EP2769374A1 - Verfahren zum anzeigen von bildinformationen auf einer anzeigeeinheit eines fahrzeugs sowie fahrerassistenzeinrichtung zum durchführen eines derartigen verfahrens - Google Patents
Verfahren zum anzeigen von bildinformationen auf einer anzeigeeinheit eines fahrzeugs sowie fahrerassistenzeinrichtung zum durchführen eines derartigen verfahrensInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anzeigen von Bildinformationen auf einer Anzeigeeinheit (7) eines Fahrzeugs (3), bei welchem eine Umgebung des Fahrzeugs (3) mit einer Detektionseinrichtung (6) des Fahrzeugs (3) erfasst wird, und bei welchem die Fahrzeugumgebung in einer ersten Darstellung (8) in einer ersten Perspektive oder in einer zweiten Darstellung (10) in einer zweiten Perspektive als Bildinformation auf der Anzeigeeinheit (7) angezeigt wird, wobei ein Wechsel der Darstellung (8, 10) automatisch dann erfolgt, wenn sich das Fahrzeug (3) auf einer ersten Fahrbahn (1) befindet, welche in einem Winkel in eine zweite Fahrbahn (2) mündet und das Fahrzeug (3) sich in Richtung der zweiten Fahrbahn (2) bewegt, und die Detektionseinrichtung (6) des Fahrzeugs (3) mit ihrem Erfassungsbereich (61a, 61b) die zweite Fahrbahn (2) zumindest seitlich den seitlichen (1a, 1b) und vorderen Begrenzungen (1c, 1d) der ersten Fahrbahn (1) erfassen kann. Die Erfindung betrifft auch eine Fahrerassistenzeinrichtung (4) und ein Fahrzeug (3).
Description
Verfahren zum Anzeigen von Bildinformationen auf einer Anzeigeeinheit eines Fahrzeugs sowie Fahrerassistenzeinrichtung zum Durchführen eines derartigen
Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anzeigen von Bildinformationen auf einer Anzeigeeinheit eines Fahrzeugs, bei welchem eine Umgebung des Fahrzeug mit einer Detektionseinrichtung des Fahrzeugs erfasst wird, und bei welchem die
Fahrzeugumgebung in einer ersten Darstellung in einer ersten Perspektive oder in einer zweiten Darstellung in einer zweiten Perspektive als Bildinformation auf der
Anzeigeeinheit angezeigt wird. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine
Fahrerassistenzeinrichtung zum Durchführen eines derartigen Verfahrens.
Aus der JP 9-180088 ist eine Vorrichtung mit einer Kamera für ein Fahrzeug bekannt, wobei die Vorrichtung manuell betätigt wird. Es werden somit durch Betätigen eines zugehörigen Schalters oder durch Einlegen eines Rückwärtsgangs verschiedene
Ansichten eines Kamerasystems automatisch in Abhängigkeit von Fahrgeschwindigkeit und Lenkwinkel des Fahrzeugs ausgewählt und angezeigt.
Darüber hinaus ist aus der WO 2010/045626 A2 eine Vorrichtung für ein Fahrzeug bekannt, bei der auch eine Seitenansicht der Fahrzeugumgebung aufgenommen und auf einer Anzeigeeinheit angezeigt werden kann.
Ferner offenbart die EP 1 685 001 B1 eine Ausgestaltung einer Vorrichtung mit
Radarsensoren, die einen zu einer Fortbewegungsrichtung des Fahrzeugs quer verlaufenden Bewegungsfortgang eines anderen Objekts detektieren kann.
Die Anzeigeszenarien bei diesen bekannten Vorrichtungen sind jedoch beschränkt und der Nutzer kann somit nur sehr eingeschränkt unterschiedliche Anzeigen auf einer Anzeigeeinheit erhalten.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren sowie eine
Fahrerassistenzeinrichtung zu schaffen, mittels welchem bzw. mittels welcher die Anzeige von unterschiedlichen Darstellungen der Fahrzeugumgebung präziser und nutzerfreundlicher sowie situationsangepasster erfolgt.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren, eine Fahrerassistenzeinrichtung sowie ein Fahrzeug gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst.
Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Anzeigen von Bildinformationen auf einer Anzeigeeinheit eines Fahrzeugs wird die Umgebung des Fahrzeugs mit einer
Detektionseinrichtung des Fahrzeugs erfasst. Die Fahrzeugumgebung wird in einer ersten Darstellung in einer ersten Perspektive oder in einer zweiten Darstellung in einer zweiten Perspektive als Bildinformation auf der Anzeigeeinheit angezeigt. Ein Wechsel der Darstellung erfolgt automatisch dann, wenn sich ein Fahrzeug auf einer ersten Fahrbahn befindet, welche in einem Winkel in eine zweite Fahrbahn mündet und das Fahrzeug sich in Richtung der zweiten Fahrbahn bewegt, und die Detektionseinrichtung des Fahrzeugs mit ihrem Erfassungsbereich die zweite Fahrbahn zumindest seitlich den seitlichen und vorderen Begrenzungen der ersten Fahrbahn erfassen kann. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird eine wesentlich nutzerfreundlichere und
situationsangepasstere Bildinformationspräsentation mit unterschiedlichen Perspektiven für den Nutzer erreicht. Gerade dann, wenn es jeweils erforderlich ist, die jeweils beste Perspektive von spezifischen Bereichen der Fahrzeugumgebung darzustellen, wird dies gewährleistet und insbesondere automatisch abhängig von einer bestimmten
Umgebungsdetektion durchgeführt. Diese ist gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren konkret spezifiziert. Gerade derartige Verkehrssituationen, bei denen ein Fahrzeug in eine zweite Fahrbahn einfährt kann es aufgrund des Einmündungswinkels der ersten Fahrbahn in die zweite Fahrbahn oftmals äu ßerst schwierig sein, dass der Fahrer ausreichend in die zweite Fahrbahn einsieht. Gerade bei diesen Situationen wird durch das erfindungsgemäße Verfahren automatisch dem Fahrer eine bestmögliche
Perspektive der Fahrzeugumgebung im Bereich der Fahrbahneinmündung und insbesondere dann auch in Richtung der zweiten Fahrbahn ermöglicht. Dadurch kann eine Objektdetektion beim Annähern und Einfahren des Fahrzeugs von der ersten Fahrbahn in die zweite Fahrbahn wesentlich verbessert werden. Objekte, die sich auf der zweiten Fahrbahn befinden, können somit sehr schnell erfasst und unmittelbar in einer geeigneten Perspektive der Darstellung der Fahrzeugumgebung durch einen Fahrer erkannt werden, da dies sofort auf der Anzeigeeinheit angezeigt wird.
Vorzugsweise wird vorgesehen, dass bei einem Wechsel der Darstellung nur die jeweilige Darstellung auf der Anzeige angezeigt wird. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass jeweils beide Darstellungen auf der Anzeige angezeigt werden und bei einem Wechsel der Darstellung lediglich die Größe der einen Darstellung relativ zur anderen geändert wird. Die jeweils gegebene relevante Darstellung einer Perspektive wird dann
vergrößert und in den Vordergrund gestellt, so dass sie für den Fahrer im Vordergrund und bestmöglich wahrgenommen werden kann. Dennoch ist auch die weitere Darstellung zumindest als Kleinbild angezeigt, so dass auch hier der Fahrer im weiteren noch entsprechende Informationen erhält und wahrnehmen kann.
Vorzugsweise wird vorgesehen, dass als Perspektive der ersten Darstellung eine Draufsicht angezeigt wird, und als Perspektive der zweiten Darstellung eine
Seitenansicht der Fahrzeugumgebung angezeigt wird. Gerade die Seitenansicht ist von wesentlicher Bedeutung dann, wenn der Fahrer sich mit seinem Fahrzeug von der ersten Fahrbahn zur zweiten Fahrbahn nähert und die Detektionseinrichtung dann in die zweite Fahrbahn quasi einsehen kann. Da diesbezüglich dann Objekte sich seitlich auf der zweiten Fahrbahn kommend dem Fahrzeug nähern ist bei diesen Situationen die Seitenansicht intuitiver und im Hinblick auf die tatsächliche Objektwahrnehmung bezüglich dem Entstehen von kritischen Verkehrssituationen besser.
Vorzugsweise wird vorgesehen, dass die Detektionseinrichtung am Fahrzeug
vorhandene Sensoren zur Parklückenvermessung zur Begrenzungserkennung der ersten Fahrbahn und/oder zur Objekterkennung auf der zweiten Fahrbahn verwendet. Dies ist eine besonders hervorzuhebende Ausführung, da dazu ohnehin vorhandene Sensoren multifunktionell genutzt werden und somit keine weiteren zusätzlichen
Sensoren die nur für die Objekterkennung auf der zweiten Fahrbahn verwendet werden würden, benötigt werden.
Vorzugsweise wird die Detektionseinrichtung mit zumindest einer Kamera und/oder zumindest einem Radarsensor ausgebildet, mittels welchen ein seitlicher
Umgebungsbereich des Fahrzeugs und somit die zweite Fahrbahn erfasst werden kann.
Gerade dann, wenn auch Sensoren für die Parklückenvermessung für die
Begrenzungserkennung der ersten Fahrbahn herangezogen werden, können
beispielsweise auch Ultraschallsensoren vorgesehen sein.
Vorzugsweise wird abhängig von einer Objekterkennung auf der zweiten Fahrbahn eine automatische Warnung an den Fahrer erzeugt. Gerade in Verbindung mit der sehr schnellen und präzisen Detektionsmöglichkeit kann auch eine sehr bedarfsgerechte und schnelle Warnung an den Fahrer erfolgen. Hierzu können akustische und/oder optische Warnsignale erzeugt werden.
Vorzugsweise werden Begrenzungen der ersten Fahrbahn automatisch durch die Detektionseinrichtung erfasst. Auch dies ist vorteilhaft, da somit sofort nach dem
Erfassen der seitlichen und vorderen Begrenzungen der ersten Fahrbahn ein Wechsel der Bildinformationsdarstellung erfolgt.
Vorzugsweise wird vorgesehen, dass diese erfassten Begrenzungen der ersten
Fahrbahn automatisch auf einer Fahrzeugumgebungskarte gespeichert und angezeigt werden. Dies kann optisch, beispielsweise durch unterschiedliche Farbgebung, kenntlich gemacht werden.
Vorzugsweise wird ein Wechsel der Darstellung der Bildinformationen automatisch abhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit und einem möglicherweise auf der zweiten Fahrbahn detektierten Objekt durchgeführt.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann eine verbesserte Aktivierung einer Warnung an den Fahrer erfolgen. Die erste Fahrbahn kann beispielsweise eine Straße oder eine Einmündung eines Privatgrundstücks in die zweite Fahrbahn sein. Sie kann in diesem Zusammenhang beispielsweise eine Garagenausfahrt oder eine sonstige Grundstücksausfahrt sein.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann ein bedarfsgerechteres automatisches Aktivieren einer Warnvorrichtung des Fahrzeugs erfolgen, da eine Objekterkennung auf der zweiten Fahrbahn schneller und bedarfgerechter erfolgen kann.
Sobald die Detektionseinrichtung somit freie seitliche Sicht auf die zweite Fahrbahn hat, erfolgt der Wechsel der Darstellung der Perspektiven der Bildinformationen auf der Anzeigeeinheit.
Insbesondere die seitlichen Begrenzungen der ersten Fahrbahn und der zweiten Fahrbahn können durch die ohnehin vorhandenen Ultraschallsensoren einer
Fahrerassistenzeinrichtung zur Parklückenvermessung erfasst werden. Alternativ können die seitlichen Begrenzungen aber auch durch die zumindest eine Kamera oder durch ggf. vorhandene Radarsensoren selbst erfasst werden.
Bei einem Multi-Kamerasystem wird vorzugsweise eine Draufsicht angezeigt, solange das Fahrzeug sich noch in der ersten Fahrbahn befindet und die Detektionseinrichtung noch nicht in die zweite Fahrbahn einsehen kann. Automatisch wird dann auf die
Seitenansicht der Bilddarstellung umgeschaltet, sobald eine Einsicht der
Detektionseinrichtung in die zweite Fahrbahn ermöglicht ist und somit Objekte auf der zweiten Fahrbahn erfasst werden können. Insbesondere erfolgt dies somit dann, wenn das Fahrzeug sich von der ersten Fahrbahn der zweiten Fahrbahn nähert und soweit vorwärts oder rückwärts in die zweite Fahrbahn eingefahren ist, dass die
Detektionseinrichtung freie seitliche Sicht auf die zweite Fahrbahn hat.
Des Weiteren betrifft die Erfindung auch eine Fahrerassistenzeinrichtung, welche zum Durchführungen eines erfindungsgemäßen Verfahrens oder einer vorteilhaften Ausgestaltung davon ausgebildet ist.
Die Fahrerassistenzeinrichtung umfasst dazu insbesondere zumindest eine
Steuereinheit und die Detektionseinrichtung sowie insbesondere auch eine
Warnvorrichtung.
Darüber hinaus betrifft die Erfindung auch ein Fahrzeug mit einer erfindungsgemäßen Fahrerassistenzeinrichtung.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf eine Verkehrssituation, in der ein erfindungsgemäßes Fahrzeug beteiligt ist;
Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Fahrzeugs mit einer erfindungsgemäßen
Fahrerassistenzeinrichtung;
Fig. 3 eine Darstellung einer Draufsicht auf eine Fahrzeugumgebungskarte;
Fig. 4 eine Darstellung einer Bildinformation auf einer Anzeigeeinheit in einer ersten Perspektive;
Fig. 5 eine schematische Draufsicht auf ein Fahrzeug in einer im Vergleich zu
Fig. 2 unterschiedlichen Position;
Fig. 6 eine weitere Darstellung einer Draufsicht einer Fahrzeugumgebungskarte; und
Fig. 7 eine weitere Darstellung von Bildinformationen auf einer Anzeigeeinheit, die unterschiedlich im Vergleich zur Darstellung in Fig. 4 ist.
In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
In Fig. 1 ist in einer Draufsicht eine Verkehrssituation gezeigt, bei der eine erste
Fahrbahn 1 in eine zweite Fahrbahn 2 mündet. Die Einmündung der ersten Fahrbahn 1 in die zweite Fahrbahn 2 ist hier in einem relativ großen Winkel.
Die erste Fahrbahn 1 kann in diesem Zusammenhang eine öffentliche Straße sein. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die erste Fahrbahn 1 eine Ausfahrt eines Privatgrundstücks ist, beispielsweise eine Garagenausfahrt ist.
Auf der ersten Fahrbahn 1 bewegt sich ein Fahrzeug 3 in Richtung der zweiten
Fahrbahn 2. Das Fahrzeug 3 umfasst eine Fahrerassistenzeinrichtung 4, die eine Steuereinheit 5 sowie eine Detektionseinrichtung 6 aufweist. Die Detektionseinrichtung 6 umfasst zumindest seitlich detektierende Sensoren 6a, 6b, 6c und 6d. Darüber hinaus kann die Detektionseinrichtung 6 auch zumindest eine Kamera 6e aufweisen.
Zumindest einige der Sensoren 6a bis 6d können einem Parkassistenzsystem des Fahrzeugs 3 zugeordnet sein und zur Parklückenvermessung vorgesehen sein.
Das Fahrzeug 3 kann zusätzlich oder anstatt dazu auch noch einen oder mehrere Radarsensoren umfassen.
Mit der Detektionseinrichtung 6 werden auch seitliche Begrenzungen 1 a und 1 b der ersten Fahrbahn 1 erfasst. Insbesondere werden in diesem Zusammenhang auch vordere Begrenzungen 1 c und 1 d, die gleichzeitig auch seitliche Begrenzungen der zweiten Fahrbahn 2 sind, erfasst.
In der gezeigten Position des Fahrzeugs 3, bei dem das Fahrzeug 3 mit durchgezogenen Linien dargestellt ist, können die Sensoren 6a bis 6d und die Kamera 6e die Fahrbahn 2 seitlich der ersten Fahrbahn 1 noch nicht erfassen. In dieser Situation ist vorgesehen,
dass auf einer Anzeigeeinheit 7 des Fahrzeugs 3 eine Darstellung der Fahrzeugumgebung in einer ersten Perspektive, nämlich in einer Draufsicht gezeigt ist, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist. Diese erste Darstellung 8 zeigt somit von oben das Fahrzeug 3 und auch von oben die Umgebung dieses Fahrzeugs 3.
In Fig. 2 ist diese Position des Fahrzeugs 3 gemäß der durchgezogenen Linie in der Darstellung in Fig. 1 schematisch gezeigt. Wie dabei zu erkennen ist, kann keiner der Sensoren 6a und 6b mit den Erfassungsbereichen 61 a und 61 b die zweite Fahrbahn 2 seitlich der ersten Fahrbahn 1 erfassen.
In Fig. 3 ist dazu eine Fahrzeugumgebungskarte 9 gezeigt, in der ebenfalls in einer Draufsichtdarstellung das Fahrzeug 3 angezeigt ist und in der die durch die Sensoren 6a und 6b erfasste Begrenzung 1 b der ersten Fahrbahn 1 gespeichert ist. Diesbezüglich wird diese Begrenzung 1 b auch noch farblich gekennzeichnet, beispielsweise rot eingezeichnet.
Bewegt sich nun das Fahrzeug 3 in Richtung der zweiten Fahrbahn 2 und nimmt die in Fig. 1 gezeichnete vordere gestrichelte Position ein, so ist zu erkennen, dass die Sensoren 6a und 6c und/oder die Kamera 4 auch die vorderen Begrenzungen 1 c und 1 d erfassen und darüber hinaus auch seitlich der ersten Fahrbahn 1 in die Fahrbahn 2 einsehen können und diese erfassen können. Sobald dies erreicht ist, dass zumindest einer der Sensoren 6a bis 6d und/oder die Kamera 4 einen derartigen seitlichen Einblick in die zweite Fahrbahn 2 erhält, erfolgt automatisch ein Wechsel der Darstellung auf der Anzeigeeinheit 7. Insbesondere wird dann gemäß der Darstellung in Fig. 4 nicht mehr nur die erste Darstellung 8 mit einer Draufsichtperspektive angezeigt, sondern automatisch auf eine zweite Darstellung 10 gewechselt, in der eine Seitenansicht als Darstellung in einer zweiten Perspektive als Bildinformationen angezeigt wird.
Wie aus der Darstellung in Fig. 7 zu erkennen ist, ist im Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass der Wechsel der Darstellung dahingehend erfolgt, dass die erste Darstellung 8 deutlich verkleinert und insbesondere auch um 90 ° gedreht angezeigt ist, und daneben die zweite Darstellung 10 deutlich größer dargestellt ist.
Es kann auch vorgesehen sein, dass bei einem Wechsel der Darstellung von Fig. 4 auf Fig. 7 dann nur die zweite Darstellung 10 insbesondere über den gesamten Bildbereich der Anzeigeeinheit 7 angezeigt wird.
Ebenso kann vorgesehen sein, dass in der Situation gemäß Fig. 4 nicht nur die erste Darstellung 8 angezeigt wird, sondern zusätzlich auch die zweite Darstellung 10 angezeigt ist, jedoch deutlich verkleinert gegenüber der ersten Darstellung 8.
In der Darstellung gemäß Fig. 5 ist gezeigt, dass das Fahrzeug 3 eine Position eingenommen hat, in der der Sensor 6a über die Begrenzung 1 b und somit über die erste Fahrbahn 1 seitlich hinaus in die zweite Fahrbahn 2 einsehen kann und diesbezüglich mit dem Erfassungsbereich 61 a die Fahrbahn 2 detektieren kann.
Entsprechendes ist dann insbesondere mit dem Sensor 6c und insbesondere auch mit der Kamera 4 möglich.
Durch die Sensoren 6a und 6c, die dann die Begrenzung 1 b und 1 a nicht mehr oder nur minimal erfassen, wird somit erkannt, dass quasi die erste Fahrbahn 1 beendet ist und eine Objekterfassung seitlich der Fahrbahn 1 auf der zweiten Fahrbahn 2 insbesondere durch die Kamera 4 ermöglicht ist.
In der in Fig. 6 gezeigten Fahrzeugumgebungskarte 9 ist dies ebenfalls kenntlich gemacht, sodass ein Farbenwechsel des benachbart zum rechten vorderen Bereich des Fahrzeugs 3 erfolgt, und diesbezüglich beispielsweise dieser Bereich grün angezeigt wird. Der auf den grünen Bereich nach hinten bzw. unten folgende Bereich ist dann weiterhin rot eingezeichnet, so dass diesbezüglich ganz klar die vordere Begrenzung 1 c erkannt wird und somit das vordere Ende der ersten Fahrbahn 1 auch auf der
Fahrzeugumgebungskarte 9 optisch zu erkennen ist.
Insbesondere kann auch vorgesehen sein, dass der automatische Wechsel der
Darstellungen 8 und 10 auf der Anzeigeeinheit 7 auch zusätzlich unter Berücksichtigung der Fahrzeuggeschwindigkeit und/oder einer Form eines möglicherweise auf der zweiten Fahrbahn detektierten Objekts erfolgt.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Wechsel der Darstellungen 8 und 10 auf der Anzeigeeinheit 7 abhängig von einem Erfassen der Begrenzungen 1 a bis 1 d durch die Sensoren 6a bis 6d durchgeführt wird und wenn das Fahrzeug 3 sich in einer Position befindet, in welcher die Sensoren 6a und 6c bereits seitlich in die zweite Fahrbahn 2 detektieren zumindest die Kamera 4 dann die Fahrbahn 2 im Hinblick auf zu beachtende Objekte überwacht. Werden diesbezüglich dann entsprechende Objekte detektiert kann abhängig von deren Position und/oder Form und/oder Geschwindigkeit und vorzugsweise abhängig von einer Zeitdauer bis zu einer möglichen Kollision mit dem
Fahrzeug 3 eine Warnung erzeugt werden. Zusätzlich oder anstatt einer Kamera 4, die dann zur Objektdetektion auf der Fahrbahn 2 bei entsprechender Position des Fahrzeugs 3 vorgesehen ist, kann auch zumindest ein bereits angesprochener Radarsensor und/oder eine Lidar-Vorrichtung vorgesehen sein.
Claims
1 . Verfahren zum Anzeigen von Bildinformationen auf einer Anzeigeeinheit (7) eines Fahrzeugs (3), bei welchem eine Umgebung des Fahrzeugs (3) mit einer
Detektionseinrichtung (6) des Fahrzeugs (3) erfasst wird, und bei welchem die Fahrzeugumgebung in einer ersten Darstellung (8) in einer ersten Perspektive oder in einer zweiten Darstellung (10) in einer zweiten Perspektive als Bildinformation auf der Anzeigeeinheit (7) angezeigt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Wechsel der Darstellung (8, 10) automatisch dann erfolgt, wenn sich das Fahrzeug (3) auf einer ersten Fahrbahn (1 ) befindet, welche in einem Winkel in eine zweite Fahrbahn (2) mündet und das Fahrzeug (3) sich in Richtung der zweiten Fahrbahn (2) bewegt, und die Detektionseinrichtung (6) des Fahrzeugs (3) mit ihrem Erfassungsbereich (61 a, 61 b) die zweite Fahrbahn (2) zumindest seitlich den seitlichen (1 a, 1 b) und vorderen Begrenzungen (1 c, 1 d) der ersten Fahrbahn (1 ) erfassen kann.
2. Verfahren nach Anspruch 1 ,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei einem Wechsel der Darstellung (8, 10) nur die jeweilige Darstellung (8, 10) auf der Anzeigeeinheit (7) angezeigt wird oder beide Darstellungen (8, 10) angezeigt werden und bei einem Wechsel der Darstellung (8, 10) die Größe der
Darstellungen (8, 10) relativ zu einander geändert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2
dadurch gekennzeichnet, dass
als Perspektive der ersten Darstellung (8) eine Draufsicht angezeigt wird und als Perspektive der zweiten Darstellung (10) eine Seitenansicht der
Fahrzeugumgebung angezeigt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Detektionseinrichtung (6) am Fahrzeug vorhandene Sensoren (6a bis 6d) zur Parklückenvermessung zumindest zur Erkennung der Begrenzungen (1 a bis 1 d) der ersten Fahrbahn (1 ) verwendet.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Detektionseinrichtung eine Kamera (6e) und/oder einen Radarsensor umfasst, mittels welchen die zweite Fahrbahn (2) im Hinblick auf eine Objekterkennung erfasst wird, wenn das Fahrzeug (3) eine Position erreicht hat, an der eine
Erfassung seitlich der Begrenzungen (1 a bis 1 d) der ersten Fahrbahn (1 ) möglich ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
abhängig von einer Objekterkennung auf der zweiten Fahrbahn (2) eine automatische Warnung an den Fahrer erzeugt wird, insbesondere abhängig von einer Zeitdauer bis einer möglichen Kollision des Fahrzeugs (3) mit dem Objekt erzeugt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Begrenzungen (1 a bis 1 d) der ersten Fahrbahn (1 ) automatisch erfasst werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Begrenzungen (1 a bis 1 d) automatisch auf einer Fahrzeugumgebungskarte (9) gespeichert und angezeigt werden.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Wechsel der Darstellung (8, 10) automatisch abhängig von der
Fahrzeuggeschwindigkeit und/oder von einer Form eines möglicherweise auf der zweiten Fahrbahn (2) detektierten Objekts erfolgt.
10. Fahrerassistenzeinrichtung (4), welche zum Durchführen eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.
1 1 . Fahrzeug (3) mit einer Fahrerassistenzeinrichtung (4) nach Anspruch 10.
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