Energienetz für ein Kraftfahrzeug und Verfahren zum Betreiben eines Ener gienetzes für ein Kraftfahrzeug
BESCHREIBUNG:
Die Erfindung betrifft ein Energienetz für ein Kraftfahrzeug, umfassend ein erstes Teilenergienetz, das an ein Versorgungspotential angeschlossen ist, ein zweites Teilenergienetz, und ein Koppelelement, welches das zweite Teilenergienetz über das erste Teilenergienetz mit dem Versorgungspotential koppelt. Weiterhin betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zum Betreiben eines derartigen Energienetzes.
Als Energienetz oder auch Energie-Bordnetz eines Kraftfahrzeugs wird in der Fahrzeugtechnik eine Energieversorgung und eine Verschaltung einzelner Teilenergienetze, also beispielsweise einzelner Komponenten, genannt. Allgemein kann das Energienetz in ein abstraktes Energienetz, auch Ener gieverteilungsnetz genannt, und ein physikalisches Bordnetz eingeteilt wer den. Das abstrakte Energienetz beschreibt dabei eine Energieverteilung, Energieversorgung und Energiewandlung für oder durch die Komponenten des Energienetzes. Hingegen sind durch das physikalische Bordnetz die realen Komponenten, wie beispielsweise ein Leitungsstrang, Stecker, Kabel und die einzelnen Bauteile, beschreiben.
Um Auswirkungen eines Kurzschlusses auf ein Energieverteilungsnetz zu vermeiden, ist aus der DE 10 2017 201 488 A1 ein Verfahren zum Detektie- ren eines Kurzschlusses in dem elektrischen Energieverteilungsnetz, bei dem elektrische Energie von wenigstens einer elektrischen Energiequelle an wenigstens einen Verbraucher bereitgestellt wird, bekannt. Dabei wird in dieser Druckschrift hauptsächlich ein mathematisches Verfahren zum Detek- tieren des Kurzschlusses beschrieben.
Weiterhin ist aus der DE 10 2012 022 083 A1 eine Schutzschaltung für ein elektrisches Versorgungsnetz eines Kraftfahrzeugs bekannt. Dabei wird auf ein Auslösesignal eines Steuergeräts hin ein auslösbares Abschaltelement angesteuert, um eine elektrische Verbindung zwischen einem ersten An schluss und einem zweiten Anschluss der Schutzschaltung zu unterbrechen. Dabei kann die elektrische Verbindung zwischen dem ersten und dem zwei ten Anschluss durch das Abschaltelement nicht wieder durch ein Steuersig nal des Steuergeräts bereitgestellt werden. Insbesondere im Falle eines Unfalls, der beispielsweise mittels eines Airbag-Steuergeräts festgestellt werden kann, kann so beispielweise eine Starterbatterie des Kraftfahrzeugs von dem elektrischen Versorgungsnetz getrennt werden. Dadurch kann eine Gefährdung von Passagieren und Ladung des Kraftfahrzeugs unterbunden werden.
Schließlich ist aus der DE 10 2014 214 501 A1 noch ein Verfahren zur Steu erung eines Mehrspannungsbordnetzes eines Kraftfahrzeugs bekannt. Ein Mehrspannungsbordnetz ist dabei ein Bordnetz, welches mehrere Teilnetze mit unterschiedlichen Netzspannungen umfasst. Um nun Auswirkungen eines Kurzschlusses in einem der Teilnetze auf ein anderes der Teilnetze zu reduzieren, ist in dieser Druckschrift eine Steuereinheit vorgesehen, die einen Kurzschluss zwischen diesen Teilnetzen detektieren und daraufhin eine betroffene Komponente des jeweiligen Teilnetzes zu deaktivieren.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun darin, eine Verfügbarkeit eines Energienetzes zu erhöhen.
Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprü che gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die abhän gigen Patentansprüche, die folgende Beschreibung sowie die Figuren offen bart.
Durch die Erfindung ist ein Energienetz für ein Kraftfahrzeug bereitgestellt. Das Energienetz umfasst ein erstes Teilenergienetz, das an ein Versor-
gungspotential angeschlossen ist, ein zweites Teilenergienetz und ein Kop pelelement, welches das zweite Teilenergienetz über das erste Teilenergie netz mit dem Versorgungspotential koppelt. Dabei weist das Koppelelement eine reversible Trennfunktion auf. Somit ist das Koppelelement ausgebildet, in Abhängigkeit von einem physikalischen Wert des ersten Teilenergienet zes, das erste Teilenergienetz von dem zweiten Teilenergienetz reversibel zu entkoppeln.
Anders ausgedrückt, ist das beschriebene Energienetz des Kraftfahrzeugs derart ausgebildet, dass das erste Teilenergienetz und das zweite Teilener gienetz sozusagen physikalisch voneinander getrennte Abschnitte des Ener gienetzes darstellen. Die physikalische und somit elektrisch leitfähige Ver bindung der beiden Teilenergienetze erfolgt nur über das Koppelelement. Das Koppelelement weist dabei die genannte reversible Trennfunktion auf. Somit kann die elektrische Verbindung zwischen dem ersten Teilenergienetz und dem zweiten Teilenergienetz reversibel und insbesondere auch zerstö rungsfrei getrennt, jedoch bei Bedarf auch wieder hergestellt werden.
Das Trennen oder Verbinden, also das Koppeln oder Entkoppeln des ersten und zweiten Teilenergienetzes, die auch als Verbrauchereinheiten bezeich net werden können, erfolgt vorzugsweise in Abhängigkeit von dem physikali schen Wert. Bevorzugt kann das Trennen oder Verbinden auch in Abhängig keit von mehr als nur einem physikalischen Wert, also von mehreren physi kalischen Werten erfolgen. Insbesondere werden die beiden Teilenergienet- ze nur dann entkoppelt, wenn der oder die physikalischen Werte eine Funkti onsstörung des ersten Teilenergienetzes darstellen. Eine Funktionsstörung kann beispielsweise eine Überlastung zum Beispiel durch einen Kurzschluss und/oder erhöhte Summenströme des ersten Teilenergienetzes sein. Somit ist das Koppelelement sozusagen dazu ausgebildet, den oder die physikali- sehen Werte zu erfassen und auszuwerten und in Abhängigkeit von dem Ergebnis des Auswertens das erste Teilenergienetz von dem zweiten Tei lenergienetz elektrisch zu trennen oder zu verbinden.
Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass Verbraucherrückwirkungen, also Fehler in einem Teilenergienetz, insbesondere einer Komponente eines Teilenergienetzes, nicht nur das betroffene Teilenergienetz, sondern das gesamte Energienetz negativ beeinflussen und im schlimmsten Fall sogar zum Ausfall des gesamten Energienetzes führen können. Durch das rever sible Koppelelement können nun die Teilenergienetze im Fehlerfall entkop pelt werden. Anders ausgedrückt, können durch den Einsatz des Koppelele ments mit reversibler Trennfunktion im Flauptversorgungspfad diese Ver braucherrückwirkungen nun eliminiert werden. Das Koppelelement trennt im Fall einer Verbraucherrückwirkung, die mit Hilfe des wenigstens einen physi kalischen Werts festgestellt werden kann, die Teilenergienetze voneinander. Somit kann sich die Verbraucherrückwirkung also nicht auf das gesamte Energienetz, also insbesondere auf das zweite Teilenergienetz auswirken. Flierdurch ergibt sich der Vorteil, dass durch die reversible Trennfunktion des Koppelelements eine Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Tei lenergienetz nach Beheben der Funktionsstörung in dem ersten Teilenergie netz, obwohl die Teilenergienetze zuvor physikalisch voneinander getrennt waren, wieder hergestellt werden kann. Insbesondere wenn es sich bei der Funktionsstörung um einen Fehler in einer Software zur Ansteuerung des ersten Teilenergienetzes handelt, kann dieser häufig während eines Fährbe triebs des Kraftfahrzeugs durch Neustart des Teilenergienetzes beziehungs weise einer Komponente des Teilenergienetzes behoben werden. Die Funk tionsstörung wäre somit behoben, was das Koppelelement durch Erfassen des physikalischen Werts feststellen könnte, und das erste Teilenergienetz könnte mit dem zweiten Teilenergienetz wieder gekoppelt werden. Wären die beiden Teilenergienetze in diesem Fall hingegen irreversibel getrennt bezie hungsweise entkoppelt worden, hätte zum Austausch einer Verbindungslei tung zwischen den Teilenergienetzen beziehungsweise des Koppelelements eine Werkstatt aufgesucht werden müssen. Bevorzugt kann in einer Ausge staltung des Energienetzes durch die reversible Trennfunktion somit sozusa gen ein komponenten-individueller Hardwarereset (Komponenten- Rücksetzung) möglich, wenn sich die Komponente, und somit gegebenen falls das gesamte Teilenergienetz, beispielsweise aufgrund eines Software-
fehlers„aufgehängt“ hat. Insgesamt kann dadurch die Verfügbarkeit des Kraftfahrzeugs erhöht werden.
Weiterhin können durch den Einsatz des Koppelelements mit reversibler Trennfunktion, anstelle von beispielsweise Schmelzsicherungen mit irrever sibler Trennfunktion, Kosten und Gewicht des physikalischen Energienetzes reduziert werden.
Das genannte Kraftfahrzeug ist bevorzugt als Kraftwagen, insbesondere als Personenkraftwagen oder Lastkraftwagen, oder als Personenbus oder Mo torrad ausgestaltet. Das Kraftfahrzeug kann dabei insbesondere als elektri sches Kraftfahrzeug, Hybridfahrzeug oder Kraftfahrzeug mit Verbrennungs motor ausgebildet sein. Das erste und zweite Teilenergienetz können insbesondere jeweils als ein zelne elektrische Komponenten beziehungsweise Verbraucher des Kraftfahr zeugs ausgebildet sein. Alternativ können sowohl das erste als auch das zweite Teilenergienetz auch eine Vielzahl von einzelnen Komponenten be ziehungsweise Verbrauchern umfassen. Das erste Teilenergienetz kann beispielsweise als Infotainmentsystem und/oder Radio- beziehungsweise Soundanlagenansteuerung und/oder Navigationssystem und/oder Innen- lichtansteuerung und/oder Kofferraumlichtansteuerung ausgebildet sein. Hingegen kann das zweite Teilenergienetz beispielsweise als Bremsrege lungssystem und/oder Lenksystem und/oder eine Lichtansteuerung und/oder eine Wischeransteuerung ausgebildet sein. Im Allgemeinen kann es sich bei den Komponenten der Teilenergienetze auch um Steuergeräte für verschie dene Systeme des Kraftfahrzeugs handeln. Neben den Komponenten kön nen die beiden Teilenergienetze oder Teilenergienetze beispielweise auch wenigstens eine Energiequelle und/oder einen Energiespeicher beziehungs- weise Anschlüsse zum Koppel mit einer Energiequelle oder einem Energie speicher umfassen. Weiterhin können die beiden Teilenergienetze noch eine Verkabelung und/oder Anschlüsse zu weiteren Teilenergienetzen bezie hungsweise Verbrauchereinheiten des Kraftfahrzeugs umfassen.
Über das genannte Versorgungspotential kann beispielsweise eine 12-Volt Versorgungsspannung an das erste beziehungsweise zweite Teilenergienetz bereitgestellt werden.
In besonders vorteilhafter Weise kann das Koppelelement auch ausgebildet sein, in Abhängigkeit von einem physikalischen Wert des Energienetzes, insbesondere eines Versorgungspfades des Energienetzes, das erste Tei lenergienetz von dem zweiten Teilenergienetz reversibel zu entkoppeln.
Zu der Erfindung gehören auch Ausführungsformen, durch die sich zusätzli che Vorteile ergeben.
Eine Ausführungsform sieht vor, dass der physikalische Wert des ersten Teilenergienetzes einen elektrischen Wert und/oder einen Temperaturwert darstellt.
Ein elektrischer Wert kann dabei beispielsweise als Strom- beziehungsweise Spannungswert ausgebildet sein. Beispielsweise kann der physikalische Wert einen Kurzschluss als Funktionsstörung des ersten Teilenergienetzes, insbesondere einer Komponente des ersten Teilenergienetzes darstellen. Somit können die beiden Teilenergienetze insbesondere dann voneinander reversibel entkoppelt werden, wenn durch das Koppelelement ein erhöhter Stromfluss von dem ersten Teilenergienetz zu dem zweiten Teilenergienetz erfasst wird. Hingegen kann durch den Temperaturwert beispielsweise ein Überhitzen des ersten Teilenergienetzes als Funktionsstörung angezeigt werden. Eine Funktionsstörung kann dabei nicht nur eine mechanische Zer störung eines Bauteils des ersten Teilenergienetzes sein, sondern auch beispielsweise durch einen Hardwarefehler und/oder einen Softwarefehler in der Steuerung des ersten Teilenergienetzes hervorgerufen werden.
Somit kann das erste Teilenergienetz als Komponenten beispielsweise we nigstens einen elektrischen Verbraucher und wenigstens eine Energiequelle umfassen. Hingegen kann das zweite Teilenergienetz als Komponenten zum Beispiel lediglich elektrische Verbraucher umfassen. Nun könnte ein physika-
lischer Wert in Form eines Stromflusses von dem ersten Teilenergienetz zu dem zweiten Teilenergienetz von dem Koppelelement überwacht werden. Würde ein Stromwert in dem Stromfluss einen vorgegebenen Grenzwert über- oder unterschreiten, könnte das Koppelelement die beiden Teilnetze entkoppeln. So könnte verhindert werden, dass die Energiequelle des ersten Teilnetzes im Verbundenen Zustand der Teilnetze von den Komponenten des zweiten Teilnetzes entladen wird, sodass insbesondere nicht mehr aus reichend Energie zum Betrieben der übrigen Komponenten des ersten Teil netzes zur Verfügung steht.
Alternativ könnte das erste Teilenergienetz als Mehrspannungsnetz ausge bildet sein. Das erste Teilenergienetz somit selbst Teilenergienetze jeweils mit eigenen Komponenten aufweisen, wobei die Teilenergienetze insbeson dere unterschiedliche Versorgungspotentiale aufweisen. Dadurch könnte das Koppelelement auch in Abhängigkeit von einem physikalischen Wert eines der Teilnetze des ersten Teilenergienetzes das reversible Entkoppeln des erste und zweiten Teilnetzes ausführen.
Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass das erste Teilenergienetz wenigstens eine nicht-sicherheitsrelevante Komponente zum Bereitstellen einer Funktion eines Kraftfahrzeugs umfasst. Flingegen umfasst das zweite Teilenergienetz wenigstens eine sicherheitsrelevante Komponente zum Be reitstellen einer Funktion eines Kraftfahrzeugs. Anders ausgedrückt, kann das zweite Teilenergienetz also ein Teilenergie netz, das für ein sicheres Betreiben des Kraftfahrzeugs im Straßenverkehr erforderlich ist, darstellen. Bei der sicherheitsrelevanten Funktion des zwei ten Teilenergienetzes kann es sich beispielsweise um eine Fahrfunktion, eine Lenkfunktion, insbesondere eine Lenkunterstützungsfunktion und/oder eine Bremsfunktion, insbesondere eine Bremsunterstützungsfunktion und/oder eine Lichtfunktion und/oder eine Wischerfunktion des Kraftfahr zeugs handeln. Hingegen kann das erste Teilenergienetz dementsprechend irrelevant für das sichere Betreiben des Kraftfahrzeugs sein und dient somit vielmehr einem Komfort eines Insassen des Kraftfahrzeugs. Bei der nicht-
sicherheitsrelevanten Funktion des ersten Teilenergienetzes kann es sich beispielsweise um eine Navigationsfunktion und/oder Funktion einer Radio beziehungsweise Soundanlage und/oder eine Infotainmentfunktion und/oder eine Beleuchtungsfunktion im Innenraum des Kraftfahrzeugs oder eines Kofferraums handeln.
Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass vermieden wird, dass eine Funktions störung einer nicht-sicherheitsrelevanten Komponente sich durch die zuvor beschriebene Verbraucherrückwirkung auf die Funktion einer sicherheitsre- levanten Komponente auswirkt. Besonders bevorzugt kann also die Energie versorgung von sicherheitsrelevanten Komponente, insbesondere nach der IS026262 gewährleistet werden, wobei gleichzeitig die Fahrzeugverfügbar keit erhalten werden kann. Anders ausgedrückt, kann durch das Koppelelement mit reversibler Trenn funktion ein Schutz und eine Isolation der sicherheitsrelevanten Komponen ten von den nicht-sicherheitsrelevanten Komponenten realisiert werden. Insgesamt kann so ein schlagartiger, unangekündigter Ausfall sicherheitsre levanter elektrischer Systeme, wie zum Beispiel einer Lenkunterstützung und/oder einer Bremsunterstützung verhindert werden.
Zusätzlich oder alternativ kann auch vorgesehen sein, dass das erste Tei lenergienetz wenigstens eine sicherheitsrelevante Komponente zum Bereit stellen einer Funktion eines Kraftfahrzeugs umfasst und das zweite Teilener gienetz wenigstens eine nicht-sicherheitsrelevante Komponente zum Bereit- stellen einer Funktion eines Kraftfahrzeugs umfasst.
Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass das Koppelelement als DC/DC-Wandler (Gleichspannungswandler) oder als schaltbarer Potential verteiler ausgebildet ist.
Der DC/DC-Wandler ist dabei insbesondere ebenfalls als schaltbarer DC/DC-Wandler ausgebildet.
Als schaltbar ist dabei zu verstehen, dass der DC/DC-Wandler beziehungs weise der Potentialverteiler angesteuert werden kann, um die reversible Trennfunktion bereitzustellen. Dazu kann sowohl der DC/DC-Wandler als auch der Potentialverteiler beispielsweise ein Schaltelement, wie etwa einen Halbleiterschalter oder ein Relais umfassen, welches in Abhängigkeit von dem physikalischen Wert, also beispielsweise einem Strom oder einer Span nung die Verbindung zwischen dem ersten Teilenergienetz und dem zweiten Teilenergienetz trennt. Besonders bevorzugt können der schaltbare DC/DC- Wandler beziehungsweise der schaltbare Potentialverteiler auch als intelli- genter DC/DC-Wandler beziehungsweise intelligenter Potentialverteiler be zeichnet werden.
Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass das Koppelelement zum Be reitstellen der Trennfunktion wenigstens ein steuerbares Schaltelement, eine Erfassungseinrichtung zum Erfassen des physikalischen Werts, und eine Steuereinrichtung zum Generieren eines Steuersignal in Abhängigkeit von dem physikalischen Wert zum Steuern des Schaltelements umfasst.
Das heißt das Koppelelement kann sozusagen als Auswerteeinrichtung ge- nutzt werden, um eine Diagnose des Energienetzes, also des physikalischen Energie-Bordnetzes vorzunehmen. Es kann also beispielsweise der Strom beziehungsweise die Spannung ermittelt werden, beziehungsweise die Tem peratur gemessen werden, und somit auch der Energie- beziehungsweise Leistungsverbrauch eines jeweiligen Teilenergienetzes des Energienetzes.
Die genannte Erfassungseinrichtung kann dabei beispielsweise als Stromsensor, Spannungssensor und/oder Temperatursensor ausgebildet sein. Die Steuereinrichtung kann insbesondere als Controller, wie beispiels weise ein Mikrocontroller ausgebildet sein. Das Schaltelement kann bevor- zugt als Halbleiterschalter ausgebildet sein. Vorzugsweise kann der Halb leiterschalter dabei in einem Schaltbetrieb betrieben werden, das heißt in einem eingeschalteten Schaltzustand ist der Halbleiterschalter elektrisch leitfähig und in einem ausgeschalteten Schaltzustand ist der Halbleiterschal ter nicht elektrisch leitfähig. Zum Bereitstellen der reversiblen Trennfunktion
kann der Halbleiterschalter dabei mit Hilfe der Steuereinrichtung insbesonde re mit dem Steuersignal der Steuereinrichtung in Abhängigkeit von dem physikalischen Wert angesteuert werden, und damit entweder in den einge schalteten oder in den ausgeschalteten Schaltzustand versetzt werden. Der Halbleiterschalter kann dabei beispielsweise als Feldeffekttransistor, Bipolar transistor, Thyristor oder dergleichen ausgebildet sein.
Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass das Koppelelement ausgebil det ist, das erste Teilenergienetz von dem zweiten Teilenergienetz nur dann in Abhängigkeit von dem physikalischen Wert zu entkoppeln, wenn der phy sikalische Wert einen vorgegebenen Grenzwert entweder überschreitet oder unterschreitet. Analog kann vorgesehen sein, dass falls mehrere physikali sche Werte erfasst werden, das Koppelelement ausgebildet sein kann, das erste Teilenergienetz von dem zweiten Teilenergienetz nur dann in Abhän gigkeit von den physikalischen Werten zu entkoppeln, wenn die physikali schen Werte einen jeweils zugehörigen, vorgegebenen Grenzwert entweder überschreiten oder unterschreiten.
Wird also von dem Koppelelement beispielsweise ein Spannungsabfall auf grund eines Kurzschlusses in dem ersten Teilenergienetz und einen vorge gebenen Spannungsgrenzwert festgestellt, kann das Koppelelement das erste und das zweite Teilenergienetz voneinander trennen. Analog gilt dies natürlich auch bei Feststellung einer Überspannung in dem Energienetz. Der Grenzwert kann dabei also insbesondere ein Stromgrenzwert, ein Span nungsgrenzwert und/oder ein Temperaturgrenzwert sein.
Beispielsweise ist für einen Normalbetrieb des zweiten Teilenergienetzes in der Regel im Durchschnitt eine Versorgungsspannung, also eine Spannung von mindestens 9,8 Volt bereitzustellen. Fällt die Spannung des zweiten Teilenergienetzes für beispielsweise mehr als eine Sekunde unter 9,8 Volt, kann die Funktionsfähigkeit des zweiten Teilenergienetzes gestört werden. Somit könnte das Koppelelement in diesem Fall die beiden Teilenergienetze voneinander trennen. Würde die Spannung von 9,8 Volt weiter auf weniger als 8,2 Volt fallen und dieser Zustand für beispielsweise mehr als 200 Milli-
Sekunden beibehalten werden, könnte dies ebenfalls eine Funktionsstörung des zweiten Teilenergienetzes nach sich ziehen. Analog gilt dies auch für den Fall, dass die Versorgungsspannung für mehr als 500 Mikrosekunden auf unter 6 Volt fällt. Somit kann das Koppelelement beispielsweise nicht nur in Abhängigkeit von dem vorgegebenen Grenzwert sondern insbesondere auch in Abhängigkeit von einem vorgegebenen Zeitwert die reversible Trenn funktion bereitstellen. Analog kann dies beispielsweise auch für den Strom oder die Temperatur des Energienetzes erfolgen. Je nach Dimensionierung des Energienetzes kann bei Feststellen eines Stromwerts von mehr als 300 Ampere oder beispielsweise mehr als 1000 Ampere das erste Teilenergie netz von dem zweiten Teilenergienetz getrennt werden.
Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass das Energienetz ein Nieder voltnetz und ein Flochvoltnetz umfasst, welche über ein Wandlerelement miteinander gekoppelt sind. Dabei ist das Flochvoltnetz ausgebildet, das Niedervoltnetz mit Energie zu versorgen. Das Niedervoltnetz umfasst dabei neben dem ersten und dem zweiten Teilenergienetz auch das Koppelele ment.
Anders ausgedrückt ist das Energienetz quasi als Mehrspannungsenergie netz ausgebildet, wobei die reversible Trennfunktion nur für das Nieder voltnetz realisiert ist. Das Niedervoltnetz und das Flochvoltnetz stellen also je ein unabhängiges Teilnetz des Energienetzes dar.
Diese Energienetzarchitektur wird insbesondere für moderne Kraftfahrzeuge mit Elektroantrieb oder Flybridantrieb genutzt. In der Anmeldung bezieht sich die Bezeichnung „Flochvoltnetz“ sowohl auf sogenannte Hochvolt- Energienetze mit einem Potential beziehungsweise einer Nennspannung von etwa 60 Volt bis etwa 1000 Volt, als auch auf sogenannte Mittelvolt- Energienetze mit einem Potential beziehungsweise einer Nennspannung von etwa 20 Volt bis etwa 60 Volt, in der Regel von etwa 48 Volt. Im Gegensatz bezieht sich die Bezeichnung„Niedervoltnetz“ auf ein sogenanntes Nieder- volt-Energienetz mit einem Potential beziehungsweise einer Nennspannung von etwa kleiner gleich 30 Volt, in der Regel mit einer Nennspannung von
etwa 12 Volt. In dem Hochvoltnetz ist dabei insbesondere eine Hochvoltbat terie und beispielsweise ein Elektromotor für den Elektroantrieb angeordnet. Somit versorgt sozusagen die Hochvoltbatterie des Hochvoltnetzes das erste und zweite Teilenergienetz des Niedervoltnetzes.
Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass das Hochvoltnetz über das Wandlerelement an das Versorgungspotential angeschlossen ist.
Bevorzugt ist das Wandlerelement als ein DC/DC-Wandler ausgebildet, der ein höheres Potential des Hochvoltnetzes in ein niedrigeres Potential, also die Versorgungsspannung für die Teilenergienetze des Niedervoltnetzes umwandeln kann.
Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass dem zweiten Teilenergienetz zur Energieversorgung eine Batterie zugeordnet ist. In einem Normalbetrieb des Energienetzes wird dann das erste Teilenergienetz und das zweite Tei lenergienetz von dem Hochvoltnetz mit Energie versorgt. Für den Fall, dass jedoch das erste Teilenergienetz von dem zweiten Teilenergienetz reversibel entkoppelt ist, wird das zweite Teilenergienetz dann von der Batterie mit Energie versorgt.
Anders ausgedrückt, wird die Batterie des zweiten Teilenergienetzes im Normalbetrieb des Energienetzes sozusagen von dem Hochvoltnetz, also insbesondere der Hochvoltbatterie des Hochvoltnetzes geladen. Als Normal- betrieb ist dabei derjenige Betrieb des Energienetzes zu verstehen, für den Fall, dass keine Funktionsstörung vorliegt. Wird hingegen eine Funktionsstö rung des ersten Teilenergienetzes festgestellt und dementsprechend das erste Teilenergienetz von dem zweiten Teilenergienetz getrennt, kann nun die Funktion des zweiten Teilenergienetzes gewährleistet werden, indem die Batterie des zweiten Teilenergienetzes das zweite Teilenergienetz mit Ener gie versorgt. Das zweite Teilenergienetz kann sich somit zumindest temporär selbst mit Energie versorgen.
Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass insbesondere wenn es sich bei dem zweiten Teilenergienetz um sicherheitsrelevanten Komponenten des Ener gienetzes handelt, das Kraftfahrzeug weiterhin sicher zu einem geeigneten Abstellort gelenkt werden kann, ohne dass beispielweise eine Lenk- oder Bremsunterstützung ausfällt.
Optional kann auch dem ersten Teilenergienetz eine eigene Batterie zuge ordnet sein, sodass selbst bei einem Ausfall des Hochvoltnetzes das gesam te Niedervoltnetz dennoch betrieben werden kann.
Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass somit das Koppelelement besonders bevorzugt auch für eine Batteriediagnose, also zum Beispiel einer Diagnose der Batterie des ersten Teilenergienetzes eingesetzt werden kann. Über das Koppelelement kann nämlich somit ein Strom beziehungsweise eine Span nung, die von der Batterie bereitgestellt wird, erfasst und ausgewertet wer den. Über den Wert des Stroms beziehungsweise der Spannung kann an schließend auf eine Ladekapazität der Batterie und dadurch auf einen Alte rungszustand der Batterie rückgeschlossen werden.
Insbesondere betrifft die Erfindung auch ein Kraftfahrzeug mit einem Ener gienetz, wie es zuvor beschrieben wurde.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zu Betreiben eines Energienetzes für ein Kraftfahrzeug. Das Energienetz umfasst dabei ein erstes Teilenergie netz, das an ein Versorgungspotential angeschlossen ist, ein zweites Tei lenergienetz und ein Koppelelement, welches das zweite Teilenergienetz über das erste Teilenergienetz mit dem Versorgungspotential koppelt. In einem Schritt a) erfolgt dabei zunächst ein Erfassen eines physikalischen Werts des ersten Teilenergienetzes. Anschließend erfolgt in einem Schritt b) in Abhängigkeit von dem physikalischen Wert: ein Generieren eines Steuer signals für das Koppelelement. Schließlich erfolgt in einem Schritt c) in Ab hängigkeit von dem Steuersignal ein reversibles Entkoppeln des ersten Tei lenergienetzes von dem zweiten Teilenergienetz.
Das Erfassen des physikalischen Werts kann dabei insbesondere mittels einer Erfassungseinrichtung erfolgen. Weiterhin kann das Energienetz, also insbesondere das Koppelelement auch eine Steuereinrichtung umfassen, die in Abhängigkeit von dem physikalischen Wert das Steuersignal generiert, wobei durch das Steuersignal insbesondere ein Schaltelement des Kop pelelements angesteuert werden kann. Durch Ansteuern dieses Schaltele ments kann dann das reversible Entkoppeln der beiden Teilenergienetze erfolgen. Alternativ kann der physikalischen Wert selbst auch das Steuersig nal darstellen. Somit kann das Koppelement direkt mit dem physikalischen Wert zum Verbinden oder T rennen der T eilenergienetze angesteuert werden.
Zu der Erfindung gehören auch Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens, die Merkmale aufweisen, wie sie bereits im Zusammenhang mit den Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Energienetzes beschrieben worden sind. Aus diesem Grund sind die entsprechenden Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens hier nicht noch einmal beschrieben.
Die Erfindung umfasst auch die Kombinationen der Merkmale der beschrie benen Ausführungsformen.
Im Folgenden sind Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben. Hierzu zeigt:
Fig. 1 ein schematisches Prinzipschaltbild eines Energienetzes für ein
Kraftfahrzeug mit manueller Fahrfunktion, mit einer ersten vor zugsweisen Ausgestaltung eines Koppelelements mit reversib ler Trennfunktion;
Fig. 2 das schematisches Prinzipschaltbild eines Energienetzes für das Kraftfahrzeug mit manueller Fahrfunktion, wie in Fig. 1 dar gestellt, mit einer zweiten vorzugsweisen Ausgestaltung eines Koppelelements mit reversibler Trennfunktion;
Fig. 3 ein schematisches Prinzipschaltbild eines Energienetzes für ein
Kraftfahrzeug mit hochautomatisierter Fahrfunktion und einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des Koppelelements mit reversibler Trennfunktion; und
Fig. 4 ein schematisches Flussdiagramm mit einzelnen Verfahrens schritten zum Betreiben eines Energienetzes, welches ein Kop pelelement mit reversibler Trennfunktion aufweist.
Bei den im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispielen handelt es sich um bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Bei den Ausführungsbeispie len stellen die beschriebenen Komponenten der Ausführungsformen jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende Merkmale der Erfindung dar, welche die Erfindung jeweils auch unabhängig voneinander weiterbilden. Daher soll die Offenbarung auch andere als die dargestellten Kombinationen der Merkmale der Ausführungsformen umfassen. Des Weiteren sind die beschriebenen Ausführungsformen auch durch weitere der bereits beschrie benen Merkmale der Erfindung ergänzbar.
In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen jeweils funktionsgleiche Elemente.
Fig. 1 zeigt ein schematisches Prinzipschaltbild eines bevorzugten Ausfüh rungsbeispiels des erfindungsgemäßen Energienetzes. Das Energienetz E, auch Energie-Bordnetz genannt, ist insbesondere als Energienetz E eines Kraftfahrzeugs mit manueller Fahrfunktion ausgebildet. Das Energienetz E ist dabei in zwei Spannungsnetze, nämlich ein Flochvoltnetz FIV und ein Nieder voltnetz NV aufgeteilt, wobei die beiden Spannungsnetze über ein Wand lerelement W, nämlich einen DC/DC-Wandler (Gleichspannungswandler) miteinander gekoppelt sind. Das Wandlerelement kann somit ein höheres Potential des Flochvoltnetzes FIV von etwa 48 Volt in ein niedrigeres Potenti al des Niedervoltnetz NV von etwa 12 Volt umwandeln, oder umgekehrt. Wie eingangs beschrieben, bezieht sich die Bezeichnung„Flochvolt“ in der An meldung sowohl auf eine Flochvolt-Nennspannung von etwa 60 Volt bis 1000
Volt, in der Regel von etwa 400 Volt bis 900 Volt, als auch auf eine Mittelvolt- Nennspannung von etwa 20 Volt bis etwa 60 Volt, in der Regel von etwa 48 Volt. Die Bezeichnung„Niedervolt“ bezieht sich in der vorliegenden An meldung hingegen eine Niedervolt-Nennspannung von etwa kleiner gleich 30 Volt, in der Regel auf eine Nennspannung von etwa 12 Volt. In den Figuren ist das Hochvoltnetz HV insbesondere als Mittelvolt-Energienetz mit einem Potential von etwa 48 Volt beschrieben.
Beide Spannungsnetze weisen dabei eine Vielzahl von einzelnen Kompo- nenten, im Folgenden auch Verbraucher genannt, auf. Das Hochvoltnetz HV umfasst als Komponenten neben einer Hochvoltbatterie BHV, einen Hochvolt verbraucher RHV und eine elektrische Maschine EM. Die Komponenten des Hochvoltnetzes HV sind dabei mit einem Anschluss an ein Pluspotential HV+ und mit ihrem jeweiligen zweiten Anschluss an ein Massepotential GND angeschlossen. Zwischen dem Massepotential GND und dem Pluspotential HV+ des Hochvoltnetzes HV liegt dann bevorzugt eine Spannung, also das zuvor genannte Potential von etwa 48 Volt an. In einem anderen als den gezeigten Ausführungsbeispielen könnte das Hochvoltnetz HV auch ein Potential von etwa 400 Volt bis 900 Volt aufweisen. In diesem Fall würde das Potential dann zwischen dem Pluspotential HV+ und einem in den Fig. nicht gezeigten Minuspotential HV- anliegen.
Im Gegensatz dazu sind die Komponenten des Niedervoltnetzes NV in Tei lenergienetze, nämlich ein erstes Teilenergienetz T1 und ein zweites Tei- lenergienetz T2 unterteilt. Das erste Teilenergienetz T1 umfasst in dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel dabei eine Vielzahl an Komponenten, wie beispielsweise ein Kühlerlüfterelement KLE, ein Infotainmentsystem INF, ein Navigationssystem NAV sowie eine Radioansteuerung RAD Zusätzlich oder alternativ könnte das erste Teilenergienetz T1 eine Soundanlagenan- Steuerung und/oder eine Innenlichtansteuerung für das Kraftfahrzeug und/oder einen Kofferraum umfassen. Weiterhin kann das erste Teilenergie netz T1 in der Fig.1 als Komponente optional auch eine Batterie B1 umfas sen. Entsprechend sind die Komponenten des ersten Teilenergienetzes T1 als nicht-sicherheitsrelevante Komponenten zum Bereitstellen einer Funktion
des Kraftfahrzeugs ausgebildet. Alternativ zu dem gezeigten Ausführungs beispiel könnte das erste Teilenergienetz T1 auch lediglich eine einzelne Komponente umfassen. Somit würde die eine Komponente dann sozusagen das erste Teilenergienetz T1 darstellen.
Um mit elektrischer Energie versorgt zu werden, ist die Batterie B1 des ers ten Teilenergienetzes T1 mit einem Anschluss an ein Versorgungspotential KL30.B angeschlossen. Mit einem zweiten Anschluss ist die Batterie B1 ebenfalls an das Massepotential GND angeschlossen. Die übrigen Kompo- nenten des ersten Teilenergienetzes T1 sind ebenfalls mit einem jeweils ersten Anschluss an das Versorgungspotential KL30.B angeschlossen. Dazu sind die einzelnen ersten Anschlüsse der übrigen Komponenten in einem Knoten zusammengeschaltet und bilden somit einen gemeinsamen An schluss, mit dem die übrigen Komponenten an das Versorgungspotential KL30.B angeschlossen sind. Mit ihren jeweiligen zweiten Anschlüssen sind die übrigen Komponenten des ersten Teilenergienetzes T1 ebenfalls an das Massepotential GND angeschlossen.
Analog zu dem ersten Teilenergienetz T1 weist auch das zweite Teilenergie- netz T2 eine Vielzahl von elektrischen Komponenten, wie beispielsweise ein Bremsregelungssystem BRS, ein Lenksystem EPS, eine Wischersteuerung Wl, eine Lichtsteuerung LI und eine Batterie B2 auf. Entsprechend sind die Komponenten des zweiten Teilenergienetzes T2 als sicherheitsrelevante Komponenten zum Bereitstellen einer Funktion des Kraftfahrzeugs ausgebil- det. Jeder der Komponenten des zweiten Teilenergienetzes T2 ist dabei über einen separaten ersten Anschluss an ein zweites Versorgungspotential KL30.A angeschlossen. Mit einem jeweils zweiten Anschluss sind die einzel nen Komponenten des zweiten Teilenergienetzes T2 an das Massepotential GND angeschlossen.
Sowohl zwischen dem Versorgungspotential KL30.B und dem Massepotenti al GND, als auch zwischen dem Versorgungspotential KL30.A und dem Massepotential GND liegt dabei eine Versorgungsspannung für das erste und zweite Teilenergienetz T1 und T2, nämlich das zuvor genannte Nieder-
voltpotential von etwa 12 Volt an. Die Versorgungspotentiale KL30.B und KL30.A stellt vorzugsweise eine Versorgung der Teilenergienetze mit Dauer plus dar, was in der Fahrzeugtechnik häufig als„Klemme dreißig“ bezeichnet wird.
Neben dem ersten und zweiten Teilenergienetz T1 und T2 weist das Nieder voltnetz NV auch ein Koppelelement K auf. Das Koppelelement koppelt da bei das erste Teilenergienetz T1 mit dem zweiten Teilenergienetz T2. In dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Koppelelement K dazu über einen ersten Anschluss mit dem Versorgungspotential KL30.B und über einen zweiten Anschluss mit dem zweiten Versorgungspotential KL30.A verbunden. Das Koppelelement K hat dabei die Funktion, beispielsweise im Fall einer Funktionsstörung des ersten Teilenergienetzes T1 , also insbeson dere einer der Komponenten des ersten Teilenergienetzes T1 , das erste Teilenergienetz T1 von dem zweiten Teilenergienetz T2 zu entkoppeln. So mit können das erste Teilenergienetz T1 und das zweite Teilenergienetz T2 im Fall einer Funktionsstörung reversibel und zerstörungsfrei physikalisch voneinander getrennt werden. Alternativ zu dem in Fig.1 gezeigten Ausführungsbeispiel könnte das erste Teilenergienetz T1 neben den zuvor beschriebenen Komponenten auch das Wandlerelement W und die Komponenten des Flochvoltnetzes FIV umfassen. Somit könnte das Koppelelement K auch in Abhängigkeit von wenigstens einem physikalischen Wert des Wandlerelements W und/oder einer der Komponenten der Flochvoltnetzes FIV das zweite Teilenergienetz V2 von dem ersten Teilenergienetz T2 entkoppeln.
Dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel kann folgende Situation bei spielhaft zugrunde liegen. In einem Normalbetrieb des Energienetzes E kann zunächst die Flochvoltbatterie BHV des Flochvoltnetzes FIV ausgebildet sein, neben den Flochvoltverbrauchern RHV und der elektrischen Maschine EM über das Wandlerelement W auch die Komponenten des ersten Teilenergie netzes T1 und des zweiten Teilenergienetzes T2 des Niedervoltnetzes NV zu versorgen. Dabei werden besonders bevorzugt auch die Batterie B1 und die
Batterie B2 des ersten und zweiten Teilenergienetzes T1 und T2 mit Hilfe der Hochvoltbatterie BHV aufgeladen. Im Normalbetrieb sind dazu die Versor gungspotentiale KL30.B und KL30.A des ersten und zweiten Teilenergienet zes T1 und T2 zunächst über das Koppelelement K elektrisch leitend mitei- nander verbunden.
Nun könnte eine der Komponenten, wie beispielsweise das Infotainmentsys tem INF des ersten Teilenergienetzes T1 , eine Funktionsstörung zum Bei spiel in Form eines Kurzschlusses aufweisen. Durch den Kurzschluss könnte die Spannung des Niedervoltnetzes NV einbrechen. Der Kurzschluss in dem Infotainmentsystem INF könnte somit eine so genannte Verbraucherrückwir kung für alle anderen Komponenten des Niedervoltnetzes bewirken. Durch diese Verbraucherrückwirkung, nämlich den Spannungseinbruch, oder auch Spannungsabfall, würde somit nicht mehr ausreichend Spannung zum Be- treiben der übrigen Komponenten des ersten Teilenergienetzes T1 und der Komponenten des zweiten Teilenergienetzes T2 bereitstehen. Somit wären sowohl die Komponenten des ersten Teilenergienetzes T1 als auch die Komponenten des zweiten Teilenergienetzes T2 nicht mehr funktionsfähig. Insgesamt würde also das gesamte Niedervoltnetz NV des Energienetzes E ausfallen.
Würde sich das Kraftfahrzeug, dem das Energienetz E zugeordnet ist, dabei beispielsweise in einem Fährbetrieb befinden, könnte das Kraftfahrzeug durch Ausfall der sicherheitsrelevanten Komponenten des zweiten Teilener- gienetzes T2 nicht mehr gesteuert werden. Somit würde beispielsweise eine Lenkunterstützung und/oder eine Bremsunterstützung schlagartigen ausfal len, sodass das Kraftfahrzeug nur noch mit erheblichem Aufwand gebremst beziehungsweise gelenkt werden könnte. Weiterhin könnte bei einem derar tigen Ausfall der Funktion von sicherheitsrelevanten Komponenten, wie bei- spielsweise des Lenksystems EPS oder des Bremsregelungssystems BRS das Kraftfahrzeug auch sofort automatisch angehalten werden. Das Kraft fahrzeug würde liegenbleiben. Insbesondere im Straßenverkehr würde dadurch eine Unfallgefahr erhöht werden.
Um nun einen derartigen Ausfall der der Brems- beziehungsweise Lenkun terstützung oder ein Liegenbleiben des Kraftfahrzeugs zu verhindern, ist das Koppelelement K des Energienetzes E zum Entkoppeln der nicht sicherheits relevanten Komponenten des ersten Teilenergienetzes T1 und der sicher heitsrelevanten Komponenten des zweiten Teilenergienetzes T2 ausgebildet. Dabei weist das Koppelelement die reversible Trennfunktion zum reversiblen und zerstörungsfreien Trennen der Teilenergienetze T1 und T2 auf. Um die reversible Trennfunktion zu realisieren, kann das Koppelelement K bei spielsweise einen Halbleiterschalter umfassen, der in Abhängigkeit von ei nem physikalischen Wert des ersten Teilenergienetzes T1 in einem einge schalten Schaltzustand elektrisch leitfähig ist oder in einem ausgeschalteten Schaltzustand elektrisch nicht leitfähig ist, oder umgekehrt. Der physikalische Wert stellt dabei einen Strom, und/oder eine Spannung und/oder eine Tem peratur des ersten Teilenergienetzes T1 dar. Dabei wird der Halbleiterschal ter insbesondere dann in den nicht leitfähigen Schaltzustand versetzt, wenn der physikalische Wert außerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs liegt. Anders ausgedrückt, wird sozusagen das erste Teilenergienetz T1 von dem zweiten Teilenergienetz T2 elektrisch getrennt, wenn der physikalische Wert einen vorgegebenen Grenzwert entweder überschreitet oder unterschreitet.
Im Fall des zuvor genannten Kurzschlusses im Infotainmentsystem INF wür de sich also der zuvor beschriebene Spannungseinbruch in dem ersten Tei lenergienetz T1 ergeben. Dieser Spannungseinbruch könnte beispielsweise von dem Koppelelement K erfasst werden und der Halbleiterschalter des Koppelelements K könnte seinen Schaltzustand dahingehend ändern, dass das erste Teilenergienetz von dem zweiten Teilenergienetz elektrisch ge trennt wird. Alternativ könnte im Fall des Kurzschlusses durch das Kop pelelement K auch ein erhöhter Stromfluss von dem zweiten Teilenergienetz T2 zu dem ersten Teilenergienetz T1 erfasst werden. Auch in diesem Fall könnte der Halbleiterschalter die Verbindung zwischen dem ersten Teilener gienetz T1 und dem zweiten Teilenergienetz T2 trennen.
Würde hingegen beispielsweise eine Funktionsstörung im Infotainmentsys tem INF aufgrund eines Softwarefehlers in der Ansteuerung des Infotain-
mentsystems INF hervorgerufen werden, könnte das Infotainmentsystem INF, also insbesondere die Infotainmentsystemansteuerung, beispielsweise überhitzen. Die Überhitzung des Infotainmentsystems INF könnte ebenfalls von dem Koppelelement K erfasst werden. Um nun beispielsweise eine auf Überhitzung folgende mechanische Zerstörung des Infotainmentsystems INF zu vermeiden, und einer daraus resultierenden Verbraucherrückwirkung auf die sicherheitsrelevanten Komponenten des zweiten Teilenergienetzes T2 entgegenzuwirken, könnte auch in diesem Fall das Koppelelement K das erste Teilenergienetz T1 und das zweite Teilenergienetz T2 bereits frühzeitig elektrisch voneinander trennen. Anschließend könnte beispielsweise zum Beheben der Funktionsstörung des Infotainmentsystems INF ein Neustart der Infotainmentsystemansteuerung ausgeführt werden. Dadurch könnte der Softwarefehler in der Ansteuerung des Infotainmentsystems INF behoben werden und das Infotainmentsystem INF wäre nach dem Neustart wieder funktionsfähig. Die Temperatur des Infotainmentsystems INF würde sinken und der physikalische Wert des ersten Teilenergienetzes würde wieder in dem vorgegebenen Wertebereich liegen. Dementsprechend könnte das erste Teilenergienetz durch das Koppelelement K wieder mit dem zweiten Tei lenergienetz T2 gekoppelt werden. Somit könnte die Verfügbarkeit des Kraft fahrzeugs mit dem in Fig. 1 beschriebenen Energienetz verbessert werden.
Solange die beiden Teilenergienetze T1 , T2 während der Funktionsstörung voneinander getrennt sind, können mit Hilfe der Batterie B2 die Komponen ten des zweiten Teilenergienetzes T2 zumindest temporär mit Energie ver sorgt werden. Analog gilt dies auch für die Batterie B1 des ersten Teilener gienetzes für den Fall, dass beispielsweise das Flochvoltnetz FIV ausfällt.
Fig. 2 zeigt ebenfalls das schematische Prinzipschaltbild des Energienetzes E wie es in Fig. 1 dargestellt ist. In Fig. 2 ist jedoch eine alternative Ausge staltung des Koppelelements K dargestellt. In dem Fig. 2 gezeigten Ausfüh rungsbeispiel kann nicht nur das gesamte Teilenergienetz T1 von dem ge samten Teilenergienetz T2, also das Versorgungspotential KL30.B von dem zweiten Versorgungspotential KL30.A durch das Koppelelement K getrennt werden. Stattdessen kann mit Ausnahme der Batterien B2 jede der Kompo-
nenten separat von dem Versorgungspotential KL30.A getrennt werden. Dazu weist das Koppelelement K eine Vielzahl an Schaltelementen S1 bis S5 auf. Das Schaltelement S1 ist zwischen das Versorgungspotential KL30.A und das Versorgungspotential KL30.B geschaltet, wobei an das Versor gungspotential KL30.B der gemeinsame Anschluss der nicht sicherheitsrele vanten Komponenten des ersten Teilenergienetzes T1 angeschlossen ist. In Fig. 2 ist die optionale Batterie B2 ebenfalls an den gemeinsamen Anschluss der nicht sicherheitsrelevanten Komponenten des ersten Teilenergienetzes T1 angeschlossen. Die Schaltelemente S2, S3, S4 und S5 sind analog dazu zwischen dem jeweiligen ersten Anschluss des Bremsregelungssystems BRS, des Lenksystems EPS, der Wischersteuerung Wl und der Lichtsteue rung LI und dem Versorgungspotential KL30.A angeordnet. Durch Ansteuern der Schaltelemente S1 bis S5 kann somit jeder der genannten Komponenten separat mit dem Versorgungspotential KL30.A verbunden oder von diesem getrennt werden.
Weiterhin umfasst das Koppelelement in dem in Fig. 2 gezeigten Ausfüh rungsbeispiel auch eine Erfassungseinrichtung D mittels der insbesondere der physikalische Wert, oder auch einzelne physikalische Werte, jedes ein zelnen der Komponenten des ersten und zweiten Teilenergienetzes T1 , T2 erfasst werden kann. Der erfasste physikalische Wert kann dann von der Erfassungseinrichtung D an eine Steuereinrichtung C übermittelt werden. Die Steuereinrichtung C ist besonders bevorzugt ausgebildet, den physikalischen Wert auszuwerten und sozusagen zu prüfen, ob der physikalische Wert in dem vorgegebenen Wertebereich liegt. Liegt der physikalische Wert einer der Komponenten, beispielsweise der nicht sicherheitsrelevanten Kompo nenten des ersten Teilenergienetzes T1 außerhalb des vorgegebenen Wer tebereichs, kann die Steuereinrichtung C ein jeweiliges Steuersignal S gene rieren um das zu der Komponente gehörige Schaltelement S1 bis S5 anzu steuern. Durch das Ansteuern des Schaltelements kann schließlich die funk tionsgestörte Komponente von dem Versorgungspotential KL30.A getrennt werden.
Fig. 3 zeigt ein schematisches Prinzipschaltbild eines Energienetzes E für ein Kraftfahrzeug mit einer hochautomatisierten Fahrfunktion. Das Hoch- voltnetz HV, das erste Teilenergienetz T1 und das zweite Teilenergienetz T2 sind dabei analog zu dem in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel des Energienetzes E aufgebaut. Anstelle der Wischersteuerung Wl weist das zweite Teilenergienetz T2 jedoch als Komponente ein Radarsystem RA auf.
Zusätzlich zu dem zweiten Teilenergienetz T2 mit den sicherheitsrelevanten Komponenten weist das Energienetz E in dem in Fig. 3 gezeigten Ausfüh- rungsbeispiel zum Ermöglichen der hochautomatisierten Fahrfunktion des Kraftfahrzeugs jedoch zusätzlich noch ein drittes Teilenergienetz T3 auf. Das dritte Teilenergienetz T3 umfasst dabei elektrische Komponenten, die diesel be Funktion ausführen, wie die elektrischen Komponenten des zweiten Tei lenergienetzes T2. Das dritte Teilenergienetz T3 ist somit redundant zu dem zweiten Teilenergienetz T2 ausgebildet.
Entsprechend umfasst das dritte Teilenergienetz T3 ein zweites Radarsys tem RA2, ein zweites Bremsregelungssystem BRS2, ein zweites Lenksystem EPS2 und eine zweite Lichtsteuerung LI2. Weiterhin umfasst das dritte Tei- lenergienetz T3 auch eine Batterie B3. Die Batterie B3 ermöglicht dabei analog zur Batterie B2 zumindest ein temporäres Versorgen der übrigen Komponenten des dritten Teilenergienetzes T3, für den Fall, dass das dritte Teilenergienetz T3 von dem ersten Teilenergienetz T1 entkoppelt ist. Alle Komponenten des dritten Teilenergienetz T3 sind dabei analog zu dem Komponenten des zweiten Teilenergienetzes T2 mit jeweils einem ersten Anschluss an ein drittes Versorgungspotential KL30.C angeschlossen und mit einem jeweiligen zweiten Anschluss an das Massepotential GND. Zwi schen dem zweiten Versorgungspotential KL30.C und dem Massepotential GND liegt in diesem Fall ebenfalls in etwa ein Potential von 12 Volt. Analog zu dem zweiten Teilenergienetz T2 ist auch das dritte Teilenergienetz T3 über ein zweites Koppelelement Kx an das Versorgungspotential KL30.B angeschlossen.
In dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel unterscheiden sich jedoch die Koppelelemente K und KX in ihrer Ausgestaltung. Das Koppelelement K zwischen dem ersten Teilenergienetz T1 und dem zweiten Teilenergienetz T2 ist analog zu dem Koppelelement in Fig. 1 und Fig. 2 beispielsweise als intelligenter Potentialverteiler ausgebildet. Im Gegensatz dazu, ist das Kop pelelement KX zwischen dem ersten Teilenergienetz T1 und dem dritten Teilenergienetz T3 als steuerbarer DC/DC-Wandler ausgebildet. Somit sind auch die Koppelelemente redundant zueinander ausgebildet. Alternativ zu dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel könnten die Kop pelelemente K und KX auch gleich ausgebildet sein. Jedoch ist es häufig so, dass in einem Energienetz E zum Ermöglichen einer hochautomatisierten Fahrfunktion unterschiedliche Batterietechnologien für die Batterien B2 und B3 des zweiten Teilenergienetzes T2 und des dritten Teilenergienetzes T3 genutzt werden. Um nun also unterschiedliche Spannungslevel in Abhängig keit von der verwendeten Batterietechnologie in dem zweiten Teilenergienetz T2 und dem dritten Teilenergienetz T3 einstellen zu können, ist es üblich, in diesem Fall auch unterschiedliche Koppelelemente K und KX zum Realisie ren der reversiblen Trennfunktion auszuführen.
Für den Fall, dass also in dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel eine Funktionsstörung in einer der nicht sicherheitsrelevanten Komponenten des ersten Teilenergienetzes T1 auftritt, können nun ebenfalls das zweite und dritte Teilenergienetz T2 und T3 zum Vermeiden der Verbraucherrückwir- kung separat von dem ersten Teilenergienetz T 1 entkoppelt werden.
Fig. 4 zeigt nun ein schematisches Flussidagramm von einzelnen Verfah rensschritten zum Betreiben einer beispielhaften Ausführungsform eines Energienetzes, wie es beispielsweise in einer der Fig. 1 bis 3 dargestellt ist.
Das Verfahren wird dabei mit einem Startschritt ST gestartet. Anschließend erfolgt in einem ersten Schritt 1 ein Erfassen des physikalischen Werts des ersten Teilenergienetzes T1. In einem nächsten Schritt 2 kann dann der erfasste physikalische Wert ausgewertet werden. Daraufhin erfolgt in einem
Schritt 3 ein Prüfen, ob der physikalische Wert innerhalb oder außerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs liegt. Liegt der physikalische Wert inner halb des vorgegebenen Wertebereichs, kann als nächstes erneut der Schritt 1 des Erfassens eines neuen physikalischen Werts des ersten Teilenergie- netzes T1 ausgeführt werden. Liegt der physikalische Wert hingegen außer halb des vorgegebenen Wertebereichs, wird in einem Schritt 4 ein Steuer signal für das Koppelelement K, insbesondere für ein Schaltelement S1 bis S5 des Koppelelements K generiert. Anschließend kann das Koppelelement K beziehungsweise das jeweils zugehörige Schaltelement S1 bis S5 mit dem Steuersignal S angesteuert werden um ein reversibles Entkoppeln des ers ten Teilenergienetzes T1 von dem zweiten Teilenergienetz T2 beziehungs weise von dem dritten Teilenergienetz T3 zu ermöglichen. Das Verfahren wird anschließend in einem Schritt T beendet. Insgesamt zeigen die Beispiele, wie durch die Erfindung ein hochverfügbares Energienetz, insbesondere eine Energienetzarchitektur, sowohl für manuel les Fahren und auch für hochautomatisiertes Fahren bereitgestellt werden kann.