Beschreibung
Ventilanordnung und Fluidstromkontrollelement
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ventilanordnung. Fer ner betrifft die vorliegende Erfindung ein Fluidstromkontrol lelement umfassend eine erfindungsgemäße Ventilanordnung. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung eine Strömungsma schinenanlage umfassend eine Ventilanordnung und/oder ein Fluidstromkontrollelement. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Bereitstellung oder Instandset zung einer Strömungsmaschinenanlage umfassend eine Ventilan ordnung und/oder Fluidstromkontrollelement. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung einer Ventilanord nung oder eines Fluidstromkontrollelements .
Strömungsmaschinenanlagen sind ein wichtiger Bestandteil der heutigen Industrie und sind beispielsweise bei der Energieer zeugung von besonderer Bedeutung. Hierbei haben derartige Strömungsmaschinenanlagen vielfältige Weiterentwicklungen durchlaufen. Auch sehr etablierte Systeme wie Dampfturbinen anlagen sind hierbei beständig Thema von Weiterentwicklungen und neuen Anforderungen ausgesetzt. Beispielsweise resultie ren neue Herausforderungen wie der Ausgleich der schwankenden Einspeisungen von erneuerbaren Energiequellen wie Windenergie und Solarenergie oder auch verschärfte Anforderungen hin sichtlich Arbeitssicherheit und verstärkter Kostendruck in einem beständigen Bedarf auch derartige Systeme immer weiter zu optimieren.
Beispielsweise ist hierbei der Wunsch nach einem einfach re gelbaren und wartungsfreundlicheren Regelungssystem des Flu idstroms der Strömungsmaschinenanlagen vorhanden. Gleichzei tig muss hierbei jedoch die Sicherheit insbesondere für die Mitarbeiter zumindest beibehalten werden. Vorzugsweise soll auch hierbei eine Verbesserung erzielt werden. Dies ist von besonderer Bedeutung für Systeme wie die Dampfturbinenanla gen, bei denen ein Fluidstrom unter hohem Druck eingesetzt
wird. Gleichzeitig soll das System jedoch möglichst zuverläs sig und wartungsarm sein, wobei auch ein hoher Fertigungsauf wand resultierend in hohen Ersatzteilkosten und erhöhtem Ri siko von Produktionsmängeln möglichst minimiert werden soll.
Diese Aufgaben werden durch die Vorrichtungen, das Verfahren und die Verwendung, wie hierin beschrieben und in an Ansprü chen ausgeführt, gelöst. Die abhängigen Ansprüche und weitere Beschreibung enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen der Er findung, welche weitere Vorteile bereitstellen, die auch zu sätzliche Probleme lösen können.
Gemäß einem Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung eine Ventilanordnung zur Regelung eines Fluidstroms umfassend ein stationäres Element und ein bewegliches Element, wobei das stationäre Element einen Hohlraum aufweist, in dem sich das bewegliche Element bewegt, wobei das bewegliche Element ge eignet ist entlang einer ersten Achse translatorisch inner halb des Hohlraums des stationären Elements bewegt zu werden, wobei das bewegliche Element Kolbenelement und eine stabför miges Koppelelement umfasst, wobei das Kolbenelement eine Au ßenseite parallel zur ersten Achse aufweist, wobei die Ven tilanordnung derart gestaltet ist, dass ein Durchfluss des Fluidstroms zwischen stationärem Element und Außenseite des Kolbenelements verhindert wird, wobei das Kolbenelement eine Kontaktkante aufweist, die geeignet ist einen Ventilsitz zu kontaktieren, wobei das Kolbenelement gegenüber der Kontakt kante eine Rückseite aufweist, wobei das Koppelelement an der Rückseite des Kolbenelements befestigt ist.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfin dung Fluidstromkontrollelement umfassend eine erfindungsgemä ße Ventilanordnung, eine Fluidstromleitung und einer Flu idstromeintrittsöffnung umfassend einen Ventilsitz innerhalb der Fluidstromleitung, wobei der Ventilsitz geeignet ist die Kontaktkante der Ventilanordnung zu kontaktieren.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfin dung eine Strömungsmaschinenanlage umfassend mindestens eine erfindungsgemäße Ventilanordnung und/oder ein erfindungsgemä ßes Fluidstromkontrollelement .
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfin dung ein Verfahren zur Bereitstellung oder Instandsetzung ei ner Strömungsmaschinenanlage, vorzugsweise einer Dampfturbi nenanlage, wobei das Verfahren den Einbau oder die Instand setzung einer erfindungsgemäßen Ventilanordnung oder eines erfindungsgemäßen Fluidstromkontrollelements umfasst.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfin dung eine Verwendung einer erfindungsgemäßen Ventilanordnung oder eines erfindungsgemäßen Fluidstromkontrollelements zur Regelung des Fluidstroms einer Strömungsmaschinenanlage, vor zugsweise einer Dampfturbinenanlage. Der Begriff „Regelung" im Sinne der vorliegenden Erfindung bezeichnet die Einstel lung eines gewünschten Fluidstroms sowie insbesondere das Blockieren des Fluidstroms.
Für ein vollständigeres Verständnis der vorliegenden Erfin dung wird auf die nachfolgende ausführliche Beschreibung und der in Verbindung hiermit beschriebenen Abbildungen verwie sen. Die Abbildungen sind hierbei jedoch nur als Verdeutli chung der Erfindung zu verstehen und stellen nur besonders bevorzugte Ausführungsformen und keine Einschränkung der Er findung dar.
Abbildung 1 zeigt einen schematischen Querschnitt eines er findungsgemäßen Fluidstromkontrollelements als Seitenansicht.
Abbildung 2 zeigt einen schematischen Querschnitt des in Ab bildung 1 dargestellten erfindungsgemäßen Fluidstromkontrol lelements als 3D-Ansicht.
Abbildung 3 zeigt schematischen Querschnitt eines ähnlichen Fluidstromkontrollelements mit gebräuchlicher Ventilanordnung als Seitenansicht.
Gemäß einem Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung die vorgenannten Ventilanordnung.
Diese erlauben die Kontrolle eines Fluidstroms insbesondere einer Strömungsmaschinenanlage wie einer Dampfturbinenanlage unter Einsatz nur sehr geringer Stellkräfte. Überraschender weise hat sich gezeigt, dass mittels der erfindungsgemäßen Ventilanordnung die erforderliche Stellkraft auch bei Rege lung hoher Drücke des Fluidstroms wie beispielsweise mehr als 100 bar, beispielsweise 150 bar, um mehr als 90 % gegenüber bekannten Systemen, wie unter Einsatz eines bekannten Ven tilanordnung wie in Abbildung 3 dargestellt, verringert wer den kann. Dies wird hierauf zurückgeführt, dass im Gegensatz zu bestehenden Ventilanordnungen der Druck des Fluidstroms nicht auf die Rückseite des Kolbenelements einwirken kann.
Die Ventilanordnung ist vorzugsweise derart gestaltet, dass das Kolbenelement sich auch bei Geschlossenstellung des Ven tils zumindest teilweise innerhalb des Hohlraums des statio nären Elements befindet. Unter „Geschlossenstellung" wird im Sinne der vorliegenden Erfindung verstanden, dass die Kon taktkante in Kontakt ist mit dem Ventilsitz. Zwar sind auch Ausführungsformen mit beispielsweise zusätzlich abgetrennten Kammern denkbar, jedoch erhöht dies typischerweise lediglich die apparativen Anforderungen ohne merklichen Mehrgewinn. Die Ausgestaltung unter Verhinderung eines Durchflusses zwischen Außenseite des Kolbenelements und stationären Element verhin dert hierbei, dass der Fluidstrom in ansonsten unkontrollier ter Weise zur Rückseite des Kolbenelements strömt und somit insbesondere das Öffnen des Ventils nur unter Einsatz sehr großer Stellkräfte möglich macht. Überraschenderweise kann hierbei selbst ein scheinbar filigraner Aufbau wie die nach folgend angeführte Ausführungsform, bei der das Kolbenelement in einer zur Kontaktkantenseite offenen Topfform ausgeführt
wird, nicht nur eine zuverlässige Regelung, sondern auch eine außergewöhnliche Dauerstabilität bereitstellt .
Dies erlaubt den Einsatz von Antriebselementen mit drastisch verringerten Anforderungen auch in hochbelasteten Bereichen beispielsweise bei Strömungsmaschinenanlagen wie Dampfturbi nenanlagen. Insbesondere können hierbei einfache elektrome chanische Antriebselemente genutzt werden, die eine exakte Regelung, einen einfachen Austausch, deutlich verminderte Be triebskosten, Wartungskosten und Anschaffungskosten, sowie eine erhöhte Betriebssicherheit bieten. Selbst der Einsatz von beispielsweise hydraulischen oder pneumatischen Antrieb selementen, welche für diese deutlich niedrigeren Stellkräfte ausgelegt sind, hat noch immer deutliche Vorteile gegenüber der Verwendung von beispielsweise derzeit verwendeten Hoch druckhydrauliken .
Gleichzeitig zeigte sich überraschenderweise, dass die erfin dungsgemäße Ventilanordnung ein deutlich erhöhte Zuverlässig keit bei gleichzeitig vermindertem Fertigungsaufwand vergli chen mit Lösungen wie Doppelsitzventilen, die beispielsweise Probleme hinsichtlich der Bereitstellung der erforderlichen Dichtigkeit aufweisen und gleichzeitig einen sehr hohen Fer tigungsaufwand mit sich bringen. Dies gilt insbesondere für hochbelastete Einsatzzwecke wie in den Zuleitungsbereichen des Fluidstroms zur Turbineneinheit bei Strömungsmaschinenan lagen. Als Beispiel sind hierbei insbesondere die Dampfturbi nenanlagen zu nennen, bei denen ein hoher Druck sicher gere gelt werden muss.
Nachfolgend werden exemplarisch einige Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beschrieben, die weitere spezielle Vorteile bieten. Die Gegenstände dieser Ausführungsformen können auch beliebig miteinander kombiniert werden, um beson ders vorteilhafte Ausführungsformen für spezielle Anwendungs fälle bereitzustellen.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass die Rückseite mindestens einen Durchgang aufweist, wobei der min destens eine Durchgang den Bereich hinter der Rückseite und den gegenüberliegenden Bereich innerhalb der Kontaktkante verbindet. Dies erlaubt einen besonders einfachen Druckaus gleich auf beiden Seiten. Da beispielsweise kein Druckaus gleich mit dem Raum außerhalb der Fluidstromleitung erforder lich ist, handelt es sich somit um ein abgeschlossenes Sys tem, was die Betriebssicherheit weiter erhöht.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass das Kolbenelement eine auf der Kontaktkantenseite offene Topfform mit einer Seitenwand aufweist, wobei das Kolbenelement gegen über der Kontaktkante eine Rückwand aufweist, wobei die Rück wand mindestens einen Durchgang aufweist. Hierdurch wird es möglich das Gewicht des Kolbenelements deutlich zu reduzie ren, wobei überraschenderweise die Ventilanordnung noch immer zuverlässig genug für den Einsatz auch in hochbelasteten Fäl len wie in den Dampfleitungen einer Dampfturbinenanlage bei spielsweise zwischen Dampferzeuger und Dampfturbine ist.
Überraschenderweise zeigten sich entsprechende Ventilanord nungen insbesondere hinsichtlich ihres Verschleißes über län gere Nutzung als typischerweise überlegen.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass der Kolbendurchmesser mindestens 75 % des Ventilsitzdurchmessers, mehr bevorzugt mindestens 85 % des Ventilsitzdurchmessers, noch mehr bevorzugt mindestens 90 % des Ventilsitzdurchmes sers beträgt. Hiermit können insbesondere kompakte Flu- idstromkontrollelemente realisiert werden.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass der Kolbendurchmesser höchstens 99,5 %, mehr bevorzugt höchsten 99 %, des Ventilsitzdurchmessers beträgt. Überraschenderweise erwies es sich typischerweise als vorteilhaft den Bereich der Kontaktkante zu verbreitern, wobei ein verbesserter Kontakt zwischen Kontaktkante und Ventilsitz erreicht wurde.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass sich die Kontaktkante auf einer Verdickung des Kolbenelements, vorzugsweise einer Wulst, befindet. Insbesondere ist es be vorzugt, dass sich die Verdickung zumindest teilweise weg von der ersten Achse erstreckt. Durch die Bereitstellung einer derartigen Verdickung kann beispielsweise eine Angriffsfläche für den Fluidstrom bereitgestellt werden, die in der Ge schlossenstellung des Ventils einen zusätzlichen Druck ausübt und das Ventil geschlossen hält. Dies ist beispielsweise vor teilhaft, sollte das Koppelelement brechen oder eine Siche rung der Position des beweglichen Elements während des Aus- tauchs der Antriebs versagen.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass die Au ßenseite des Kolbenelements mindestens eine Dichtung, mehr bevorzugt mindestens zwei Dichtungen, aufweist, wobei die Dichtung vorzugsweise ausgewählt wird aus der Gruppe beste hend aus Labyrinthdichtungen wie Durchblicklabyrinthdichtun gen, Kolbenringen und Bürstendichtungen, mehr bevorzugt aus der Gruppe bestehend aus Labyrinthdichtungen wie Durchblick labyrinthdichtungen und Kolbenringen. Insbesondere ist es ty pischerweise bevorzugt, wenn die Außenseite der Seitenwand und/oder die der Außenseite der Seitenwand gegenüberliegende Innenseite des Hohlraums, vorzugsweise die Außenseite der Seitenwand, mindestens eine Labyrinthdichtung und mindestens einen Kolbenring aufweist. Labyrinthdichtungen können hierbei in verschiedenen Formen ausgeführt werden. Beispielsweise können sie entweder aus der betreffenden Oberfläche herausra gen oder in der Form von Einfräsungen in der betreffenden Oberfläche vorliegen. Für Anwendungsfälle von hohen Drücken des Fluidstromes wie beispielsweise bei Dampfturbinenströ mungsanlagen hat es sich typischerweise als vorteilhaft er wiesen die Labyrinthdichtung in der Form von Einfräsungen der Oberfläche auszuführen.
Entsprechende Einfräsungen für Labyrinthdichtungen werden ty pischerweise besonders einfach, im Wesentlichen senkrecht zur entsprechenden Oberfläche, hergestellt. Jedoch kann eine der-
artige Einfräsung natürlich auch angewinkelt werden. Vorzugs weise weisen entsprechende Einfräsungen einen Winkel von 45° bis 135°, mehr bevorzugt einen Winkel von 55° bis 125°, noch mehr bevorzugt einen Winkel von 80° bis 100°, auf, bezogen auf die entsprechende Oberfläche, in der die Einfräsungen eingebracht werden.
Insbesondere ist es typischerweise bevorzugt, wenn die Außen seite der Seitenwand und/oder die der Außenseite der Seiten wand gegenüberliegende Innenseite des Hohlraums, vorzugsweise die Außenseite der Seitenwand, mindestens eine Labyrinthdich tung und mindestens einen Kolbenring aufweist. Bereits eine derartige Labyrinthdichtung ist typischerweise ausreichend, um die Leckage unter einem akzeptablen Grenzwert auch bei spielsweise bei hochbelasteten Anwendungen wie in Dampfzulei tungen zur Turbine bei Dampfturbinenanlagen zu halten. Die Kombination mit beispielsweise einem Kolbenring zur weiteren Verringerung und Absicherung erlaubt nicht nur die Leckage weiter zu reduzieren, sondern auch die Zuverlässigkeit weiter zu erhöhen.
Typischerweise ist es bevorzugt, dass das Kolbenelement eine runde Form aufweist. Insbesondere ist es typischerweise be vorzugt, dass der Querschnitt des Kolbenelements senkrecht zur ersten Achse oval oder kreisförmig, mehr bevorzugt kreis förmig, ist. Zwar sind auch andere Formen wie rechteckig, quadratisch oder dreieckig, insbesondere mit abgerundeten Kanten, denkbar, jedoch haben sich derartige Runde Formen für den vorliegenden Fall als besonders vorteilhaft erwiesen, da diese hervorragend abzudichten und einfach herzustellen sind.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass zwi schen Koppelelement und stationärem Element eine Stopfbuchs packung angeordnet ist. Die Stopfbuchspackung stellt eine be sonders zuverlässige Abdichtung gegen beispielsweise Dampf austritt aus dem Ventilanordnung oder Atmosphäreneintritt in der Ventilanordnung bereit. Hierbei werden vorzugsweise ver schiedene Ringe und/oder Buchsen kombiniert, um eine hochbe-
lastbare und dennoch zuverlässige Abdichtung zu erzielen. Insbesondere bevorzugt bestehen die Ringe und/oder Buchsen zumindest teilweise, mehr bevorzugt zu mindestens 50% bezogen auf deren Anzahl, mehr bevorzugt vollständig, aus Graphit und/oder Edelstahl.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass das Koppelelement zumindest teilweise, mehr bevorzugt im Bereich der Stopfbuchspackung, mit einer Hartstoffbeschichtung be schichtet ist. Eine derartige Beschichtung kann beispielswei se mit Detonationsbeschichtung, Laserauftragsschweißen, Nit rieren, Plasmaspritzen, Niedertemperaturplasmabeschichtung, Flammspritzen oder Kombinationen hiervon, mehr bevorzugt De tonationsbeschichtung, Laserauftragsschweißen, Nitrieren, Plasmaspritzen oder Kombinationen hiervon, noch mehr bevor zugt Detonationsbeschichtung, Laserauftragsschweißen oder Kombinationen hiervon, versehen werden. Ein besonders bevor zugtes Beschichtungsverfahren ist die Detonationsbeschich tung. Hiermit können besonders belastbare Beschichtungen er zielt werden.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass das stationäre Element im Bereich der Stopfbuchspackung einen Einspritzkanal aufweist. Ein derartiger Einspritzkanal kann beispielsweise genutzt werden, um eine abdichtende Masse wie Graphitpaste einzuspritzen und eine Notreparatur durchzufüh ren. Dies ist eine sehr vorteilhafte zusätzliche Absicherung, um die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Ventilanordnung weiter zu erhöhen.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass das Koppelelement ein Befestigungselement aufweist, wobei das Be festigungselement geeignet ist lösbar oder unlösbar, vorzugs weise lösbar, an einem elektromechanischen Antrieb befestigt zu werden. Beispiele des Befestigungselements können ausge wählt werden aus der Gruppe bestehend aus Einbuchtungen, Aus buchtungen, Gewinden zur Befestigung von Schraubverbindungen und Hohlräumen zur Befestigung mittels Zylinderstiften. Bei-
spielsweise kann das Ende des Koppelelements als Hammerkopf ausgeführt sein, wobei der elektromechanische Antrieb zur Übertragung der translatorischen Bewegung über ein passendes Gegenstück lösbar mit dem Hammerkopfende des Koppelelement verbunden wird.
Typscherweise ist es bei vielen Ausführungsformen bevorzugt, dass die Verbindung zwischen Antrieb und beweglichem Element kraftschlüssig oder formschlüssig, mehr bevorzugt formschlüs sig, erfolgt. Zwar erzielt auch eine kraftförmige Verbindung sehr gute Ergebnisse. Insbesondere hat sich jedoch die form schlüssige Verbindung für typische Anwendungsfälle als vor teilhafte Verbindungsart erwiesen, um eine hohe Zuverlässig keit bereitzustellen, wobei die Verbindung jedoch auch schnell wieder gelöst werden kann, um beispielsweise den An trieb auszutauschen.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass die Rückseite bzw. die Rückwand mindestens 2 Durchgänge, mehr be vorzugt mindestens 3 Durchgänge, noch mehr bevorzugt mindes tens 4 Durchgänge, aufweist. Typischerweise ist es bevorzugt, dass die Durchgänge symmetrisch auf der Rückseite bzw. der Rückwand angeordnet sind. Die Verwendung mehrerer Durchgänge erwies sich insbesondere als vorteilhaft, da hiermit offenbar ein gleichmäßigerer Fluss des Fluids durch das Kolbenelement bzw. die Rückwand erzielt wird und die Bewegung des bewegli chen Elements noch gleichmäßiger erfolgen kann, auch wenn die Bewegung sehr schnell erfolgen soll. Dies ist beispielsweise besonders vorteilhaft für Anwendungen wie die Verwendung als Hauptventil oder auch als Ventil in der Fluidstromleitung ei ner Dampfturbinenanlage zwischen Dampferzeuger und Dampftur bine .
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass die Kontaktkante abgerundet ist und geeignet ist einen Linienkon takt mit dem Ventilsitz bereitzustellen. Hierbei wird typi scherweise eine besonders zuverlässige Abdichtung erzielt, wenn der Fluidstorm vollständig gestoppt werden soll. Eine
derartige Abrundung ist beispielsweise gut ersichtlich in ei nem Querschnitt entlang der ersten Achse.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfin dung ein Fluidstromkontrollelement umfassend eine erfindungs gemäße Ventilanordnung, eine Fluidstromleitung und einer Flu idstromeintrittsöffnung umfassend einen Ventilsitz innerhalb der Fluidstromleitung, wobei der Ventilsitz geeignet ist die Kontaktkante der Ventilanordnung zu kontaktieren. Vorzugswei se findet ein derartiges Fluidstromkontrollelement Einsatz in einer Strömungsmaschinenanlage. Insbesondere ist es hierbei bevorzugt, dass der hierbei kontrollierte Fluidstrom von der Strömungsmaschine zur Energieerzeugung genutzt wird. Überra schenderweise sind die erfindungsgemäßen Fluidstromkontrol- lelemente auch für die äußerst hohen Anforderungen der Steue rung des in einer Strömungsmaschinenanlage als Energieträger genutzten Fluidstroms geeignet. Beispielsweise kann das er findungsgemäße Fluidstromkontrollelement besonders vorteil haft in die Fluidstromleitung vor der Turbine der Strömungs maschine eingebaut werden.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass die Fluidstromleitung im Bereich der Ventilanordnung einen Kol benraum aufweist, wobei der Kolbenraum eine Einbuchtung auf weist, wobei sich die Einbuchtung in Richtung des beweglichen Elements erstreckt. Hierbei wurde beobachtet, dass eine der artige ungleichmäßige Ausformung des Kolbenraums überra schenderweise eine noch besser kontrollierte Bewegung des be weglichen Elements ermöglicht.
Typischerweise ist es bevorzugt, dass die Einbuchtung den Ab stand zwischen Kolbenraum und Außenseite des Kolbenelements auf weniger als 75 %, mehr bevorzugt weniger als 65 %, noch mehr bevorzugt auf weniger als 55 %, des durchschnittlichen Abstands zwischen Kolbenraum und Außenseite des beweglichen Elements verengt, bezogen auf den Querschnitt senkrecht zur ersten Achse durch die Mitte des Teils des beweglichen Ele ments, dass in der Geschlossenstellung aus dem Hohlraum des
stationären Elements ragt. Dies resultiert überraschender weise in einer Stabilisierung des beweglichen Elements, wodurch dessen Abnutzung merklich verringert wird.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass sich die Einbuchtung über mindestens 3 %, mehr bevorzugt mindes tens 5 %, noch mehr bevorzugt mindestens 7 %, des Kolbenraums erstreckt, bezogen auf den Querschnitt senkrecht zur ersten Achse durch die Mitte des Teils des beweglichen Elements, dass in der Geschlossenstellung aus dem Hohlraum des statio nären Elements ragt. Insbesondere für Anwendungsfälle bei Fluidströmen mit hohem Druck wie beispielsweise Dampfströmen in Dampfturbinenanlagen hat es sich als vorteilhaft erwiesen die Einbuchtung nicht zu klein zu gestalten. Insbesondere wird hierbei eine hohe Zuverlässigkeit erzielt.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass sich die Einbuchtung über höchstens 20 %, mehr bevorzugt mindes tens 17 %, noch mehr bevorzugt mindestens 15 %, des Kolben raums erstreckt, bezogen auf den Querschnitt senkrecht zur ersten Achse durch die Mitte des Teils des beweglichen Ele ments, dass in der Geschlossenstellung aus dem Hohlraum des stationären Elements ragt. Auch zeigte sich, dass eine zu große Dimensionierung der Einbuchtung typischerweise keine Verbesserung bewirkt. In Einzelfällen kann der mittels der Einbuchtung erzielte positive Effekt hierdurch sogar wieder verringert werden.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass das Fluidstromkontrollelement einen elektromechanischen Antrieb umfasst, der mit dem Koppelelement des beweglichen Elements lösbar oder unlösbar, vorzugsweise lösbar, verbunden ist und wobei der elektromechanische Antrieb geeignet ist das beweg liche Element entlang der ersten Achse zu bewegen. Insbeson dere die lösbare Verbindung mit einem leicht auswechselbaren elektromechanischen Antrieb erlaubt überraschenderweise einen schnellen und sicheren Austausch des Antriebs auch im laufen den Betrieb.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfin dung eine Strömungsmaschinenanlage umfassend mindestens eine erfindungsgemäße Ventilanordnung und/oder ein erfindungsgemä ßes Fluidstromkontrollelement .
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass die Strömungsmaschinenanlage eine Dampfturbinenanlage ist. Bei spielsweise resultiert der typischerweise hierbei verwendeter hoher Dampfdruck in besonders hohen erforderlichen Stellkräf ten zur Regelung eines gebräuchlichen Ventils, wodurch derar tige Strömungsmaschinenanlagen besonders von den erfindungs gemäßen Ventilanordnungen und Fluidstromkontrollelementen profitieren .
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass die Ventilanordnung und/oder das Fluidstromkontrollelement in der Dampfleitung zwischen Dampferzeuger und Dampfturbine angeord net sind. Da hier typischerweise die höchsten Dampfdrücke vorhanden sind, erweisen sich die erfindungsgemäßen Vorteile als besonders groß.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass die Ventilanordnung und/oder das Fluidstromkontrollelement Be standteil der Hauptabsperrung ist. Insbesondere ist es typi scherweise bevorzugt, dass die Ventilanordnung und/oder das Fluidstromkontrollelement hierbei als Schnellschlussventil fungieren. Da hierbei geringere Kräfte aufgewendet werden müssen und gleichzeitig eine hohe Zuverlässigkeit erzielt wird, hat sich der Einsatz an dieser Stelle als besonders vorteilhaft erwiesen.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass die Ventilanordnung und/oder das Fluidstromkontrollelement Be standteil eines Entnahmeregelventils ist. Beispielsweise kann hierbei ein Teil des Fluidstroms entnommen werden, um bei spielsweise zur Aufheizung eines Vorwärmers vor dem Dampfer zeuger eingesetzt zu werden. Auch kann hierbei beispielsweise
ein Teil des Fluidstroms entnommen und als Prozessdampf ein gesetzt werden.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfin dung ein Verfahren zur Bereitstellung oder Instandsetzung ei ner Strömungsmaschinenanlage, vorzugsweise einer Dampfturbi nenanlage, wobei das Verfahren den Einbau oder die Instand setzung einer erfindungsgemäßen Ventilanordnung oder eines erfindungsgemäßen Fluidstromkontrollelements umfasst.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass das Verfahren den zumindest teilweisen Austausch eines vorhande nen Fluidstromkontrollelements umfassend einen Hochdruckhyd raulikantrieb zur Bereitstellung eines erfindungsgemäßen Flu idstromkontrollelements umfassend einen Niederdruckhydrauli kantrieb oder einen elektromechanischen Antrieb umfasst. Vorzugsweise bezieht sich der Begriff „Hochdruckhydraulikan trieb" auf einen Antrieb mit mindestens 60 bar, mehr bevor zugt mindestens 80 bar, Druck. Ferner bezieht sich der Be griff „Niederdruckantrieb" im Rahmen der vorliegenden Erfin dung vorzugsweise auch einen Antrieb mit einem Druck von höchstens 30 bar, mehr bevorzugt höchstens 20 bar, noch mehr bevorzugt höchstens 10 bar. Bei derartigen Upgradeverfahren werden für typische Anwendungen besonders große Verbesserun gen erzielt.
Bei weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass das Verfahren den zumindest teilweisen Austausch eines vorhande nen Fluidstromkontrollelements umfassend einen nicht elektro mechanischen Antrieb gegen ein erfindungsgemäßes Fluidstrom- kontrollelement umfassend einen elektromechanischen Antrieb umfasst. Wie bereits beschrieben wurde, bietet der gemäß der vorliegenden Erfindung mögliche Wechsel des Antriebssystems in Verbindung mit der hohen Zuverlässigkeit des Fluidstrom kontrollelements eine besonders vorteilhafte Kombination für typische Strömungsmaschinenanlagen wie insbesondere Dampftur binenanlagen .
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfin dung die Verwendung einer erfindungsgemäßen Ventilanordnung oder eines erfindungsgemäßen Fluidstromkontrollelements zur Regelung des Fluidstroms einer Strömungsmaschinenanlage, vor zugsweise einer Dampfturbinenanlage. Unter Regelung werden hierbei insbesondere die Einstellung eines gewünschten Dampf drucks sowie insbesondere das Blockieren des Fluidstroms ver standen. Überraschenderweise erlaubt die erfindungsgemäße Ventilanordnung und das erfindungsgemäße Fluidstromkontrol- lelement nicht nur einen zuverlässigen Verschluss der Flu idstromleitung, sondern erlaubt auch eine präzise Verringe rung oder Vergrößerung des Fluidstroms. Insbesondere in Kom bination mit dem elektromechanischen Antrieb erlaubt dies ei ne schnelle und präzise Regelung je nach den gegenwärtigen Anforderungen. Zwar kann eine erfindungsgemäße Ventilanord nung oder eine erfindungsgemäße Fluidstromkontrollelement theoretisch auch zur Regelung eines sekundären Fluidstroms wie eines Hydraulikölstroms genutzt werden, jedoch wird es besonders bevorzugt für die Regelung des für die Energieer zeugung in einer Strömungsmaschine genutzten Fluidstroms ge nutzt. Hierbei erwies es sich als besonders vorteilhaft.
Abbildung 1 zeigt einen schematischen Querschnitt eines er findungsgemäßen Fluidstromkontrollelements als Seitenansicht. Das Fluidstromkontrollelement umfasst eine Ventilanordnung 1, eine Fluidstromleitung 18 und einer Fluidstromeintrittsöff nung 17 innerhalb der Fluidstromleitung 18. Die Flu
idstromeintrittsöffnung 17 weist einen Ventilsitz auf, der geeignet ist die Kontaktkante 8 der Ventilanordnung 1 zu kon taktieren .
Die Fluidstromleitung 18 weist im Bereich der Ventilanordnung 1 einen Kolbenraum 15 auf. In diesem Kolbenraum 15 findet sich eine Einbuchtung 16, wobei die Einbuchtung 16, sich in Richtung des beweglichen Elements 3 erstreckt.
Die Ventilanordnung 1 dient der Regelung des Fluidstroms, der durch die Fluidstromleitung 18 fließt. In dem in Abbildung 1
dargestellten Fall handelt es sich bei dem Fluidstrom um ei nen Dampfstrom, der von dem Dampferzeuger einer Dampfturbi nenanlage als Beispiel der Strömungsmaschinenanlage zur
Dampfturbine geleitet wird.
Die Ventilanordnung 1 umfasst ein stationäres Element 2 und ein bewegliches Element 3, wobei das stationäre Element 2 ei nen Hohlraum 4 aufweist, in dem sich das bewegliche Element entlang einer ersten Achse translatorisch bewegen kann.
Die bewegliche Struktur umfasst ein Kolbenelement 5 und einem Koppelelement 6. Das Kolbenelement 5 gemäß der in Abbildung 1 dargestellten Ausführungsform ist gekennzeichnet durch eine Zylinderform, wobei der Zylinder eine auf der Seite der Kon taktkante 8 offene Topfform aufweist. Die Seitenwand 7 des Kolbenelements 5 ist begrenzt durch die Außenseite des Kol benelements 5, die sich parallel zu ersten Achse erstreckt und die Mantelfläche des Zylinders darstellt. Die Ventilan ordnung 1 ist hierbei derart gestaltet, dass ein Durchfluss des Fluidstroms zwischen stationärem Element 2 und Außenseite des Kolbenelements 5 verhindert wird. Da hierdurch der unter hohem Druck stehende Fluidstrom nicht zur Rückseite des Kol benelements 5 gelangen kann, wird das Ventil entlastet und kann mit geringeren Stellkräften bewegt werden. Um den Durch fluss des Fluidstrom zwischen Außenseite und stationären Ele ment 2 noch sicherer zu verhindern, weist die Außenseite des Kolbenelements 5 eine Labyrinthdichtung sowie einen Kolben ring auf als Dichtungen 11 auf. Diese Dichtungen 11 finden sich naturgemäß im Bereich der Außenseite, der auch bei Ge schlossenstellung nicht aus dem Hohlraum 4 des stationären Elements 2 heraus bewegt wird, damit zuverlässig ein Durch fluss des Fluidstroms zwischen Außenseite und stationärem Element 2 verhindert wird.
Ferner kennzeichnet das Kolbenelement 5 die Kontaktkante 8 und die gegenüberliegende Rückwand 9. Die Kontaktkante 8 ist abgerundet, um einen Linienkontakt mit dem Ventilsitz zu er reichen und diesen zuverlässig zu verschließen. Ferner befin-
det sich die Kontaktkante 8 auf einer Wulst des Kolbenele ments 5, wodurch eine zusätzliche Absicherung des Ventils in der Geschlossenstellung erfolgt. Die Rückwand 9 weist 4
Durchgänge auf, welche symmetrisch um die Verbindungstelle von Rückseite des Kolbenelements 5 und Koppelelement 6 ange ordnet sind. Dies ermöglicht einen Druckausgleich des Berei ches innerhalb des topfförmigen Kolbenelements 5 und dem Hohlraum 4 zwischen der Rückseite des Kolbenelements 5 und dem stationären Element 2.
Das Koppelelement 5 der Ventilanordnung 1 ist mittig an der Rückwand 9 des Kolbenelements 5 befestigt und stellt eben falls eine zylindrische Form dar. Hierbei ist das Koppelele ment 6 mit einer Hartstoffbeschichtung versehen und von einer Stopfbuchspackung 12 umgeben. Die Stopfbuchspackung 12 um fasst Ringe und Buchsen bestehend aus Graphit und Edelstahl. Das stationäre Element 2 weist im Bereich der Stopfbuchspa ckung 12 einen Einspritzkanal auf, der es ermöglicht Graphit paste einzuspritzen. Dies erlaubt im Notfall eine vorüberge hende Abdichtung, bis eine Instandsetzung erfolgen kann.
Das Koppelelement 5 ist lösbar mit einem elektromechanischen Antrieb 14 verbunden, der das bewegliche Element 3 innerhalb des stationären Elements 2 translatorisch von links nach rechts und zurück bewegen kann. Die Verbindung erfolgt hier bei formschlüssig über eine Einbuchtung 16 an dem Koppelele ment 6 und ein entsprechendes Gegenstück am elektromechani schen Antrieb 14.
Das Fluidstromkontrollelement kann bei neuen Strömungsmaschi nenanlagen eingesetzt werden, jedoch auch beispielsweise im Rahmen eines Upgrades in bestehende Anlage integriert werden. Die einfache Wartung, die beispielsweise einen einfachen Aus tausch des elektromechanischen Antriebs 14 im laufenden Be trieb erlaubt, macht auch Instandsetzungsarbeiten an neuen und bestehenden Anlage besonders einfach und erhöht auch die Gesamtsicherheit der Anlagen. So muss im Falle eines Schadens nicht bis zum Herunterfahren der Strömungsmaschinenanlage o-
der gar zum nächsten Wartungszyklus gewartet werden, sondern der flexible Austausch in kürzester Zeit ermöglicht die Behe bung derartiger Schäden ohne weitere Verzögerung. Auch bei spielsweise niederdruckhydraulische Antriebe können zumindest vereinfacht repariert werden, da kein zentraler Hochdruckhyd raulikkreislauf mehr erforderlich ist für den Betrieb. Viel mehr kann eine separate Niederdruckhydraulik verwendet wer den, die nicht mehr die Stilllegung anderer Bestandteile er forderlich macht, sondern auch separat ausgeschaltet und re pariert werden kann.
Im Rahmen eines entsprechenden Upgrades wird hierbei einfach zumindest ein Teil des Fluidstromkontrollelements , insbeson dere die bestehende Ventilanordnung und der bestehende An trieb ausgetauscht, wobei eine bestehende Zuleitung einer Hochdruckhydraulik stillgelegt werden kann. Nachfolgend kann über bestehende oder neue Kontrollelektronik eine direkte Re gelung erfolgen und im Falle eines Schadens direkt eine Repa ratur unabhängig von einem gegebenenfalls noch vorhandenen Hochdruckhydrauliksystems im Rest der Strömungsmaschinenanla ge vorgenommen werden. Insbesondere vorteilhaft erwies sich der Austausch des bestehenden Antriebs gegen einen elektrome chanischen Antrieb 14, da hierbei beispielsweise komplett auf einen ölbasierten Hydraulikkreislauf verzichtet werden kann, der zusätzliche Anforderungen, Sicherheitsrisiken und einen größeren Platzbedarf mit sich bringt.
Abbildung 2 zeigt einen schematischen Querschnitt des in Ab bildung 1 dargestellten erfindungsgemäßen Fluidstromkontrol lelements als 3D-Ansicht.
Abbildung 3 zeigt schematischen Querschnitt eines ähnlichen Fluidstromkontrollelements mit gebräuchlichem Ventilanordnung 1 als Seitenansicht. Auch hierbei weist das Fluidstromkon- trollelement eine Einbuchtung 16' im Kolbenraum 15' auf, um vergleichbare Bedingungen zum erfindungsgemäßen Fluidstrom- kontrollelement bereitzustellen. Abweichend wird jedoch die gebräuchliche Ventilanordnung 1 eingesetzt, dass mittels ei-
nes Antriebs 14 ' basierend auf einer Hochdruckhydraulik das bewegliche Element 3 ' innerhalb des stationären Elements 2 ' translatorisch entlang der ersten Achse bewegt und auf den Ventilsitz presst. Insbesondere zur Öffnung der Flu
idstromeintrittsöffnung 17 ' ist hierbei eine große Kraft er forderlich, welche die Hochdruckhydraulik erforderlich macht.
Analog dem in Abbildung 1 dargestellten Fall ist das Flu- idstromkontrollelement Bestandteil der Fluidstromleitung 18', welche wiederum ein Bestandteil einer Dampfturbinenanlage als Beispiel einer Strömungsmaschinenanlage ist. Hierbei befindet sich das Fluidstromkontrollelement im Bereich der Fluidstrom leitung 18' zwischen dem Dampferzeuger und der Dampfturbine.
Die vorliegende Erfindung wurde zur Erläuterungszwecken an hand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Die Erfin dung soll jedoch nicht auf die konkrete Ausgestaltung dieser Ausführungsbeispiele beschränkt sein. Vielmehr soll der
Schutzbereich der Erfindung lediglich durch die beigefügten Ansprüche beschränkt sein.