Konzept zur effizienten Verteilung einer Zugangsberechtigungsinformation
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Konzept zur effizienten Verteilung einer Zugangsberechtigungsinformation für ein digitales Rechteverwaltungssystem oder ein Zugangsberechtigungssystem. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Bereitstellen einer Berechtigungsnachricht sowie ein System zum Steuern einer Dienstzu- gangsberechtigung.
Digitale Rechteverwaltungssysteme („Digital Rights Management-Systeme) , auch als DRM-Systeme bezeichnet, sind Verfahren, mit denen die Nutzung und Verbreitung digitaler Medien kontrolliert werden soll. Vor allem bei digital vorliegenden Film- und Tonaufnahmen, aber auch bei Software, elektronischen Dokumenten oder elektronischen Büchern findet die digitale Nutzungsverwaltung Verwendung. Sie ermöglicht Anbietern, welche solche digitalen Rechteverwal- tungssysteme zur Nutzungskontrolle ihrer Daten einsetzen, neue Abrechnungsmöglichkeiten, um beispielsweise mittels Lizenzen und Berechtigungen sich Nutzungsrechte an Daten, anstatt der Daten selbst vergüten zu lassen.
Urheber und Verwerter haben häufig ein Interesse daran, die Verbreitung und Verwendung ihres geistigen Eigentums auch nach einer Weitergabe zu kontrollieren oder zu beschränken. Ein digitales Rechteverwaltungssystem soll dabei helfen, indem es die Verwendung von Daten nur in dem von den jewei- ligen Rechteinhabern definierten Rahmen, d. h. der Lizenz ermöglicht.
Mittlerweile finden digitale Rechteverwaltungssysteme aber auch in vielen anderen Bereichen Anwendung, beispielsweise in Unternehmen, um Dokumente zu schützen, welche man auch als Unternehmensrechteverwaltungssysteme bezeichnet.
Digitale Rechteverwaltungssysteme stellen eine technische Sicherheitsmaßnahme dar, um einen Rechteinhaber von Informationsgütern die Möglichkeit zu geben, die Art der Nutzung seines Eigentums durch Nutzer auf Basis einer zuvor getrof- fenen Nutzungsvereinbarung technisch zu erzwingen.
Zusätzlich ermöglichen digitale Rechteverwaltungssysteme die Verwaltung von digitalen Inhalten über eine reine Pauschalvergütung hinaus und erlauben die individuelle Lizenzierung bzw. Abrechnung nach Häufigkeit, Dauer oder Umfang der Nutzung. Damit wird einerseits die unbegrenzte Nutzung einschränkbar, andererseits werden Geschäftsmodelle auf Anfrage ermöglicht, die vorher kaum zu realisieren waren.
Beispiele digitaler Rechteverwaltungssysteme sind das als
OMA DRM bezeichnete System des Open Mobile Alliance bzw.
OMA Standards in den Versionen OMA DRM Vl .0
(http: //www.openmobilealliance.org/Technical/release_progra m/drm_vl_O.aspx) , OMA DRM V2.0
(http: //www. openmobilealliance . org/technical/release_progra m/drm_v2_0.aspx) und OMA DRM V2.1
(http: //www. openmobilealliance . org/technical/release_progra m/drm_v2_l. aspx) , und das als EUROCRYPT bezeichnete System des ETSI-Standards EN 50094 in der Version BS EN 50094:1993 bzw. Eurocrypt BE EN 50094:1993
(http: //www. beuth.de/langanzeige/BS+EN+50094/9799264.html) .
Zusätzlich gibt es eine große Anzahl proprietärer digitaler
Rechteverwaltungssysteme, die teilweise auf offenen Platt- formen spezifiziert sind.
Der Artikel „Digital rights management" (deutsch: „Digitale Rechteverwaltung") des Online-Lexikons Wikipedia vom 23. April 2008 gibt einen Überblick über digitale Rechteverwaltungssysteme und beschreibt kurz das „Fairplay" System des Herstellers „Apple" unter der Anwendungsbezeichnung „ITu- nes-Store" sowie das „Windows Media DRM" System des Herstellers „Microsoft".
Am weitesten verbreitet sind die digitalen Rechteverwal- tungssysteme „Fairplay" des Herstellers Apple, „Windows Media DRM" des Herstellers Microsoft und das OMA DRM System der Open Mobile Alliance Standardisierung. Diese ermöglichen eine genaue Einstellung der Berechtigungen und können für verschiedene Audio- und Videodateien verwendet werden. Der Marktführer Apple nutzt beispielsweise „Fairplay" in einer als „ITunes-Store" bezeichneten Anwendung. Andere Anbieter digitaler Inhalte sind beispielsweise Napster oder Musicload. Videobereitstellungsdienste verwenden vornehmlich das DRM-System des Herstellers Microsoft. Das OMA DRM System wird in fast jedem Mobiltelefon für Klingeltöne, Bilder, aber auch für mobile Musik- und Fernsehübertragungen, z. B. von den Inhalteanbietern Vodafone oder T-Mobile eingesetzt. Häufig werden die Systeme des OMA DRM und des Windows Media DRM kombiniert, um eine InterOperabilität zwischen Mobiltelefonen und PCs zu ermöglichen. Beispiele sind hier die Anbieter Musicload und Vodafone.
In Zukunft könnten digitale Rechteverwaltungssysteme auch in vielen anderen Bereichen, wie im Automobilbereich, beispielsweise zum Softwareschutz oder zur Echtzeitnavigation bzw. Onlinenavigation, oder im Bereich eingebetteter Systeme eine größere Rolle spielen.
Digitale Rechteverwaltungssysteme nutzen zur Zugriffskon- trolle digitaler Inhalte meist kryptographische Verfahren. Realisiert wird dies beispielsweise, indem ein beliebiger digitaler Inhalt durch Verschlüsselung eindeutig an eine Lizenz gebunden wird. Ohne die zum digitalen Inhalt gehöri-
ge gültige Lizenz kann der Benutzer zwar das Gerät oder den Datenträger erwerben, nicht jedoch auf den Inhalt zugreifen. Der Inhaltverwaltungsrechner verwaltet beispielsweise die zu schützenden digitalen Inhalte und verschlüsselt diese zur Verwendung in einem digitalen Rechteverwaltungssystem, wodurch die Inhalte vorerst unlesbar werden. Der Lizenzverwaltungsrechner kann auf Anforderung die erforderliche Lizenz zusammen mit den zugehörigen Schlüsseln für die Benutzerauthentifizierung und Inhalteentschlüsselung erzeugen. Möchte der Benutzer auf einen geschützten Inhalt zugreifen, so kann er mittels der digitalen Rechteverwaltungssteuerung vom Lizenzverwaltungsrechner die zur Wiedergabe notwendige Lizenz anfordern. Falls Authentizität und Integrität des Wiedergabeprogramms erfolgreich verifiziert werden, so werden beispielsweise die Inhalte mit dem in der Lizenz enthaltenen Schlüssel entschlüsselt, auf diese Weise wieder lesbar gemacht und an das Wiedergabeprogramm weitergegeben.
Zugangsberechtigungssysteme oder Zugangsverschlüsselungssysteme, auch CA-Systeme („Conditional Accessv-Systeme bzw. Bedingte Zugangssysteme) benannt, umfassen beispielsweise die beim Bezahlfernsehen oder bei Bezahlvideoabrufanwendun- gen eingesetzten Systeme zur Ver- und Entschlüsselung der Programminhalte, welche mittlerweile auch in anderen digitalen Rundfunk-/Radiosystemen und zur Fahrzeugassistenz eingesetzt werden können.
Damit ein Empfänger in der Lage ist, die Inhalte zu ent- schlüsseln, benötigt er beispielsweise ein sich ständig änderndes Kontrollwort. Dieses Kontrollwort dem Empfänger zukommen zu lassen, und dabei nur bestimmte Empfänger zu adressieren, ist eine der Aufgaben der Zugangsberechtigungssysteme .
Der Anbieter sendet beispielsweise parallel zu den Nutzdaten gesonderte Datenpakete als Verwaltungsnachrichten, die auch als ECM-Nachrichten bezeichnet werden. Mittels dieser
ECM-Nachrichten kann beispielsweise ein entsprechend autorisierter Empfänger das zu dieser Zeit gültige Kontrollwort errechnen und an den Inhaltedecoder übermitteln. Dieser kann damit den empfangenen Inhalt entschlüsseln. Auf der Empfängerseite wird ein Zugangsberechtigungssystem z.B. durch eine an den Kunden gebundene Berechtigungskarte in Form einer Smartcard und ein kundenanonymes Zugangsberechtigungsmodul abgebildet. Das Modul kann dabei die Pakete mit Verwaltungsnachrichten aus dem Datenstrom filtern und mittels der gegebenen Information in Verbindung mit der Berechtigungskarte das entsprechende Kontrollwort errechnen. Die Logik des Zugangsberechtigungssystems kann sich zum einen auf das Modul und zum Anderen auf die Berechtigungskarte verteilen. Üblich ist es beispielsweise, kunden- spezifische Daten auf der Berechtigungskarte vorzuhalten, und diese nicht auslesbar durch Dritte zu machen.
Zusätzlich zu der Information, die sich schon auf der Berechtigungskarte des Kunden befindet, können die Verfah- ren Verwaltungsnachrichten mit Verwaltungsbefehlen über den eingehenden Datenstrom senden. Diese Verwaltungsnachrichten, auch als EMM-Nachrichten bezeichnet, dienen dem gezielten Aktivieren und Deaktivieren der Kundenkarten. Es besteht hierbei auch die Möglichkeit, dem Kunden mehr oder weniger Rechte bezüglich einzelner Angebotspakete einzuräumen, ohne dass der Kunde die Berechtigungskarte tauschen muss .
Beispiele digitaler Zugangsberechtigungssysteme sind das „Betacrypt" und „Betacrypt II" System für digitales Bezahlfernsehen, das für eine als D-Box bezeichnete Anwendung entwickelt wurde, ferner das als „Videoguard" bezeichnete System für Bezahlfernsehen, Breitbandtelevision und mobile Anwendungen sowie ein als „Nagravision Aladin" bezeichnetes System, das sowohl für Satelliten- als auch Kabelfernsehen Zugangsberechtigungsverfahren anbietet .
In dem Artikel „Conditional access" (deutsch: „Zugangsberechtigungssystem" des Online-Lexikons Wikipedia vom 12. März 2008 sind die digitalen Bezahlfernseh- (englisch „PayTV") Systeme „Videoguard" und „Nagravision Aladin" aufgezählt und in den verketteten Artikeln „Nagravision" vom 8. Januar 2008 und „VideoGuard" vom 20. April 2008 kurz beschrieben. Der Artikel „Conditional access System" aus Wikipedia vom 21. Dezember 2007 erwähnt Betacrypt als ein weiteres Zugangsberechtigungssystem, das inzwischen durch das Betacrypt II System ersetzt wurde.
Da in unidirektionalen Rundfunksystemen Empfänger üblicherweise nicht in der Lage sind, empfangene Meldungen zu bestätigen, und auch nicht immer eingeschaltet sind, müssen alle Nachrichten beispielsweise wiederholt gesendet werden, um eine hohe Empfangsqualität zu gewährleisten. Um einen hohen Sicherheitsstandard zu gewährleisten, können die Zugangsberechtigungsnachrichten so sicher verschlüsselt werden, dass eine Entschlüsselung ohne gültigen Zugangs- Schlüssel entweder ökonomisch nicht machbar oder technisch fast nicht möglich ist. Ferner können unterschiedliche individuelle Zugangsberechtigungssysteme derart voneinander getrennt werden, dass sie sich nicht gegenseitig beeinflussen.
Digitale Rechteverwaltungssysteme und Zugangsberechtigungssysteme ermöglichen einem Dienstebereitsteller („Dienstprovider"), geschützte Multimediainhalte an geschlossene Nutzergruppen zu verteilen. Die Verbreitung kann über unterschiedliche Systeme erfolgen, zum Beispiel über ein analoges oder digitales Video- oder Audiorundfunksystem, über ein Mobilfunkkommunikationssystem, über ein Internetprotokollsystem oder ein digitales Multimediaübertragungssystem. Gebräuchlich sind unter anderen DVB („Digital Video Broadcast" bzw. digitale Videorundfunk) Systeme, GSM („Global System for Mobile Communications" bzw. globales System zur mobilen Kommunikation) Systeme, IP (Internet Protokoll)
Systeme und DAB/DMB („Digital Audio/Multimedia Broadcast" bzw. digitale Audio/Multimediarundfunk) Systeme.
Die Inhalte können vor der Verbreitung verschlüsselt wer- den. In zusätzlichen Verwaltungsnachrichten können die Nutzungsregeln, sowie erforderliche kryptographische Schlüssel verteilt werden. Die Inhalte können zu Diensten gruppiert werden. Die Nutzer eines Dienstes sind beispielsweise eine Gruppe von Personen, die auf der Sendeseite verwaltet werden können.
Ein Nutzer kann auf einen Dienst zugreifen, wenn er die erforderlichen Berechtigungen in seinem Gerät oder in einer dem Gerät angegliederten Sicherheitskomponente, z. B. einer Berechtigungskarte (Chipkarte) gespeichert hat. Die Berechtigung kann ein Nutzer im Rahmen eines Personalisierungs- prozesses erhalten.
Ein gängiges Geschäftsmodell zwischen einem Dienstebe- reitsteiler („Dienstprovider") und einem Dienstenutzer ist die Zugriffsregelung mittels eines Abonnements. Die Dienstberechtigung gilt beispielsweise für einen bestimmten Zeitraum und kann, falls zwischen Dienstebereitsteller und Dienstenutzer weiterhin ein Geschäftsverhältnis besteht, bei Ablauf verlängert werden. Die Verlängerung (Vn) geschieht beispielsweise mittels einer Verwaltungsnachricht, die sich auf einen bestimmten Dienst beziehen kann. Sie kann Parameter enthalten, in denen der Verlängerungszeitraum (Startn, Endn) , beispielsweise mittels eines Verlänge- rungsstartzeitpunkts (Startn) und eines Verlängerungsendzeitpunkts (Endn) , kodiert sein kann.
Wird ein digitales Rechteverwaltungssystem oder ein Zugangsberechtigungssystem in einer Umgebung eingesetzt, in der eine Mehrzahl an Empfängern das ausgesendete Signal empfangen können („Point-to-Multipoint" bzw. von einem Punkt zu vielen Punkten), z. B. ein digitales Rundfunksystem („digital broadcast" System), so kann sich eine Verlan-
gerungsnachricht gleichzeitig an mehrere Dienstnutzer richten. Das bedeutet, eine Verlängerungsnachricht kann einen Adressbereich aufweisen, in dem sich eine Liste der zu verlängernden Dienstnutzer befindet. Bei diesen Dienst- nutzem kann sowohl der Zeitpunkt der Verlängerung, beispielsweise der 31. Dezember, als auch der Verlängerungszeitraum, beispielsweise 3 Monate identisch sein.
Wird ein Abonnement nicht verlängert, so wird beispielswei- se für den entsprechenden Dienstnutzer keine Verlängerungsnachricht versendet. Seine Zugriffsberechtigung erlischt.
Das Ende einer Zugriffsberechtigung fällt üblicherweise auf den Zeitpunkt des Ablaufs eines Abonnements.
Teilnehmerverwaltungssysteme, die eine Mehrzahl von Teilnehmerdaten von Dienstnutzern von digitalen Rechteverwaltungssystemen oder Zugangsberechtigungssystemen verwalten, können zur Verwaltung der Teilnehmerdaten eine Personali- sierung voraussetzen, bei der einem Gerät eines Nutzers mit einer Geräteidentifikation, hier als „g" bezeichnet für einen bestimmten Dienst mit einer Dienstidentifikation, hier als ,,d" bezeichnet, eine dienstabhängige Nutzeridentifikation, hier als „i" bezeichnet, zugewiesen werden kann, die von der Geräteidentifikation und der Dienstidentifikation abhängig sein kann. Als Formel ausgedrückt lautet dies: i=f(g,d), wobei mit ,,f()" eine Zuordnungsfunktion bezeichnet sein soll. Andere Zuordnungen bei der Personalisierung sind dabei auch möglich.
Auf der Sendeseite können in einem Teilnehmerverwaltungssystem, auch als „Subscriber Management System" bezeichnet, die Geräteidentifikation, die Diensteidentifikation und die Nutzeridentifikation gespeichert sein.
Das Endgerät kennt beispielsweise die ihm zugewiese Geräteidentifikation für die Personalisierung eines zusätzlichen Dienstes. Nach der Personalisierung von einer Mehrzahl von
Diensten, beispielsweise der Anzahl n, kann das Gerät permanent (oder temporär) eine Liste dienstabhängiger Nutzeridentifikation speichern, wobei die Liste beispielsweise als Zahlenfolge (di, ii) , ..., (dn, in) von n Paaren aus Dienstidentifikation und Nutzeridentifikation mit einem Index von 1 bis n dargestellt werden kann. Für jeden aktiven Dienst mit der Dienstidentifikation d kennt das Gerät beispielsweise seine eigene Nutzeridentifikation i und kann darüber adressiert werden.
Die dienstabhängige Nutzeridentifikation ist beispielsweise temporär für den Zeitraum, für den eine entsprechende Dienstberechtigung vorliegt.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Konzept zu schaffen, das eine effiziente Verteilung einer Dienstzugangsberechtigungsinformation ermöglicht .
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung gemäß Anspruch 1 oder ein Verfahren dazu gemäß Anspruch 29, eine Vorrichtung zum Bereitstellen einer Berechtigungsnachricht gemäß Anspruch 9 oder ein Verfahren dazu gemäß Anspruch 30 oder ein System zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung gemäß Anspruch 18 gelöst.
Einige Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung basieren darauf, dass eine Vorrichtung zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung für eine Nutzervorrichtung in Bezug auf einen zugangsbeschränkten Dienst einen Zeitraum, ansprechend auf eine mit einem dienstabhängigen Nutzeriden- tifizierer versehene Berechtigungsnachricht, einstellt, in dem die Dienstzugangsberechtigung besteht, wobei die Einstellung abhängig von einer vorgegebenen Zeitdauer, die seit einem Ende eines letzten Berechtigungszeitintervalls vergangen ist, sein kann.
Einige Ausführungsbeispiele basieren ferner darauf, dass eine Vorrichtung zum Bereitstellen einer Berechtigungsnachricht für eine Nutzervorrichtung in Bezug auf einen zugangsbeschränkten Dienst einen dienstabhängigen Nutzeriden- tifizierer nach Ablauf des Berechtigungszeitintervalls der Nutzervorrichtung, der der dienstabhängige Nutzeridentifi- zierer zuletzt zugeordnet war, für zumindest eine vorgegebenen Zeitdauer unverwendet lässt.
Einige Ausführungsbeispiele basieren auf der Erkenntnis, dass wieder freigewordene Nutzeridentifizierer geregelt neu vergeben werden können, um so den benötigten Adressraum, d. h. die Zahl der möglichen dienstabhängigen Nutzeridentifi- zierer, auch als i bezeichnet, zu beschränken und um gege- benenfalls langfristig eine optimale Gruppenbildung zur effizienten Nutzeradressierung zu gewährleisten. Die Adressraumbeschränkung wirkt sich beispielsweise aus in einer geringeren Anzahl an Bits, die für die Bereitstellung der Dienstzugangsberechtigung übertragen werden müssen, wenn beispielsweise die dienstabhängigen Nutzeridentifizierer als eine Folge von Bits dargestellt werden können. Werden weniger Bits zur Übertragung der dienstabhängigen Nutzeridentifizierer benötigt, so kann eine Nachricht, die eine Dienstzugangsberechtigung umfasst, über einen Kanal mit geringerer Bandbreite übertragen werden, weiterhin braucht das Teilnehmerverwaltungssystem eine geringere Anzahl an Datensätzen zu reservieren um die dienstabhängigen Nutzeridentifizierer zu verwalten.
Mit dem erfindungsgemäßen Konzept kann verhindert werden, dass nach erneuter Vergabe der frei gewordenen Nutzeriden- tifizierer auch der Nutzer, dessen Nutzeridentifikation bereits ungültig ist, auch als „Altnutzer" bezeichnet, mit seinem Gerät wieder auf den Inhalt zugreifen kann. Außerdem kann verhindert werden, dass ein Nutzer, der sehr wohl sein Abonnement verlängert hat, dessen Endgerät jedoch die Verlängerungsnachricht noch nicht empfangen konnte, sofort von der weiteren Dienstnutzung ausgeschlossen ist. In
anderen Worten, das erfindungsgemäße Verfahren bewirkt eine Zufriedenheit des Nutzers, was auch üblicherweise als „Good-User-Feeling" bezeichnet werden kann.
Dabei ist anzumerken, dass ein Gerät keine Verlängerungsmeldung empfangen kann, wenn es über einen längeren Zeitraum ausgeschaltet bleibt oder sich an einem Ort ungenügender Empfangsqualität befindet, z. B. beim Parken des Autos in einer Tiefgarage oder bei einer Urlaubsfahrt, wenn das Gerät beispielsweise im Fahrzeug eingebaut ist.
Einschränkungen im Bedienkomfort sind bei Nutzern zu erwarten, die zwar ihr Abonnement verlängert haben, aber deren Gerät über einen sehr langen Zeitraum nicht empfangsbereit war, und daher keine Verlängerungsmeldungen empfangen konnte. Bei diesen Nutzern kann das Gerät von der Dienstnutzung ausgeschlossen werden. Dann kann sich der Nutzer beispielsweise mit seinem Dienstebereitsteller in Verbindung setzen, um die Bereitstellung einer neuen Nutzeriden- tifikation zu erhalten oder um für seine alte, im Teilnehmerverwaltungssystem noch eingetragene Nutzeridentifikation eine Wiederherstellung der in seinem Gerät für den zugehörigen Dienst deaktivierten Parameter und Schlüssel zu erlangen.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend Bezug nehmend auf die beiliegenden Zeichnungen detailliert erläutert. Es zeigen:
Fig. Ia ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung, gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
Fig. Ib ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung, gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2a ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zum Bereitstellen einer Berechtigungsnachricht, gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2b ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zum Bereitstellen einer Berechtigungsnachricht, gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel in Form eines Flussdiagramms eines Verfahrens zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung;
Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel in Form eines Flussdia- gramms eines Verfahrens zum Bereitstellen einer
Berechtigungsnachricht ;
Fig. 5 ein Beispiel eines zeitlichen Ablaufs einer Dienstverlängerung mittels Verlängerungsnachrich- ten;
Fig. 6a ein Beispiel eines zeitlichen Ablaufs einer Dienstverlängerung, wobei nicht alle zu dem Abonnement zugehörigen Verlängerungsnachrichten emp- fangen wurden;
Fig. 6b ein weiteres Beispiel eines zeitlichen Ablaufs einer Dienstverlängerung, wobei zwischen einer ersten und einer zweiten Verlängerungsnachricht ein Zeitraum vorliegt, in welchem keine Verlängerungsnachrichten empfangen wurden;
Fig. 7a ein Beispiel eines zeitlichen Ablaufs einer Dienstverlängerung mit einer Verlängerungsnach- rieht, einem Geräteneustartzeitpunkt und einer
Lebenserhaltungsperiode;
Fig. 7b ein Beispiel eines zeitlichen Ablaufs einer Dienstverlängerung mit einer ersten Verlängerungsnachricht, einer zweiten Verlängerungsnachricht und einer Lebenserhaltungsperiode;
Fig. 8 ein Ausführungsbeispiel in Form eines Blockdiagramms eines Systems zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung .
Fig. Ia zeigt ein Blockschaltbild einer Vorrichtung 100 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung für eine Nutzervorrichtung in Bezug auf einen zugangsbeschränkten Dienst, gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Die Vorrichtung 100 umfasst einen Dienstzugangsberechti- gungsbereitsteller 101, wobei der Dienstzugangsberechti- gungsbereitsteller 101 ausgelegt ist, um einen Zeitraum zu bestimmen, in dem die Dienstzugangsberechtigung 104 besteht, und wobei die Bestimmung anspricht auf eine mit einem dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 versehene Berechtigungsnachricht 103. Der Dienstzugangsberechtigungs- bereitsteller 101 ist ausgelegt, um eine Berechtigung, die es erlaubt, die Dienstzugangsberechtigung 104 unter Verwendung des bisherigen dienstabhängigen Nutzeridentifizierers 102 zu verlängern oder zu reaktivieren, zu deaktivieren 105, wenn seit einem Ende des letzten Berechtigungszeitintervalls 106, für das eine Dienstzugangsberechtigung 104 durch die Vorrichtung 100 festgestellt wurde, zumindest eine vorgegebene Zeitdauer verstrichen ist. Ein weiteres Ausführungsbeispiel zur Deaktivierung 105 der Berechtigung, die ein Verlängern oder Reaktivieren der Dienstzugangsberechtigung 104 erlaubt, ist in Fig. Ib aufgeführt.
Fig. Ib zeigt ein Blockschaltbild einer Vorrichtung 100 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung für eine Nutzervor- richtung in Bezug auf einen zugangsbeschränkten Dienst, gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Die Vorrichtung 100 umfasst einen Dienstzugangs- berechtigungsbereitsteller 101, der eine Berechtigungsnach-
rieht 103 empfängt, welche einen dienstabhängigen Nutzeri- dentifizierer 102 und ein Berechtigungszeitintervall 106 bzw. eine Information, die ein Berechtigungszeitintervall 106 beschreibt, umfasst. In Abhängigkeit der Berechtigungs- nachricht 103 werden in dem Dienstzugangsberechtigungsbe- reitsteller 101 die folgenden fünf Schritte durchgeführt, welche durch ihre Funktionsblöcke 111, 112, 113, 114 und 115 gekennzeichnet sind.
In einem ersten Schritt 111 empfängt der Dienstzugangsbe- rechtigungsbereitsteller 101 die Berechtigungsnachricht 103 mit dem Berechtigungszeitintervall 106.
In einem zweiten Schritt 112 vergleicht der Dienstzugangs- berechtigungsbereitsteller 101 das empfangene Berechtigungszeitintervall 106 mit dem letzten Berechtigungszeitintervall 107, das in der Vorrichtung 100 vorliegt. Es wird die verstrichene Zeitdauer 120 bestimmt, die seit dem Ende 121 des letzten Berechtigungszeitintervalls 107 und dem Start 122 des empfangenen Berechtigungszeitintervalls 106 verstrichen ist.
In einem dritten Schritt 113 vergleicht der Dienstzugangs- berechtigungsbereitsteller 101 die verstrichene Zeitdauer 120 mit der vorgegebenen Zeitdauer 123. Ist die verstrichene Zeitdauer 120 größer oder gleich der vorgegebenen Zeitdauer 123, so führt der Dienstzugangsberechtigungsbereit- steller 101 einen Schritt 4a 114 aus; ist dagegen die verstrichene Zeitdauer 120 kleiner als die vorgegebene Zeitdauer 123, so führt der Dienstzugangsberechtigungsbe- reitsteller 101 einen Schritt 4b 115 aus.
In dem Schritt 4a 114 wird die Berechtigung zum Verlängern oder Reaktivieren mit dem bisherigen dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 deaktiviert 105. In dem Schritt 4b, 115 wird die Dienstzugangsberechtigung 104 verlängert oder reaktiviert, und die Berechtigung zum Verlängern oder
Reaktivieren mit dem bisherigen dienstabhängigen Nutzeri- dentifizierer .102 wird beibehalten.
Der entscheidende Parameter, der das Verhalten der Vorrich- tung 100 bestimmt, ist die vorgegebene Zeitdauer 123, die auch als Lebenserhaltungsperiode oder „Keep Alive Period" bzw. KAP bezeichnet wird. Über diesen Parameter steuert die
Vorrichtung 100, ob die Berechtigung zum Verlängern oder
Reaktivieren mit dem bisherigen dienstabhängigen Nutzeri- dentifizierer 102 deaktiviert 105 wird oder beibehalten wird.
Das Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 100 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung kann auf den verschiedens- ten Geräten eingesetzt werden, beispielsweise für einen Audio-, Video- oder Multimediadienst auf einem Bezahlfernsehsystem oder einem Bezahlvideosystem oder auf einem Fahrerassistenzsystem, wobei die Systeme auf einem mobilen oder fest eingebauten Gerät implementiert sein können. Weiterhin kann die Vorrichtung 100 für einen Datendienst oder Multimediadienst auf einem Mobiltelefon oder für einen gebührenpflichtigen und/oder zugangskontrollierten Dienst auf einem tragbaren oder fest stehenden Computer mit oder ohne Internetanschluss genutzt werden.
Statt des Startzeitpunkts 122 des Berechtigungszeitintervalls 106 kann die Bestimmung der verstrichenen Zeitdauer 120 auch auf einen Zeitpunkt, zu dem die Vorrichtung eingeschaltet wird, ansprechen. Dann bestimmt sich die verstri- chene Zeitdauer 120 aus der Zeitdauer zwischen dem Ende 121 des letzten Berechtigungszeitintervalls 107 und einem Zeitpunkt, zu dem die Vorrichtung 100 eingeschaltet wird. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn das Gerät seit dem Ende 121 des letzten Berechtigungsintervalls 107 ausge- schaltet war und erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder eingeschaltet wird. Dann kann es auftreten, dass das Gerät zwischenzeitlich bzw. inzwischen von dem Dienstebereitstel- ler gesendete Verlängerungsnachrichten nicht empfangen hat,
und dass die inzwischen (seit der zuletzt empfangenen Verlängerungsήachricht) verstrichene Zeitdauer 120 darüber entscheidet, ob der Nutzer seine Dienstzugangsberechtigung 104 bzw. die Berechtigung zur Verlängerung der Dienstzu- gangsberechtigung unter Nutzung des bisherigen dienstabhängigen Nutzeridentifizierers 102 beibehalten darf.
Der Dienstzugangsberechtigungsbereitsteller 101 empfängt beispielsweise eine Berechtigungsnachricht 103, die eine Aktivierungs- oder Verlängerungsnachricht umfassen kann, und bestimmt daraus ein Berechtigungszeitintervall 106 mit einem Berechtigungsstartzeitpunkt 122 und einem Berechtigungsendzeitpunkt 124. Der Dienstzugangsberechtigungsbe- reitsteller 101 ist ausgelegt, um die Dienstzugangsberech- tigung 104 zu aktivieren, wenn der Berechtigungsendzeitpunkt 124 zeitlich hinter einer in der Vorrichtung 100 gemessenen aktuellen Zeit liegt, d.h., wenn die Dienstzugangsberechtigung 104 zur aktuellen Zeit gültig ist.
Die Berechtigungsnachricht 103 kann neben dem dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 und dem Berechtigungszeitintervall 106 in einer weiteren Ausführung auch einen Gerä- teidentifizierer umfassen, wobei der Dienstzugangsberechti- gungsbereitsteller 101 beispielsweise vor dem Bereitstellen des Berechtigungszeitintervalls 106 erst den in der Berechtigungsnachricht 103 empfangenen Geräteidentifizierer überprüft und diesen mit einem Geräteidentifizierer des Endgeräts, auf dem die Vorrichtung 100 implementiert ist, vergleicht, und bei Übereinstimmung das Berechtigungszeit- intervall 106 aus der Berechtigungsnachricht 103 ausliest.
Der Dienstzugangsberechtigungsbereitsteller 101 ist ausgelegt, um die Berechtigung, die es erlaubt, die Dienstzugangsberechtigung 104 unter Verwendung des bisherigen dienstabhängigen Nutzeridentifizierers 102 zu verlängern oder zu reaktivieren beizubehalten. Dies ist in Schritt 4b 115 aufgezeigt. Das heißt, nach dem Empfang einer Berechtigungsnachricht 103 und Verlängerung bzw. Reaktivierung der
Dienstzugangsberechtigung 104 erstreckt sich die Zeitdauer der Berechtigung zum Verlängern oder Reaktivieren mit dem bisherigen dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 um die vorgegebene Zeitdauer 123 über das Ende des Zeitraums, für den eine Dienstzugangsberechtigung vorliegt, hinaus. Diese vorgegebene Zeitdauer 123 wird auch als Lebenserhaltungsperiode oder Keep Alive Period bzw. KAP bezeichnet. Die vorgegebene Zeitdauer 123 ist ein charakteristischer Parameter der Vorrichtung 100.
Der Dienstzugangsberechtigungsbereitsteller 101 ist weiterhin ausgelegt, um nach Ablauf des Berechtigungsendzeitpunkts 121 die Dienstzugangsberechtigung 104 zu deaktivieren 105, wenn vor oder zu dem Berechtigungsendzeitpunkt 121 keine erneute Erteilung einer Dienstzugangsberechtigung 104 durch die Vorrichtung 100 festgestellt wurde. Das heißt, mit dem Ende 121 des letzten Berechtigungszeitintervalls 107 wird die Dienstzugangsberechtigung 104 deaktiviert, wenngleich auch die Berechtigung zum Verlängern oder Reak- tivieren der Dienstzugangsberechtigung mit dem bisherigen dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 beibehalten wird. Diese Berechtigung zum Verlängern oder Reaktivieren mit dem bisherigen dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 wird noch für eine weitere Zeitdauer, die der vorgegebenen Zeitdauer 123 entspricht, aufrecht erhalten. Ein Deaktivieren 105 der Berechtigung zum Verlängern oder Reaktivieren mit dem bisherigen dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 kann beispielsweise mittels eines Löschens oder Nicht- lesbarmachens oder Sperrens der zu der Dienstzugangsberech- tigung 104 unter Verwendung des bisherigen dienstabhängigen Nutzeridentifizierers 102 zugeordneten Parameter oder Schlüssel erfolgen.
Die Vorrichtung 100 mit dem Dienstzugangsberechtigungsbe- reitsteiler 101 kann beispielsweise als eine elektronische Schaltung ausgelegt sein. Sie kann ein Computer bzw. Teil eines Computers sein oder ein Schaltkreis in einem Mobiltelefon, einem feststehenden oder tragbaren Computer, einem
Navigationssystem, einem Fahrerassistenzsystem oder einem Kabel- oder Satellitenempfänger.
Fig. 2a zeigt ein Blockschaltbild einer Vorrichtung 200 zum Bereitstellen einer Berechtigungsnachricht für eine Nutzervorrichtung in Bezug auf einen zugangsbeschränkten Dienst, gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Die Vorrichtung 200 umfasst einen Identifiziererverwalter 201 und einen Berechtigungsnachrichtenersteller 202. Der Berechtigungsnachrichtenersteller 202 ist ausgelegt, um eine Berechtigungsnachricht 103 in Form einer Aktivierungsnachricht zum Aktivieren einer Dienstzugangsberechtigung 104 oder einer Verlängerungsnachricht zum Verlängern einer Dienstzugangsberechtigung 104 zu erzeugen, wobei die Akti- vierungsnachricht 103 oder die Verlängerungsnachricht 103 mit einem durch den Identifiziererverwalter 201 bereitgestellten dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 versehen sind. Der Identifiziererverwalter 201 ist ausgelegt, um einen dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 nach Ablauf eines Berechtigungszeitintervalls 106 einer Nutzervorrichtung, der der dienstabhängige Nutzeridentifizierer 102 zuletzt zugeordnet war, für zumindest eine vorgegebene Zeitdauer 123 unverwendet 203 zu lassen, und um den dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 nach Ablauf der vorgegebenen Zeitdauer 123 für eine erneute Verwendung durch den Berechtigungsnachrichtenersteller 202 freizugeben 204.
Der Identifiziererverwalter 201 umfasst beispielsweise drei Blöcke mit dienstabhängigen Nutzeridentifizierern: der erste Block 205 umfasst zugeordnete dienstabhängige Nutzeridentifizierer 102, bei denen das Berechtigungszeitintervall 106 der Nutzervorrichtung läuft, der zweite Block 206 umfasst unverwendete 203 dienstabhängige Nutzeridentifizie- rer 102, bei denen das Berechtigungszeitintervall 106 der Nutzervorrichtung um weniger als die vorgegebene Zeitdauer 123 abgelaufen ist, und der dritte Block 207 umfasst für
eine erneute Verwendung freigegebene 204 dienstabhängige Nutzeridentifizierer 102.
Eine Steuerung 208 innerhalb des Identifiziererverwalters 201 steuert, welcher dienstabhängige Nutzeridentifizierer 102 dem Berechtigungsnachrichtenersteller 202 zur Verfügung gestellt werden soll. Die Steuerung 208 steuert dabei die Bereitstellung von zugeordneten dienstabhängigen Nutzeridentifizierern 102 des Blocks 205 oder von unverwendeten 203 dienstabhängigen Nutzeridentifizierern 102 des Blocks 206 oder die Bereitstellung von für eine erneute Verwendung freigegebenen 204 dienstabhängigen Nutzeridentifizierern 102 des Blocks 207.
Der Berechtigungsnachrichtenersteller 202 umfasst einen Block 210 zum Erstellen einer Aktivierungs- oder Verlängerungsnachricht mit dem von dem Identifiziererverwalter 201 bereitgestellten dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102. Somit stellt die Vorrichtung 200 eine Berechtigungsnach- rieht 103 bereit mit einem dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102.
Fig. 2b zeigt ein Blockschaltbild einer Vorrichtung 200 zum Bereitstellen einer Berechtigungsnachricht für eine Nutzer- Vorrichtung in Bezug auf einen zugangsbeschränkten Dienst, gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Der Berechtigungsnachrichtenersteller 202 ist gleichartig aufgebaut, wie der Berechtigungsnachrichte- nersteller 202 gemäß Fig. 2a. Die Funktion der Steuerung 208 aus Fig. 2a wird in Fig. 2b anhand der Blöcke 220, 221, 222 und 223 näher erläutert. Die Aufgabe des Identifiziererverwalters 201 ist es, einen dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 bereitzustellen, was durch den Block 220 dargestellt ist. Dies kann auch alternativ außerhalb des Identifiziererverwalters 201 bzw. außerhalb der Vorrichtung 200 geschehen.
Das Bereitstellen umfasst mehrere Funktionalitäten. Für einen bisher einem Endgerät zugeordneten dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 wird im Block 221 geprüft, ob das Berechtigungszeitintervall 106, 107, dem der dienstabhängi- ge Nutzeridentifizierer 102 zugeordnet ist, abgelaufen ist. Falls das Berechtigungszeitintervall 106, 107 (während dessen das bisherige Benutzer-Endgerät Zugang zu einem Dienst hat) noch nicht abgelaufen ist, so kann der bisher einem Endgerät zugeordnete dienstabhängige Nutzeridentifi- zierer 102 zum Erstellen von Aktivierungs- oder Verlängerungsnachrichten 103 für den bisherigen Nutzer bzw. für das bisherige Endgerät verwendet werden. Ist das Berechtigungszeitintervall 106, 107 dagegen abgelaufen, so bleibt der dienstabhängige Nutzeridentifizierer 102 für eine vorgege- bene Zeitdauer 123 unverwendet, dies ist in dem Block 222 angegeben. Der dienstabhängige Nutzeridentifizierer 102 kann aber, vor Ablauf der vorgegebenen Zeitdauer 123 seit dem Ende 121 des Berechtigungszeitintervalls 107, verwendet werden, um das Berechtigungszeitintervall für das bisherige Endgerät zu erneuern.
In dem Block 223 wird schließlich geprüft, ob die vorgegebene Zeitdauer 123 abgelaufen ist. Falls die vorgegebene Zeitdauer 123 abgelaufen ist, kann der dienstabhängige Nutzeridentifizierer 102 erneut verwendet werden, wobei nun ein neuer Nutzer eine Berechtigungsnachricht 103 mit dem dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 erhalten kann, der zuvor einem anderen Nutzer zugeteilt war. Ist die vorgegebene Zeitdauer 123 noch nicht abgelaufen, so kann der dienstabhängige Nutzeridentifizierer 102 nicht für einen anderen Nutzer bzw. für ein anderes Endgerät freigegeben werden. Der Identifiziererverwalter 201 stellt dann für das andere Endgerät einen anderen dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 bereit, der beispielsweise in den Blöcken 221, 222 und 223 auf seine Verwendbarkeit hin geprüft werden kann, und bei Verwendbarkeit dem Berechti- gungsnachrichtenersteller 202 bereitgestellt wird, so dass
dieser eine Berechtigungsnachricht 103 mit dem anderen dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 erstellen kann.
Der Berechtigungsnachrichtenersteller 202 kann ausgelegt sein, um eine Nachricht 103 zur Aktivierung oder Verlängerung beispielsweise eines Audio-, Video- oder Multimedia- dάenstes für ein Bezahlfernsehsystem oder ein Fahrerassistenzsystem auf einem mobilen oder fest eingebauten Gerät oder einen Datendienst oder Multimediadienst auf einem Mobiltelefon oder einen zugangskontrollierten und/oder gebührenpflichtigen Dienst auf einem tragbaren oder feststehenden Computer mit oder ohne Internetanschluss zu erstellen.
Der Berechtigungsnachrichtenersteller 202 kann weiterhin ausgelegt sein, um die Berechtigungsnachricht 103 mit den dienstabhängigen Nutzeridentifizierern 102 zu erstellen, wobei die dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 beispielsweise als eine Bitfolge dargestellt sein kann. Der Berechtigungsnachrichtenersteller 202 kann ausgelegt sein, um die Berechtigungsnachricht 103 mit den dienstabhängigen Nutzeridentifizierern 102 über einen Nachrichtenkanal mit begrenzter Bandbreite zu übertragen. Ferner können der Berechtigungsnachrichtenersteller 202 und der Identifizie- rerverwalter 201 beispielsweise als elektronische Schaltungen ausgelegt sein.
Durch die effiziente Steuerung 208 wird eine effiziente Verteilung einer Dienstzugangsberechtigungsinformation bewirkt. Dies geschieht dadurch, dass dienstabhängige Nutzeridentifizierer 102 nach einer vorgegebenen Zeitdauer 123, in dem diese unverwendet bleiben, wieder freigegeben werden zur Nutzung durch einen anderen Nutzer bzw. ein anderes Nutzer-Endgerät. Dadurch reduziert sich die Anzahl der benötigten dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102, die für die Identifizierung eines Dienstes d auf einem Gerät g benötigt werden. Die Berechtigungsnachricht 103, die die dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 umfasst,
lässt sich mit geringerer Bandbreite aufgrund der reduzierten Bitzahl der dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 übertragen. Zusätzlich wird weniger Speicherplatz zur Speicherung der Nutzerdaten auf einem Teilnehmerverwal- tungssystem benötigt.
Der Identifiziererverwalter 201 ist weiterhin ausgelegt, um den dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 nach Ablauf der vorgegebenen Zeitdauer 123 für die Wiederverwendung durch einen anderen Nutzer oder ein anderes Endgerät freizugeben. Nach Ablauf eines Abonnements eines bisherigen Nutzers der Nutzervorrichtung, der der dientabhängige Nutzeridentifizierer 102 zuletzt zugeordnet war, kann der dienstabhängige Nutzeridentifizierer 102 nach Ablauf der vorgegebenen Zeitdauer 123 für ein neues Abonnement eines anderen Nutzers oder desselben Nutzers wiederverwendet werden. Die vorgegebene Zeitdauer 123 kann beispielsweise einen Wert im Bereich von drei Tagen bis drei Monaten umfassen, d. h. die vorgegebene Zeitdauer kann an Berechti- gungszeitintervalle, wie sie typischerweise beim Bezahlfernsehen oder Abonnementdiensten im Bereich der Mobiltele- fonie, der Navigationssysteme, der Fahrerassistentsysteme oder gebührenpflichtiger Internetdienste auftreten, ange- passt werden. Die Berechtigungsnachricht 103 kann bei- spielsweise an mehrere Empfänger gerichtet sein. Beispielsweise handelt es sich bei der Übertragung um ein System, das typischerweise als Rundfunksystem oder „Broadcast System" bezeichnet wird. Es ist aber auch möglich, die Berechtigungsnachricht 103 einer Gruppe von Nutzern bereit- zustellen, oder auch nur einem einzigen Nutzer zu übermitteln.
Die Aktivierungs- oder Verlängerungsnachricht 103 kann auch eine personalisierte Form aufweisen, in der Art, dass der dienstabhängige Nutzeridentifizierer 102 von der Geräteidentifikation des Gerätes, auf dem der Dienst läuft, und von einer Dienstidentifikation abhängig ist. Weiterhin kann die Aktivierungs- oder Verlängerungsnachricht 103 in der
Weise gruppiert werden, dass Nachrichten 103 an Nutzer mit dem gleichen Berechtigungszeitintervall 106 in einer Gruppe zusammengefasst werden. Damit kann eine übersichtliche Darstellung im Teilnehmerverwaltungssystem erreicht werden, wobei Nutzer, deren Abonnement zu den gleichen Zeitpunkten verlängert werden muss, zum gleichen Zeitpunkt eine Verlängerungsnachricht 103 erhalten, wobei die Verlängerungsnachricht 103 dann auch nur an diejenigen Nutzer gesendet zu werden braucht, die eine Verlängerung benötigen. Durch die Gruppierung ist es leicht möglich, im Teilnehmerverwaltungssystem die Verwaltung der Verlängerungsnachrichten 103 übersichtlich zu halten und unnötige Verlängerungsnachrichten 103 zu vermeiden.
Das Berechtigungszeitintervall 106 lässt sich mittels Startzeitpunkt 122 und Endzeitpunkt 124 spezifizieren oder auch mittels Startzeitpunkt 122 und Zeitdauer. Andere Möglichkeiten sind auch denkbar.
Fig. 3 zeigt ein Beispiel in Form eines Flussdiagramms eines Verfahrens zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung in Bezug auf einen zugangsbeschränkten Dienst. Das Verfahren 300 weist die Schritte 301, 302, 303, 304, 305 und 306 auf.
Im ersten Schritt 301 kann eine Berechtigungsnachricht 103 mit einem dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 empfangen werden. Es schließt sich der zweite Schritt 302 an, in dem der Berechtigungsstartzeitpunkt 122 und der Berechti- gungsendzeitpunkt 124 aus der Berechtigungsnachricht 103 ausgelesen werden kann. Es folgt der dritte Schritt 303, in dem der Berechtigungsstartzeitpunkt 122 mit dem Berechtigungsendzeitpunkt 121 des letzten Berechtigungszeitintervalls 107, für das eine Dienstzugangsberechtigung 104 vorlag, verglichen werden kann. In einem folgenden vierten Schritt 304 kann geprüft werden, ob eine vorgegebene Zeitdauer 123 zwischen dem Berechtigungsstartzeitpunkt 122 und dem Berechtigungsendzeitpunkt 121 des letzten Berechti-
gungszeitintervalls 107 oder zwischen dem Berechtigungsendzeitpunkt 121 und einem gegenwärtigen Zeitpunkt verstrichen ist. Falls die vorgegebene Zeitdauer 123 verstrichen ist, so kann der fünfte Schritt 305 ausgeführt werden, in dem die Berechtigung zum Verlängern oder Reaktivieren mit dem bisherigen dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 deaktiviert 105 werden kann. Ist die vorgegebene Zeitdauer 123 noch nicht verstrichen, so kann im sechsten Schritt 306 die Berechtigung zum Verlängern oder Reaktivieren mit dem bisherigen dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 beibehalten werden und es kann eine Verlängerung oder Reaktivierung der Dienstzugangsberechtigung 104 ausgeführt werden.
Fig. 4 zeigt ein Beispiel in Form eines Flussdiagramms eines Verfahrens 400 zum Bereitstellen einer Berechtigungsnachricht in Bezug auf einen zugangsbeschränkten Dienst. Nach einem Start 401 des Verfahrens 400 kann in einem ersten Schritt 402 ein möglicher dienstabhängiger Nutzeridentifizierer 102 bereitgestellt werden, wobei im Folgenden überprüft wird, ob der mögliche dienstabhängige Nutzeridentifizierer 102 tatsächlich verwendet werden soll. In einem zweiten Schritt 403 kann geprüft werden, ob ein Berechtigungszeitintervall 106, 107 eines Endgeräts, dem der dienstabhängige Nutzeridentifizierer 102 zugeordnet ist, abgelaufen ist. Ist dies der Fall, so kann in einem dritten Schritt 404 angeordnet bzw. festgestellt werden, den dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 für eine vorgegebene Zeitdauer 123 nicht bzw. nicht für ein anderes Endgerät als dasjenige, dem der dienstabhängige Nutzeridentifi- zierer bisher zugewiesen war, zu verwenden. In einem vierten Schritt 405 kann geprüft werden, ob die vorgegebene Zeitdauer 123 abgelaufen ist. Ist die vorgegebene Zeitdauer 123 noch nicht abgelaufen, so kann das Verfahren 400 zu dem ersten Schritt 402 zurückspringen, in dem ein dienstabhän- giger Nutzeridentifizierer 102 bereitgestellt werden kann, wobei diesmal ein anderer dienstabhängiger Nutzeridentifizierer bereitgestellt werden sollte als bei der vorherigen Überprüfung. Ist die in dem vierten Schritt 405 vorgegebene
Zeitdauer 123 abgelaufen, so kann in einem fünften Schritt 406 eine Aktivierungs- oder Verlängerungsnachricht 103 mit dem dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 erstellt werden und diese Nachricht 103 bereitgestellt werden.
Der gleiche fünfte Schritt 406 kann ausgeführt werden für den Fall, dass in dem zweiten Schritt 403 das Berechtigungszeitintervall 106, 107 des Endgeräts, dem der dienstabhängige Nutzeridentifizierer 102 zugeordnet ist, noch nicht abgelaufen ist. Auch für diesen Fall kann eine Aktivierungs- oder Verlängerungsnachricht 103 in dem fünften Schritt 406 mit dem dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 erstellt werden. Der Unterschied vom Übergang von dem zweiten Schritt 403 auf den fünften Schritt 406 zu dem Übergang von dem vierten Schritt 405 auf den fünften Schritt 406 ist, dass in dem ersteren Fall die Aktivierungs- oder Verlängerungsnachricht 103 mit dem dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 für den bisherigen Nutzer bereitgestellt wird, während für den letzteren Fall die Aktivierungs- oder Verlängerungsnachricht 103 mit dem dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 für einen neuen Nutzer bereitgestellt wird, der aber auch den bisherigen Nutzer umfassen kann.
Fig. 5 zeigt ein Beispiel eines zeitlichen Ablaufs einer Dienstverlängerung mittels Verlängerungsnachrichten und stellt den Ablauf einer Dienstverlängerung mittels der Verlängerungsnachrichten Vk 500, V1 501, Vm 502 und Vn, 503 dar. Das Ende der Zugriffsberechtigung 504 gibt der Zeit- punkt Enden 517 an. Ein Dienst für den eine Zugangsberechtigung besteht, kann mittels Verlängerungsnachrichten verlängert werden. In diesem Ausführungsbeispiel erhält ein Dienstnutzer zu einem Zeitpunkt 505 eine Verlängerungsnachricht Vk 500, wobei die Verlängerungsnachricht Vk 500 zwei Parameter eines Zugriffsberechtigungsintervalls, Startk 510 und Endek 511 umfasst, die angeben, welchen Zeitraum die Verlängerung der Dienstzugangsberechtigung umfasst. Hat der Dienstnutzer beispielsweise eine Verlängerung seiner
Dienstzugangsberechtigung über den Zeitpunkt Ende* 511 hinaus veranlasst oder beantragt (z.B. durch eine Zahlung), so kann er in einem Zeitraum kurz vor Ende^ 511 eine Verlängerungsnachricht Vi 501 erhalten, die seine Zugangsbe- rechtigung um einen Zeitraum verlängert, der in der Verlängerungsnachricht Vi, 501 mittels der Parameter Starti 512 und Endei 513 angegeben ist. Die Verlängerungsnachricht Vx 501 kann mehrmals kurz vor Ende des jeweiligen Abonnements vom Dienstbereitsteller wiederholt übertragen werden und ermöglicht es dem Dienstnutzer seine Dienstzugangsberechtigung zu verlängern. Da es möglich ist, dass der Dienstnutzer sein Gerät nicht immer angeschaltet hat, oder dass er sich an einem Ort schlechter Empfangsqualität befindet, kann beispielsweise die Verlängerungsnachricht Vi 501 mehrmals hintereinander zu Zeitpunkten kurz vor dem Ende des jeweiligen Abonnements, d.h. Ende* gesendet werden.
Hat der Dienstnutzer seine Zugangsberechtigung beispielsweise bis zum Zeitpunkt Endei, 513 verlängert und sein Abonnement weiter verlängert, so kann der Dienstebe- reitsteller ihm kurz vor dem Ende des Zeitpunkts Endei 513 eine Verlängerungsnachricht Vn, 502 übermitteln, mit der der Dienstenutzer seine Dienstzugangsberechtigung von dem Zeitpunkt Startm 514 bis zu dem Zeitpunkt Endem 515 verlän- gern kann. Ist das Abonnement weiterhin gültig, so kann der Dienstebereitsteller eine weitere Verlängerungsnachricht Vn 503 übermitteln, beispielsweise kurz vor dem Zeitpunkt Endem 515, so dass der Dienstnutzer seine Dienstzugangsberechtigung für das Zeitintervall Startn 516 bis Enden 517 verlängern kann. Endet das Abonnement beispielsweise, wie in Fig. 5 aufgezeigt, zu dem Zeitpunkt Enden 517, der hier mit dem Ende der Zugriffsberechtigung 504 übereinstimmt, so übermittelt der Dienstebereitsteller beispielsweise keine weiteren Verlängerungsnachrichten an den Dienstnutzer und die Dienstzugangsberechtigung des Dienstenutzers erlischt. In Fig. 5 sind die jeweiligen Dienstzugangsberechtigungsin- tervalle 520, 521, 522 und 523 beispielsweise zeitlich angrenzend. Dies muss jedoch nicht notwendigerweise der
Fall sein. Beispielsweise kann zwischen dem Zeitintervall 521 und dem Zeitintervall 520 ein geringer Zeitraum liegen, in dem der Dienstnutzer keine Dienstzugangberechtigung hat, beispielsweise wenn er sein Abonnement nicht rechtzeitig verlängert und eine Verlängerungsnachricht 501 erst nach dem Zeitpunkt Endek 501 des ersten Berechtigungsintervalls 520 zu ihm übermittelt wird. Fig. 5 zeigt aber auch auf, dass eine Dienstzugangsberechtigung eines Dienstnutzers davon abhängen kann, dass ihm eine Nachricht von dem Dienstbereitsteller übermittelt wird, und dass der Dienstnutzer für eine Verlängerung seiner Dienstzugangsberechtigung darauf angewiesen sein kann, von dem Dienstbereitsteller eine Verlängerungsnachricht 500, 501, 502, 503 zu erhalten. Ohne eine solche wird es dem Dienstnutzer bei- spielsweise nicht möglich sein, seine Dienstzugangsberechtigung aufrecht zu erhalten.
Fig. 6a zeigt ein ähnliches Beispiel eines zeitlichen Ablaufs einer Dienstverlängerung, wobei hier nicht alle zu dem Abonnement gehörigen Verlängerungsnachrichten empfangen wurden. Im Unterschied zu Fig. 5 sind die Verlängerungsnachrichten Vi 501 und Vn, 502 nicht empfangen worden. Mit der Konsequenz, dass eine Dienstzugangsberechtigung des Nutzers für das Berechtigungszeitintervall 521, d. h. von Starti 512 bis Endei 513 und für das Berechtigungszeitintervall 522, d. h. von Startm 514 bis Endem 515 nicht vorliegt. In Fig. 6a ist die vorgegebene Zeitdauer 123 aufgezeigt, und mittels KAP 600 oder Keep Alive Period bezeichnet, wobei die vorgegebene Zeitdauer 123 KAP 600 entspricht.
Fig. 6a zeigt den Fall, dass der Berechtigungsstartzeitpunkt 122 bzw. 516 zeitlich vor der um die vorgegebene Zeitdauer 123 bzw. 600 verlängerten Berechtigungsendzeit 121 bzw. 511 des letzten Berechtigungszeitintervalls 107 bzw. 520 liegt. Somit darf die Berechtigung zum Verlängern oder Reaktivieren der Dienstzugangsberechtigung mit dem bisherigen dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 beibe-
halten werden und die Dienstzugangsberechtigung 104 kann im Zeitpunkt Startn 516 verlängert oder reaktiviert werden. Man erkennt dies in Fig. 6a daran, dass der Zeitpunkt Ende* 511, der den Berechtigungsendzeitpunkt des Berechtigungsin- tervalls 520 der Verlängerungsnachricht Vk 500 darstellt, verlängert um die vorgegebene Zeitdauer KAP 600, einen Zeitpunkt ergibt, der zeitlich hinter dem Berechtigungsstartzeitpunkt Startn 516 des Berechtigungszeitintervalls 523 der Verlängerungsnachricht Vn 503 liegt. Der Dienstnut- zer darf seinen bisherigen dienstabhängigen Nutzeridentifi- zierer 102 beibehalten und die Dienstzugangsberechtigung verlängern oder reaktivieren.
Fig. 6b zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel des zeitlichen Ablaufs einer Dienstverlängerung gegenüber Fig. 6a. Während bei Fig. 6a die beiden Verlängerungsnachrichten V1 501 und Vm 502 als nicht empfangen gekennzeichnet wurden, sind diese in Fig. 6b nicht eingezeichnet, d. h. es können beispielsweise auch mehrere Verlängerungsnachrichten zwischen Vk 500 und Vn 503 nicht empfangen worden sein. In Fig. 6b wird eine Lebenserhaltungsperiode, auch als Keep Alive Period oder KAP bezeichnet, spezifiziert, welche der vorgegebenen Zeitdauer 123 entspricht. Diese Lebenserhaltungsperiode KAP ist sowohl dem Teilnehmerverwaltungssys- tem, das auch als „Subscriber Management System" bezeichnet werden kann, als auch dem Endgerät bekannt. Sie kann entweder bei der Dienstaktivierung mitgeteilt werden oder eine feste Größe sein oder sich aus bekannten Parametern ermitteln lassen.
Ist ein Abonnement eines Nutzers abgelaufen, so wird beispielsweise die Lebenserhaltungsperiode, d. h. die Keep Alive Period abgewartet, bevor die entsprechende Nutzeridentifikation vom Teilnehmerverwaltungssystem für ein neues Abonnement (z.B. eines anderen als des bisherigen Nutzers bzw. Endgeräts) wieder genutzt werden kann.
Das Endgerät kann bei einem Geräteneustart, wie im folgenden in Fig. 7a näher erläutert oder bei einem Empfang einer Verlängerungsnachricht Vn 503 basierend auf einem Berechtigungsintervall 523, das durch einen Berechtigungsstartzeit- punkt, auch „Startn" bezeichnet, und einen Berechtigungsendzeitpunkt, auch „Enden" bezeichnet, spezifiziert ist, prüfen, ob die Lebenserhaltungsperiode, d. h. KAP schon abgelaufen ist. Dazu kann zum Ende Endek 511 des zuletzt gespeicherten Berechtigungszeitintervalls 520 die Lebenser- haltungsperiode, d. h. KAP 600 hinzuaddiert werden.
Falls die Summe aus Endek 511 und KAP 600 zeitlich hinter dem Geräteneustart (bzw. dem Zeitpunkt, zu dem der Geräteneustart erfolgt) bzw. dem Berechtigungsstartzeitpunkt Startn des aktuellen Berechtigungszeitintervalls 523 der Verlängerungsnachricht Vn 503 liegt, ist die Lebenserhaltungsperiode KAP 600 noch nicht abgelaufen. Gegebenenfalls wurden dazwischen liegende Verlängerungsnachrichten V1 501 und Vm 502 aus einem der oben angeführten Gründe nicht empfangen. Das Endgerät kann eine Verlängerung vornehmen. Die Nutzeridentifikation ist von dem Teilnehmerverwaltungssystem noch nicht neu vergeben. Die Verlängerungsnachricht richtet sich an den bisherigen Nutzer.
Das Beispiel in Fig. 6b zeigt empfangene Verlängerungsnachrichten Vk 500 und Vn 503; zum Zeitpunkt Startn 516 ist die Keep Alive Period KAP 600 noch nicht abgelaufen, d. h. als Formel ausgedrückt: (Endek + KAP < Startn) . Die Zugriffsberechtigung kann sich verlängern.
Es kann verhindert werden, dass ein Nutzer, der sehr wohl sein Abonnement verlängert hat, dessen Endgerät jedoch die Verlängerungsnachricht noch nicht empfangen konnte, sofort von der weiteren Dienstnutzung ausgeschlossen ist, d. h. die Zufriedenheit des Nutzers ist sichergestellt, was üblicherweise als Good-User-Feeling bezeichnet wird.
Fig. 7a zeigt ein Beispiel eines zeitlichen Ablaufs einer Dienstverlängerung mit einer Verlängerungsnachricht Vk 500, einem Geräteneustartzeitpunkt, hier mit T 700 bezeichnet und einer Lebenserhaltungsperiode KAP 600, die den Berech- tigungsendzeitpunkt Endek 511 des Berechtigungszeitintervalls 520 der Verlängerungsnachricht Vk 500 mit dem Zeitpunkt T 700 des Geräteneustarts in Verbindung setzt. In diesem Ausführungsbeispiel ist zu sehen, dass nach dem Ende Ende* 511 des Berechtigungszeitintervalls 520 bis zum Geräteneustart T 700 bereits eine längere Zeitdauer verstrichen ist, als durch die Lebenserhaltungsperiode KAP 600 vorgesehen ist. Mit dem Geräteneustart T 700 ist hier beispielsweise der Zeitpunkt gemeint, zu dem die Vorrichtung 100 eingeschaltet wird. Da bis zu dem Zeitpunkt T 700 bereits eine längere Zeit verstrichen ist als durch KAP 600 vorgesehen ist, muss das Endgerät seine Berechtigung zum Verlängern oder Reaktivieren mit dem bisherigen dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 deaktivieren 105. Es kann davon ausgegangen werden, dass eine Dienstzugangsberechti- gung 104 mit dem bisherigen dienstabhängigen Nutzeridenti- fizierer 102 bereits an einen anderen Nutzer vergeben ist.
Falls, wie in Fig. 7a aufgezeigt, die Summe aus dem Berechtigungsendzeitpunkt Endek 511 des zuletzt empfangenen Berechtigungszeitintervalls 520 und der Lebenserhaltungsperiode KAP 600 zu einem Zeitpunkt führt, der zeitlich vor dem Einschaltzeitpunkt der Vorrichtung 100 bzw. zu dem Geräteneustartzeitpunkt T 700 liegt, so ist die Lebenserhaltungsperiode KAP 600 bereits abgelaufen. Das Endgerät sollte seine zu diesem Dienst gespeicherten Parameter und Schlüssel sicher deaktivieren. Die Nutzeridentifikation kann von dem Teilnehmerverwaltungssystem bereits an einen anderen Nutzer vergeben worden sein.
In dem Beispiel gemäß Fig. 7a ist eine empfangene Verlängerungsnachricht Vk 500 dargestellt; zum Zeitpunkt des Geräteneustarts T 700 ist die „Keep Alive Period" KAP 600 schon
abgelaufen, was mit einer Formel (Endek + KAP < T) ausgedrückt werden kann. Die Dienstparameter werden deaktiviert.
Fig. 7b zeigt ein Beispiel eines zeitlichen Ablaufs einer Dienstverlängerung mit zwei Verlängerungsnachrichten Vk 500 und Vn 503 sowie ihre Beziehung zur Lebenserhaltungsperiode KAP 600. In Fig. 7b ist bei Eintreffen der Verlängerungsnachricht Vn 503 mit dem zugehörigen Berechtigungsstartzeitpunkt Startn 516 die Lebenserhaltungsperiode KAP 600 bereits abgelaufen, welche mit dem Ende Endek des letzten Berechtigungszeitintervalls 520 der Verlängerungsnachricht Vk 500 zu laufen begann. Auch in diesem Fall sollte das Endgerät seine Berechtigung zum Verlängern oder Reaktivieren mit dem bisherigen dienstabhängigen Nutzeridentifizie- rer 102 deaktivieren 105.
Falls, wie in Fig. 7b aufgezeigt, bei Eintreffen einer Verlängerungsnachricht Vn 503 die Summe aus dem Berechtigungsendzeitpunkt Endek 511 des zuletzt empfangenen Berech- tigungszeitintervalls 520 und der Lebenserhaltungsperiode KAP 600 zu einem Zeitpunkt führt, der zeitlich vor dem Berechtigungsstartzeitpunkt Startn 516 der aktuell eingetroffenen Verlängerungsnachricht Vn 503 (oder zeitlich vor dem Eintreffen der Verlängerungsnachricht Vn 503) liegt, so ist die Lebenserhaltungsperiode KAP 600 bereits abgelaufen. Das Endgerät sollte seine zu diesem Dienst gespeicherten Parameter und/oder Schlüssel sicher deaktivieren. Es kann sich dabei beispielsweise um eine Verlängerungsnachricht handeln, die bereits an den neuen Nutzer gerichtet ist. Die Nutzeridentifikation 102 wurde gegebenenfalls von dem Teilnehmerverwaltungssystem bereits an einen anderen Nutzer neu vergeben. Dies ist in Fig. 7b verdeutlicht. Empfangene Verlängerungsnachrichten Vk 500 und Vn 503 zeigen auf, dass zum Zeitpunkt Startn 516 die Keep Alive Period KAP 600 schon abgelaufen ist, was mit einer Formel (Endek + KAP < Startn) ausgedrückt werden kann. Die Zugriffsberechtigung verlängert sich nicht.
Damit kann verhindert werden, dass nach erneuter Vergabe der frei gewordenen Nutzeridentifikation 102 auch der Nutzer, dessen Identifikation 102 bereits ungültig ist, d. h. der auch als Altnutzer bezeichnete Nutzer, mit seinem Gerät wieder auf den Inhalt zugreifen kann.
Allerdings kann nicht verhindert werden, dass es sich um einen Nutzer handelt, der zwar sein Abonnement verlängert hat, aber dessen Gerät über einen sehr langen Zeitraum nicht empfangsbereit war, und daher von der Dienstnutzung ausgeschlossen wurde. Dieser Nutzer sollte sich mit seinem Dienstbereitsteller in Verbindung setzen um beispielsweise die Bereitstellung einer neuen Nutzeridentifikation 102 zu erhalten, oder um beispielsweise für seine alte, im Teil- nehmerverwaltungssystem noch eingetragene Nutzeridentifikation 102 eine Wiederherstellung der in seinem Gerät für den zugehörigen Dienst deaktivierten Parameter und Schlüssel zu erlangen.
Die hier vorgestellte Methode der Neuvergabe von Nutzeridentifikationen 102 regelt, wie frei gewordene Nutzeridentifikationen 102 neu vergeben werden können. Damit kann der benötigte Adressraum beschränkt werden und langfristig eine optimale Gruppenbildung gewährleistet werden. Diese Funkti- on ist bei gängigen digitalen Rechteverwaltungssystemen und Zugangsberechtigungssystemen, bzw. CA- oder DRM-Systemen, bisher nicht beschrieben, kann aber bei unterschiedlichsten Systemen, Server- oder clientseitig, d. h. von einem Steuerrechner oder von einem zu steuernden Rechner, seine Anwendung finden.
Die vorgestellte Methode setzt ein regelkonform operierendes Endgerät und ein regelkonform operierendes Teilnehmerverwaltungssystem, bzw. Subscriber Management System vor- aus . Das Konzept führt zu keinen Einschränkungen gängiger Geschäftsmodelle. Es wurde aufgrund von aktuellen Erfordernissen entwickelt und stellt eine zuverlässige Lösung dar.
Fig. 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Systems 800 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung in Form eines Blockdiagramms. Das System umfasst eine Vorrichtung 200 zum Bereitstellen einer Berechtigungsnachricht, eine erste Vorrichtung 100 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung 104 sowie eine zweite Vorrichtung 100 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung 104.
Das System 800 ist ausgelegt, um einen vorbestimmten dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 zunächst der ersten Vorrichtung 100 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung 104 zuzuweisen, und um den vorbestimmten dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 nach einer Freigabe für eine erneute Verwendung der zweiten Vorrichtung 100 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung 104 zuzuweisen. Das System ist weiterhin so ausgelegt, dass bei höchstens einer aus der ersten Vorrichtung 100 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung 104 und der zweiten Vorrichtung 100 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung 104 die Berechtigung zum Verlängern oder Reaktivieren der Dienstzugangsberechtigung 104 unter Verwendung eines vorgegebenen dienstabhängigen Nutzeridentifizierers 102 aktiv ist und wobei die erste Vorrichtung 100 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung 104 und die zweite Vorrichtung 100 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung 104 mit der Vorrichtung 200 zum Bereitstellen einer Berechtigungsnachricht 103 gekoppelt sind, um die Berechtigungsnachricht 103 zu empfangen.
Das System 800 kann beispielsweise ausgelegt sein, um die Berechtigungsnachricht 103 über ein digitales Video oder Audiorundfunksystem, ein Mobilfunksystem, ein leitungsver- mitteltes oder paketvermitteltes Sprach- oder Datennetz oder über ein Internetprotokollsystem, ein GSM, UMTS oder CDMA-System, ein GPS-System, ein DSL-System leitungsgebunden oder drahtlos zu übertragen. Das System 800 kann auch mehrere Vorrichtungen 100 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung 104 umfassen. Es kann beispielsweise als ein
System aus elektronischen Schaltungen ausgelegt sein, und die Berechtigungsnachricht 103 kann eine Datennachricht sein, die von der Vorrichtung 200 zum Bereitstellen einer Berechtigungsnachricht 103 zu der ersten Vorrichtung 100 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung 104, zu der zweiten Vorrichtung 100 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung 104 und zu weiteren vorhandenen Vorrichtungen 100 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung übertragen werden kann.
Der dienstabhängige Nutzeridentifizierer 102 kann als eine Bitfolge dargestellt werden, wobei der Wertebereich des dienstabhängigen Nutzeridentifizierers 102 beispielsweise einen kleineren Bereich umfasst, als das Produkt aus der Anzahl registrierter Nutzer im System 800 und der Anzahl registrierter Dienste im System 800. Dies kann bedeuten, dass ohne Wiederverwendung des dienstabhängigen Nutzeriden- tifizierers 102 beispielsweise für jeden Nutzer mit einer Nutzervorrichtung eine Anzahl an dienstabhängigen Nutzeri- dentifizierern 102 vorgehalten werden sollte, die der Anzahl der registrierten Dienste im System 800, d. h. der Anzahl der Dienste, die der Nutzer nutzen kann, entspricht. Bei voller Auslastung des Systems 800 können jedem Nutzer so viele dienstabhängige Nutzeridentifizierer 102 zugewie- sen werden, wie Dienste registriert sind. Durch die erfindungsgemäße Idee, den dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102 wiederzuverwenden, braucht nicht die maximale Anzahl aller möglichen Kombinationen vorgehalten werden, sondern es reicht eine geringere Zahl. Die vorgegebene Zeitdauer 123 beziehungsweise die Lebenserhaltungsperiode bzw. der Keep Alive Period KAP 600 stellt einen wesentlichen Parameter des erfindungsgemäßen Verfahrens und des Systems 800 dar. Beispielsweise kann KAP 600 in der Vorrichtung 200 zum Bereitstellen einer Berechti- gungsnachricht 103 vorgegeben werden und bei der Dienstaktivierung an die erste Vorrichtung 100 und an die zweite Vorrichtung 100 übermittelt werden. KAP 600 kann aber auch als eine feste Größe des Systems 800 betrachtet werden oder
sich aus bekannten Parametern des Systems 800 ermitteln lassen. Alternativ ist auch ein System 800 denkbar, in dem KAP 600 in einer der Vorrichtungen 100 vorgegeben wird und von dort aus zu den anderen Vorrichtungen 100 und zur Vorrichtung 200 übermittelt wird. Das System 800 kann auch vorzugsweise ausgelegt sein, den dienstabhängigen Nutzeri- dentifizierer 102 temporär zu vergeben und denselben nach Ablauf der Dienstzugangsberechtigung 104 bis zum Ablauf der vorgegebenen Zeit 123 für den Nutzer der Nutzervorrichtung, dem der dienstabhängige Nutzeridentifizierer 102 zuletzt zugeordnet war, zu sperren. Damit kann das System 800 verhindern, dass ein Nutzer mit abgelaufener Dienstzugangsberechtigung 104 mittels noch vorhandener Zugangsdaten auf die Dienstzugangsberechtigung 104 eines anderen Nutzers mit dem gleichen dienstabhängigen Nutzeridentifizierer 102, der mittlerweile neu vergeben wurde, zugreifen kann.
In einer bevorzugten Ausführung kann das System 800 ein kryptographisches System sein, das die Berechtigungsnach- rieht 103 beispielsweise mit einem symmetrischen kryp- tographischen Schlüssel unter Verwendung beispielsweise eines AES-Verschlüsselungsalgorithmus, der auch als Advanced Encryption Standard bezeichnet wird oder unter Verwendung eines DES-Verschlüsselungsalgorithmus, der auch als Data Encryption Standard bezeichnet wird, verschlüsselt oder teilweise verschlüsselt übertragen kann. Das System 800 kann ein digitales Rechteverwaltungssystem, beispielsweise gemäß einem der Standards OMA DRM, ETSI-EUROCRYPT oder ISMA sein, wobei die Bezeichnung der Standards in einem oberen Abschnitt bereits erwähnt wurde.
Das System 800 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung kann die Vorrichtung 200 mit der ersten Vorrichtung 100 und mit der zweiten Vorrichtung 100 koppeln. Die Kopplung kann dabei über ein Computernetzwerk erfolgen, beispielsweise über Ethernet oder IP-Protokolle, wobei das Netzwerk drahtgebunden oder drahtlos realisiert sein kann. Beispielsweise kann die Kopplung über ein Kabelnetzwerk eines Kabelbetrei-
bers, ein Richtfunksystem, ein Satellitenfunksystem, ein Mobilfunksystem, z. B. ein GSM-System oder ein UMTS-System oder ein CDMA-System oder ein Zeitmultiplex-System erfolgen. Die Kopplung kann auch über ein LAN-Netzwerk, ein MAN- Netzwerk, ein WLAN-Netzwerk oder über ein optisches Übertragungsnetzwerk bewirkt werden. Weiterhin ist eine Kopplung über das Stromnetz, auch als Powerline-Transmission bezeichnet möglich, sowie über ein ATM-Netzwerk oder auch mittels eines DSL-Verfahrens.
Das Konzept kann seinen Einsatz finden in Zugangsberechtigungssystemen bzw. Conditional Access Systemen oder in digitalen Rechteverwaltungssystemen bzw. DRM-Systemen und zwar sowohl serverseitig als auch clientseitig, wobei serverseitig sich auf die Seite des Steuerrechners bezieht und clientseitig sich auf die Seite des gesteuerten Rechners. Beispielsweise kann in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 die Vorrichtung 200 als serverseitig, d. h. steuer- rechnerseitig betrachtet werden und die erste Vorrichtung 100 zum Steuern einer Dienstzugangsberechtigung 104 sowie die zweite Vorrichtung 100 als clientseitig, d. h. der zu steuernden Seite angehörig sein.
Abhängig von den Gegebenheiten kann das erfindungsgemäße Verfahren in Hardware oder in Software implementiert werden. Die Implementierung kann auf einem digitalen Speichermedium, insbesondere einer Diskette oder CD, mit elektronisch auslesbaren Steuersignalen erfolgen, die so mit einem programmierbaren Computersystem zusammenwirken kön- nen, dass das entsprechende Verfahren ausgeführt wird. Allgemein besteht die Erfindung somit auch in einem Computerprogrammprodukt mit auf einem maschinenlesbaren Träger gespeicherten Programmcode zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, wenn das Computerprogrammprodukt auf einem Rechner abläuft. In anderen Worten ausgedrückt kann die Erfindung somit als ein Computerprogramm mit einem Programmcode zur Durchführung des Verfahrens realisiert
werden, wenn das Computerprogramm auf einem Computer abläuft.