Stetigförderer zum Transport von schwerem Schütt- oder Stückgut
Die Erfindung betrifft Stetigförderer, die für den Transport von großen Mengen von Schüttgut wie Sand, Steine oder Erz sowie zum Transport von schwerem Stückgut eingesetzt werden, beispielsweise im Bergbau, Über- oder Untertagebau oder bei der Be- und Entladung von Schiffen, Silos usw. Das Schüttoder Stückgut wird dabei in einer Aufgabestation auf das Transport-Zugmittel aufgeladen und zu einer Abgabe- oder Übergabestation transportiert. Ein typisches Beispiel für einen Stetigförderer ist ein Förderband zum Abtransport von gebrochenem Erz. Das Förderband läuft auf Tragrollen, die in einer langgestreckten Tragkonstruktion aus Stahlprofilen gelagert sind. Die Antriebsstation umfasst neben einer oder mehrerer Antriebswellen wenigstens einen Elektromotor, der zumeist als Asynchronmotor ausgebildet ist und mit relativ großer Drehzahl, z.B. 1500 U/min, läuft. Die das Förderband vortreibende Antriebsrolle dreht sich dagegen relativ langsam, mit einer Drehzahl zwischen 5 und 100 U/min. Zwischen dem Asynchronmotor und der Antriebsrolle muss deshalb ein Untersetzungsgetriebe vorgesehen werden, das typischerweise als mehrstufiges Stirnrad-Getriebe oder Planetengetriebe ausge-
führt ist und ein Untersetzungsverhältnis zwischen 15:1 und 150:1 hat. Es kommen auch Getriebe mit veränderlicher Übersetzung zum Einsatz, mit deren Hilfe die Arbeitsdrehzahl der Antriebsrolle eingestellt werden kann. Der Antriebsmotor und gegebenenfalls auch das Untersetzungsgetriebe kann in der Antriebsrolle integriert sein als so genannter Trommelmotor. Der Stetigförderer kann auch mehrere Antriebsstationen umfassen, z.B. zwei Kopfstationen und eine oder mehrere Zwischenstationen, wobei jede Antriebstation einen oder zwei Elektromotoren und eine entsprechende Zahl von Antriebsrollen aufweist.
Störungen beim Transport werden als Stoßbelastungen über die Antriebsrolle auf die Abtriebswelle des Getriebes geleitet und von dort in den Antriebsmotor übertragen. Bei größeren Störungen, beispielsweise durch Stau des Schüttguts oder Verklemmen von Gegenständen, kann das Transport-Zugmittel plötzlich kurzzeitig zum Stillstand kommen. Rotor des Motors, Wellen und Zahnräder des Getriebes sowie die damit gekoppelte Antriebsrolle bewegen sich aber aufgrund der großen Massenträgheit des gesamten Antriebssystems weiter, jedenfalls so lange, bis bei Überschreiten bestimmter Kräfte eine automatische Abschaltung oder Abkoppelung des Motors stattfindet. Dies kann zu starken mechanischen Spannungen in Getriebe, Motor und Transport-Zugmittel führen, in deren Folge das Zugmittel beschädigt wird, z.B. reißt. Zur Vermeidung solcher unzulässig hohen Stoßbelastungen mit möglichen Beschädigungen des Transport-Zugmittels wird beim Stand der Technik zwischen Antriebsrolle und Untersetzungsgetriebe oft eine Überlastkupplung ein- gebaut, die bei Überschreiten vorgegebener Lasten oberhalb der üblichen Betriebslasten automatisch öffnet, den elektrischen Antrieb also von der Antriebsrolle trennt.
Speziell bei großen und sehr großen Steigförderern, wie sie im Berg- oder Tagebau eingesetzt werden, ist ein Reißen des Transport-Zugmittels mit einem derart hohen Aufwand an Kosten und Zeit für die dann notwendige Reparatur verbunden, dass ein solcher Schaden unter allen Umständen vermie-
den werden muss. Entsprechend hoch ist der konstruktive Aufwand für die Überlastkupplung und die Überwachungs- und Steuersysteme, die eine rechtzeitige Notabschaltung auslösen. Es stellt sich somit die Aufgabe, einen Stetigförderer speziell für schweres Schütt- oder Stückgut so zu konstruieren, dass er gegen Störungen beim Transport weniger empfindlich ist und die Gefahr verringert wird, dass das Transport-Zugmittel durch solche Störungen überlastet und beschädigt wird. Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die große Massenträgheit herkömmlicher Antriebssysteme dafür verantwortlich ist, dass das Transport- Zugmittel im Störfall schnell mechanisch überlastet ist, und dass deshalb die Verringerung der Massenträgheit des Antriebssystems Entwicklungsziel sein muss.
Gelöst wird die Aufgabe gemäß dem kennzeichnenden Teil des ersten Patentanspruchs dadurch, dass an Stelle eines schnell laufenden Elektromotors mit angeflanschtem mehrstufigem Untersetzungsgetriebe ein permanent erregter hochpoliger Synchronmotor eingesetzt wird, dessen Drehzahl höchs- tens 15-mal so hoch ist wie die Arbeitsdrehzahl der Antriebswelle, wobei er ein Drehmoment von mindestens 30 kNm abgibt. Ein solcher, langsam laufender Elektromotor mit hohem Drehmoment macht ein aufwendiges mehrstufiges Untersetzungsgetriebe überflüssig. Das an der Antriebsrolle wirkende Massenträgheitsmoment des Antriebs verringert sich dadurch auf unter 20 % des Massenträgheitsmoments eines herkömmlichen Antriebs. Die kinetische Energie des Antriebssystems ist durch die wesentlich niedrigere Motordrehzahl erheblich kleiner. Im Falle einer Störung beim Transport des Schütt- oder Stückguts reagiert die relativ leichte Antriebseinheit schneller. Bei einer fremdgesteuerten Abbremsung oder gar einem kurzzeitigen Stillstand des Transport-Zugmittels kann die Antriebskraft des Motors verringert oder abgeschaltet werden, bevor unzulässig hohe Kräfte über die Antriebsrolle in das Zugmittel eingeleitete werden. Im Fehlerfall, z.B. bei Kurzschluss im Umrichter
oder Motor, ist das auftretende Stoßmoment deutlich geringer, womit die Belastung der mechanischen Komponenten erheblich reduziert wird. Eine Deformation oder gar ein Riss des Transport-Zugmittels ist damit praktisch ausgeschlossen, eine Überlastkupplung entbehrlich.
In konsequenter und vorteilhafter Weiterbildung des erfindungsgemäßen Gedankens, das Massenträgheitsmoment des Antriebs möglichst weit zu verringern, kann der Elektromotor die Antriebsrolle des Transport-Zugmittels direkt antreiben. Bei einem solchen rotativen Direktantrieb mit hohem Drehmoment, auch Torque-Motor genannt, entspricht die Motordrehzahl der Arbeitsdrehzahl der Antriebswelle. Ein Untersetzungsgetriebe wird damit ganz überflüssig, das Massenträgheitsmoment des Antriebs auf ein Minimum reduziert. Bei einem derartigen Direktantrieb kann das Massenträgheitsmoment im Vergleich zu einem herkömmlichen Antrieb mit schnell laufendem Asynchronmotor und zwischengeschaltetem Untersetzungsgetriebe um den Faktor 10 verringert werden.
Der Wirkungsgrad eines Antriebssystems mit Torque-Motor ist ca. 5% größer. Dies bedeutet geringeren Energieverbrauch und geringere Kühlleistung. Eine Rotorkühlung ist für Torque-Motoren nicht erforderlich.
Bei den hier eingesetzten Synchronmotoren mit großer Polpaarzahl handelt es sich im Prinzip um auf hohe Drehmomente optimierte große Servomotoren mit Hohlwelle. Rotative Direktantriebe oder Torquemotoren wurden bisher vor allem bei Produktionsmaschinen wie z.B. Laserschneidmaschinen, Fräs- und Schleifmaschinen oder Extrudern eingesetzt, nicht aber bei schweren Fördermaschinen.
Die Nenndrehzahl des Synchronmotors beträgt bevorzugt zwischen 5 und 100 Umdrehungen pro Minute, insbesondere zwischen 20 U/min und 50 U/min, wenn der Motor die Antriebswelle direkt antreibt. Das abgegebene Drehmoment beträgt vorzugsweise zwischen 50 und 800 Kilonewton, insbesondere
100 kNm bis 500 kNm. Derart langsam laufende Synchronmotoren mit so hohem Drehmoment ermöglichen erst den direkten Antrieb des Transport- Zugmittels. Die Leistungsabgabe des Antriebs beträgt vorzugsweise zwischen 50 und 2000 Kilowatt, insbesondere 100 kW bis 1000 kW.
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Treibt der Synchronmotor die Antriebsrolle über ein einstufiges Untersetzungsgetriebe an, so liegt die bevorzugte Nenndrehzahl je nach Untersetzungsverhältnis um den Faktor 2 bis 10 höher und liegt das vom Motor abgegebene Drehmoment bevorzugt um rund die Hälfte niedriger. Auch in diesem i o Fall ergibt sich eine signifikante Reduzierung des Massenträgheitsmoments mindestens um den Faktor 5 im Vergleich zu herkömmlichen Antrieben. Der Antrieb mit Synchronmotor und einstufigem Untersetzungsgetriebe hat im Vergleich zu herkömmlichen mit mehreren Getriebestufen deutlich weniger bewegte Teile. Dies bedeutet höhere Systemzuverlässigkeit. Ein Torque-
15 Motor mit einstufigem Getriebe führt zu einem wesentlich kompakteren Antrieb.
Hochpolige Synchronmotoren bzw. rotative Direktantriebe lassen sich mittels Frequenzumrichter schnell und präzise regeln. Durch den Einsatz von Fre- 20 quenzumrichtern können im Vergleich zu konventionellen Lösungen ohne Drehzahlregelung erhebliche Systemvorteile erzielt werden: Aufgrund der Drehzahl- und Drehmomentregelung kann der Förderprozess grundsätzlich optimiert werden. Dazu gehört die Überwachung und Begrenzung von Drehzahl und Drehmoment des Synchronmotors sowie der Leistungsdaten des
25 Förderprozesses, und weiter die zugehörige Dokumentierung der tatsächlich gefahrenen Lasten (Condition Monitoring). Durch Regelung der Geschwindigkeit des Transport-Zugmittels kann die Beladung verstetigt und damit ein gleichmäßiger und schonender Betrieb des Steigförderers erreicht werden.
30 Für den erfindungsgemäßen Stetigförderer finden vorzugsweise Motoren
Verwendung, die in Abhängigkeit der Anzahl ihrer Polpaare die benötigte Motordrehzahl bei einer Motorenfrequenz zwischen 20 und 150 Hertz, vorzugs-
weise im Bereich 5 Hz bis 100 Hz, liefern. Die Polpaarzahl beträgt bevorzugt zwischen 6 und 50, insbesondere um 10.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der beige- 5 fügten Abbildungen näher beschrieben.
Es zeigen:
Figur 1 ein Förderband für schweres Schüttgut, schematisch, in einem i o Horizontalschnitt;
Figur 2 das Förderband von Fig. 1 , schematisch, in Draufsicht;
Figur 3 den Elektromotor des Förderbands gemäß Fig 2, im Längs-
15 schnitt;
Figur 4 den Elektromotor von Fig. 3, im Querschnitt;
Figur 5 ein Blockschaltbild eines Stetigförderers mit rotativem Direktan-
20 trieb;
Figur 6 ein Blockschaltbild eines Stetigförderers mit langsam laufendem
Synchronmotor und Untersetzungsgetriebe.
Als Beispiel für einen Stetigförderer ist in Fig. 1 ein Förderband schematisch dargestellt. Dessen endloses Transportband 1 läuft zwischen einer Antriebsrolle 2 und einer Umlenkrolle 3 im Kreis. Auf den Teil des Transportbands 1 , der gerade das Obertrum bildet, wird ein schweres Schüttgut 4, z.B. Erz oder gebrochenes Gestein, aufgegeben und im Wesentlichen horizontal transportiert, in der Abbildung von links nach rechts. Unter dem Transportband 1 sind
Stützrollen 5 angeordnet, die das Gewicht des Transportbands 1 und des Schüttguts 4 abstützen.
Angetrieben wird das Förderband durch einen langsam laufenden, hochpoli- 5 gen Synchronmotor 6 mit hohem Drehmoment. Wie in Fig. 2 zu sehen, treibt der Synchronmotor 6 die Antriebsrolle 2 des Förderbands direkt, d.h. ohne zwischengeschaltetes mechanisches Getriebe, an. Die Arbeitsdrehzahl der Antriebsrolle 2 beträgt ungefähr 40 Umdrehungen pro Minute, so dass auch der Synchronmotor 6 eine Nenndrehzahl von 40 U/min hat. Der Synchronmo- i o tor 6 gibt dabei ein Drehmoment im Bereich von 300 Kilonewton ab.
Bei erhöhtem Leistungsbedarf kann ein zweiter Synchronmotor desselben Typs mit der Antriebsrolle 2 gekoppelt werden. Falls aus Platzgründen die Baulänge des Synchronmotors 6 beschränkt ist, kann auch ein einstufiges 15 Untersetzungsgetriebe zwischen Antriebsrolle 2 und Synchronmotor 6 vorgesehen sein, welches die Drehzahl des Synchronmotors 6 zum Beispiel um den Faktor 5 untersetzt.
Gemäß den Schnittbildern von Fig. 3 und Fig. 4 ist der Synchronmotor 6 etwa 20 doppelt so lang wie breit. Der in Segmentbauweise modular aufgebaute Synchronmotor 6 hat einen Gehäusemantel 7, der sich zwischen zwei stirnseitigen Lagerschilden 8a und 8b erstreckt. In den Lagerschilden 8a, 8b befinden sich die Lager 9a, 9b für die Rotorwelle 10, auf welcher der Rotor 1 1 sitzt. An seiner Peripherie trägt der Rotor 1 1 eine Vielzahl von Magnetpolen 12. Durch
25 einen schmalen Luftspalt vom Rotor 1 1 getrennt sitzt der Stator 13 im Gehäusemantel 7. Es handelt es sich also hier um einen Innenläufer. Die an der einen (rechten) Seite aus dem Lagerschild 8b herausragende Rotorwelle 10 ist mit der Antriebsrolle 2 des Förderbandes gekoppelt (vgl. Fig. 2).
30 Das Blockschaltbild von Fig. 5 verdeutlicht die Vorteile, die mit dem direkten
Antrieb des Transportbands 1 durch einen permanent erregten hochpoligen Synchronmotor mit hohem Drehmoment verbunden sind.
Ein elektronischer Frequenzumrichter 14 ist an das 3-Phasen- Wechselstromnetz angeschlossen und generiert eine in Amplitude und Frequenz veränderbare Wechselspannung, die auf den Stator des Synchronmo- 5 tors 6 gegeben wird. Das umlaufende Wechselfeld treibt den Rotor an. Durch die Ansteuerung des Frequenzumrichters 14 ist die Drehzahl des Synchronmotors 6 zwischen Null und der Nenndrehzahl variierbar, so dass das Förderband aus dem Stillstand mit hohem Drehmoment angefahren werden kann, ohne dass zwischen Antriebsrolle 2 und Synchronmotor 6 eine Kupplung i o zwischengeschaltet werden muss. Entsprechend klein ist das gesamte Massenträgheitsmoment des Antriebs, welche sich im Wesentlichen aus dem Massenträgheitsmoment Mm des Synchronmotors 6, dem Massenträgheitsmoment Mt des Transportbandes 1 mitsamt Antriebsrolle 2 und dem Massenträgheitsmoment Mu der Umlenkrolle 3 zusammensetzt. Da der Synchronmo-
15 tor 6 die Antriebsrolle 2 direkt antreibt und deshalb mit relativ kleiner Drehzahl betrieben wird, ist das Massenträgheitsmoment Mm des kompletten Antriebssystems wesentlich kleiner als bei herkömmlichen Antrieben mit schnell laufendem Asynchronmotor, mehrstufigem Getriebe und Überlastkupplung. Das transformierte Massenträgheitsmoment des erfindungsgemäßen Antriebssys-
20 tems ist ca. 10-mal kleiner als bei herkömmlichen Antrieben.
Auch die Feder- und Dämpfungseigenschaften des Antriebsstrangs sind erheblich besser. Das im Prinzip nur den Synchronmotor 6 und die Antriebsrolle 2 umfassende Antriebssystem ist aufgrund der mechanischen Elastizitäten 25 sowohl in axialer als auch in radialer Richtung drehschwingungsfähig. Die Fe- dersteifigkeit FM der motorseitigen Elastizitäten umfasst dabei die Drehfeder- steifigkeit der Motorwelle des Synchronmotors 6 sowie die Axialfedersteifig- keit. Die Reibungsdämpfung in den Lagern sowie die Dämpfung im Luftspalt durch Ummagnetisierung werden durch die Dämpfung Dm charakterisiert. Bei
30 der direkten Ankopplung des Synchronmotors 6 an die Antriebsrolle 2 kann die Federsteifigkeit Fm praktisch vernachlässigt werden.
Das in Fig. 6 dargestellte Antriebssystem für das Transportband 1 unterscheidet sich von dem Antrieb gemäß Fig. 5 nur durch die Zwischenschaltung eines einstufigen Untersetzungsgetriebes 15 zwischen Synchronmotor 6 und Antriebsrolle 2 des Transportbands 1. Bei dieser Variante muss der Synchron- 5 motor 6 nicht mehr unbedingt mit derselben Drehzahl laufen wie die Antriebsrolle 2. Dies erlaubt einen kleiner bauenden Synchronmotor 6, der allerdings eine etwas höhere Nenndrehzahl hat. Es genügt aber ein kleines einstufiges Untersetzungsgetriebe 15, da die Drehzahl nur um maximal den Faktor 15 herabgesetzt werden muss. Entsprechend einfach, klein und leicht kann das i o Untersetzungsgetriebe 15 ausgeführt sein.
Das zusätzliche Massenträgheitsmoment Mg für das Untersetzungsgetriebe 15 erhöht die gesamte träge Masse des Antriebs um das zwei bis dreifache, was aber immer noch fünf bis zehnmal kleiner ist als bei herkömmlichen Antrieben.
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Auch die Feder- und Dämpfungseigenschaften des Antriebsstrangs verschlechtern sich durch das relativ kleine Untersetzungsgetriebe nur wenig. Die motorseitige Federsteifigkeit Fm wird durch die zusätzliche Federsteifigkeit Fg der getriebeseitigen Elastizitäten erhöht. Darin fließen die Drehfedersteifigkei-
20 ten der Getriebewellen und der Welle-Nabe-Verbindungen im Getriebe, die
Zahnsteifigkeit durch elastische Zahnverformung sowie die Radialfedersteifig- keit und Axialfedersteifigkeit der Welle-Nabe-Verbindungen, Wellen, Lager und Zahneingriffe innerhalb des Getriebes ein. Zu der Dämpfungskonstante Dm des Synchronmotors 6 ist die Dämpfungskonstante Dg der getriebeseitigen 25 Dämpfung zu berücksichtigen, welche sich aus der Reibungsdämpfung in den Lagern im Getriebe, dem Dämpfungsmaß der Zahnradpaarungen durch Torsion, der Reibungsdämpfung in den Zahnradpaarungen sowie der Reibungsdämpfung im Ölbad ergibt. Insgesamt sind die Feder- und Dämpfungseigenschaften des gesamten Antriebsstrangs auch unter Berücksichtigung der Fe-
30 dersteifigkeit Fg und die getriebeseitige Dämpfung Dg des Untersetzungsgetriebes 15 immer noch erheblich besser als bei herkömmlichen Antriebssystemen.
Bezugszeichenliste
Transportband
Antriebsrolle
Umlenkrolle
Schüttgut
Stützrollen
Synchronmotor
Gehäusemantel
a, 8b Lagerschilde
a, 9b Lager
0 Rotorwelle
1 Rotor
2 Magnetpole
3 Stator
4 Frequenzumrichter
5 Untersetzungsgetriebe