schienen sind vorzugsweise jeweils an dem Gehäusekörper und dem Gehäuseaufsatz einteilig ausgebildet. Durch die Verwendung einer Schienenverbindung kann ein zuverlässiger Halt zwischen den Komponenten gewährleistet werden. Zudem kann durch eine Schienenverbindung, bei der die Verbindung durch Verschieben der Komponenten des Gebläsegehäuses zueinander erzeugt wird, gleichzeitig mit der mechanischen Verbindung auch eine elektrische Verbindung zwischen den Komponenten auf einfache Weise durch Zusammenschieben erzeugt werden.
Die elektrische Schnittstelle zur Verbindung mit dem Ventilatormotor wird gemäß einer Ausführungsform direkt zwischen dem Teil der elektrischen Schnittstelle, das an dem Gehäuseaufsatz und insbesondere dem Elektronikkasten vorgesehen ist, und dem Ventilatormotor gebildet.
Gemäß einer Ausführungsform ist aber an dem Gehäusekörper ein Teil der elektrischen Schnittstelle vorgesehen. Hierdurch kann die elektrische Verbindung zwischen dem Ventilatormotor und dem in dem Gehäuseaufsatz integrierten Elektronikkasten auf einfache Weise hergestellt werden. In dieser Ausführungsform können die Teile der elektrischen Schnittstelle an der mechanischen Schnittstelle zwischen Gehäuseaufsatz und Gehäusekörper vorgesehen sein. Hierdurch kann die Montage des Gebläses weiter vereinfacht werden.
Die elektrische Schnittstelle kann durch Stecker, Kabel und/oder Klemmen gebildet sein. Gemäß einer Ausführungsform stellt zumindest ein Teil der elektrischen Schnittstelle einen Stecker dar. Durch einen Stecker, der mit einem entsprechenden weiteren Stecker, der auch als Buchse bezeichnet werden kann, eingreifen kann, wird die Herstellung der elektrischen Verbindung vereinfacht.
Gemäß einer Ausführungsform weist der Elektronikkasten Haltevorrichtungen für Elektrobauteile zum Betreiben eines Gleichstrom-Ventilatormotors und/oder eines Wechselstrom-Ventilatormotors auf. In der Ausführungsform, in der der Elektronikkasten nur Haltevorrichtungen für Elektrobauteile zum Betreiben eines Gleichstrommotors aufweist, kann dieser aufgrund des modularen Aufbaus des Gebläsegehäuses bei Bedarf durch einen Gehäuseaufsatz mit einem Elektronikkasten mit Haltevorrichtungen für einen Wechselstrom-Ventilatormotor, ersetzt werden - oder umgekehrt. In der Ausführungsform, in der sowohl Haltevorrichtungen für Elektrobauteile zum Betreiben eines Gleichstrom-Ventilatormotors als auch eines Wechselstrom-Ventilatormotors vorgesehen sind, kann die Bestückung des Elektronikkastens je nach dem in dem Gehäusekörper zu installierenden Ventilatormotors ausgelegt werden.
Gemäß einer Ausführungsform umfasst der Gehäuseaufsatz zumindest eine Kabelführung und/oder einen Netzanschluss. Hierdurch kann der Aufbau des Gebläsegehäuses und die Montage des Gebläses weiter vereinfacht werden.
Gemäß einer Ausführungsform umfasst das Gebläsegehäuse eine Wandhalterung. Als Wandhalterung wird eine Vorrichtung bezeichnet, mittels derer das Gebläse an einer Montagewand, insbesondere einer Raumwand befestigt werden kann. Die Wandhalterung kann beispielsweise eine Platte darstellen, in der Öffnungen zum Eingreifen von Befestigungshaken vorgesehen sind. Die Wandhalterung kann an dem Gehäuseaufsatz und/oder an dem Gehäusekörper vorgesehen sein. Auch durch diese Ausgestaltung wird die Montage des Gebläses weiter vereinfacht und zudem durch die Integration in das Gebläsegehäuse Bauraum eingespart.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Gebläse für eine Dunstabzugsvorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass dieses mindestens ein
erfindungsgemäßes Gebläsegehäuse und einen Ventilatormotor mit Lüfterrad aufweist, der in dem Gebläsegehäuse, insbesondere dem Gehäusekörper, aufgenommen ist.
Zudem betrifft die Erfindung auch eine Dunstabzugsvorrichtung, die ein erfindungsgemäßes Gebläse aufweist.
Die Vorteile und Merkmale, die bezüglich dem Gebläsegehäuse beschrieben werden, gelten - soweit anwendbar - auch für das erfindungsgemäße Gebläse und die Dunstabzugsvorrichtung mit dem erfindungsgemäßen Gebläse und jeweils umgekehrt.
Gemäß einer Ausführungsform stellt der Ventilatormotor einen Gleichstrommotor, insbesondere einen BLDC-Motor dar. Alternativ kann der Ventilatormotor einen Wechselstrommotor, beispielsweise einen Kondensatormotor darstellen.
Die Erfindung wird im Folgenden erneut unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren erläutert. Es zeigen:
Figur 1 : eine schematische, perspektivische Draufsicht auf eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gebläsegehäuses;
Figur 2: eine schematische, perspektivische Unteransicht eines Gebläses mit der
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gebläsegehäuses nach Figur 1;
Figur 3: eine schematische Draufsicht der Ausführungsform des Gebläsegehäuses nach Figur 1;
Figur 4: eine schematische, perspektivische Explosionsansicht einer
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gebläses;
Figur 5: eine schematische Perspektivansicht einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gebläsegehäuses; und
Figur 6: eine weitere Perspektivansicht der Ausführungsform des Gebläsegehäuses nach Figur 5.
Gleiche Elemente werden in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen angegeben und gegebenenfalls nur einmalig beschrieben.
In Figur 1 ist eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gebläsegehäuses 2 schematisch in Perspektivansicht gezeigt. Das Gebläsegehäuse 2 weist einen Gehäusekörper 20 und einen Gehäuseaufsatz 21 auf. Der Gehäusekörper 20 umfasst den Aufnahmebereich 200 für ein Lüfterrad (in Figur 1 nicht gezeigt) eines Ventilatormotors, der auch als Aufnahmeraum bezeichnet wird. In dem Gehäusekörper 20, insbesondere dem Aufnahmebereich 200 sind zwei Lufteinlassöffnungen 201 vorgesehen, von denen in Figur 1 nur eine sichtbar ist. Von dem Gehäuseaufsatz 21 sind in Figur 1 nur der Elektronikkasten 212, die Zunge 211 und die darin gebildete Auslassöffnung 210 zu sehen. Der Elektronikkasten 212 umgibt die Auslassöffnung 210 und insbesondere die zu der Auslassöffnung führende Zunge 211 hierbei teilweise. Der Elektronikkasten 212 ist durch einen Deckel 214 abgedeckt.
In Figur 2 ist eine perspektivische Unteransicht eines Gebläses 1 gezeigt, das ein Gebläsegehäuse 2 nach der Ausführungsform gemäß Figur 1 aufweist. In dieser Ansicht ist die mechanische Schnittstelle 22 zwischen dem Gehäusekörper 20 und dem Gehäuseaufsatz 21 sichtbar. Insbesondere ist an dem Gehäuseaufsatz 21 eine Schiene
221 vorsehen, die mit einer Schiene 220 des Gehäusekörpers 20 eingreift.
Zudem ist in Figur 2 die elektrische Schnittstelle 222 schematisch gezeigt. In dieser Ausführungsform stellt die elektrische Schnittstelle 22 eine Steckverbindung dar. Insbesondere ist an dem Gehäuseaufsatz 21 und dem Gehäusekörper 20 jeweils ein Stecker vorgesehen, die beim Aufeinanderschieben des Gehäuseaufsatzes 21 und des Gehäusekörpers 20 miteinander Zusammenwirken. Die elektrische Schnittstelle 222 ist in dem Gebläsegehäuse 20 so angeordnet, dass sich diese an der unteren Seite des Elektronikkastens 212 befindet. Als untere Seite des Elektronikkastens 212 wird die Seite des Elektronikkastens 212 bezeichnet, die dem Gehäusekörper 20 zugewandt ist. An dem Gehäusekörper 20 ist ein entsprechender Stecker als Teil der elektrischen Schnittstelle
222 vorgesehen. Nachdem der Gehäusekörper 20 mit dem Gehäuseaufsatz 21 über die Schienen 220, 221 miteinander verbunden sind, sind die Teile der elektrischen Schnittstelle 222, insbesondere die Stecker miteinander in Kontakt.
In Figur 3 ist eine Draufsicht auf das Gebläsegehäuse 2 nach der Ausführungsform nach den Figuren 1 und 2 gezeigt. In dieser Ansicht ist die Auslassöffnung 210 des Gehäuseaufsatzes 21 gezeigt. Die Auslassöffnung 210 ist in dieser Ausführungsform
durch Klappen abgedeckt, die aber beim Betrieb des Gebläses geöffnet oder entfernt werden. Die Auslassöffnung 210 stellt in Strömungsrichtung das obere Ende der Zunge 211 des Gehäuseaufsatzes 21 dar. In Figur 3 ist der Deckel des Elektronikkastens 212 nicht gezeigt und damit der Einblick in den Elektronikkasten 212 gewährleistet. Dadurch ist in Figur 3 erkennbar, dass in dem Elektronikkasten 212 mehrere Elektronikbauteile 3 angeordnet sein können. Die Elektronikbauteile 3 können beispielsweise Platinen, einen Kondensator oder Inverter darstellen.
In Figur 4 ist eine weitere Explosionsansicht der Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gebläses 1 gezeigt. In dieser Ausführungsform ist erkennbar, dass in dem Gehäusekörper 20 das Lüfterrad 10 des Gebläses 1 aufgenommen ist. An den axialen Seiten des Gehäusekörpers 20 sind Einlassöffnungen 201 vorgesehen. An dem äußeren, radialen Umfang des Gehäusekörpers 20 ist eine Öffnung vorgesehen, durch die Luft in den Gehäuseaufsatz 20 geleitet wird. An dieser Öffnung sind Schienen 220 vorgesehen, die sich in tangentialer Richtung des Gehäusekörpers 20 erstrecken. Zudem ist in der Explosionsansicht der Figur 4 eine Umlenkstelle 202, die auch als Zungenkante bezeichnet werden kann, sichtbar. Über diese Kante wird Luft von dem Aufnahmebereich 200 des Gehäusekörpers 20, in dem das Lüfterrad aufgenommen ist, in die Zunge 211 des Gehäuseaufsatzes 21 gelenkt.
Zudem sind in Figur 4 die Schienen 221 an dem Gehäuseaufsatz 21 zu erkennen. Die Schienen 221 erstrecken sich von der Unterseite des Elektronikkastens 212 schräg nach unten und sind zu dem Ende der Zunge 211 benachbart angeordnet, das der Auslassöffnung 210 abgewandt ist.
Weiterhin ist in Figur 4 schematisch die elektrische Schnittstellte 222 gezeigt. In der dargestellten Ausführungsform ist die elektrische Schnittstelle 222 durch zwei Stecker gebildet. Einer der Stecker ist an dem Gehäuseaufsatz 21 und der andere an dem Gehäusekörper 20 vorgesehen. Dadurch wird bei der Verbindung des Gehäuseaufsatzes 21 mit dem Gehäusekörper 20 über die Schienen 220, 221 eine elektrische Verbindung zwischen dem Gehäuseaufsatz 21 und insbesondere dem Elektronikkasten 212 und dem Gehäusekörper 20 und insbesondere dem in dem Gehäusekörper 20 aufgenommenen Ventilatormotor hergestellt.
In Figuren 5 und 6 ist eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gebläses 1 gezeigt. Bei dieser Ausführungsform ist der Elektronikkasten 212 seitlich an dem Gehäuseaufsatz 21 angeordnet. Zudem ist ein weiterer Zusatz-Elektronikkasten 213 vorgesehen, der die Auslassöffnung umgibt. Der Gehäusekörper 20 und der Gehäuseaufsatz 21, einschließlich der Elektronikkästen 212, 213 ist an einer Wandhalterung 23 befestigt, über die das Gebläse 1 an einer Montagewand befestigt werden kann.
Wie sich aus Figur 6 ergibt, können in dem Elektronikkasten 212 mehrere Platinen 30 aufgenommen sein. In dem Elektronikkasten 212 sind dazu vorzugsweise Haltevorrichtungen (nicht gezeigt) vorgesehen. Zudem kann in dem Elektronikkasten 212 oder dem Zusatz-Elektronikkasten 213 ein Kondensator 31 und ein Inverter 32 vorgesehen sein. Die Elektronikbauteile 3 sind lediglich beispielhaft gezeigt. Es können auch weitere Elektronikbauteile 3 vorgesehen sein.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsformen beschränkt. Insbesondere können beispielsweise in der ersten und zweiten Ausführungsform des Gebläsegehäuses oder weiteren Ausführungsformen Platinen, wie Power Supply Unit, Systemmaster und/oder Inverter oder Kondensator sowie weitere Platinen im 95mm Format vorgesehen sein.
Gemäß einer Ausführungsform sind in dem erfindungsgemäßen Gebläse alle stets notwendige Komponenten, enthalten. Insbesondere ist der Ventilator, der auch einfach als Motor bezeichnet werden kann enthalten. Der Motor kann einen bürstenlosen Gleichstrommotor (BLDC) oder einen Wechselstrommotor, insbesondere in der Form eines Kondensatormotors, darstellen.
Gemäß einer Ausführungsform umfasst das erfindungsgemäße Gebläse sowohl den Motor (BLDC oder Kondensatormotor), eine Wandhalterung, die auch als Gerätehalterung bezeichnet werden kann, einen Netzanschluss sowie Aufnahmen für Elektronikbauteile, insbesondere Platinen: Power Supply Unit, Systemmaster, Inverter oder Kondensator, weitere Platinen im 95mm Format.
Mit der vorliegenden Erfindung werden vorzugsweise alle Grundkomponenten des Gebläses zusammengefasst. Dadurch lässt sich die Einheit schnell und einfach in neuen Bauformen/Geräte implementieren. Durch die Standardisierung werden Testprozeduren vereinfacht und hohe Investitionskosten für neue Elektronikkästen in Zukunft verhindert.
Vorzugsweise kann auch die Montage des Gebläses bei der Herstellung im Werk wie auch beim Benutzer vereinheitlicht werden durch eine Integration der Kabelführung in das Gebläsegehäuse und eine Integration der Wandhalterung in das Gebläsegehäuse. Mit der vorliegenden Erfindung kann somit eine kompakte Einheit bereitgestellt werden, die in allen Dunstabzugsvorrichtungen, beispielsweise Dunstabzugshauben oder Dunstessen, eingesetzt werden kann, insbesondere, wenn ein doppelflutiges Gebläse verwendet wird. Insbesondere wird mit der vorliegenden Erfindung eine Möglichkeit geschaffen, die es ermöglicht sowohl einen BLDC als auch einen Kondensatormotor und vorzugsweise alle standardisierten Teile (Platinen, Eingreifschutz, Wandhalterung, Netzanschluss) zu einer kompakten Einheit zusammenzufassen. Hierbei wird eine einheitliche modulare Bauweise geschaffen, die auch teilautomatisiert gefertigt werden kann.
Bezugszeichenliste
1 Gebläse
10 Lüfterrad
2 Gebläsegehäuse
20 Gehäusekörper
200 Aufnahmebereich
201 Einlassöffnung 202 Umlenkstelle
21 Gehäuseaufsatz
210 Auslassöffnung
211 Zunge 212 Elektronikkasten
213 Zusatz-Elektronikkasten
214 Deckel
22 Schnittstelle 220 Schiene (Gehäusekörper)
221 Schiene (Gehäuseaufsatz)
222 elektrische Verbindung
23 Wandhalterung
3 Elektronikbauteile 30 Platine
31 Kondensator
32 Inverter