Verfahren zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe und Vorrichtung zum Betreiben einer Hochdruckentladungs- lampe
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe in einem Fahrzeugscheinwerfer und eine Vorrichtung zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe in einem Fahrzeugscheinwerfer gemäß dem Ober- begriff des Patentanspruch 1 bzw. 6.
I . Stand der Technik
Ein derartiges Verfahren und eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise in der DE 39 05 715 AI offenbart. Die¬ se Schrift beschreibt ein Betriebsverfahren für eine Hochdruckentladungslampe in einem Fahrzeugscheinwerfer, gemäß dem die Hochdruckentladungslampe mit einem geregel¬ ten Rechteckstrom und einer elektrischen Leistung von 32 Watt betrieben wird.
11. Darstellung der Erfindung
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe in einem Fahrzeugscheinwerfer bereitzustellen, das mit einfachen Mitteln die Verwirklichung zweier unterschiedlicher Beleuchtungsanwendungen mit nur einer Lichtquelle im Fahrzeugscheinwerfer ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und eine Vorrich¬ tung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 6 gelöst. Be-
sonders vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen beschrieben.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe in einem Fahrzeugscheinwerfer um- fasst eine Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruckentladungslampe während ihres Betriebs nach Beendi¬ gung der Zündphase auf ein konstantes Niveau, wobei er¬ findungsgemäß die elektrische Leistung der Hochdruckent¬ ladungslampe zum Erzeugen einer ersten Beleuchtungsanwen- dung auf ein erstes konstantes Niveau und zum Erzeugen einer zweiten Beleuchtungsanwendung auf ein anderes, zweites konstantes Niveau geregelt wird. Der Begriff elektrische Leistung der Hochdruckentladungslampe be¬ zeichnet hier immer die Wirkleistung der Hochdruckentla- dungslampe. Für den Fall, dass die Hochdruckentladungs¬ lampe Komponenten einer Zündvorrichtung oder einer Betriebsvorrichtung aufweist, die beispielsweise im Sockel der Hochdruckentladungslampe untergebracht sind, wird der Anteil der elektrischen Leistung der vorgenannten Kompo- nenten der Zünd- oder Betriebsvorrichtung bei der Ermittelung der Wirkleistung der Hochdruckentladungslampe nicht berücksichtigt. Das heißt, der Begriff elektrische Leistung der Hochdruckentladungslampe bezeichnet in die¬ sem Fall die Wirkleistung des Brenners. Der Begriff Bren- ner bezeichnet das Entladungsgefäß der Hochdruckentla¬ dungslampe mit den darin eingeschlossenen Gasentladungs¬ elektroden und dem Entladungsmedium. Der Begriff Zünd- und Anlaufphase bezeichnet die Betriebsphase der Hoch¬ druckentladungslampe, während der das Zünden der Gasent- ladung in der Hochdruckentladungslampe und das Verdampfen
der Füllungsbestandteile im Innenraum des Entladungsgefä¬ ßes der Hochdruckentladungslampe stattfindet und an deren Ende sich ein quasistationärer Betriebszustand der Hochdruckentladungslampe einstellt. Das erfindungsgemäße Ver- fahren sieht nach Beendigung der Zünd- und Anlaufphase eine Leistungsregelung der Hochdruckentladungslampe auf zwei unterschiedliche, alternativ wählbare konstante Ni¬ veaus vor, um dadurch mit derselben Lampe zwei unterschiedliche Beleuchtungsanwendungen des Fahrzeugschein- werfers verwirklichen zu können.
Dem entsprechend besitzt die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe in einem Fahrzeugscheinwerfer eine Leistungsregelungseinheit , die nach Beendigung der Zünd- und Anlaufphase der Hochdruck- entladungslampe zur Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruckentladungslampe auf ein konstantes Niveau dient, wobei erfindungsgemäß Mittel zur Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruckentladungslampe auf zwei unterschiedliche, alternativ wählbare konstante Ni- veaus vorgesehen sind. Dadurch ist es möglich, mit derselben Hochdruckentladungslampe zwei unterschiedliche Be¬ leuchtungsanwendungen des Fahrzeugscheinwerfers zu ver¬ wirklichen .
Beispielsweise kann durch das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung die Hochdruckentla¬ dungslampe im Fahrzeugscheinwerfer zum Erzeugen der beiden alternativen Beleuchtungsanwendungen Tagfahrlicht und Abblendlicht oder besonders bevorzugt, zum Erzeugen der beiden alternativen Beleuchtungsanwendungen Abblendlicht und Fernlicht genutzt werden. Die beiden letztgenannten
alternativen Beleuchtungsanwendung Abblendlicht und Fernlicht sind besonders bevorzugt, weil für diesen Zweck die elektrische Leistung der Hochdruckentladungslampe nur ge¬ ringfügig verändert werden muss und der Reflektor im Fahrzeugscheinwerfer für diese beiden Beleuchtungsanwendungen auf einfache Weise, beispielsweise mittels einer ein- und ausschaltbaren optischen Blende oder einem ähnlich wirkenden Lichtlenkmittel, angepasst werden kann.
Vorteilhafterweise wird für das erfindungsgemäße Verfah- ren und die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Halogen- Metalldampf-Hochdruckentladungslampe mit quecksilberfrei¬ er Füllung verwendet, die neben Metallhalogeniden auch Xenon unter hohem Druck in ihrer Füllung enthält. Das unter hohem Druck befindliche Xenon sorgt für eine soforti- ge Lichtemission der Hochdruckentladungslampe unmittelbar nach dem Zünden der Gasentladung im Entladungsgefäß der Hochdruckentladungslampe. Der Verzicht auf Quecksilber in der Füllung geschieht aus ökologischen Gründen. Vorzugsweise wird beim erfindungsgemäßen Verfahren und der er- findungsgemäßen Vorrichtung zur Erzeugung des Abblendlichts die elektrische Leistung des vorgenannten Typs von Hochdruckentladungslampe im Fahrzeugscheinwerfer nach Be¬ endigung der Zünd- und Anlaufphase auf einen konstanten Wert von maximal 25 Watt geregelt, um zu gewährleisten, dass die Hochdruckentladungslampe in diesem Betriebsmodus einen Lichtstrom von maximal 2000 Lumen gemäß den gesetzlichen Vorschriften erzeugt. Dadurch kann auf eine Reinigungsanlage für den Fahrzeugscheinwerfer verzichtet werden. Zur Erzeugung des Fernlichts wird beim erfindungsge- mäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Vorrichtung
vorzugsweise die elektrische Leistung des vorgenannten Typs von Hochdruckentladungslampe im Fahrzeugscheinwerfer nach Beendigung der Zünd- und Anlaufphase auf einen konstanten Wert im Bereich von größer als 25 Watt und klei- ner oder gleich 28 Watt geregelt, um für das Fernlicht einen höheren Lichtstrom von ca. 2500 Lumen bereitzustellen. Es hat sich nämlich erwiesen, dass bei dem vorgenannten Typ von Hochdruckentladungslampe durch eine Erhö¬ hung des Leistungsniveaus um nur 3 Watt eine Erhöhung des Lichtstroms um ca. 450 Lumen erreicht werden kann. Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vor¬ richtung ermöglichen somit die Verwirklichung von zwei unterschiedlichen, alternativ einstellbaren Beleuchtungsanwendungen, nämlich von Abblendlicht und Fernlicht, mit ein und derselben Hochdruckentladungslampe.
Vorteilhafterweise umfassen das erfindungsgemäße Verfah¬ ren und die erfindungsgemäße Vorrichtung eine optische Blende oder Lichtlenkmittel im Fahrzeugscheinwerfer, die synchron mit dem Umschalten zwischen den beiden alterna- tiv einstellbaren Leistungsniveaus der Hochdruckentla¬ dungslampe betätigt und aktiviert bzw. deaktiviert wer¬ den, um die beiden alternativ einstellbaren Beleuchtungsanwendungen des Fahrzeugscheinwerfers zu verwirklichen und insbesondere eine optimale Anpassung an die Lichtver- teilungen von Abblendlicht bzw. Fernlicht zu ermöglichen.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung haben gegenüber den Systemen mit separaten Lichtquellen und Scheinwerfern für Abblendlicht und Fernlicht ferner den Vorteil, dass beim Umschalten Abblend- licht auf Fernlicht und umgekehrt keine Verzögerung bei
der Lichtemission auftritt, weil für beide Anwendungen dieselbe Lichtquelle genutzt wird, die bereits einge¬ schaltet ist und sich in einem quasistationären Zustand befindet . Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe umfasst vorzugsweise eine Leis- tungsregelungseinheit , die zwischen zwei alternativen Zu¬ ständen umschaltbar ist, um die elektrische Leistung der Hochdruckentladungslampe auf das erste oder das zweite alternative konstante Niveau zu regeln. Dadurch kann mit ein und derselben Leistungsregelungseinheit die elektri¬ sche Leistung der Hochdruckentladungslampe für beide Be¬ leuchtungsanwendungen geregelt werden.
Die Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruckent- ladungslampe erfolgt gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Vorrichtung in vorteilhafter Weise auf eine der nachstehend erläuterten Varianten.
Gemäß einer ersten bevorzugten Variante der Erfindung umfassen die Mittel zur Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruckentladungslampe auf die beiden alternativ wählbaren konstanten Niveaus ein Widerstandselement zur Erfassung einer zum Lampenstrom proportionalen Spannung, dessen Widerstandswert veränderbar und vorzugsweise um¬ schaltbar zwischen zwei Werten ist. Dadurch kann die üb- liehe, an sich bekannte Leistungsregelungseinheit gemäß dem Stand der Technik weiter verwendet und auf einfache Weise derart modifiziert werden, dass das erfindungsgemä¬ ße Verfahren durchgeführt werden kann, da die elektrische Leistung der Hochdruckentladungslampe proportional zum
Lampenstrom ist und somit über den Lampenstrom regelbar ist. Daher wird durch Verändern bzw. Umschalten des Widerstandswertes des vorgenannten Widerstandselements der von der Leistungsregelungseinheit detektierte Parameter für die elektrische Leistung der Hochdruckentladungslampe entsprechend verändert.
Gemäß einem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung umfassen die Mittel zur Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruckentladungslampe auf die bei- den alternativ wählbaren konstanten Niveaus einen Regler mit umschaltbarer Verstärkung oder Charakteristik. Dadurch kann die übliche, an sich bekannte Leistungsrege¬ lungseinheit gemäß dem Stand der Technik weiter verwendet und auf einfache Weise derart modifiziert werden, dass die Hochdruckentladungslampe nach Beendigung ihrer Zünd- und Anlaufphase alternativ mit zwei unterschiedlichen elektrischen Leistung betrieben werden kann, da durch das Umschalten der Verstärkung bzw. Charakteristik des Reglers unmittelbar die Leistungsregelungseinheit für die Hochdruckentladungslampe beeinflusst wird.
Gemäß einem dritten bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung umfassen die Mittel zur Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruckentladungslampe auf die bei¬ den alternativ wählbaren konstanten Niveaus einen Mikro- Controller mit darin implementierter Software, der die Umschaltung zwischen den beiden alternativ wählbaren konstanten Leistungsniveaus programmgesteuert durchführt, indem er entsprechend dem geänderten Leistungsniveau ver¬ änderte Stellwerte für die Leistungsregelung generiert.
Vorzugsweise ist die Leistungsregelungseinheit der erfin- dungsgemäßen Vorrichtung als Bestandteil eines elektronischen Vorschaltgerätes zum Betreiben der Hochdruckentla¬ dungslampe ausgebildet, das einen ersten Anschluss zum Anschließen der Hochdruckentladungslampe an das elektro¬ nische Vorschaltgerät und einen zweiten Anschluss zur Spannungsversorgung des elektronischen Vorschaltgerätes besitzt, wobei der zweite Anschluss mindestens drei elektrische Kontakte aufweist, die derart mit der Leis- tungsregelungseinheit verschaltet sind, dass bei Nutzung eines ersten und zweiten elektrischen Kontakts zur Spannungsversorgung des elektronischen Vorschaltgerätes die Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruckentladungslampe auf das erste konstante Niveau aktiviert ist und bei Nutzung des dritten elektrischen Kontakts zur Spannungsversorgung des elektronischen Vorschaltgeräts die Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruckentladungslampe auf das zweite konstante Niveau aktiviert ist. Die Verwendung eines elektronischen Vorschaltgerätes ermöglicht den Einsatz von mit Transistoren bestückten Spannungswandlern, um aus der Bordnetzspannung des Fahrzeugs die zum Lampenbetrieb erforderlichen Spannungen und Ströme zu erzeugen. Außerdem kann dadurch die Leistungsregelungseinheit in besonders vorteilhafter Weise als Pulsweitenmodulationseinheit ausgebildet sein, welche über die Pulsweiten modulierte Ansteuerung der Transistoren des Spannungswandlers die Leistungsregelung der Hochdruckentladungslampe durchführt. Die Umschaltung der Leistungsreglung der Hochdruckentladungslampe zwischen den beiden alternativ wählbaren konstanten Niveaus kann auf besonders einfache Weise durch die Nutzung unter-
schiedlicher elektrischer Kontakte für die Spannungsversorgung des elektronischen Vorschaltgerätes durchgeführt werden. Je nachdem, ob der erste und der zweite elektrische Kontakt oder der dritte elektrische Kontakt des An- Schlusses zur Spannungsversorgung des elektronischen Vorschaltgerätes genutzt werden, ist entweder die Leistungs¬ regelung auf das erste oder das zweite konstante Niveau und damit beispielsweise das Abblendlicht oder das Fern¬ licht aktiviert. Die alternative Nutzung der vorgenannten elektrischen Kontakte des Spannungsversorgungsanschlusses des elektronischen Vorschaltgerätes kann einfach über den Lichtschalter im Fahrzeug gesteuert werden. Ebenso kann dadurch synchron auch die vorgenannte optische Blende ak¬ tiviert bzw. deaktiviert werden. Hierbei erweist es sich als vorteilhaft, dass der Kabelbaum im Fahrzeug üblicher¬ weise bereits mit einer zusätzlichen elektrischen Leitung für das Fernlicht ausgerüstet ist, die hier auf einfache Weise zum Anschließen des vorgenannten dritten elektrischen Kontakts genutzt werden kann. Das vorgenannten elektronische Vorschaltgerät weist vor¬ zugsweise einen Vollbrückenwechselrichter , in dessen Brückenzweig die ersten Anschlüsse des elektronischen Vor¬ schaltgerätes für die Hochdruckentladungslampe angeordnet sind, und einen Sperrwandler auf, dessen Spannungsausgang mit dem Spannungseingang des Vollbrückenwechselrichters verbunden ist. Mit Hilfe des Vollbrückenwechselrichters wird die Polarität des Lampenstroms ständig umgepolt, um eine Ablagerung der geladenen Ionen des Entladungsplasmas an den Gasentladungselektrode der Hochdruckentladungslam- pe zu verhindern. Der Sperrwandler ermöglicht es, aus der
Bordnet zspannung des Fahrzeugs die zum Lampenbetrieb er¬ forderlichen Spannungen und Ströme zu generieren. Insbesondere kann durch eine Pulsweiten modulierte Ansteuerung des Transistors des Sperrwandlers eine Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruckentladungslampe verwirklicht werden. Die Leistungsregelungseinheit der er¬ findungsgemäßen Vorrichtung ist daher vorzugsweise als Pulsweitenmodulationseinheit zur Pulsweiten modulierten Ansteuerung eines Schaltmittels des Sperrwandlers ausge- bildet.
III. Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
Nachstehend wird die Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsbei spielen näher erläutert. Es zeigen :
Figur 1 Eine schematische Darstellung eines Fahrzeug¬ scheinwerfers mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
Figur 2 Eine schematische Darstellung des elektronischen
Vorschaltgerätes und der Hochdruckentladungslampe aus Fig. 1 inklusive Anschlüsse
Figur 3 Eine schematische Darstellung des elektronischen
Vorschaltgerätes und der Hochdruckentladungslampe aus Fig. 1 inklusive Anschlüsse mit Licht¬ steuermodul
Figur 4 Ein Blockschaltbild des elektronischen Vor- schaltgerätes aus Fig. 1 in schematischer Dar- Stellung
Figur 5 Eine erste Aus führungs form der Leistungsrege- lungseinheit des in Fig. 4 dargestellten elekt¬ ronischen Vorschaltgerätes in schematischer Darstellung
Figur 6 Eine zweite Aus führungs form der Leistungsrege- lungseinheit des in Fig. 4 dargestellten elekt¬ ronischen Vorschaltgerätes in schematischer Darstellung
Figur 7 Eine dritte Aus führungs form der Leistungsrege- lungseinheit des in Fig. 4 dargestellten elekt¬ ronischen Vorschaltgerätes in schematischer Darstellung
In Figur 1 ist schematisch ein Fahrzeugscheinwerfer mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe, die als Lichtquelle in dem Fahrzeugscheinwerfer dient, dargestellt. Dieser Fahrzeug¬ scheinwerfer dient zum Erzeugen des Abblendlichts und des Fernlichts des Fahrzeugs.
Der Fahrzeugscheinwerfer besitzt eine Hochdruckentla¬ dungslampe 1, die von einem Reflektor 2 umgeben ist und die mit einem elektronischen Vorschaltgerät EVG verbunden ist. Der Reflektor 2 und die Hochdruckentladungslampe 1 sind in Figur 1 als „Pro ection system" bezeichnet. Außerdem weist der Fahrzeugscheinwerfer eine als „Lens" bezeichnete optische Linse und eine als „Front glass" be¬ zeichnete durchsichtige Abdeckscheibe auf, durch die das von der Hochdruckentladungslampe 1 generierte Licht den Fahrzeugscheinwerfer verlässt. Zwischen dem Reflektor 2 und der optischen Linse „Lens" ist eine als „Shielding"
bezeichnete optische Blende angeordnet, die zum Erzeugen des Abblendlichts aktiviert und in den Strahlengang des von der Hochdruckentladungslampe 1 generierten Lichts ge¬ schaltet wird, um einen Teil des Lichts auszublenden. Zum Erzeugen des Fernlichts wird die optische Blende deakti¬ viert und aus dem Strahlengang des von der Hochdruckent¬ ladungslampe 1 generierten Lichts entfernt, beispielswei¬ se durch Umklappen. Das elektronische Vorschaltgerät EVG dient zum Betreiben der Hochdruckentladungslampe 1. Es erzeugt aus der Bordnetzspannung des Fahrzeugs die Zum Betrieb der Hochdruckentladungslampe 1 erforderlichen Spannungen und Ströme. Zu diesem Zweck ist das elektronische Vorschaltgerät EVG mit einem elektrischen Anschluss ausgestattet, der drei elektrische Kontakte Kl, K2, K3 aufweist, und mit einem weiteren Anschluss K4 ausgestat¬ tet, der zum Anschließen der Hochdruckentladungslampe 1 an das elektronische Vorschaltgerät EVG dient. Zum Erzeu¬ gen des Abblendlichts (Low beam) sind der erste Kontakt Kl und der zweite Kontakt K2 des elektrischen Anschlusses des elektronischen Vorschaltgerätes EVG mit der Bordnetzspannung des Fahrzeugs verbunden. Zum Erzeugen des Fernlichts (High beam) wird der dritte Kontakt K3 genutzt. Über den dritten Kontakt K3 wird auch die optische Blende „Shielding" deaktiviert. Das heißt, die Einschaltung des Fernlichts (High beam) und das Entfernen der optischen Blende „Shielding" aus dem Strahlengang des von der Hochdruckentladungslampe 1 generierten Lichts erfolgen syn¬ chron .
In den Figuren 2 und 3 sind zwei unterschiedliche Arten von Nutzung der elektrischen Kontakte Kl, K2 und K3 des
elektronischen Vorschaltgerätes EVG schematisch darge¬ stellt. Gemäß Figur 2 werden die elektrischen Kontakte Kl und K2 zur Spannungsversorgung des elektronischen Vorschaltgerätes EVG verwendet, um das Abblendlicht zu er- zeugen, und zum Erzeugen des Fernlichts werden die elekt¬ rischen Kontakte Kl und K3 zur Spannungsversorgung des elektronischen Vorschaltgerätes EVG verwendet. Der elekt¬ rische Kontakt Kl liegt in beiden Fällen auf Massepotenzial. Zum Umschalten zwischen Abblendlicht und Fernlicht wird also einfach zwischen den Kontaktpaaren Kl, K2 und Kl, K3 zur Spannungsversorgung des elektronischen Vorschaltgerätes EVG umgeschaltet, beispielsweise mittels des Lichtschalters im Cockpit des Fahrzeugs. Der An- schluss K4 für die Hochdruckentladungslampe 1 ist eben- falls dreiadrig ausgebildet. Zwei Adern des Anschlusses bzw. Anschlusskabels K4 dienen zur Spannungsversorgung der Hochdruckentladungslampe 1 für den Betrieb der Hoch¬ druckentladungslampe nach Beendigung der Zündphase und zwar sowohl im Betriebsmodus Abblendlicht als auch im Be- triebsmodus Fernlicht. Die dritte Ader des Anschlusses K4 dient zum Anschließen der Impulszündvorrichtung (nicht abgebildet) an die Hochdruckentladungslampe und zum Zu¬ führen der zum Zünden der Gasentladung erforderlichen Zündspannung an die Hochdruckentladungslampe, die mittels der Impulszündvorrichtung während der Zündphase generiert wird .
Gemäß Figur 3 ist ein Lichtsteuermodul LM vorgesehen, das zwischen dem positiven Pol der Bordnetzspannung +12 V des Fahrzeugs und den elektrischen Kontakten Kl, K2 des elektronischen Vorschaltgerätes EVG angeordnet ist. Das
elektronische Vorschaltgerät EVG wird über seine elektri¬ schen Kontakte Kl und K2 mit Spannung versorgt. Durch Zu¬ sätzliche Nutzung des dritten elektrischen Kontaktes K3, das heißt, indem der dritte elektrische Kontakt K3 mit einer Spannung oberhalb eines vorgegebenen Schwellwertes beaufschlagt wird, wird die Umschaltung von Abblendlicht auf Fernlicht bewirkt. Das Zurückschalten von Fernlicht auf Abblendlicht erfolgt dem entsprechend durch Abschal¬ ten der vorgenannten zusätzlichen Spannung am dritten Kontakt K3. Der Anschluss K4 für die Hochdruckentladungs¬ lampe 1 ist identisch zu dem in Figur 2 abgebildeten Anschluss K4.
In Figur 4 ist schematisch ein Blockschaltbild des elekt¬ ronischen Vorschaltgerätes EVG dargestellt. Das elektro- nische Vorschaltgerät besitzt ein Eingangsfilter „Input filter" inklusive Schutzschaltung gegen Verpolung bzw. Vertauschung der elektrischen Kontakte Kl, K2, K3 des elektronischen Vorschaltgerätes EVG beim Anschließen an die Bordnetzspannung νΪΝ des Fahrzeugs, einen Sperrwand- 1er „fly back Converter", einen Vollbrückenwechselrichter „füll bridge inverter", einen Regler „regulator", einen Pulsweitenmodulator „PWM unit", eine Steuereinheit „control unit" und eine Treiberschaltung „inverter driver" für die Transistoren des Vollbrückenwechselrich- ters . Nachstehend werden Aufbau und Funktion der vorge¬ nannten Komponenten des elektronischen Vorschaltgerätes näher erläutert.
Dem Eingangsfilter „input filter" ist der Sperrwandler „fly back Converter" nachgeschaltet, der als Gleichspan- nungswandler dient und aus der Bordnetzspannung des Fahr-
zeugs von 12 V oder 24 V eine Gleichspannung von maximal 400 V generiert, die an dem Zwischenkreiskondensator CK am Spannungsausgang des Sperrwandlers bereitgestellt wird. Der Vollbrückenwechselrichter „füll bridge inver- ter" ist an den Zwischenkreiskondensator CK angeschlossen, wobei die am Zwischenkreiskondensator CK anliegende Spannung dem Vollbrückenwechselrichter als Eingangsspannung dient. In den Brückenzweig des Vollbrückenwechsel- richters ist die Entladungsstrecke „Load (Burner) " der Hochdruckentladungslampe 1 geschaltet. Die Transistoren QA und QD bzw. QB und Qc jedes Transistorpaars QA QD bzw. Q. r Qc schalten synchron und die Transistorpaare alter¬ nierend, so dass der Lampenstrom über die Entladungsstre¬ cke „Load (Burner) " der Hochdruckentladungslampe 1 entwe- der durch das erste Transistorpaar QA, QD oder durch das zweite Transistorpaar QB, Qc fließt. Dadurch wird die Po¬ larität des Lampenstroms mit der Schaltfrequenz der Tran¬ sistoren des Vollbrückenwechselrichters geändert. Das Um¬ polen des Lampenstroms dient der Verhinderung der Anlage- rung von Ionen des Entladungsplasmas an den Gasentla¬ dungselektroden der Hochdruckentladungslampe 1. Die Schaltvorgänge der Transistoren QA, QB, Qc QD des Voll¬ brückenwechselrichters werden mit Hilfe der Treiberschal¬ tung „inverter driver" und der Steuereinheit „control unit" durchgeführt. Während der Zündphase der Hochdruck¬ entladungslampe 1 wird am Zwischenkreiskondensator CK von dem Sperrwandler die maximale Ausgangsspannung von 400 V bereitgestellt. Sie dient zur Spannungsversorgung der vorgenannten Impulszündvorrichtung (nicht abgebildet) , die während der Zündphase ebenfalls in den Brückenzweig des Vollbrückenwechselrichters geschaltet ist und Zünd-
spannungsimpulse von bis zu 30 kV zum Zünden der Gasent¬ ladung in dem Entladungsgefäß der Hochdruckentladungslampe generiert. Nach Beendigung der Zündphase wird die Im¬ pulszündvorrichtung deaktiviert und am Zwischenkreiskon- densator CK wird nur noch eine Spannung von ca. 45 V bereitgestellt, die der Brennspannung der Hochdruckentla¬ dungslampe 1 entspricht. Auf die Zündphase folgt die An¬ laufphase der Hochdruckentladungslampe 1, während der die Hochdruckentladungslampe 1 mit dem Zwei- bis Dreifachen ihrer Nennleistung betrieben wird, um ein schnelles Verdampfen der Füllungsbestandteile im Entladungsgefäß der Hochdruckentladungslampe und einen schnellen Übergang in einen quasistationären Betriebszustand der Hochdruckent¬ ladungslampe 1 zu erreichen, in dem alle Füllungsbestand- teile gasförmig vorliegen und an der Entladung teilnehmen. Nach Beendigung der Anlaufphase wird die elektrische Leistung der Hochdruckentladungslampe 1 mit Hilfe des Reglers „regulator", des Pulsweitenmodulators „PWM unit" und der Steuereinheit „control unit" auf eines von zwei zur Verfügung stehenden, alternativ wählbaren konstanten Niveaus geregelt. Zum Erzeugen der Abblendlichts wird die elektrische Leistung der Hochdruckentladungslampe 1 nach Beendigung der Zünd- und Anlaufphase auf ein erstes Ni¬ veau von 25 Watt geregelt. In diesem Betriebszustand ge- neriert die Hochdruckentladungslampe 1 einen Lichtstrom von ca. 2000 Lumen.
Bei der Hochdruckentladungslampe 1 handelt es sich um ei¬ ne Halogen-Metalldampf-Hochdruckentladungslampe mit quecksilberfreier Füllung, die Natrium odid, Scandiumjo- did, Zink odid und Indium odid und Xenon als Füllung ent-
hält, wobei Zinkjodid die Rolle des fehlenden Quecksil¬ bers übernimmt und ein hoher Xenondruck im Bereich von 0,6 bis 1,2 Megapascal bei einer Temperatur von 22°C die sofortige Lichtemission unmittelbar nach der Zündung der Gasentladung ermöglicht. Die Nennleistung dieser Hochdruckentladungslampe 1 beträgt 25 Watt. Zum Erzeugen des Fernlichts wird die elektrische Leistung dieser Hoch¬ druckentladungslampe 1 nach Beendigung der Zünd- und An¬ laufphase auf ein zweites Niveau von 28 Watt geregelt. In diesem Betriebszustand generiert die Hochdruckentladungs¬ lampe 1 einen Lichtstrom von ca. 2500 Lumen. Synchron mit dem Umschalten von Abblendlicht auf Fernlicht wird auch die optische Blende „Shielding" (Fig. 1) deaktiviert, das heißt, aus dem Strahlengang des von der Hochdruckentla- dungslampe 1 emittierten Lichts entfernt. Zur Klarstel¬ lung sei hier erwähnt, dass natürlich der Modus Fernlicht oder Abblendlicht schon beim Einschalten der Hochdruckentladungslampe 1 eingestellt wird, die Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruckentladungslampe auf das entsprechende Niveau von 28 Watt bzw. 25 Watt erfolgt aber erst nach Beendigung der Zünd- und Anlaufphase. Während der Anlaufphase wird die Hochdruckentladungslampe 1 mit einer deutlich höheren Leistung betrieben, um ein schnelles Verdampfen der Füllungsbestandteile zu gewähr- leisten.
Die Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruckentladungslampe 1 wird mittels der Leistungsregelungseinheit durchgeführt, die im Wesentlichen aus dem Regler „regula- tor", dem Pulsweitenmodulator „PWM unit", der Steuerein- heit „control unit" und einem Messwiderstand RSH/ der am
Spannungsausgang des Sperrwandlers angeordnet ist, be¬ steht. Der Regler „regulator" umfasst einen Spannungsreg¬ ler VEA und einen Stromregler CEA. Der Spannungsregler VEA ist bis zur Zündung der Gasentladung in der Hoch- druckentladungslampe 1 aktiv. Mit seiner Hilfe wird am Zwischenkreiskondensator CK eine Spannung von maximal 400 V generiert, die zur Versorgung der Impulszündvorrichtung (dient) . Nach Beendigung der Zündphase der Hochdruckentladungslampe 1 ist nur noch der Stromregler CEA aktiv, der zur Regelung des Lampenstroms und damit auch zur Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruckentladungslampe 1 dient. An dem Zwischenkreiskondensator CK liegt nach Beendigung der Zünd- und Anlaufphase im We¬ sentlichen die Brennspannung der Hochdruckentladungslampe 1 an, die ca. 45 V beträgt.
Der Stromregler CEA ist als Proportional-Integral-Regler für den Lampenstrom IL ausgebildet. Mit Hilfe der Steuereinheit „control unit" und des darin integrierten Mikro- controllers werden Stellwerte für den vorgenannten Pro- portional-Integral-Regler zur Regelung des Lampenstroms generiert. Der MikroController überwacht ferner die Spannung VL im Brückenzweig des Vollbrückenwechselrichters , die der Brennspannung der Hochdruckentladungslampe 1 ent¬ spricht, und generiert in Abhängigkeit von der vorgenann- ten Spannung VL und der Spannung am Messwiderstand RSH Stellwerte für den Stromregler CEA, so dass mittels des Stromreglers CEA de facto eine Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruckentladungslampel ermöglicht wird.
Der Regelausgang des Proportional-Integral-Reglers „regu- lator" ist mit dem Pulsweitenmodulator „PWM unit" verbun-
den, der im Wesentlichen aus einem Frequenzgenerator „f- Generator", einem Komparator „Comp" und einem Flip-Flop besteht. Der Pulsweitenmodulator „PWM unit" führt in Abhängigkeit von dem Reglersignal eine Pulsweiten modulier- te Ansteuerung des Transistors Ql des Sperrwandlers „fly back Converter" durch. Durch diese Pulsweiten modulierte Ansteuerung wird die elektrische Leistung der Hochdruckentladungslampe 1 auf ein konstantes Niveau von 25 Watt geregelt, wobei mit Hilfe des Messwiderstands RSH am Kno- tenpunkt K zwischen dem Messwiderstand RSH und dem Zwi- schenkreiskondensator CK eine zum Lampenstrom IL proportionale Spannung abgegriffen wird.
Die Umschaltung auf das höhere Leistungsniveau von 28 Watt erfolgt entweder durch Verändern des wirksamen Wer- tes des Messwiderstands RSH (gemäß Fig. 6) oder der Re¬ gelcharakteristik des Lampenstromreglers CEA (gemäß Fig. 5) oder durch Verändern des wirksamen Widerstandswertes des Widerstands R6 (gemäß Fig. 7) am Ausgang des Strom¬ reglers CEA.
Gemäß der Darstellung in den Figuren 5 bis 7 besitzt der Stromregler CEA einen Operationsverstärker Ui und Widerstände Rl, R2, R3, R5 und R6 sowie einen Kondensator C5. Zur Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruckentladungslampe 1 auf das erste Niveau von 25 Watt, das dem Abblendlicht entspricht, sind in dem Rückkoppelungszweig des Operationsverstärkers Ul von seinem Ausgang zu seinem invertierenden Eingang nur der Widerstand R5 und der Kondensator C5 aktiv.
Zum Umschalten auf die Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruckentladungslampe 1 auf das zweite Niveau von 28 Watt, das dem Fernlicht entspricht, wird gemäß der in Figur 5 schematisch abgebildeten Aus führungs form mittels des elektronischen Schalters Sl zusätzlich der Widerstand R4 in den Rückkopplungszweig des Operationsverstärkers Ul geschaltet. Dadurch wird die Regelcharakteristik des Reglers „regulator" verändert, so dass bei geeigneter Dimensionierung der Bauteile die elektrische Leistung der Hochdruckentladungslampe auf das höhere Niveau von 28 Watt geregelt wird. Das Zuschalten des parallel zu dem Tiefpass R5, C5 angeordneten Widerstands R4 mittels des elektronischen Schalters Sl wird über den dritten elektrischen Kontakt K3 des elektronischen Vorschaltgerätes EVG getriggert. Bei Nutzung bzw. Spannungsversorgung des dritten elektrischen Kontakts K3 ist der elektronische Schalter Sl geschlossen und somit das Fernlicht einge¬ schaltet .
Gemäß der in Figur 6 schematisch dargestellten Ausfüh- rungsform der Erfindung wird anstelle des Rückkopplungs¬ zweiges des Operationsverstärkers Ul der wirksame Wert des Messwiderstands RSH verändert, um anstelle des ersten Leistungsniveaus von 25 Watt das zweite Leistungsniveau für die Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruck- entladungslampe 1 zu aktivieren. Am Knotenpunkt K ist pa¬ rallel zum Messwiderstand RSH in einem Parallelkreis ein weiterer Widerstand RSH2 angeordnet, der mittels des elektronischen Schalters S2 ein- oder ausgeschaltet werden kann. Im ausgeschalteten Zustand ist nur der Messwi- derstand RSH aktiv und die elektrische Leistung der Hoch-
druckentladungslampe 1 wird nach Beendigung der Zünd- und Anlaufphase auf das erste konstante Niveau von 25 Watt geregelt. Im eingeschalteten Zustand ist der weitere Wi¬ derstand RSH2 parallel zu dem Messwiderstand geschaltet und der wirksame Widerstand für die Erfassung des Lampen¬ stroms IL durch den Regler „regulator" entsprechend redu¬ ziert. Dadurch wird bei geeigneter Dimensionierung des Widerstands RSH2 erreicht, dass die Regelung der elektri¬ schen der Hochdruckentladungslampe auf das höhere Niveau von 28 Watt erfolgt. Der Schalter S2 wird über die Nutzung bzw. einen Spannungsabfall an dem dritten elektrischen Kontakt K3 des elektronischen Vorschaltgerätes EVG getriggert .
Gemäß der in Figur 7 schematisch dargestellten Ausfüh- rungsform der Erfindung wird anstelle des Rückkopplungs¬ zweiges des Operationsverstärkers Ul und anstelle des wirksamen Wertes des Messwiderstands RSH der wirksame Wert des Widerstands R6 am Ausgang des Stromreglers CEA verän¬ dert. Durch Serienschaltung des Widerstandes R7 zu dem Widerstand R6 mittels des elektronischen Schalters S3 wird der am Ausgang des Reglers „regulator" bzw. am Eingang des Pulsweitenmodulators „PWM unit" wirksame Wider¬ stand verändert. Nach dem Einschalten des elektronischen Schalters S3 ist anstelle des Widerstands R6 die Serien- Schaltung aus den Widerständen R6 und R7 wirksam. Dadurch wird die elektrische Leistung der Hochdruckentladungslampe 1 mittels des Pulsweitenmodulators „PWM unit" auf das höhere Niveau von 28 Watt geregelt. Das Schließen des elektronischen Schalters S3 und Zuschalten des Wider- Stands R7 wird über die Nutzung bzw. Spannungsbeaufschla-
gung des dritten elektrischen Kontakts K3 des elektronischen Vorschaltgerätes EVG getriggert.
Als weitere Alternative kann die Umschaltung zwischen dem ersten und zweiten konstanten Niveau von 25 Watt bzw. 28 Watt für die Regelung der elektrischen Leistung der Hochdruckentladungslampe 1 auch mittels des MikroControllers der Steuereinheit „control unit" und der darin implemen¬ tierten Software realisiert werden, indem der Mikrocont- roller für die beiden unterschiedlichen Leistungsniveaus von 25 W bzw. 28 W entsprechend unterschiedliche Stell¬ werte für die Leistungsregelungseinheit generiert.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die oben näher erläuterten Ausführungsbeispiele der Erfindung. Bei¬ spielsweise kann zum Erzeugen des Fernlichts die elektri- sehe Leistung der Hochdruckentladungslampe auch auf ein anderes konstantes Niveau als 28 Watt geregelt werden, um einen noch höheren oder einen etwas geringeren Lichtstrom zu generieren. Jedes zusätzliche Watt Leistung oberhalb von 25 Watt erhöht den Lichtstrom der Hochdruckentla- dungslampe um ca. 150 Lumen.