Pedal für ein Kraftfahrzeug
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Pedal für ein Kraftfahrzeug der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art.
Derartige Pedale für Kraftfahrzeuge sind aus dem Stand der Technik in zahlreichen Ausführungsvarianten bereits bekannt.
Beispielsweise ist aus der EP 2987046 B1 eine bidirektionale Pedalanordnung für ein Kraftfahrzeug bekannt, bei der ein Pedalträgerteil an einer Basisstruktur schwenk bar gelagert ist. Das Pedalträgerteil ist aus einer Ruhestellung um eine Drehachse in eine erste Richtung und in eine zu der ersten Richtung entgegengesetzte zweite Rich tung schwenkbar. Erste bzw. zweite Federn drängen das Pedalträgerteil in dessen Ruhestellung. Zwischen dem Pedalträgerteil und der ersten bzw. zweiten Feder ist jeweils ein erster bzw. ein zweiter Reibungsmechanismus angeordnet, wobei der erste und der zweite Reibungsmechanismus jeweils ausgestaltet sind, um die Schwenkbe wegungen des Pedalträgerteils zu bremsen. Der erste und der zweite Reibungsme chanismus zur Erzeugung einer Reib kraft bei einer Bewegung des Pedalträgerteils weisen jeweils zwei Elemente auf, die in Anlage aneinander und beweglich zueinan der sind und die dazu ausgestaltet sind, dass, wenn die zwei Elemente unter Krafteinwirkung auseinandergedrückt werden, wenigstens eine Oberfläche von einem der Elemente gegen eine Oberfläche gedrückt wird, die in Bezug auf die Basisstruktur feststeht.
Hier setzt die vorliegende Erfindung an.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Pedal für ein Kraftfahr zeug anzugeben, bei dem eine Rückstellung eines Pedalarms des Pedals in dessen Ruhelage verbessert ist.
Diese Aufgabe wird durch ein Pedal für ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des An spruchs 1 gelöst, wonach das Reibsystem eine an dem Basisteil drehbar angeordnete Wippe aufweist und die mindestens eine erste Rückstellfeder zwischen dem separa ten Reibelement und der Wippe derart angeordnet ist, dass das separate Reibelement bei einer Bewegung des Pedalarms in Richtung von dessen maximaler Betätigungsla ge mittels der Wippe reibkrafterzeugend gegen die Reibfläche des Basisteils gedrückt wird, wobei das separate Reibelement mittels der mindestens einen ersten Rückstell feder und mindestens eines Verbindungselements druckkraftübertragend mit dem Pe dalarm verbunden ist, und wobei mindestens eine zweite, die Bewegung des Peda larms in Richtung von dessen Ruhelage befördernde, Rückstellfeder zwischen einem, mit dem Pedalarm mittels des mindestens einen Verbindungselements druckkraftüber tragend verbundenen, Lagerteil für die mindestens eine zweite Rückstellfeder und dem Basisteil oder der Wippe angeordnet ist. Die Unteransprüche betreffen vorteilhaf te Weiterbildungen der Erfindung.
Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Pedals für ein Kraftfahrzeug liegt insbesondere darin, dass eine Rückstellung des Pedalarms des Pedals in dessen Ru helage verbessert ist. Die Reibpartner einer Reibpaarung, nämlich das separate Rei belement und die dazu korrespondierende Reibfläche des Basisteils, können bei spielsweise blockieren, so dass in einem solchen Fall eine Relativbewegung zwischen den beiden Reibpartnern verhindert, zumindest jedoch sehr erschwert ist. Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung eines Pedals für ein Kraftfahrzeug ist eine Bewe gung des Pedalarms des Pedals in Richtung von dessen Ruhestellung, also eine Rückstellung des Pedalarms des Pedals, auch in einem solchen Fall verbessert.
Dies deshalb, weil das separate Reibelement mittels des mindestens einen Verbin dungselements zum einen lediglich druckkraftübertragend mit dem Pedalarm verbun den ist. Zum anderen, weil die mindestens eine zweite Rückstellfeder nicht mittels des separaten Reibelements wirkt, sondern mittels des mindestens einen Verbindungs elements zwischen dem Pedalarm und dem Basisteil oder zwischen dem Pedalarm und der Wippe angeordnet ist und wirkt. Darüber hinaus ist die Rückstellung des Pe dalarms des Pedals in dessen Ruhelage mittels der mindestens einen zweiten Rück-
stellfeder auch dann befördert, wenn die mindestens eine erste Rückstellfeder funkti onsuntüchtig ist. Beispielsweise ist dies der Fall, wenn die mindestens eine erste Rückstellfeder selbst blockiert oder gebrochen ist.
Das mindestens eine Verbindungselement ist nach Art, Funktionsweise, Material, Di mensionierung, Anordnung und Anzahl in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar. Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Pedals für ein Kraftfahrzeug sieht vor, dass das mindestens eine Verbindungselement als eine Kopplungsstange ausgebildet ist. Hierdurch ist das mindestens eine Verbindungselement auf konstruktiv einfache und mechanisch robuste Weise realisiert.
Eine andere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Pedals für ein Kraft fahrzeug sieht vor, dass das mindestens eine Verbindungselement als ein einziges Verbindungselement ausgebildet ist. Auf diese Weise ist die Anzahl des mindestens einen Verbindungselements auf ein Minimum reduziert. Entsprechend verringert sich auch die Anzahl der Bauteile des erfindungsgemäßen Pedals. Denkbar ist jedoch auch, dass beispielsweise für die druckkraftübertragende Verbindung des Pedalarms mit dem separaten Reibelement mindestens ein Verbindungselement und für die druckkraftübertragende Verbindung des Pedalarms mit dem Lagerteil für die mindes tens eine zweite Rückstellfeder mindestens ein anderes Verbindungselement verwen det werden.
Grundsätzlich ist das Reibsystem und damit auch das separate Reibelement des er findungsgemäßen Pedals für ein Kraftfahrzeug nach Art, Funktionsweise, Material, Dimensionierung, Anordnung und Anzahl in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar. Vorteilhafterweise ist es vorgesehen, dass das separate Reibelement bei ordnungs gemäßer Funktion des Reibsystems und der mindestens einen ersten Rückstellfeder lediglich mittels der mindestens einen ersten Rückstellfeder und des mindestens einen Verbindungselements in Kraftübertragungsverbindung mit dem Pedalarm steht. Auf diese Weise ist die Wechselwirkung zwischen dem separaten Reibelement und dem Pedalarm hinsichtlich der Kraftübertragung auf ein für die Funktion des erfindungsge mäßen Pedals für ein Kraftfahrzeug erforderliches Minimum reduziert. Entsprechend
ist eine ungewünschte Beeinflussung der Bewegung des Pedalarms, beispielsweise bei einer Blockade des separaten Reibelements und der dazu korrespond ierenden Reibfläche des Basisteils, wirksam verhindert, zumindest jedoch wirksam reduziert.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Pedals für ein Kraftfahrzeug sieht vor, dass die mindestens eine zweite Rückstellfeder derart ausge bildet ist, dass bei einer nicht ordnungsgemäßen Funktion des Reibsystems und/oder der mindestens einen ersten Rückstellfeder der Pedalarm bei einer Nichtbetätigung des Pedalarms automatisch in dessen Ruhelage überführbar ist. Hierdurch ist die ge wünschte Rückstellung des Pedalarms in dessen Ruhelage in jedem Betriebsfall des erfindungsgemäßen Pedalarms und auch in einem etwaigen Fehlerfall des Reibsys tems und/oder der mindestens einen ersten Rückstellfeder gewährleistet.
Grundsätzlich ist die relative Anordnung des separaten Reibelements und des Lager teils zueinander in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar. Vorteilhafterweise ist vor gesehen, dass das separate Reibelement und das Lagerteil im Wesentlichen zuei nander parallel verlaufen und direkt nebeneinander angeordnet sind. Die Anordnung bezieht sich dabei auf den Kraftfluss. Zum einen ist hierdurch die konstruktive Gestal tung des erfindungsgemäßen Pedals für ein Kraftfahrzeug vereinfacht. Zum anderen ist dadurch eine kompakte und damit platzsparende Bauweise des erfindungsgemä ßen Pedals ermöglicht.
Das Lagerteil für die mindestens eine zweite Rückstellfeder ist nach Art, Funktions weise, Material, Dimensionierung, Anordnung und Anzahl in weiten geeigneten Gren zen frei wählbar. Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Pedals für ein Kraftfahrzeug sieht vor, dass das Lagerteil als ein Sensorteil ausgebildet ist, mit tels dem ein Drehwinkel des Pedalarms relativ zu dem Basisteil ermittelbar ist. Auf diese Weise ist eine Detektierung des Drehwinkels des Pedalarms konstruktiv einfach realisiert. Mittels des Drehwinkels ist es auch möglich, von dem Drehwinkel des Peda larms abhängige Größen zu ermitteln und beispielsweise für eine Steuerung oder Re gelung des Kraftfahrzeugs zu verwenden.
Die mindestens eine erste Rückstellfeder und die mindestens eine zweite Rückstellfe der sind nach Art, Funktionsweise, Material, Anordnung und Anzahl in weiten geeigne ten Grenzen frei wählbar. Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Pe dals für ein Kraftfahrzeug sieht jedoch vor, dass die Federkraftwirklinien der mindes tens einen ersten Rückstellfeder und der mindestens einen zweiten Rückstellfeder zueinander im Wesentlichen parallel verlaufen. Hierdurch ist die Synergie zwischen der mindestens einen ersten Rückstellfeder und der mindestens einen zweiten Rück stellfederwährend einer ordnungsgemäßen Funktion des erfindungsgemäßen Pedals für ein Kraftfahrzeug verbessert. Die mindestens eine erste Rückstellfeder und die mindestens eine zweite Rückstellfeder können entsprechend aufeinander abgestimmt ausgebildet sein, um sich in einem Normalbetrieb des erfindungsgemäßen Pedals für ein Kraftfahrzeug, also bei ordnungsgemäßer Funktion des erfindungsgemäßen Pe dals, zu ergänzen und um damit die einzelne erste und zweite Rückstellfeder kompak ter ausbilden zu können.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Pedals für ein Kraft fahrzeug sieht vor, dass die mindestens eine erste Rückstellfeder und/oder die min destens eine zweite Rückstellfeder als eine Doppelfeder ausgebildet sind/ist. Auf die se Weise ist die Sicherheit gegenüber einer Fehlfunktion der mindestens einen ersten Rückstellfeder und/oder der mindestens einen zweiten Rückstellfeder verbessert.
Anhand der beigefügten, grob schematischen Zeichnung wird die Erfindung nachfol gend näher erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Pedals für ein Kraft fahrzeug in einer teilweisen Draufsicht,
Fig. 2 das Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 1 in einer teilweisen ersten Sei tenansicht, mit Blick auf das separate Reibelement und die erste Rück stellfeder und
Fig. 3 das Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 1 in einer teilweisen zweiten Sei tenansicht, mit Blick auf das Lagerteil und die zweite Rückstellfeder.
In der Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Pedals für ein Kraftfahrzeug exemplarisch gezeigt. Das Kraftfahrzeug ist nicht dargestellt. Das Pedal ist als ein Fahrpedal, also ein Gaspedal, des Kraftfahrzeugs ausgebildet.
Das Pedal weist einen Pedalarm 2 auf, der um eine Drehachse 4 drehbar an einem lediglich in den Fig. 2 und 3 teilweise dargestellten Basisteil 6 gelagert ist und zwi schen einer Ruhelage und einer maximalen Betätigungslage hin und her bewegbar ist. In den Fig. 1 bis 3 ist der Pedalarm 2 in dessen Ruhelage dargestellt, während die maximale Betätigungslage des Pedalarms 2 in den Fig. 2 und 3 lediglich durch einen gestrichelt dargestellten Pedalarm 2‘ angedeutet ist. Eine Bewegung des Pedalarms 2 in Richtung von dessen in den Fig. 1 bis 3 dargestellter Ruhelage ist mittels einer ers ten Rückstellfeder 8 befördert. Die erste Rückstellfeder 8 ist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel als eine Schraubenfeder ausgebildet.
Ferner weist das Pedal ein Reibsystem 10 zur Erzeugung einer Reib kraft bei einer Bewegung des Pedalarms 2 in Richtung von dessen maximaler Betätigungslage auf; siehe insbesondere die Fig. 2. Das Reibsystem 10 weist ein separates Reibelement
12 und eine zu dem separaten Reibelement 12 korrespondierend ausgebildete Reib fläche 6.1.1 einer an dem Basisteil 6 ausgebildeten Traverse 6.1 auf. Zu der Reibflä che 6.1.1 des Basisteils 6 ist eine Reibfläche 12.1 des separaten Reibelements 12 korrespondierend ausgebildet; siehe hierzu die Fig. 2. Wie aus der Fig. 2 deutlich her vorgeht, ist das separate Reibelement 12 insbesondere separat von dem Pedalarm 2 ausgebildet.
Das Reibsystem 10 weist darüber hinaus eine an dem Basisteil 6 um eine Drehachse
13 drehbar angeordnete Wippe 14 auf, wobei die erste Rückstellfeder 8 zwischen dem separaten Reibelement 12 und der Wippe 14 derart angeordnet ist, dass das separate Reibelement 12 bei einer Bewegung des Pedalarms 2 in Richtung von dessen maxi maler Betätigungslage, siehe Fig. 1 in Verbindung mit Fig. 2, mittels der Wippe 14 reibkrafterzeugend gegen die Reibfläche 6.1.1 des Basisteils 6 gedrückt wird. Die ers te Rückstellfeder 8 ist in der Ruhelage des Pedalarms 2 vorgespannt, so dass die ers-
te Rückstellfeder 8 das separate Reibelement 12 in der Ruhelage des Pedalarms 2 gegen ein als eine Kopplungsstange ausgebildetes Verbindungselement 16 drückt. Hierfür weist das separate Reibelement 12 einen Bolzen 12.2 auf, mit dem sich das separate Reibelement 12 an einer an der Kopplungsstange 16 ausgebildeten Bolzen aufnahme 16.1 abstützt. Die Kopplungsstange 16 ist über ein Gelenk 17 mit dem Pe dalarm 2 kraftübertragend und gelenkig verbunden. Somit ist das separate Reibele ment 12 mittels der ersten Rückstellfeder 8 und der Kopplungsstange 16 druckkraft übertragend mit dem Pedalarm 2 verbunden. Das als Kopplungsstange ausgebildete mindestens eine Verbindungselement 16 ist bei dem vorliegenden Ausführungsbei spiel somit als ein einziges Verbindungselement 16 ausgebildet. Bei ordnungsgemäß funktionierendem Pedal ist das separate Reibelement 12 in jeder Betätigungslage des Pedals und damit in jeder Betätigungslage des Pedalarms 2 mittels der ersten Rück stellfeder 8 und der Kopplungsstange 16 druckkraftübertragend mit dem Pedalarm 2 verbunden.
Eine zweite, die Bewegung des Pedalarms 2 in Richtung von dessen Ruhelage beför dernde, Rückstellfeder 18 ist zwischen dem Basisteil 6 und einem Lagerteil 20 für die zweite Rückstellfeder 18 angeordnet. Das Lagerteil 20 ist mittels der Kopplungsstange 16 mit dem Pedalarm 2 kraftübertragend und gelenkig verbunden. Hierfür ist zum ei nen zwischen dem Lagerteil 20 und der Kopplungsstange 16 und zum anderen zwi schen der Kopplungsstange 16 und dem Pedalarm 2 jeweils ein Gelenk 21, 22 aus gebildet. Das Lagerteil 20 ist mittels der Kopplungsstange 16 formschlüssig und ge lenkig mit dem Pedalarm 2 verbunden. Das Lagerteil 20 ist mittels einer Drehachse 23 drehbar mit dem Basisteil 6 verbunden. Ferner ist das Lagerteil 20 bei dem vorliegen den Ausführungsbeispiel gleichzeitig als ein Sensorteil 20 ausgebildet, mittels dem ein Drehwinkel des Pedalarms 2 um die Drehachse 23 und relativ zu dem Basisteil 6 auf dem Fachmann bekannte Weise ermittelbar ist. Siehe hierzu insbesondere die Fig. 3, in der das Basisteil 6 teilweise dargestellt ist.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Pedals für ein Kraftfahrzeug sind das separate Reibelement 12 und das Lagerteil 20 direkt nebenei nander angeordnet und verlaufen im Wesentlichen zueinander parallel. Entsprechend
ist die Konstruktion des erfindungsgemäßen Pedals vereinfacht und das erfindungs gemäße Pedal für ein Kraftfahrzeug ist darüber hinaus kompakt und damit platzspa rend ausgebildet.
Die zweite Rückstellfeder 18 ist, analog zu der ersten Rückstellfeder 8, ebenfalls als eine Schraubenfeder 18 ausgebildet. Die zweite Rückstellfeder 18 ist in der Ruhelage des Pedalarms 2 ebenfalls vorgespannt, so dass die zweite Rückstellfeder 18 den Pedalarm 2 bei Nichtbetätigung des Pedalarms 2 mittels der Kopplungsstange 16 in dessen Ruhelage hält. Die zweite Rückstellfeder 18 ist derart zwischen dem Lagerteil 20 und dem Basisteil 6 angeordnet, dass die Rückstellfeder 18 bei ordnungsgemäß funktionierendem Pedal wie auch bei nicht ordnungsgemäß funktionierendem Reibsystem 10 und/oder nicht ordnungsgemäß funktionierender erster Rückstellfeder 8 in jeder Betätigungslage des Pedals und damit in jeder Betätigungslage des Peda larms 2 druckkraftübertragend mit dem Pedalarm 2 verbunden ist. Darüber hinaus ist die zweite Rückstellfeder 18 derart ausgebildet, dass bei einer nicht ordnungsgemä ßen Funktion des Reibsystems 10 und/oder der mindestens einen ersten Rückstellfe der 8 der Pedalarm 2 bei einer Nichtbetätigung des Pedalarms 2 automatisch in des sen Ruhelage überführbar ist.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel verlaufen die Federkraftwirklinien der ers ten Rückstellfeder 8 und der zweiten Rückstellfeder 18 zueinander im Wesentlichen parallel.
Im Nachfolgenden wird das erfindungsgemäße Pedal exemplarisch gemäß dem vor liegenden Ausführungsbeispiel und anhand der Fig. 1 bis 3 näher erläutert.
Ein Benutzer des Pedals, ein Fahrzeugführer des mit dem Pedal ausgestatteten Kraft fahrzeugs, betätigt das Pedal, indem dieser den Pedalarm 2 mittels eines Fußes in der Bildebene von Fig. 2 und 3 nach unten drückt. Der Benutzer wie auch dessen Fuß sind in den Fig. nicht dargestellt. Dabei dreht sich der Pedalarm 2 um die Drehachse 4 relativ zu dem Basisteil 6 in der Bildebene von Fig. 2 und 3 im Uhrzeigersinn um die Drehachse 4 nach rechts unten. Aufgrund der zwischen dem separaten Reibelement
12 und der Wippe 14 angeordneten ersten Rückstellfeder 8 wird das separate Reibe lement 12 bei ordnungsgemäß funktionierendem Pedal in jeder Betätigungslage des Pedals, also in jeder möglichen Lage des Pedalarms 2, von dessen Ruhelage bis zu dessen maximaler Betätigungslage, mittels der Kopplungsstange 16 druckkraftüber tragend gegen den Pedalarm 2 gedrückt.
Das Lagerteil 20 wird bei ordnungsgemäß funktionierendem Pedal in jeder Betäti gungslage des Pedals, also in jeder möglichen Lage des Pedalarms 2, von dessen Ruhelage bis zu dessen maximaler Betätigungslage, ebenfalls mittels der zweiten Rückstellfeder 18 und der Kopplungsstange 16 druckkraftübertragend gegen den Pe dalarm 2 gedrückt. Darüber hinaus ist das Lagerteil 20 mittels der Kopplungsstange 16 und der beiden Gelenke 21 , 22 mit dem Pedalarm 2 des Pedals formschlüssig und gelenkig verbunden. Anders als bei dem separaten Reibelement 12 besteht zwischen dem Lagerteil 20 und dem Pedalarm 2 somit nicht nur eine druckkraftübertragende Verbindung, sondern auch eine zugkraftübertragende Verbindung.
Die Krafteinwirkung des Benutzers auf den Pedalarm 2 führt dazu, dass die erste Rückstellfeder 8 und die zweite Rückstellfeder 18 gegen die jeweilige Federkraft kom primiert werden. Bei der vorgenannten Überführung des Pedalarms 2 von dessen in den Fig. 1 bis 3 dargestellter Ruhelage in dessen in der Fig. 2 und 3 lediglich ange deuteten maximalen Betätigungslage des Pedalsarms 2 bewegt sich das separate Reibelement 12 relativ zu dem Basisteil 6. Entsprechend bewegen sich auch die zuei nander korrespondierenden Reibflächen 6.1.1 und 12.1 des Basisteils 6 und des se paraten Reibelements 12 relativ zueinander. Dabei wird das separate Reibelement 12 und damit die daran ausgebildete Reibfläche 12.1 mittels der Wippe 14 gegen die an der Traverse 6.1 des Basisteils 6 ausgebildete Reibfläche 6.1.1 reibkrafterzeugend gedrückt.
Bei ordnungsgemäßer Funktion des Pedals würde der Pedalarm 2 des Pedals auf grund der Federkräfte der ersten Rückstellfeder 8 und der zweiten Rückstellfeder 18 von der in Fig. 2 und 3 lediglich angedeuteten maximalen Betätigungslage des Peda-
larms 2‘ in die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Ruhelage des Pedalarms 2 rücküber führt, sofern der Benutzer keinen Druck mehr auf den Pedalarm 2 ausübt.
Sollte das Pedal gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel nicht ordnungsgemäß funktionieren, beispielsweise weil das Reibsystem 10 und/oder die erste Rückstellfe der 8 nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren, so drückt die zweite Rückstellfeder 18 den Pedalarm 2 bei einer Nichtbetätigung des Pedalarms 2 automatisch in dessen Ruhelage. Siehe hierzu insbesondere die Fig. 3. Beispielsweise funktioniert die erste Rückstellfeder 8 ordnungsgemäß, jedoch sind die beiden zueinander korrespondie renden Reibflächen 6.1.1 und 12.1 des Basisteils 6 und des separaten Reibelements 12 blockiert, so dass eine Relativbewegung zwischen den beiden Reibflächen 6.1.1 und 12.1 und damit zwischen dem Basisteil 6 und dem separaten Reibelement 12 nicht mehr möglich ist. Siehe hierzu Fig. 2.
Trotz dieser Fehlfunktion hat die zweite Rückstellfeder 18 den Pedalarm 2 wunsch gemäß in dessen Ruhelage überführt; siehe insbesondere die Fig. 3. Dies ist unter anderem deshalb möglich, weil das Reibelement 12 als ein separates Reibelement 12 ausgebildet ist und somit auch separat von dem Pedalarm 2 an dem Pedal angeord net und gehalten ist. Entsprechend ist der Pedalarm 2 und damit eine Rückstellung des Pedalarms 2 in dessen Ruhelage durch ein blockiertes Reibsystem 10 und/oder durch eine funktionsuntüchtige erste Rückstellfeder 8 nicht verhindert.
Aufgrund der lediglich druckkraftübertragenden Verbindung des separaten Reibele ments 12 mit der Kopplungsstange 16 mittels des Bolzens 12.2 und der Bolzenauf nahme 16.1 ist bei einer Blockade der durch die Reibflächen 6.1.1 und 12.1 gebilde ten Reibpaarung zwischen dem Basisteil 6 und dem separaten Reibelement 12 eine Bewegung des Pedalarms 2 in dessen Ruhelage nicht verhindert. Gleiches gilt bei spielsweise für eine funktionsuntüchtige erste Rückstellfeder 8. In den vorgenannten Fehlerfällen kann sich die Kopplungsstange 16 von dem separaten Reibelement 12 abheben, so dass der Pedalarm 2 mittels der zweiten Rückstellfeder 18 und der Kopp lungsstange 16 von dessen maximaler Betätigungslage in dessen Ruhelage rücküber führt werden kann.
Die Erfindung ist nicht auf das vorliegende Ausführungsbeispiel begrenzt. Beispiels weise ist das erfindungsgemäße Pedal für ein Kraftfahrzeug auch für andere Funktio nen eines Kraftfahrzeugs nutzbar und vorteilhaft einsetzbar. Beispielsweise könnte das erfindungsgemäße Pedal für ein Kraftfahrzeug auch als ein Bremspedal oder ein Kupplungspedal ausgebildet sein. Ferner kann das erfindungsgemäße Pedal für ein Kraftfahrzeug auch als ein sogenanntes hängendes Pedal ausgebildet sein. Im Unter schied dazu ist das erfindungsgemäße Pedal für ein Kraftfahrzeug gemäß dem vorlie genden Ausführungsbeispiel als ein sogenanntes stehendes Pedal ausgebildet.
Im Unterschied zu dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist es möglich, dass die mindestens eine zweite Rückstellfeder zwischen dem Lagerteil für die mindestens ei ne zweite Rückstellfeder und der Wippe angeordnet ist. Hierdurch ist die Synergie zwischen der mindestens einen ersten Rückstellfeder und der mindestens einen zwei ten Rückstellfeder zusätzlich verbessert. Die Ausführungsform gemäß dem vorliegen den Ausführungsbeispiel sorgt demgegenüber für eine Entkopplung der mindestens einen zweiten Rückstellfeder von der Wippe. Entsprechend wäre bei dieser erfin dungsgemäßen Ausführungsform auch eine Fehlfunktion der Wippe kompensiert.
Abweichend von dem Ausführungsbeispiel ist es auch denkbar, eine Mehrzahl von der mindestens einen ersten Rückstellfeder und/oder eine Mehrzahl von der mindestens einen zweiten Rückstellfeder zu verwenden. Beispielsweise wäre es möglich, dass die mindestens eine erste Rückstellfeder und/oder die mindestens eine zweite Rückstell feder als eine Doppelfeder ausgebildet sind/ist. Eine Doppelfeder wäre beispielsweise, wenn zu der einen ersten Rückstellfeder des obigen Ausführungsbeispiels eine zu sätzliche erste Rückstellfeder oder zu der einen zweiten Rückstellfeder des vorliegen den Ausführungsbeispiels eine zusätzliche zweite Rückstellfeder konzentrisch ange ordnet wäre. Hierdurch wäre die Sicherheit gegen Fehlfunktionen des Reibsystems und/oder der mindestens einen ersten Rückstellfeder und/oder der mindestens einen zweiten Rückstellfeder zusätzlich verbessert.
Anstelle von Schraubenfedern sind auch andere dem Fachmann bekannte und geeig nete Federarten für die mindestens eine erste Rückstellfeder und die mindestens eine zweite Rückstellfeder möglich. Denkbar ist auch, dass für die mindestens eine erste Rückstellfeder und die mindestens eine zweite Rückstellfeder voneinander verschie dene Federarten verwendet werden. Gleiches gilt für eine Mehrzahl von ersten Rück stellfedern und eine Mehrzahl von zweiten Rückstellfedern.
Abweichend von dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist es auch möglich, dass das Basisteil und/oder das separate Reibelement mehrteilig aufgebaut sind. Beispielswei se könnte an dem Basisteil und/oder dem separaten Reibelement ein Reibstück an geordnet sein, das die Reibfläche des Basisteils und/oder die Reibfläche des separa ten Reibelements aufweist.
Bezugszeichenliste
2 Pedalarm des Pedals in dessen Ruhelage
2‘ Pedalarm des Pedals, in dessen maximaler Betätigungslage angedeutet 4 Drehachse für den Pedalarm 2 6 Basisteil
6.1 T raverse des Basisteils 6
6.1.1 Reibfläche der Traverse 6.1
8 Erste Rückstellfeder
10 Reibsystem
12 Separates Reibelement des Reibsystems 10
12.1 Reibfläche des separaten Reibelements 12
12.2 Bolzen des separaten Reibelements 12
13 Drehachse für die Wippe 14
14 Wippe des Reibsystems 10
16 Verbindungselement, als eine Kopplungsstange ausgebildet 16.1 Bolzenaufnahme der Kopplungsstange 16
17 Gelenk zwischen der Kopplungsstange 16 und dem Pedalarm 2
18 Zweite Rückstellfeder
20 Lagerteil für die zweite Rückstellfeder 18, als Sensorteil ausgebildet
21 Gelenk zwischen dem Lagerteil 20 und der Kopplungsstange 16
22 Gelenk zwischen der Kopplungsstange 16 und dem Pedalarm 2
23 Drehachse für das Lagerteil 20