Schaltungsanordnung zum Anschluss an eine Stromquelle
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zum Anschluss an eine Stromquelle und ein Feldgerät der Automatisierungstechnik.
In der Prozessautomatisierungstechnik werden vielfach Feldgeräte eingesetzt, die zur Erfassung und/oder Beeinflussung von Prozessvariablen dienen. Zur Erfassung von Prozessvariablen dienen Sensoren, wie beispielsweise Füllstandsmessgeräte, Durchflussmessgeräte, Druck- und Temperaturmessgeräte, pFI-Redoxpotentialmessgeräte, Leitfähigkeitsmessgeräte, etc., welche die entsprechenden Prozessvariablen Füllstand, Durchfluss, Druck, Temperatur, pH-Wert bzw. Leitfähigkeit erfassen. Als Feldgeräte werden im Prinzip alle Geräte bezeichnet, die prozessnah eingesetzt werden und die prozessrelevante Informationen liefern oder verarbeiten.
Eine Vielzahl solcher Feldgeräte wird von der Firma Endress + Hauser hergestellt und vertrieben.
Gegenwärtig sind in einer Vielzahl der bestehenden Automatisierungsanlagen noch Zweileiterfeldgeräte gängig, die über eine Zweidrahtleitung bzw. -schleife zu einer übergeordneten Einheit, bspw. eine Steuereinheit SPS, verbunden sind. Die Zweileiterfeldgeräte sind derartig ausgebildet, dass eine Energieversorgung über die Zweidrahtleitung durch ein 4-20 mA Signal erfolgt. Aufgrund der Energieversorgung durch das 4-20 mA Signal steht dem Feldgerät intern nur eine sehr begrenzte Energie zur Verfügung. Dies führt dazu, dass die einzelnen elektrischen Komponenten des Feldgerätes derartig aufeinander abgestimmt sind, dass der Gesamtenergiebedarf des Feldgerätes eine über die Zweidrahtleitung zur Verfügung gestellte Energie gerade nicht überschreitet. Um dennoch elektrische bzw. elektronische Komponenten, die kurzfristig einen höheren Energiebedarf haben als eigentlich zur Verfügung steht, betreiben zu können, werden für gewöhnlich (Speicher-) Kondensatoren mit entsprechenden Kapazitäten eingesetzt. Um genügend Energie zur Ladung derartiger Kondensatoren zur Verfügung zu haben, wird ein möglichst kleiner Spannungsabfall über der Zweidrahtleitung als Energiequelle genutzt
und die Spannung hochgesetzt. Für gewöhnlich kommen hierbei sogenannte Aufwärtswandler (englisch auch Boost-Converter oder Step-Up-Converter genannt) zum Einsatz. Problematisch beim Betreiben derartiger Aufwärtswandler an einer Stromquelle, wie es beispielsweise ein Zweidrahtleitung darstellt, oder einer hochohmigen Spannungsquelle ist, ist insbesondere die Anlaufphase. Erreicht eine Betriebsspannung eine Einschaltschwelle des Aufwärtswandlers, ist ein erhöhter Stromfluss die Folge, was wiederum die Betriebsspannung unter die Einschaltschwelle sinken lässt und dazu führen kann, dass der Aufwärtswandler ausschaltet. Ein sicheres Einschalten bzw. Anlaufen des Aufwärtswandlers ist somit gefährdet.
Es ist somit eine Aufgabe der Erfindung, eine Schaltungsanordnung vorzuschlagen, die das sichere Einschalten bzw. Anlaufen eines Aufwärtswandlers ermöglicht.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Schaltungsanordnung gemäß Patentanspruch 1 und das Feldgerät gemäß Patentanspruch 13.
Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung zum Anschluss an eine Stromquelle, vorzugsweise eine 4-20 mA Stromschleife und/oder eine, vorzugsweise eine einen Innenwiderstand größer gleich 100 Ohm (Ri > 100 Ohm) umfassende Spannungsquelle umfasst:
- zumindest einen Aufwärtswandler mit einer Spule, einer Diode, insbesondere einer Freilaufdiode, die in Reihe mit der Spule geschaltet ist, einem ausgangsseitigen Speicherkondensator zum Aufsummieren einer Ausgangspannung und einem Schaltelement zum Schalten der Spule gegen eine Masse;
- einen Schaltungsteil zum dynamischen Ansteuern des Schaltelements des Aufwärtswandlers, wobei der Schaltungsteil zumindest dazu ausgebildet ist, das Schaltungselement des Aufwärtswandlers in einer Anlaufphase so anzusteuern, dass die Stromquelle den Speicherkondensator über die Spule bis zum Erreichen einer vorgebbaren bzw. einstellbaren Schaltschwelle direkt lädt.
Erfindungsgemäß wird eine Schaltungsanordnung vorgeschlagen, welche für einen dynamischen Betrieb ausgelegt ist. Dies bedeutet, dass die Schaltung auch bei komplett entladenem Kondensator sicher anläuft und anschließend problemlos in einer an eine Anlaufphase anschließenden Betriebsphase in den eigentlichen Boost-Betrieb wechseln kann. Hierbei wird die Speicherkapazität in der Anlaufphase direkt aus der Stromquelle geladen.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung ist der Schaltungsteil ferner dazu ausgebildet, nach dem Erreichen der Schaltschwelle in einer an die Anlaufphase anschließenden Betriebsphase das Schaltungselement des Aufwärtswandlers so anzusteuern, dass die Spule zyklisch gegen die Masse geschaltet wird. Gemäß der Ausgestaltung wird der Aufwärtswandler erst beim Erreichen der Referenzspannung an TP1 aktiviert bzw. aktiv.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung umfasst der Schaltungsteil einen Komparator und einen Kondensator, wobei der Komparator zum dynamischen Ansteuern mit einem Ausgang an das Schaltelement angeschlossen ist und an welchen an einem invertierenden Eingang eine Referenzspannung zum Vorgeben bzw.
Einstellen der Schaltschwelle angelegt ist und wobei der Kondensator zur Spannungsstabilisierung parallel zur Stromschleife geschaltet ist.
Insbesondere kann die Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung vorsehen, dass der Schaltungsteil ferner einen Spannungsteiler umfasst, der mit einem Widerstand an die Stromquelle und mit einem weiteren Widerstand an die Masse angeschlossen ist, wobei der Komparator mit einem nicht-invertierenden Eingang an den Spannungsteiler zwischen die beiden Widerstand angeschlossen ist, sodass in der Betriebsphase eine im Wesentlich konstante Spannung über der Stromquelle abfällt. Über den Spannungsteiler kann der Spannungsabfall über der Stromquelle bzw. der 4-20 mA Stromschleife festgelegt bzw. über eine optionale Zusatzschaltung manipuliert werden. Ergänzend oder alternativ kann die Ausgestaltung vorsehen, dass der Komparator ein internes Referenzmodul aufweist, welches die Referenzspannung bereitstellt. Gemäß einer
alternativen Ausgestaltung kann die Schaltungsanordnung einen Mikrocontroller aufweisen, der die Referenzspannung bereitstellt.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung umfasst der Aufwärtswandler einen weiteren Kondensator, der parallel zu dem Speicherkondensator geschaltet ist. Insbesondere kann die Ausgestaltung vorsehen, dass der weitere Kondensator einen Kapazitätswert zwischen 10 und 500pF, bevorzugt zwischen 50 und 250pF, besonders bevorzug zwischen 80 und 150 pF, ganz besonders bevorzugt 100pF aufweist.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung umfasst der Schaltungsteil ferner eine Zener-Diode, die parallel zu der Stromquelle geschaltet ist.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung umfasst der Schaltungsteil ferner einen Kondensator und einen weiteren Widerstand aufweist, wobei der Kondensator parallel zu der Schaltungsquelle und der weitere Widerstand in Reihe zu der Spule und der Diode geschaltet ist.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung ist eine weitere Zener-Diode vorgesehen, die parallel zu dem Speicherkondensator geschaltet ist.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung ist der Komparator gemäß Figur 2 mit einem positiven Versorgungsspannungspin zur Stromquelle hin und mit einem negativen Versorgungsspannungspin zur Masse verschaltet, wobei vorzugsweise ein Tiefpassfilter an den positiven Versorgungsspannungspin zur Stabilisierung der Spannungsversorgung des Komparators gemäß Figur 2 angeschlossen ist.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Feldgerät der Automatisierungstechnik umfassend ein Anschlussklemmenpaar zum Anschließen des Feldgerätes an eine 4-20 mA Stromschleife, ein Funkmodul zur drahtlosen Kommunikation mit
dem Feldgerät und eine Schaltungsanordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schaltungsanordnung eingangsseitig mit dem Anschlussklemmpaar und ausgangsseitig mit dem Funkmodul verbunden ist. Das Funkmodul stellt vorzugsweise ein NB-loT (Narrowband Internet of Things) Funkmodul dar. NB-loT ist ein von 3GPP entwickelter Low Power Wide Area Network-Funktechnologiestandard, der eine breite Palette von Mobilfunkgeräten und -diensten ermöglicht. Die Spezifikation wurde im Juni 2016 in 3GPP Release 13 eingefroren.
Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1: eine erste Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung, und
Fig. 2: eine zweite Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung.
Figur 1 zeigt eine erste Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung. Die Schaltungsanordnung wird eingangsseitig aus einer 4-20 mA Stromschleife gespeist (in Fig. 1 symbolisch durch ein Schaltzeichen für eine Stromquelle dargestellt). Insbesondere kann die Schaltungsanordnung in einem Feldgerät der Automatisierungstechnik eingesetzt werden. Insbesondere kann die Schaltungsanordnung in einem Feldgeräte dazu eingesetzt werden, ein Funkmodul, bspw. ein NB-loT-Modul mit Energie aus der Stromschleife zu versorgen. Ein derartiges NB-loT-Modul hat kurzfristig einen sehr hohen Energiebedarf, welcher nur über einen großen Speicherkondensator, bspw. einen Speicherkondensator mit einer Kapazität von ca. 5 F, abgefangen werden kann. Um genügend Energie zum Laden des Speicherkondensators zur Verfügung zu haben, wird durch die Schaltungsanordnung ein möglichst kleiner Spannungsabfall aus der 4-20 mA Stromschleife als Energiequelle genutzt und die Spannung durch einen Aufwärtswandler hochgesetzt.
Alternativ kann die Schaltungsanordnung auch an eine Stromquelle oder eine einen Innenwiderstand größer gleich 100 Ohm (Ri > 100 Ohm) aufweisende (hochohmige) Spannungsquelle angeschlossen werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Schaltungsanordnung an eine Spannungsquelle sowie eine dazu in Reihe geschaltet Stromquelle anzuschließen.
In Fig. 1 ist eine Grundvariante der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung dargestellt, die zum Betrieb der Schaltung benötigt wird. Zusätzlich kann die Schaltungsanordnung, wie in Fig. 2 dargestellt, weitere elektronische Schaltungselemente/Bauelemente aufweisen, die vorteilhafte Effekte bewirken.
Die in Fig.1 dargestellte erfindungsgemäße Schaltungsanordnung umfasst mindestens einen Aufwärtswandler 1 und einen Schaltungsteil zum dynamischen Ansteuern 2 des Aufwärtswandlers 1 , um die eingangs erwähnte problematische Anlaufphase zu überwinden.
Der Aufwärtswandler 1 besteht aus einer in Reihe zu einer Diode D2 geschalteten Spule L1 mit einer Induktivität und einem die Spule gegen Masse schaltenden geeignetem Schaltelement V1. Das Schaltelement V1 kann beispielsweise ein MOSFET sein, welcher an seinem Gate durch den Schaltungsteil zum Ansteuern 2 des Aufwärtswandlers 1 dynamisch geschaltet wird. Der Aufwärtswandler 1 umfasst ferner ausgangsseitig einen Speicherkondensator C4 zum Aufsummieren der Speicherenergie am Ausgang UA.
Ergänzend kann, wie in Fig. 2 dargestellt, ein dritter Kondensator C3 vorgesehen sein, der parallel zu dem Speicherkondensator C4 geschaltet ist. Der dritte Kondensator C3 kann insbesondere eine Kapazität von einigen 10 pF bis zu einigen 100pF, vorzugsweise ca. 100 pF (Mikrofarad) aufweisen. Flierdurch können Ausgangsspannungsspitzen am Speicherkondensator C4, bedingt durch seine niedrige innere Induktivität, kleinem äquivalenten Serienwiderstand und kurzer elektrischer Anbindung, reduziert werden. Ergänzend oder alternativ kann, wie ebenfalls in Fig. 2 dargestellt, zu dem dritten Kondensator C3 auch eine dritte Zener-Diode D3 parallel zu dem
Speicherkondensator C4 geschaltet sein, um diesen vor Überspannung zu schützen.
Der Schaltungsteil zum dynamischen Ansteuern 2 des Aufwärtswandlers 1 umfasst gemäß der Grundvariante einen Komparator N1 , welcher mit seinem Ausgang an dem Gate des MOSFETs angeschlossen ist, einen Spannungsteiler R2, R3 zum Schalten des Komparators N1 und einen zweiten Kondensator C2 zur Spannungsstabilisierung, der parallel zur Stromschleife geschaltet ist. Der MOSFET ist mit einem Drain an eine Anode der zweiten Diode D2 angeschlossen und mit einem Source zur Masse verbunden. Der Spannungsteiler R2, R3 ist mit dem zweiten Widerstand R2 an der Stromschleife angeschlossen und mit dem dritten Widerstand R3 zur Masse verbunden. Der Spannungsabgriff für einen Plus-Eingang (nicht-invertierender Eingang) des Komparators erfolgt zwischen dem zweiten und dritten Widerstand. Durch den Spannungsteiler wird ebenfalls ein Spannungsabfall in der Stromschleife festgelegt. Beispielsweise kann der Spannungsteiler R2, R3 derartig dimensioniert sein, dass über ihn ca. 1 ,8 V abfallen.
Die eigentliche Schaltschwelle des Komparators wird durch Anlegen einer Referenzspannung an einem Minus-Eingang (invertierender Eingang) des Komparators festgelegt. Die Referenzspannung ÜRef kann beispielsweise durch ein internes Referenzspannungsmodul des Komparators N1 bereitgestellt werden. Alternativ kann die Referenzspannung ÜRef auch extern, bspw. durch einen in einer Feldgeräteelektronik integrierten Mikrocontroller, bereitgestellt werden. Die Referenzspannung kann bspw. 1 ,2 V betragen. Der Komparator N1 ist ferner mit einem positiven Versorgungsspannungspin zur Stromschleife hin und mit einem negativen Versorgungsspannungspin zur Masse hin kontaktiert. Zur Stabilisierung der Spannungsversorgung für den Komparator können ferner als Tiefpassfilter verschalt ein vierter Widerstand R4 und ein fünfter Kondensator C5 an den positiven Versorgungsspannungspin angeschlossen sein.
Durch Manipulation des Spannungsteilers R2, R3 oder der Referenzspannung am Komparator N1 lässt sich ein Spannungsabfall über der Stromquelle einstellen. Dies ist insbesondere in dem Fall, dass die Schaltungsanordnung
an eine 4-20 mA Stromschleife angeschlossen ist, vorteilhaft, da somit der Spannungsabfall klein gehalten werden kann, vorzugsweise kleiner 2,5V, besonders bevorzugt kleiner 2 V, ganz besonders bevorzugt ca. 1,8V. Dies kann z.B. durch einen Microcontroller Port, eine Pulsweitenmodulation mit einem Tiefpass-Filter oder durch einen Digital-Analog-Konverter erfolgen. Damit lässt sich die Ladezeit des Speicherkondensators C4 beeinflussen.
Ergänzend kann, wie in Fig. 2 dargestellt, eine erste Zener-Diode D1 parallel zu dem zweiten Kondensator C2 geschaltet sein, um einen Schutz der Schaltungsanordnung zu realisieren. Ergänzend oder alternativ hierzu können ferner ein weiterer erster Kondensator C1 und ein erster Widerstand R1 eingangsseitig vorgesehen sein, die als Filter dienen. Der erste Kondensator C1 kann parallel zu der ersten Zener-Diode D1 und der erste Widerstand R1 kann in Reihe zu der Spule L1 und der Diode D2 geschaltet sein. Beide Schaltungselemente dienen dazu, mögliche Störungen zur Stromschleife hin zu verringern. Vorzugsweise sind der erste und zweit Kondensator so dimensioniert, dass der zweite Kondensator C2 eine höhere Kapazität als der erste Kondensator C1 aufweist. Der zweite Kondensator C2 wird bis zur Schaltschwelle (Einschaltschwelle) des Komparators N1 geladen und nach Einschalten des MOSFETs wieder bis zur Schaltschwelle (Ausschaltschwelle) des Komparators N1 entladen.
Nach dem Einschalten fließt in einer Anlaufphase ein Schleifenstrom durch die Schaltungsanordnung und lädt die Kondensatoren C1 bis C4 langsam auf. Die Spannung an den Ausgangskondensatoren C3, C4 ist um eine Fluss- Spannung der zweiten Diode (Schottky-Diode) D2 und den Spannungsabfällen über den Längsimpedanzen der Spule L1 und des ersten Widerstands R1 geringer. Die Versorgungsspannung am Komparator N1 liegt im Einschaltmoment zunächst noch unter der Schaltschwelle (Einschaltschwelle), sodass der am Ausgang des Komparators befindliche MOSFET zunächst noch nichtleitend geschaltet ist. Wird die minimale Betriebsspannung des Komparators N1 erreicht, wird dieser aktiv, allerdings ist am nichtinvertierenden Eingang die Referenzspannung noch nicht erreicht, so dass der Ausgang auf „Low“ bleibt und der MOSFET weiterhin nichtleitend ist. Wird die Referenzspannung am nichtinvertierenden Eingang erreicht bzw.
überschritten, wird der MOSFET V1 durch den Komparator leitend geschaltet und die Induktivität L1 wird gegen Masse aufgeladen, allerdings nur so lange bis die Spannung am nichtinvertierenden Eingang des Komparators N1 wieder unter die Referenzspannung fällt. Dies führt dazu, dass der MOSFET wieder nichtleitend schaltet.
Um eine möglichst hohe Schaltfrequenz zu erzielen, sollte eine Flysterese des Komparators möglichst klein sein. Beispielsweise sollte der Komparator derartig gewählt sein, dass die Hysterese nur einige Millivolt (mV) beträgt, z.B. ca. 40 mV. Auf diese Weise wird der Speicher-Kondensator C4 langsam aufgeladen. Der Ripple hinter dem Widerstand R1 entspricht der Schalthysterese des Komparators N1. Der Einfluss auf die Stromschleife kann optional durch den Widerstand R1 und dem Kondensator C1 gemindert werden. Der Ladevorgang der Kondensatoren C3/C4 kann optional durch die Zenerdiode D3 begrenzt und somit vor Überspannung geschützt werden.
Wird eine hohe Last parallel zu C4 geschaltet, entlädt sich dieser langsam, weil die Leistung aus der Stromschleife nicht zum Erhalt der Ladung an C4 ausreicht. Nach dem Abschalten der hohen Last wird C4 wieder geladen. Die Ausgangsspannung der Schaltung ist somit Schwankungen unterlegen. Eine Stabilisierung der Ausgangsspannung UA könnte notwendig sein. Hierzu kann die Schaltungsanordnung beispielsweise ein Linearregler oder ein DC/DC- Converter aufweisen.
Bezugszeichenliste
1 Aufwärtswandler
2 Schaltungsteil zum dynamischen Ansteuern des
Aufwärtswandlers
D1 Zener-Diode
R1 Widerstand
C1 Kondensator
C2 Kondensator
R2 Widerstand
R3 Widerstand
N1 Komparator
V1 Schalteelement, bspw. MOSFET
L1 Spule
D2 Zener-Diode
C3 Kondensator
C4 Speicherkondensator
UA Ausgangsspannung
UE Eingangsspannung bzw. Abfall über 4-20 mA Stromschleife
R4 Vierter Widerstand
C5 Fünfter Kondensator
URef Referenzspannung