EP3055872B1 - Kontaktschiebereinheit für eine schalteinheit - Google Patents
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- EP3055872B1 EP3055872B1 EP14725911.3A EP14725911A EP3055872B1 EP 3055872 B1 EP3055872 B1 EP 3055872B1 EP 14725911 A EP14725911 A EP 14725911A EP 3055872 B1 EP3055872 B1 EP 3055872B1
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Definitions
- the invention relates to a contact slide unit for a switching unit, comprising a contact slide with a guided therein movable contact piece.
- first insertion bevels formed on the guide webs are guided by insertion bevels, which are arranged in the contact slide, to their final assembly position. Due to the clear assignment between the respective chamfers of the scope for a bridge dancer is no longer given.
- first insertion bevels are mirror-inverted on the anti-rotation device and are arranged opposite one another.
- Mirror reversal means in this context that the first chamfers are arranged on the anti-rotation rotationally symmetrical to a vertical axis which is vertical to the longitudinal axis of the movable contact piece.
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Kontaktschiebereinheit für eine Schalteinheit, aufweisend einen Kontaktschieber mit einem darin geführten beweglichen Schaltstück.
- Schalteinheiten, insbesondere Leistungsschalter, dienen unter Anderem dem sicheren Abschalten bei einem Kurzschluss und schützen dadurch Verbraucher und Anlagen. Ferner eignen sich elektrische oder mechanische Schalteinheiten für das betriebsmäßige manuelle Schalten von Verbrauchern sowie zur sicheren Trennung einer Anlage vom Stromnetz bei Wartungsarbeiten oder Änderungen bei der Anlage. Elektrische Schalteinheiten werden häufig elektromagnetisch betrieben.
- Das heißt, derartige Schalteinheiten sind technisch hochwertige elektrische Schaltgeräte mit integriertem Schutz für Motoren, Leitungen, Transformatoren und Generatoren. Ihren Einsatz finden sie an Funktionsstellen mit geringerer Schalthäufigkeit. Derartige Schalteinheiten sind neben dem Kurzschlussschutz auch für den Überlastschutz geeignet.
- Im Fall eines Kurzschlusses schaltet eine elektrische Schalteinheit eine elektrische Anlage sicher ab. Somit bietet diese Sicherungsschutz vor Überlastung. Jeder Leiter, durch den Strom fließt, erwärmt sich mehr oder weniger stark. Die Erwärmung hängt dabei vom Verhältnis der Stromstärke zum Stromleiterquerschnitt ab, der so genannten Stromdichte. Die Stromdichte darf nicht zu groß werden, da sonst durch zu hohe Erwärmung der Leiterisolation ein Verschmoren und möglicherweise ein Brand ausgelöst werden kann.
- Leistungsschalter weisen zwei voneinander getrennt wirkende Auslösemechanismen für den Überlast- und Kurzschlussschutz auf. Beide Auslöser sind in Reihe geschaltet. Den Schutz beim Kurzschluss übernimmt ein zeitlich nahezu unverzögert wirkender elektromagnetischer Auslöser. Bei einem Kurzschluss entklinkt der elektromagnetische Auslöser unverzögert ein Schaltschloss des Leistungsschalters. Ein Schaltanker trennt das Schaltstück, ehe der Kurzschlussstrom seinen Höchstwert erreichen kann.
- Bei Leistungsschaltern mit einem hohen Schaltvermögen (ICU bis 100kA bei einem Nennstrom von IN = 100A) treten hohe Kurzschlüsse auf, wodurch wiederum große magnetische Kräfte zwischen dem beweglichen Schaltstück und dem Festschaltstück entstehen. Zum Einen sind dies Stromschleifenkräfte zwischen den Festschaltstücken und dem beweglichen Schaltstück und zum Anderen die weitaus größeren Stromengekräfte zwischen den Silberkontakten. Diese beiden Kräfte bewirken, dass das bewegliche Schaltstück im Kurzschlussfall impulsartig gegen ihre resultierende Federkraft aufgeschleudert wird und gegen die Aufschlagdome im Unterteil prallt.
- Außerdem kommt es vor, dass die bereits genannten Stromengekräfte zwischen den Silberkontakten nicht zentral in der Mitte der Kontakte wirken, sondern dezentral weiter am Rand der Kontakte. Zusätzlich zu der öffnenden Kraft in Richtung der Aufschlagdome des Unterteils erfährt das bewegliche Schaltstück daher ein Drehmoment, das zu einer Drehung des beweglichen Schaltstücks um die Längsachse führen kann. Auch das Auftreffen auf die Aufpralldome kann, bei ungünstiger Lage des beweglichen Schaltstücks, bewirken, dass wiederum ein unerwünschtes Drehmoment eingeleitet wird.
- Unter Extrembelastung kann es vereinzelt vorkommen, dass das bewegliche Schaltstück seine konstruktionsbedingten Freiheitsgrade ausnutzt, und dass es sich durch die eingeleiteten Drehmomente entweder im Kontaktschieber verkeilt oder sich so weit verdreht, dass ein reguläres Kontaktieren zwischen den Kontakten des beweglichen Schaltstücks und dem Festschaltstück nicht mehr möglich ist. In jedem Fall ist eine zuverlässige Funktion des Leistungsschalters nicht mehr gewährleistet.
- Bekannte Kontaktschieber dieser Schalteinheiten weisen häufig zwei Führungssysteme, ein inneres und ein äußeres Führungssystem auf. Das äußere Führungssystem kommt dann zum Einsatz, wenn der Schaltvorgang, das heißt, das Ein- oder Ausschalten, über ein Schaltschloss der Schalteinheit erfolgt. Hierbei entsteht kein Brückendreher.
Das innere Führungssystem kommt im Kurzschlussfall zum Einsatz, wenn der Schaltvorgang über einen Schaltanker, häufig einen Stößel, der Schalteinheit erfolgt. Das heißt, beim Abschalten auf Grund eines Kurzschlusses eilt das bewegliche Schaltstück entlang des inneren Führungssystems dem Kontaktschieber voraus, prallt an Aufschlagflächen im so genannten Unterteil der Schalteinheit ab und fliegt wieder entlang dem inneren Führungssystem zurück. Hierbei fliegt es dem Schaltanker beziehungsweise dem Stößel der Schalteinheit entgegen. Dabei kann es passieren, dass sich das bewegliche Schaltstück und der Stößel außerhalb ihrer Mittellinien treffen, so dass dies zu einem Verdrehen des beweglichen Schaltstücks um seine Längsachse führen kann.
Wenn das bewegliche Schaltstück im gedrehten Zustand verharrt, treffen bei einem nächsten Einschalten der Schalteinheit nicht mehr die Kontakte, insbesondere Silberkontakte des beweglichen Schaltstücks und die festen Kontakte der Schalteinheit aufeinander, so dass es zu Ausfallerscheinungen kommt. Das heißt, ein in einer verdrehten Position verharrendes Schaltstück ist nachteilig, da die Schalteinheit dann nicht mehr einsatzfähig ist. Ein nicht funktionierendes Schaltstück und eine nicht funktionierende Schalteinheit sind nachteilig für die elektrischen Verbraucher und die Anlage, in der die Schalteinheit eingebaut ist. Das DokumentDE 10 2007 015 794 A1 zeigt eine Kontaktschiebereinheit gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Demgemäß besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Kontaktschiebereinheit für eine Schalteinheit zu schaffen, die derart ausgebildet ist, dass Brückendreher des Schaltstückes vermieden werden, sowie ein Verfahren zur Montage dieser Kontaktschiebereinheit anzugeben. - Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Kontaktschiebereinheit mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie durch ein Verfahren gemäß Patentanspruch 10 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen, welche einzeln oder in Kombination miteinander eingesetzt werden können, sind der Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Kontaktschiebereinheit gelöst, die einen Kontaktschieber mit einem darin geführten beweglichen Schaltstück aufweist. Die Erfindung zeichnet sich dabei dadurch aus, dass das bewegliche Schaltstück durch eine separat ausgebildete Verdrehsicherung verdrehsicher im Kontaktschieber positioniert ist.
- Durch ein vorzugsweise gestanztes und gebogenes Blech, das über eine Art Bajonettverschluss mit dem beweglichen Schaltstück, also mit der Brücke, verbunden wird, vergrößern sich seitlich die Führungsflächen des beweglichen Schaltstücks. Dadurch kann es im komplett montierten Zustand in Verbindung mit dem Kontaktschieber nicht mehr verkippen oder sich sogar um 90° und mehr verdrehen. Das Verdrehsicherungsblech ist dabei so gestaltet, dass man vom ursprünglichen Montagevorgang der Schalteinheit, insbesondere des Leistungsschalters, nicht abweichen muss. Es werden lediglich geringfügige Änderungen am Kontaktschieber und eine Korrektur der gestanzten Brückengeometrie benötigt.
- Die Montage dieser erfindungsgemäßen Kontaktschiebereinheit erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst wird die Brücke schräg zwischen die Seitenführungen des Kontaktschiebers geführt, dann gerade ausgerichtet und auf den Füßchen des Kontaktschiebers, die als Montagehilfe dienen, abgelegt. Durch die Korrektur der gestanzten Brückengeometrie entstehen zwischen den abgerundeten Führungsflächen des Kontaktschiebers und der Brückengeometrie Öffnungen, die für das Verdrehsicherungsblech vorgesehen sind. Nachdem das Verdrehsicherungsblech in die Öffnung gesteckt wurde, wird die Kombination aus Blech und Brücke über die Kontaktlastfeder von unten nach oben im Kontaktschieber in ihre Ein-Position geschoben. Durch die angeformte Kontur des Verdrehsicherungsblechs in Verbindung mit dem angeformten Bereich im Kontaktschieber wird das Verdrehsicherungsblech richtig ausgerichtet. Der Bajonettverschluss umschließt dann die Brücke, wodurch die beiden Teile, also die Brücke und das Blech, formschlüssig miteinander verbunden sind.
- Wird nun die Brücke durch die Stromengekräfte und Stromschleifenkräfte nach unten aufgeschleudert, wird sie durch das Verdrehsicherungsblech sicher in Position gehalten, auch wenn durch außermittige Krafteinleitung ein Drehmoment auf die Brücke wirkt. Somit ist ein Verkippen oder Verkanten der Brücke im Kontaktschieber nicht mehr möglich.
- Durch die Verbindung der Brücke mit dem Verdrehsicherungsblech werden die Führungsstege der Brücke von 3 mm auf 12 mm verlängert. Auch bei außermittiger Einleitung der Stromengekräfte und Stromschleifenkräfte, die im Kurzschlussfall auf die Brücke wirken und diese gegen die Aufpralldome im Unterteil schleudern, wird die Brücke effektiv durch das Verdrehsicherungsblech geführt. Ein Verkippen oder Verkanten der Brücke ist somit nicht mehr möglich und eine sichere Kontaktierung zwischen den Festschaltstücken und der Brücke ist nach einem Kurzschluss gewährleistet. Durch den Bajonettverschluss und die gegensätzlich angeformten Bereiche am Verdrehsicherungsblech und am Kontaktschieber kann der ursprüngliche Montageablauf beibehalten werden. Außerdem sind dadurch nur zwei geringe Änderungen an den bestehenden Werkzeugen notwendig.
- In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass die Verdrehsicherung ein gestanztes und gebogenes Blechteil ist. Die erfindungsgemäße Verdrehsicherung ist somit auf einfache Weise herzustellen und benötigt keine komplizierten Montageabläufe. Die Herstellungskosten sind zudem gering. Erfindungsgemäß ist die Verdrehsicherung U-förmig ausgebildet mit einem Auflageboden als Mittelbereich und zwei seitlich daran angeordneten Führungsstegen. Dabei dient der Auflageboden als Auflagefläche für das bewegliche Schaltstück, während die Führungsstege als Führungselemente bei der Montage der Verdrehsicherung dienen und in der Montageendposition ein Verdrehen des beweglichen Schaltstücks verhindern. Zusätzlich weisen erfindungsgemäß die Führungsstege der Verdrehsicherung eine erste Einführschräge auf. Die jeweils an den Führungsstegen ausgebildeten ersten Einführschrägen werden von Einführschrägen, die im Kontaktschieber angeordnet sind, zu ihrer Montageendposition geführt. Durch die klare Zuordnung zwischen den jeweiligen Einführschrägen ist der Spielraum für einen Brückendreher nicht mehr gegeben. In einer weiteren speziellen Fortführung dieses erfindungsgemäßen Konzepts ist es vorgesehen, dass die ersten Einführschrägen an der Verdrehsicherung spiegelverkehrt und gegenüberliegend zueinander angeordnet sind. Spiegelverkehrt heißt in diesem Zusammenhang, dass die ersten Einführschrägen an der Verdrehsicherung rotationssymmetrisch zu einer vertikalen Achse angeordnet sind, die vertikal auf der Längsachse des beweglichen Schaltstücks steht. Darüber hinaus sind erfindungsgemäß im Kontaktschieber zweite Einführschrägen angeordnet, an welchen die ersten Einführschrägen der Verdrehsicherung bei Positionierung der Verdrehsicherung im Kontaktschieber geführt werden. Die ersten Einführschrägen der Verdrehsicherung sind in ihrer Positionierung und in ihrer konzeptionellen Ausführung auf die zweiten Einführschrägen des Kontaktschiebers abgestimmt, so dass bei Positionierung der Verdrehsicherung im Kontaktschieber die Möglichkeit eines Brückendrehers ausgeschlossen werden kann.
- In einer speziellen Ausgestaltung der Erfindung kann ein weiteres Konzept darin bestehen, dass das bewegliche Schaltstück zwei spiegelverkehrt und gegenüberliegend zueinander angeordnete Vorsprünge aufweist. Mit spiegelverkehrt ist auch in diesem Zusammenhang gemeint, dass die Vorsprünge rotationssymmetrisch zu einer vertikalen Achse angeordnet sind, die vertikal auf der Längsachse des beweglichen Schaltstücks steht. Diese Vorsprünge am beweglichen Schaltstück haben eine Stopperfunktion für die Verdrehsicherung, da die Führungsstege der Verdrehsicherung an diesen Vorsprüngen anliegen und so ein Verdrehen des beweglichen Schaltstücks unmöglich machen.
- Dabei kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass die Vorsprünge am beweglichen Schaltstück derart ausgebildet sind, dass sie die Verdrehsicherung in ihrer Montageendposition am beweglichen Schaltstück verdrehsicher halten. Somit dienen die Vorsprünge am beweglichen Schaltstück in der Montageendposition der Verdrehsicherung als Stopper, die die Bewegung des beweglichen Schaltstücks in seiner Längsrichtung verhindern.
- Es kann erfindungsgemäß außerdem vorgesehen sein, dass der erfindungsgemäße Kontaktschieber in einem Leistungsschalter Anwendung findet.
- Die erfindungsgemäße Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird außerdem durch ein Verfahren zur Montage einer Kontaktschiebereinheit für eine Schalteinheit gelöst mit einem Kontaktschieber und einem darin geführten beweglichen Schaltstück mit den Schritten:
- Schräges Einführen des beweglichen Schaltstückes zwischen Seitenführungen des Kontaktschiebers;
- Gerades Ausrichten des beweglichen Schaltstückes auf Füßchen des Kontaktschiebers;
- Einführen der Verdrehsicherung in eine Öffnung des Kontaktschiebers;
- Ausrichten der Verdrehsicherung am beweglichen Schaltstück.
- Die erfindungsgemäße Kontaktschiebereinheit für eine Schalteinheit weist einen Kontaktschieber mit einem darin geführten beweglichen Schaltstück auf. Der Kontaktschieber ist vorzugsweise U-förmig ausgebildet mit einem Mittelbereich und zwei gegenüberliegend zueinander angeordneten Seitenführungen. Die Seitenführungen münden an ihren ersten Enden in den Mittelbereich und weisen an ihren zweiten Enden Füßchen auf, die als Auflagefläche für das bewegliche Schaltstück ausgebildet sind. Die Füßchen weisen vorzugsweise halbkonzentrische Ausnehmungen auf. An den Füßchen sind diagonal gegenüberliegend Öffnungen positioniert, die zur Aufnahme einer Verdrehsicherung dienen.
- Die Verdrehsicherung ist vorzugsweise ein gestanztes und gebogenes Blechteil, welches vorzugsweise U-förmig ausgebildet ist, mit einem Auflageboden als Mittelbereich und zwei seitlich daran angeordneten Führungsstegen. Die Führungsstege der Verdrehsicherung weisen eine erste Einführschräge auf, wobei die Einführschrägen an den Führungsstegen spiegelverkehrt und gegenüberliegend zueinander positioniert sind. Spiegelverkehrt bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Einführschrägen rotationssymmetrisch zueinander angeordnet sind, wobei die Rotationsachse senkrecht auf der Längsachse des beweglichen Schaltstücks steht. Neben der Einführschräge weisen die Führungsstege auch eine Einführgerade auf.
- Die Führungsstege werden zur Positionierung der Verdrehsicherung in die diagonal gegenüberliegend angeordneten Öffnungen des Kontaktschiebers eingeführt. Für die Endmontage der Verdrehsicherung wird diese in die halbkonzentrische Ausnehmung der Füßchen des Kontaktschiebers gedreht. Dies ist deshalb möglich, weil der Auflageboden der Verdrehsicherung an zwei sich gegenüberliegend angeordneten Seitenkanten halbkonzentrische Ausbuchtungen aufweist. Die Einführschrägen der Verdrehsicherung werden durch zweite Einführschrägen, die im Kontaktschieber positioniert sind, in die Montageendposition geführt.
- In der Montageendposition der Verdrehsicherung liegen die Einführgeraden der Führungsstege der Verdrehsicherung an Vorsprüngen an, die am beweglichen Schaltstück spiegelverkehrt und gegenüberliegend zueinander angeordnet sind. Die Vorsprünge am beweglichen Schaltstück üben eine Stopperfunktion aus, die dazu führt, dass das bewegliche Schaltstück keinen Brückendreher produziert.
- Die erfindungsgemäße Kontaktschiebereinheit zeichnet sich durch die Verbindung der Brücke mit der Verdrehsicherung aus, wodurch die Führungsflächen der Brücke deutlich erhöht werden konnten. Auch bei außermittiger Einleitung der Stromengekräfte und Stromschleifenkräfte, die im Kurzschlussfall auf die Brücke wirken und diese gegen die Aufpralldome im Unterteil schleudern, wird die Brücke effektiv durch das Verdrehsicherungsblech geführt. Ein Verkippen oder Verkanten der Brücke ist somit nicht mehr möglich und eine sichere Kontaktierung zwischen Festschaltstück und Brücke ist nach einem Kurzschluss gewährleistet. Durch den Bajonettverschluss und den gegensätzlich angeformten Bereichen am Verdrehsicherungsblech und am Kontaktschieber kann der ursprüngliche Montageablauf beibehalten werden. Außerdem werden nur zwei geringe Änderungen an den bestehenden Werkzeugen benötigt.
- Weitere Vorteile und Ausführungen der Erfindung werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnung näher erläutert.
- Dabei zeigen schematisch:
-
Fig. 1 in einer perspektivischen Darstellung eine erfindungsgemäße Kontaktschiebereinheit mit einem Kontaktschieber, einem beweglichen Schaltstück und einer Verdrehsicherung; -
Fig. 2 in einer perspektivischen Darstellung von unten einen Kontaktschieber mit eingelegtem beweglichen Schaltstück; -
Fig. 3 in einer perspektivischen Darstellung von der Seite einen Kontaktschieber mit schräg eingelegtem beweglichen Schaltstück; -
Fig. 4 in einer perspektivischen Darstellung von oben einen Kontaktschieber mit eingelegtem beweglichen Schaltstück; -
Fig. 5 in einer Schnittdarstellung einen erfindungsgemäßen Kontaktschieber; -
Fig. 6 in einer perspektivischen Schnittdarstellung einen erfindungsgemäßen Kontaktschieber; -
Fig. 7 in einer perspektivischen Darstellung ein erfindungsgemäßes bewegliches Schaltstück; -
Fig. 8 in einer perspektivischen Darstellung von der Seite ein bewegliches Schaltstück mit erfindungsgemäßer Verdrehsicherung; -
Fig. 9 in einer perspektivischen Darstellung von unten ein bewegliches Schaltstück mit einer erfindungsgemäßen Verdrehsicherung; -
Fig. 10 in einer perspektivischen Schnittdarstellung einen Kontaktschieber mit eingelegtem beweglichen Schaltstück und Verdrehsicherung. -
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Kontaktschiebereinheit für eine Schalteinheit, die einen Kontaktschieber 1 mit einem darin geführten beweglichen Schaltstück 2 aufweist. Der Kontaktschieber 1 ist vorzugsweise U-förmig ausgebildet mit einem Mittelbereich 3 und zwei gegenüberliegend zueinander angeordneten Seitenführungen 4, 5. Die Seitenführungen 4, 5 münden an ihren ersten Enden in den Mittelbereich 3 und weisen an ihren zweiten Enden Füßchen 6 auf, die als Auflagefläche für das bewegliche Schaltstück 2 ausgebildet sind. Die Füßchen 6 weisen vorzugsweise halbkonzentrische Ausnehmungen 7 auf. An den Füßchen 6 sind diagonal gegenüberliegende Öffnungen 8 positioniert, die zur Aufnahme einer Verdrehsicherung 9 dienen. - Die Verdrehsicherung 9 ist vorzugsweise ein gestanztes und gebogenes Blechteil, welches vorzugsweise U-förmig ausgebildet ist mit einem Auflageboden 10 als Mittelbereich und zwei seitlich daran angeordneten Führungsstegen 11, 12. Die Führungsstege 11, 12 der Verdrehsicherung 9 weisen eine erste Einführschräge 13 auf, wobei die Einführschrägen 13 an den Führungsstegen 11, 12 spiegelverkehrt und gegenüberliegend zueinander positioniert sind. Spiegelverkehrt bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Einführschrägen 13 rotationssymmetrisch zueinander angeordnet sind, wobei die Rotationsachse senkrecht auf der Längsachse des beweglichen Schaltstücks 2 steht.
- Neben der Einführschräge 13 weisen die Führungsstege 11, 12 auch eine Einführgerade 14 auf. Die Führungsstege 11, 12 werden zur Positionierung der Verdrehsicherung 9 in die diagonal gegenüberliegend angeordneten Öffnungen 8 des Kontaktschiebers 1 eingeführt. Für die Endmontage der Verdrehsicherung 9 wird diese in die halbkonzentrische Ausnehmung 7 der Füßchen 6 des Kontaktschiebers 1 gedreht. Dies ist deshalb möglich, weil der Auflageboden 10 der Verdrehsicherung 9 an zwei sich gegenüberliegend angeordneten Seitenkanten halbkonzentrische Ausbuchtungen 15 aufweist. Die Einführschrägen 13 der Verdrehsicherung 9 werden durch zweite Einführschrägen, die im Kontaktschieber positioniert sind, in die Montageendposition geführt.
-
Fig. 2 zeigt die Anordnung aus Kontaktschieber 1 und eingelegtem beweglichen Schaltstück 2 ohne Verdrehsicherung 9. Aus dieser Darstellung geht hervor, dass das bewegliche Schaltstück 2 an den Längsseiten Vorsprünge 16 aufweist, die spiegelverkehrt und gegenüberliegend zueinander angeordnet sind. Die Vorsprünge 16 am beweglichen Schaltstück 2 üben eine Stopperfunktion aus, die dazu führt, dass das bewegliche Schaltstück keinen Brückendreher produziert. In der Endmontage der Verdrehsicherung 9 liegen die Einführgeraden 14 der Führungsstege 11, 12 der Verdrehsicherung 9 an den Vorsprüngen 16 an, die am beweglichen Schaltstück 2 angeordnet sind. InFig. 2 sind außerdem die diagonal gegenüberliegend angeordneten Öffnungen 8 des Kontaktschiebers 1 zu sehen.
Fig. 3 zeigt den Kontaktschieber 1 mit einem schräg eingelegten beweglichen Schaltstück 2. Bei der Montage wird das bewegliche Schaltstück 2 zunächst schräg zwischen die Führungsstege 11, 12 des Kontaktschiebers 1 eingeführt und dann um 90° gedreht, so dass das bewegliche Schaltstück 2 auf den Füßchen 6 des Kontaktschiebers 1 aufliegt.
InFig. 4 ist die Montageendposition des beweglichen Schaltstücks 2 im Kontaktschieber 1 dargestellt, nachdem sich das bewegliche Schaltstück 2 um 90° gedreht hat.
Fig. 5 zeigt den erfindungsgemäßen Kontaktschieber 1 in einer Schnittdarstellung. AusFig. 5 geht hervor, dass auch im Kontaktschieber 1 eine zweite Einführschräge 17 ausgebildet ist. Die ersten Einführschrägen 13 an den Führungsstegen 11, 12 der Verdrehsicherung 9 wirken mit den zweiten Einführschrägen 17 im Kontaktschieber 1 zusammen. Auch ausFig. 6 geht die Einführschräge 17 des erfindungsgemäßen Kontaktschiebers 12 in einer perspektivischen Schnittdarstellung hervor.
Fig. 7 zeigt ein erfindungsgemäßes bewegliches Schaltstück 2 mit den Vorsprüngen 16, die spiegelverkehrt und zueinander schräg gegenüber liegend angeordnet sind. Spiegelverkehrt bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Vorsprünge 16 rotationssymmetrisch zueinander angeordnet sind, wobei die Rotationsachse senkrecht auf der Längsachse des beweglichen Schaltstücks 2 steht. - In
Fig. 8 ist ein bewegliches Schaltstück 2 mit erfindungsgemäßer Verdrehsicherung 9 dargestellt. Aus dieser Darstellung geht hervor, dass die Einführgeraden 14 an den Führungsstegen 11, 12 der Verdrehsicherung 9 an den Vorsprüngen 16 des beweglichen Schaltstücks 2 anliegen.
Fig. 9 zeigt die Darstellung ausFig. 8 von unten. Aus dieser Darstellung geht hervor, dass das bewegliche Schaltstück 2 auf dem Auflageboden 10 der Verdrehsicherung 9 aufliegt.
Fig. 10 zeigt die Anordnung aus beweglichem Schaltstück 2 und Verdrehsicherung 9 in ihrer Positionierung im erfindungsgemäßen Kontaktschieber 1. In der Montageendposition der Verdrehsicherung 9 liegen die Einführgeraden 14 der Führungsstege 11, 12 der Verdrehsicherung 9 an den Vorsprüngen 16 des beweglichen Schaltstücks 2 an. Diese Vorsprünge 16 bewirken, dass das bewegliche Schaltstück 2 keinen Brückendreher produziert. - Die erfindungsgemäße Kontaktschiebereinheit zeichnet sich durch die Verbindung des beweglichen Schaltstücks mit der Verdrehsicherung aus, wodurch die Führungsflächen des beweglichen Schaltstücks deutlich erhöht werden konnten. Auch bei außermittiger Einleitung der Stromengekräfte und Stromschleifenkräfte, die im Kurzschlussfall auf die Brücke wirken und diese gegen die Aufpralldome im Unterteil schleudern, wird die Brücke effektiv durch das Verdrehsicherungsblech geführt.
-
- 1
- Kontaktschieber
- 2
- bewegliches Schaltstück
- 3
- Mittelbereich
- 4
- Seitenführung
- 5
- Seitenführung
- 6
- Füßchen
- 7
- halbkonzentrische Ausnehmung
- 8
- Öffnung
- 9
- Verdrehsicherung
- 10
- Auflageboden
- 11
- Führungssteg
- 12
- Führungssteg
- 13
- Einführschräge
- 14
- Einführgerade
- 15
- halbkonzentrische Ausbuchtung
- 16
- Vorsprünge
- 17
- Einführschräge
Claims (7)
- Kontaktschiebereinheit für eine Schalteinheit aufweisend einen Kontaktschieber (1) mit einem darin geführten beweglichen Schaltstück (2), wobei das bewegliche Schaltstück (2) durch eine separat ausgebildete Verdrehsicherung (9) verdrehsicher im Kontaktschieber (1) positioniert ist, wobei die Verdrehsicherung (9) U-förmig ausgebildet ist mit einem Auflageboden (10) als Mittelbereich und zwei seitlich daran angeordneten Führungsstegen (11,12), dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstege (11,12) der Verdrehsicherung (9) erste Einführschrägen (13) aufweisen und wobei im Kontaktschieber (1) zweite Einführschrägen (17) angeordnet sind, an welchen die ersten Einführschrägen (13) der Verdrehsicherung (9) bei Positionierung der Verdrehsicherung (9) im Kontaktschieber (1) geführt werden, wobei die ersten Einführschrägen (13) an den Führungsstegen (11, 12) der Verdrehsicherung (9) mit den zweiten Einführschrägen (17) im Kontaktschieber (1) zusammenwirken.
- Kontaktschiebereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrehsicherung (9) ein gestanztes und gebogenes Blechteil ist.
- Kontaktschiebereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Einführschrägen (13) an der Verdrehsicherung (9) spiegelverkehrt und gegenüberliegend zueinander angeordnet sind.
- Kontaktschiebereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Schaltstück (2) zwei spiegelverkehrt und gegenüberliegend zueinander angeordnete Vorsprünge (16) aufweist.
- Kontaktschiebereinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (16) am beweglichen Schaltstück (2) derart ausgebildet sind, dass sie die Verdrehsicherung (9) in ihrer Montageendposition am beweglichen Schaltstück (2) verdrehsicher halten, wobei Einführgeraden (14) an den Führungsstegen (11, 12) der Verdrehsicherung (9) an den Vorsprüngen (16) des beweglichen Schaltstücks (2) anliegen.
- Leistungsschalter mit einer Kontaktschiebereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5.
- Verfahren zur Montage einer Kontaktschiebereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6 für eine Schalteinheit aufweisend einen Kontaktschieber (1) mit einem darin geführten beweglichen Schaltstück (2) mit den Schritten:- schräges Einführen des beweglichen Schaltstückes (2) zwischen Seitenführungen (4,5) des Kontaktschiebers (1);- gerades Ausrichten des beweglichen Schaltstücks (2) auf Füßchen (6) des Kontaktschiebers (1);- Einführen der Verdrehsicherung (9) in einer Öffnung des Kontaktschiebers (1);- Ausrichten der Verdrehsicherung (9) im Kontaktschieber (1) am beweglichen Schaltstück (2).
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| PCT/EP2014/059549 WO2015169390A1 (de) | 2014-05-09 | 2014-05-09 | Kontaktschiebereinheit für eine schalteinheit |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| EP3055872A1 EP3055872A1 (de) | 2016-08-17 |
| EP3055872B1 true EP3055872B1 (de) | 2018-09-05 |
Family
ID=50774829
Family Applications (1)
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