Gedruckte Batterie. Funketikett und Herstellungsverfahren
Die nachfolgend beschriebene Erfindung betrifft eine gedruckte Batterie und ein Funketikett, das von der Batterie mit elektrischem Strom versorgt wird. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der Batterie.
Funketiketten können zur Verfolgung von Produkten aller Art dienen, beispielsweise von Pharma- zeutika und von Pflanzenschutzmitteln. Solche Funketiketten sind beispielsweise in der WO 2019/145224 Al beschrieben. Sie umfassen in der Regel eine Energieversorgungseinheit, mindes tens einen Sensor, eine Steuereinheit, einen Datenspeicher, in dem eine eindeutige Produktken nung gespeichert ist, und eine Sende- und/oder Empfangseinheit. Mit Hilfe des Sensors kann eine Zustandsinformation betreffend das Produkt ermittelt werden, beispielsweise betreffend den Öff nungszustand seiner Verpackung. Die Steuereinheit kann dann die Sende- und/oder Empfangsein heit dazu veranlassen, die Zustandsinformation und die Produktkennung an einen Datenempfänger zu senden. Idealerweise sollte die Energieversorgungseinheit die hierfür benötigte Energie über ei nen Zeitraum von mehreren Monaten liefern können, wobei über diesen Zeitraum mindestens 50 eingehende und abgehende Datenübertragungen möglich sein sollten.
Bei der Sende- und/oder Empfangseinheit kann es sich grundsätzlich um eine beliebige Datenüber tragungseinrichtung handeln, beispielsweise sind Datenübertragungen nach dem Wi-Fi Standard (IEEE 802.11) und dem Bluetooth Standard (IEEE 802.15.1) möglich. Um eine weltweite Verfolgung von Produkten zu gewährleisten, ist es allerdings zweckmäßig, für die Datenübertragung Mobilfunk netze oder andere bestehende Funknetzwerke zu nutzen.
Mobilfunknetze decken heute weite Teile der bewohnten Welt ab, sie sind daher für die weltweite Verfolgung von Produkten besonders gut geeignet. Mobilfunkchips stellen hinsichtlich ihres Ener gieverbrauchs allerdings immer noch hohe Anforderungen. Dies gilt auch für Mobilfunkchips neue rer Generation, die nach dem LTE-Standard (LTE = LongTerm Evolution) funken. In Abhängigkeit des gewählten Funkprotokolls müssen zumindest für kurze Zeitfenster Peakströme von bis zu 400 mA zur Verfügung stehen.
Für einen universellen Einsatz müssen Funketiketten und damit auch ihre Energieversorgungsein heiten möglichst klein und günstig herzustellen sein. Darüber hinaus sind Umweltverträglichkeit und Sicherheit für alle Produkte im Masseneinsatz ein wichtiger Parameter. Unter anderem aus die sen Gründen werden in der WO 2019/145224 Al gedruckte Batterien als Energieversorgungseinhei ten in Erwägung gezogen.
Die bislang bekannten gedruckten Batterien genügen den oben skizzierten Anforderungen aller dings nicht oder allenfalls teilweise. So sind beispielsweise die in der US 2010/081049 Al beschrie benen Batterien nicht dazu in der Lage, einen Peakstrom der genannten Größenordnung zu liefern. Sämtliche lithiumbasierten Systeme scheiden wegen ihres brennbaren Elektrolyten aus Sicherheits gründen aus. Nickel-Metallhydrid-Batterien sind aus drucktechnischen Gründen problematisch.
Der vorliegend beschriebenen Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, eine Energieversorgungseinheit bereitzustellen, die speziell für die Versorgung der Sende- und/oder Empfangseinheiten von Fun ketiketten optimiert ist, insbesondere auch für Sende- und/oder Empfangseinheiten, die nach dem LTE-Standard arbeiten.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung die nachfolgend beschriebene Batterie, insbeson dere die Ausführungsform der nachfolgend beschriebenen Batterie mit den in Anspruch 1 genann ten Merkmalen sowie das nachfolgend beschriebene Verfahren, insbesondere das Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 12, vor. Auch das Funketikett mit den Merkmalen des Anspruchs 11 ist Gegenstand der Erfindung. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Der Begriff „Batterie” meinte ursprünglich mehrere in Serie geschaltete elektrochemische Zellen. Heute wird der Begriff „Batterie” allerdings breiter verwendet und umfasst oft auch einzelne elekt rochemische Zellen (Einzelzellen). So wird dies auch im Rahmen der vorliegenden Anmeldung ge- handhabt. Bei der erfindungsgemäßen Batterie kann es sich also sowohl um eine Einzelzelle mit nur einer Anode und eine Kathode handeln als auch um einen Verbund aus mehreren elektrochemi schen Zellen.
In Übereinstimmung mit der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe dient die erfindungsge mäße gedruckte Batterie bevorzugt zur Versorgung einer Sende- und/oder Empfangseinheit mit ei nem elektrischen Strom von in der Spitze > 400 mA. Sie kann daher unter anderen nach dem LTE- Standard arbeitende Mobilfunkchips mit elektrischer Energie versorgen. Grundsätzlich ist sie aber auch für andere Anwendungen geeignet.
Die Batterie weist stets die folgenden Merkmale a. bis e. auf: a. Sie umfasst einen Schichtstapel mit
• einer als Schicht ausgebildeten Anode, die in vorzugsweise homogener Durchmischung als Elektrodenaktivmaterial partikuläres metallisches Zink oder eine partikuläre metal lische Zinklegierung und ein erstes elastisches Bindemittel oder Bindemittelgemisch
enthält, und
• einer als Schicht ausgebildeten Kathode, die bevorzugt in homogener Durchmischung als Elektrodenaktivmaterial ein partikuläres Metalloxid, mindestens ein Leitfähigkeits additiv zur Optimierung der elektrischen Leitfähigkeit der Kathode, und ein zweites elastisches Bindemittel oder Bindemittelgemisch enthält, und
• einem als Schicht ausgebildeten Separator, der die Anode und die Kathode elektrisch voneinander isoliert, und b. sie umfasst einen ersten elektrischen Leiter, der mit der Anode in unmittelbarem Kontakt steht, sowie einen zweiten elektrischen Leiter, der mit der Kathode in unmittelbarem Kon takt steht, und c. sie umfasst ein Gehäuse, das den Schichtstapel umschließt, wobei d. der Separator zwischen der Anode und der Kathode angeordnet ist und eine erste und eine zweite Seite umfasst, von denen die erste Seite eine erste Kontaktfläche zur Anode und die zweite Seite parallel dazu eine zweite Kontaktfläche zur Kathode umfasst, und e. die Kontaktflächen einander in Blickrichtung senkrecht zu dem als Schicht ausgebildeten Separator in einem Überlagerungsbereich A, in weichereine Gerade senkrechtzu dem Sepa rator beide Kontaktflächen schneidet, überlagern.
Unter einer gedruckten Batterie soll vorliegend eine Batterie verstanden werden, bei derzumindest die Elektroden, gegebenenfalls auch die elektrischen Leiter, in einigen bevorzugten Ausführungsfor men auch der Separator und gegebenenfalls weitere Funktionsteile, durch Drucken einer Druck paste auf einen Träger, insbesondere mittels eines Siebdruckverfahrens, gebildet sind. Bei der erfin dungsgemäßen Batterie sind also zumindest die zinkhaltige Anode und die metalloxidhaltige Ka thode gedruckt. Bevorzugt sind die Elektroden und die elektrischen Leiter, insbesondere der erste und der zweite elektrische Leiter, gedruckt.
Die Anode und die Kathode weisen jeweils bevorzugt eine Dicke im Bereich von 10 pm bis zu 350 pm, bevorzugt bis zu 250 pm, auf. Häufig wird die Kathode etwas dicker ausgebildet als die Anode, da letztere in vielen Fällen eine höhere Energiedichte aufweist. So kann es in einigen Anwendungsfällen bevorzugt sein, die Anode als Schicht mit einer Dicke von 30 pm bis 150 pm und die Kathode als Schicht mit einer Dicke von 180 bis 350 pm zu bilden. Durch die Einstellung der Dicken lassen sich die Kapazitäten von Anode und Kathode balancieren. Es ist diesbezüglich bevorzugt, dass die Ka thode gegenüber der Anode überdimensioniert wird.
Die Wahl eines elektrochemischen Systems mit einer zinkhaltigen Anode ist vor allem der geforder ten Sicherheit geschuldet. Systeme mit zinkbasierten Anoden benötigen einen wässrigen Elektroly ten und sind damit nicht brennbar. Darüber hinaus ist Zink umweltverträglich und billig.
Die gestapelte Anordnung der Elektroden und des Separators hat sich gegenüber einer koplanaren Anordnung wie im Falle der Elektroden der in der US 2010/081049 Al beschriebenen Zelle als über legen erwiesen. Die Strombelastbarkeit von Zellen mit gestapelten Elektroden ist deutlich höher, da die Ionen, die bei Lade- und Entladevorgängen zwischen den Elektroden hin- und herwandern, im Mittel deutlich kürzere Wege zurücklegen müssen. Im Bereich des Überlagerungsbereichs entspricht die kürzeste Entfernung zwischen den Elektroden der Dicke des zwischen der Anode und der Ka thode angeordneten Separators.
Bei identischer Größe und nicht versetzter Anordnung der Anode und der Kathode innerhalb eines Stapels entspricht die Größe des Überlagerungsbereichs exakt der Größe der Elektroden.
Die stapelförmige Anordnung ist allerdings für sich gesehen noch nicht ausreichend, um der erfin dungsgemäßen Batterie mit der zinkhaltigen Anode die geforderte Strombelastbarkeit zu verleihen. Vielmehr zeichnet sich die Batterie zu diesem Zweck durch eine Kombination der folgenden zusätz lichen Merkmale f. bis h. aus: f. Die Kathode enthält das partikuläre Metalloxid, bezogen auf das Gesamtgewicht der festen Bestandteile der Kathode, in einem Anteil von 10 Gew.-% bis 90 Gew.-%, und g. Die Kathode enthält das zweite elastische Bindemittel oder Bindemittelgemisch, bezogen auf das Gesamtgewicht der festen Bestandteile der Kathode, in einem Anteil von 1 Gew.-% bis 25 Gew.-%, und h. Die Kathode enthält das mindestens eine Leitfähigkeitsadditiv, bezogen auf das Gesamtge wicht der festen Bestandteile der Kathode, in einem Anteil von 1 Gew.-% bis 85 Gew.-%.
Die erfindungsgemäße Batterie kann einen einzigen Schichtstapel mit der als Schicht ausgebildeten Anode, der als Schicht ausgebildeten Kathode und dem als Schicht ausgebildeten Separator umfas sen. Sie kann aber auch zwei oder mehr solcher Schichtstapel umfassen, insbesondere zwei oder mehr identische Schichtstapel mit den vorstehenden Merkmalen a. und d. bis h,.
Die vorliegende Erfindung umfasst somit auch eine Batterie mit den unmittelbar folgenden Merk malen a. und b., gegebenenfalls auch c.:
a. Die Batterie umfasst einen ersten Schichtstapel mit den vorstehenden Merkmalen a. und d. bis h; b. die Batterie umfasst einen zweiten Schichtstapel mit den vorstehenden Merkmalen a. und d. bis h; c. gegebenenfalls umfasst die Batterien weitere Schichtstapel mit den vorstehenden Merkma len a. und d. bis h., wobei n bevorzugt eine ganze Zahl von 1 bis 100, bevorzugt von 1 bis 10, ist.
Das Gehäuse der erfindungsgemäßen umschließt in diesem Fall bevorzugt alle der Schichtstapel. Darüber hinaus umfasst die Batterie in diesem Fall bevorzugt jeweils einen ersten und einen zweiten elektrischen Leiter für die Anoden und Kathoden jedes einzelnen der Schichtstapel.
Die erfindungsgemäße Batterie zeichnet sich in besonders bevorzugten Ausführungsformen des Weiteren durch das unmittelbar folgende Merkmal i aus: i. Der Überlagerungsbereich A der Batterie weist eine Mindestgröße von 17,3 cm2 auf
In Fällen, in denen die erfindungsgemäße Batterie genau einen Schichtstapel umfasst, bezieht sich die Mindestgröße von 17,3 cm2 auf den Überlagerungsbereich in dem einen Schichtstapel. In Fällen, in denen die erfindungsgemäße Batterie zwei oder mehr der Schichtstapel umfasst, entspricht der Überlagerungsbereich A der Batterie der Summe der Überlagerungsbereiche in den zwei oder mehr Schichtstapeln. Die Gesamtgröße der Überlagerungsbereiche sollte also bevorzugt mindestens 17,3 cm2 betragen.
In einigen besonders bevorzugten Ausführungsformen umfasst die Batterie zwei oder mehr Schicht stapel, von denen sich jeder durch einen Überlagerungsbereich mit der Mindestgröße von 17,3 cm2 auszeichnet.
Um der erfindungsgemäßen Batterie die geforderte Strombelastbarkeit zu verleihen, ist es also im Rahmen der Erfindung vorgesehen, dass der Überlagerungsbereich eine definierte Mindestgröße aufweist. Wie groß dieser sein muss, steht wiederum insbesondere im Zusammenhang mit der Zu sammensetzung der Kathode oder der Kathoden. Deren Komponenten, das partikuläre Metalloxid, das zweite elastische Bindemittel oder Bindemittelgemisch und das mindestens eine Leitfähigkeits additiv müssen gemäß der Erfindung innerhalb festgelegter Anteilsbereiche in der Kathode oder den Kathoden enthalten sein.
Der Überlagerungsbereich der Batterie weist bevorzugt eine Maximalgröße von 500 cm2, besonders bevorzugt von 100 cm2, auf.
In Fällen mit mehreren Schichtstapeln ist es bevorzugt, dass die Schichtstapel, die unabhängig von einander funktionsfähige elektrochemische Zellen bilden, elektrisch seriell und/oder parallel mitei nander verschaltet sind. Auch dadurch lässt sich die Strom belastbarkeit der erfindungsgemäßen Batterie erhöhen, so dass sie die geforderten Leistungen erbringen kann.
Insbesondere eine serielle elektrische Verschaltung der von der erfindungsgemäßen Batterie um fassten Schichtstapel ist hierzu bevorzugt. Hierzu kann die erfindungsgemäße Batterie zusätzliche Leiteraufweisen, die die Anoden und Kathoden unterschiedlicherSchichtstapel elektrisch miteinan derverbinden, oder zu verschaltende Anoden und Kathoden sind über einen gemeinsamen elektri schen Leiter miteinander verbunden. Erfindungsgemäße Batterien mit vier oder mehr seriell ver- schalteten Schichtstapel eignen sich besonders zur Versorgung von nach dem LTE-Standard arbei tende Mobilfunkchips mit elektrischer Energie, insbesondere wenn sich jeder der Schichtstapel durch einen Überlagerungsbereich mit der Mindestgröße von 17,3 cm2 auszeichnet
In einigen Ausführungsformen ist aber auch eine parallele elektrische Verschaltung der von der er findungsgemäßen Batterie umfassten Schichtstapel ist bevorzugt.
Grundsätzlich beziehen sich alle prozentualen Angaben zu Gewichtsanteilen von Komponenten in Elektroden in der vorliegenden Anmeldung auf das Gesamtgewicht der festen Bestandteile der je weiligen Elektrode. Die Gewichtsanteile der jeweils beteiligten Komponenten ergänzen sich dabei auf 100 Gew.-%. Vor ihrer Ermittlung ist gegebenenfalls in den Elektroden enthaltene Feuchtigkeit zu entfernen.
Der Anteil an dem zweiten elastischen Bindemittel oder Bindemittelgemisch muss mindestens 1 Gew.-% betragen, da es die in der Kathode oder den Kathoden enthaltenen Metalloxidpartikel rela tiv zueinander fixieren und der oder den Kathoden gleichzeitig eine gewisse Flexibilität verleihen soll. Der Anteil darf den oben genannten Maximalanteil aber nicht überschreiten, da ansonsten die Gefahr besteht, dass die Metalloxidpartikel zumindest teilweise nicht mehr in Kontakt zueinander stehen. Innerhalb des oben genannten Bereiches ist ein Anteil im Bereich von 1 Gew.-% bis 15 Gew.- %, besonders bevorzugt in einem Anteil von 5 Gew.-% bis 15 Gew.-%, weiter bevorzugt.
Die Anteile an dem partikulären Metalloxid und dem mindestens einen Leitfähigkeitsadditiv bedin gen sich gegenseitig. Je näher sich der Anteil an dem mindestens einen Leitfähigkeitsadditiv an der
genannten Untergrenze bewegt, desto höher ist vorzugsweise der Anteil an dem partikulären Me talloxid. Umgekehrt gilt das Gleiche.
Innerhalb des oben für das partikuläre Metalloxid genannten Bereiches ist ein Anteil im Bereich von 50 Gew.-% bis 90 Gew.-% weiter bevorzugt.
Innerhalb des oben für das mindestens eine Leitfähigkeitsadditiv genannten Bereiches ist ein Anteil im Bereich von 2,5 Gew.-% bis 35 Gew.-% weiter bevorzugt.
Weiterhin bedingen sich vorzugsweise auch die Größe des Überlagerungsbereichs A und der Ge samtanteil G des partikulären Metalloxids und des mindestens einen Leitfähigkeitsadditivs in der oder den Kathoden. Je näher sich die Größe des Überlagerungsbereichs an der genannten Unter grenze bewegt, desto höher ist vorzugsweise der Gesamtanteil G. Umgekehrt gilt das Gleiche.
In bevorzugten Weiterbildungen zeichnet sich die Batterie durch mindestens eines der unmittelbar folgenden zusätzlichen Merkmale a. bis c. aus: a. Der Gesamtanteil G des partikulären Metalloxids und des mindestens einen Leitfähigkeits additivs in der Kathode liegt im Bereich des 0,85- bis 0,95-fachen des Gesamtgewichts der festen Bestandteile der Kathode oder Kathoden. b. Das Verhältnis des Gewichtsanteils des partikulären Metalloxids zum Gewichtsanteil des mindestens einen Leitfähigkeitsadditivs in der Kathode oder den Kathoden liegt im Bereich von 20:1 bis 5:1. c. Für das Verhältnis der Größe des Überlagerungsbereichs A [cm2] der Batterie zum Gesamt anteils G gilt die folgende Bedingung: x [cm2] * 0,95 < A [cm2] * G
In besonders bevorzugten Ausführungsformen der Batterie sind die unmittelbar vorstehenden Merk male a. bis c. in Kombination miteinander realisiert.
Ein hoher Anteil des Metalloxids in der Kathode oder den Kathoden erhöht die Kapazität der Batte rie. Für die Strombelastbarkeit ist der Anteil des mindestens einen Leitfähigkeitsadditivs jedoch von größerer Bedeutung als der Gesamtanteil des Metalloxids.
Betreffend die Wahl eines geeigneten Leitfähigkeitsadditivs stehen im Rahmen der Erfindung zwei besonders bevorzugte Varianten zur Auswahl.
In einer ersten besonders bevorzugten Variante zeichnet sich die Batterie durch mindestens eines der unmittelbar folgenden zusätzlichen Merkmale a. und b. aus: a. Die Kathode oder die Kathoden enthalten als Leitfähigkeitsadditiv mindestens ein kohlen stoffbasiertes Material, insbesondere aus der Gruppe mit Aktivkohle, Aktivkohlefaser, Car- bid-abgeleiteter Kohlenstoff, Kohlenstoff-Aerogel, Graphit, Graphen und Kohlenstoffnano- röhrchen (CNTs). b. Die Kathode oder die Kathoden enthalten das mindestens eine kohlenstoffbasierte Material in einem Anteil im Bereich von 25 Gew.-% bis 35 Gew.-% (s.o.).
In besonders bevorzugten Ausführungsformen der Batterie sind die unmittelbar vorstehenden Merk male a. und b. in Kombination miteinander realisiert.
In dieserVariante macht man sich zu Nutzen, dass die angegebenen Leitfähigkeitsadditive nicht nur die elektrische Leitfähigkeit der Kathode oder der Kathoden erhöhen, vielmehr können sie der Ka thode oder den Kathoden zusätzlich zu ihrer Faradayschen Kapazität eine Doppelschichtkapazität verleihen. Somit können für kurze Zeiträume sehr große Ströme zur Verfügung gestellt werden.
Überraschenderweise hat sich herausgestellt, dass sich ein ähnlich positiver Effekt erzielen lässt, in dem der Kathode oder den Kathoden bei ihrer Herstellung über die Elektrodenpaste Leitsalze zuge fügt werden, die beim T rocknen der Kathode in der Kathode kristallisieren können. Bei einem spä teren Aufdrucken des Elektrolyten können die kristallinen Leitsalze sehr schnell benetzt werden und führen zu einer besseren Durchdringung der Elektroden mit einer ionenleitenden Flüssigkeit.
Entsprechend zeichnetsich die Batterie In einer zweiten besonders bevorzugten Variante durch min destens eines der unmittelbar folgenden zusätzlichen Merkmale a. und b. aus: a. Die Kathode oder die Kathoden enthalten als Leitfähigkeitsadditiv mindestens ein wasser lösliches Salz. b. Die Kathode oder die Kathoden enthalten das mindestens eine wasserlösliche Salz in einem Anteil im Bereich von 1 Gew.-% bis 25 Gew.-%.
In besonders bevorzugten Ausführungsformen der Batterie sind die unmittelbar vorstehenden Merk male a. und b. in Kombination miteinander realisiert.
Als wasserlösliches Salz können der Kathode oder den Kathoden zum Zwecke der Verbesserung der
elektrischen Leitfähigkeit insbesondere Halogenide zugesetzt werden, bevorzugt Chloride, insbe sondere Zinkchlorid und/oder Ammoniumchlorid.
In einigen bevorzugten Ausführungsformen können die angeführten Varianten auch kombiniert wer den. In diesen Fällen zeichnet sich die Batterie durch eine Kombination der unmittelbar folgenden Merkmale a. und b. aus: a. Die Kathode oder die Kathoden enthalten als erstes Leitfähigkeitsadditiv das mindestens eine kohlenstoffbasierte Material, insbesondere aus der Gruppe mit Aktivkohle, Aktivkohle faser, Carbid-abgeleiteter Kohlenstoff, Kohlenstoff-Aerogel, Graphit, Graphen und Kohlen- stoffnanoröhrchen (CNTs). b. Die Kathode oder die Kathoden enthalten als zweites Leitfähigkeitsadditiv das mindestens eine wasserlösliche Salz.
In bevorzugten Ausführungsformen der Batterie zeichnet sich die Batterie durch eines der unmittel barfolgenden Merkmale a. und b. aus: a. Die Kathode oder die Kathoden enthalten als partikuläres Metalloxid Manganoxid. b. Die Kathode oder die Kathoden enthalten als partikuläres Metalloxid Silberoxid.
Bei der erfindungsgemäßen Batterie handelt es sich also bevorzugt um eine Zink/ Manganoxid -Bat terie oder um eine Zink / Silberoxid - Batterie.
In weiteren bevorzugten Ausführungsformen zeichnet sich die Batterie durch mindestens eines der unmittelbar folgenden zusätzlichen Merkmale a. bis c. aus: a. Die Anode oder die Anoden enthalten als erstes elastisches Bindemittel oder Bindemittelge misch mindestens ein Mitglied aus der Gruppe mit Cellulose und deren Derivate, insbeson dere Carboxymethylzellulose (CMC), Polyacrylate (PA), Polyacrylsäure (PAA), Polychlortriflu- orethylen (PCTFE), Polyhexafluorpropylen (PHFP), Polyimide (PI), Polytetrafluorethylen (PTFE), Polytrifluorethylen (PTrFE), Polyvinylalkohol (PVA), Polyvinylidendifluorid (PVDF), Styrol-Butadien-Gummi (SBR) und Mischungen aus den vorgenannten Materialien. b. Die Kathode oder die Kathoden enthalten als zweites elastisches Bindemittel oder Bindemit telgemisch mindestens ein Mitglied aus der Gruppe mit Cellulose und deren Derivate, ins besondere Carboxymethylzellulose (CMC), Polyacrylate (PA), Polyacrylsäure (PAA), Poly-
chlortrifluorethylen (PCTFE), Polyhexafluorpropylen (PHFP), Polyimide (PI), Polytetrafluo rethylen (PTFE), Polytrifluorethylen (PTrFE), Polyvinylalkohol (PVA), Polyvinylidendifluorid (PVDF), Styrol-Butadien-Gummi (SBR) und Mischungen aus den vorgenannten Materialien. c. Das erste und das zweite elastische Bindemittel oder Bindemittelgemisch sind stofflich iden tisch.
In besonders bevorzugten Ausführungsformen der Batterie sind die unmittelbar vorstehenden Merk male a. und b. in Kombination miteinander realisiert. In einigen Weiterbildungen dieser besonders bevorzugten Ausführungsformen sind die unmittelbar vorstehenden Merkmale a. bis c. in Kombina tion miteinander realisiert.
Besonders bevorzugt sind sowohl in der oder den Kathoden als auch in der oder den Anoden als Bindemittel oder Bindemittelgemisch eine Kombination aus einem als Elektrodenbinder geeigneten Polysaccharid, insbesondere einem Zellulosederivat, und SBR enthalten. Beispielsweise können die Anode oder die Anoden und die Kathode oder die Kathoden 0,5 Gew.-% bis 2,5 Gew.% Carboxyme- thylzellulose und/oder Chitosan und 5 Gew.-% bis 10 Gew.-% SBR enthalten. Das Zellulosederivat bzw. das Chitosan dienen hierbei auch als Emulgator. Sie helfen bei der Verteilung des elastischen Bindemittels (SBR) in der Paste.
Die Anode oder die Anoden der erfindungsgemäßen Batterie enthält das erste elastische Bindemittel oder Bindemittelgemisch, bezogen auf das Gesamtgewicht ihrerfesten Bestandteile, in einem Anteil von 1 Gew.-% bis 25 Gew.-%.
Das partikuläre metallische Zink oder die partikuläre metallische Zinklegierung ist in der oder den Anoden bevorzugt in einem Anteil im Bereich von 40 Gew.-% bis 80 Gew.-% enthalten.
Gegebenenfalls kann / können auch die Anode oder die Anoden einen Anteil an einem Leitfähigkeits additiv enthalten. Da das Aktivmaterial der Anode oder der Anoden allerdings bereits von sich aus elektrisch leitfähig ist, ist das nicht zwingend erforderlich.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform zeichnet sich die Batterie durch die Kombination der vier unmittelbar folgenden zusätzlichen Merkmale a. bis d. aus: a. Die Kathode oder die Kathoden enthalten als partikuläres Metalloxid ein Metalloxid aus der Gruppe mit Manganoxid und Silberoxid.
b. Die Kathode oder die Kathoden enthalten als Leitfähigkeitsadditiv mindestens ein wasser lösliches Salz. c. Die Kathode oder die Kathoden enthalten das mindestens eine wasserlösliche Salz in einem Anteil im Bereich von 1 Gew.-% bis 25 Gew.-%. d. Die Kathode oder die Kathoden enthalten als zweites elastisches Bindemittel oder Bindemit telgemisch eine Kombination aus Carboxymethylzellulose und SBR.
Es wurde eingangs bereits erwähnt, dass in einigen Ausführungsformen auch der Separator ge druckt werden kann. Geeignete Druckpasten hierfür sind beispielsweise der EP 2561564 Bl zu ent nehmen.
In weiteren Ausführungsformen kann es sich bei dem Separator aber auch um ein poröses Flächen gebilde, beispielsweise eine poröse Folie oder ein Vlies, handeln, das zwischen der Anode und der Kathode angeordnet wird. Geeignete Flächengebilde und entsprechende Vorgehensweisen sind in der EP 3477727 Al beschrieben.
Besonders bevorzugtwird als poröses Flächengebilde ein Vlies odereine mikroporöse Kunststofffo lie mit einer Dicke im Bereich von 60 bis 120 pm und einer Porosität (Verhältnis von Hohlraumvolu men zu Gesamtvolumen) im Bereich von 35 - 60 % verwendet. Das Vlies oder die Folie bestehen be vorzugt aus einem Polyolefin, beispielsweise aus Polyethylen.
Nicht zuletzt ist es möglich, dass zwischen den Elektrolyten ein Festelektrolyt angeordnet wird, wie er in einer bevorzugten Ausführungsform beispielsweise in der EP 2960967 Bl beschrieben ist, wo bei Varianten, bei denen ein flüssiger Elektrolyt zum Einsatz kommen, in vielen Fällen aber bevor zugtsind.
Entsprechend zeichnen sich der oder die Schichtstapel der erfindungsgemäßen Batterie bevorzugt durch mindestens eines der unmittelbar folgenden zusätzlichen Merkmale a. und b. aus: a. Sie umfassen einen wässrigen Elektrolyten, der ein chloridbasiertes Leitsalz enthält, b. Der Separator, der zwischen der Anode und der Kathode angeordnet ist, ist mit dem Elekt rolyten getränkt.
In besonders bevorzugten Ausführungsformen der Batterie sind die unmittelbar vorstehenden Merk male a. und b. in Kombination miteinander realisiert.
Als chloridbasiertes Leitsalz sind insbesondere Zinkchlorid und Ammoniumchlorid geeignet. Es ist bevorzugt, dass sich der pH-Wert des wässrigen Elektrolyten im neutralen oder leicht sauren Bereich bewegt.
In einigen besonders bevorzugten Ausführungsformen umfasst der wässrige Elektrolyt ein Additiv zur Erhöhung der Viskosität (Stellmittel) und/oder mineralische Füllpartikel, insbesondere in einer Menge, so dass der Elektrolyt eine pastenartige Konsistenz hat. Ein solcher Elektrolyt wird im Fol genden auch als Elektrolyt- Paste bezeichnet.
Als Stellmittel eignet sich insbesondere Siliziumdioxid. Es können zur Erhöhung der Viskosität aber auch bindende Substanzen wie Carboxymethylzellulose eingesetzt werden.
Als mineralische Füllpartikel eignen sich beispielsweise keramische Feststoffe, in Wasser nahezu o- der vollständig unlösliche Salzen, Glas und Basalt und Kohlenstoff. Der Begriff "keramische Fest stoffe" soll dabei sämtliche Feststoffe umfassen, die zur Herstellung keramischer Produkte dienen können, darunter silikatische Materialien wie Aluminiumsilikate, Gläser und Tonmineralien, oxidi sche Rohstoffe wie Titandioxid und Aluminiumoxid sowie nicht-oxidische Materialien wie Silizi- umcarbid oder Siliziumnitrid.
Der Begriff "nahezu oder vollständig unlöslich" meintim Rahmen der vorliegenden Anmeldung, dass bei Raumtemperatur in Wasser eine allenfalls geringe, vorzugsweise gar keine, Löslichkeit besteht. Die Löslichkeit der mineralischen Füllpartikel, insbesondere der erwähnten in Wasser nahezu oder vollständig unlöslichen Salze, sollte hierzu idealerweise die Löslichkeit von Calciumcarbonat in Was ser bei Raumtemperatur nicht übersteigen. Bei Calciumcarbonat handelt es sich im Übrigen um ein besonders bevorzugtes Beispiel für einen anorganischen Feststoff, der als partikuläre Füllkompo nente in der Elektrolyt-Paste enthalten sein kann.
In besonders bevorzugten Ausführungsformen weist die Elektrolyt-Paste die folgende Zusammen setzung auf:
Chloridbasiertes Leitsalz 30 bis 40 Gew.- % Stellmittel (z.B. SiOx Pulver) 2 bis4 Gew.-% Mineralische Partikel (z.B. CaC03) 10 bis 20 Gew.-% Lösungsmittel (bevorzugt Wasser) 40 bis 55 Gew.-%
Als chloridbasiertes Leitsalz kommen auch hier bevorzugt Zinkchlorid und/oder Ammoniumchlorid zum Einsatz.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform zeichnet sich die Batterie durch das folgende zu sätzliche Merkmal a. aus: a. Die Batterie umfasst als erste und/oder als zweite elektrische Leiter Leiterbahnen aus Me tallpartikeln, insbesondere aus Silberpartikeln oder aus Partikeln aus einer Silberlegierung.
Druckbare Leitpasten mit Silberpartikeln zur Herstellung der elektrischen Leiter sind Stand der Technik und im Handel frei erhältlich.
Das erfindungsgemäße Funketikett umfasst auf einem Träger eine Sende- und/oder Empfangsein heit zum Senden und/oder Empfangen von Funksignalen sowie eine auf dem Träger angeordnete gedruckte Batterie zur Versorgung der Sende- und/oder Empfangseinheit mit einem elektrischen Strom von in der Spitze > 400 mA, wobei die Batterie nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.
Zur Messung eines von einer Batterie lieferbaren Spitzenstroms wird bevorzugt die Impedanz der Batterie aus dem elektrochemischen Impedanzspektrum (EIS) hergeleitet. Bei diesem Messverfah ren werden die Impedanzen Z als Funktion der Messfrequenz f bestimmt, Z = Z(f). Der Belastung durch einen Pulsstrom mit einer Länge von ls entspricht der Impedanzwert Z(0,5Hz) am besten. Die ser wird mit der Spannungsdifferenz zwischen Ruhespannung und Schlussspannung der elektroni schen Anwendung gemäß dem Ohmschen Gesetz verrechnet.
Spitzenstrom i = Spannungsdifferenz AU / Z(0,5Hz)
Bevorzugt wurde die Batterie unmittelbar auf den T räger gedruckt. Es kann allerdings auch bevor zugtsein, die Batterie separat zu fertigen und auf dem Träger zu fixieren, beispielsweise mittels eines Klebstoffs.
Bezüglich möglicher bevorzugter Ausgestaltungen des Funketiketts wird hiermit auf die WO 2019/145224 Al verwiesen. Dort ist beispielsweise ausführlich eine Sensorik beschrieben, die Teil des Funketiketts sein kann und mit deren Hilfe Zustandsinformation zu einem Produkt, das mit dem Funketikett gelabelt ist, ermittelt werden können.
Im Rahmen der vorliegend beschriebenen Erfindungsind vor allem der Träger und die Sende- und/o der Empfangseinheit von Belang. Bei letzterer handelt es sich bevorzugt um einen Mobilfunkchip, wie er eingangs erwähnt ist, insbesondere um einen Chip, der Datenübertragungen nach dem LTE- Standard beherrscht.
Der Träger kann nahezu beliebig ausgestaltet sein. Wichtig ist nur, dass die Oberfläche, auf der die Leiter der erfindungsgemäßen Batterie gedruckt werden, keine elektrisch leitenden Eigenschaften aufweist um Kurzschlüsse oder Kriechströme auszuschließen. Beispielsweise kann der Träger ein Etikett auf Kunststoffbasis sein, geeignet wäre beispielsweise eine Folie aus einem Polyolefin oder aus Polyethylenterephthalat, das auf einer Seite eine Klebefläche aufweist, mit der es an einem Pro duktfixiertwerden kann. Auf die andere Seite können die elektrischen Leiterder Batterie sowie de ren sonstigen Funktionsteile aufgebracht werden.
In besonders bevorzugten Ausführungsformen kann das Funketikett derart ausgestaltet sein, dass es elektrische Energie aus der Umgebung des Funketiketts gewinnen kann. Zu diesem Zweck kann das Funketikett mit einem Energiewandler ausgestattet sein, der dazu in der Lage ist, Energie aus der Umgebung in elektrische Energie umzuwandeln. Für die Umwandlung können beispielsweise der piezoelektrische Effekt, der thermoelektrische Effekt oder der photoelektrische Effekt genutzt werden. Die Energie aus der Umgebung kann beispielsweise in Form von Licht, elektrischen Feldern, magnetischen Feldern, elektromagnetischen Felder, Bewegung, Druck und/oder Wärme und/oder anderen Energieformen bereitgestellt und mit Hilfe des Energiewandlers genutzt oder "geerntet" werden.
Der Energiewandler ist in bevorzugten Ausführungsformen mit der erfindungsgemäßen Batterie ge koppelt, so dass er diese aufladen kann. Zwar gehören Zink / Manganoxid - oder Zink / Silberoxid - Batterien zu den sogenannten Primärbatterien, die grundsätzlich nicht für Aufladungen vorgesehen sind. In begrenztem Umfang funktioniert aber auch bei solchen Batterien eine Wiederaufladung.
Es wurde bereits darauf eingegangen, dass zu mindest die wichtigsten Funktionsteile der erfindungs gemäßen Batterie mit Hilfe eines Druckverfahrens, insbesondere mittels Siebdruck, gebildet wer den. Das erfindungsgemäße Verfahren dient der Herstellung einer Batterie wie der oben beschrie benen und zeichnet sich durch die unmittelbar folgenden Schritte a. bis e. aus: a. Drucken eines ersten elektrischen Leiters auf einen elektrisch nicht leitenden Träger und ei nes zweiten elektrischen Leiters auf einen elektrisch nicht leitenden T räger. b. Drucken einer Anode als Schicht unmittelbarauf den ersten elektrischen Leiter, wobei eine Druckpaste zum Einsatz kommt, die partikuläres metallisches Zink odereine partikuläre me tallische Zinklegierung und ein erstes elastisches Bindemittel oder Bindemittelgemisch ent hält. c. Drucken einer Kathode als Schicht unmittelbar auf den zweiten elektrischen Leiter, wobei
eine Druckpaste zum Einsatz kommt, die ein partikuläres Metalloxid, mindestens ein Leitfä higkeitsadditiv zur Optimierung der elektrischen Leitfähigkeit der Kathode, und ein zweites elastisches Bindemittel oder Bindemittelgemisch enthält, wobei
• die Druckpaste das partikuläre Metalloxid, bezogen auf das Gesamtgewicht ihrerfesten Bestandteile, in einem Anteil von 10 Gew.-% bis 90 Gew.-% enthält, und
• die Druckpaste das zweite elastische Bindemittel oder Bindemittelgemisch, bezogen auf das Gesamtgewicht ihrer festen Bestandteile, in einem Anteil von 1 Gew.-% bis 25 Gew.-%, bevorzugt in einem Anteil 1 Gew.-% bis 15 Gew.-%, besonders bevorzugt in ei nem Anteil von 5 Gew.-% bis 15 Gew.-%, und
• die Druckpaste das mindestens eine Leitfähigkeitsadditiv, bezogen auf das Gesamtge wicht ihrerfesten Bestandteile, in einem Anteil von 1 Gew.-% bis 85 Gew.-%, bevorzugt in einem Anteil von 2,5 Gew.-% bis 35 Gew.-%, enthält. d. Drucken oder Auflegen eines als Schicht ausgebildeten Separators auf die Anode und/oder die Kathode. e. Bilden eines Schichtstapels mit der Sequenz Anode /Separator / Kathode, in dem
• der Separator zwischen der Anode und der Kathode angeordnet ist und eine erste und eine zweite Seite umfasst, von denen die erste Seite eine erste Kontaktfläche zur Anode und die zweite Seite parallel dazu eine zweite Kontaktfläche zur Kathode umfasst, und
• die Kontaktflächen einander in Blickrichtung senkrecht zu dem als Schicht ausgebilde ten Separator in einem Überlagerungsbereich, in welcher eineGeradesenkrechtzu dem Separator beide Kontaktflächen schneidet, überlagern.
In Fällen der Herstellungeinererfindungsgemäßen Batterie mit zwei oder mehrSchichtstapeln müs sen die genannten Schritte a. bis e. gegebenenfalls mehrfach ausgeführt werden.
In jedem Fall ist es vorteilhaft, dass der Überlagerungsbereich A der Batterie die oben genannte Min destgröße von 17,3 cm2 aufweist. Es ist daher bevorzugt, die Elektroden des Schichtstapels oder der Schichtstapel sowie den oder die Separatoren entsprechend zu dimensionieren und zu positionie ren.
Zu bevorzugten Ausführungsformen betreffend die Auswahl und die Anteile des partikulären Me talloxids, des partikulären metallischen Zinks oder der partikulären metallischen Zinklegierung, des
ersten und des zweiten elastischen Bindemittels oder Bindemittelgemischs und des mindestens ei nen Leitfähigkeitsadditivs zur Optimierung der elektrischen Leitfähigkeit wurde bei der Beschrei bung der erfindungsgemäßen Batterie bereits Stellung genommen. Die dort beschriebenen bevor zugten Ausführungsformen gelten auch im Zusammenhang mit dem beschriebenen Herstellungs verfahren.
Analoges gilt für die Auswahl des T rägers und des Separators, auch diese wurden bei der Beschrei bung der Batterie bereits näher spezifiziert.
Die Druckpasten enthalten neben den jeweiligen festen Bestandteilen bevorzugtauch ein flüchtiges Lösungs- bzw. Suspensionsmittel. Idealerweise handelt es sich dabei um Wasser.
Damit es bei Drucken keine Probleme gibt, enthalten die Druckpasten bevorzugt alle partikulären Bestandteile mit Partikelgrößen von maximal 50 pm.
Auf den Träger kann, neben die Batterie, in einem nachgeschalteten Schritt der Mobilfunkchip fixiert werden. Es kann daherzweckmäßigsein, beim Drucken der elektrischen Leiterfür die Batterie auch gleich auch alle anderen elektrischen Verbindungen zum und vom Mobilfunkchip sowie gegebenen falls auch eine mit dem Mobilfunkchip gekoppelte Antenne zu drucken.
In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens ist es durch mindestens einen der unmittel barfolgenden zusätzlichen Merkmale und / oder Schritte a. und b. gekennzeichnet: a. Als partikuläres Metalloxid wird Manganoxid verwendet. b. Der erste und/oder der zweite Leiter werden, bevor die Anode und die Kathode gedruckt werden, mit einer elektrisch leitenden Carbonschicht überdruckt.
In besonders bevorzugten Ausführungsformen des Verfahrens sind die unmittelbar vorstehenden Merkmale a. und b. in Kombination miteinander realisiert.
Die Carbonschicht dient dem Schutz des ersten und/oder des zweiten Leiters bzw. im Falle mehrerer Schichtstapel der ersten und der zweiten Leiter. Insbesondere, wenn der erste und/oder der zweite Leiter Silberpartikel umfassen, besteht die Gefahr, dass sich Silber im Elektrolyten löst und es zu einer Schwächung oder gar Zerstörung von Leiterbahnen kommt. Die Carbonschicht kann die Sil berschicht vor einem unmittelbaren Kontakt mit dem Elektrolyten schützen.
Bevorzugt wird die Carbonschicht mit einer Dicke im Bereich von 5 pm bis 30 pm, insbesondere im
Bereich von 10 mih bis 20 mih, gebildet.
In einigen bevorzugten Ausführungsformen wird die Carbonschicht nach dem Aufbringen einer Wär mebehandlung unterzogen, Hierdurch kann ihre Dichtigkeit erhöht werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens ist es durch mindestens einen der unmittelbar folgenden zusätzlichen Merkmale und / oder Schritte a. und b. gekennzeichnet: a. Vor und/oder nach dem Drucken oder Auflegen des als Schicht ausgebildeten Separators werden die Anode und die Kathode mit einem flüssigen Elektrolyten getränkt. b. Vor dem Tränken mit dem flüssigen Elektrolyten wird auf dem Träger ein Siegelrahmen ge bildet oderangeordnet, der die Anode und die Kathode umschließt.
In besonders bevorzugten Ausführungsformen des Verfahrens sind die unmittelbar vorstehenden Merkmale a. und b. in Kombination miteinander realisiert.
Auf bevorzugte flüssige Elektrolyte wurde im Rahmen der Beschreibung der erfindungsgemäßen Batterie bereits Bezug genommen. Sofern als das mindestens eine Leitfähigkeitsadditiv eines der oben beschriebenen wasserlöslichen Salze eingesetzt wird, ist es gegebenenfalls ausreichend, zu mindest die mit diesem Salz versetzte Elektrode lediglich mit Wasser zu tränken, da sich der flüssige Elektrolyt dann automatisch bildet.
Der Siegelrahmen sorgt dafür, dass auf die Elektroden aufgebrachte Flüssigkeit auf dem Träger nicht verläuft. Mögliche Ausführungsformen des Siegelrahmens und Varianten zu dessen Bildungsind aus der EP 3477727 Al bekannt.
Bevorzugt wird der Siegelrahmen aus einer Klebstoffmasse gebildet, die gleichsam mit Hilfe eines Druckverfahrens applizierbar ist. Hierbei lässt sich grundsätzlich jeder Klebstoff verarbeiten, derge- genüber dem jeweils verwendeten Elektrolyten resistent ist und eine ausreichende Haftung zu dem Träger ausbilden kann. Insbesondere kann der Siegelrahmen auch aus einer gelösten Polymerzu sammensetzung gebildet werden, zu deren Verfestigung enthaltenes Lösungsmittel entfernt wer den muss.
Es ist auch möglich, den Siegelrahmen aus einer thermoaktivierbaren Folie, insbesondere eine Schmelzfolie, oder eine selbstklebende Folie, zu bilden.
In einer ersten alternativen, besonders bevorzugten Ausführungsform zeichnet sich das Verfahren
durch die folgenden Merkmale aus: a. Vor dem Auflegen des Separators wird entweder auf die Anode oder auf die Kathode eine erste Schicht aus einer Elektrolyt-Paste gedruckt, insbesondere mit einer Dicke von 30 bis 70 pm, b. Der Separator wird auf die erste Schicht aus der Elektrolyt-Paste aufgelegt. c. Nach dem Auflegen des Separators wird entweder auf den Separator ei ne zweite Schicht aus der Elektrolyt-Paste gedruckt, insbesondere mit einer Dicke von 30 bis 70 pm.
In einer zweiten alternativen, besonders bevorzugten Ausführungsform zeichnet sich das Verfahren durch die folgenden Merkmale aus: a. Vordem Auflegen des Separators wird auf die Anode eine erste Schicht aus einer Elektrolyt- Paste und auf die Kathode eine zweite Schicht aus einer Elektrolyt-Paste gedruckt, vorzugs weise jeweils mit einer Dicke von 30 bis 70 pm, b. Der Separator wird auf die erste oder die zweite Schicht aus der Elektrolyt-Paste aufgelegt. c. Der Schichtstapel wird gebildet, so dass auf einer Seite des Separators die erste und auf der anderen Seite des Separators die zweite Schicht aus dem Elektrolyten angeordnet ist.
Bei einem so gestellten Schichtstapel ist zwischen den Elektroden und dem Separator immer noch eine der Schichten aus der Elektrolyt- Paste angeordnet.
Besonders bevorzugte Merkmalskombinationen
Zur Übertragung einer LTE-Nachricht findet zuerst ein Scannen statt. Dabei sucht das Label mögli che Frequenzen für die Datenübertragung. Dieser Vorgang dauert im Schnitt 2s und benötigt 50 mA. Wenn die Frequenz gefunden wurde, wird ein sogenannter TX-Puls abgesetzt. Ein solcher Puls dau ert ca. 150 ms an und benötigt hierfür einen elektrischen Strompuls von etwa 200 mA. Ein Puls mit einer Länge 150 ms entspricht etwa einer Frequenz von 4 Hz. Entsprechend ist für Sendung eines solchen Pulses die Impedanz der erfindungsgemäßen Batterie bei 4 Hz von Bedeutung.
Besonders gute Ergebnisse lassen sich in diesem Zusammenhang erzielen, wenn die Anoden und Kathodenzusammensetzungen sowie die Zusammensetzung des Elektrolyten aufeinander abge stimmt werden. Besonders bevorzugt werden zur Herstellungder Anoden, Kathoden und Elektrolyt-
schichten von erfindungsgemäßen Batterien die folgenden Pastenzusammensetzungen in Kombi nation verwendet:
Anodenpaste:
Zinkpulver (Quecksilberfrei): 65 - 79 Gew.-% Emulgator (z.B. CMC) 1 - 5 Gew.-%
Binder, elastisch (z.B. SBR) 5 - 10 Gew.-% Lösungsmittel (z.B. Wasser) 15 - 20 Gew.-%
Kathodenpaste:
Mangandioxid 50 - 70 Gew.-%
Leitmaterial (z.B. Grafit, Ruß) 5 - 8 Gew.-% Emulgator (z.B. CMC) 2 - 8 Gew.-%
Binder, elastisch (z.B. SBR) 8 - 15 Gew.-% Lösungsmittel (z.B. Wasser) 20 - 30 Gew.-%
Elektrolyt- Paste
Leitsalz Zinkchlorid 30 - 40 Gew.-% Stellmittel (z.B. Silziumoxidpulver) 2 - 4 Gew.-% Mineralische Partikel (z.B. CaC03) 10 - 20 Gew.-% Lösungsmittel (z.B. Wasser) 40 - 55 Gew.-%
Es ist bevorzugt, dass sich Anteile der einzelnen Komponenten in den Pasten jeweils auf 100 Gew.- % aufaddieren. Die Anteile der nichtflüchtigen Komponenten in den Elektroden lassen sich aus den entsprechenden Prozentangaben der Pasten errechnen. So liegen beispielsweise die Anteile an Zink und dem elastischen Binderin einer aus obiger Paste hergestellten Anode im Bereich von 81,25 Gew- % bis 92,94 Gew.% (Zink) und 5,62 Gew.-% bis 13,16 Gew.-% (elastischer Binder). Die Anteile an Man gandioxid und dem elastischen Binder in einer aus obiger Paste hergestellten Kathode liegen im Be reich von 61,72 Gew-% bis 82,35 Gew.% (Mangandioxid) und 8,51 Gew.-% und 20,83 Gew.-% (elasti scher Binder).
Die Elektrolyt- Paste wird bevorzugt in Kombination mit einer mikroporösen Polyolefinfolie (z.B. PE) mit einer Dicke im Bereich von 60 bis 120 pm und einer Porosität von 35 - 60 % eingesetzt. Bevorzugt werden gemäß der obigen ersten oder zweiten alternativen, besonders bevorzugten Ausführungs-
form Schichten aus der Elektrolyt- Paste auf den Elektroden und/oder dem Separator gebildet, ins besondere mit einer Dicke in den spezifizierten Bereichen, besonders bevorzugt jeweils mit einer Dicke von ca. 50 pm. Die Anode wird bevorzugt als Schicht mit einer Dicke von 30 pm bis 150 pm, insbesondere mit einer Dicke von 70 pm, gedruckt. Die Kathode wird bevorzugt als Schicht mit einer Dicke von 180 bis 350 pm, insbesondere mit einer Dicke von 280 pm, gedruckt.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens ist es durch mindestens einen der unmittelbar folgenden zusätzlichen Merkmale und /oder Schritte a. und b. gekennzeichnet: a. Der erste und der zweite elektrische Leiter oder die ersten und die zweiten elektrischen Lei ter werden nebeneinander auf denselben T räger gedruckt. b. Aus dem T räger wird nach dem Umschlagen durch Verschweißung und / oder Verklebung ein geschlossenes Behältnis gebildet, in dem der Schichtstapel angeordnet ist.
In besonders bevorzugten Ausführungsformen des Verfahrens sind die unmittelbar vorstehenden Merkmale a. und b. in Kombination miteinander realisiert.
Wie bereits angesprochen, wird bei einem Verfahren gemäß der Erfindung ein Schichtstapel mit der Sequenz Anode / Separator / Kathode gebildet. Dies kann bevorzugt dadurch erfolgen, dass die Elektroden nebeneinander, also in koplanarer Anordnung, auf den Träger gedruckt werden und der Trägerderart umgeschlagen wird, dass die Anode und die Kathode sowie der dazwischen angeord nete Separator überlagern. Der Träger umschließt den entstandenen Schichtstapel nach dem Um schlagen von mindestens drei Seiten. Durch Verschweißung und/oder Verklebung der übrigen Sei ten kann ein geschlossenes Behältnis gebildet werden. Eine Verklebung kommt insbesondere auch dann in Frage, wenn zuvor die Anode und die Kathode mit dem erwähnten Kleberahmen umgeben wurden. In diesem Fall kann der Siegelrahmen die Verklebung herbeiführen.
Weitere Merkmale der Erfindung sowie aus der Erfindung resultierende Vorteile ergeben sich aus den nachfolgenden Ausführungsbeispielen sowie den Zeichnungen, anhand derer die Erfindung erläu tert wird. Die nachfolgend beschriebene Ausführungsform dient lediglich zur Erläuterung und zum besseren Verständnis der Erfindung und ist in keiner Weise einschränkend zu verstehen.
Ausführungsbeispiel
(1) Auf eine PET-Folie 104 mit einer Dicke von 200 pm wird mittels Siebdruck eine Stromab leite rstruktur gedruckt, darunter der erste elektrische Leiter 105 und der zweite elektrische
Leiter 106. Als Druckpaste dient hierbei eine handelsübliche Silberleitpaste.
(2) In einem weiteren Schritt wurde die Stromableiterstruktur mit einer dünnen Lage aus Koh lenstoffpartikeln abdeckt. Die Lage aus den Kohlenstoffpartikeln wurde bevorzugt mit einer Dicke von 12 pm gebildet. Als Druckpaste diente hierbei eine typische Carbon-Paste, wie sie zur Bildung elektrisch leitfähiger Schichten und Verbindungen in der Elektronik verwendet wird.
Um die Abdeckung der Stromableiterstruktur durch die Lage aus den Kohlenstoffpartikeln zu optimieren, kann es bevorzugt sein, die gebildete Lage einer Wärmebehandlungzu unter ziehen. Die dabei anwendbare Temperatur richtet sich primär nach der thermischen Stabili tät der PET-Folie und muss entsprechend gewählt werden.
(3) Anschließend werden zurAusbildungeiner Anode 101 und einer Kathode 102 dererste elekt rische Leiter 105 mit einer Zinkpaste und der zweite elektrische Leiter 106 mit einer Manga- noxidpaste überdruckt. Die Pasten weisen die folgenden Zusammensetzungen auf:
Zinkpaste:
Zinkpartikel 70 Gew.-%
- CMC 2 Gew.-%
- SBR 6 Gew.-%
Lösungsmittel (Wasser) 22 Gew.-%
Manganoxidpaste:
Manganoxid 60 Gew.-%
Graphit 6 Gew.-%
Zinkchlorid 2 Gew.-%
- CMC 2 Gew.-%
- SBR 5 Gew.-%
Lösungsmittel (Wasser) 25 Gew.-%
Die Anode 101 und die Kathode 102 belegen auf der PET-Folie 104 jeweils eine Fläche von 20 cm2. Die Anode wird hierbei bevorzugt als Schicht mit einer Dicke von 70 pm gebildet. Die Kathode wird bevorzugt als Schicht mit einer Dicke von 280 pm gebildet. Für die Bildung der Kathodenschicht werden gegebenenfalls mehr als ein Druckvorgang benötigt.
(4) In einem Folgeschritt wird die Anode 101 mit einem Separator 103 abgedeckt. Als Separator 103 können beispielsweise ein handelsüblicher Vlies-Separator oder eine mikroporöse Po lyolefinfolieeingesetztwerden. Bevorzugt wird hierbei eine mikroporöse Polyolefinfolie ein gesetzt, der eine Dicke im Bereich von 60 - 120 pm und eine Porosität (Verhältnis von Hohl raumvolumen zu Gesamtvolumen) von 35 - 60 % aufweist.
(5) In einem weiteren Folgeschritt werden die Anode 101 und die Kathode 102 sowie der Sepa rator 103 mit einer wässrigen Zinkchlorid-Lösung bedruckt, nachdem auf die PET-Folie 104 mittels einer Klebstoffmasse ein Siegelrahmen 107 gebildet wurde, der die Anode 101 und die Kathode 102 umschließt. Als Ausgangsmaterial für die Bildung des Siegelrahmens 107 kann beispielsweise ein handelsüblicher Lötstopplack dienen.
Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, eine erste Schicht aus einer hochviskosen wäss rigen Zinkchlorid-Lösung (Elektrolyt-Paste) auf eine der Elektroden aufzudrucken, insbeson dere in einer Dicke von ca.50 pm, den Separator auf diese erste Schicht aufzulegen und den Separator mit einer zweiten Schicht aus der Elektrolyt-Paste zu bedrucken, gleichfalls mit einer Dicke von ca. 50 pm. Der Siegelrahmen 107 wird in diesem Fall bevorzugt bereits vor dem Aufdrucken der ersten Schicht gebildet (Variante 1).
Als gleichermaßen vorteilhaft hat sich erwiesen, eine erste Schicht aus einer Elektrolyt-Paste auf die Anode aufzudrucken, insbesondere in einer Dicke von ca. 50 pm, eine zweite Schicht aus einer Elektrolyt-Paste auf die Kathode aufzudrucken, insbesondere in einer Dicke von ca. 50 pm, und den Separator auf eine dieser Schichten aufzulegen. Der Siegelrahmen 107 wird in diesem Fall bevorzugt bereits vor dem Aufdrucken der ersten und zweiten Schicht gebildet (Variante 2).
Im Ergebnis (im zweiten Fall allerdings erst nach Schritt (6)) ist dann auf beiden Seiten des Separators eine Schicht aus dem Elektrolyten angeordnet. Bevorzugt kommt hierbei eine Elektrolyt- Paste mit folgender Zusammensetzung zum Einsatz:
Zinkchlorid 35 Gew.-%
Stellmittel (Siliziumdioxid) 3 Gew.-%
Mineralische, wasserunlösliche Partikel 15 Gew.-%
Lösungsmittel (Wasser) 47 Gew.-%
(6) Abschließend wird die PET-Folie 104 entlang einer Knicklinie 104a umgeschlagen, so dass
die Anode 101 und die Kathodel02 sowie der dazwischen angeordnete Separator 103 einen Schichtstapel 108 bilden. Der Siegelrahmen 107 bildet zusammen mit der PET-Folie 104 ein geschlossenes Gehäuse 109.
Zeichnungen
In den Zeichnungen illustrieren schematisch
Fig. 1 eine Vorgehensweise gemäß dem Ausführungsbeispiel mit den obigen Schritten (1) bis (6), jeweils in einer Draufsicht senkrecht von oben,
Fig. 2 zeigt Querschnitt durch die gemäß der in Fig. 1 dargestellten Vorgehensweise gebildeten Batterie,
Fig. 3 ein Funketikett mit der in Fig. 2 dargestellten Batterie (Draufsicht von oben),
Fig. 4 zwei Beispiele eines Schichtstapels einer erfindungsgemäßen Batterie (Draufsicht senk recht von oben) mit unterschiedlich großen Überlagerungsbereichen, und
Fig. 5 das Ergebnis eines Pulstests mit einer erfindungsgemäßen Batterie.
Das in Fig.3 dargestellte Funketikett 110 umfasst neben der Batterie 100 eine Sende- und/oder Emp fangseinheit 111 zum Senden und/oder Empfangen von Funksignalen, eine Sensorik 113 und eine mit der Sende- und/oder Empfangseinheit 110 gekoppelte Antenne 112. Die Komponenten des Fun ketiketts sind über eine Leiterstruktur miteinander verbunden. Auf der Unterseite des Etiketts 110 kann eine Klebeschicht (nicht dargestellt) angeordnet sein, mittels der das Funketikett 110 an einem Produkt fixiert werden kann.
Die Batterie 100 kann besonders bevorzugt vier elektrisch in Reihe geschaltete Schichtstapel mit je weils einer Nennspannung von 1,5 Volt umfassen. Sie vermag daher eine Nennspannung von 6 Volt bereitzustellen.
In Fig. 4 sind Beispiele eines Schichtstapels dargestellt, bei dem ein als Schicht ausgebildeter Sepa rator 103 zwischen der als Schicht ausgebildeten Anode 101 und der als Schicht ausgebildeten Ka thode 102 angeordnet ist. Die Anode 101 und die Kathode 102 sind jeweils rechteckig ausgebildet und bedecken jeweils die gleiche Fläche auf dem Separator 103. Alle Schichten sind in der Zeichnung parallel zur Zeichenebene angeordnet. Die Fläche des Separators 103, die von der Anode 101 be deckt wird, ist in der vorstehenden Beschreibung als erste Kontaktfläche definiert. Die Fläche des
Separators 103, die von der Kathode 102 bedeckt wird, ist in der vorstehenden Beschreibung als zweite Kontaktfläche definiert.
In Fig. 4 (1) sind die Anode 101 und die Kathode 102 versetzt zueinander angeordnet, so dass die erste und diezweite Kontaktfläche einander in Blickrichtung senkrecht zur Zeichenebene und damit senkrechtzu dem Separator 103 nur teilweise überlagern. Der Überlagerungsbereich Aist daher klei ner als die Flächen, die die Anode 101 und die Kathode 102 auf dem Separator 103 bedecken.
In Fig. 4 (2) überlagern sich die Anode 101 und die Kathode 102 dagegen vollständig. Die Größe des Überlagerungsbereichs A entspricht daher exakt der Fläche der Anode 101 und der Kathode 102.
Eine vollständige Überlagerung der Elektroden, wie in Fig. 4 (2) dargestellt, ist im Hinblick auf eine hohe Strombelastbarkeit von Vorteil.
Die in Fig.5 dargestellten Ergebnisseeines Pulstests wurden mit einer Batterie durchgeführt, die vier gemäß dem Ausführungsbeispiel (Herstellung der Elektrolytschicht gemäß Variante 2 mit der bevor zugten Elektrolyt-Paste) hergestellte Schichtstapel umfasste. Die Überlappungsbereiche der vier Schichtstapel betrugen jeweils 22 cm2. Die Schichtstapel waren elektrisch in Reihe geschaltet und lieferten eine Nennspannung von 6 V. Tatsächlich betrug die Ruhespannung ca. 6,4 Volt, die Entla deschlussspannung ca.3,1 Volt. Vorder Messung wurde die Batterie übereinen Zeitraum von einem Monat bei 450 gelagert, um künstlich eine Alterung zu simulieren. Die Batterie lieferte dennoch ins gesamt 118 TX-Pulse. Eine frische Batterie lieferte bei einem Belastungstest mehr als 400 Tx-Pulse und eignet sich somit hervorragend zur Stromversorgung eines LTE-Chips.