EP3729075A1 - Erkennung von verdorbenen produkten durch detektion von biogenen aminen - Google Patents

Erkennung von verdorbenen produkten durch detektion von biogenen aminen

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EP3729075A1
EP3729075A1 EP18833853.7A EP18833853A EP3729075A1 EP 3729075 A1 EP3729075 A1 EP 3729075A1 EP 18833853 A EP18833853 A EP 18833853A EP 3729075 A1 EP3729075 A1 EP 3729075A1
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EP
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detection
food processing
food
conveying
sensor
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EP18833853.7A
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Andreas Steffen
Volker Ribitsch
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GEA Food Solutions Germany GmbH
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GEA Food Solutions Germany GmbH
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N1/00Sampling; Preparing specimens for investigation
    • G01N1/02Devices for withdrawing samples
    • G01N1/22Devices for withdrawing samples in the gaseous state

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lebensmittelverarbeitungsanlage mit wenigstens einer Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung sowie wenigstens einer Fördervorrichtung zum Fördern von Lebensmittelprodukten entlang einer Förderrichtung von der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung und/oder zu der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung, wobei stromaufwärts und/oder stromabwärts der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung entlang der Förderrichtung wenigstens eine Detektionsvorrichtung zur, insbesondere berührungslosen, Detektion von biogenen Aminen angeordnet ist.

Description

Erkennung von verdorbenen Produkten durch Detektion von biogenen Aminen
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lebensmittelverarbeitungsanlage mit wenigstens einer Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung sowie wenigstens einer Fördervorrichtung zum
Fördern von Lebensmittelprodukten entlang einer Förderrichtung von der
Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung und/oder zu der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung sowie ein Verfahren zur Detektion von biogenen Aminen bei Lebensmittelprodukten in einer Lebensmittelverarbeitungsanlage.
In Lebensmittelverarbeitungsanlagen werden im industriellen Maßstab Lebensmittel verarbeitet. Dabei können rohe Lebensmittelprodukte verarbeitet, beispielsweise gegart werden, oder bereits wenigstens teilweise zubereitete Lebensmittelprodukte werden weiterverarbeitet, beispielsweise aufgeschnitten und/oder verpackt.
In jedem Fall ist es entscheidend, ganz oder teilweise verdorbene Produkte frühzeitig zu detektieren und auszusondern, damit nicht mehrere Produkte verderben, beispielsweise in einer gemeinsamen Verpackung, aber auch, um die Lebensmittelverarbeitungsanlage nicht zu kontaminieren.
Es ist bereits bekannt, dass insbesondere bei eiweißhaltigen Lebensmitteln wie Fleisch,
Käse oder Fisch bei der Zersetzung Aminosäuren in sogenannte biogene Amine
umgewandelt werden. Diese biogenen Amine sind flüchtig und können in der Umgebungsluft des jeweiligen Lebensmittelprodukts nachgewiesen werden.
So sind aus dem Stand der Technik beispielsweise Verpackungen bekannt, die über einen Farbwechsel eines Indikatorstreifens ein verdorbenes Lebensmittelprodukt in der
Verpackung signalisieren.
Es sind jedoch bisher keine Verfahren bekannt, die im laufenden Betrieb einer
Lebensmittelverarbeitungsanlage eingesetzt werden können, um verdorbene Produkte zu erkennen.
Es war daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Lebensmittelverarbeitungsanlage und ein Verfahren zur Detektion von biogenen Aminen bei Lebensmittelprodukten in einer Lebensmittelverarbeitungsanlage zur Verfügung zu stellen, womit insbesondere auch während des laufenden Betriebs der Fördervorrichtung biogene Amine detektiert werden können.
Gelöst wird die Aufgabe durch eine Lebensmittelverarbeitungsanlage mit wenigstens einer Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung sowie wenigstens einer Fördervorrichtung zum
Fördern von Lebensmittelprodukten entlang einer Förderrichtung von der
Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung und/oder zu der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung, wobei stromaufwärts und/oder stromabwärts der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung entlang der Förderrichtung wenigstens eine Detektionsvorrichtung zur, insbesondere berührungslosen, Detektion von biogenen Aminen angeordnet ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lebensmittelverarbeitungsanlage mit wenigstens einer Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung sowie wenigstens einer Fördervorrichtung zum
Fördern von Lebensmittelprodukten entlang einer Förderrichtung von der
Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung und/oder zu der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung. Eine Lebensmittelverarbeitungsanlage ist dabei jede Anlage, die der Verarbeitung von Lebensmitteln dient, dies schließt insbesondere die Herstellung, (Weiter-) Verarbeitung und Verpackung ein. Lebensmittel im Sinne der vorliegenden Erfindung sind dabei vorzugsweise eiweißhaltige Lebensmittel wie beispielsweise Käse, Fleisch, Fisch, Eier, Eispeisen und/oder andere Lebensmittelprodukte, die Eiweiß enthalten. Die Lebensmittelverarbeitungsanlage umfasst wenigstens eine Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung. Vorzugsweise ist eine Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung eine Waage, ein Scanner, eine
Aufschneidevorrichtung, ein Ofen, eine Kühlvorrichtung, eine Gefriervorrichtung, ein Injektor insbesondere ein Marinadeninjektor und/oder ein Former. Besonders bevorzugt umfasst die Lebensmittelverarbeitungsanlage mehrere dieser Lebensmittelverarbeitungsvorrichtungen. Die einzelnen Vorrichtungen der Lebensmittelverarbeitungsanlage werden durch wenigstens eine Fördervorrichtung verbunden, bzw. eine Fördervorrichtung führt Lebensmittelprodukte der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung zu und/oder ab. Eine solche Fördervorrichtung umfasst vorzugsweise ein ein- oder mehrspuriges Transportband, insbesondere ein
Endlosband. Besonders bevorzugt umfasst die Fördervorrichtung unabhängig voneinander bewegbare Module. Ganz besonders bevorzugt umfasst die Fördervorrichtung einen
Sortierer, einen Pufferspeicher und/oder einen Greifer zum Umlagern von
Lebensmittelprodukten.
Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass stromaufwärts und/oder stromabwärts der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung entlang der Förderrichtung wenigstens eine
Detektionsvorrichtung zur, insbesondere berührungslosen, Detektion von biogenen Aminen angeordnet ist. Dies bedeutet insbesondere, dass die Lebensmittelprodukte vor und/oder nach der Verarbeitung in der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung auf eine mögliche Verwesung bzw. Zersetzung hin untersucht werden. Vorzugsweise werden die
Lebensmittelprodukte stromabwärts der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung durch die Detektionsvorrichtung untersucht. Somit kann verhindert werden, dass verwesende
Lebensmittelprodukte in eine Verpackung gelangen können, die somit unbrauchbar oder gar gesundheitsgefährdend wird. Besonders bevorzugt ist die Detektionsvorrichtung jedoch stromaufwärts der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung vorgesehen, so dass
Lebensmittelprodukte mangelnder Frische bereits vor einer energie- und/oder
zeitaufwändigen Verarbeitung aussortiert werden können. Hierdurch wird auch eine mögliche Kontamination der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung vermieden.
Es ist mit der erfindungsgemäßen Lebensmittelverarbeitungsanlage in vorteilhafter weise möglich, Lebensmittelprodukte auf ihre Frische hin zu kontrollieren und mangelhafte
Lebensmittelprodukte schnell und einfach zu erkennen und zu entsorgen. Insbesondere im Anfangsstadium eines Verwesungs- bzw. Zersetzungsprozesses ist dieser einem
Lebensmittelprodukt in der Regel weder zuverlässig anzusehen und/oder zu riechen. Durch eine erfindungsgemäße Detektionsvorrichtung sind aber auch derartige
Lebensmittelprodukte zuverlässig identifizierbar.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Detektionsvorrichtung einen optischen und/oder optochemischen Sensor aufweist. Besonders bevorzugt ist der Sensor ein Infrarot-Spektroskopie-Sensor. Noch mehr bevorzugt umfasst der Sensor wenigstens eine Laserdiode, insbesondere eine Infrarot-Laserdiode, sowie wenigstens einen Detektor, wobei der Detektor im Frequenzbereich der Absorptionsfrequenz der zu detektierenden Amine sensitiv ist. Infrarot-Spektroskopie ist bereits hinlänglich bekannt und basiert darauf, Moleküle, hier die zu detektierenden biogenen Amine, mittels einer
Energiequelle anzuregen und die in Folge ausgesendete Strahlung zu erfassen und entsprechend zu analysieren. Dadurch, dass die Detektionsvorrichtung einen Infrarot- Spektroskopie-Sensor aufweist, lässt sich in einfacher und schneller Weise die
Umgebungsluft der zu analysierenden Lebensmittelprodukts auf das Vorhandensein von den Fäulnis-/Verwesungs-/Zersetzungsprozess indizierenden biogenen Aminen überprüfen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Detektionsvorrichtung zur Detektion von Ethanolamin, Aminopropanol, b-Alanin, g-Aminobuttersäure, Cysteamin, Propylamin/Methamin, Methylamin, Agmatin, Putrescin, Cadaverin, Histamin, Tyramin, Dopamin, Tryptamin und/oder Serotonin eingerichtet ist. Histamin und Tyramin sind üblicherweise schwach flüchtig. Besonders bevorzugt wird die Konzentration von Cadaverin, Putrescin und/oder Methylamin in der Umgebungsluft des Lebensmittelprodukts gemessen. Hohe Konzentrationen dieser Amine weisen in besonders vorteilhafter Weise auf einen Fäulnisprozess hin.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Sensor oberhalb und/oder unterhalb der Fördervorrichtung angeordnet ist. Besonders bevorzugt weist die Detektionsvorrichtung wenigstens zwei in Förderrichtung voneinander beabstandete
Sensoren auf, wobei ein Sensor oberhalb und der andere Sensor unterhalb der
Detektionsvorrichtung angeordnet ist. Auf diese Weise lässt sich vorteilhafterweise auch der Zustand von vergleichsweise dicken Lebensmittelprodukten zuverlässig erkennen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Detektionsvorrichtung einen Sammelbereich, insbesondere einen trichterförmigen Sammelbereich umfasst, wobei der Sensor in dem Sammelbereich angeordnet ist. Dabei ist vorteilhaft, dass die
Umgebungsluft in dem Sammelbereich gesammelt und zu dem Sensor geleitet wird, so dass auch mit einem einzelnen Sensor die Umgebungsluft eines Lebensmittelprodukts zuverlässig analysierbar ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Detektionsvorrichtung eine Vorrichtung zum Erzeugen eines Luftstroms aufweist, wobei die Vorrichtung zum Erzeugen eines Luftstroms vorzugsweise ein Gebläse, welches insbesondere auf der von dem Sensor abgewandten Seite der Fördervorrichtung angeordnet ist, und/oder eine
Ansaugvorrichtung, welche besonders bevorzugt in der Nähe des Sensors, insbesondere auf der dem Sensor zugewandten Seite der Fördervorrichtung, angeordnet ist, umfasst.
Hierdurch ist es in vorteilhafter weise möglich, die Detektion zu verbessern, indem die Umgebungsluft gezielt dem Sensor zugeführt wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Detektionsvorrichtung derart konfiguriert ist, dass die Detektion bei, insbesondere kontinuierlich, laufender
Fördervorrichtung erfolgt. Darunter soll verstanden werden, dass die Fördervorrichtung in ihrer Bewegung fortfährt, ohne in ihrer Bewegung durch die Detektionsvorrichtung beeinflusst zu werden. Insbesondere kann die Fördervorrichtung in Abhängigkeit der vor- und/oder nachgeschalteten Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung kontinuierlich und/oder taktweise arbeiten. Hierdurch ist es in besonders vorteilhafter weise möglich, auch bei einem durchlaufenden Förderband biogene Amine ohne Zeitverlust zu detektieren. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die
Detektionsgeschwindigkeit der Detektionsvorrichtung 0,01 ms bis 1000ms, vorzugsweise 0,1 ms bis 100ms, besonders bevorzugt 1 ms-10ms, beträgt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Detektionssensitivität der Detektionsvorrichtung für wenigstens ein biogenes Amin im Bereich von 0,01 ppm bis 1000ppm, vorzugsweise 0,1 ppm bis 100ppm, besonders bevorzugt 1 ppm bis 10ppm, beträgt.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Detektion von biogenen Aminen bei Lebensmittelprodukten in einer erfindungsgemäßen
Lebensmittelverarbeitungsanlage, wobei ein Lebensmittelprodukt vor und/oder nach einem Verarbeitungsschritt in der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung während des
Beförderungsvorgangs der Fördervorrichtung durch die Detektionsvorrichtung geführt wird, wobei die Detektionsvorrichtung die Konzentration wenigstens eines biogenen Amins in der Umgebungsluft des Lebensmittelprodukts detektiert. Der Beförderungsvorgang kann dabei im Bereich der Detektionsvorrichtung kontinuierlich und/oder taktweise erfolgen. Hierdurch ist es vorteilhaft möglich, einen in-line-Detektionsprozess zur zuverlässigen und
zerstörungsfreien Detektion von biogenen Aminen in einer Lebensmittelverarbeitungsanlage zu implementieren.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren erläutert. Diese Erläuterungen sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht ein. Die Erläuterungen gelten für alle Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen.
Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht einer Lebensmittelverarbeitungsanlage gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Figur 2 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Detektionsvorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Figur 3 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Detektionsvorrichtung gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Figur 4 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Detektionsvorrichtung gemäß noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung. In Figur 1 ist eine schematische Ansicht einer Lebensmittelverarbeitungsanlage 10 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die
Lebensmittelverarbeitungsanlage 10 umfasst mindestens eine, hier zentral dargestellte, Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung 1 1 , beispielsweise einen Ofen oder eine
Aufschneidevorrichtung. Selbstverständlich kann die Lebensmittelverarbeitungsanlage 10 auch noch weitere Lebensmittelverarbeitungsvorrichtungen 11‘ aufweisen, beispielsweise Waagen, Scanner, Verpackungsmaschinen, etc.
Eine Fördervorrichtung 3, oder mehrere Fördervorrichtungen 3, 3‘ befördern dabei
Lebensmittelprodukte 2 in einer Förderrichtung A zu der
Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung 1 1 und befördern die verarbeiteten, beispielsweise gegarten und/oder aufgeschnittenen Lebensmittelprodukte, von der
Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung 1 1 weg, beispielsweise zu einer
Verpackungsmaschine. Vorliegend ist die Fördervorrichtung 3 dabei beispielhaft als Endlostransportband ausgeführt. Die Förderrichtung A ist hier linear dargestellt, kann aber beliebige Formen, beispielsweise spiralförmig oder kreisförmig, aufweisen.
Der Fachmann versteht, dass ein Lebensmittelprodukt 2 vor der Verarbeitung in der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung nicht einem einzelnen Lebensmittelprodukt 2‘ entsprechen muss. Beispielsweise wird ein Lebensmittellaib 2 durch die
Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung 11 in eine Vielzahl von Lebensmittelscheiben 2‘ zerteilt.
Erfindungsgemäß ist nun stromaufwärts der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung 1 1 eine Detektionsvorrichtung 12 angeordnet, die die Lebensmittelprodukte 2 vor der Verarbeitung auf ihren Zustand hin überprüft. Mit Zustand ist dabei ein Frischezustand gemeint, bzw. ein Fäulnis-/Zersetzungs-/Verwesungszustand. Hierzu werden biogene Amine detektiert, die, zumindest in einer ausreichend hohen Konzentration, auf eine Verwesung hindeuten.
Wird eine auf eine Verwesung hindeutende Konzentration eines oder mehrere der biogenen Amine, vorzugsweise Ethanolamin, Aminopropanol, b-Alanin, g-Aminobuttersäure,
Cysteamin, Propylamin/Methamin, Methylamin, Agmatin, Putrescin, Cadaverin, Histamin, Tyramin, Dopamin, Tryptamin und/oder Serotonin, besonders bevorzugt jedoch Histamin, Tyramin, Cadaverin, Putrescin und/oder Methylamin, detektiert, kann das betreffende Lebensmittelprodukt 2 sofort ausgeschleust und/oder entsorgt werden. Selbstverständlich kann alternativ oder zusätzlich auch stromabwärts der
Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung 11 eine Detektionsvorrichtung 12 vorgesehen sein. Dies ist hier gestrichelt angedeutet.
Dabei ist es möglich, aber nicht zwingend notwendig, dass sich die Bewegungsart der Fördervorrichtung 3 stromaufwärts der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung 1 1 von der Bewegungsart der Fördervorrichtung 3 stromabwärts der
Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung 1 1 unterscheidet. Beispielsweise werden die
Lebensmittelprodukte 2 stromaufwärts taktweise der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung 1 1 zugeführt, während die Lebensmittelprodukte 2 stromabwärts der
Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung 11 kontinuierlich abgeführt werden. Dies kann natürlich auch umgekehrt erfolgen.
In Figur 2 ist eine schematische Seitenansicht einer Detektionsvorrichtung 12 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die Fördervorrichtung 3 befördert die Lebensmittelprodukte 2 hier von rechts nach links. Dabei umfasst die hier dargestellte Detektionsvorrichtung 12 zwei verschiedene und entlang der Förderrichtung A voneinander beabstandete Sensoren 5. Der erste Sensor 5 ist oberhalb der
Fördervorrichtung 3 und des Lebensmittelprodukts 2 angeordnet. Es handelt sich dabei um ein Infrarot-Spektrometer. Dieses besteht beispielsweise aus einem Infrarot-Laser, um die Moleküle der Luft anzuregen und einem Detektor zur Messung der abgegebenen Strahlung. Dazu ist der Detektor insbesondere im Bereich der Absorptionsfrequenz eines oder mehreren der zu detektierenden biogenen Amine sensitiv.
Vorzugsweise ist für deutlich verschiedene Absorptionsfrequenzbereiche ein eigener Sensor 5 vorgesehen. Alternativ ist ein Sensor 5 zur Detektion mehrere der biogenen Amine eingerichtet.
Um die flüchtigen, aus dem Lebensmittelprodukt 2 austretenden Amine zu detektieren ist hier der Sensor 5 in einem trichterförmigen Sammelbereich 4 angeordnet. Der
Sammelbereich 4 ist dabei mit einer Ansaugvorrichtung 6 verbunden, die hier durch einen entsprechenden Schlauch angedeutet ist. Die Ansaugvorrichtung saugt die Umgebungsluft des Lebensmittelprodukts 2 an und führt sie dem Sammelbereich 4 und somit dem Sensor 5 zu, der mögliche biogene Amine detektiert und beispielsweise beim Überschreiten einer vorgegebenen Konzentration wahlweise einen Alarm ausgibt und/oder das betreffende Lebensmittelprodukt 2 ausschleust. Der in Fig. 2 links dargestellte Detektionsbereich ist analog zum oben beschriebenen rechts dargestellten Detektionsbereich aufgebaut, wobei der Sensor 5, der Sammelbereich 4 und die Ansaugvorrichtung 6 hier unterhalb der Fördervorrichtung 3 und des
Lebensmittelprodukts 2 angeordnet sind. Insbesondere bei Lebensmittelprodukten mit einer großen Ausdehnung in der Fläche der Fördervorrichtung 3 und/oder senkrecht dazu ist es hilfreich, die Umgebungsluft beidseitig des Lebensmittelprodukts 2 zu untersuchen.
Der Fachmann versteht, dass zusätzliche oder alternative Detektionsbereiche auch andere räumliche Anordnungen aufweisen können, beispielsweise zu einer oder beiden Seiten der Fördervorrichtung 3.
In Figur 3 ist eine schematische Seitenansicht einer Detektionsvorrichtung 12 gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Dabei entspricht diese Ausführungsform im Wesentlichen der im Zusammenhang mit Fig. 2 erörterten Ausführungsform, weswegen auf die diesbezüglichen Ausführungen verwiesen wird. Im Unterschied zur in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist hier jedoch keine Ansaugvorrichtung 6, sondern ein Gebläse 1 vorgesehen, welches auf der bezüglich dem Sensor 5 gegenüberliegenden Seite der Fördervorrichtung 3 angeordnet ist. So ist beispielsweise der in Förderrichtung A erste Sensor oberhalb der Fördervorrichtung 3 in dem Sammelbereich 4 angeordnet. Das Gebläse 1 ist in diesem Fall unterhalb der
Fördervorrichtung 3 angeordnet, um die Umgebungsluft in den Sammelbereich 4 und zu dem Sensor 5 zu blasen.
Erneut ist der zweite Sensor entsprechend spiegelverkehrt bzgl. der Fördervorrichtung 3 ausgerichtet.
In Figur 4 ist eine schematische Seitenansicht einer Detektionsvorrichtung 12 gemäß noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Dabei entspricht diese Ausführungsform im Wesentlichen den im Zusammenhang mit den Figuren 2 und 3 erörterten Ausführungsformen, weswegen auf die diesbezüglichen Ausführungen verwiesen wird. Im Unterschied zu den zuvor erläuterten Ausführungsformen ist hier jedoch eine Kombination aus einem Gebläse 1 und einer Ansaugvorrichtung 6 vorgesehen. Dies hat den Vorteil, dass insbesondere bei einer schnellen Bewegung der Fördervorrichtung 3 turbulente Strömungen auftreten können, die eine Detektion erschweren können. Durch die Kombination aus Ansaugen und Blasen der Umgebungsluft wird eine zuverlässige Zuführung der Umgebungsluft zu dem Sensor 5 ermöglicht. Bezugszeichenliste:
1 Gebläse
2 Lebensmittelprodukt
3 Fördervorrichtung
4 Sammelbereich
5 Sensor
6 Ansaugvorrichtung
10 Lebensmittelverarbeitungsanlage
1 1 Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung
12 Detektionsvorrichtung
A Förderrichtung

Claims

Patentansprüche:
1. Lebensmittelverarbeitungsanlage (10) mit wenigstens einer
Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung (11 ) sowie wenigstens einer Fördervorrichtung
(3) zum Fördern von Lebensmittelprodukten (2) entlang einer Förderrichtung (A) von der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung (11 ) und/oder zu der
Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung (11 ), dadurch gekennzeichnet, dass
stromaufwärts und/oder stromabwärts der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung (11 ) entlang der Förderrichtung (A) wenigstens eine Detektionsvorrichtung (12) zur, insbesondere berührungslosen, Detektion von biogenen Aminen angeordnet ist.
2. Lebensmittelverarbeitungsanlage (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionsvorrichtung (12) einen optischen und/oder optochemischen Sensor (5) aufweist.
3. Lebensmittelverarbeitungsanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionsvorrichtung (12) zur Detektion von Ethanolamin, Aminopropanol, b-Alanin, g-Aminobuttersäure, Cysteamin,
Propylamin/Methamin, Methylamin, Agmatin, Putrescin, Cadaverin, Histamin, Tyramin, Dopamin, Tryptamin und/oder Serotonin eingerichtet ist.
4. Lebensmittelverarbeitungsanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (5) oberhalb und/oder unterhalb der Fördervorrichtung (3) angeordnet ist.
5. Lebensmittelverarbeitungsanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionsvorrichtung (12) einen Sammelbereich
(4), insbesondere einen trichterförmigen Sammelbereich (4) umfasst, wobei der Sensor
(5) in dem Sammelbereich (4) angeordnet ist.
6. Lebensmittelverarbeitungsanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionsvorrichtung (12) eine Vorrichtung zum Erzeugen eines Luftstroms aufweist, wobei die Vorrichtung zum Erzeugen eines Luftstroms vorzugsweise ein Gebläse (1 ), welches insbesondere auf der von dem Sensor (5) abgewandten Seite der Fördervorrichtung (3) angeordnet ist, und/oder eine Ansaugvorrichtung (6), welche besonders bevorzugt in der Nähe des Sensors (5), insbesondere auf der dem Sensor (5) zugewandten Seite der Fördervorrichtung (3), angeordnet ist, umfasst.
7. Lebensmittelverarbeitungsanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionsvorrichtung (12) derart konfiguriert ist, dass die Detektion bei, insbesondere kontinuierlich, laufender Fördervorrichtung (3) erfolgt.
8. Lebensmittelverarbeitungsanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionsgeschwindigkeit der
Detektionsvorrichtung (12) 0,01 ms bis 1000ms, vorzugsweise 0,1 ms bis 100ms, besonders bevorzugt 1 ms-10ms, beträgt.
9. Lebensmittelverarbeitungsanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionssensitivität der Detektionsvorrichtung (12) im Bereich von 0,01 ppm bis 1000ppm, vorzugsweise 0,1 ppm bis 100ppm, besonders bevorzugt 1 ppm bis 10ppm, beträgt.
10. Verfahren zur Detektion von biogenen Aminen bei Lebensmittelprodukten (2) in einer Lebensmittelverarbeitungsanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Lebensmittelprodukt (2) vor und/oder nach einem Verarbeitungsschritt in der Lebensmittelverarbeitungsvorrichtung (11 ) während des Beförderungsvorgangs der Fördervorrichtung (3) durch die Detektionsvorrichtung (12) geführt wird, wobei die Detektionsvorrichtung (12) die Konzentration wenigstens eines biogenen Amins in der Umgebungsluft des Lebensmittelprodukts (2) detektiert.
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