Antriebsmotor mit einer Nutabdeckunq
Die Erfindung betrifft einen Antriebsmotor für ein Sauggerät oder eine Werkzeug maschine in Gestalt einer Hand-Werkzeugmaschine oder einer halbstationären Werkzeugmaschine, wobei der Antriebsmotor einen Stator mit einer Erregerspu lenanordnung und einen Rotor mit einer Motorwelle aufweist, die an dem Stator oder bezüglich des Stators anhand einer Lageranordnung um eine Drehachse drehbar gelagert ist, wobei der Rotor in einer Rotoraufnahme des Stators aufge nommen ist, die an ihrem Innenumfang Nuten aufweist, die sich entlang von ins besondere parallel zur Drehachse verlaufenden Längsachsen erstrecken und zur Drehachse hin offene, zum Einführen von Erregerspulen der Erregerspulenano- rdnung vorgesehene Einführöffnungen aufweisen, die durch Nutabdeckungen verschlossen sind, wobei die Nutabdeckungen an ihren einander entgegenge setzten Längsseiten, die sich entlang der Längsachse der jeweiligen Nut erstre cken und der Längsachse quer zu einen Querabstand zueinander aufweisen, in Eingriff mit Hintergreifkonturen der Nuten sind und zwischen den Längsseiten ei- nen Wandabschnitt zur Abdeckung der Nut aufweist, und wobei die Hintergreif konturen die Nutabdeckung zur Drehachse hin abstützen und in der jeweiligen Nut halten. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Anordnung einer derartigen Nutabdeckung an einem derartigen Antriebsmotor.
Motoren mit derartigen Nutabdeckungen sind beispielsweise in US 6,713,927 B2 oder DE 38 90 737 C2 erläutert. Typischerweise sind die Nutabdeckungen in der Art von biegesteifen Stäben ausgestaltet, die von den jeweiligen Stirnseiten oder Längsendbereichen des Stators in die Nuten eingeschoben werden. Je weiter die Nutabdeckung in die Nut eingesteckt wird, desto größer wird der Reibungswider stand. Entsprechend biegesteif müssen die Nutabdeckungen ausgestaltet sein.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten An triebsmotor bereitzustellen.
Zur Lösung der Aufgabe ist bei einem Antriebsmotor der eingangs genannten Art vorgesehen, dass der Querabstand der Längsseiten mindestens einer Nutabde ckung derart veränderbar ist, dass die Nutabdeckung in einer Bewegungsrichtung radial zur Drehachse des Rotors an den Hintergreifkonturen der Nut vorbei in die Nut einführbar und an ihren Längsseiten in Hintergriff mit den Hintergreifkonturen der Nut bringbar ist.
Bei dem Verfahren ist vorgesehen:
Einbringen mindestens einer Nutabdeckung in die Rotoraufnahme und bewegen der Nutabdeckung in einer Bewegungsrichtung radial zur Drehachse des Rotors in die Nut hinein, wobei der Querabstand der Längsseiten der Nutabdeckung derart verändert wird, dass die Nutabdeckung an den Hintergreifkonturen der Nut vorbei in die Nut hinein und an ihren Längsseiten in Hintergriff mit den Hintergreifkontu ren der Nut gelangt.
Die Hintergreifkonturen erstrecken sich beispielsweise unmittelbar an den Rän dern der Einführöffnung und verringern sozusagen deren Einführquerschnitt.
Die Nutabdeckung weist vorzugsweise eine Längsgestalt mit einer Längsachse auf. Wenn die Nutabdeckung in der Nut angeordnet ist, verlaufen die Längsach sen von Nut und Nutabdeckung zueinander parallel. Wenn also auf eine Längs achse der Nut Bezug genommen wird, kann damit zugleich auch die Längsachse der Nutabdeckung angesprochen sein.
Es ist ein Grundgedanke dabei, dass die Nutabdeckung sozusagen aus dem In nenraum der Rotoraufnahme in die Nut hinein gesteckt wird, so dass sie mit der Nut beispielsweise verrastet. Die Montage gestaltet sich wesentlich einfacher als beispielsweise bei einer stirnseitigen Einbringung einer Nutabdeckung, wie im Stand der Technik üblich. Die Nutabdeckung kann in ihrer Längsrichtung bei spielsweise auch wesentlich weniger biegesteif ausgestaltet sein, weil sie nicht
entlang ihrer Längsachse für eine Steckbewegung belastbar sein muss. Vielmehr ist eine Biegeflexibilität oder Nachgiebigkeit sogar bevorzugt, insbesondere quer zur Längsachse der Nut oder Nutabdeckung.
Beispielsweise ist der Wandabschnitt der Nutabdeckung als biegeflexibler Ab schnitt ausgestaltet oder weist einen derartigen biegeflexiblen Abschnitt auf, wobei der biegeflexible Abschnitt im Sinne einer Verringerung des Querabstands der Längsseiten der Nutabdeckung quer zu der Längsachse oder einer Verschmäle rung der Nutabdeckung quer zur Längsachse verformbar ist. Mithin können also die Längsseiten oder Längsflanken der Nutabdeckung zueinander hin verformt werden, um dem Querabstand zwischen den Längsseiten zu verringern und somit ein Einbringen in die Einführöffnung der Nut zu ermöglichen.
Die Nutabdeckung bildet vorteilhaft einen Rastkörper, der in einer Bewegungs richtung radial zur Drehachse des Antriebsmotors in die Nut einführbar und mit den Hintergreifkonturen verrastbar ist. Die Rastfunktion ist beispielsweise anhand des bereits erwähnten biegeflexiblen Abschnitts möglich. Es ist aber auch möglich, dass an der Nutabdeckung seitlich Rastkonturen vorhanden sind, beispielsweise angefederte Rastkörper oder dergleichen, die in Eingriff mit den Hintergreifkontu ren der Nut gelangen können. An dieser Stelle sei erwähnt, dass zwar eine biege flexible Ausgestaltung zumindest eines Wandabschnitts oder eines anderen Teils der Nutabdeckung bevorzugt ist. Es ist aber prinzipiell denkbar, dass die Nutab deckung ein an sich quer zu den Längsseiten bzw. bezüglich des Querabstands festen Wandkörper umfasst, an dessen Längsseiten jedoch nachgiebige Partien vorhanden sind. Denkbar wäre prinzipiell auch eine teleskopierbare Nutabde ckung, die im Sinne einer Verringerung und Vergrößerung des Querabstands ihrer Längsseiten teleskopierbare Abschnitte aufweist.
Vorteilhaft ist es, wenn die Nutabdeckung einen mit der Nut verspannbaren
Spannkörper oder Klemmkörper bildet, der in einem in der Nut aufgenommenen Zustand mit der Nut verspannt oder verklemmt ist. Beispielsweise stützt sich die Nutabdeckung an sich in Richtung der Längsachse erstreckenden Seitenwänden der Nut ab.
Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn die Nutabdeckung in ihrem in der der Nut aufge nommenen Zustand quer zu der Längsachse im Sinne einer Vergrößerung des Querabstands mit der Nut verspannt ist.
Die Nutabdeckung, beispielsweise deren Wandabschnitt, hat vorzugsweise quer zur Längsachse oder ihrer Längserstreckung einen bogenförmigen, gekrümmten oder tonnenförmigen Querschnitt. Ein derartiger bogenförmiger oder gekrümmter Querschnitt ermöglicht eine besonders einfache Verdrängung bzw. Verformung des Wandabschnitts im Sinne einer Verringerung und anschließenden Vergröße rung des Querabstands der Längsseiten. Die Nutabdeckung weist den bogenför- migen und/oder gekrümmten und/oder tonnenförmigen Querschnitt vorteilhaft im in die Nut eingesteckten Zustand und/oder im nicht in die Nut eingesteckten Zu stand und/oder im unbelasteten Zustand und/oder vor dem Einstecken in die Nut und/oder ohne eine auf sie einwirkende Kraft auf. In ihrer Längserstreckung hat die Nutabdeckung z.B. ihre größte Länge. Der Querschnitt der Nutabdeckung er- streckt sich beispielsweise zwischen Schmalseiten oder Längsseiten der Nutab deckung. Zwischen ihren Schmalseiten oder Längsseiten hat die Nutabdeckung vorzugsweise eine Wölbung oder Krümmung.
Bevorzugt ist es, wenn die Nutabdeckung als Ganzes, vorzugsweise aber der Wandabschnitt, in einen Innenraum der Nut hinein oder im Sinne von der Dreh- achse weg gewölbt ist. Somit steht also die Nutabdeckung nicht in die Rotorauf nahme hinein vor, sondern wölbt sich sozusagen von dieser weg. Dadurch ist der Bewegungsfreiraum für den Rotor nicht eingeschränkt. Prinzipiell denkbar ist aber auch die umgekehrte Konfiguration, dass die Wölbung der Nutabdeckung zur Drehachse des Rotors hin orientiert ist. Zum Einbringen der Nutabdeckung in die Nut sind nur geringe Fügekräfte notwen dig. Insbesondere wird das Einbringen der Nutabdeckung in die Nut beispielswei se durch eine Flexibilität quer zur Längserstreckung oder Längsachse der Nutab deckung und/oder durch die nachfolgend erläuterte Einführschräge oder Verdrän gungskontur der Nutabdeckung erleichtert.
Weiterhin vorteilhaft ist eine Einführschräge oder Verdrängungskontur an der Nutabdeckung vorgesehen, die zum Einführen der Nutabdeckung in die Einführ öffnung der Nut geeignet ist. Die Einführschräge ermöglicht ein erleichtertes Ein führen der Nutabdeckung in die Nut. Die Verdrängungskontur eignet sich vorteil- haft zu einer Verformung der Nutabdeckung im Sinne einer Verringerung des Querabstands ihrer Längsseiten.
Die Einführschräge oder Verdrängungskontur ist beispielsweise eine Schrägflä che, eine gewölbte Fläche oder dergleichen. Insbesondere kann die bereits er wähnte gewölbte Außenkontur des Wandabschnitts die Einführschräge oder Ver- drängungskontur darstellen oder bilden.
Die Einführschräge oder Verdrängungskontur bewirkt bei einer Kraftbeaufschla gung der Nutabdeckung in radialer Richtung bezüglich der Drehachse in die Ein führöffnung der Nut hinein zweckmäßigerweise eine Kraft auf die Nutabdeckung im Sinne einer Verringerung des Querabstands der Längsseiten der Nutabde- ckung. Mithin wird also die Nutabdeckung sozusagen in eine schmalere Gestalt durch die über die Einführschräge oder Verdrängungskontur bewirkte Kraftbeauf schlagung verformt.
Die Nut weist vorteilhaft mindestens eine Stützkontur zum Abstützen der Nutab deckung in einer Kraftrichtung nach radial außen bezüglich der Drehachse auf. Beispielsweise liegt die Stützkontur der mindestens einen Hintergreifkontur ge genüber. Die Stützkontur und die Hintergreifkontur können beispielsweise eine V-förmige oder U-förmige Konfiguration bilden. Beispielsweise ist die Stützkontur sozusagen die zum Boden der Nut hin abstützende Stützkontur. Die Hintergreif kontur wirkt bei oder entgegen einer Bewegung der Nutabdeckung aus der Nut heraus abstützend oder hindert eine Bewegung der Nutabdeckung aus der Nut heraus.
Prinzipiell möglich ist es, dass die Stützkontur und die Hintergreifkontur an einan der entgegengesetzten Seiten beispielsweise eines Formschlussvorsprungs, der in den Innenraum der Nut vorsteht, vorgesehen sind.
Die mindestens eine Hintergreifkontur und/oder die mindestens eine Stützkontur sind vorzugsweise als insbesondere plane oder ebene Stützflächen oder Auflage flächen oder Anschlagflächen ausgestaltet.
Die Nutabdeckung hat eine der Hintergreifkontur der Nut zugeordnete Hinter greiffläche.
Wenn die Nut eine Stützkontur bereitstellt, hat die Nutabdeckung eine dieser zu geordnete Stützfläche zur Abstützung an der Stützkontur.
Vorteilhaft ist es, wenn die Stützfläche der Nutabdeckung als Einführschräge oder Verdrängungskontur zum Einführen der Nutabdeckung in die Einführöffnung der Nut ausgestaltet ist.
Die Stützkontur und/oder die Hintergreifkontur und/oder die Stützfläche und/oder die Hintergreiffläche sind vorteilhaft plane oder ebene Flächen. Es ist aber auch möglich, dass eine oder mehrere der vorgenannten Konturen oder Flächen eine Wölbung aufweisen.
Die Stützkontur und die Hintergreifkontur grenzen vorzugsweise unmittelbar anei nander an. Die Stützkontur und die Hintergreifkontur sind vorteilhaft zueinander winkelig, insbesondere in einem stumpfen Winkel. Die Stützkontur und die Hinter greifkontur schließen vorteilhaft einen Winkel, insbesondere einen stumpfen Win kel, ein.
Die Stützkontur und die Hintergreifkontur liegen vorzugsweise einander gegen über.
Die Stützfläche und die Hintergreiffläche der Nutabdeckung sind vorzugsweise winkelig, insbesondere in einem stumpfen Winkel, zueinander und/oder grenzen unmittelbar aneinander an. Die Stützkontur und/oder Hintergreifkontur sind vor zugsweise voneinander abgewandt.
An mindestens einer Längsseite der Nutabdeckung, vorzugsweise an beiden Längsseiten, ist ein Formschlussvorsprung zum Eingriff in eine Formschlussauf nahme der Nut oder eine Formschlussaufnahme zum Eingriff eines Formschluss vorsprungs der Nut angeordnet. Es ist also beides möglich, dass die Nut einen Formschlussvorsprung aufweist, der in eine Formschlussaufnahme der Nutabde ckung eingreift oder umgekehrt, dass die Nutabdeckung wie in der Zeichnung dargestellten Beispiel einen Formschlussvorsprung aufweist, der in einer Form schlussaufnahme der Nut eingreift. Bevorzugt sind an den einander entgegenge setzten Längsseiten der Nutabdeckung jeweils Formschlussvorsprünge oder Formschlussaufnahmen vorgesehen, wobei es aber auch möglich ist, dass an ei ner Längsseite der Nutabdeckung ein Formschlussvorsprung und an der anderen Längsseite eine Formschlussaufnahme vorhanden ist.
Die Nut hat für den Formschlussvorsprung der Nutabdeckung eine Formschluss aufnahme, für die Formschlussaufnahme der Nutabdeckung einen Formschluss- vorsprung, also beispielsweise einander gegenüberliegende Formschlussvor sprünge oder Formschlussaufnahmen oder einander gegenüberliegend einen Formschlussvorsprung und eine Formschlussaufnahme.
Die Hintergreifkontur der Nut und/oder die Stützkontur der Nut ist vorzugsweise am jeweiligen Formschlussvorsprung oder der Formschlussaufnahme der Nut vorgesehen.
Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn an dem Formschlussvorsprung oder der Form schlussaufnahme der Nutabdeckung die Hintergreiffläche und/oder die Stützfläche vorgesehen ist.
Ein am weitesten vorstehender Abschnitt des Formschlussvorsprungs definiert den Querabstand der Längsseiten der Nutabdeckung. Bevorzugt hat die Nutab deckung an einander entgegengesetzten Längsseiten jeweils einen Formschluss vorsprung, deren am weitesten vorstehende Abschnitte die Querbreite der Nutab deckung oder den Querabstand der Längsseiten definieren.
Vorzugsweise ist der mindestens eine Formschlussvorsprung oder die mindestens eine Formschlussaufnahme der Nutabdeckung quer zu der Längsachse in Rich tung einer Quermitte im Sinne einer Verringerung des Querabstands der Längs seiten der Nutabdeckung beweglich. Dies ist beispielsweise dadurch realisierbar, dass der Wandabschnitt der Nutabdeckung biegeflexibel ist.
Der Formschlussvorsprung oder die Formschlussaufnahme erstreckt sich vor zugsweise über die gesamte Länge der Nutabdeckung und/oder der Nut bezüglich der Längsachse. Ansonsten wäre aber auch eine segmentierte Bauform möglich, d.h. dass beispielsweise bezüglich der Längsachse zwei oder mehr Formschluss- vorsprünge oder Formschlussaufnahmen nebeneinander, jedoch im Längsabstand zueinander angeordnet sind.
Der Formschlussvorsprung und die Formschlussaufnahme sind vorzugsweise zu einander komplementär. Mithin passt also der Formschlussvorsprung in die jewei lige Formschlussaufnahme. Bei dem Formschlussvorsprung und der Form- Schlussaufnahme ist eine U-förmige oder V-förmige Querschnittskontur oder Ge stalt vorteilhaft. Bevorzugt ist es, wenn die Seitenflanken des Formschlussvor sprungs und der Formschlussaufnahme einen großen Winkelabstand von bei spielsweise mindestens 90 Grad zueinander aufweisen.
Ferner vorteilhaft ist es, wenn zwischen der Nutabdeckung und den Spulenleitern, die in der Nut angeordnet sind, ein Abstand oder Freiraum vorhanden ist.
Vorteilhaft ist vorgesehen, dass die Nutabdeckung nicht zum Halten und/oder Ab stützen von in der Nut aufgenommenen Spulen oder Spulenleitern der Statorspu lenanordnung ausgestaltet ist. Wenn also beispielsweise eine Spule oder ein Spulenleiter im Sinne eines Entfernens auf die Nutabdeckung einwirkt, gibt die Nutabdeckung nach und/oder wird aus der Nut gelöst.
Weiterhin vorteilhaft ist es, wenn die Hintergreifkontur und/oder eine Hintergreiff läche der Nutabdeckung zur Abstützung an der mindestens ein Hintergreifkontur der Nut eine Löseschräge aufweist oder als Löseschräge ausgestaltet ist, die bei einer Kraftbeaufschlagung der Nutabdeckung nach radial innen bezüglich der
Drehachse im Sinne eines Lösens der Nutabdeckung aus der Nut und/oder im Sinne einer Verformung der Nutabdeckung im Sinne einer Verschmälerung auf die Nutabdeckung einwirkt. Wenn also beispielsweise eine Spule oder ein Spulenleiter der Statorspulenanordnung auf die Nutabdeckung einwirkt und/oder eine Kraft im Sinne eines Entfernens aus der Nut ausübt, wirkt die Hintergreifkontur oder die Hintergreiffläche oder wirken beide, Hintergreifkontur und Hintergreiffläche, im Sinne eines Lösens der Nutabdeckung aus der Nut. Beispielsweise wird die Nut abdeckung durch die Löseschräge oder Löseschrägen schmäler, sodass sie aus der Nut heraus gelangt und/oder ein Formschluss zwischen Nutabdeckung und Nut aufgehoben ist.
Vorteilhaft ist es, wenn die Hintergreifkontur der Nut und die oder eine an der Hin tergreifkontur anliegende Hintergreiffläche der Nutabdeckung als Dichtflächen ausgestaltet sind, die vorteilhaft flächig aneinander anliegen. Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn die Stützkontur der Nut und die oder eine an der Stützkontur an- liegende Stützfläche der Nutabdeckung als Dichtfläche ausgestaltet sind, die vor teilhaft flächig aneinander anliegen. Insbesondere bilden die Stützkontur und die Hintergreifkontur sowie die daran anliegende Stützfläche und Hintergreiffläche der Nutabdeckung ein Dichtungsprofil aus.
Der Wandabschnitt der Nutabdeckung bildet vorzugsweise einen Grundschenkel der Nutabdeckung, von dem mindestens ein Seitenschenkel winkelig absteht, der sich parallel zur Längsachse erstreckt und in Eingriff mit einer der Hintergreifkon turen der Nut ist. Vorzugsweise sind an einander entgegengesetzten Seiten des Grundschenkels jeweils Seitenschenkel dieser Art angeordnet.
Ein freier Endbereich des mindestens einen Seitenschenkels oder der Seiten- schenke! ist vorzugsweise zum Wandabschnitt hin orientiert oder geneigt, so dass in einem Übergangsbereich zwischen dem Wandabschnitt und dem Seitenschen kel ein Formschlussvorsprung zum Eingriff in eine Formschlussaufnahme der Nut gebildet ist. Der Formschlussvorsprung befindet sich also an den Längsaußensei ten oder Längsseiten der Nutabdeckung.
Die Nutabdeckung bildet zweckmäßigerweise einen Wandkörper oder Profilkörper oder ist dadurch gebildet.
Beispielsweise besteht die Nutabdeckung aus Kunststoff, insbesondere aus Po lyamid. Die Nutabdeckung kann faserverstärkt, insbesondere glasfaserverstärkt, sein. Fasern der Faserverstärkung erstrecken sich vorzugsweise parallel oder im Wesentlichen parallel zur Längsachse der Nutabdeckung oder der Nut.
Vorteilhaft ist es, wenn die Nutabdeckung durch ein von einem Wickel abgewi ckelten Rollenmaterial gewonnen ist, welches in eine gerade, langgestreckte Form verformt und von dem Rollenmaterial abgetrennt ist. Bevorzugt ist also ein Abwi- ekeln eines Rollenmaterials von einem Wickel und Abtrennen einer Länge des Rollenmaterials zur Bereitstellung der mindestens einen Nutabdeckung. Es kann notwendig sein, dass Rollenmaterial vor dem Einbringen in die Nut zunächst in eine langgestreckte, gerade Form zu bringen. Dazu wird vorzugsweise eine Glät tungseinrichtung, beispielsweise umfassend Pressorgane, Erhitzungseinrichtun- gen oder dergleichen, vorgesehen.
Es ist möglich, dass die Nutabdeckung in der Nut ausschließlich im Klemmsitz oder Spannsitz sitzt. Es ist aber auch möglich, dass die Nutabdeckung mit der Nut stoffschlüssig verbunden ist, beispielsweise verklebt, verschweißt oder derglei chen. Ein vorteilhaftes Konzept sieht vor, dass die Nutabdeckung durch einen den Stator stirnseitig verschließenden Lagerdeckel an zumindest einem Längsendbereich des Stators fixiert ist, insbesondere verschweißt ist. Beispielsweise weist der La gerdeckel eine Aufnahme auf, in der ein, insbesondere vor den Stator oder dessen Trägerpaket vorstehender, Abschnitt der Nutabdeckung aufgenommen ist. Es ist auch möglich, dass beim Verschweißen, Verklebung oder dergleichen anderen stoffschlüssigen Verbinden des Lagerdeckels mit dem Stator ein Material des Stators, insbesondere eines Trägerkörpers, an dem das Blechpaket des Stators angeordnet ist, schmilzt und mit der Nutabdeckung verklebt.
Eine am Rotor angeordnete Magnetanordnung umfasst Magnete, insbesondere Permanentmagnete.
Beispielsweise bestehen magnetisierte oder zur Magnetisierung am Blechpaket des Rotors geeignete Magnetkörper der Magnete aus Aluminium-Nickel-Cobalt, Bismanol, also einer Legierung aus Bismut, Mangan und Eisen, aus einem Ferrit, z.B. einem hartmagnetischen Ferrit, z.B. auf Basis von Barium, Strontium, aus Neodym-Eisen-Bor (NdFeB), vorteilhaft mit einem Zusatz von Dysprosium, aus Samarium-Cobalt (SmCo), vorteilhaft mit 20-25 % Eisenanteil, z.B. SmCos, Srri2Coi7, Sm(Co,Cu,Fe,Zr)z, oder dergleichen. Auch Seltenerdmagnete oder Kunststoffmagnete sind möglich. Ferner eignen sich AINiCo-Legierungen,
PtCo-Legierungen, CuNiFe und CuNiCo-Legierungen, FeCoCr-Legierungen, mar- tensitische Stähle oder MnAIC-Legierungen für die Magnetkörper.
Bei dem Antriebsmotor handelt es sich vorzugsweise um einen bürstenlosen Mo tor oder elektronisch kommutierten Motor. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn der jeweilige Stator des Antriebsmotors Permanentmagnete aufweist oder durch Permanentmagnete erregt ist.
Blechpakete des Rotors und/oder des Stators sind vorzugsweise aus geschichte ten Elektroblechen oder Trafoblechen hergestellt.
Ein Stator des Antriebsmotors umfasst zweckmäßigerweise einen Trägerkörper aus Kunststoff, insbesondere aus Polyamid. Der Trägerkörper ist beispielsweise durch Vergießen und/oder Umspritzen des Blechpakets des Stators hergestellt. Es ist auch möglich, dass der Trägerkörper einen oder mehrere Steckkörper oder Steck-Trägerkörper umfasst, die an das Blechpaket angesteckt sind. Beispiels weise kann an eine oder beide Stirnseiten des Blechpakets ein derartiger
Steck-Trägerkörper angesteckt sein. Der Trägerkörper deckt das Blechpaket vor zugsweise im Bereich der Rotoraufnahme und/oder im Bereich einer oder beider Stirnseiten des Blechpakets ab. An dem Trägerkörper sind vorzugsweise Stützen, Stützvorsprünge, Wickelköpfe und dergleichen zur Aufnahme von Spulenleitern der Erregerspulenanordnung vorgesehen. Weiterhin weist der Trägerkörper vor-
zugsweise elektrische Anschlusskontakte oder Anschlusseinrichtungen zum An schließen einer Anschlussleitung auf, mit der der Antriebsmotor mit einer Bestro- mungseinrichtung verbindbar oder verbunden ist.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Schrägdarstellung eines Systems zweier
elektrischer Antriebsmotoren und Fland-Werkzeugmaschinen, die diese Antriebsmotoren aufweisen,
Figur 2 eine Seitenansicht des einen Antriebsmotors des Systems gemäß
Figur 1 , von dem in
Figur 3 ein Schnitt entlang einer Schnittlinie A-A in Figur 2 dargestellt ist,
Figur 4 einen Schnitt durch den anderen Antriebsmotor des Systems gemäß
Figur 1 , etwa entlang derselben Schnittlinie A-A entsprechend Figur 2, Figur 5 eine Isolationshülse des Antriebsmotors gemäß Figur 4 in perspekti vischer Darstellung,
Figur 6 eine perspektivische Darstellung eines Rotors des Antriebsmotors gemäß Figur 4,
Figur 7 eine Schnittdarstellung durch den Rotor gemäß Figur 6 bei dessen
Fierstellung, etwa entlang einer Schnittlinie B-B in Figur 6,
Figur 8 die Ansicht etwa entsprechend Figur 7, wobei jedoch die Motorwelle vollständig in das Rotor-Blechpaket eingesteckt ist,
Figur 9 ein Detail D1 aus Figur 8,
Figur 10 eine perspektivische Schrägansicht auf den Stator gemäß Figur 1 , etwa entsprechend einem Ausschnitt D2 in Figur 1 ,
Figur 1 1 einen Schnitt entlang einer Schnittlinie C-C durch den Stator gemäß
Figur 10 zur Veranschaulichung einer Anschlusseinrichtung, die in Figur 12 seitlich in offenem Zustand und
Figur 13 seitlich in geschlossenem Zustand dargestellt ist,
Figur 14 eine perspektivische Darstellung der Anschlusseinrichtung gemäß
Figur 12 und
Figur 15 eine perspektivische Darstellung der Anschlusseinrichtung gemäß
Figur 13,
Figur 16 eine perspektivische Schrägdarstellung zur Veranschaulichung einer
Montage und Bearbeitung der Anschlusseinrichtung gemäß der Fi guren 10 bis 14 in perspektivischer Schrägdarstellung, etwa ent sprechend Figur 10 mit einer Schweißzange, Figur 17 einen Schnitt durch die Anordnung gemäß Figur 16 etwa entlang ei ner Schnittlinie D-D,
Figur 18 die Abbildung gemäß Figur 17, jedoch mit zueinander bewegten
Schweißzangenarmen,
Figur 19 einen Ausschnitt D3 des Stators gemäß Figur 1 mit einer Nutabde ckung, die in
Figur 20 perspektivisch schräg dargestellt ist,
Figur 21 ein Detail D4 aus Figur 19 während einer Montage der Nutabde
ckung gemäß Figur 17 in eine Statornut,
Figur 22 das Detail D4, jedoch mit weiter in die Statornut verstellter Nutabde ckung und
Figur 23 das Detail D4 mit fertig montierter Nutabdeckung,
Figur 23B alternative Ausführungsformen einer Nutabdeckung und einer Nut, etwa entsprechend der Ansicht gemäß Figur 23,
Figur 24 eine schematische Darstellung einer Montagevorrichtung zur Her stellung der Nutabdeckung gemäß Figur 19 und deren Montage am Stator gemäß Figuren 21 bis 23,
Figur 25 eine perspektivische Schrägansicht auf einen Ausschnitt eines Ro tors der vorgenannten Motoren, etwa entsprechend einem Ausschnitt D5 in Figur 6 und
Figur 26 eine schematische Darstellung einer Wuchteinrichtung zum Wuchten des Rotors gemäß vorstehender Figur, und
Figur 27 eine schematische Frontalansicht auf den Rotor gemäß vorstehender
Figur mit einer Magnetisierungsvorrichtung.
Figur 1 zeigt eine Systemdarstellung umfassend eine Fland-Werkzeugmaschine 300, beispielsweise eine Sägemaschine, bei der ein Antriebsmotor 20 eine Werk zeugaufnahme 301 für ein Arbeitswerkzeug antreibt, beispielsweise direkt oder über ein in der Zeichnung nicht sichtbares Getriebe. An der Werkzeugaufnahme 301 ist ein Arbeitswerkzeug 302, beispielsweise ein Trennwerkzeug, Sägewerk zeug oder dergleichen anordenbar oder angeordnet. Der Antriebsmotor 20 ist in einem Gehäuse 303 der Werkzeugmaschine 300 aufgenommen und kann anhand eines Schalters 304 eingeschaltet und ausgeschaltet werden. Mit dem Schalter 304 ist vorzugsweise auch eine Drehzahl des Antriebsmotors 20 einstellbar. Zur elektrischen Stromversorgung der Fland-Werkzeugmaschine 300 dient ein Anschlusskabel 305 zum Anschluss an ein Energieversorgungsnetz EV. Das
Energieversorgungsnetz EV stellt eine Versorgungsspannung P1 bereit, bei spielsweise 110 V Wechselspannung, 230 V Wechselspannung oder dergleichen. Die Hand-Werkzeugmaschine 300 kann eine zwischen dem Schalter 304 und dem Antriebsmotor 20 geschaltete Bestromungseinrichtung 306 aufweisen.
Der Antriebsmotor 20 kann auch zum Betrieb eines Sauggeräts 400, insbesondere zum Antreiben einer Saugturbine des Sauggeräts 400, vorgesehen sein. Das Sauggerät 400 weist den Antriebsmotor 20 auf und ist z.B. anhand eines An schlusskabels 405 an das Energieversorgungsnetz EV anschließbar.
Die Spannung P1 ist jedenfalls deutlich größer, z.B. mindestens viermal bis fünf mal größer, als eine Spannung P2, die einen Energiespeicher 205 einer
Hand-Werkzeugmaschine 200 bereitstellt. Die Spannung P2 ist beispielsweise eine Gleichspannung von 14 V, 18 V oder dergleichen.
Die Hand-Werkzeugmaschine 200 ist beispielsweise eine Schraubmaschine, Bohrmaschine oder dergleichen. In einem Gehäuse 203 der
Hand-Werkzeugmaschine 200 ist ein Antriebsmotor 120 aufgenommen, der für die niedrigere Spannung P2 geeignet ist. Der Antriebsmotor 120 wird von einer Bestromungseinrichtung 206 bestromt, die durch den Energiespeicher 205 mit elektrischer Energie versorgt wird. Der Antriebsmotor 120 treibt direkt oder über ein Getriebe 208 eine Werkzeugaufnahme 201 für ein Arbeitswerkzeug 202, bei spielsweise ein Bohrwerkzeug oder Schraubwerkzeug, an. Die Bestromungsein richtung 206 ist durch einen Schalter 204 einschaltbar, ausschaltbar und/oder zur Einstellung einer Drehzahl des Antriebsmotors 120 ausgestaltet.
Die Antriebsmotoren 20, 120 weisen teilweise gleiche oder ähnliche Komponenten auf.
Beispielsweise haben bei den Antriebsmotoren 20, 120 wahlweise verwendbare Motorwellen 30 und 130 jeweils Lagerabschnitte 31 , 32, zwischen denen ein Hal teabschnitt 33 vorgesehen ist. Der Lagerabschnitt 32 befindet sich neben einem Abtriebsabschnitt 34, der zum Antreiben der Werkzeugaufnahme 201 oder 301 dient. An dem Abtriebsabschnitt 34 kann beispielsweise ein Zahnrad angeordnet
sein oder anordenbar sein. Alternativ ist wie bei einer Motorwelle 130 angedeutet eine Verzahnung 35 vorhanden. Der Halteabschnitt 33 weist vorzugsweise eine Formschlusskonturierung 36 auf, die sich zwischen planen, also keine Form schlusskonturierung aufweisenden Abschnitten 37 erstreckt. Die Formschlusskonturierung 36 umfasst beispielsweise sich parallel zu einer Längsachse L der Motorwelle 30 erstreckende Nuten und/oder Vorsprünge 36A. Aber auch eine Riffelung, wabenartige Struktur oder dergleichen kann als Form schlusskonturierung 36 vorgesehen sein.
Eine Formschlusskonturierung 136 der Motorwelle 130 umfasst beispielsweise schräg zur Längsachse L geneigte Formschlussvorsprünge 136A. Die Form schlussvorsprünge 136A haben jedoch eine geringe Schrägneigung, z.B. zwi schen 5 und 15 Grad, so dass die Formschlussvorsprünge 136A im Wesentlichen parallel zur Längsachse L verlaufen.
Die Formschlusskonturierungen 36, 136 bilden beispielsweise Formschlusskontu- ren 36B, 136B.
Der Abtriebsabschnitt 34 kann zum Antreiben eines Lüfterrads vorgesehen sein. Beispielsweise ist eine Lüfterrad-Halterung 38 an der Motorwelle 130 vorgesehen, die beispielsweise zwischen der Verzahnung 35 und dem Lagerabschnitt 32 an geordnet ist. Die Motorwelle 30 oder 130 ist drehfest mit einem Blechpaket 41 oder 141 eines Rotors 40, 140 verbindbar. Die Blechpakete 41 , 141 weisen in einer Reihenano rdnung quer zur Längsachse L nebeneinander angeordnete Bleche 43 auf, bei spielsweise Elektrobleche oder Trafobleche in an sich bekannter Art.
Die Blechpakete 41 , 141 weisen Wellendurchtrittsöffnungen 42, 142 auf, die un- terschiedliche Durchmesser haben. Die Wellendurchtrittsöffnung 42 hat einen größeren Durchmesser als die Wellendurchtrittsöffnung 142. In die Wellendurch trittsöffnung 42 kann die Motorwelle 30 oder 130 anhand einer Isolationshülse 60 eingesetzt werden, während in die Wellendurchtrittsöffnung 142 die Motorwellen
30 oder 130 unmittelbar eingesetzt werden können, also keine Isolationshülse o- der dergleichen anderer Körper notwendig ist.
Die Isolationshülse 60 bildet einen Isolationskörper 60A, anhand dessen das Blechpaket 41 elektrisch von der jeweils es tragenden Motorwelle 30 oder 130 isoliert ist.
An den Blechpaketen 41 und 141 sind Magnetanordnungen 50 angeordnet. Die Blechpakete 41 oder 141 weisen Halteaufnahmen 45 für Magnete 50 der Mag netanordnungen 50 auf. Beispielsweise sind vier Halteaufnahmen 45 und zuge ordnete Magnete 51 vorgesehen, so dass der Rotor 40, 140 insgesamt vier mag netische Pole ausbildet. Die Magnete 51 sind z.B. Permanentmagnete.
Die Magnete 51 weisen beispielsweise eine plattenförmige Gestalt auf. Die Mag nete 51 sind beispielsweise Magnetplatten oder Plattenkörper 56. Die Halteauf nahmen 45 sind dementsprechend für die Aufnahme von plattenförmigen, also flach rechteckigen, kubischen Plattenkörpern oder Magnetplatten geeignet und weisen entsprechende Innenumfangskonturen auf.
Die Halteaufnahmen 45 und die Magnete 51 erstrecken sich parallel zur Längs achse L der Motorwelle 30, 130 bzw. parallel zur Drehachse D des Motors 20, 120.
Weiterhin ist der Rotor 40, insbesondere als Blechpaket 41 , 141 , von Luftkanälen 46 durchsetzt, die sich parallel zur Längsachse L der Motorwelle 30, 130 erstre cken und an den Stirnseiten 44 des Rotors 40, 140 offen sind, so dass die Blech pakete 41 , 141 mit von Luft durchströmbar sind.
Die Wellendurchtrittsöffnung 42, 142 weist zwar eine im Wesentlichen kreisrunde Innenumfangskontur auf, hat jedoch vorteilhaft zusätzlich noch eine Verdrehsi cherungskontur 47, insbesondere eine Verdrehsicherungsaufnahme 47A. Die Verdrehsicherungskontur 47 ist beispielsweise eine Längsnut 47B, die sich paral lel zur Drehachse D oder Längsachse L erstreckt.
Beide Motorwellen 30, 130 können jeweils in die Blechpakete 41 , 141 eingesetzt werden.
Beim Blechpaket 141 , dessen Wellendurchtrittsöffnung 142 einen kleineren Durchmesser aufweist als die Wellendurchtrittsöffnung 42 des anderen Blechpa kets 41 , kann die jeweilige Motorwelle 30, 130 direkt in die Wellendurchtrittsöff nung 142 eingesteckt werden, z.B. eingepresst werden.
Die Schmalseiten oder Stirnseiten der Bleche 43, die den Innenumfang der Wel lendurchtrittsöffnung 42 begrenzen oder in diesen vorstehen, verkrallen sich vor teilhaft mit der Motorwelle 30, 130, so dass diese in einer Kraftrichtung parallel zur Drehachse D oder zu ihrer Längsachse L unverschieblich in dem Blechpaket 141 aufgenommen ist. Eine elektrische Leitfähigkeit des Blechpakets 141 und der vor zugsweise aus Metall bestehenden Motorwelle 30, 130 ist trotz des direkten Kon takts zwischen dem Blechpaket 141 und der Motorwelle 30, 130 möglich, weil der Rotor 140 zur Verwendung mit dem Antriebsmotor 120 und somit für die niedrige re Spannung P2 vorgesehen ist.
Bei dem Rotor 40 hingegen sind Isolationsmaßnahmen getroffen, so dass trotz der elektrischen Leitfähigkeit der Motorwelle 30, 130 und des zugeordneten Blechpa kets 41 eine elektrische Sicherheit gegeben ist.
Die Motorwelle 30, 130 ist nämlich anhand einer Isolationshülse 60 im Blechpaket 41 aufgenommen. Die Isolationshülse 60 bildet sozusagen einen Schutzmantel oder eine äußere Umhüllung der Motorwelle 30, 130 in demjenigen Abschnitt, der in der Wellendurchtrittsöffnung 42 aufgenommen ist.
Die Isolationshülse 60 weist zwischen ihren Längsenden 61 , 62 einen Rohrab schnitt 63 auf, der sandwichartig zwischen dem Blechpaket 41 und der Motorwelle 30, 130 angeordnet ist und diese gegenüber dem Blechpaket 41 elektrisch isoliert.
Der Rohrabschnitt 63 weist eine Steckaufnahme 64 zum Durchstecken der Mo torwelle 30, 130 auf, die sich vom Längsende 61 zum Längsende 62 erstreckt. Im Bereich des Längsendes 61 hat die Steckaufnahme 64 eine Einstecköffnung 64A,
durch die die Motorwelle 30 in die Steckaufnahme 64 einsteckbar ist. An einer Austrittsöffnung 64B tritt die Motorwelle 30 aus der Steckaufnahme 64 heraus.
Im Bereich des Längsendes 61 , also einem Längsendbereich 61 A, hat die Steck aufnahme 64 einen größeren Durchmesser W1 und somit einen größeren Innen querschnitt WQ1 als im Bereich des Längsendes 62, also einem Längsendbereich 62A, wo ein kleinerer Durchmesser W2 und somit kleinerer Innenquerschnitt WQ2 vorhanden ist. Beispielsweise beträgt der Durchmesser der Motorwelle 30, 130 im Bereich der Längsenden 61 , 62 etwa 10 mm. Demgegenüber ist der Durchmesser W2 um ca. 0,2 mm bis 0,3 mm kleiner als der Durchmesser W1 , bevor die Motor welle 30, 130 in die Steckaufnahme 64 eingesteckt wird. Wenn also die Motorwel le 30, 130 wie in Figur 7 angedeutet vom Längsende 61 zum Längsende 62 in die Isolationshülse 60 entlang einer Steckachse S eingesteckt wird, dringt sie zu nächst leicht oder mit Querspiel bezüglich der Steckachse S in die Einstecköff nung 64A am Längsende 61 ein, wo die Steckaufnahme 64 den Durchmesser W1 aufweist. Der Durchmesser W1 ist vorteilhaft etwas größer als der Durchmesser der Motorwelle 30, 130 an ihrem freien, zum Einstecken in die Steckaufnahme 64 vorgesehenen Längsende. Der Bereich der Einstecköffnung 64A bildet einen Zentrierabschnitt, in welchem die Motorwelle 30, 130 bezüglich der Isolierhülse 60 oder der Drehachse D zentriert wird. Beispielsweise hat die Motorwelle 30 sowohl im Bereich des Durchmessers W1 als auch im Bereich des Durchmessers W2 denselben Außenquerschnitt oder Außendurchmesser.
Alternativ oder ergänzend möglich ist es, dass beispielsweise die Motorwelle 30 einen ersten Außenquerschnitt AQ1 und einen zweiten Außenquerschnitt AQ2 aufweist, die den Längsenden 61 , 62 der Steckaufnahme 64 zugeordnet sind, wobei der erste Außenquerschnitt AQ1 kleiner als der zweite Außenquerschnitt AQ2 ist. Bei dieser Ausgestaltung der Motorwelle 30 ist es auch möglich, dass die Durchmesser W1 und W2 und somit die Innenquerschnitte der Steckaufnahme 64 im Bereich der Längsenden 61 und 62 identisch oder in etwa gleich sind.
Zwischen den Längsenden 61 , 62 wird die Steckaufnahme 64 dem Durchmesser W1 zum Durchmesser W2 vorzugsweise kontinuierlich enger. Möglich wäre aber
auch, dass zwischen dem Durchmesser W1 und dem Durchmesser W2 mindes tens eine Stufe vorhanden ist. Vorteilhaft weist die Steckaufnahme 64 einen Steckkonus auf, der vom Längsende 61 zum Längsende 62 enger wird.
Am Längsende 61 sind vorteilhaft Einführschrägen 65, beispielsweise ein Einfüh rungskonus, vorhanden, um den Einsteckvorgang der Motorwelle 30,130 in die Steckaufnahme 64 zu erleichtern.
Wenn die Motorwelle 30, 130 entlang der Steckachse S in die Steckaufnahme 64 hineingesteckt wird, dringt sie immer weiter in Richtung des Längsendes 62 vor, wobei sie den Rohrabschnitt 63, der zum Längsende 62 hin enger wird, sozusa gen aufweitet.
Die Montage gestaltet sich wie folgt:
Zunächst wird die Isolationshülse 60 in die Wellendurchtrittsöffnung 42 des Blechpakets 41 eingesteckt.
Es ist vorteilhaft vorgesehen, dass der Steckquerschnitt oder Innenquerschnitt der Wellendurchtrittsöffnung 42 über seine gesamte zum Einstecken der Isolations hülse 60 vorgesehene Länge gleich oder etwa gleich ist.
Möglich ist es aber auch, dass die Wellendurchtrittsöffnung 42 an einem zum Ein stecken der Isolationshülse 60 vorgesehenen Längsendbereich 41 A einen größe ren Innenquerschnitt aufweist als an einem zu diesem Längsendbereich entge gengesetzten Längsendbereich 41 B.
Dann wird die Motorwelle 30, 130 in die Steckaufnahme 64 eingesteckt. Somit presst die Motorwelle 30, 130, wenn sie entlang der Steckachse S in die Steck aufnahme 64 eingesteckt wird, den radialen Außenumfang des Rohrabschnitts 64 in Richtung des radialen Innenumfangs der Wellendurchtrittsöffnung 42. Die Ble che 43 dringen vorzugsweise mit ihren der Wellendurchtrittsöffnung 42 zuge wandten Schmalseiten zahnartig in die Umfangswand 66 ein.
Die Steckaufnahme 64 weist den engeren Durchmesser W2 bis in einen Bereich vor dem Blechpaket 41 auf, so dass die Motorwelle 30, 130 dann, wenn sie diesen Bereich der Steckaufnahme 64 erreicht, die Umfangswand 66 des Rohrabschnitts 63 nach radial außen bezüglich der Steckachse S aufweitet und somit das Rohr bzw. den Rohrabschnitt 63 sozusagen dehnt. Dadurch bildet sich eine Form schlusspartie 75 mit einer Stufe 67 am Außenumfang der Umfangswand 63 aus, die unmittelbar in Eingriff bzw. in Hintergriff mit der Stirnseite 44 des Blechpakets 41 gelangt. Die Stufe 63 hält also die Isolationshülse 60 mit einer Kraftrichtung entgegen der Steckrichtung, in der die Motorwelle 30, 130 in die Steckaufnahme 64 einsteckbar ist, an dem Blechpaket 41.
Am anderen Längsendbereich, dem Längsende 61 , weist die Isolationshülse 63 einen Flanschkörper 68 auf, der vor den Rohrabschnitt 63 nach radial außen be züglich der Steckachse S oder der Längsachse L vorsteht.
Der Flanschkörper 68 bildet einen Längsanschlag 68A bezüglich der Steckachse S und stützt sich beispielsweise an der Stirnseite 44 des Blechpakets 41 im Be reich des Längsendes 61 ab. Der Flanschkörper 68 weist beispielsweise Verstär kungsrippen 69 auf, die sich von seinem radialen Außenumfang in Richtung der Steckaufnahme 64, d.h. radial innen zur Steckachse S hin, erstrecken. Die Ver stärkungsrippen 69 sind beispielsweise an einer von dem Blechpaket 41 abge- wandten Stirnseite 71 des Flanschkörpers 68 angeordnet.
An der Einstecköffnung 64A ist weiterhin ein Stützanschlag 70 für die Motorwelle 30, 130 vorgesehen, an dem ein Stützanschlag 39, beispielsweise einer Stufe, der Motorwelle 30, 130 mit einer Kraftrichtung parallel zur Steckachse S anschlagen kann. Der Stützanschlag 70 ist beispielsweise durch eine Stufe zwischen der Stirnseite 71 der Isolationshülse 60 und der Steckaufnahme gebildet.
Im Bereich des Längsendes 62 oder an der Austrittsöffnung 64B hat die Isolati onshülse 60 vorzugsweise einen kleineren Außenumfang oder Durchmesser als im Bereich des Längsendes 61. Beispielsweise sind am Längsende 62 Einführ schrägen 72 vorgesehen, die das Einstecken der Isolationshülse 60 in die Wel-
lendurchtrittsöffnung 42 des Blechpakets 41 erleichtern. Das Längsende 62 ist beispielsweise als ein Steckvorsprung ausgestaltet.
Vorzugsweise steht die Isolationshülse 60 am Längsende 62 mit einem einen Iso lationsabschnitt 76 bildenden Rohrabschnitt 73 vor die Stirnseite 44 des Blechpa- kets 41 vor, so dass dort eine elektrische Isolation zwischen einerseits der Motor welle 30, 130 und andererseits der den Blechen 43 gegeben ist.
Am anderen Längsende 61 hingegen sorgt der Flanschkörper 68, der sozusagen seitlich vor die Wellendurchtrittsöffnung 42 vorsteht oder vorkragt, für eine elektri sche Isolation und bildet ebenfalls einen Isolationsabschnitt 76. Somit ergibt sich sowohl im Bereich des Flanschkörpers 68 als auch am Rohrabschnitt 73 ein elektrischer Isolationsabstand von beispielsweise rund 8 mm bis 10 mm, bei spielsweise eine Luft- und Kriechstrecke, die zur elektrischen Isolation bezüglich der Spannung P1 geeignet ist.
Am radialen Außenumfang der Isolationshülse 60, insbesondere über die gesamte Längserstreckung des Rohrabschnitts 63, ist vorzugsweise eine Verdrehsiche rungskontur 74 zum Eingriff in die Verdrehsicherungskontur 47 des Blechpakets 41 angeordnet. Die Verdrehsicherungskontur 74 ist beispielsweise als Verdrehsi cherungsvorsprung 74A, insbesondere als ein Längsvorsprung oder eine Längs rippe 74B ausgestaltet, der oder die sich parallel zur Steckachse S beziehungs- weise Drehachse D erstreckt.
Die Isolationshülse 60 ist im Klemmsitz oder Presssitz zwischen der Motorwelle 30, 130 und dem Blechpaket 41 aufgenommen. Dadurch ist ein Kraftschluss reali siert.
Durch die Verdrehsicherungskonturen 47, 74 ist zudem noch ein Formschluss vorhanden, anhand dessen die Isolationshülse 60 bezüglich und/oder quer zur Drehachse D formschlüssig an dem Blechpaket 41 gehalten ist.
Die Formschlusskonturierung 36, 136 der Motorwellen 30, 130 greift zahnartig in den Innenumfang des Rohrabschnitts 63 ein, so dass auch die Motorwelle 30, 130
verdrehsicher bezüglich ihrer Drehachse D oder Längsachse L und/oder ver schiebefest bezüglich der Drehachse D oder der Längsachse L in der Isolations hülse 60 aufgenommen ist. Die Formschlusskonturierung 36, 136 bildet vorteilhaft eine Gegen-Formschlusskonturierung am Innenumfang des Rohrabschnitts 36 aus, verformt also beispielsweise den Innenumfang des Rohrabschnitts 63 plas tisch, sodass die Formschlusskonturierung 36, 136 mit dieser Ge
gen-Formschlusskonturierung formschlüssig in Eingriff ist. Die plastische Verfor mung oder Ausprägung der Gegen-Formschlusskonturierung ergibt sich oder bil det sich beispielsweise beim Einstecken der Motorwelle 30, 130 in die Isolations hülse 60.
Die Isolationshülse 60 ermöglicht es also, dass die Motorwellen 30, 130, die ohne zusätzliche Maßnahmen in das Blechpaket 141 direkt eingesteckt werden können, ohne weiteres auch mit dem Blechpaket 41 verwendbar sind. Es müssen keine unterschiedlichen Motorwellen konstruiert werden. Geometrisch sind die Motor wellen 30, 130 an den Halteabschnitten 33 identisch, die zur Verbindung mit den Blechpaketen 41 oder 141 vorgesehen sind. Beispielsweise sind Länge und Durchmesser der Halteabschnitte 33 identisch. Allerdings ist es möglich, dass zu dem jeweils optimalen Halt des Blechpakets 41 oder 141 unterschiedliche Ober flächen und/oder Oberflächen-Konturierungen im Bereich der Halteabschnitten 33 der Motorwellen 30 und 130 vorgesehen sind.
Vorzugsweise dringen in die Wellendurchtrittsöffnung 42 oder 142 vorstehende Widerlagervorsprünge 43A in den radialen Außenumfang des Rohrabschnitts 63 der Isolationshülse 60 oder den radialen Außenumfang des Halteabschnitts 33 der Motorwelle 30, 130 ein. An der Isolationshülse 60 bilden sich beispielsweise Formschlusspartien 75A, also z.B. Formschlussaufnahmen 75B aus, in die die Widerlagervorsprünge 43A eingreifen, schematisch angedeutet in Figur 5. Der radiale Außenumfang des Rohrabschnitts 63 wird beispielsweise durch die Mo torwelle 30 nach radial außen bezüglich der Steckachse S oder der Drehachse D verdrängt, wobei die Widerlagervorsprünge 43A in den Rohrabschnitt 63 eindrin- gen und sich in diesem vorzugsweise verkrallen.
Die Widerlagervorsprünge 43A sind beispielsweise an den der Wellendurchtritts öffnung 42 oder 142 zugewandten Stirnseiten der Bleche 43 vorgesehen. Zwi schen den Widerlagervorsprüngen 43A, insbesondere zwischen Gruppen von Widerlagervorsprüngen 43A sind in Bezug auf die Drehachse D vorzugsweise Ab stände vorhanden, beispielsweise Winkelabstände und/oder Längsabstände. Die Widerlagervorsprünge 43A halten die Isolationshülse 60 in der Wellendurchtritts öffnung 42 oder die Motorwelle 30, 130 in der Wellendurchtrittsöffnung 142 paral lel zur Drehachse D und/oder in Umfangsrichtung bezüglich der Drehachse D. Vorzugsweise sind in Winkelabständen um die Drehachse D mehrere Widerla gervorsprünge 43A vorgesehen. Die Isolationshülse 60 wird durch die in sie ein gesteckte Motorwelle 30 nach radial außen verdrängt, sodass die Widerlagervor sprünge 43A in den Außenumfang oder den Mantel oder die Umfangswand 66 der Isolationshülse 60 eindringen, insbesondere krallenartig eindringen.
Die Rotoren 40, 140 der Antriebsmotoren 20, 120 können zusammen mit einem Stator 80 verwendet werden, der eine Erregerspulenanordnung 86 aufweist. Die Erregerspulenanordnung 86 kann unterschiedlich ausgestaltete Erregerspulen 87, beispielsweise Erregerspulen 87 mit mehr oder weniger Windungen, mit unter schiedliche Leiterquerschnitten oder dergleichen, aufweisen, um den unterschied lichen Spannungen P1 und P2 und/oder Stromstärken von Strömen, die die Erre gerspulen 87 durchströmen, gerecht zu werden.
Der Stator 80 weist ein Blechpaket 81 mit einer als Durchtrittsöffnung ausgestalten Rotoraufnahme 82 für den Rotor 40, 140 auf. In der Rotoraufnahme 82 ist der Ro tor 40, 140 drehbar aufgenommen, wobei ein schmaler Luftspalt zwischen dem Blechpaket 81 und dem Blechpaket 41 , 141 in an sich bekannter Weise vorhan den ist.
Das Blechpaket 81 weist Bleche 83, beispielsweise Elektrobleche oder Trafoble che, auf, deren Plattenebene sich quer zur Drehachse D des Antriebsmotors 20, 120 erstreckt. Die jeweilige Motorwelle 30, 130 steht vor Stirnseiten 84, 85 des Blechpakets 81 vor, wo sie an Lagern 24, 25 einer Lageranordnung 24A drehbar gelagert ist.
Die Lager 24, 25 sind an Lageraufnahmen 23 von Lagerdeckeln 21 , 22 gehalten, die den Stator 80 stirnseitig verschließen.
Die Lager 24, 25 können in die Lageraufnahmen 23 der Lagerdeckel 21 , 22 ein gesetzt, insbesondere eingepresst, sein. Es ist aber auch möglich, dass die Lager 24, 25 mit dem Material der Lagerdeckel 21 , 22 umspritzt oder vergossen sind.
Beispielsweise sind die Lagerdeckel 21 , 22 mit dem Blechpaket 41 oder einem das Blechpaket 41 tragenden Trägerkörper 90 fest verbunden, beispielsweise verschraubt, verklebt oder vorzugsweise verschweißt.
Die Lagerdeckel 21 , 22 sowie der Trägerkörper 90 sind vorzugsweise aus Kunst stoff, insbesondere aus einem thermoplastischen Kunststoff. Vorzugsweise ist für die Lagerdeckel 21 , 22 sowie den Trägerkörper 90 derselbe Kunststoff verwendet, beispielsweise derselbe thermoplastische Kunststoff.
Beispielsweise ist der Trägerkörper 90 in einem Guss-Verfahren hergestellt, bei dem das Blechpaket 81 vergossen wird.
Der Trägerkörper 90 weist Lagerdeckel-Aufnahmen 91 für die Lagerdeckel 21 , 22 auf. In die Lagerdeckel-Aufnahmen 91 sind z.B. Umfangswände 26 der Lagerde ckel 21 , 22 einsteckbar, z.B. mit ihren die Stirnseiten.
Der Lagerdeckel 21 ist näher beim Abtriebsabschnitt 34 der Motorwelle 30, 130 angeordnet. Der Lagerdeckel 22 am davon entfernteren Bereich. Die Lagerdeckel 21 , 22 verschließen das Blechpaket 81 aneinander entgegengesetzten
Längsendbereichen. Der Lagerdeckel 21 steht weniger weit vor die Stirnseite des Blechpakets 41 , 141 vor als der Lagerdeckel 22. Der Lagerdeckel 21 weist einen Aufnahmeraum 21A für den Flanschkörper 68 auf.
Das Lager 24 ist näher bei den potentiell stromführenden Blechpaketen 41 , 81 als das Lager 25.
Das Lager 24 und das Lager 25 sind zwar elektrisch leitend mit dem Lagerab schnitt 31 und somit der Motorwelle 30, 130 verbunden, so dass an sich die Ge fahr besteht, dass eine Spannung von der Erregerspulenanordnung 86 auf die Motorwelle 30, 130 überspringt.
Durch den elektrisch isolierenden Flanschkörper 68 jedoch ist ein ausreichender elektrischer Isolationsabstand gegeben, so dass diese Gefahr nicht mehr besteht.
Das Lager 25 hingegen hat einen größeren Längsabstand in Bezug auf die Dreh achse D zur Stirnseite der Blechpakete 41 , 81 , so dass auch hier die Gefahr eines elektrischen Überschlags von beispielsweise der Erregerspulenanordnung 86 auf die Motorwelle 30, 130 im Bereich des Lagers 25 nicht droht. Zudem sorgt der elektrisch isolierende Rohrabschnitt 73 der Isolationshülse 60, der vor das Blech paket 41 in Richtung des Lagerdeckels 22 vorsteht, für eine ausreichende elektri sche Isolation.
Die Spulenleiter 88 der Erregerspulen 87 verlaufen im Blechpaket 81 durch Nuten 89 hindurch, die beispielsweise parallel zur Drehachse D oder schräg dazu ge neigt angeordnet sind. Die Nuten 89 haben Einführöffnungen 89D, die zu einem Innenumfang 82A der Rotoraufnahme 82 offen sind. Die Nuten 89 erstrecken sich zwischen den Stirnseiten 84, 85. Durch die Einführöffnungen 89D können die Spulenleiter 88 in die Nuten 89 eingebracht werden und beispielsweise um Wi ckelköpfe oder Wickelhämmer des Blechpakets 81 herum gewickelt werden.
Zwar sind die der Rotoraufnahme 82 des Stators 80 zugewandten Abschnitte des Blechpakets 81 , die sich zwischen den Nuten 89 befinden, durch eine Innenver kleidung 92 abgedeckt, beispielsweise mit Kunststoff umspritzt, jedoch die Nuten 89 zunächst offen, so dass die Spulenleiter 88 in sie hineingelegt werden können.
Die Erregerspulen 87 sind weiterhin um Stützvorsprünge 93 an der Stirnseite 84 des Stators 80 herumgewickelt, die sozusagen Wickelköpfe bilden.
An der entgegengesetzten Stirnseite 85 sind Stützvorsprünge 94 vorgesehen, die ebenfalls zum Umwickeln mit Spulenleitern von Erregerspulen geeignet sind, je doch in manchen Ausführungsformen nicht umwickelt sind.
Die Stirnseite 85 stellt sozusagen die Anschlussseite des Antriebsmotors 20, 120 dar. Dort sind elektrische Anschlusseinrichtungen 100 vorgesehen, an die bei spielsweise Anschlussleitungen 15 zur elektrischen Verbindung mit der Bestro- mungseinrichtung 206, 306 anschließbar oder angeschlossen sind. Die An schlussleitungen 15 weisen einen Steckverbinder zum Anstecken an eine
Bestromungseinrichtung 206, 306 auf. Die Anschlusseinrichtungen 100 kann man auch als Terminals bezeichnen.
Die Anschlussleitungen 15 können beispielsweise an die Anschlusseinrichtungen 100 angesteckt sein oder auch mit diesen direkt verlötet sein. Die Anschlussein richtungen 100 weisen beispielsweise als Kontaktvorsprünge ausgestaltete An schlusskontaktbereiche 101 auf, an die Anschlussstecker, die mit den Anschluss leitungen verbunden sind, angesteckt werden können. Des Weiteren sind an den Anschlusskontaktbereichen 101 Löcher 102 vorgesehen, durch die beispielsweise ein Anschlussleiter der Anschlussleitungen 15 hindurch geführt und mit der An schlusseinrichtung 100 verlötet oder in sonstiger Weise elektrisch verbunden sein kann. Beispielsweise wäre auch eine Verschweißung eines derartigen Anschluss leiters mit der Anschlusseinrichtung 100 ohne weiteres möglich.
Die Anschlusseinrichtungen 100 sind mit einer Steckmontage am Trägerkörper 90 anordenbar. Der Trägerkörper 90 weist Halter 95 für die Anschlusseinrichtungen 100 auf. Die Halter 95 umfassen Steckaufnahmen 96, in die die Anschlusseinrich tungen einsteckbar sind. Die Steckaufnahmen 96 sind zwischen Aufnahmevor sprüngen 97, die vor die Stirnseite 85 des Trägerkörpers 90 vorstehen, vorgese hen. Beispielsweise haben die Aufnahmevorsprünge 97 einander gegenüberlie gende Nuten 98, in die seitlich vor die Anschlusseinrichtungen 100 vorstehende Steckvorsprünge 104 einsteckbar sind, beispielsweise in der Art einer
Nut-und-Feder-Verbindung.
Die Steckvorsprünge 104 stehen seitlich vor einen Grundkörper 103 einer jeweili gen Anschlusseinrichtung 100 vor. Die Steckvorsprünge 103 stehen quer zur Längserstreckung des Anschlusskontaktbereichs 101 vor den Grundkörper 103 vor. Die Steckvorsprünge 104 und der Anschlusskontaktbereich 101 bilden eine insgesamt etwa T-förmige Konfiguration. Beispielsweise bildet der Grundkörper 104 sozusagen einen Grundschenkel, von dem die Steckvorsprünge 104 in der Art von Seitenschenkeln seitlich vorstehen. Allerdings sind die Grundebenen der Steckvorsprünge 104 und des Grundkörpers 103 verschieden. Zwischen dem Grundkörper 103 und den Steckvorsprüngen 104 ist ein beispielsweise S-förmiger oder einander entgegengesetzte Krümmungen oder Bogenabschnitte aufweisen der Übergangsabschnitt 106 vorgesehen. Mithin stehen also die Steckvorsprünge 104 vor eine Rückseite 115 des Grundkörpers 103 vor.
An den freien, vor dem Grundkörper 103 vorstehenden Endbereichen haben die Steckvorsprünge 104 Formschlusskonturen 105, insbesondere Zahnungen 105A, Widerhaken oder dergleichen, mit denen ein formschlüssiger Halt in der Steck aufnahme 96 möglich ist. Vorzugsweise können die Steckvorsprünge 104 sich anhand der Formschlusskonturen 105 sozusagen in der Steckaufnahme 96 des Trägerkörpers 90 verkrallen. Insbesondere führt ein Anschmelzen des Trägerkör pers 90 im Bereich der Steckaufnahmen 96, insbesondere der Nuten 98, beim Erhitzen der Anschlusseinrichtung 100, was nachfolgend noch beschrieben wird, dazu, dass sich eine formschlüssige Verbindung zwischen einerseits den Steck vorsprüngen 104, insbesondere deren Formschlusskonturen 105, und anderer seits dem Material des Trägerkörpers 90 im Bereich der Steckaufnahme 96, ins besondere im Bereich der Nuten 98, hergestellt ist.
Die Zahnung 105A weist beispielsweise eine Verschränkung auf, d.h. dass bei spielsweise ein Zahn 105B quer zur Hauptebene des Steckvorsprungs 104 vor diesen vorsteht.
Die Anschlusseinrichtungen 100 weisen Leiteraufnahmen 107 zur Aufnahme des jeweils anzuschließenden Abschnitts eines Spulenleiters 88 auf. Die Leiterauf nahmen 107 sind zwischen einerseits der Frontseite 114 des Grundkörpers 103
und andererseits einem Aufnahmearm 108 der Anschlusseinrichtung 100 gebildet, der anhand eines Verbindungsabschnitts 109 mit dem Grundkörper 103 verbun den ist. Insbesondere vorteilhaft ist es, wenn der Grundkörper 103, der Verbin dungsabschnitt 109 und der Aufnahmearm 108 einstückig sind. Auch die Seiten schenkel oder Steckvorsprünge 104 des Grundkörpers 103 sind vorzugsweise mit diesem einstückig. Eine der Leiteraufnahme 107 zugewandte Innenseite des Ver bindungsabschnitts 109 bildet einen Aufnahmeabschnitt oder eine Aufnahmemul de 1 16A der Leiteraufnahme 107.
Die Leiteraufnahme 107 weist im Bereich der Aufnahmemulde 1 16 A eine Auflage fläche 107A sowie eine dazu winkelige Schmalseite 107B auf. Zwischen der Schmalseite 107B und der großen Auflagefläche 107A ist eine zur Auflagefläche 107A und zur Schmalseite 107B schräggeneigte Schrägfläche 107C zum Abstüt zen des mindestens einen Spulenleiters 88 angeordnet. Die Schrägfläche 107C kann beispielsweise eine Fase, eine gekrümmte oder bogenförmige Fläche oder dergleichen sein. Jedenfalls verhindert die Schrägfläche 107C dass der Spulen leiter 88 auf einer scharfen Kante aufliegt.
Vorteilhaft ist die Anschlusseinrichtung 100 als ein Stanz-Biegeteil ausgestaltet, welches zunächst aus einem Grundmaterial ausgestanzt und dann durch ent sprechende Umformung in die bisher beschriebene Gestalt gebracht ist.
Die Montage und/oder Befestigung und/oder elektrische Kontaktierung des Spu lenleiters 88 in der Leiteraufnahme 107 gestaltet sich wie folgt:
Zunächst ist die Leiteraufnahme 107 offen, indem nämlich der Aufnahmearm 108 noch weit von dem Grundkörper 103 absteht, siehe z.B. Figur 12 und 14. Der Spulenleiter 88 kann dabei bis zum Boden 1 16, d.h. den Innenumfang des Ver bindungsabschnitts 109, der Leiteraufnahme 107 gelangen, siehe z.B. Figur 12. Diese Konfiguration ist aber eher unerwünscht, so dass durch zusätzliche Stütz maßnahmen, beispielsweise durch eine Stütze 251 einer Montageeinrichtung 250, der Spulenleiter 88 in einer vom Boden 1 16 der Leiteraufnahme 107 entfernten Lage gehalten wird.
Bevorzugt ist die Konfiguration jedoch so getroffen, dass der Trägerkörper 90 eine Stützkontur 99 aufweist, auf der der Spulenleiter 88 bei der Montage bzw. beim Schließen der Anschlusseinrichtung 100 abgestützt ist, siehe Figur 10 und 11. Der Spulenleiter 88 liegt also auf der Stützkontur 99 auf, so dass er den Boden 116 nicht berührt. Die Stützkontur 99 ist beispielsweise an einer von den Nuten 98 abgewandten Außenseite der Aufnahmevorsprünge 97 vorgesehen. Beispiels weise ist die Stützkontur 99 als eine Stufe zwischen dem jeweiligen Aufnahme vorsprung 97 und der Partie des Trägerkörpers 90, von dem der Aufnahmevor sprung 97 absteht, ausgestaltet.
Die vom Boden 116 abgehobene Position des Spulenleiters 88 ist für die nachfol gende Schließ- und Schweiß-Operation vorteilhaft. Sie ist insbesondere dann vor teilhaft, wenn Spulenleiter mit kleinem Querschnitt verwendet werden, z.B. ein Spulenleiter 88B (Figur 11 ). Dieser Spulenleiter 88B kann selbst dann einen Ab stand zum Boden 116, der sich beim nachfolgend beschriebenen Schweißvorgang deutlich erhitzt, aufweisen, wenn der Aufnahmearm 108 zum Grundkörper 103 hinbewegt ist, so dass er mit seinem freien Ende 113 an der Frontseite 114 des Grundkörpers 103 anliegt.
Der Spulenleiter 88B bildet z.B. einen Bestandteil einer Erregerspule 87B einer Erregerspulenanordnung 86B.
Der Aufnahmearm 108 hat an seinem vom Verbindungsabschnitt 109 abgewand ten Endbereich einen Schließschenkel 111 , der von einem mittleren Armabschnitt 110 des Aufnahmearms 108 winkelig absteht. Beispielsweise ist ein Krümmungs abschnitt oder Verbindungsabschnitt 112 zwischen dem mittleren Armabschnitt 110 und dem Schließschenkel 111 vorgesehen. Der Schließschenkel 111 steht vom mittleren Armabschnitt 110 in Richtung der Frontseite 114 des Grundkörpers 103 vor, so dass sein freies Ende 113 die Frontseite 114 im geschlossenen Zu stand der Leiteraufnahme 107 berührt, während zwischen dem mittleren Armab schnitt 110 und der Frontseite 114 des Grundkörpers 103 ein Abstand vorhanden ist, der die Leiteraufnahme 107 definiert.
Zum Schließen der Anschlusseinrichtungen 100 und Verschweißen dient eine Schweißzange 252 der Montageeinrichtung 250. Die Schweißzange 252 weist Zangenarme 253, 255 auf, an deren freien Endbereichen, die zum Kontakt mit der Anschlusseinrichtung 100 vorgesehen sind, Stützflächen 254, 256 vorgesehen sind. Die freien Endbereiche der Zangenarme 253, 255, die zum Eingriff mit der Anschlusseinrichtung 100 vorgesehen sind, laufen spitz zu, bilden also Spitzen 257 aus. Insbesondere beim Zangenarm 253, der an der Rückseite 115 der An schlusseinrichtung 100 mit seiner Stützfläche 254 abstützend wirkt, ist diese spit ze, schlanke Ausgestaltung des Zangenarms 253 vorteilhaft.
Die Zangenarme 253, 254 sind V-förmig angeordnet, dass die Spitzen 257 vonei nander entgegengesetzten Seiten an der Anschlusseinrichtung 100 angreifen (siehe Figur 16), diese schließen und anschließend verschweißen.
Vorzugsweise verlaufen Längsachsen L1 , L2 der Zangenarme 253, 255 in einem Winkel W, insbesondere etwa 20° bis 40°. Dadurch kann insbesondere die Spitze 257 des Zangenarms 253 in den Zwischenraum zwischen Lagerdeckel 22 und Rückseite 115 der Anschlusseinrichtung 100 gelangen und dort mit seiner Stütz fläche 254 den Grundkörper 103 abstützen.
Der Zangenarm 254 wirkt im Sinne eines Schließens der Leiteraufnahme 107 auf den Aufnahmearm 108 ein. Beispielsweise liegt der Krümmungsabschnitt 112 an der Stützfläche 256 des Zangenarms 255 an. Die Stützflächen 254, 256 sind pa rallel oder im Wesentlichen parallel zueinander orientiert, wenn die Stützfläche
254 zur Stützfläche 256 hinbewegt wird, was als Vorschubbewegung VS in der Zeichnung dargestellt ist. Mithin bleibt also der Zangenarm 253 ortsfest stehen und stützt die Anschlusseinrichtung 100 rückseitig ab, während der Zangenarm
255 den Aufnahmearm 108 in Richtung des Grundkörpers 103 verstellt. Dann ge langt dessen freies Ende 113 seines Schließschenkels 111 in Kontakt mit der Frontseite 114 des Grundkörpers 103 der Anschlusseinrichtung 100. Mithin ist al so die Leiteraufnahme 107 dann geschlossen und es ist eine Aufnahmeöse 119A gebildet.
Es ist auch möglich, dass eine Schweißzange oder dergleichen andere Fräsein richtung den Aufnahmearm 108 aus einer zunächst langgestreckten, geradlinigen Form, bei der der Schließschenkel 111 beispielsweise noch nicht ausgebildet ist, zu einem Aufnahmearm 108 mit Schließschenkel 111 umformt, zum Beispiel an- hand einer schematisch angedeuteten Verformungskontur 259 am Zangenarm 255.
Sodann werden die Zangenarme 253, 255 durch eine Bestromungseinrichtung 258 bestromt, indem die Zangenarme 253, 255 unterschiedliche Potentiale auf weisen und somit einen Stromfluss durch die Anschlusseinrichtung 100 erzeugen. Der Schweißstrom IS fließt durch die sozusagen ringförmig geschlossene An schlusseinrichtung 100, d.h. durch diejenigen Partien der Anschlusseinrichtung 100, die die Leiteraufnahme 107 verschließen, nämlich den Grundkörper 103 im Bereich der Leiteraufnahme 107 sowie den Aufnahmearm 108. Der Schweißstrom IS fließt dabei über Verbindungsbereiche 118 und 119, nämlich zum einen über den Verbindungsabschnitt 109, zum anderen aber auch über einen Kontaktbereich 117 zwischen dem freien Ende 113 des Schließschenkels 111 und der Frontseite 114 des Grundkörpers 103. Sowohl im Kontaktbereich 117 als auch im Bereich des Bodens 116 tritt eine große Hitze auf, die jedoch die Spulenleiter 88 oder 88B nicht beschädigt, weil diese einen Abstand zum Boden 116, aber auch zum obe- ren Kontaktbereich 117 aufweisen. Gleichwohl wird die Anschlusseinrichtung 100 im Bereich der Leiteraufnahme 107 derart heiß, dass ein Lack oder dergleichen andere Isolation der Spulenleiter 88 schmilzt und diese in elektrischen Kontakt mit den Oberflächen der Anschlusseinrichtung 100 gelangen.
Mithin wird also die Anschlusseinrichtung 100 sozusagen mechanisch geschlos- sen und anschließend mit denjenigen Spulenleitern 88 verschweißt, die in der Leiteraufnahme 107 aufgenommen sind. Die Montage ist einerseits schonend für die Spulenleiter 88, andererseits aber auch zuverlässig und dauerhaft belastbar, weil nämlich die Spulenleiter 88 durch den vorgenannten Pressvorgang und den Schweißvorgang zwar mechanisch etwas verändert werden können, jedoch nicht
derart geschwächt werden oder in ihrer Querschnittsgeometrie verändert werden, dass sie beispielsweise beim Betrieb des Antriebsmotors 20, 120 brechen.
Wenn die Erregerspulen 87 in die Nuten 89 eingelegt sind, werden sie durch Nut abdeckungen 180 verschlossen.
Die Nutabdeckungen 180 weisen einen Profilkörper 181 auf. Die Nutabdeckungen 180 bestehen vorzugsweise aus Kunststoff und/oder einem elektrisch isolierenden Material. Der Profilkörper 181 ist beispielsweise als Kunststoffteil oder Kunst- stoff-Wandkörper ausgestaltet.
Der Profilkörper 181 bildet einen Wandkörper 182, der sozusagen eine Ver schlusswand für eine jeweilige Nut 89 darstellt.
Die Nutabdeckung 180 oder der Profilkörper 181 weist eine Längsgestalt auf und erstreckt sich entlang einer Längsachse L8, die parallel zu einer Längsachse L9 der Nut 89 verläuft, wenn die Nutabdeckung 180 in der Nut 89 montiert ist.
Längsschmalseiten oder Längsseiten 195 der Nutabdeckung 180 erstrecken sich entlang der Längsachse L8. Die Längsseiten 195 weisen quer zur Längsachse L8 einen Querabstand Q auf.
Längsendbereiche 183 der Nutabdeckung 180 stehen vorzugsweise bis zum Trä gerkörper 90 vor das Blechpaket 81 vor, so dass eine elektrische Isolation über die gesamte Länge einer Nut 89 gegeben ist. Dort ist beispielsweise eine Verkle bung, Verschweißung oder dergleichen andere Befestigung an einem oder beiden der Lagerdeckel 21 oder 22 vorteilhaft.
Die Nutabdeckung 181 weist einen Wandabschnitt 184 auf, der die Nut 88 quer zur Längsachse L8 vollständig abdeckt. Der Wandabschnitt 184 ist im Querschnitt, also quer zur Längsachse L8, etwa U-förmig oder bogenförmig und bildet an sei nen Querendbereichen, also quer zur Längsachse L8, Formschlussvorsprünge 186 auf, die zum Eingriff in Formschlussaufnahmen 89B der Nuten 89 vorgesehen sind. Quer zur Längsachse L8 hat die Nutabdeckung 180 zwei Formschlussauf nahmen 186, die quer zur Längsachse L8 am weitesten vorstehende Abschnitte
der Nutabdeckung 180 bilden und/oder einander gegenüberliegen. Die Form schlussvorsprünge 186 und die Formschlussaufnahme 89B bilden Formschluss konturen 185, 89A, die die Nutabdeckung 180 quer zur Längsachse L8, die gleichzeitig die Längsachse der Nut 89 darstellt, in der Nut 89 halten. Der Wandabschnitt 184 bildet zwischen den Formschlusskonturen 185 eine wan nenförmige Gestalt aus, weist also einen Boden 187 auf. Der Boden 187 ist bei spielsweise in die jeweilige Nut 89 hineingewölbt, erstreckt sich also in diese hin ein. Selbstverständlich wäre auch eine umgekehrte Konfiguration möglich, bei der der Wandabschnitt 184 nicht nach radial außen bezüglich der Drehachse D, son- dern nach radial innen vorsteht. Dort wäre er aber gegebenenfalls dem Rotor 40, 140 im Wege.
Von dem Wandabschnitt 184 erstrecken sich Seitenschenkel 188 weg. Die Sei tenschenkel 188 sind aufeinander zugeneigt, d.h. ihre vom Wandabschnitt 184 entfernten freien Endbereiche sind einander zugeneigt. Somit bilden die Seiten- schenke! 188 und der Wandabschnitt 184 im Übergangsbereich zu den Seiten schenkeln 188 die in Seitenansicht V-förmige Formschlusskontur 185, also einen Formschlussvorsprung 186, aus.
Die Montage der Nutabdeckung 180 gestaltet sich wie folgt:
An sich wäre es zwar möglich, die Nutabdeckung 180 beispielsweise von einer der Stirnseiten 84 oder 85 hier in eine jeweilige Nut 89 einzuschieben, d.h. entlang einer Steckachse, die parallel zur Drehachse D verläuft. Allerdings sind die Form schlusskonturen 185 quer zur Längsachse L8 aufeinander zu bewegbar, so dass ein Querabstand Q zwischen den Formschlusskonturen 185 verkleinerbar ist, so dass die Nutabdeckung 180 an einer Seitenkante 89C der Nut 89 vorbei in die Nut 89 hinein verschoben werden kann, siehe dazu Figuren 21 bis 23. Dabei gleitet der Wandabschnitt 184 mit seiner gerundeten Außenseite 189, also an seiner dem Boden 187 entgegengesetzten Seite, die insoweit eine Verdrängungskontur 189A bildet, an der Seitenkanten 89C vorbei, wobei der Wandabschnitt 184 biegeflexibel nachgibt, insoweit also einen biegeflexiblen Abschnitt 194 bildet. Dabei werden die
Seitenschenkel 188 und die Formschlusskonturen 185 im Sinne einer Verengung des Querabstands Q aufeinander zu bewegt und rasten schließlich am Ende die ser Steckbewegung SB die Nutabdeckung 180 in die Nut 89 ein, d.h. die Form schlusskonturen 185 gelangen in Eingriff mit den Formschlusskonturen 89A. Die Nutabdeckung 180 ist dann in der Nut 89 formschlüssig auf genommen, näm lich in zwei zueinander orthogonalen Richtungen quer zur Längsachse L8.
Eine von der Rotoraufnahme 82 abgewandte Fläche der Formschlussaufnahme 89B bildet eine Hintergreifkontur 89E. Eine der Rotoraufnahme 82 zugewandte Fläche der Formschlussaufnahme 89B bildet eine Stützkontur 89F. Die Hintergreifkontur 89E und und/oder die Stützkontur 89F sind vorzugsweise flächig.
Bevorzugt stützen die Hintergreifkontur 89E und/oder die Stützkontur 89F die Nutabdeckung 180 über deren gesamte Längsachse L8 ab.
Die Seitenschenkel 188 weisen Hintergreifflächen 188A auf, die sich an der Hin- tergreifkontur 89E abstützen. An die Seitenschenkel 188 angrenzende Abschnitte des Wandabschnitts 184 weisen Stützflächen 188B auf oder bilden diese Stütz flächen, die sich an den Stützkonturen 89F abstützen. Somit stützen die Hinter greifkonturen 89A die Nutabdeckung 180 in Richtung des Innenraums der Rotor aufnahme 82 oder der Drehachse D ab und die Stützkonturen 89F entgegenge- setzt dazu, also in Richtung nach radial außen bezüglich der Drehachse D oder eines Bodens der jeweiligen Nut 89.
Der Vorteil dieser Konstruktionsmethode ergibt sich auch dadurch, dass bei spielsweise der Trägerkörper 90 an den Längsendbereichen der Nut 89 nach radi al innen in Richtung der Rotoraufnahme 82 etwas vorstehen kann, wenn die Nut- abdeckungen 180 montiert werden. Deren Längsendbereiche 183 können nämlich dann in Hintergriff in Richtung der Rotoraufnahme 82 des vorstehenden Abschnitts des Trägerkörpers 90 gebracht werden.
Weiterhin liegen die Hintergreifflächen 188A und die Hintergreifkonturen 89E so wie die Stützflächen 188B und die Stützkonturen 89F flächig aneinander an, so- dass ein Dichtsitz oder eine Abdichtung der Nut 89 realisiert ist und/oder die Nut abdeckung 180 die Nut 89 dicht verschließt.
Vorteilhaft haben die Nutabdeckungen 180 eine Dichtfunktion zur Abdichtung der Nuten 89, jedoch keine Stützfunktion für die Erregerspulen 87 der Erregerspu lenanordnung 86. Die Schrägneigung der Hintergreifkonturen 89E und der Hinter greifflächen 188A wirkt vielmehr sogar im Sinne einer Löseschräge, die bei einer Kraftbeaufschlagung der Nutabdeckung 180 in einem Sinne aus der Nut 89 her aus oder nach radial innen bezüglich der Drehachse D eine Verformung oder Verschmälerung der Nutabdeckung 180 bewirkt und somit deren Lösen aus der Nut 89 erleichtert oder ermöglicht.
Ein alternatives Ausführungsbeispiel gemäß Figur 23B, das nur schematisch dar gestellt ist, sieht beispielsweise eine alternativ zur Nut 89 ausgestaltete Nut 489 vor, in die eine Nutabdeckung 480 eingebracht ist. Die Nutabdeckung 480 weist an ihren Längsschmalseiten Formschlussaufnahmen 486 auf, die in Eingriff mit Formschlussvorsprüngen 489B der Nut 489 sind. Die Formschlussvorsprünge 489B liegen einander gegenüber. Die Formschlussaufnahmen 486 und die Form schlussvorsprünge 489B sind zueinander komplementär, beispielsweise V-förmig.
Von der Rotoraufnahme 82 abgewandte Flächen der Formschlussvorsprünge 489B bilden Hintergreifkonturen 489E. Der Rotoraufnahme 82 zugewandte Flä chen der Formschlussvorsprünge 489B bilden Stützkonturen 489F. Die Hinter greifkontur 489E und und/oder die Stützkontur 489F sind vorzugsweise flächig. Bevorzugt stützen die Hintergreifkontur 489E und/oder die Stützkontur 489F die Nutabdeckung 480 über deren gesamte Längsachse L8 ab. Die Längsseiten der Nutabdeckung 480 oder die Formschlussaufnahmen 486 weisen Hintergreifflä chen 488A auf, die sich an den Hintergreifkonturen 489E abstützen. Die die Formschlussaufnahmen 486 weisen ferner Stützflächen 488B auf oder bilden die se Stützflächen, die sich an den Stützkonturen 489F abstützen.
Der mechanische Aufbau des Stators 80 ist für beide Spannungsniveaus P1 und P2 vorzugsweise ganz oder teilweise identisch. Insbesondere ist die Rotorauf nahme 82 für den Rotor 40, 140 identisch, weist also beispielsweise den gleichen Durchmesser auf. Auch die Ausgestaltung der Nuten 89, also beispielsweise de- ren Formschlusskonturen 89A und/oder deren Breite und/oder Tiefe sind iden tisch. Vorteilhaft ist auch, wenn die Nutabdeckung 180 am Stator 80 unabhängig davon verwendbar oder verwendet ist, ob die Erregerspulenanordnung 86 für die Spannung P1 oder die Spannung P2 ausgestaltet und/oder angeordnet ist.
Dadurch ist ein weitgehendes Gleichteilprinzip realisierbar. Es ist möglich, die Nutabdeckungen 180 als einzelne Profilstücke bereitzustellen, d.h. dass sie bereits die in Figur 20 dargestellte langgestreckte Gestalt haben und der Länge der Nut 89 entsprechende Längen aufweisen.
Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht jedoch vor, dass die Nutabdeckungen 180 aus einem Rollenmaterial 190 gewonnen werden. Das Rollenmaterial 190 steht beispielsweise als ein Wickel 191 bereit. Der Wickel 191 ist beispielsweise an ei nem Wickelträger 273, insbesondere einem entsprechenden Haltegestell, drehbar aufgenommen. Eine Abwicklungseinrichtung 274 wickelt das Rollenmaterial 190 von dem Wickel 191 ab.
Ein vom Wickel 191 abgewickelter Abschnitt 192 des Rollenmaterials 190 durch- läuft beispielsweise eine Rollenanordnung 275 mit einer oder mehreren Rollen, insbesondere Umlenkrollen oder Führungsrollen.
Stromabwärts der Rollenanordnung 275 ist eine Glättungseinrichtung 276 vorge sehen, in der der Abschnitt 192 geglättet wird, so dass seine ursprünglich auf dem Wickel 191 gerundete Gestalt in eine langgestreckte Gestalt überführt wird. Die Glättungseinrichtung 276 umfasst beispielsweise mindestens ein Pressorgan 277, insbesondere einander gegenüberliegende Pressorgane 277, und/oder eine Er hitzungseinrichtung 278 mit Erhitzungskörpern 279, um das Rollenmaterial 190 des Abschnitts 192 in eine langgestreckte Gestalt zu bringen, wie sie in Figur 20
dargestellt ist. Mithin wird also das Rollenmaterial 190 durch die Glättungseinrich tung 276 in eine geradlinig lang gestreckte Form gebracht.
An die Glättungseinrichtung 276 schließt sich eine Schneideinrichtung 280 an, mit der vom Abschnitt 192 jeweils eine Länge abgelängt wird, die einer gewünschten Nutabdeckung 180 entspricht, also beispielsweise der Länge des Blechpakets 81 oder des Trägerkörpers 90. Die Schneideinrichtung 280 weist beispielsweise Schneidorgane 281 , insbesondere Messer, Klingen, Sägeorgane oder dergleichen auf.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass anstelle des Blechpakets 181 bzw. Stators 80 andere, d.h. kürzere oder längere Statoren anhand der Montageeinrichtung 270 mit Nutabdeckungen versehen werden können. Bedarfsweise werden also jeweils geeignete Nutabdeckungen 180 hergestellt, deren Länge auf die Länge des zu bestückenden Stators angepasst ist. Das Schneidorgan 280, beispielsweise ein Schneidmesser, schneidet also vom Abschnitt 192 jeweils eine Nutabdeckung 180 ab, die sodann von einem Halteorgan 271 ergriffen und in den Stator 80 einge setzt wird.
Das Halteorgan 271 , beispielsweise ein Greifer, umfasst Haltearme 272, die den Profilkörper 181 bzw. die Nutabdeckung 180 an ihren Längsendbereichen 183 ergreifen und in die Nut 89 anhand der Steckbewegung SB einsetzen können. Ohne weiteres wäre es möglich, dass das Halteorgan 271 eine Saugeinrichtung oder dergleichen Halteelement aufweist, welches die Nutabdeckung 180 im Be reich des Bodens 187 ansaugt und mit einer die Steckbewegung SB erzeugenden Kraftkomponente in die Nut 89 einsteckt.
Man erkennt also, dass durch Stecken, Fügen, Pressen und dergleichen wesent- liehe Komponenten des Motors 20, 120 herzustellen sind, nämlich beispielsweise die Anschlusseinrichtungen 100, die Abdeckung der Nuten 89 anhand der Nutab deckungen 180.
Auch die nachfolgend beschriebene Magnetisierung der Magneten 51 folgt diesem Montagekonzept.
Die Magnete 51 sind nämlich bei der Montage am Rotor 40, 140 bzw. Blechpaket 41 , 141 zunächst noch nicht magnetisiert. Ein magnetisierbares Material 51 A ei nes jeweiligen Magnetkörpers 56 ist also zunächst nicht magnetisch, wenn der an sich noch nicht magnetische Magnetkörper 52 im Rahmen eines Steckvorgangs oder Pressvorgangs in eine der Halteaufnahmen 45 eingesteckt oder eingepresst wird. Das magnetisierbare Material 51 A ist beispielsweise Neodym-Eisen-Bor (NdFeB), vorteilhaft mit einem Zusatz von Dysprosium, oder Samarium-Cobalt (SmCo).
An den Halteaufnahmen 45 sind beispielsweise Stützvorsprünge 48 vorgesehen, die Schmalseiten 54 eines jeweiligen Magnetkörpers 52 abstützen. Die Schmal seiten 54 verlaufen im am Rotor 40, 140 montierten Zustand der Magnete 50 pa rallel zur Drehachse D. Vorzugsweise sind die Magnetkörper 52 oder Magnete 51 zwischen die Stützvorsprünge 48 geklemmt.
Zwischen den Schmalseiten 54 erstrecken gegenüber den Schmalseiten 54 groß- flächigere Flachseiten 53. Normalenrichtungen der Flachseiten 53 sind vorzugs weise radial zur Drehachse D.
Die Blechpakete 41 , 141 weisen Haltevorsprünge 49 zum Halten der Magnetkör per 52 auf. Die Haltevorsprünge 49 stehen beispielsweise zu den Flachseiten 53 vor und liegen mit ihren freien Endbereichen an den Flachseiten 53 an. Bevorzugt ist es, wenn sich die Haltevorsprünge 49 mit dem Magnetkörper 52 sozusagen verkrallen und/oder Widerlagervorsprünge bilden.
Die Bleche 43 der Blechpakete 41 , 141 umfassen Bleche 43, die in einer vorbe stimmten Winkelposition bezüglich der Drehachse D Aussparungen 59A aufwei sen. Die Aussparungen 59A erstrecken sich vorzugsweise radial bezüglich der Drehachse D von einer der Flachseiten der jeweiligen Halteaufnahme 45 weg, beispielsweise nach radial innen zur Drehachse D hin. Bevorzugt ist es, wenn die Aussparungen 59 A parallel zur Drehachse D in einer Achslinie hintereinander angeordnet sind, also miteinander fluchten. Manche der Bleche 43 haben in die Aussparungen vorstehende Haltevorsprünge 59. Die Haltevorsprünge 59 stehen
weiterhin in den Steckquerschnitt einer jeweiligen Halteaufnahme 45 vor, sodass sie beim Einstecken eines Magnetkörpers 52 in eine Halteaufnahme 45 in Eingriff mit dem Magnetkörper 52 gelangen und durch den Magnetkörper 52 in einer Steckrichtung SR, in der der Magnetkörper 52 in die Halteaufnahme 45 einge steckt wird, umgebogen werden. Dabei kann ein Haltevorsprung 59 in die Aus sparung 59A eines oder mehrerer benachbarter Bleche 43 hinein verdrängt wer den. Eine Stirnseite eines jeweiligen Haltevorsprungs 59, die die Breite einer Schmalseite eines Bleche 43 aufweist, stützt sich dann schräg geneigt an der Flachseite 53 des Magnetkörpers 52 ab und verhindert ein Herausziehen des Magnetkörpers 52 aus der Halteaufnahme 45 entgegen der Steckrichtung SR.
Vorzugsweise sind die Magnetkörper 52 oder Magnete 51 im Klemmsitz in der Halteaufnahme 45 aufgenommen. Selbstverständlich wäre ein Verkleben, Ver schweißen oder dergleichen andere Montage durchaus möglich. Das magneti sierbare Material 51 A ist also in das jeweilige Blechpaket 41 , 141 im noch nicht magnetisierten Zustand eingesteckt.
Sodann wird der Rotor 40, 140 anhand einer Wuchteinrichtung 285 gewuchtet. Dabei ist die Motorwelle 30, 130 und gegebenenfalls die Isolationshülse 60 bereits montiert. Mithin kann also der Rotor 40, 140 anhand der Motorwelle 30, 130 um seine Drehachse D anhand eines Motors 286 gedreht werden. Eine Messeinrich tung 287 stellt beispielsweise Unwuchten des Rotors 40, 140 fest.
Dann werden noch vorhandene Unwuchten beseitigt, indem beispielsweise an hand einer materialreduzierenden Einrichtung 288, beispielsweise einer Schlei feinrichtung, einer Fräseinrichtung oder dergleichen, mindestens eine Wuchtpartie 55 hergestellt werden. Dabei wird beispielsweise dort, wo eine Wuchtung notwen dig ist, Material des Blechpakets 41 , 141 abgetragen, wobei Späne, Metallstaub oder dergleichen entstehen. Das ist aber unproblematisch, da die Magnetkörper 52 noch nicht magnetisiert sind, wenn das Material des Blechpakets 41 , 141 be arbeitet wird. Die Späne, Stäube oder dergleichen, die durch Abtrag der Bleche 43 entstehen, haften nicht magnetisch am Blechpaket 41 , 141 an, so dass sie leicht entfernbar sind. Beim späteren Betrieb des Antriebsmotors 20, 120 sind dann also
keine Metallspäne oder Stäube vorhanden, die beispielsweise die Lager 24 oder 25 beschädigen können.
Vorteilhaft ist es, wenn die Wuchtpartien 55 an denjenigen Bereichen des Blech pakets 41 , 141 angebracht werden, wo das Blechpaket 41 , 141 in radialer Rich- tung bezüglich der Drehachse D eine möglichst große Materialstärke oder Dicke aufweist, also insbesondere radial außen bezüglich der Magnete 51. Wenn also beispielsweise eine Unwucht U an einem zur Herstellung einer Wuchtpartie un günstigen Bereich auftritt, ist ein vektorielles Wuchten bevorzugt, bei dem die Un wucht U in Kraftvektoren Ux und Uy zerlegt ist und diesen entsprechend durch die materialreduzierende Einrichtung 288 beispielsweise Wuchtpartien 55x und 55y radial außen am Blechpaket 41 , 141 hergestellt werden. Die Wuchtpartien 55x und 55y befinden sich beispielsweise radial außen am Blechpaket 41 , 141 von Halte aufnahmen 55, die in einem Winkelabstand zu Unwucht U unmittelbar neben der selben angeordnet sind. Bei dem Rotor 40, 140 sind an den Stirnseiten 44 keine Wuchtkörper oder
Wuchtgewichte notwendig. Dadurch sind beispielsweise die Einströmöffnungen und Ausströmöffnungen der Luftkanäle 46 nicht durch Wuchtgewichte oder Wuchtkörper verdeckt. Weiterhin kann Luft auch seitlich an den Magneten 51 vorbeiströmen, nämlich durch Luftkanäle 46A, die an den Halteaufnahmen 45 vorgesehen oder durch die Halteaufnahmen 45 bereitgestellt werden. Auch die Einströmöffnungen und Ausströmöffnungen der Luftkanäle 46A sind nicht durch Wuchtkörper oder Wuchtgewichte verdeckt
Eine Reinigungseinrichtung 289, beispielsweise eine Blaseinrichtung, eine Bürs teneinrichtung und/oder ein Staubsauger oder dergleichen, kann die beim Materi- alabtrag durch die materialreduzierende Einrichtung 288 entstehende metallische Partikel ohne weiteres vom Rotor 40, 140, insbesondere dem jeweiligen Blechpa ket 41 , 141 entfernen, solange die Magnetkörper 52 nicht magnetisch sind. Bei spielsweise erzeugt die Reinigungseinrichtung 289 einen Luftstrahl LU, der Späne und dergleichen aus dem Bereich der Wuchtpartie 55 entfernt.
Wenn der Rotor 40, 140 gewuchtet ist, wird er anhand einer Magnetisierungsein richtung 290 magnetisiert, d.h. insbesondere werden die Magnetkörper 52 magne tisch aktiviert. Die Magnetisierungseinrichtung 290 weist beispielsweise Magneti sierungsköpfe 291 A, 291 B, 291 C, 291 D auf. Beispielsweise umfasst die Magnetisierungseinrichtung 290 eine Positionierein richtung 292, die die Motorwelle 30, 130 derart positioniert, insbesondere verdreht, dass die Magnete 51 den Magnetisierungsköpfen 291 winkelrichtig exakt gegen überliegen.
Vorteilhaft wird der Rotor 40, 140 anhand einer mechanischen Kodierung 57 der- art bezüglich der Magnetisierungsköpfe 291 A, 291 B, 291 C, 291 D positioniert, dass je ein Magnetisierungskopf 291 A, 291 B, 291 C, 291 D zwischen benachbarten Magneten 51 angeordnet ist.
Beispielsweise dient die Verdrehsicherungskontur 74 als die Kodierung 57, die beispielsweise an einem Anschlag 293, insbesondere einem Drehanschlag, der Magnetisierungseinrichtung 290 anschlägt, so dass der Rotor 40, 140 drehwinkel richtig bezüglich der Magnetisierungsköpfe 291 angeordnet ist. Der Anschlag 293 ist im Zusammenhang mit der Wuchteinrichtung 285 dargestellt. Ohne weiteres können aber auch andere Komponenten des Rotors 40 als Kodierung 57 dienen, beispielsweise die Luftkanäle 46, in die entsprechende Anschläge der Magneti- sierungseinrichtung 290 eingreifen können und/oder die optisch erfassbar sind. Vorteilhaft ist auch eine optische Erfassung der Drehwinkellage des Rotors 40,
140 möglich, z.B. durch eine Kamera oder dergleichen anderen optischen Sensor der Magnetisierungseinrichtung 290.
Die Magnetisierungsköpfe 291 A, 291 B, 291 C, 291 D erzeugen magnetische Felder MFA, MFB, MFC, MFD, welche die in einem Winkelabstand bezüglich der Dreh achse D nebeneinander angeordneten Magnetkörper 52 oder Magnete 51 durch dringen, so dass diese dauerhaft magnetisiert werden und magnetische Pole aus bilden, die als Nordpole N und Südpole S angedeutet sind. Die magnetischen
Felder MFA, MFB, MFC, MFD sind in gestrichelten Feldlinien mit Pfeilen entspre chend ihrer magnetischen Flussrichtung in der Zeichnung angedeutet.
Wenn die Magnete 51 der Rotoren 40, 140 magnetisiert sind, werden die Rotoren 40, 140 am Stator 80 montiert. Es versteht sich, dass in den Flalteaufnahmen 45 für die Magnete 51 auch meh rere Magnetkörper 52 oder Magnete 51 anordenbar sind, beispielsweise parallel zur Drehachse D eine Reihenanordnung von zwei oder mehreren Magnetkörpern 52 oder Magneten 51. Auch in diesem Fall ist eine Magnetisierung der jeweiligen Magnetkörper 52 ohne weiteres möglich, wenn sie bereits in den Flalteaufnahmen 45 aufgenommen sind.
Bei der Magnetisierung durch die Magnetisierungseinrichtung 290 ist auch vor teilhaft, dass die Bleche 43 der Blechpakete 41 , 141 magnetisch leitend sind, so dass sie die magnetischen Felder 292 der Magnetisierungseinrichtung 290 optimal durch die Magnetkörper 52 durchleiten können.