Beschreibung
Leuchtmittel
Die Erfindung betrifft ein Leuchtmittel und insbesondere Leuchtmittel mit optoelektronischen Halbleiterbauelementen .
Diese Patentanmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldung 10 2009 006 185.1, deren Offenbarungsgehalt hiermit durch Ruckbezug aufgenommen wird.
Heutige Glühlampen sind weit verbreitet und haben bei dem Verbraucher hinsichtlich ihrer Form und einfachen Handhabe einen hohen Wiedererkennungswert erhalten. Insbesondere die Form der Glühlampe bedingt wiederum die Form beziehungsweise das Design von Lampenhaltern, Leuchten und ähnlichen.
Gleichzeitig besitzt die klassische Glühbirne in Form eines transparenten oder milchigen Glaskolbens mit darin angeordnetem Wolframgluhdraht verschiedene Nachteile. Zum einen ist der Wirkungsgrad einer derartigen Glühbirne verglichen beispielsweise mit Leuchtmitteln basierend auf optoelektronischen Halbleiterbauelementen deutlich geringer, da ein großer Teil der zugefuhrten Energie in Warme umgesetzt wird. Somit steigt durch die hohe Warmeumsetzung herkömmlicher Glühlampen die Brandgefahr, sodass ihr Einsatz lediglich in nicht feuergefährdeten Bereichen möglich ist. Gleichzeitig strahlen Glühbirnen ihr Regelfall ihr Licht gleichmäßig in alle Rich¬ tungen ab. Dies kann dazu fuhren, dass ein Teil des Lichtes ungenutzt bleibt, wenn man beispielsweise eher ein gerichtetes Licht benotigt. Durch extern angeordnete Reflektoren kann dies verhindert und eine gerichtete Lichtabstrahlung, beispielsweise für Leselampen oder Ähnliches, erzeugt werden.
Im Zuge zunehmenden Umweltbewusstsems und dem Wunsch nach geringerem Stromverbrauch besteht das Bedürfnis, nun Leuchtmittel vorzusehen, die einerseits das vertraute Handlmg sowie die Robustheit der bislang herkömmlichen Glühbirnen aufweisen und andererseits die oben erwähnten Nachteile vermeiden .
Diese Aufgabe wird mit dem Gegenstand des unabhängigen An¬ spruchs gelost. Weiterbildungen und Ausgestaltungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteranspruchen .
Die Erfindung schlagt ein Leuchtmittel vor, welches einen Kolben mit einem zumindest teilweise Licht durchlassigen Material umfasst. Dieser Kolben kann beispielsweise ein transparenter oder milchiger Glaskolben in Form der bislang be¬ kannten Glühbirnen sein. Beispielsweise kann der Kolben bir- nen- oder tropfenformig sein. Das Leuchtmittel weist ferner einen Lampensockel zum Befestigen des Leuchtmittels in einer Fassung auf. Über den Lampensockel wird zudem elektrische E- nergie für einen Betrieb des Leuchtmittels zugeführt. Weiterhin ist ein im Kolben angeordneter Leuchtkorper vorgesehen, der zu einer gerichteten Abstrahlung von Licht ausgeführt ist. Schließlich umfasst das Leuchtmittel ein durch einen Be¬ nutzer bedienbares Mittel zur Ausrichtung des Leuchtkorpers innerhalb des Korpers, um so eine Abstrahlrichtung des Lichts zu verandern.
Nach dem vorgeschlagenen Prinzip wird ein im Kolben angeordneter Leuchtkorper rotierbar bzw. drehbar gelagert. Eine Drehung erfolgt über das Mittel zur Ausrichtung des Leuchtkor¬ pers, welches außenseitig m der Nahe des Lampensockels bzw. des Kolbens angeordnet, mit dem Leuchtkorper zur Lageanderung
desselben in Wirkverbindung steht und durch einen Benutzer bedienbar ist.
Zu diesem Zweck kann der Leuchtkorper eine Lichtquelle sowie einen Reflektor umfassen.
Der Reflektor kann ausgestaltet sein, ein von der Lichtquelle abgegebenes Licht gerichtet abzustrahlen. So kann die Lichtquelle vor dem Reflektor angeordnet sein. In diesem Zusammenhang ist es somit möglich, eine Standardlichtquelle vor dem Reflektor anzuordnen, wodurch ein von der Standardlichtquelle, beispielsweise einer Gluhwendel abgegebenes Licht in Richtung auf den Reflektor von diesem reflektiert und gerichtet abgestrahlt wird. Durch eine Rotation bzw. eine Lageande- rung des Reflektors innerhalb des Kolbens mit Hilfe des durch den Benutzer bedienbaren Mittels zur Ausrichtung wird die Ab¬ strahlrichtung des Lichts verändert.
In einer Ausfuhrung ist das Leuchtmittel im Wesentlichen zentral im Glaskolben angeordnet und über eine Halterung starr mit der Fassung oder dem Sockel zur Zufuhrung elektrischer Energie verbunden. Der Reflektor ist auf einem drehbar und/oder kippbar gelagerten Ring angeordnet, durch den die Halterung des Leuchtmittels hindurchragt. Der Ring wird von dem Sockel und der Wand des Sockels gehalten. Zu diesem Zweck kann die Innenwand des Sockels mit einer umlaufenden Vertiefung oder einem umlaufenden U-formigen Lagerung ausgebildet sein, in der der Ring liegt. Dadurch ist dieser drehbar gelagert. Das Mittel ist mit dem Ring verbunden, so dass eine Drehung des Mittels eine Drehung des Rings und damit des Reflektors bewirkt.
Dabei kann der Reflektor eine spiegelnde Flache, beispiels¬ weise einen gekrümmten Spiegel, in parabolischer oder parabolisch ahnlicher Form umfassen.
In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung umfasst der Leuchtkorper auf einer ersten Seite wenigstens eine erste Lichtquelle für eine gerichtete Abstrahlung und auf eine von der ersten Seite abgewandten zweiten Seite wenigstens eine zweite Lichtquelle für eine ungeπchtete Abstrahlung. In die¬ sem Zusammenhang kann der Leuchtkorper ein Befestigungselement umfassen, an dem die erste und die zweite Lichtquelle befestigt sind. Auch das Befestigungselement kann eine parabolische, runde oder parabolisch ahnliche Form aufweisen. Die Lichtquellen können so ausgestaltet sein, dass sie dieser Form folgen.
In der vorgeschlagenen Ausgestaltung wird somit eine Hintergrundbeleuchtung durch die zweite Lichtquelle bei einem gleichzeitig abgegebenen gerichteten Lichtstrahl mittels der ersten Lichtquelle erreicht. Das vorgeschlagene Leuchtmittel implementiert somit eine Hintergrundbeleuchtung und gleichzeitig ein Funktionslicht .
Vorzugsweise können die beiden Lichtquellen im Betrieb eine unterschiedlich Farbe bzw. eine unterschiedlich Farbtemperatur aufweisen. Beispielsweise kann die zweite Lichtquelle, aufweisend eine ungeπchtete Abstrahlcharakteristik, eine niedriger Farbtemperatur und damit einen "wärmeren" Farbeindruck beim Benutzer hervorrufen als die erste Lichtquelle. Auch ist es möglich, unterschiedlich Farben für die erste und für die zweite Lichtquelle zu verwenden. Die Lichtquellen können beispielsweise als optoelektronische Halbleiterkorper ausgebildet sein. Ihre Energieversorgung erfolgt über das Be-
festigungselement, welches seinerseits mit der entsprechenden Steuer- und Versorgungselektronik im Lampensockel gekoppelt ist. In diesem Zusammenhang ist es zweckmäßig, wenn das Befestigungselement gleichzeitig auch als Kühlkörper für die optoelektronischen Bauelemente dient.
Der Leuchtkorper kann um eine im Wesentlichen parallel durch den Lampensockel verlaufende Achse drehbar gelagert sein. Zusätzlich kann der Leuchtkorper in seinem unteren Bereich ein Gelenk umfassen, sodass er auch schwenkbar bzw. kippbar gelagert ist. Dies erlaubt einem Benutzer durch ein außen angebrachtes Betatigungselement den Leuchtkorper sowohl zu drehen als auch schwenken zu können, um so die gewünschte Abstrahlrichtung zu erzeugen.
Zu diesem Zweck kann im unteren Bereich des Kolbens eine Aus¬ sparung vorgesehen sein, durch die ein Steuerungshebel hindurchragt, welcher mit dem Reflektor zur Erzeugung einer Drehbewegung gekoppelt ist. Alternativ kann eine Kopplung zwischen dem Leuchtkorper und dem außen durch einen Benutzer bedienbaren Mittel durch ein Gelenk erreicht werden. So kann das bedienbare Mittel mit dem Leuchtkorper über eine Schneckenwelle in Kontakt stehen. Ebenso sind andere Getriebe, beispielsweise Schraubenradgetriebe oder Kegelradgetriebe, möglich. Je nach verwendetem Getriebe bzw. Kopplung ist eine Rotation des Leuchtkorpers um eine im Wesentlichen parallel zum Sockel verlaufende Achse, aber auch eine Kipp- bzw. Schwenkbewegung möglich.
Es ist möglich den Glaskolben gasdicht auszufuhren. So dass Schutzgas im Inneren des Kolbens einem verbesserten Wärmeaus¬ tausch dient und damit die Lebensdauer des Leuchtmittels erhöht.
Im Weiteren wird die Erfindung anhand mehrerer Ausfuhrungs- beispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Detail naher erläutert. Es zeigen:
Figuren IA, IB, IC Querschnittsdarstellungen eines Leuchtmittels nach einer ersten Ausfuhrungsform der Erfindung,
Figuren 2A, 2B, 2C Querschnittsdarstellungen eines Leuchtmittels nach einer weiteren Ausfuhrungsform der Erfindung,
Figuren 3A, 3B Schnittdarstellungen einer dritten Ausfuhrungsform nach dem vorgeschlagenen Prinzip,
Figur 4 eine Schnittdarstellung einer vierten Ausfuhrungsform nach dem vorgeschlagenen Prinzip,
Figuren 5A, 5B Schnittdarstellungen zur Illustration eines
Getriebes für eine Drehung des Leuchtkorpers durch einen Benutzer,
Figur 6 eine Darstellung eines weiteren Getriebes zur Kopplung des Leuchtkorpers mit dem Bedienelement,
Figuren 7A, 7B Schnittdarstellungen einer weiteren Ausfuhrung zur Kopplung des Leuchtkorpers mit dem Bedienele¬ ment .
In den folgenden Ausfuhrungsbeispielen und Figuren können gleiche oder gleich wirkende Bestandteile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sein. Die Figuren und die Großenver-
haltnisse, insbesondere auch die Großenverhaltnisse einzelner Teilbereiche und Elemente untereinander, sind grundsätzlich nicht als maßstabsgerecht zu betrachten. Vielmehr dienen sie zur Verdeutlichung einzelner Aspekte der Erfindung. Zum besseren Verständnis oder besseren Darstellbarkeit können diese übertrieben groß bzw. dick dargestellt sein. Die Erfindung ist auch nicht durch die Beschreibung anhand der Ausfuhrungs- beispiele auf diese beschrankt. Vielmehr umfasst die Erfindung jedes neue Merkmal sowie jede Kombination von Merkmalen, was insbesondere jede Kombination von Merkmalen in den Patentansprüchen beinhaltet, auch wenn diese Merkmale oder diese Kombination selbst nicht explizit in den Ansprüchen bzw. den Ausfuhrungsbeispielen angegeben ist.
Die im Weiteren erläuterte Kopplung zwischen dem Bedienele- ment für den Benutzer und dem Leuchtkorper innerhalb des Lam¬ pensockels kann auch anders ausgeführt sein. Beispielsweise sind Gelenke, starre Verbindungen oder ähnliche Kopplungen möglich, die es einem Benutzer erlauben, durch einen äußeren Steuerungshebel bzw. ein äußeres Bedienelement eine Drehung, Schwenk, Rotation oder andere relativ zum Glaskörper verlaufende Positionsanderung des Leuchtkorpers zu erzeugen.
Figur IA zeigt eine erste Schnittdarstellung eines Leuchtmit¬ tels nach dem vorgeschlagenen Prinzip. Dieses Leuchtmittel ist in Form einer bekannten Glühbirne ausgeführt. Hierzu umfasst das Leuchtmittel einen Lampensockel 11, der vorliegend als Edison-Sockel ausgeführt ist. Derartige Sockel werden un¬ ter anderem in Glühlampen in unterschiedlicher Bauweise und mit unterschiedlichen Durchmessern eingesetzt. Neben einem Edison-Lampensockel, wie hier dargestellt, sind auch andere Sockel, beispielsweise Stecksockel, Bayonettsockel oder Glasquetschsockel denkbar.
Der Sockel wird vorliegend in eine Fassung eingeschraubt, eingesteckt oder anderweitig befestigt und dient zudem zu einer Zufuhrung elektrischer Energie an die innerhalb des transparenten Glaskörpers 10 befindliche Lichtquelle 13. Im vorliegenden Fall ist die Lichtquelle 13 lediglich angedeutet. Diese kann neben optoelektronischen Halbleiterelementen, wie noch unten naher erläutert, auch Standardlichtquellen, beispielsweise in Form von Halogenleuchtmitteln oder auch Glühfaden beinhalten. Eine elektrische Verbindung zwischen der Lichtquelle 13 und dem Lampensockel 11 ist vorhanden. Dabei kann die Lichtquelle unabhängig von dem zusätzlich vorhandenen Reflektor 12 innerhalb des Kolbens angebracht sein. Dies erlaubt es, den Reflektor 12 unabhängig von der Lichtquelle 13 in seiner Position zu verandern und so eine Änderung der gerichteten Abstrahlung des Lichts zu erreichen.
Wie in den Figuren IA bis IC dargelegt, ist der Reflektor 12 ovalformig in Form eines Teilsegments ausgestaltet. Seine der Lichtquelle zugewandte Seite ist verspiegelt, auf seiner ab¬ gewandten Seite kann ein Schriftzug aufgebracht sein. Über das Befestigungselement 14 ist der Reflektor 12 mit dem extern angeordneten Steuerhebel 17 gekoppelt. Dieser reicht durch eine schmale Öffnung 16 in den Glaskolben hinein und lasst sich durch einen Benutzer von rechts nach links, wie dargestellt, bewegen. Dadurch rotiert der Reflektor teilweise um eine durch die Lampenfassung 11 verlaufende Achse, wie dies im oberen Bereich der Figur IA durch den Pfeil angedeutet ist. Reflektor 12 und Leuchtquelle 13 bilden gemeinsam den Leuchtkorper
Figur IB zeigt eine Schnittansicht dieser Ausfuhrungsform. Der Reflektor 12 ist dabei derart gekrümmt, dass die von der
Lichtquelle 13 abgegebene Strahlung im Wesentlichen parallel ausgerichtet und in die gewünschte Abstrahlrichtung abgegeben wird. Licht, welches wiederum von der Lichtquelle 13 in andere Richtungen abgegeben und vom Reflektor nicht zurückgeworfen wird, wird als ungerichtetes Licht bezeichnet. Dies ist in der Figur IC in der Draufsicht dargestellt. Die Lichtquelle 13 erzeugt im vorliegenden Fall somit einen ungerichteten Lichtanteil als auch mit Hilfe des Reflektors 12 einen gerichteten Lichtanteil. Das Leuchtmittel kann daher sowohl als Hintergrundbeleuchtung bei gleichzeitigem Funktionslicht eingesetzt werden.
Durch Rotation des Reflektors 12 um die Lichtquelle 13 herum wird die Abstrahlung des gerichteten Lichts in einem gewissen Maß eingestellt. Dies erlaubt es, die Abstrahlrichtung auch bei einer anfänglich vorgegebenen Richtung, verursacht durch das Einschrauben des Lampensockels in die entsprechende Fassung, verandern zu können.
Der Reflektor kann, wie dargestellt, eine markante 3D-Form aufweisen und zusätzlich Logos, Aufdrucke oder andere Designelemente beinhalten.
Figuren 2A bis 2C zeigen eine weitere Ausgestaltungsform, bei der die Lichtquellen durch optoelektronische Bauelemente realisiert sind. Die optoelektronischen Bauelemente sind als Leuchtdioden aufgeführt, die im Betrieb weißes Licht erzeu¬ gen. Zu diesem Zweck können die optoelektronischen Bauelemente verschiedene Halbleiterschichten umfassen, die jeweils Licht unterschiedlicher Wellenlange emittieren. Durch ein geeignetes Mischen wird so das gewünschte weiße Licht erzeugt. Alternativ lasst sich weißes Licht auch durch ein optoelektronisches Bauelement mit einer darauf angeordneten Kon-
versionsschicht realisieren. Als optoelektronische Bauelemen¬ te bieten sich zu diesem Zweck unter anderem III-V-Halbleiter auf Galliumarsenidbasis an.
Ebenso lassen sich aber auch organische Leuchtdioden einsetzen, die zudem in größeren Flachen ausgebildet werden können. In einer Ausfuhrung ist eine flachige organische Leuchtdiode auf dem Reflektor ausgebracht und folgt somit der vom Reflektor vorgegebenen Krümmung. Auch andere 3-D Formen lassen sich mit einer organischen Leuchtdiode realisieren.
Figur 2A zeigt ein diesbezügliches Ausfuhrungsbeispiel, bei der die optoelektronischen Halbleiterbauelemente 18 auf dem Reflektor angeordnet sind. Der Reflektor enthalt weiterhin einen Schriftzug "OSRAM", der lediglich im ausgeschalteten Zustand des Leuchtmittels zu sehen ist. Im eingeschalteten Zustand, bei dem die einzelnen Leuchtdioden 18 weißes Licht gerichtet abstrahlen, wird der Schriftzug durch das Licht u- berstrahlt. Der Reflektor oder der Schriftzug kann ein fluoreszierendes Material aufweisen. Dadurch leuchtet die Ausfuh¬ rungsform auch im abgeschalteten Zustand noch etwas nach. Somit kann beispielsweise ein sich abschwächendes Licht simuliert werden.
In der Seitenansicht gemäß Figur 2B ist zu erkennen, dass auf einer zweiten Seite des Reflektors 12 zusatzlich optoelektronische Bauelemente 19 aufgebracht sind. Diese weisen jedoch keine gerichtete Abstrahlcharakteristik auf, sondern erzeugen Licht mit einer ungeπchteten Abstrahlcharakteπstik. Dieses wird auch als Hmtergrundlicht "RGB Light Background" bezeichnet. Durch die Verwendung anderer Bauelemente bzw. Bau¬ elemente mit unterschiedlichen Materialsystemen kann für das
Hintergrundlicht eine andere Farbe bzw. Farbtemperatur er¬ zeugt werden.
Demzufolge lasst sich mit dem dargestellten Leuchtmittel eine Hintergrundbeleuchtung in einer ersten Farbtemperatur bzw. Farbe einstellen, wahrend auf der Vorderseite des Reflektors die Bauelemente 18 Licht mit einer anderen Farbtemperatur gerichtet abgegeben. Durch den Steuerungshebel 17, der mit dem Reflektor 12 gekoppelt ist, kann ein Benutzer durch Verschieben des Steuerungshebels entlang des Schlitzes 16 die Abstrahlrichtung der Leuchtdioden 18 verandern.
Eine hier nicht dargestellte Steuerelektronik innerhalb des Lampensockels 11 versorgt sowohl die Leuchtdioden 18 auf der Vorderseite des Reflektors 16 als auch die Leuchtdioden 19 auf der Ruckseite. Die Steuerelektronik kann auch in der Fas¬ sung untergebracht sein, in die das Leuchtmittel eingesetzt wird.
Alternativ bietet es sich an, durch die Steuerelektronik eine Farbtemperatur der Leuchtdioden 19 bzw. 18 einzustellen. Dadurch können unterschiedliche Farbeindrucke für die Hintergrundbeleuchtung und das Funktionslicht realisiert werden.
Neben der Richtfunktion dient der Reflektor 12 auch dazu, die im Betrieb der Bauelemente 18 und 19 erzeugte Warme abzuführen. Seine Funktion umfasst somit sowohl die Lichtfuhrung zur Abgabe eines gerichteten Lichtstrahls als auch den Abwarme- transport. Zudem kann der Glaskolben 10 mit einem Schutzgas gefüllt sein, welches eine gute Warmeankopplung an den Reflektor erlaubt. Demzufolge fuhrt der Reflektor sowohl Warme über den Lampensockel ab als auch über das Schutzgas nach außen auf den Glaskolben 10.
Neben dieser einfachen Darstellung eines Reflektors, beispielsweise in Form eines "Löffels", lassen sich weitere dreidimensionale Formen innerhalb des Glaskolbens 10 für derartige Leuchtmittel implementieren.
Figuren 3A und 3B zeigen eine derartige Ausgestaltungsform in verschiedenen Ansichten.
In diesem Ausfuhrungsbeispiel ist der Leuchtkorper durch zwei ovale kugelförmige Segmente gebildet, die aufeinander stehen. Neben kugelförmigen Segmenten sind auch Segmente in rechteckiger oder anderer Form denkbar.
Beide Segmente sind über eine Halterung 14 drehbar gelagert. Die beiden ovalen Kugelsegmente tragen jeweils an ihrer In¬ nen- bzw. Außenseite verschiedene optoelektronische Bauelemente 21, 22. Hierbei ist die Anordnung der Bauelemente 21 und 22 derart gewählt, dass eine Gruppe von Bauelementen zur gerichteten Abstrahlung von Licht ausgeführt ist. Die zweite Gruppe von optoelektronischen Bauelementen 22 dient wiederum zur Erzeugung einer nicht gerichteten Hintergrundbeleuchtung. Durch Verschieben des Steuerungshebels 17, der mit den LED- Tragern 14, 23 und 24 gekoppelt ist, wird die Lichtfuhrungs- funktion für das Licht der Bauelemente 21 implementiert.
In einer anderen Ausfuhrung ist eines der Segmente mit den Leuchtquellen 21 über ein Befestigungselement 14 mit dem Steuerungshebel 17 zur Ausrichtung gekoppelt sind. Das andere Segment ist demgegenüber fixiert und nicht drehbar. In dieser Ausgestaltung ist vorgesehen, das fixierte der beiden Kugel¬ segmente mit optoelektronischen Bauelementen zur Erzeugung des Hmtergrundlichts zu versehen, wahrend auf dem bewegbar
gelagerten zweiten Kugelsegment optoelektronische Bauelemente zur Erzeugung des gerichteten Lichtstrahls angeordnet werden. Das zweite Kugelsegment ist nun drehbar mit dem Steuerungshebel zur Lichtfuhrung verbunden, wahrend das erste Kugelsegment relativ zum Glaskolben 10 starr befestigt ist. Folglich wird durch eine Bewegung des Steuerungshebels das zweite Kugelsegment relativ zum ersten Kugelsegment gedreht. Bevorzugt ist das starre Kugelsegment etwas kleiner, so dass sich das drehbar gelagerte Segment um das innerhalb des drehbar gela¬ gerten Segmentes angeordnete starre Kugelsegment herumbewegt. Anstelle des starr angeordneten zweiten Segmentes kann auch ein anderes Element in einer anderen Form verwendet werden. In diesem Fall dreht sich das drehbar gelagerte Segment teil¬ weise um das innerhalb des Segmentes angeordnete Element.
Wieder in einer anderen Ausfuhrung, kann mindestens eines der beiden Segmente eine flachige Leuchtquelle aufweisen, die der Krümmung des Segmentes folgt. Das Leuchtmittel kann beispielsweise eine organische Leuchtdiode sein.
Eine weitere Ausgestaltungsform zeigt Figur 4. Bei dieser ist in einem Glaskolben 10 der Reflektor 12 angeordnet, auf dessen erster Seite mehrere Bauelemente 21 zur Abgabe eines gerichteten Lichtstrahls und auf der abgewandten Seite eine einzelne größere Leuchtquelle 26 zur Erzeugung des Hinter- grundlichts angeordnet sind. Das Bedienelement 30 ist in diesem Ausfuhrungsbeispiel derart mit dem Reflektor 12 und dem Reflektortrager 14 verbunden, dass durch Drehung des Elements 30 um seine Rotationsachse der Reflektor ebenfalls gedreht wird. Entsprechend kann durch Hineinschieben des Bedienelements 30 bzw. Herausziehen der Reflektor geschwenkt werden. Auf diese Weise sind eine Positionierung des Reflektors und
damit eine Abstrahlung in verschiedene Raumrichtungen mög¬ lich.
Figur 5 zeigt ein Ausfuhrungsbeispiel eines Schneckengetriebes, das dazu geeignet ist, eine Drehung im Reflektor oder im Befestigungselement für die Leuchtkorper zu erzeugen. Dabei dient ein Teil des Befestigungselements 14 als Welle, die mit mehreren Schraubengangen 51 versehen ist. Ein darin kämmendes, schräg verzahntes Rad, das Schneckengetriebe 52, ist u- ber eine Welle 54 nach außen gefuhrt und bildet so einen Teil des Bedienelements. Über ein dehnbares Element 52 ist die Welle 14 mit der Lampenfassung verbunden. Durch eine Drehung des Bedienelements wird das Schneckenrad 53 gedreht und be¬ wegt so die Welle, sodass der daran befestigte Reflektor bzw. das Halteelement für die Leuchtquellen gedreht wird.
In Figur 5B ist die Querschnittsansicht durch die Achse I' -I dargestellt. Die Welle 14 ist neben dem nachgebenden und dehn- bzw. stauchbaren Element 52 über eine Brücke 55 und einen Ringkranz 57 nochmals an dem Bedienelement 54 befestigt. Zwei Halterungen 56 an dem Bedienelement 54 dienen zur Fixierung des Ringkranzes 57. Durch ein Verschieben des Bedienelements entlang der Achse x wird das Befestigungselement 14 wie durch die beiden Pfeile dargestellt geschwenkt. Auf diese Weise kann sowohl eine Rotation des Befestigungselements 14 als auch ein Kippen des Elements erreicht werden.
Figur 6 zeigt eine weitere Ausgestaltung in Form eines Kegel¬ radgetriebes. Ein oberes Kegelrad 61 ist hierbei am Befestigungselement 14 drehbar angeordnet. Über die winklig ausgebildete Mantelflache steht die Welle 61 mit einer zweiten Welle 62 in Verbindung. Durch Drehung der zweiten Welle 62
über das Bedienelement wird das Befestigungselement 14 eben¬ falls m seiner Position verändert.
Figur 7A und 7B zeigen schließlich einen Ring in Draufsicht sowie in Schnittdarstellung. An dem Ring 17A, der in einer u- formigen Halterung IIA des Sockels 11 drehbar gelagert ist, ist der Reflektor 14 oder die Halterung 14A für den Leucht- korper befestigt. Durch die Halterung IIA ist der Ring 17A drehbar gelagert. Durch eine Aussparung im Sockel ist der Ring 17A mit dem Steuerungshebel 17 verbunden.
Neben den hier dargestellten Kopplungen des Befestigungselements mit dem entsprechenden benutzerseitigen Bedienelement gibt es ebenso die Möglichkeit einer starren Kopplung ohne dazwischen geschaltetes Getriebe. Diese Losung ist gegebenenfalls aufgrund einer einfacheren Bauweise ebenfalls zweckmä¬ ßig. Zusätzlich zu dem drehbaren Reflektor können weitere Strahlfuhrungselemente am Sockel bzw. an der Kuppe des umgebenden Gehäuses 10 vorgesehen sein, um darauf fallendes Licht gezielt abzulenken.
Durch eine Steuerung der beweglichen dreidimensionalen Form ist es möglich, Funktionslicht zu realisieren und dieses hinsichtlich der Position zu einer Hintergrundbeleuchtung in gewissem Umfang frei einzustellen. Mit dem vorgeschlagenen Prinzip wird eine Hintergrundbeleuchtung bei gleichzeitigem Funktionslicht realisiert, wobei durch Wahl verschiedener Farbeindrucke bzw. Farbtemperaturen unterschiedliche Eindru¬ cke beim Benutzer erzeugt werden können.