"Waschmittel enthaltend Methylestersulfonate (MES) und Methylesterethoxylate (MEE)"
Die vorliegende Anmeldung richtet sich auf ein Waschmittel mit verbesserter Reinigungsleistung, insbesondere an fetthaltigen, öligen Anschmutzungen und/oder bei niedrigen Temperaturen, sowie Verfahren zur Verbesserung der Reinigungsleistung eines Waschmittels.
Der Einsatz verschiedener Tenside in Waschmitteln ist im Stand der Technik etabliert. Als waschaktive Substanzen dienen sie dazu, die Löslichkeit von Fett- und Schmutzpartikeln, die an der Wäsche haften, in Wasser zu erhöhen. Die Leistung solcher Mittel an fetthaltigen Anschmutzungen nimmt bei Erniedrigung der Temperatur jedoch stark ab und die Anschmutzungen werden bei Temperaturen unterhalb ihres Schmelzpunktes nicht oder nur unzureichend entfernt, was zur Unzufriedenheit der Verbraucher führt. Ferner sind moderne Textilien in der Regel gegenüber höheren Temperaturen empfindlich und daher gewinnt das Waschen bei niedrigen Temperaturen immer mehr an Bedeutung. Dieser Trend wird durch ein zunehmendes ökologisches Bewusstsein und Energiesparbemühungen unterstützt, da niedrigere Waschtemperaturen geringeren Stromverbrauch und einen verringerten CO2- Ausstoß bedeuten.
Aufgrund der unzureichenden Reinigungsleistung der meisten Waschmittel an fetthaltigen
Anschmutzungen werden solche Anschmutzungen oftmals vorbehandelt, was aber ebenfalls wenig anwenderfreundlich ist. Es ist daher ein generelles Bestreben, die Reinigungsleistung von
Waschmitteln insbesondere an fetthaltigen, öligen Anschmutzungen weiter zu optimieren.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Waschmittel mit verbesserter Reinigungsleistung, insbesondere an fetthaltigen, öligen Anschmutzungen, bei niedrigen
Temperaturen sowie eine nachhaltige Tensidmischung bereitzustellen.
Überraschenderweise wurde festgestellt, dass der Einsatz eines Tensidsystems auf Basis von Methylestern, insbesondere von Methylesterethoxylaten (MEE), Methylestersulfonaten (MES) oder Mischungen davon, zu einer Steigerung der Reinigungsleistung von Waschmitteln, insbesondere der Reinigungsleistung an fetthaltigen, öligen Anschmutzungen auch bei niedrigen Temperaturen führt.
In einem ersten Aspekt richtet sich die vorliegende Erfindung daher auf ein Waschmittel, vorzugsweise Flüssigwaschmittel, enthaltend ein Tensidsystem, das umfasst:
a) 15 bis 50 Gew.%, bevorzugt 25-35 Gew.%, jeweils bezogen auf das Tensidsystem, mindestens eines Tensids der Formel
und/oder
15 bis 50 Gew.%, bevorzugt 25-35 Gew.%, jeweils bezogen auf das Tensidsystem, mindestens eines Tensids der Formel R2-C(=0)0-(AO)n-CH3, unabhängig voneinander für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkylrest mit 2 bis 20 Kohlenstoffatomen, einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Arylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen oder einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkylarylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen,
für eine Ethylenoxid- (EO) oder Propylenoxid- (PO) Gruppierung,
für eine ganze Zahl von 1 bis 50,
für ein einwertiges Kation oder den n-ten Teil eines n-wertigen Kations steht.
In einem weiteren Aspekt richtet sich die Erfindung auf ein Waschverfahren umfassend die
Verfahrensschritte
a) Bereitstellen einer Waschlösung umfassend ein Waschmittel wie oben definiert, und b) In Kontakt bringen eines Textils mit der Waschlösung gemäß (a).
In einem noch weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung eines solchen Waschmittels, insbesondere als Textilwaschmittel.
Durch den Einsatz des hierin beschriebenen Waschmittels lässt sich eine sehr gute
Reinigungsleistung, insbesondere gegen fetthaltige, ölige Anschmutzungen, erreichen. Die
Reinigungsleistung ist insbesondere auch bei niedrigen Temperaturen sehr gut. In diesem
Zusammenhang bezieht sich der Ausdruck„niedrige Temperatur" auf die Temperatur in einem
Verfahren zum Waschen von Textilien, üblicherweise in einer automatischen Waschmaschine, die 50 °C oder weniger, vorzugsweise 40 °C oder weniger, besonders bevorzugt 30 °C oder weniger beträgt.
Des Weiteren ist das hierhin beschriebene Waschmittel aufgrund der Verwendung eines
Tensidsystems auf Basis von Methylestern im Hinblick auf Nachhaltigkeit vorteilhaft gegenüber bekannten Waschmitteln mit Tensidsystemen auf Basis linearer Alkylbenzolsulfonate (LAS).
Des Weiteren ist auch die Verwendung des Tensidsystems wie hierin definiert zur Verbesserung der Reinigungsleistung, insbesondere der Reinigungsleistung an fetthaltigen, öligen Anschmutzungen, eines Waschmittels, insbesondere eines Flüssigwaschmittels, Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Insbesondere betrifft die Erfindung die Verwendung eines Tensidsystems zur Erhöhung der
Reinigungsleistung, insbesondere an fetthaltigen, öligen Anschmutzungen, eines Waschmittels, insbesondere eines Flüssigwaschmittels, wobei das Tensidsystem enthält:
15 bis 50 Gew.%, bevorzugt 25-35 Gew.%, jeweils bezogen auf das Tensidsystem, mindestens eines Tensids der Formel
und/oder 15 bis 50 Gew.%, bevorzugt 25-35 Gew.%, jeweils bezogen auf das Tensidsystem, mindestens eines Tensids der Formel R2-C(=0)0-(AO)n-CH3, unabhängig voneinander für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkylrest mit 2 bis 20 Kohlenstoffatomen, einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Arylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen oder einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkylarylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen,
für eine Ethylenoxid- (EO) oder Propylenoxid- (PO) Gruppierung,
für eine ganze Zahl von 1 bis 50,
für ein einwertiges Kation oder den n-ten Teil eines n-wertigen Kations steht.
Unter Reinigungsleistung (Waschkraft) wird im Rahmen der Erfindung die Entfernung von einer oder mehreren Anschmutzungen, insbesondere Wäscheanschmutzungen, verstanden, die bleichsensitiv, enzymsensitiv oder tensidsensitiv sind. Die Entfernung kann über eine Aufhellung der Anschmutzung sowohl messtechnisch erfasst als auch visuell beurteilt werden.
Die Mittel können Waschmittel für Textilien, Teppiche oder Naturfasern sein. Zu den Waschmitteln im Rahmen der Erfindung zählen ferner Waschhilfsmittel, die bei der manuellen oder maschinellen Textilwäsche zum eigentlichen Waschmittel zudosiert werden, um eine weitere Wirkung zu erzielen. Ferner zählen zu Waschmitteln im Rahmen der Erfindung auch Textilvor- und Nachbehandlungsmittel, also solche Mittel, mit denen das Wäschestück vor der eigentlichen Wäsche in Kontakt gebracht wird, beispielsweise zum Anlösen hartnäckiger Verschmutzungen, und auch solche Mittel, die in einem der eigentlichen Textilwäsche nachgeschalteten Schritt dem Waschgut weitere wünschenswerte
Eigenschaften wie angenehmen Griff, Knitterfreiheit oder geringe statische Aufladung verleihen. Zu letztgenannten Mittel werden u.a. die Weichspüler gerechnet.
Die hierin beschriebenen Waschmittel umfassen mindestens eines der Tenside, wie oben beschrieben.
Ohne darauf beschränkt zu sein, wird angenommen, dass die erfindungsgemäß verwendeten
Methylestertenside, die von der Struktur her räumlich nicht linear aufgebaut sind, sondern einen „Knick" im Molekül haben, der durch die freien Elektronenpaare am Sauerstoff hervorgerufen wird, weniger dicht gepackte sowie größere, stärker heterogene Mizellen als mit Ethylenoxid alkoxylierter Fettalkohol (FAEO), die linear aufgebaut sind, ausbilden. Die Elektronenpaare am Sauerstoff bieten außerdem durch ihre negative Partialladung Wechselwirkungsstellen sowohl mit dem Textil als auch mit dem Schmutz an und können daher den Schmutz effektiver festhalten/binden als FAEO oder LAS.
Alle im Zusammenhang mit den hierin beschriebenen Bestandteilen des Waschmittels angegeben Mengenangaben beziehen sich, sofern nichts anderes angegeben ist, auf Gew.-% jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des Waschmittels. Des Weiteren beziehen sich derartige Mengenangaben, die sich auf mindestens einen Bestandteil beziehen, immer auf die Gesamtmenge dieser Art von
Bestandteil, die im Waschmittel enthalten ist, sofern nicht explizit etwas anderes angegeben ist. Das heißt, dass sich derartige Mengenangaben, beispielsweise im Zusammenhang mit„mindestens einem nichtionischen Tensid", auf die Gesamtmenge von nichtionischen Tensiden die im Waschmittel enthalten ist, beziehen.
„Mindestens ein", wie hierin verwendet, bezieht sich auf 1 oder mehr, beispielsweise 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder mehr. Im Zusammenhang mit Bestandteilen der hierin beschriebenen Zusammensetzungen bezieht sich diese Angabe nicht auf die absolute Menge an Molekülen sondern auf die Art des Bestandteils.„Mindestens ein nichtionisches Tensid" bedeutet daher beispielsweise ein oder mehrere verschiedene nichtionische Tenside, d.h. eine oder mehrere verschiedene Arten von nichtionischen Tensiden. Zusammen mit Mengenangaben beziehen sich die Mengenangaben auf die Gesamtmenge der entsprechend bezeichneten Art von Bestandteil, wie bereits oben definiert.
Die Tensidsysteme, die in den beschriebenen Waschmitteln, vorzugsweise Flüssigwaschmitteln, verwendet werden, enthalten
a) 15 bis 50 Gew.%, bevorzugt 25-35 Gew.%, jeweils bezogen auf das Tensidsystem, mindestens eines Tensids der Formel
und/oder b) 15 bis 50 Gew.%, bevorzugt 25-35 Gew.%, jeweils bezogen auf das Tensidsystem, mindestens eines Tensids der Formel R2-C(=0)0-(AO)n-CH3,
wobei
R , R2 unabhängig voneinander für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkylrest mit 2 bis 20 Kohlenstoffatomen, einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Arylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen oder einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkylarylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen,
AO für eine Ethylenoxid- (EO) oder Propylenoxid- (PO) Gruppierung,
n für eine ganze Zahl von 1 bis 50, und
X+ für ein einwertiges Kation oder den n-ten Teil eines n-wertigen Kations, vorzugsweise ausgewählt aus Alkalimetallionen, NHV, Vi Zn2+,/ Mg2+,/ Ca2+, und Vi Mn2+, insbesondere aus Na+ und K+, besonders bevorzugt Na+, steht.
Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass die Waschmittel jeweils mindestens ein Tensid gemäß a) und mindestens ein Tensid gemäß b) enthalten.
In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das AO im Tensid der Formel R2-C(=0)0-(AO)n-CH3 Ethylenoxid und n steht für eine ganze Zahl von 1 bis 50, bevorzugt 8 bis 25, besonders bevorzugt 9 bis 12 und insbesondere für 10.
In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält das Waschmittel, vorzugsweise Flüssigwaschmittel, das Tensid gemäß a) und das Tensid gemäß b) im Verhältnis 2 : 1 bis 1 : 2, bevorzugt im Verhältnis 1 :1 .
Die beschriebenen Tensidsysteme, die die Tenside a) und/oder b) enthalten, sind in verschiedenen Ausführungsformen in Mengen von 5 Gew.-% bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 10 Gew.-% bis 30 Gew.- %, noch bevorzugter ungefähr 18 Gew.-% jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des Waschmittels in diesem enthalten. Unabhängig davon ob das Waschmittel ein oder mehrere der oben definierten Tensidsysteme enthält, beziehen sich die Mengenangaben auf die Gesamtmenge aller im Waschmittel enthaltenen Tensidsysteme.
In verschiedenen Ausführungsformen kann das Waschmittel weitere nichtionische und/oder weitere anionische Tenside enthalten.
Das Waschmittel kann beispielsweise zusätzlich mindestens ein Alkylbenzolsulfonat umfassen. Solche Alkylbenzolsulfonate sind vorzugsweise ausgewählt aus linearen oder verzweigten
Alkylbenzolsulfonaten der Formel
in der R' und R" unabhängig H oder Alkyl sind und zusammen 6 bis 19, vorzugsweise 7 bis 15 und insbesondere 9 bis 13 C-Atome enthalten. Ein ganz besonders bevorzugter Vertreter ist
Natriumdodecylbenzylsulfonat. Derartige Alkylbenzolsulfonate sind vorzugsweise in Mengen von 12,5 Gew.-% bis 45 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Tensidsystems, in dem Waschmittel enthalten. Unabhängig davon ob das Waschmittel ein oder mehrere der oben definierten
Alkylbenzolsulfonate enthält, beziehen sich die Mengenangaben auf die Gesamtmenge aller in der Tensidmischung enthaltenen Alkylbenzolsulfonate. Es ist allerdings bevorzugt, dass das Waschmittel wenig oder keine Alkylbenzolsulfonate enthält, sondern diese durch die verwendeten MES ersetzt werden.
Des Weiteren kann das Waschmittel Alkylethersulfate enthalten. Geeignete Alkylethersulfate sind Verbindungen der Formel
R3-0-(AO)n-S03- X+
In dieser Formel steht R3 für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkylrest, vorzugsweise für einen linearen, unsubstituierten Alkylrest, besonders bevorzugt für einen Fettalkoholrest. Bevorzugte Reste R3 sind ausgewählt aus Decyl-, Undecyl-, Dodecyl-, Tridecyl-, Tetradecyl, Pentadecyl-, Hexadecyl-, Heptadecyl-, Octadecyl-, Nonadecyl-, Eicosylresten und deren Mischungen, wobei die Vertreter mit gerader Anzahl an C-Atomen bevorzugt sind . Besonders bevorzugte Reste R sind abgeleitet von Ci2-Ci8-Fettalkoholen, beispielsweise von Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-, Cetyl- oder Stearylalkohol oder von Cio-C2o-Oxoalkoholen.
In den oben beschriebenen Alkylethersulfaten steht AO für eine Ethylenoxid- (EO) oder Propylenoxid- (PO) Gruppierung, vorzugsweise für eine Ethylenoxidgruppierung. Der Index n steht für eine ganze Zahl von 1 bis 50, vorzugsweise von 1 bis 20 und insbesondere von 2 bis 10. Ganz besonders bevorzugt steht n für die Zahlen 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8. X steht für ein einwertiges Kation oder den n-ten Teil eines n-wertigen Kations, bevorzugt sind dabei die Alkalimetallionen und darunter Na+ oder K+, wobei Na+ äußerst bevorzugt ist. Weitere Kationen X+ können ausgewählt sein aus NHV, Vi Zn2+, / Mg2+, Ca2+, Mn2+, und deren Mischungen.
In verschiedenen Ausführungsformen enthalten die Waschmittel ein Alkylethersulfat ausgewählt aus Fettalkoholethersulfaten (FAEOS) der Formel
mit k = 1 1 bis 19, n = 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8. Ganz besonders bevorzugte Vertreter sind Na-Ci2 -14 Fettalkoholethersulfate mit 2 EO (k = 1 1 -13, n = 2 in Formel A-1 ). Der angegebenen
Ethoxylierungsgrad stellt einen statistischen Mittelwert dar, der für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein kann. Die angegebenen Alkoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können. Bevorzugte Alkoxylate/Ethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow ränge ethoxylates, NRE). Die oben definierten Alkylethersulfate sind vorzugsweise in Mengen von 12,5 Gew.-% bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 15 Gew.-% bis 45 Gew.-%, noch bevorzugter 35 Gew.-% bis 40 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Tensidmischung, in dem Waschmittel enthalten. Unabhängig davon ob das Waschmittel ein oder mehrere der oben definierten Alkylethersulfate enthält, beziehen sich die Mengenangaben auf die Gesamtmenge aller in der Tensidmischung enthaltenen Alkylethersulfate.
Das Waschmittel kann ferner mindestens ein Fettalkoholalkoxylat enthalten. Bevorzugte Waschmittel enthalten mindestens ein Fettalkoholalkoxylat der Formel
R4-0-(AO)m-H,
in der
für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkylrest,
AO für eine Ethylenoxid- (EO) oder Propylenoxid- (PO) Gruppierung, und
m für ganze Zahlen von 1 bis 50 stehen.
In der vorstehend genannten Formel steht R für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkylrest, vorzugsweise für einen linearen, unsubstituierten Alkylrest, besonders bevorzugt für einen Fettalkoholrest. Bevorzugte Reste R2 sind ausgewählt aus Decyl-, Undecyl-, Dodecyl-, Tridecyl-, Tetradecyl, Pentadecyl-, Hexadecyl-, Heptadecyl-, Octadecyl-, Nonadecyl-, Eicosylresten und deren Mischungen, wobei die Vertreter mit gerader Anzahl an C-Atomen bevorzugt sind. Besonders bevorzugte Reste R2 sind abgeleitet von Ci2-Ci8-Fettalkoholen, beispielsweise von Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-, Cetyl- oder Stearylalkohol oder von C10-C20- Oxoalkoholen.
In den Fettalkoholalkoxylaten steht AO für eine Ethylenoxid- (EO) oder Propylenoxid- (PO)
Gruppierung, vorzugsweise für eine Ethylenoxidgruppierung. Der Index m steht für eine ganze Zahl von 1 bis 50, vorzugsweise von 1 bis 20 und insbesondere von 2 bis 10. Ganz besonders bevorzugt steht m für die Zahlen 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8.
Zusammenfassend sind besonders bevorzugte Fettalkoholalkoxylate solche der Formel
mit k = 1 1 bis 19, m = 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8. Ganz besonders bevorzugte Vertreter sind C12-18
Fettalkohole mit 7 EO (k = 1 1 -17, m = 7 in Formel C-1 ). Die oben beschriebenen Fettalkoholalkoxylate sind vorzugsweise in Mengen von 25 Gew.-% bis 55 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht der Tensidmischung, in dem Waschmittel enthalten. Unabhängig davon ob das Waschmittel ein oder mehrere der oben definierten Fettalkoholalkoxylate enthält, beziehen sich die Mengenangaben auf die Gesamtmenge aller in der Tensidmischung enthaltenen Fettalkoholalkoxylate.
Es hat sich als vorteilhaft, insbesondere für die Kaltwaschleistung, erwiesen, wenn die Waschmittel zusätzlich Seife(n) enthalten. Bevorzugte Waschmittel sind daher dadurch gekennzeichnet, dass sie - bezogen auf ihr Gewicht - 0,25 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 12,5 Gew.-%, weiter bevorzugt 1 bis 10 Gew.-%, noch weiter bevorzugt 1 ,5 bis 7,5 Gew.-% und insbesondere 2 bis 6 Gew.-% Seife(n) enthalten. Besonders bevorzugt sind Seifen von C12-C18 Fettsäuren.
Zusätzlich kann das Waschmittel weitere Inhaltsstoffe enthalten, die die anwendungstechnischen und/oder ästhetischen Eigenschaften des Waschmittels weiter verbessern. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung enthält das Waschmittel vorzugsweise zusätzlich einen oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Enzyme, Bleichmittel, Komplexbildner, Gerüststoffe, Elektrolyte, nichtwässrigen Lösungsmittel, pH-Stellmittel, Parfüme, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Hydrotrope, Schauminhibitoren, Silikonöle, Antiredepositionsmittel, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Konservierungsmittel, Korrosionsinhibitoren, Antistatika, Bittermittel, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel, Quell- und Schiebefestmittel, weichmachenden Komponenten sowie UV-Absorber.
Das Waschmittel enthält vorzugsweise mindestens ein Enzym. Prinzipiell sind diesbezüglich alle im Stand der Technik für diese Zwecke etablierten Enzyme einsetzbar. Vorzugsweise handelt es sich um eines oder mehrere Enzyme, die in einem Waschmittel eine katalytische Aktivität entfalten können, insbesondere eine Protease, Amylase, Lipase, Cellulase, Hemicellulase, Mannanase, Pektinspaltendes Enzym, Tannase, Xylanase, Xanthanase, ß-Glucosidase, Carrageenase, Perhydrolase, Oxidase, Oxidoreduktase sowie deren Gemische. Bevorzugte hydrolytische Enzyme umfassen insbesondere Proteasen, Amylasen, insbesondere α-Amylasen, Cellulasen, Lipasen, Hemicellulasen, insbesondere Pectinasen, Mannanasen, ß-Glucanasen, sowie deren Gemische. Besonders bevorzugt sind Proteasen, Amylasen und/oder Lipasen sowie deren Gemische und ganz besonders bevorzugt sind Proteasen. Diese Enzyme sind im Prinzip natürlichen Ursprungs; ausgehend von den natürlichen Molekülen stehen für den Einsatz in Waschmitteln verbesserte Varianten zur Verfügung, die entsprechend bevorzugt eingesetzt werden.
Die einzusetzenden Enzyme können ferner zusammen mit Begleitstoffen, etwa aus der Fermentation, oder mit Stabilisatoren konfektioniert sein.
Als Bleichmittel können alle Stoffe dienen, die durch Oxidation, Reduktion oder Adsorption Farbstoffe zerstören bzw. aufnehmen und dadurch Materialien entfärben. Dazu gehören unter anderem hypohalogenithaltige Bleichmittel, Wasserstoffperoxid, Perborat, Percarbonat, Peroxoessigsäure, Diperoxoazelainsäure, Diperoxododecandisäure und oxidative Enzymsysteme.
Als Gerüststoffe, die in dem Waschmittel enthalten sein können, sind insbesondere Silikate,
Aluminiumsilikate (insbesondere Zeolithe), Carbonate, Salze organischer Di- und Polycarbonsäuren sowie Mischungen dieser Stoffe zu nennen.
Organische Gerüststoffe, welche in dem Waschmittel vorhanden sein können, sind beispielsweise die in Form ihrer Natriumsalze einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren solche Carbonsäuren verstanden werden, die mehr als eine Säurefunktion tragen. Beispielsweise sind dies Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, sowie Mischungen aus diesen. Bevorzugte Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren wie Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren und Mischungen aus diesen.
Als Gerüststoffe sind weiter polymere Polycarboxylate geeignet. Dies sind beispielsweise die
Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure, zum Beispiel solche mit einer relativen Molekülmasse von 600 bis 750.000 g / mol.
Geeignete Polymere sind insbesondere Polyacrylate, die bevorzugt eine Molekülmasse von 1 .000 bis 15.000 g / mol aufweisen. Aufgrund ihrer überlegenen Löslichkeit können aus dieser Gruppe wiederum die kurzkettigen Polyacrylate, die Molmassen von 1 .000 bis 10.000 g / mol, und besonders bevorzugt von 1 .000 bis 5.000 g / mol, aufweisen, bevorzugt sein.
Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere solche der Acrylsäure mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Zur Verbesserung der Wasserlöslichkeit können die Polymere auch Allylsulfonsäuren, wie Allyloxybenzolsulfonsäure und Methallylsulfonsäure, als Monomer enthalten.
In flüssigen Waschmitteln werden bevorzugt lösliche Gerüststoffe, wie beispielsweise Citronensäure, oder Acrylpolymere mit einer Molmasse von 1 .000 bis 5.000 gmoh eingesetzt.
Bevorzugte Waschmittel sind flüssig und enthalten vorzugsweise Wasser als Hauptlösungsmittel. Dabei ist es bevorzugt, dass das Waschmittel mehr als 5 Gew.-%, bevorzugt mehr als 15 Gew.-% und insbesondere bevorzugt mehr als 25 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Gesamtmenge an Waschmittel, Wasser enthält. Besonders bevorzugte flüssige Waschmittel enthalten - bezogen auf ihr Gewicht - 5 bis 90 Gew.-%, bevorzugt 10 bis 85 Gew.-%, besonders bevorzugt 25 bis 75 Gew.-% und insbesondere 35 bis 65 Gew.-% Wasser. Alternativ kann es sich bei den Waschmitteln um wasserarme bis wasserfreie Waschmittel handeln, wobei der Gehalt an Wasser in einer bevorzugten Ausführungsform weniger als 10 Gew.-% und mehr bevorzugt weniger als 8 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte flüssige Waschmittel, beträgt.
Daneben können dem Waschmittel nichtwässrige Lösungsmittel zugesetzt werden. Geeignete nichtwässrige Lösungsmittel umfassen ein- oder mehrwertige Alkohole, Alkanolamine oder
Glykolether, sofern sie im angegebenen Konzentrationsbereich mit Wasser mischbar sind.
Vorzugsweise werden die Lösungsmittel ausgewählt aus Ethanol, n-Propanol, i-Propanol, Butanolen, Glykol, Propandiol, Butandiol, Methylpropandiol, Glycerin, Diglykol, Propyldiglycol, Butyldiglykol, Hexylenglycol, Ethylenglykolmethylether, Ethylenglykolethylether, Ethylenglykolpropylether,
Ethylenglykolmono-n-butylether, Diethylenglykolmethylether, Diethylenglykolethylether,
Propylenglykolmethylether, Propylenglykolethylether, Propylenglykolpropylether,
Dipropylenglykolmonomethylether, Dipropylenglykolmonoethylether, Methoxytriglykol, Ethoxytriglykol, Butoxytriglykol, 1 -Butoxyethoxy-2-propanol, 3-Methyl-3-methoxybutanol, Propylen-glykol-t-butylether, Di-n-octylether sowie Mischungen dieser Lösungsmittel. Es ist allerdings bevorzugt, dass das Waschmittel einen Alkohol, insbesondere Ethanol und/oder Glycerin, in Mengen zwischen 0,5 und 5 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Waschmittel enthält.
Verfahren zur Reinigung von Textilien zeichnen sich im allgemeinen dadurch aus, dass in mehreren Verfahrensschritten verschiedene reinigungsaktive Substanzen auf das Reinigungsgut aufgebracht und nach der Einwirkzeit abgewaschen werden, oder dass das Reinigungsgut in sonstiger Weise mit einem Waschmittel oder einer Lösung dieses Mittels behandelt wird.
In den beschriebenen Waschverfahren werden in verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung Temperaturen von 50 °C oder weniger, 40 °C oder weniger, 30°C oder weniger oder 20°C oder weniger, eingesetzt. Diese Temperaturangaben beziehen sich auf die in den Waschschritten eingesetzten Temperaturen.
Wie bereits oben beschrieben, betrifft die Erfindung auch die Verwendung mindestens eines
Tensidsystems auf Basis von Methylestern, insbesondere von MEE, MES oder Mischungen davon, zum Verbessern der Reinigungsleistung eines Waschmittels, insbesondere an fetthaltigen
Anschmutzungen. Das Tensidystem ist dabei wie oben definiert. Insbesondere sind die oben als bevorzugte Ausführungsformen offenbarten Tensidsysteme, insbesondere die Kombination aus MEE und MES, besonders bevorzugt im Verhältnis 1 : 1 , ebenfalls für die beschriebene Verwendung bevorzugt. Das Waschmittel ist vorzugsweise ein Flüssigwaschmittel und/oder enthält die einzelnen Tensidbestandteile in den oben im Zusammenhang mit dem offenbarten Waschmittel offenbarten Mengen und Verhältnissen.
Alle Sachverhalte, Gegenstände und Ausführungsformen, die für die Waschmittel beschrieben sind, sind auch auf das Waschverfahren sowie die Verwendung anwendbar und umgekehrt.
Die hierin beschriebenen Waschmittel, insbesondere die beschriebenen wasserarmen bis wasserfreien flüssigen Waschmittel, können in eine wasserlösliche Umhüllung gefüllt werden und somit Bestandteil einer wasserlöslichen Verpackung sein. Ist das Waschmittel in einer wasserlöslichen Umhüllung verpackt, ist es bevorzugt, dass der Gehalt an Wasser weniger als 10 Gew.-%, bezogen auf das
gesamte Waschmittel, beträgt und dass anionischen Tenside, falls vorhanden, in Form ihrer
Ammoniumsalze vorliegen.
Die Neutralisation mit Aminen führt, anders als bei Basen wie NaOH oder KOH, nicht zu Bildung von Wasser. Somit können wasserarme Waschmittel hergestellt werden, die direkt für die Verwendung in wasserlöslichen Umhüllungen geeignet sind.
Eine wasserlösliche Verpackung enthält neben dem Waschmittel eine wasserlösliche Umhüllung. Die wasserlösliche Umhüllung wird vorzugsweise durch ein wasserlösliches Folienmaterial gebildet.
Solche wasserlöslichen Verpackungen können entweder durch Verfahren des vertikalen
Formfüllversiegelns (VFFS) oder Warmformverfahren hergestellt werden.
Das Warmformverfahren schließt im Allgemeinen das Formen einer ersten Lage aus einem wasserlöslichen Folienmaterial zum Bilden von Ausbuchtungen zum Aufnehmen einer
Zusammensetzung darin, Einfüllen der Zusammensetzung in die Ausbuchtungen, Bedecken der mit der Zusammensetzung gefüllten Ausbuchtungen mit einer zweiten Lage aus einem wasserlöslichen Folienmaterial und Versiegeln der ersten und zweiten Lagen miteinander zumindest um die
Ausbuchtungen herum ein.
Die wasserlösliche Umhüllung wird vorzugsweise aus einem wasserlöslichen Folienmaterial ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Polymeren oder Polymergemischen gebildet. Die
Umhüllung kann aus einer oder aus zwei oder mehr Lagen aus dem wasserlöslichen Folienmaterial gebildet werden. Das wasserlösliche Folienmaterial der ersten Lage und der weiteren Lagen, falls vorhanden, kann gleich oder unterschiedlich sein.
Die wasserlösliche Verpackung, umfassend das Waschmittel und die wasserlösliche Umhüllung, kann eine oder mehr Kammern aufweisen. Das flüssige Waschmittel kann in einer oder mehreren Kammern, falls vorhanden, der wasserlöslichen Umhüllung enthalten sein. Die Menge an flüssigem Waschmittel entspricht vorzugsweise der vollen oder halben Dosis, die für einen Waschgang benötigt wird.
Es ist bevorzugt, dass die wasserlösliche Umhüllung Polyvinylalkohol oder ein
Polyvinylalkoholcopolymer enthält.
Geeignete wasserlösliche Folien zur Herstellung der wasserlöslichen Umhüllung basieren bevorzugt auf einem Polyvinylalkohol oder einem Polyvinylalkoholcopolymer, dessen Molekulargewicht im Bereich von 10.000 bis 1 .000.000 gmoh1 , vorzugsweise von 20.000 bis 500.000 gmoh1 , besonders bevorzugt von 30.000 bis 100.000 gmoh1 und insbesondere von 40.000 bis 80.000 gmoh1 liegt.
Ein zur Herstellung der wasserlöslichen Umhüllung geeignetes Folienmaterial kann zusätzlich Polymere, ausgewählt aus der Gruppe umfassend Acrylsäure-haltige Polymere, Polyacrylamide, Oxazolin-Polymere, Polystyrolsulfonate, Polyurethane, Polyester, Polyether Polymilchsäure, und/oder Mischungen der vorstehenden Polymere, zugesetzt sein.
Bevorzugte Polyvinylalkoholcopolymere umfassen neben Vinylalkohol Dicarbonsäuren als weitere Monomere. Geeignete Dicarbonsäure sind Itaconsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure und Mischungen daraus, wobei Itaconsäure bevorzugt ist.
Ebenso bevorzugte Polyvinylalkoholcopolymere umfassen neben Vinylalkohol eine ethylenisch ungesättige Carbonsäure, deren Salz oder deren Ester. Besonders bevorzugt enthalten solche Polyvinylalkoholcopolymere neben Vinylalkohol Acrylsäure, Methacrylsäure, Acrylsäureester, Methacrylsäureester oder Mischungen daraus.
Geeignete wasserlösliche Folien zum Einsatz in den Umhüllungen der wasserlöslichen Verpackungen gemäß der Erfindung sind Folien, die von der Firma MonoSol LLC beispielsweise unter der
Bezeichnung M8630, C8400 oder M8900 vertrieben werden. Andere geeignete Folien umfassen Folien mit der Bezeichnung Solublon® PT, Solublon® GA, Solublon® KC oder Solublon® KL von der Aicello Chemical Europe GmbH oder die Folien VF-HP von Kuraray.
Die wasserlöslichen Verpackungen können eine im Wesentlichen formstabile kugelförmige und kissenförmige Ausgestaltung mit einer kreisförmigen, elliptischen, quadratischen oder rechteckigen Grundform aufweisen.
Die wasserlösliche Verpackung kann eine oder mehrere Kammern zur Bevorratung eines oder mehrerer Mittel aufweisen. Weist die wasserlösliche Verpackung zwei oder mehr Kammern auf, enthält mindestens eine Kammer ein flüssiges Waschmittel. Die weiteren Kammern können jeweils ein festes oder ein flüssiges Waschmittel enthalten.
Beispiele
Beispiel 1 : Verwendete Waschmittelrezepturen
Tabelle 1 zeigt ein beispielhaftes Standardwaschmittel, das in den durchgeführten Experimenten als Referenz verwendet wurde. Alle Mengenangaben sind in Gew.-% Aktivsubstanz (AS) auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, falls nicht anderweitig gekennzeichnet.
Tabelle 1
Die getesteten neuartigen Tensidformulierungen wurden durch Austausch der vorhandenen Tenside erhalten, dabei wurde das Verhältnis anionisches zu nichtionischem Tensid beibehalten und LAS gegen MES sowie FAEO gegen MEE ausgetauscht.
Es wurde folgende Kombinationen getestet:
Tabelle 2: Getestete Tensidsysteme. Alle Angaben in Gew.-% bezogen auf das Waschmittel
Referenz: 5,5% LAS, 7% FAEOS, 5,5%FAEO.
Beispiel 2: Verbesserte Fleckentfernung
Für die Waschversuche wurden gekaufte, fettige Anschmutzungen in einem miniaturisierten Waschtest gewaschen, dann gespült, getrocknet und anschließend ihr Remissionswert spektralphotometrisch (Minolta CR400-1 ) vermessen. Es wurde das Waschmittel aus Tabelle 1 als Referenz verwendet und mit den erfindungsgemäßen Tensidmischungen verglichen. Waschtemperatur 25°C, Waschzeit 1 h, Flottenmenge 50 ml, Dosierung 0,21 g, 5-fach Bestimmung.
Als Testanschmutzung wurde eine standardisierte fettige Anschmutzung gewählt.
Die angegebenen Werte zeigen die Differenzen der Remissionswerte zum Standardwaschmittel sowie die Messunsicherheit bei der 5-fach Bestimmung. Je größer die Remissionswertdifferenz, desto besser die Fleckentfernung.
Formel für Messunsicherheit (MU):
a} + σ oi = Standardabweichung Waschmittel
02 = Standardabweichung Waschmittel mit neuer Tensidmischung
Tabelle 2:
Zeile 1 : Die Verwendung von MEE allein führte nicht zu einer Verbesserung.
Zeile 2: Die Kombination von MEE und MES führte im Vergleich zur Verwendung von MEE in Kombination mit LAS (Zeile 1 ) zu einer Verbesserung der Leistung. Die Kombination der beiden Methylestertenside erzielte somit eine optimierte Reinigungskraft, insbesondere mit Blick auf unterschiedliche Fettanschmutzungen.