Verfahren und System zum Ermitteln eines Ausgangspunkts zwischen zwei Entitäten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ermitteln eines Ausgangspunkts zwischen zwei Entitäten nach der im Oberbegriff von Anspruch 1 näher definierten Art sowie ein System zum Ermitteln des Ausgangspunkts.
Häufig möchten sich zwei Entitäten, beispielsweise Personen, an einem Ort treffen, etwa um einen Kaffee zu trinken oder einen Spaziergang zu machen. Ferner besteht das tägliche Geschäft eines Lieferdiensts daraus, Waren an unterschiedliche Orte zu liefern. Hierzu betreibt der Lieferdienst ein Transportmittel, welches die Waren von einem Ausgangspunkt zu bspw. zwei unterschiedlichen Lieferorten bringt.
Dabei stellt sich die Frage, wo genau sich die beiden Personen treffen sollen, oder wo der Ausgangspunkt zum Liefern gewählt wird, damit beide Personen einen ungefähr gleich langen Weg zum Treffpunkt haben, beziehungsweise die beiden Lieferorte ausgehend vom Ausgangspunkt gleich schnell erreicht werden können. Dies gewährleistet ein möglichst schnelles Zusammenkommen am Treffpunkt beziehungsweise Ausliefern der Waren. Ferner ist die Anreise der beiden Personen zu einem zeitlich und/oder örtlich mittig zwischen den Aufenthaltsorten der Personen liegen Treffpunkt besonders fair, da somit keine Person viel länger reisen muss, als die andere Person.
Im Folgenden können als Entitäten beispielsweise verstanden werden: Personen, mobile Endgeräte wie beispielsweise ein Smartphone, Laptop, Tablet-Computer, Wearables oder dergleichen. Eine entsprechende Person, beziehungsweise Recheneinheit kann auch einem Transportmittel zugeordnet sein. Als Transportmittel kommen beliebige Straßen-, Schienen-, Wasser- und Luftfahrzeuge in Betracht. Dabei kann die Recheneinheit auch in das Transportmittel integriert sein.
Aus der KR 1020100049859 A ist ein Suchverfahren und eine Suchvorrichtung zum Auffinden eines Rendezvouspunkts bekannt, wobei der Rendezvouspunkt einen Mittelpunkt zwischen zwei sich am Rendezvouspunkt treffenden Entitäten entspricht. Zur Bestimmung eines geeigneten, sich ungefähr in der Mitte zwischen den Entitäten befindlichen Rendezvouspunkts werden in der Nähe des Mittelpunkts befindliche Point- Of-Interest (POIs) gesucht und auf ihre Tauglichkeit für das Rendezvous hin untersucht. Dabei wird eine Distanz zwischen den beiden Entitäten in Kartenmaterial ermittelt und diese zur Bestimmung des Mittelpunkts halbiert.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren und System zur Ermittlung eines solchen Ausgangspunkts zwischen zwei Entitäten anzugeben, mit dessen Hilfe eine Position des Ausgangspunkts zwischen den Entitäten bei verschiedenen Ausgangssituationen besonders fair und genau bestimmbar ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zum Ermitteln eines Ausgangspunkts zwischen zwei Entitäten mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie ein entsprechendes System mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den hiervon abhängigen Ansprüchen.
Bei einem Verfahren zum Ermitteln des Ausgangspunkts zwischen zwei Entitäten sind die zwei Entitäten dazu in der Lage, ihren Aufenthaltsort zu bestimmen und mittels einer Kommunikationsschnittstelle zu kommunizieren. Erfindungsgemäß werden die Aufenthaltsorte der Entitäten in Kartenmaterial bestimmt, eine sich aus wenigstens zwei durch jeweils einen Routenabschnitt verbundene Routenpunkte zusammensetzende Route zwischen den beiden Aufenthaltsorten der Entitäten im Kartenmaterial bestimmt, und zur iterativen Ermittlung einer Position des Ausgangspunktes auf der Route die von der Route umfassten Routenabschnitte in Sub-Routenabschnitte unterteilt, sodass eine sich vom Aufenthaltsort einer ersten Entität zum Ausgangspunkt reichende Strecke der Route in der gleichen Zeit zurücklegbar ist und/oder die gleiche Weglänge aufweist, wie eine vom Aufenthaltsort einer zweiten Entität zum Ausgangspunkt reichenden Strecke der Route, wobei sich jeweils eine Entität mit einem ihr zugeordneten Verkehrsmittel entlang der Route bewegt.
Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens lässt sich der Ausgangspunkt zwischen den Entitäten besonders fair bestimmen, so legen beide Entitäten zum Erreichen des Ausgangspunkts die gleiche Wegstrecke zurück und/oder benötigen hierzu die gleiche Zeitdauer. Dabei wird ein Einfluss eines von einer jeweiligen Entität genutzten Verkehrsmittels auf eine Reisedauer bzw. Strecke berücksichtigt. Reist beispielsweise die erste Entität mit einem Auto und die zweite Entität mit einem Fahrrad, so kann die von der ersten Entität zurückzulegende Strecke eine größere Weglänge aufweisen, als die von der zweiten Entität zurückzulegende Strecke, da das Auto typischerweise schneller reist als das Fahrrad. Dabei sind die vom Auto zurückzulegende Strecke und die vom Fahrrad zurückzulegende Strecke von dem jeweiligen Verkehrsmittel in derselben Zeitdauer zurücklegbar. Als dieselbe Zeitdauer bzw. Weglänge ist dabei eine gleiche Zeitdauer bzw. Weglänge ab- oder zuzüglich eines festgelegten Toleranzbereichs zu verstehen.
Indem die Route zwischen den ursprünglichen Aufenthaltsorten der ersten und zweiten Entität in wenigstens einen Routenabschnitt unterteilt wird, lässt sich der Ausgangspunkt auf der Route besonders genau an einem tatsächlichen örtlichen und/oder zeitlichen Mittelpunkt auf der Route positionieren. Vor allem bei einer komplexen, sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Routenabschnitte zusammensetzenden Route wird hierdurch gewährleistet, dass die beiden Entitäten tatsächlich auch dieselbe Weglänge und/oder hierfür notwendige Zeitdauer zum Erreichen des Ausgangspunkts zurücklegen müssen. Dabei kann ein Routenabschnitt beispielsweise von einem Straßenabschnitt wie einer geraden Straße, oder einer Kurve ausgebildet sein, wobei jeder Routenabschnitt mit Parametern versehen ist. Zu diesen Parametern zählt z.B. eine Weglänge des Routenabschnitts, eine zum Zurücklegen des Routenabschnitts mit einer verkehrsmitteltypischen Fahrgeschwindigkeit erforderliche Zeitdauer, ein für den Routenabschnitt geltendes Tempolimit oder dergleichen.
Analog zum Stand der Technik können in einer Nähe zur Route befindliche Point-Of- Interests (POIs) zur Bestimmung der Position des Ausgangspunkts berücksichtigt werden. So kann der Ausgangspunkt beispielsweise auch näher in Richtung der ersten oder zweiten Entität verschoben werden, wenn sich dort ein für die Entitäten
interessantes Ziel wie beispielsweise ein Cafe, eine Bücherei, ein Park oder dergleichen befindet.
Durch das Unterteilen eines Routenabschnitts in Sub-Routenabschnitte lässt sich eine Position des Ausgangspunkts auf der Route noch genauer finden. So ist es unwahrscheinlich, dass direkt beim Unterteilen der Route der Ausgangspunkt mit einem Routenpunkt bzw. Mittelpunkt eines Routenabschnitts zusammenfällt. Indem der den Ausgangspunkt umfassende Routenabschnitt in Sub-Routenabschnitte unterteilt wird, lässt sich der Ausgangspunkt auf einem Endpunkt bzw. Mittelpunkt eines Sub- Routenabschnitts platzieren, wobei die Eigenschaften wie Weglänge, Reisezeit, Tempolimit und dergleichen des Routenabschnitts entsprechend unterteilt werden. Fällt der Ausgangspunkt durch eine erste Iteration nicht mit einem End- oder Mittelpunkt eines Sub-Routenabschnitts zusammen, liegt also nicht innerhalb eines Toleranzbereichs in der vorgesehenen örtlichen und/oder zeitlichen Mitte zwischen den Ausgangspunkten der Entitäten, so lässt sich in einer weiteren Iteration der den Ausgangspunkt umfassende Sub-Routenabschnitt weiter unterteilen. Ein auf einem Mittelpunkt eines Routenabschnitts liegender Ausgangspunkt entspricht dabei einem auf einem Endpunkt eines Sub-Routenabschnitts liegenden Ausgangspunkt.
Zur Bestimmung des Aufenthaltsorts einer Entität kann diese eine beliebige Aufenthaltsortbestimmungseinrichtung, beispielsweise einen Empfänger eines globalen Navigationssatellitensystems aufweisen. Über die Kommunikationsschnittstelle kann die Entität neben ihrem Aufenthaltsort auch weitere Informationen übermitteln. Dabei kann die Kommunikation direkt zwischen den Entitäten stattfinden oder auch mittelbar über eine dritte Recheneinheit erfolgen. Als Kommunikationstechnologie kommen jegliche bewährten Kommunikationstechnologien in Frage. Beispielsweise kann die Kommunikation drahtlos, insbesondere mittels Mobilfunk, WiFi, Bluetooth, NFC oder dergleichen erfolgen.
Das Berechnen der Route und das Auffinden des Ausgangspunkts auf der Route erfolgt wahlweise auf einer zentralen Recheneinheit und/oder auf wenigstens einer der beiden Entitäten. Hierzu übertragen die beiden Entitäten ihren jeweiligen Aufenthaltsort mittels der Kommunikationsschnittstelle an die zentrale Recheneinheit und/oder die jeweils andere Entität.
Befindet sich der ermittelte Ausgangspunkt innerhalb eines vorher festgelegten Toleranzbereichs, so kann es erforderlich sein, dass die beiden Entitäten der ermittelten Position des Ausgangspunkts und einer Weite des Toleranzbereichs zustimmen müssen, bevor sie ihre Reise zum Ausgangspunkt antreten. So wird sichergestellt, dass der Ausgangspunkt nicht doch unfairerweise zu nahe an eine der Entitäten verschoben wird. Mit Hilfe des Toleranzbereichs lässt sich ein Eintreffen einer Entität am Ausgangspunkt zu einer späteren als einer vereinbarten Zeit, beispielsweise aufgrund einer Verspätung durch Stau und/oder einer Fahrplanabweichung, kompensieren.
Eine vorteilhafte Weiterbildung des Verfahrens sieht vor, dass sich die erste und zweite Entität ausgehend von ihren jeweiligen Aufenthaltsorten im Ausgangspunkt treffen. Wie bereits erwähnt kann es sich bei dem Ausgangspunkt beispielsweise um ein Cafe, eine Bücherei, einen Park oder dergleichen handeln, von dem aus die beiden Entitäten eine gemeinsame Aktivität starten. In diesem Beispiel könnte der Ausgangspunkt auch als Treffpunkt oder Rendezvouspunkt interpretiert werden.
Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens reist wenigstens eine dritte Entität ausgehend vom Ausgangspunkt entlang der sich vom Aufenthaltsort der ersten Entität zum Ausgangspunkt reichenden Strecke zum Aufenthaltsort der ersten Entität und wenigstens eine vierte Entität ausgehend vom Ausgangspunkt entlang der sich vom Aufenthaltsort der zweiten Entität zum Ausgangspunkt reichenden Strecke zum Aufenthaltsort der zweiten Entität.
So lässt sich das erfindungsgemäße Verfahren auch zur Optimierung einer von einem Transportmittel eines Lieferdiensts zurückzulegenden Strecke beziehungsweise einer hierzu erforderlichen Zeit nutzen. So kann ein Lieferdient ein Verteilfahrzeug an den Ausgangspunkt schicken, wobei das Verteilfahrzeug Drohen, insbesondere autonom gesteuerte Drohnen, umfasst, die dann entlang der jeweiligen Route zum Aufenthaltsort der ersten und zweiten Entität ausschwärmen. Da hierzu bevorzugt die gleiche Zeitdauer zum Zurücklegen der Strecke zum Erreichen der ersten und zweiten Entität erforderlich ist, wird es den Drohnen besonders zuverlässig ermöglicht, gleichzeitig auch wieder nach Übergabe einer zu liefernden Ware am Verteilfahrzeug einzutreffen. Hierdurch kann eine Effizienz zum Verteilen von Waren für den Lieferdienst verbessert werden.
Dabei ist es auch möglich, dass mit dem Verteilfahrzeug Personen reisen, welche dann vom Ausgangspunkt beispielsweise mit dem gleichen oder auch einem unterschiedlichen Verkehrsmittel zum Aufenthaltsort der ersten und zweiten Entität reisen. Bei dem Lieferdienst kann es sich beispielsweise um einen Paketzusteller, einen Nahrungsmittelbringservice oder dergleichen handeln. Dabei können aus dem Kartenmaterial neben POIs wie einer optimalen Parkposition für das Verteilfahrzeug auch weitere Karteninformationen ausgelesen werden, beispielsweise eine Flugverbotszone für unbemannte Drohnen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht ferner vor, dass die Aufenthaltsorte der Entitäten in von wenigstens zwei Kartenanbietern bereitgestellten Kartenmaterial bestimmt werden, wobei die im unterschiedlichen Kartenmaterial bestimmten Aufenthaltsorte jeweils einer Entität miteinander verglichen werden. Durch das Nutzen von verschiedenen Kartenanbietern bereitgestelltem Kartenmaterial lässt sich der Aufenthaltsort einer jeweiligen Entität und letztendlich damit auch eine Position des Ausgangspunkts auf der Route noch genauer bestimmen. Durch den Abgleich von Kartendaten unterschiedlicher Anbieter können Positionsabweichungen beziehungsweise eine ungenau bestimmte Position einer Entität festgestellt und korrigiert werden. Auch kann das Kartenmaterial der verschiedenen Kartenanbietern verschiedene POIs und/oder Karteninformationen umfassen. Hierdurch wird eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens herangezogene Informationsmenge vergrößert. Dadurch kann das Verfahren noch zuverlässiger eingesetzt werden.
Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens werden bei der Berechnung der Route zwischen der ersten und der zweiten Entität aktuelle Verkehrsinformationen berücksichtigt. Reist die erste Entität beispielsweise mit einem Auto, so kann auf der von der ersten Entität zurückgelegten Strecke ein Stau vorliegen. Hierdurch verlängert sich eine zum Zurücklegen der Strecke erforderliche Zeitdauer.
Reist beispielsweise die zweite Entität mit einem öffentlichen Verkehrsmittel wie einer U- Bahn, Straßenbahn, S-Bahn, einem Stadtbus oder dergleichen, so kann es auch hier zu Verzögerungen kommen. Informationen über mögliche Staus und/oder Fahrplanänderungen können über bewährte Quellen von Dritten bezogen werden. Diese Verzögerungen werden vorteilhafterweise bei der Ermittlung der Ausgangsposition berücksichtigt. Verlängert sich beispielsweise eine zum Zurücklegen einer Strecke erforderliche Zeitdauer durch eine solche Verzögerung, so wird der Ausgangspunkt
derart verschoben, dass trotzdem zum gleichen Zeitpunkt plus minus der festgelegten Toleranzschwelle beide Entitäten am Ausgangspunkt eintreffen, beziehungsweise vom Ausgangspunkt ausschwärmende dritte und vierte Entitäten gleichzeitig am Aufenthaltsort der ersten und zweiten Entität eintreffen. Hierdurch wird auch bei realistischen Verkehrssituationen gewährleistet, dass eine Position des Ausgangspunkts besonders fair und genau bestimmt wird.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht ferner vor, dass sich wenigstens eine Entität mit einem der folgenden Verkehrsmittel entlang der Route bewegt: zu Fuß; auf einem Fahrrad; auf einem E-Scooter; mittels eines öffentlichen Verkehrsmittels, insbesondere mittels Bus und/oder Bahn; mit einem Auto, insbesondere einem PKW, LKW und/oder einem Transporter; mit einem Fluggerät oder mit einem autonom steuerbaren Fahrzeug, insbesondere einer Drohne, bevorzugt einer fliegenden Drohne.
Generell ist es dabei auch denkbar, dass die Entität während ihrer Reise entlang der Route das Verkehrsmittel auch wechselt. So kann die Entität beispielsweise während eines ersten Routenabschnitts zu Fuß unterwegs sein, dann auf ein Fahrrad wechseln, und einen letzten Routenabschnitt beispielsweise mit einem Bus zurücklegen. Die Entität kann beispielsweise auch einen E-Scooter benutzen. Hierdurch wird eine Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens bei noch umfangreicheren und verschiedenen Reisesituationen ermöglicht.
Reisen beispielsweise beide Entitäten mit der Bahn, so werden für jede Entität in einem Umkreis mit einem festgelegten Radius um einen Aufenthaltsort der jeweiligen Entität befindliche Haltestellen in Kartenmaterial ermittelt und von den jeweiligen Haltestellen ausgehende Verbindungen inklusive potentieller Umstiegsmöglichkeiten zur jeweiligen Haltestation in der Nähe der anderen Entität ermittelt und auf ihre Reisezeit hin untersucht. Zur Bestimmung der Gesamtreisezeit für eine Entität wird dabei auch
beispielsweise eine Entfernung und/oder Zeitdauer, welche die jeweilige Entität zur Haltestelle beispielsweise zu Fuß zurücklegen muss, berücksichtigt. Als Ausgangspunkt wird dann eine Haltestelle auf der Route zwischen den Aufenthaltsorten der Entitäten ermittelt, welche von den beiden Entitäten gleichzeitig erreicht werden kann und/oder gleichweit entfernt ist. Auch kann der Ausgangspunkt außerhalb einer entsprechenden Haltestelle liegen, beispielsweise ein Cafe in einer Nähe zu einer entsprechenden Haltestelle. Dabei ist es auch denkbar, dass eine Entität mit der Bahn reist und eine Entität ausschließlich zu Fuß unterwegs ist.
Analog kann auch eine der Entitäten mit dem Fahrrad reisen und eine der Entitäten zu Fuß gehen. Dabei werden zur Bestimmung des Ausgangspunkts durchschnittliche Reisegeschwindigkeiten für die jeweiligen Entitäten angenommen. Auch können die Reisegeschwindigkeiten der jeweiligen Entitäten in Abhängigkeit eines von ihnen gewählten Verkehrsmittels erlernt werden. So kann das Reiseverhalten einer bestimmten Entität über längere Zeit beobachtet werden, woraus sich zeit- und/oder streckenabhängige Fortbewegungsgeschwindigkeiten ergeben. Reist die erste Entität beispielsweise eine bestimmte Wegstrecke zu einer bestimmten Zeit mit einer U-Bahn, so kann hierfür beispielsweise zur Rush-Hour aufgrund zum Ein- und Aussteigen einer Vielzahl von Personen eine längere Zeitdauer von Nöten sein. Reist die zweite Entität beispielsweise mit dem Fahrrad, so kann diese zum Befahren eines bestimmten Routenabschnitts eine kürzere oder längere Zeitdauer benötigen, beispielsweise wenn die zweite Entität bergauf beziehungsweise bergab fahren muss, oder beispielsweise nach einem Mittagessen aufgrund eines vollen Magens langsamer fährt.
Entsprechend einerweiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens führt ein Algorithmus zur Bestimmung der Position des Ausgangspunkts auf der Route zumindest folgende Schritte durch:
Berechnen der Route zwischen den Aufenthaltsorten der beiden Entitäten; Halbieren der berechneten Route bezüglich einer Weglänge der Route oder einer zum Zurücklegen der Route erforderlichen Zeit zum Bestimmen einer halben Distanz; solange eine aktuelle, von einem der Aufenthaltsorte ausgehende Distanz kleiner ist als die halbe Distanz: Addieren des nächsten sich anschließenden Routenabschnitts zur aktuellen Distanz;
sobald die aktuelle Distanz größer ist, als die halbe Distanz: Unterteilen des letzten hinzugefügten Routenabschnitts in n Sub-Routenabschnitte; und solang die aktuelle Distanz abzüglich des letzten hinzugefügten Routenabschnitts kleiner ist als die halbe Distanz: Addiere des nächsten sich anschließenden Sub- Routenabschnitts zur aktuellen Distanz.
Durch das Aufteilen der Route in Routenabschnitte beziehungsweise Sub- Routenabschnitte sowie das Berücksichtigen von verschiedenen Kartenanbietern bereitgestelltem Kartenmaterial lässt sich eine Position des Ausgangspunkts besonders genau auf einem örtlichen und/oder zeitlichen Mittelpunkt zwischen den beiden Entitäten auffinden. Die hierzu vom Algorithmus durchgeführten Schritte erlauben eine besonders schnelle und effiziente Durchführung des Algorithmus. Zur Unterteilung der Route in die Routenabschnitte werden Routenpunkte auf der Route bestimmt. Die Routenpunkte entsprechen dabei beispielsweise einem Übergang von einer geraden Straße zu einer Kurve oder dergleichen im Kartenmaterial. Der Algorithmus prüft so gesehen für jeden Routenabschnitt, ob der Mittelpunkt zwischen der ersten und der zweiten Entität erreicht ist. Kann kein exakter Mittelpunkt auf einem entsprechenden Routenabschnitt und/oder einem Routenpunkt gefunden werden, so wird ein entsprechender Routenabschnitt in Sub-Routenabschnitte unterteilt. Somit wird gewährleistet, dass die Position des Ausgangspunkts besonders mittig zwischen den Aufenthaltsorten der ersten und zweiten Entität gefunden wird. Entsprechend wird bei der Ermittlung der Route berücksichtigt, welches Verkehrsmittel die jeweilige Entität nutzt.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht ferner vor, dass der Ausgangspunkt unter Berücksichtigung eines aktuellen Aufenthaltsorts wenigstens einer der Entitäten neu berechnet wird. Kommt es beispielsweise zu Verzögerung während der Reise entlang der Route bei wenigstens einer Entität, so würde dies dazu führen, dass beide Entitäten nicht gleichzeitig am Ausgangspunkt eintreffen. Analog würden bei dem Beispiel des Lieferdienstes die Waren nicht gleichzeitig bei den beiden Entitäten eintreffen und/oder die Waren ausliefernde Drohnen nicht gleichzeitig zum Verteilfahrzeug zurückkehren. Indem jedoch während der Reise entlang der Route die aktuelle Position der jeweiligen Entität überwacht wird, kann die Position des Ausgangspunkts auf der Route adaptiv verschoben werden. Hierdurch kann ein gleichzeitiges Eintreffen der Entitäten am Ausgangspunkt beziehungsweise das
Eintreffen der Waren an den ursprünglichen Aufenthaltsorten der ersten und zweiten Entität gewährleistet werden. Auch kann bei einer Rückreise der Drohnen zum Verteilfahrzeug sich das Verteilfahrzeug in Richtung einer Drohne bewegen, wenn diese Drohne für Ihre Rückkehr länger braucht als gedacht.
Bevorzugt wird zur Bestimmung der Position des Ausgangspunkts auf der Route zusätzlich wenigstens eines der folgenden Kriterien berücksichtigt: eine Fairness; eine durch ein Bewegen wenigstens eines Verkehrsmittels entlang der Route anfallende Schadstoffmenge, insbesondere eine CC>2-Menge; eine von wenigstens einem Verkehrsmittel zum Bewegen entlang der Route erforderliche Energiemenge; und/oder zum Bewegen wenigstens eines Verkehrsmittels entlang der Route anfallende Kosten.
Durch Berücksichtigen wenigstens eines der genannten Kriterien lässt sich eine Verschiebung des Ausgangspunkts auf der Route gemäß Vorlieben von Kunden anpassen. Beispielsweise kann gemäß einem ersten Szenario der Ausgangspunkt so auf der Route positioniert werden, dass die erste und zweite Entität den Ausgangspunkt nach einer möglichst kurten Zeitdauer erreichen. Beispielsweise reist die erste Entität mit einem PKW zum Ausgangspunkt, jedoch muss die zweite Entität zum Erreichen des Ausgangspunkts mehrmals das Verkehrsmittel wechseln. Dies ist mit einem hohen Aufwand für die zweite Entität verbunden. Unter Berücksichtigung der Fairness kann der Ausgangspunkt auf der Route so verschoben werden, dass für die erste und zweite Entität zum Erreichen des Ausgangspunkts eine längere Zeitdauer notwendig ist, jedoch die erste und zweite Entität zum Erreichen des Ausgangspunkts einen ähnlichen Aufwand überwinden müssen. Beispielsweise kann dann der Ausgangspunkt an eine Haltestelle eines öffentlichen Verkehrsmittels gesetzt werden, woraufhin sowohl die erste und zweite Entität mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Ausgangspunkt reisen. Hierzu müssen dann die erste und zweite Entität gleich oft umsteigen.
Eine Akzeptanz zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann durch die Berücksichtigung einer anfallenden Schadstoffmenge bei umweltbewussten Personen gesteigert werden.
Entsprechend kann auch eine zum Reisen entlang der Route erforderliche Energiemenge und/oder damit anfallende Kosten zur Positionierung des Ausgangspunkts auf der Route berücksichtigt werden.
Insbesondere ist ein Kunde dazu in der Lage selbst zu entscheiden, welches oder welche der genannten Kriterien zur Bestimmung der Position des Ausgangspunkts zusätzlich berücksichtigt werden sollen. Dies sorgt für einen besonders hohen Komfort und Zufriedenheit bei der Nutzung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Bei einem System zum Ermitteln eines Ausgangspunkts zwischen zwei Entitäten, umfassend wenigstens zwei Entitäten, wobei die Entitäten jeweils dazu eingerichtet sind ihren Aufenthaltsort zu bestimmen und diesen über eine Kommunikationsschnittstelle zu teilen, sind erfindungsgemäß wenigstens die zwei Entitäten dazu eingerichtet, ein im vorigen beschriebenes Verfahren auszuführen.
Bei den Entitäten handelt es sich beispielsweise um Personen oder Recheneinheiten, beispielsweise in Form eines mobilen Endgeräts wie einem Smartphone, Tablet- Computer, Laptop, Wearable oder dergleichen. Die Personen und/oder Recheneinheiten können mit einem Verkehrsmittel wie einem PKW, LKW, Transporter, Bus, einer Bahn, einem Fahrrad, zu Fuß oder dergleichen reisen. Auch ist ein Wechsel des Verkehrsmittels während einer Reise einer Entität möglich. Auch kann wenigstens eine Entität in ein entsprechendes Verkehrsmittel integriert sein. So kann beispielsweise eine Entität von einer Recheneinheit eines Fahrzeugs ausgebildet sein.
Auch können die beiden Entitäten mittelbar über eine zentrale Recheneinheit kommunizieren. Die zentrale Recheneinheit kann auch den Ausgangspunkt für die beiden Entitäten ermitteln. Die zentrale Recheneinheit empfängt hierzu die Aufenthaltsorte der beiden Entitäten und ermittelt unter Anwendung eines erfindungsgemäßen Verfahrens den Ausgangspunkt zum Treffen beziehungsweise zum Ausschwärmen von Drohnen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Ermitteln des Ausgangspunkts zwischen den Entitäten ergeben sich auch aus den
Ausführungsbeispielen, welche nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren näher beschrieben werden.
Dabei zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung zweier sich an einem Ausgangspunkt treffender Entitäten in einer digitalen Straßenkarte;
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer in mehrere Routenabschnitte unterteilten Route; und
Fig. 3 eine Prinzipdarstellung eines Ablaufdiagramms eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Ermitteln des Ausgangspunkts zwischen den Entitäten.
Figur 1 zeigt Kartenmaterial 1, hier in Form einer digitalen Straßenkarte. In dem Beispiel in Figur 1 umfasst die digitale Straßenkarte einen Ausschnitt eines Ballungsraums, beispielsweise einer Großstadt. In der Großstadt befinden sich zwei Entitäten Ei und E an einem jeweiligen Aufenthaltsort A und B. Die beiden Entitäten Ei und E haben sich für ein Treffen verabredet. Mit Hilfe eines erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Ausgangspunkt M bestimmt, zu dem die beiden Entitäten Ei und E in einer gleichen Zeit und/oder durch Zurücklegen einer gleichen Wegstrecke gelangen können. Dabei befindet sich die erste Entität Ei an einem ursprünglichen Aufenthaltsort A und die zweite Entität E an einem ursprünglichen Aufenthaltsort B. Der Ausgangspunkt M befindet sich innerhalb eines in Figur 2 gezeigten Toleranzbereichs 8 mittig zwischen die beiden Aufenthaltsorten A und B.
Bei den Entitäten Ei und E handelt es sich beispielsweise um Personen oder Recheneinheiten, beispielsweise in Form eines mobilen Endgeräts wie ein Smartphone, Tablet-Computer, Laptop, Wearable oder dergleichen. Eine solche Recheneinheit kann auch in ein Fahrzeug integriert sein. Beispielsweise kann es sich dann bei der Recheneinheit um einen zentralen Bordcomputer eines Fahrzeugs, ein Steuergerät eines Fahrzeuguntersystems, eine Telematikeinheit oder dergleichen handeln.
Die beiden Entitäten Ei und E bewegen sich jeweils mit einem Verkehrsmittel durch die Großstadt. Beispielsweise sind die Entitäten Ei und E ZU Fuß, mittels Fahrrad, mittels E- Scooter, mittels einem öffentlichen Nahverkehrsmittel, einem privat betriebenen Fahrzeug wie einem PKW, LKW, Transporter oder dergleichen, und/oder einem
autonom betriebenen Fahrzeug, beispielsweise einer Drohne, unterwegs. Dabei ist auch während einer Reise von einem ursprünglichen Aufenthaltsort A, B zum Ausgangspunkt M ein einmaliger oder mehrmaliger Wechsel des Verkehrsmittels möglich. Beispielsweise kann eine Entität Ei, E2 in Form einer Person von ihrem Wohnort mit einem E-Scooter zu einer Haltestelle eines öffentlichen Nahverkehrsmittels fahren und dann mit beispielsweise einem Bus zu einer in der Nähe des Ausgangspunkts M befindlichen Haltestelle reisen und dort von der Haltestelle zu Fuß den Ausgangspunkt M erreichen.
Erfindungsgemäß befindet sich der Ausgangspunkt M bezüglich einer Weglänge und/oder einem zum Zurücklegen einer Strecke zwischen Ausgangspunkt M und den jeweiligen Aufenthaltsorten A, B der Entitäten Ei, E2 erforderliche Zeitdauer mittig zwischen den Aufenthaltsorten A, B der Entitäten Ei, E2. Zur Bestimmung einer Lage des Ausgangspunkts M zwischen den Entitäten Ei und E2 wird eine unterschiedliche Reisegeschwindigkeit in Abhängigkeit eines gewählten Verkehrsmittels beachtet.
Zur Ermittlung des Ausgangspunkts M bestimmen die Entitäten Ei und E2 ihren jeweiligen Aufenthaltsort A, B. anschließend wird eine Route 3, welche sich vom Aufenthaltsort A der ersten Entität Ei zum Aufenthaltsort B der zweiten Entität E2 erstreckt, ermittelt. Die Route 3 wird zur Bestimmung des Ausgangspunkts M bezüglich ihrer Weglänge und/oder zum Zurücklegen der Route 3 erforderlichen Zeit halbiert. Während die beiden Entitäten Ei und E2zum Ausgangspunkt M reisen, bewegen sie sich entlang der Route 3. Dabei können sie ihren aktuellen Aufenthaltsort A* und B* erfassen. Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kann der jeweilige aktuelle Aufenthaltsort A*, B* zur adaptiven Verschiebung des Ausgangspunkts M herangezogen werden. Steht beispielsweise eine der Entitäten Ei, E2 im Stau, so kann der Ausgangspunkt M näher zur jeweiligen Entität Ei, E2 verschoben werden. Dies gewährleistet, dass die beiden Entitäten Ei und E2wie geplant gleichzeitig am Ausgangspunkt M eintreffen.
Auch ist es möglich, dass sich ein oder mehrere POIs 6 nahe der Route 3 befinden und der Ausgangspunkt M auf einen dieser POIs 6 oder in eine Nähe hierzu gelegt wird. Beispielsweise kann es sich bei dem POI 6 um ein Cafe, eine Bücherei, einen Park oder dergleichen handeln. Mit anderen Worten planen die beiden Entitäten Ei und E2 ein Treffen an einem der POIs 6.
Zur Verbesserung einer Genauigkeit mit der die jeweiligen Aufenthaltsorte A, A*, B, B* bestimmt werden, kann gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens von verschiedenen Kartenanbietern bereitgestelltes Kartenmaterial 1 verwendet werden.
Anhand von Figur 2 wird das Vorgehen zum Halbieren der Route 3 näher erläutert. So setzt sich die Route 3 aus einer Vielzahl an Routenabschnitten Pi, P2, P3, P4, P5, Rb zusammen. Dabei erstreckt sich ein Routenabschnitt Pi, P2, P3, P4, P5, Rb zwischen zwei Routenpunkten 2. Beispielsweise entspricht ein Routenabschnitt Pi, P2, P3, P4, P5, Rb einem bestimmten Straßenabschnitt, beispielsweise einem geraden Straßenabschnitt, oder einer Kurve. Bei den Routenpunkten 2 handelt es sich beispielsweise um eine Ampel, Kreuzung, einen Kreisverkehr oder dergleichen. Durch das Aufteilen der Route 3 in die Routenabschnitte Pi, P2, P3, P4, P5, Rb lässt sich die Route 3 besonders realitätsnah nachbilden und damit der Ausgangspunkt M besonders genau mittig zwischen den beiden Aufenthaltsorten A und B platzieren.
Da damit zu rechnen ist, dass der Ausgangspunkt M nicht zwangsweise mit einem Routenpunkt 2 zusammenfällt, lässt sich ein Routenabschnitt Pi, P2, P3, P4, P5, Rb, hier in dem Beispiel in Figur 2 der dritte Routenabschnitt P3 in n Sub-Routenabschnitte P31 , P32, P33, P34, P35 unterteilen. Diese Unterteilung kann iterativ so lange weitergeführt werden, bis der Ausgangspunkt M mittig in einem Sub-Routenabschnitt P31 , P32, P33, P34, P35, auf einem Routenpunkt 2 oder einem Endpunkt eines Sub-Routenabschnittes P31 , P32, P33, P34, P35 liegt. Dabei ist jeder Routenabschnitt Pi, P2, P3, P4, P5, Rb mit einer entsprechenden Weglänge beziehungsweise einer zum Zurücklegen des jeweiligen Routenabschnitts Pi, P2, P3, P4, P5, Rb in Abhängigkeit eines gewählten Verkehrsmittels erforderlichen Zeit behaftet.
Dabei wird ein als „mittig“ zwischen den Aufenthaltsorten A und B der Entitäten Ei und E2 platzierter Ausgangspunkt M verstanden, wenn er sich innerhalb eines festgelegten Toleranzbereichs 8 auf einem Routenabschnitt Pi, P2, P3, P4, P5, Rb bzw. Sub- Routenabschnitt P31, P32, P33, P34, P35 befindet. Die Darstellung erfolgt nicht maßstabsgetreu.
Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es auch möglich, dass ein Verteilfahrzeug 7, welches in Figur 3 dargestellt ist, zum Ausgangspunkt M reist, und vom Verteilfahrzeug 7 aus weitere Entitäten E3, und E4, beispielsweise Drohnen, zu den Aufenthaltsorten A und B der Entitäten Ei und E2 ausschwärmen. Beispielsweise können die Drohnen Waren an die erste und zweite Entität Ei und E2 liefern. Bei den Waren kann es sich beispielsweise um Pakete oder um Nahrungsmittel handeln.
Figur 3 zeigt ein Ablaufdiagramm 300 des erfindungsgemäßen Verfahrens. In einem optionalen Verfahrensschritt 301 können die beiden Entitäten Ei, E2, festlegen, ob zur Bestimmung des Ausgangspunkts M Zusatzkriterien berücksichtigt werden sollen. Bei den Zusatzkriterien handelt es sich beispielsweise um eine Fairness, eine durch ein Bewegen wenigstens eines Verkehrsmittels entlang der Route 3 anfallende Schadstoffmenge, insbesondere in Form von CO2, eine von wenigstens einem Verkehrsmittel zum Bewegen entlang der Route 3 erforderliche Energiemenge und/oder hierzu anfallende Kosten.
In einem Verfahrensschritt 302 verabreden sich die beiden Entitäten Ei und E2 zum Treffen am Ausgangspunkt M. In einem Verfahrensschritt 303 bestimmen die jeweiligen Entitäten Ei und E2 ihren ursprünglichen Aufenthaltsort A, B und übermitteln diesen im Verfahrensschritt 304 weiter. In dem Beispiel in Figur 3 wird der jeweilige Aufenthaltsort A, B an eine zentrale Recheneinheit 5, beispielsweise einen Cloud-Server beziehungsweise ein Backend eines Serviceanbieters übertragen. Der Ausgangspunkt M wird dann von der zentralen Recheneinheit 5 bestimmt. Hierzu wird auf der zentralen Recheneinheit 5 ein Algorithmus 4 ausgeführt. Der Algorithmus 4 umfasst sechs Arbeitsschritte 401, 402, 403, 404, 405 und 406. Im Arbeitsschritt 401 wird die Route 3 zwischen den Aufenthaltsorten A und B der beiden Entitäten Ei und E2 bestimmt. Im Arbeitsschritt 402 wird die Route 3 bezüglich ihrer Weglänge und/oder einer zum Zurücklegen der Route 3 erforderlichen Zeit halbiert. Im Arbeitsschritt 403 wird eine von einem der Aufenthaltsorte A, B ausgehende Distanz durch das Hinzufügen von Routenabschnitten P2, P3, P4, P5 verlängert. Ist im Arbeitsschritt 404 letztendlich die so verlängerte Distanz größer als die halbe Distanz, so wird der letzte hinzugefügte Routenabschnitt P3 von der Distanz abgezogen und dieser Routenabschnitt P3 in n Sub- Routenabschnitte P31 , P32, P33, P34, P35 in dem Beispiel in Figur 2 fünf Sub-
Routenabschnitte P31 , P32, P33, P34, P35 unterteilt. Im Arbeitsschritt 405 werden solange die Sub-Routenabschnitte P31 , P32, P33, P34, P3san die Distanz addiert, bis die Distanz gleich oder größer der halben Distanz ist. So wird schließlich im Arbeitsschritt 406 der Ausgangspunkt M gefunden. Dieser wird dann an die beiden Entitäten Ei und E2 zurückübermittelt, damit diese ihre Reise zum Ausgangspunkt M antreten können.
Auch ist es möglich, dass eine Lage des Ausgangspunkts M und/oder weitere damit verknüpfte Informationen an ein Verteilfahrzeug 7 übermittelt wird. Das Verteilfahrzeug 7 umfasst weitere Entitäten, hier in Form einer dritten, vierten, fünften und sechsten Entität E3, E4, Es, Es. Dabei kann es sich beispielsweise um individuelle Personen oder auch autonome Drohnen, beispielsweise flugfähige Drohnen handeln, welche Waren, Speisen oder dergleichen an die beiden Entitäten Ei und E2 liefern. Befindet sich das Verteilfahrzeug 7 im Ausgangspunkt M, wenn die dritte und vierte Entität Eßund E4 Vom Verteilfahrzeug 7 ausschwärmen, so können die dritte und vierte Entität E3 und E4die erste und zweite Entität Ei und E2 gleichzeitig erreichen und bevorzugt auch gleichzeitig wieder am Verteilfahrzeug 7 zurück eintreffen. Hierdurch kann ein Lieferdienst besonders effektiv und effizient Waren an Kunden verteilen.
Generell ist es auch möglich, dass sich die beiden Entitäten Ei und E2 ihren Aufenthaltsort A und B gegenseitig übermitteln, und auf eine Datenübertragung an die zentrale Recheneinheit 5 verzichtet wird. So kann beispielsweise der Algorithmus 4 auch auf einer oder beiden Entitäten Ei und E2 ausgeführt werden. Dementsprechend übermittelt eine der Entitäten Ei und E2 den von ihr bestimmten Ausgangspunkt M an die andere Entität Ei und E2 zurück.