Hvdroxy-terminiertes Polvurethanprepolvmer mit niedrigem Allophanatgehalt
Die vorliegende Erfindung betrifft Hydroxy-terminierte Polyurethanprepolymere die zu mindestens 90 Gew.-% aus dem Reaktionsprodukt der Umsetzung von 1,6-Hexamethylendiisocyanat mit 1,4- Butandiol bestehen und einen Allophanat-Gehalt von < 1,00 Mol-% aufweisen, ein Verfahren zu dessen Herstellung, Zusammensetzungen enthaltend solche Polyurethanprepolymere und die Verwendung dieser Polyurethanprepolymere.
Polyurethanprepolymere sind wichtige Komponenten in der Polyurethanchemie. Als Hydroxy- terminierte Prepolymere werden sie als OH-Komponente kombiniert mit Polyisocyanaten beispielsweise in Zwei-Komponenten Lack- oder Klebstoffsystemen verwendet. Typische Anwendungsgebiete sind Klebstoffe für die Verpackungsindustrie oder auch Systeme zur Beschichtung von Leder oder Textilien (Kunststoff Handbuch Band 7, Polyurethane, G. Oertel, Hanser Verlag, S. 99ff).
Thermoplastische aliphatische Polyurethanprepolymere, die aus kurzkettigen aliphatischen Diolen und aliphatischen Polyisocyanaten aufgebaut sind, weisen wertvolle Eigenschaften auf. Als Hartsegment-Bausteine eignen sie sich hervorragend zur Modifikation diverser Produkte und Werkstoffe. Thermoplastische Polyurethanprepolymere, die einen geringen Gehalt an Allophanatgruppen aufweisen im Vergleich zu vergleichbaren thermoplastischen
Polyurethanprepolymeren mit höherem Allophanatgehalt, sind besonders begehrt, da Allophanate die Kristallinität der Hartsegmente herabsetzen. Desweitern kommt durch die Allophanate zu Verzweigungen, die die Fließfähigkeit der Polyurethanprepolymere herabsetzen. JP4209619A und JP4309516A offenbaren thermoplastische Polyurethanharz-zusammensetzungen mit einem niedrigen Allophanatgehalt. Die Polyurethane weisen sowohl Hart- als auch Weichsegmente auf. Reine Hartsegmentpolyurethane oder Polyurethanprepolymere, insbesondere solche, die nur aus aliphatischen Reaktionspartnern aufgebaut sind, werden nicht beschrieben. JP2010001332A offenbart wässrige Polyurethanharz-Dispersionen mit einem niedrigen
Allophanatgehalt. Die Polyurethane weisen sowohl Hart- als auch Weichsegmente auf. Reine Hartsegmentpolyurethane oder Polyurethanprepolymere, insbesondere solche, die nur aus aliphatischen Reaktionspartnern aufgebaut sind, werden nicht beschrieben. Problematisch bei der Herstellung von aliphatischen Polyurethanprepolymeren ist, dass aufgrund der hohe Dichte an reaktiven Gruppen die Polyaddition von kurzkettigen aliphatischen Diolen mit aliphatischen Polyisocyanaten eine hohe Wärmetönung bzw. Reaktionsenthalpie aufweist, was bei
unzureichender Wärmeabfuhr zur Beschädigung, bspw. durch eine Verfärbung, bis hin zur Rückbildung von Monomeren und zur Zerstörung (Veraschung) des Polyurethanprepolymers führt. Eine erhöhte Reaktionstemperatur katalysiert außerdem die ungewünschte Allophanatbildung. Diese führt zu verzweigten sowie vernetzten Polymeren.
In der industriellen Praxis werden kontinuierliche Herstellungsverfahren bevorzugt, da sich hier Maßstabsvergrößerungen einfacher durchführen lassen und größere Mengen mit konstanter Qualität produziert werden können. Die Verwendung von Lösungsmitteln ist ebenfalls nachteilig, da im Produkt verbleibende Restlösungsmittel in die Umwelt freigesetzt werden können und unerwünschte Eigenschaften wie beispielsweise Geruch, Toxizität und/oder eine Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften verursachen können. Die vollständige Entfernung von Restlösungsmitteln aus einem Polymer ist grundsätzlich mit einem erhöhten technischen Aufwand und Energieverbrauch verbunden.
DE 10 2011 085 944 Al beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von thermoplastischem Polyurethan mit niedrigem Schmelzpunkt in einem Kreislaufreaktor. Die für das Verfahren benötigten hohen Reaktionstemperaturen fördern die Bildung von Allophanaten und erschweren die Abfuhr der Reaktionswärme von Umsetzungen mit hoher Wärmetönung bzw. machen eine Wärmeabfuhr unmöglich.
Ein Verfahren zur Herstellung von Polyurethan ist beispielsweise aus der WOOl/14441 bekannt. Offenbart wird ein Verfahren zur Herstellung von NCO-, NH- oder OH-terminierten Polyurethanen in einem Statikmischer. Wesentlich für dieses Verfahren ist, dass die Temperatur bei der Umsetzung der Komponenten adiabat geführt wird und/oder der Statikmischer begleitbeheizt ist und damit nur für Verfahren geeignet ist, die endotherm sind oder nur eine geringe Exothermie aufweisen. Für die Umsetzung von Komponenten, die eine hohe Reaktionsenthalphie aufweisen, d.h. deren Umsetzung miteinander stark exotherm verläuft, ist das Verfahren nicht geeignet.
Nachteilig bei den oben beschriebenen Verfahren ist, dass diese sich eher für Reaktionen eignen, die entweder endotherm verlaufen oder nur eine geringe Wärmetönung aufweisen und daher einen konstanten Wärmeeintrag erfordern oder adiabat gefahren werden müssen. Bei Systemen, die eine hohe Exothermie der Reaktion aufweisen (< -350 kJ/kg), ist der adiabatische Temperaturanstieg problematisch. Ausgehend von Monomeren bei einer Temperatur ausreichend für ein unkatalysiertes Anspringen der Reaktion (> 50 °C), würde bei adiabatischer Fahrweise die Temperatur der Reaktionsprodukte auf deutlich über 300 °C ansteigen. Die Herstellung und Verarbeitung von Polyurethanen bei Temperaturen von > 200 °C über einen längeren Zeitraum ist aufgrund der Vielzahl von thermischen Nebenreaktionen problematisch. Eine Temperatur von 300
°C liegt darüber hinaus oberhalb der Ceiling Temperatur der Polyurethanbindung. Die Ceiling Temperatur ist als die Temperatur definiert, bei der die Depolymerisation im Gleichgewicht mit der Polymerisation steht.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Hydroxy-terminiertes Polyurethanprepolymer bereitzustellen, das zu mindestens 90 Gew.-% aus aliphatischen Bausteinen aufgebaut ist und einen niedrigeren Allophanat-Gehalt aufweist, als ein vergleichbares aliphatisches Polyurethanprepolymer sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung.
Diese Aufgabe wurde gelöst durch ein Hydroxy-terminiertes Polyurethanprepolymer, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydroxy-terminierte Polyurethanprepolymer zu mindestens 90 Gew.-% aus dem Reaktionsprodukt der Umsetzung von 1,6-Hexamethylendiisocyanat mit 1,4-Butandiol besteht, bezogen auf die Gesamtmasse des Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers und der Allophanat-Gehalt des Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers < 1,00 Mol-% beträgt, bezogen auf die Gesamtsumme aller Urethan- und Allophanatgruppen des Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers, jeweils bestimmt durch NMR-Spektroskopie.
Es wurde überraschend gefunden, dass die erfindungsgemäßen Hydroxy-terminierten Prepolymere einen deutlich geringeren Allophanatgehalt aufweisen, als vergleichbare Hydroxy-terminierten Prepolymere, welche mit einem herkömmlichen Batch- Verfahren hergesteht wurden. Durch den geringen Gehalt an Allophanaten wird die Kristallinität der Hartsegmente weniger stark herabgesetzt. Desweitern kommt durch den geringen Allophanatgehalt zu weniger Verzweigungen, die die Fließfähigkeit der Polyurethanprepolymere herabsetzen.
Das Wort „ein“ im Zusammenhang mit zählbaren Größen ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung nur dann als Zahlwort zu verstehen, wenn dies ausdrücklich gesagt wird (z. B. durch den Ausdruck „genau ein“). Wenn im Folgenden beispielsweise von „einem Polyol“ gesprochen wird, ist das Wort „ein“ lediglich als unbestimmter Artikel und nicht als Zahlwort aufzufassen, es ist also damit auch eine Ausführungsform umfasst, die ein Gemisch aus mindestens zwei Polyolen enthält.
Bevorzugt bedeuten erfindungsgemäß die Ausdrücke „umfassend“ oder „enthaltend“, „im Wesentlichen bestehend aus“ und besonders bevorzugt „bestehend aus“.
Die Allophanatkonzentration wurde mittels H NMR Spektroskopie (Gerät: Bruker AV III HD 600, bei einer Messfrequenz von 600,36 MHz, mit dem Pulsprogramm zg30, bei 64 Scans, einem Relaxationsdelay (Dl) von 6 s und TE von 354 K) bestimmt. Hierzu wurde eine Probe des Polyurethanprepolymers in deuteriertem Dimethylsulfoxid (DMSO dö) bei 80°C gelöst und
anschließend vermessen. Zur Auswertung des Spektrums wurde die Software MestReNova verwendet. Zunächst wurde eine Basislinienkorrektur (Whittaker Smoother) vorgenommen und anschließend die allophanatspezifischen Protonen der CH2-Gruppe zwischen 3.56 ppm und 3.66 ppm sowie die urethanspezifischen Protonen der 0-CH2-Gruppe zwischen 3.84 ppm und 4.04 ppm integriert. Anschließend wurde die Summe der beiden Integrale gebildet und daraus der prozentuale Anteile des Allophanatsignals ermittelt, der dem molaren Anteil der Allophanatgruppen entspricht.
Falls nicht explizit anders angegeben, werden in der vorliegende Erfindung das Zentrifugenmittel der Molmasse Mz, das Massenmittel der Molmasse Mw und das Zahlenmittel der Molmasse Mn mittels Gelpermeationschromatographie (GPC) unter Verwendung von Polymethylmethacrylat als Standard bestimmt. Die zu vermessende Probe wird in einer Lösung von 3 g Kaliumtrifluoracetat in 400 Kubikzentimeter Hexafluorisopropanol aufgelöst (Probenkonzentration ca. 2 mg/Kubikzentimeter), dann mit einer Flussrate von 1 Kubikzentimeter/Minute über eine Vorsäule gegeben und anschließend über drei in Reihe geschaltete Chromatographiesäulen getrennt, zuerst über eine 1000 Ä PSS PFG 7 pm Chromatographiesäule, dann über eine 300 Ä PSS PFG 7 pm Chromatographiesäule und zuletzt über eine 100 A PSS PFG 7 pm Chromatographiesäule. Als Detektor wurde ein Brechungsindex-Detektor (RI-Detektor) verwendet.
Das Zentrifugenmittel der Molmasse ( Mz ) wurde aus den durch die Messung der Gelpermeationschromatographie erhaltenen Daten mit Hilfe der folgenden Gleichung errechnet:
wobei:
Mi die molare Masse der Polymere der Fraktion i ist, so dass Mj < Mi+1 für alle i, in g/mol ist, rij die Stoffmenge des Polymers der Fraktion i, in mol ist.
Das Massenmittel der Molmasse ( Mw) wurde ebenfalls aus den durch die Messung der Gelpermeationschromatographie erhaltenen Daten mit Hilfe der folgenden Gleichung errechnet:
"" =S in 8,1,101 wobei:
Mi die molare Masse der Polymere der Fraktion i ist, so dass Mj < Mi+1 für alle i, in g/mol ist, rii die Stoffmenge des Polymers der Fraktion i, in mol ist.
Das Zahlenmittel der Molmasse Mn wurde ebenfalls aus den durch die Messung der Gelpermeationschromatographie erhaltenen Daten mit Hilfe der folgenden Gleichung errechnet:
Mn = Sr in g/mo1 wobei:
Mi die molare Masse der Polymere der Fraktion i ist, so dass Mj < Mi+1 für alle i, in g/mol ist,
Ui die Stoffmenge des Polymers der Fraktion i, in mol ist.
Falls nicht explizit anders angegeben, wurden die Schmelzpunkte mittels DSC (Differential Scanning Calorimetry) mit einer DSC 8500 (PerkinElmer, USA) in Anlehnung an DIN-EN-ISO 11357-1 bestimmt. Eine Kalibrierung erfolgte durch die Temperatur des Schmelz-Onsets von Oktan, Indium, Blei und Zink. Es wurden circa 10 mg Substanz Aluminiumtiegel eingewogen. Die Messung erfolgte durch zwei Aufheizungen von -20 °C bis +210 °C bei einer Heizrate von 20 K/min mit anschließender Abkühlung mit einer Kühlrate von 20 K/min. Die Kühlung erfolgte durch einen Kompressorkühler. Als Spülgas wurde Stickstoff verwendet. Die angegebenen Werte basieren jeweils auf der Auswertung der 2. Aufheizkurve.
Eine bevorzugte Ausführungsform betrifft ein Hydroxy-terminiertes Polyurethanprepolymer, erhältlich oder erhalten durch die Umsetzung von zumindest 1,6-Hexamethylendiisocyanat mit 1,4- Butandiol, gegebenenfalls in Gegenwart eines Katalysators und/ oder Hilfs- und Zusatzstoffen, wobei das molare NCO/OH- Verhältnis im Bereich von 0,6 : 1,0 bis 0,95 : 1,0 liegt, wobei die Umsetzung vorzugsweise in einem Kreislaufreaktor oder einem Statikmischer durchgeführt wird, wobei der Kreislaufreaktor oder der Statikmischer mindestens einen Wärmeüberträger aufweist, der kontinuierlich Wärme abführt, wobei die abgeführte Wärme vorzugsweise von 10 % bis 90 %, besonders bevorzugt von 20 % bis 70 %, noch bevorzugter von 25 % bis 60 % der im Rohrreaktor freigesetzten gesamten Reaktionsenthalpie beträgt, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydroxy- terminierte Polyurethanprepolymer zu mindestens 90 Gew.-% aus dem Reaktionsprodukt der Umsetzung von 1,6-Hexamethylendiisocyanat mit 1,4-Butandiol besteht, bezogen auf die Gesamtmasse des Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers und der Allophanat-Gehalt des Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers, < 1,00 Mol-% beträgt, bezogen auf die
Gesamtsumme aller Urethan- und Allophanatgruppen des Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers, jeweils bestimmt durch NMR-Spektroskopie.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Hydroxy-terminierte Polyurethanprepolymer in einem kontinuierlichen Verfahren hergestellt, insbesondere erfolgt die Umsetzung von zumindest 1,6-Hexamethylendiisocyanat mit 1,4-Butandiol in einem Kreislaufreaktor oder einem Statikmischer.
Eine bevorzugte Ausführungsform betrifft ein Hydroxy-terminiertes Polyurethanprepolymer, erhältlich oder erhalten durch die Umsetzung von zumindest 1,6-Hexamethylendiisocyanat mit 1,4- Butandiol, gegebenenfalls in Gegenwart eines Katalysators und/ oder Hilfs- und Zusatzstoffen,
wobei das molare NCO/OH- Verhältnis im Bereich von 0,6 : 1,0 bis 0,95 : 1,0 liegt, in einem Verfahren umfassend die Schritte: a) Herstellen einer Mischung aus einer Teilmenge Hexamethylendiisocyanat (HDI) und der Gesamtmenge Butandiol (BDO); b) Vermischen der im Verfahrensschritt a) hergestellten Mischung mit einem aus Verfahrensschritt e) erhaltenen Oligomerisat-Ausgangsteilstrom; c) Zur Reaktion bringen der Mischung aus Verfahrensschritt b); d) Aufteilen der in Schritt c) erhaltenen Reaktionsmischung in zwei Ausgangsteilströme; e) Rückführen eines Ausgangsteilstromes aus Verfahrensschritt d) als Eingangsteilstrom für die Mischung im Verfahrensschritt b); f) Abführen des verbleibenden Ausgangsteilstrom des Verfahrensschrittes d) enthaltend das Hydroxy-terminierte Polyurethanprepolymer, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydroxy- terminierte Polyurethanprepolymer zu mindestens 90 Gew.-% aus dem Reaktionsprodukt der Umsetzung von 1,6-Hexamethylendiisocyanat mit 1,4-Butandiol besteht, bezogen auf die Gesamtmasse des Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers und der Allophanat-Gehalt des Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers, < 1,00 Mol-% beträgt, bezogen auf die Gesamtsumme aller Urethan- und Allophanatgruppen des Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers, jeweils bestimmt durch NMR-Spektroskopie.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Hydroxy-terminierte Polyurethanprepolymer in einem kontinuierlichen Verfahren hergestellt, insbesondere erfolgt die Umsetzung von zumindest 1,6-Hexamethylendiisocyanat mit 1,4-Butandiol in einem Kreislaufreaktor, wobei der Kreislaufreaktor mindestens einen Wärmeüberträger aufweist, der kontinuierlich Wärme abführt, wobei die abgeführte Wärme vorzugsweise von 10 % bis 90 %, besonders bevorzugt von 20 % bis 70 %, noch bevorzugter von 25 % bis 60 % der im Kreislaufreaktor freigesetzten gesamten Reaktionsenthalpie beträgt.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft ein Hydroxy-terminiertes Polyurethanprepolymer, erhältlich oder erhalten durch die Umsetzung von zumindest 1,6-Hexamethylendiisocyanat mit 1,4- Butandiol, gegebenenfalls in Gegenwart eines Katalysators und/ oder Hilfs- und Zusatzstoffen, in einem Verfahren umfassend die Schritte: a) Mischen eines Polyisocyanatstroms (A) und eines Polyolstroms (B) in einer ersten Mischungseinrichtung (7), so dass ein Mischungsstrom (C) erhalten wird, wobei die Massenströme des Polyisocyanatstroms (A) und des Polyolstroms (B) so eingestellt werden, dass das molare
Verhältnis von Isocyanat- zu Hydroxy-Gruppen im Mischungsstrom (C) in einem Bereich von 0,6 : 1,0 bis 0,95 : 1,0 liegt, b) Einleiten des Mischungsstroms (C) in einen Kreislaufstrom (D), der in einem Kreislauf geführt wird, wobei die Monomere des Polyisocyanatstroms (A) und des Polyolstroms (B) im Kreislaufstrom (D) zu Prepolymeren, vorzugsweise Hydroxy-terminierten Prepolymeren, weiterreagieren, c) Abteilen eines Teilstroms vom Kreislaufstrom (D) als Prepolymerstrom (E) enthaltend das thermoplastische aliphatische Polyurethanprepolymer, d) optional Extrudieren des Prepolymerstroms (E), dadurch gekennzeichnet, dass das Hydroxy-terminierte Polyurethanprepolymer zu mindestens 90 Gew.-% aus dem Reaktionsprodukt der Umsetzung von 1,6-Hexamethylendiisocyanat mit 1,4- Butandiol besteht, bezogen auf die Gesamtmasse des Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers und der Allophanat-Gehalt des Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers, < 1,00 Mol-% beträgt, bezogen auf die Gesamtsumme aller Urethan- und Allophanatgruppen des Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers, jeweils bestimmt durch NMR-Spektroskopie.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Hydroxy-terminierte Polyurethanprepolymer in einem kontinuierlichen Verfahren hergestellt, insbesondere erfolgt die Umsetzung von zumindest 1,6-Hexamethylendiisocyanat mit 1,4-Butandiol in einem Kreislaufreaktor, wobei der Kreislaufreaktor mindestens einen Wärmeübertrager aufweist, der kontinuierlich Wärme abführt, wobei die abgeführte Wärme vorzugsweise von 10 % bis 90 %, besonders bevorzugt von 20 % bis 70 %, noch bevorzugter von 25 % bis 60 % der im Kreislaufreaktor freigesetzten gesamten Reaktionsenthalpie beträgt.
In einer bevorzugten Ausführungsform liegt der durchschnittliche Polymerisationsgrad n des erfindungsgemäßen Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers in einem Bereich von 1,5 bis 19, bevorzugt im Bereich von 2 bis 9 und besonders bevorzugt im Bereich von 3,2 bis 6, wobei der durchschnittliche Polymerisationsgrad n = ist und wobei x das Verhältnis der NCO-Gruppen der Polyisocyanatmonomere zu den Hydroxy-Gruppen der Polyolmonomere ist, insbesondere wobei x das Verhältnis der NCO-Gruppen der eingesetzten Polyisocyanatmonomere zu den Hydroxy-Gruppen der eingesetzten Polyolmonomere ist.
Vorzugsweise werden als aliphatische Polyisocyanatmonomere aus 1,4-Diisocyanatobutan (BDI), 1,5-Diisocyanatopentan (PDI), 1,6-Diisocyanatohexan (HDI) oder eine Mischung von mindestens zwei hieraus, besonders bevorzugt wird 1,6-Diisocyanatohexan (HDI) eingesetzt.
Vorzugsweise werden als aliphatische Polyolmonomere 1,3-Propandiol, 1,4-Butandiol, 1,6- Hexandiol und / oder Mischungen aus mindestens zwei hieraus, besonders bevorzugt wird 1,4- Butandiol eingesetzt. Bevorzugt werden keine verzweigten Polyolmononere eingesetzt.
In einer bevorzugten Ausführungsform besteht das erfindungsgemäße Hydroxy-terminierte Polyurethanprepolymer zu mindestens 96 Gew.-%, vorzugsweise zu mindestens 97 Gew.-%, besonders bevorzugt zu mindestens 98 Gew.-%, noch bevorzugter zu mindestens 99 Gew.-%, noch mehr bevorzugter zu mindestens 99,5 Gew.-% und am bevorzugtesten zu mindestens 99,9 Gew.-% aus dem Reaktionsprodukt der Umsetzung von 1,6-Hexamethylendiisocyanat mit 1,4-Butandiol, bezogen auf die Gesamtmasse des Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers. Bei der Ermittlung des Anteils des Reaktionsprodukts der Umsetzung von 1,6-Hexamethylendiisocyanat mit 1,4-Butandiol werden nur die polymeren Bestandteile betrachtet, bezogen auf die Gesamtmasse des polymeren thermoplastischen aliphatischen Polyurethanprepolymers.
In einer bevorzugten Ausführungsform hegt der Allophanat-Gehalt des erfindungsgemäßen Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers in einem Bereich von 0,25 Mol-% bis 1,00 Mol-%, vorzugsweise in einem Bereich von 0,25 Mol-% bis 0,80 Mol-%, besonders bevorzugt in einem Bereich von 0,30 Mol-% bis 0,80 Mol-%, noch bevorzugter in einem Bereich von 0,30 Mol-% bis 0,75 Mol-%, noch mehr bevorzugter in einem Bereich von 0,34 Mol-% bis 0,70 Mol-%, bezogen auf die Gesamtsumme aller Urethan- und Allophanatgruppen des Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers, bestimmt durch NMR-Spektroskopie.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist das erfindungsgemäße thermoplastische aliphatische Polyurethanprepolymer eine aus den Funktionalitäten der Monomere berechnete mittlere OH- Funktionalität von 1,8 bis 2,1, bevorzugt 1,95 bis 2,05, besonders bevorzugt 1,97 bis 2,0, ganz besonders bevorzugt 1,975 bis 2,0 auf.
In einer bevorzugten Ausführungsform hegt das Verhältnis Mw /Mn des erfindungsgemäßen Hydroxy-terminiertes Polyurethanprepolymers in einem Bereich von 2 bis 20, vorzugsweise in einem Bereich von 2,5 bis 15, besonders bevorzugt in einem Bereich von 4 bis 10, wobei Mn das Zahlenmittel der Molmasse und Mw das Massenmittel der Molmasse ist, jeweils ermittelt mit Gelpermeationschromatographie, wobei die Probe in einer Fösung aus Kaliumtrifluoracetat in Hexafluorisopropanol mit einer Konzentration von 2 mg/cm3 aufgelöst wurde und ein Polymethylmethacrylatstandard verwendet wurde.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform hegt das Verhältnis Mz / Mw des erfindungsgemäßen Hydroxy-terminiertes Polyurethanprepolymers in einem Bereich von 2,3 bis 5
vorzugsweise in einem Bereich von 2,3 bis 4, wobei Mz das Zentrifugenmittel der Molmasse und Mw das Massenmittel der Molmasse ist, jeweils ermittelt mit Gelpermeationschromatographie, wobei die Probe in einer Lösung aus Kaliumtrifluoracetat in Hexafluorisopropanol mit einer Konzentration von 2 mg/cm3 aufgelöst wurde und ein Polymethylmethacrylatstandard verwendet wurde.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist das erfindungsgemäße Hydroxy-terminierte Polyurethanprepolymer einen Schmelzpunkt von > 150 °C, vorzugsweise einen Schmelzpunkt von > 160 °C, besonders bevorzugt Schmelzpunkt in Bereich von 165 °C bis 190 °C auf, bestimmt mit Differential Scanning Calorimetry gemäß DIN EN 61006 (November 2004).
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest 1,6-Hexamethylendiisocyanat mit 1,4-Butandiol zur Reaktion gebracht wird, gegebenenfalls in Gegenwart eines Katalysators und/ oder Hilfs- und Zusatzstoffen, wobei das molare NCO/OH- Verhältnis im Bereich von 0,6 : 1,0 bis 0,95 : 1,0 liegt.
Zusätzlich zu 1,6-Hexamethylendiisocyanat können auch ein oder mehrere andere Polyisocyanate eingesetzt werden, wie beispielsweise aromatische Polyisocyanate, cycloaliphatische Polyisocyanate und / oder araliphatische Polyisocyanate. Insbesondere werden zusätzlich zu 1,6- Hexamethylendiisocyanat ein oder mehrere aliphatische Polyisocyanate eingesetzt die unterschiedlich zu 1,6-Hexamethylendiisocyanat sind.
Geeignete aliphatischen Polyisocyanate sind alle dem Fachmann bekannten aliphatischen Polyisocyanate, insbesondere monomere aliphatische Diisocyanate. Geeignete Verbindungen sind vorzugsweise solche des Molekulargewichtsbereiches von > 140 g/mol bis < 400 g/mol, wobei es unerheblich ist, ob diese mittels Phosgenierung oder nach phosgenfreien Verfahren erhalten wurden. Die Polyisocyanate und / oder deren Vorläuferverbindungen können aus fossilen oder biologischen Quellen gewonnen worden sein. Vorzugsweise wird 1,6-Diisocyanatohexan (HDI) aus 1,6-Hexamethylendiamin und 1,5-Diisocyanatopentan aus 1,5 -Pentamethylendiamin hergestellt, wobei 1,6-Hexamethylendiamin und 1,5-Pentamethylendiamin aus biologischen Quellen, vorzugsweise durch bakterielle Fermentation, gewonnen werden.
Beispiele für geeignete aliphatische Diisocyanate sind 1,4-Diisocyanatobutan (BDI), 1,5- Diisocyanatopentan (PDI), 1,6-Diisocyanatohexan (HDI), 2-Methyl-l,5-diisocyanatopentan, 1,5- Diisocyanato-2,2-dimethylpentan, 2,2,4- bzw. 2,4,4-Trimethyl-l,6-diisocyanatohexan, 1,8- Diisocyanatooctan und 1,10-Diisocyanatodecan.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird unter dem Begriff „monomeres Diisocyanat“ ein Diisocyanat verstanden, welches keine dimeren, trimeren etc. Strukturen aufweist, Teil von dimeren, trimeren etc. Strukturen ist und/oder ein Reaktionsprodukt von einer NCO-Gruppe mit einer NCO-reaktiven Gruppe, wie beispielsweise Urethan-, Harnstoff-, Carbodiimid-, Acylharnstoff-, Amid-, Isocyanurat-, Allophanat-, Biuret-, Oxadiazintrion-, Uretdion- und/oder Iminooxadiazindionstrukturen.
In einer bevorzugten Ausführungsform zusätzlich zu 1,6-Diisocyanatohexan ein oder mehrere aliphatische Polyisocyanate eingesetzt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus 1,4- Diisocyanatobutan, 1,5-Diisocyanatopentan, 2-Methyl-l,5-diisocyanatopentan und / oder Mischungen aus mindestens zwei hieraus. In einer anderen bevorzugten Aufführungsform werden
1.5-Diisocyanatopentan und / oder 1,6-Diisocyanatohexan als aliphatische Polyisocyanate eingesetzt. In einer weiteren bevorzugten Aufführungsform wird nur 1,6-Diisocyanatohexan eingesetzt.
Zusätzlich zu 1,4-Butandiol können auch ein oder mehrere weitere Polyole eingesetzt werden. Insbesondere werden zusätzlich zu 1,4-Butandiol ein oder mehrere aliphatische Polyole eingesetzt, die unterschiedlich zu 1,4-Butandiol sind und ein Molekulargewicht im Bereich von 62 g/mol bis 210 g/mol, vorzugsweise im Bereich von 62 g/mol bis 120 g/mol aufweisen.
Als weitere aliphatische Polyole eignen sich alle dem Fachmann bekannten organischen Diole, die ein Molekulargewicht von 62 g/mol bis 210 g/mol, vorzugsweise Diole, die ein Molekulargewicht im Bereich von 62 g/mol bis 120 g/mol aufweisen. Die Diole und / oder deren Vorläuferverbindungen können aus fossilen oder biologischen Quellen gewonnen worden sein. Bevorzugt sind die aliphatischen Diole zum Aufbau des erfindungsgemäßen thermoplastischen Polyurethanpolymers ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus 1,2-Ethandiol, 1,2-Propandiol, 1,3- Propandiol, 1,2-Butandiol, 1,3-Butandiol, 1,2-Pentandiol, 1,3-Pentandiol, 1,4-Pentandiol, 1,5- Pentandiol, 1,2-Hexandiol, 1,3-Hexandiol, 1,4-Hexandiol, 1,5-Hexandiol und 1,6-Hexandiol oder einer Mischung aus mindestens zwei hieraus. Vorzugsweise werden keine verzweigten aliphatischen Diole eingesetzt.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die weiteren aliphatischen Diole ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus 1,2-Ethandiol, 1,2-Propandiol, 1,3-Propandiol, 1,2-Butandiol, 1,3-Butandiol,
1.5-Pentandiol, 1,6-Hexandiol und / oder Mischungen aus mindestens zwei hieraus. In einer weiteren bevorzugten Aufführungsform werden 1,3-Propandiol, 1,6-Hexandiol und / oder Mischungen hieraus als weitere aliphatische Diole eingesetzt. In einer anderen bevorzugten Aufführungsform wird nur 1,4-Butandiol als aliphatisches Diol eingesetzt.
Die Umsetzung der Reaktionspartner zur Erzeugung des erfindungsgemäßen thermoplastischen aliphatischen Polyurethanprepolymers kann in Gegenwart von einem oder mehreren Katalysatoren stattfinden.
Geeignete erfindungsgemäße Katalysatoren sind die nach dem Stand der Technik bekannten und üblichen tertiären Amine, wie z. B. Triethylamin, Dimethylcyclohexylamin, N-Methylmorpholin, N,N'-Dimethyl-piperazin, 2-(Dimethylaminoethoxy)-ethanol, Diazabicyclo-(2,2,2)-octan und ähnliche, sowie insbesondere organische Metallverbindungen wie Titansäureester, Eisenverbindungen, Zinnverbindungen, z.B. Zinndiacetat, Zinndioctoat, Zinndilaurat oder die Zinndialkylsalze aliphatischer Carbonsäuren wie Dibutylzinndiacetat, Dibutylzinndilaurat oder ähnliche. Bevorzugte Katalysatoren sind organische Metallverbindungen, insbesondere Titansäureester, Eisen- und / oder Zinn Verbindungen.
Der Katalysator wird in Mengen von 0,001 Gew.-% bis 2,0 Gew.-%, bevorzugt von 0,005 Gew.-% bis 1,0 Gew.-% besonders bevorzugt von 0,01 Gew.-% bis 0,1 Gew.-% bezogen auf die Diisocyanatkomponente eingesetzt. Der Katalysator kann in Substanz eingesetzt werden oder gelöst in der Diol-Komponente. Ein Vorteil ist hierbei, dass die dann erhaltenen thermoplastischen Polyurethane keine Verunreinigungen durch gegebenenfalls mitverwendete Lösungsmittel für den Katalysator enthalten. Die Zugabe des Katalysators kann dabei in einer oder mehreren Portionen oder auch kontinuierlich, z. B. mit Hilfe einer geeigneten Dosierpumpe, über die gesamte Dauer der Umsetzung erfolgen.
Alternativ können aber auch Mischungen des bzw. der Katalysatoren mit einem Katalysatorlösungsmittel, bevorzugt mit einem organischen Katalysatorlösungsmittel, eingesetzt werden. Der Verdünnungsgrad der Katalysatorlösungen kann dabei innerhalb eines sehr breiten Bereichs frei gewählt werden. Katalytisch wirksam sind Lösungen ab einer Konzentration von 0,001 Gew.-%.
Geeignete Lösungsmittel für den Katalysator sind beispielsweise gegenüber Isocyanatgruppen inerte Lösungsmittel wie z.B. Hexan, Toluol, Xylol, Chlorbenzol, Essigsäureethylester, Essigsäure- butylester, Diethylenglykoldimethylether, Dipropylenglykoldimethylether, Ethylenglykol monomethyl- oder -ethyletheracetat, Diethylenglykolethyl- und -butyletheracetat, Propy- lenglykolmonomethyl-etheracetat, l-Methoxypropyl-2-acetat, 3- Methoxy-n-butylacetat, Pro- pylenglykoldiacetat, Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon, Cyclohexanon, Lactone, wie ß-Propiolacton, g-Butyrolacton, e-Caprolacton und e -Methylcaprolacton, aber auch Lösungsmittel wie N-Methylpyrrolidon und N-Methylcaprolactam, 1,2-Propylencarbonat, Methylenchlorid, Dimethylsulfoxid, Triethylphosphat oder beliebige Gemische derartiger Lösungsmittel.
Es können aber auch Lösungsmittel für den Katalysator zum Einsatz kommen, die gegenüber Isocyanaten reaktive Gruppen tragen und in das Diisocyanat eingebaut werden können. Beispiele für solche Lösungsmittel sind ein- oder mehrwertige einfache Alkohole, wie z. B. Methanol, Ethanol, n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol, n-Hexanol, 2-Ethyl-l-hexanol, Ethylenglykol, Propylenglykol, die isomeren Butandiole, 2-Ethyl-l,3-hexandiol oder Glycerin; Etheralkohole, wie z. B. l-Methoxy-2-propanol, 3-Ethyl-3-hydroxymethyloxetan, Tetrahydrofurfurylalkohol, Ethylengylkol-monomethylether, Ethylenglykolmonoethylether, Ethylenglykolmonobutylether, Diethylenglykolmonomethylether, Diethylenglykolmonoethylether,
Diethylenglykolmonobutylether, Diethylenglykol, Dipropylenglykol oder auch flüssige höhermolekulare Polyethylenglykole, Polypropylenglykole, gemischte
Polyethylen/polypropylenglykole sowie deren Monoalkylether; Esteralkohole, wie z. B. Ethylen glykolmonoacetat, Propylenglykolmonolaurat, Glycerinmono- und diacetat, Glycerinmonobutyrat oder 2,2,4-Trimethyl-l,3-pentandiol-monoisobutyrat; ungesättigte Alkohole wie z. B. Allylalkohol, 1,1-Dimethyl-allylalkohol oder Oleinalkohol; araliphatische Alkohole wie z. B. Benzylalkohol; N- monosubstituierte Amide, wie z. B. N-Methylformamid, N-Methylacetamid, Cyanacetamid oder 2- Pyrrolidinon oder beliebige Gemische derartiger Lösungsmittel.
Als Hilfs- und Zusatzstoffen können beispielsweise im Bereich der Thermoplasttechnologie gängige Hilfs- und Zusatzstoffe wie Farbstoffe, Füllstoffe, Verarbeitungshilfsmittel, Weichmacher, Nucleierungsmittel, Stabilisatoren, Flammschutzmittel, Entformungsmittel oder verstärkende Hilfs- und Zusatzstoffe eingesetzt. Nähere Angaben über die genannten Hilfs- und Zusatzstoffe sind der Fachliteratur, beispielsweise der Monographie von J.H. Saunders und K.C. Frisch "High Polymers", Band XVI, Polyurethane, Teil 1 und 2, Verlag Interscience Publishers 1962 bzw. 1964, dem Taschenbuch für Kunststoff-Additive von R. Gächter u. H. Müller (Hanser Verlag München 1990) oder der DE-A 29 01 774 zu entnehmen. Selbstverständlich kann es ebenfalls von Vorteil sein, mehrere Hilfs- und Zusatzstoffe mehrerer Typen zu verwenden.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann in einen Kreislaufreaktor (Loop-Reactor) oder in einen Mischer beispielsweise in einem Statikmischer durchgeführt werden. Vorzugsweise wird das erfindungsgemäße Verfahren kann in einen Kreislaufreaktor (Loop-Reactor) durchgeführt. Das erfindungsgemäße Verfahren ist vorzugsweise ein kontinuierliches Verfahren.
Das erfindungsgemäße thermoplastische aliphatische Polyurethanprepolymer, welches aus dem erfindungsgemäßen Verfahren erhalten wurde oder erhältlich ist, kann weiterhin noch nicht- reagierte Monomere enthalten bzw. neben diesen im Verfahrensprodukt vorliegen. Dies kommt beispielsweise dann vor, wenn ein Monomer, beispielsweise die Diolkomponente, im Überschuss eingesetzt wird. Die Menge an nicht-reagierten Monomeren liegen vorzugsweise in einem Bereich
von 0,05 Gew .-% bis 12 Gew.-%, besonders bevorzugt im Bereich von 0,35 Gew.-% bis 9 Gew.- %, noch bevorzugter im Bereich von 0,75 Gew.-% bis 6 Gew.-% jeweils bezogen auf die Gesamtmasse der Zusammensetzung.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Umsetzung in einem Rohrreaktor durchgeführt, vorzugsweise in einem Kreislaufreaktor oder einem Statikmischer, wobei der Rohrreaktor mindestens einen Wärmeübertrager aufweist, der kontinuierlich Wärme ab führt, wobei die abgeführte Wärme vorzugsweise von 10 % bis 90 %, besonders bevorzugt von 20 % bis 70 %, noch bevorzugter von 25 % bis 60 % der im Rohrreaktor freigesetzten gesamten Reaktionsenthalpie beträgt.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist das Verfahren lösungsmittelfrei.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist das Verfahren ein kontinuierliches Verfahren.
Eine weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft eine Zusammensetzung enthaltend mindestens ein erfindungsgemäßes Hydroxy-terminiertes Polyurethanprepolymer und mindestens ein Polyol, vorzugsweise ein Diol, besonders bevorzugt Butandiol, noch bevorzugter 1,4-Butandiol.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung betrifft eine Zusammensetzung enthaltend mindestens ein erfindungsgemäßes Hydroxy-terminiertes Polyurethanprepolymer und 1,4- Butandiol, wobei die Menge an 1,4-Butandiol in der Zusammensetzung vorzugsweise im Bereich von 0,05 Gew.-% bis 12 Gew.-%, besonders bevorzugt im Bereich von 0,35 Gew.-% bis 9 Gew.- %, noch bevorzugter im Bereich von 0,75 Gew.-% bis 6 Gew.-% hegt, bezogen auf die Gesamtmasse der Zusammensetzung.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung betrifft eine Zusammensetzung enthaltend mindestens ein erfindungsgemäßes Hydroxy-terminiertes Polyurethanprepolymer und mindestens ein Additiv. Als Additive eignen sich alle oben genannten Zusatzstoffe und Hilfsstoffe.
Eine weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft die Verwendung eines erfindungsgemäßen Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymers oder einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung zur Herstellung von thermoplastischem Polyurethan und / oder thermoplastischen Polyurethan- Dispersionen, insbesondere zur Herstellung von thermoplastischem Polyurethan.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft ein Polymer erhältlich durch die Umsetzung von mindestens einem erfindungsgemäßen Hydroxy-terminierten Polyurethanprepolymer oder einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung mit mindestens einem Kettenverlängerer, wobei der Kettenverlängerer vorzugsweise ein Polyisocyanat ist.
Vorzugsweise werden das erfindungsgemäße Hydroxy-terminierte Polyurethanprepolymer oder eine erfindungsgemäße Zusammensetzung mit mindestens einem Kettenverlängerer zu einem Polyurethanpolymer umgesetzt. Wenn als Kettenverlängerer ein Polyisocyanat verwendet wird, dann eignen sich alle dem Fachmann bekannten Polyisocyanate, vorzugsweise aliphatische Polyisocyanate, aromatische Polyisocyanate, cycloaliphatische Polyisocyanate und araliphatische Polyisocyanate. Die Umsetzung des Prepolymers mit dem Ketternverlängerer zum Polymer kann beispielsweise in einem Extruder erfolgen.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft einen Artikel umfassend oder enthaltend ein erfindungsgemäßes Polymer, ein erfindungsgemäßes Hydroxy-terminiertes Polyurethanprepolymer oder eine erfindungsgemäße Zusammensetzung.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft die Verwendung eines erfindungsgemäßen Polymers zur Herstellung von Formkörpern, Folien und / oder Fasern.
Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren 1, 2 und 3 näher erörtert. Darin zeigt
Fig.1 eine bevorzugte Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 2 eine weitere bevorzugte Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 3 eine weitere bevorzugte Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Beispiele
Die vorliegende Erfindung wird anhand der nachfolgenden Beispiele weiter erläutert, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein. Farbwerte
Die Farbwerte im CIE-Lab Farbraum wurden mit einem Konica Minolta CM 2600d Spektral photometer, mit der Lichtart D 65, bei 10° Beobachter gemäß DIN EN ISO 11664-1 (Juli 2011) bestimmt. Allophanatgehalt
Der Allophanatkonzentration wurde mittels H NMR Spektroskopie (Gerät: Bruker AV III HD 600, bei einer Messfrequenz von 600,36 MHz, mit dem Pulsprogramm zg30, bei 64 Scans, einem Relaxationsdelay (Dl) von 6 s und TE von 354 K) bestimmt. Hierzu wurde eine Probe des Polyurethanprepolymers in deuteriertem Dimethylsulfoxid (DMSO dö) bei 80°C gelöst und anschließend vermessen. Zur Auswertung des Spektrums wurde die Software MestReNova verwendet. Zunächst wurde eine Basislinienkorrektur (Whittaker Smoother) vorgenommen und anschließend die allophanatspezifischen Protonen der CH2-Gruppe zwischen 3.56 ppm und 3.66 ppm sowie die urethanspezifischen Protonen der 0-CH2-Gruppe zwischen 3.84 ppm und 4.04 ppm integriert. Anschließend wurde die Summe der beiden Integrale gebildet und daraus der prozentuale Anteile des Allophanatsignals ermittelt, der dem molaren Anteil der Allophanatgruppen entspricht.
Gelpermeationschromatographie :
Die Molmassen der Polymere wurden mit Hilfe einer Gelpermeationschromatographie (GPC) bestimmt. Dazu wurde die zu vermessende Probe in einer Lösung von 3 g Kaliumtrifluoracetat in 400 Kubikzentimeter Hexafluorisopropanol aufgelöst (Probenkonzentration ca. 2 mg/Kubikzentimeter). Die jeweiligen GPCs wurden mit folgenden Komponenten bei einer Flussrate von 1 Kubikzentimeter/Minute gemessen:
Pumpe: HPLC-Pumpe 515 (Waters GmbH)
Detektor: Smartline RI-Detektor 2300 (Knauer Wissenschaftliche Geräte GmbH)
Säulen: 1 Vorsäule, 1000 Ä PSS PFG 7 pm, 300 Ä PSS PFG 7 pm, 100 A PSS PFG 7 pm in der angegebenen Reihenfolge
Entgasung: Degaser PSS (Polymer Standards Service GmbH)
Injektionsvolumen: 100 Mikroliter
Temperatur: 23 - 25 °C
Molmassen-Standard: Polymethylmethacrylat-Standard-Kit (PSS Polymer Standards Service GmbH)
Berechnung von Mz und Mw und Mn:
Das Zentrifugenmittel der Molmasse ( Mz ) wurde aus den durch die Messung der Gelpermeationschromatographie erhaltenen Daten mit Hilfe der folgenden Gleichung errechnet:
wobei:
Mi die molare Masse der Polymere der Fraktion i ist, so dass Mj < Mi+1 für alle i, in g/mol ist, Ui die Stoffmenge des Polymers der Fraktion i, in mol ist
Das Massenmittel der Molmasse ( Mw) wurde ebenfalls aus den durch die Messung der Gelpermeationschromatographie erhaltenen Daten mit Hilfe der folgenden Gleichung errechnet:
wobei:
Mi die molare Masse der Polymere der Fraktion i ist, so dass M; < M;+1 für alle i, in g/mol ist, rii die Stoffmenge des Polymers der Fraktion i, in mol ist
Das Zahlenmittel der Molmasse ( Mn ) wurde ebenfalls aus den durch die Messung der Gelpermeationschromatographie erhaltenen Daten mit Hilfe der folgenden Gleichung errechnet:
wobei:
Mi die molare Masse der Polymere der Fraktion i ist, so dass Mj < Mi+1 für alle i, in g/mol ist, rii die Stoffmenge des Polymers der Fraktion i, in mol ist.
Differential Scanning Calorimetry (DSC) Schmelzpunkte wurde mittels DSC (Differential Scanning Calorimetry) mit einer DSC 8500 (PerkinElmer, USA) in Anlehnung an DIN-EN-ISO 11357-1 bestimmt. Eine Kalibrierung erfolgte durch die Temperatur des Schmelz-Onsets von Oktan, Indium, Blei und Zink. Es wurden circa 10 mg Substanz Aluminiumtiegel eingewogen. Die Messung erfolgte durch zwei Aufheizungen von - 20 °C bis +210 °C bei einer Heizrate von 20 K/min mit anschließender Abkühlung mit einer Kühlrate von 20 K/min. Die Kühlung erfolgte durch einen Kompressorkühler. Als Spülgas wurde Stickstoff verwendet. Die angegebenen Werte basieren jeweils auf der Auswertung der 2. Aufheizkurve.
I. Verwendete Rohstoffe
1,6-Hexamethylendiisocyanat (HDI, Reinheit > 99 Gew.-%) wurde von der Covestro Deutschland AG bezogen.
1,4-Butandiol (BDO, Reinheit > 99 Gew.-%) wurde von der Firma Ashland bezogen. Beispiel 1
Aus einer Vorlage wurde 1,6-Hexamethylendiisocyanat (HDI) mittels einer Pumpe bei Raumtemperatur zu einem Statikmischer gefördert (Strom A). Aus einer weiteren Vorlage wurde auf ca. 40 °C temperiertes 1,4-Butandiol (BDO) mittels einer Pumpe ebenfalls zum Durchlaufmischer gefördert (Strom B). Der Durchsatz des HDI-Stroms A und des BDO-Stroms B wurde mittels Massedurchflussmesser verfolgt. Im Mischer 7 wurden der HDI-Strom A und der BDO-Strom B zur Dispersion HDI/BDO vermischt/dispergiert (Strom C).
Der HDI/BDO-Strom C wird im Umlauf mit einem 182 °C heißen Prepolymerstrom D in einem Mischer zusammengeführt und gemischt (Strom E). Durch die Temperatur des Prepolymerstroms D kommt es zu einer Reaktion zwischen HDI und BDO, welche durch weiteres Vermischen in einem temperierbaren Mischer unter Bildung von Prepolymeren und unter Abfuhr der Reaktionswärme fortgeführt wird. Der temperierbare Mischer wird mit Wärmeträgeröl beheizt/gekühlt und weist eine Wärmeaustauschfläche von mindestens 0,31 m2 auf. Die Heizmitteltemperatur am Eintritt beträgt ca. 180 °C. Aus dem temperierbaren Mischer wird ein Ausgangsstrom als weitgehend ausreagierter H D I/B DO- Prcpo I y nie rst ro m mit einer Temperatur von 183 °C erhalten (Strom E). Der temperierbare statische Mischer war ähnlich aufgebaut wie ein Sulzer SMR-Reaktor mit innenliegenden, gekreuzten Rohren. Er hatte ein Innenvolumen von 2,2 Litern und eine Wärmeaustauschfläche von 0,31 Quadratmeter. Sein Wärmeaustauschvermögen, bezogen auf die Produktseite, betrug unter den Betriebsbedingungen 78 Watt pro Kelvin. Bezogen auf das gesamte Volumen des Kreislaufreaktors von 4 Liter, betrug der Wärmeübergangskoeffizient 19 Kilowatt pro Kubikmeter und Kelvin. Die im Wärmeübertrager abgeführte Wärmemenge betrug ca.890 Watt. Das Verhältnis der Wärmeübertragungsfläche zur Gesamtfläche betrug 0,655. Die mittlere OH-Funktionalität betrug genau 2. Der Strom E wird mittels einer Verzweigung in zwei Teilströme F und G aufgespalten, wobei der Teilstrom F als Prepolymerstrom D mittels einer Pumpe in auf ca. 182 °C beheizten Rohrleitungen zum oben erwähnten Mischer zurückgeführt wird. Der Massenstrom des Stroms G entspricht dem Massestrom des Stroms C. Der Massenstrom des Stroms G betrug ca. 115 L/h. Der Teilstrom G wird in einem 60 L - Fass aufgefangen und abgekühlt. Das entstehende Produkt ist kristallin und weiß. Die Gesamtmenge des hergestellten Prepolymers beträgt 50 kg. Eine Farbzahlmessung ergab einen L-Wert von 92,2, einen a-Wert von 0,7 und einen b-Wert von 1,7. Die Viskosität des Produktes bei 190°C betrug 0,7 Pa s.
Im erfindungsgemäßen Beispiel wurden folgende Edukt-Ströme eingesetzt:
Das Verhältnis der NCO-Gruppen der Polyisocyanatmonomere zu den Hydroxy-Gruppen der Poylolmonomere betrug x = 0,78. Der Polymerisationsgrad betrug n = 3,55.
Der Allophanat-Gehalt wurde zu 0,34% bestimmt.
Die mittlere Funkionalität der Monomere betrug 2.
Mw wurde zu 10810 g/mol bestimmt, Mn zu 1404 g/mol und damit ihr Verhältnis 7,7. Mz betrug 28940 g/mol und das Verhältnis ^ = 2,68.
Mw
Der Schmelzpunkt betrug 175,5 °C.
Die abgeführte Wärme im Rohrreaktor betrug ca. 57% der dort insgesamt freigesetzten Reaktionsenthalpie. Beispiel 2:
Aus Vorlage 1 wurden 1,49 kg/h HDI mit einer Pumpe 1 (Zahnringpumpe der Firma HNP, MZR 7255) in den Mischer 1 gefördert. Zeitgleich wurden aus Vorlage 2 2,00 kg/h BDO mit einer Pumpe 2 (Firma HNP, MZR 7205) in denselben Mischer gefördert. Bei Raumtemperatur wurden beide Stoffströme im Mischer gemischt. Als Mischer wurde ein Sulzer SMX, Durchmesser 6 mm, Verhältnis von Länge zu Durchmesser L/D = 10 verwendet. Die Mischung wurde anschließend in den auf 150 °C temperierten Reaktor 1 (Typ CSE-X/8G, Form G, Innendurchmesser = 21,0 mm, Länge = 1000 mm der Firma Fluitec) geleitet. Das gewonnene Prepolymer mit dem Verhältnis HDI : BDO von 0,4 : 1,0 wurde anschließend mit 1,6-Hexamethylendiisocyanat aus der Vorlage 3 (1,49 kg/h; Pumpe 3: Zahnringpumpe der Firma HNP, MZR 7255) im Mischer 2 (Sulzer SMX, Durchmesser 6 mm, Verhältnis von Länge zu Durchmesser L/D = 10) bei 121,44 °C vermischt. Die Mischung wurde anschließend in den bei 182 °C temperierten Reaktor 2 (Typ CSE-X/8G, Form G, Innendurchmesser = 21,0 mm, Länge = 1500 mm der Firma Fluitec) geleitet. Die Verweilzeit im Reaktor 2 betrug 6,5 Minuten. Die Rohrleitungen vom Reaktor 1 zum Reaktor 2 sowie der Mischer 2 wurden auf ca. 180 °C begleitbeheizt. Die Temperaturerhöhung im zweiten Wärmeübertrager betrug 37,93 °C. Die mittlere kalorische Temperatur im Eintritt des ersten Reaktors betrug 25 °C. Die kalorische Temperatur bei der zweiten Zugabe von HDI betrug 121,44 °C, dabei war cp(HDI 2) = 1750,27 J/(kg-K) und cp(01igomer) = 2000,00 J/(kg-K). Die komplexe
Viskosität des Produktes bei 10 Hz und 190 °C betrug 0,15 Pa s. Die mittlere OH-Funktionalität beträgt 2.
Das Verhältnis der NCO-Gruppen der Polyisocyanatmonomere zu den Hydroxy-Gruppen der Polyolmonomere ist x = 0.8. Der durchschnittliche Polymerisationsgrad ist n=4.
Der Allophanat-Gehalt betrug 0,35%.
Mw wurde zu 4389 g/mol bestimmt, Mn zu 1677 g/mol und damit ihr Verhältnis zu 2,62 . Mz wurde zu 8095 g/mol bestimmt und damit das Verhältnis = = 1,84 Der Schmelzpunkt betrug 173 °C
Die im Rohrreaktor abgeführte Wärme war ca. 55% der eingesetzten Wärme.
Nichterfindungsgemäßes Beispiel: In einem Teflonbecher mit Rührer wurden 35,11 g 1,4-Butandiol vorgelegt, mit Stickstoff überschleiert und auf ca 180 °C erhitzt. Unter Rühren wurden nun 55,02 g HDI zugetropft, so dass die Temperatur der Reaktionsmischung 200 °C nicht überschritt (ca. 45 min). Die Viskosität der Mischung stieg dabei stark an. Anschließend wurden die restlichen 9,71 g HDI zugegeben und die Reaktionsmischung zur vollständigen Umsetzung des HDI noch 30 min gerührt. Die Temperatur stieg dabei langsam auf 211 °C an, und die Viskosität erhöhte sich ebenfalls weiter. Das Produkt wurde danach auf Raumtemperatur abgekühlt und vermessen. Der Allophanatgehalt betrug 1.2 %. Einige in DMSO-d6 unlösliche Gelpartikel (Vernetzung) der Probe deuten jedoch auf einen noch höheren Allophanatgehalt hin. Eine GPC wurde auf Grund der Gelpartikel nicht durchgeführt.
Bezugszeichenliste
(A) Polyisocyanatstrom
(B) Polyolstrom
(C) Mischungsstrom
(D) Kreislaufstrom
(E) Prepolymerstrom
(1) Polyisocyanat-Vorratsbehälter
(2) erste Fördereinrichtung
(3) erster Massendurchflussmesser
(4) Polyol- Vorratsbehälter
(5) zweite Fördereinrichtung
(6) zweiter Massendurchflussmesser
(7) erste Mischungseinrichtung
(8) zweite Mischungseinrichtung
(9) temperierbare Mischungseinrichtung
(10) temperierbare Fördereinrichtung
(11) erste Einmündung
(12) Druckregel ventil
(13) Drei Wegeventil
(14) Auffangbehälter
(15) Entlüftungseinrichtung
(16) Extruder
(17) Kühlungseinrichtung
(18) Zerkleinerungseinrichtung
(19) Polyisocyanatleitung
(20) Polyolleitung
(21) zweite Einmündung
(22) Kreislaufzuführungsleitung
(23) dritte Einmündung
(24) Kreislaufleitung
(25) Prepolymerzuführungsleitung