Zahnbürste mit Facettengriff
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zahnbürste gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Zahnbürsten sind allgemein bekannte Gegenstände zur Reinigung der Mundhöhle, insbesondere der Zähne und der Zunge, und dienen in diesem Sinne der Mundhygiene.
Eine Zahnbürste ist beispielsweise in der Patentschrift US 2,130,661 beschrieben. Die Zahnbürste ist mit einem länglichen Griff, einem in Längsrichtung des Griffs anschliessenden Hals und einem gegenüberliegend dem Griff am Hals anschliessenden Kopf ausgestattet. Der Kopf ist einseitig mit Borsten besetzt. Die Oberfläche des Griffs weist in drei jeweils aneinander anschliessenden Längsabschnitten trapezförmige Flächenelemente auf. Die in Umfangsrichtung benachbarten Flächenelemente eines Längsabschnittes sind bezüglich der Längsachse des Griffs rotationssymmetrisch angeordnet und bilden in einem Querschnitt senkrecht zur Längsachse des Griffs regelmässige Achtecke. Ausgehend vom freien Ende des Griffs in Richtung des Kopfes verjüngt sich der Querschnitt des Griffs zunächst und erweitert sich dann erneut bis zu einer Daumenauflage, um sich anschliessend zum Hals hin erneut zu verjüngen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Zahnbürste mit einem ergonomisch besonders vorteilhaften Griff für eine bequeme, die Reinigung unterstützende Handhabung der Zahnbürste bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird durch die vorliegende Erfindung gemäss dem Anspruch 1 gelöst. Besonders bevorzugte Ausfϋhrungsformen sind mit den in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Merkmalen ausgestattet.
Der vorliegende Erfindungsgegenstand weist einen länglichen Griff, einen einseitig daran anschliessenden Hals und einen an den Hals gegenüber dem Griff angeordneten Kopf auf. Erfindungsgemäss ist wenigstens ein Abschnitt der Oberfläche des Griffs mit einer Vielzahl von wenigstens annähernd ebenen Flächenelementen ausgestattet. Die Flächenelemente sind jeweils einander benachbart angeordnet und grenzen unter Bildung von Elementkanten unmittelbar aneinander. Die Flächenelemente sind auf der Oberfläche facettenartig angeordnet, wodurch eine im Wesentlichen abgerundete Griffform wenigstens näherungsweise nachgebildet wird. Die Elementkanten formen dabei eine netzwerkartige Oberflächenstruktur auf dem Griff aus. Die Oberfläche des Griffs kann neben Abschnitten mit wenigstens annähernd ebenen Flächenelementen auch kontinuierlich-glatte Oberflächenabschnitte aufweisen.
Die abgerundete Griffform stellt eine ergonomisch vorteilhafte Anpassung an die ebenfalls rundlich gewölbte Handinnenfläche des Benutzers dar und beugt einer Bildung von Druckstellen vor. Gleichzeitig bilden dabei die vielen ebenen Flächenelemente eine Vielzahl von Auflageflächen für die Hand, so dass eine bequeme Benutzung der Zahnbürste in verschiedenen Drehstellungen bezüglich ihrer Längsachse gewährleistet ist. Dies wiederum unterstützt eine verschiedene Drehstellungen erfordernde, kreisende Putzbewegung zur schonenden und gründlichen Reinigung der Zähne.
Die einzelnen Flächenelemente, welche in einer vorbestimmten Winkellage zum Borstenfeld stehen, erlauben es ebenfalls dem Benutzer mit seiner Hand mehrere vorteilhafte Haltepositionen einzunehmen, um die Putzleistung des Borstenfeldes zu verbessern. Die einzelnen bevorzugten Haltepositionen werden dabei durch die Flächenelemente gebildet. Es kann aus diesem Grund besonders erwünscht sein, ein Steuerelement, bestehend aus beschriebenen Flächenelementen, zu bilden. Dieses wird vorzugsweise am Griff oder am Übergang zwischen dem Griff und Hals positioniert.
Die Elementkanten zwischen den Flächenelementen bewirken bei der Benutzung der Zahnbürste die Bildung einerseits von Kontaktlinien mit der Handinnenfläche und andererseits von Freiräumen zwischen der Griffoberfläche und der Handinnenfläche, so dass ein Abfliessen von Flüssigkeiten zwischen der Handinnenfläche und der GriffOberfläche gefördert wird. Auf diese Weise wird die Gefahr des Abrutschens der Hand von der Zahnbürste vermindert und folglich eine sicherere Handhabung ermöglicht.
In einer bevorzugten Ausführungsform können aneinander anschliessende Elementkanten eine zusammenhängende Kantenlinie bilden, welche den Griff in dem durch die Flächenelemente gebildeten Oberflächenabschnitt umschlingt. Vorzugsweise ist die Kantenlinie wenigstens abschnittsweise spiralförmig ausgeformt.
Die durch die Flächenelemente gebildete GriffOberfläche ermöglicht eine optimales Ergreifen sowohl für Rechts- und Linkshänder, wie auch für grossere und kleinere Hände. Während dem Putzen werden für den Benutzer wechselnde Griffhaltepositionen mit gleichem Komfort angeboten. Durch
die Vielzahl von durch die Flächenelemente gebildeten Auflageflächen ist eine grosse Anzahl von sicheren Griffhaltestellung möglich.
Die erfindungsgemässe Zahnbürste bietet somit eine optimierte und komfortable Handhabung in verschiedenen Drehstellungen der Zahnbürste für verschiedene Benutzer bei einer ergonomisch abgerundeten Griffform und einem vorteilhaften Ableitungssystem für zwischen die Oberfläche des Griffs und die Handinnenfläche getretene Flüssigkeiten. Mit der Ausbildung eines Steuerelements, bestehend aus Flächenelementen, können dem Benutzer zudem vorteilhafte Haltepositionen zur Maximierung der Putzleistung vermittelt werden.
Die vorgängig erwähnten kontinuierlich-glatten Oberflächenabschnitte werden vorzugsweise dort eingesetzt, wo die Haptik und die Reibung zwischen der Oberfläche und der Handinnenfläche eine untergeordnete Rolle spielen oder beim Putzvorgang störend wirken können. Insbesondere der
Bürstenhals kann vorzugsweise kontinuierlich-glatt ausgestaltet sein.
Weiterhin ergeben sich bei einer kristall- bzw. diamantartigen Anordnung der Flächenelemente und einer Verwendung von transparenten (durchsichtigen) oder transluzenten (durchscheinenden) Materialien für den Griff besonders markante optische Eigenschaften für die Zahnbürste, welche deren Wiedererkennbarkeit erhöhen, ihren Beachtungswert steigern und aus der Veränderung ihrer optischen Eigenschaften, beispielsweise durch Abnutzung, wie z.B. Zerkratzen, und / oder Verschmutzung, verbesserte Rückschlüsse auf ihren Ersetzungs- bzw. Reinigungszeitpunkt zulassen.
In einer weiteren Ausführungsform können zusätzliche aktive Lichtquellen, wie z.B. Leuchtdioden (LED: light emitting diode) oder Glühbirnen, eingesetzt werden. Die Vielzahl von Flächenelementen, wie auch innere Flächen bzw. Oberflächen, können dazu dienen, das erzeugte Licht durch Reflexion und Brechung an bestimmte Orte abzulenken. Dem Benutzer können damit wichtige Elemente und Orte an der Zahnbürste optisch angezeigt werden. (z.B. aktive Putzzonen im Kopf, massgebende Haltezonen am Griff, Zungenreinigungselemente etc.).
Darüber hinaus kann der Griff abschnittsweise hohl ausgebildet sein. Innere Oberflächen dieses Hohlraumes können Oberflächenabschnitte aufweisen, die ebenfalls durch ebene Flächenelemente gebildet werden. Um die Reflexion und Brechung in diesem Bereich zu optimieren, kann der Hohlraum bzw. dessen Oberflächen zur Erzeugung von Rückreflexionen als ein sogenanntes "Katzenauge" ausgebildet sein. Eine derartige Retroreflexionszone kann im Kopf und / oder Griff vorgesehen sein.
Es können ausserdem weitere bevorzugte Materialkombinationen Verwendung finden, falls neben einem glasklar transparenten Material ein zusätzliches möglicherweise opakes Hart- und / oder Weichmaterial in einem Mehrkomponentenspritzgussverfahren eingesetzt werden soll.
Im Folgenden werden besonders bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemässen Zahnbürste anhand einer Zeichnung detailliert beschrieben. Dabei zeigen rein schematisch:
Fig. 1 in einer Draufsicht eine erfindungsgemässe Zahnbürste, die einen Griff mit einer Vielzahl
von dreieckigen ebenen Flächenelementen aufweist;
Fig. 2 in einer Seitenansicht die in Fig. 1 gezeigte Zahnbürste, wobei eine herstellungsbedingte, in Längsrichtung des Griffs verlaufende
Werkzeugtrennlinie, die eine Kantenlinie bildet, lediglich zur besseren Veranschaulichung verstärkt gezeichnet ist;
Fig. 3 in einer Untersicht die in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigte Zahnbürste, wobei auch hier lediglich zur besseren Veranschaulichung eine in Umfangsrichtung des Griffs verlaufende und eine spiralförmig den Griff umschlingende Kantenlinie verstärkt gezeichnet sind;
Fig. 4 einen Ausschnitt eines Längsschnitts durch den Griff der in Fig. 1 bis Fig. 3 gezeigten Zahnbürste mit einem konkav-konvexen Verlauf der äusseren Schnittlinien;
Fig. 5 einen Querschnitt durch den Griff der in Fig. 1 bis Fig. 4 gezeigten Zahnbürste entlang von
Elementkanten, die durch unmittelbar aneinander grenzende Flächenelemente gebildet werden;
Fig. 6 einen Querschnitt durch die in Fig. 1 bis Fig. 5 gezeigte Zahnbürste an der Position einer Daumenauflage, die mit einer rosettenartigen
Vertiefung ausgestattet ist;
Fig.7 in einer Draufsicht die in Fig. 6 angeschnittene und hier freigestellte rosettenartige Vertiefung.
Fig. 8 in einer Draufsicht eine weitere Ausführungsform eines Griffs einer erfindungsgemässen Zahnbürste mit einer GriffVerjüngung nahe dem freien Ende des Griffs;
Fig. 9 einen Ausschnitt einer Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform eines Griffs, bei dem Flächenelemente eine elliptische Grundform aufweisen und sowohl in Reihen nebeneinander, wie auch gegeneinander versetzt angeordnet sind;
Fig. 10 einen Ausschnitt einer Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform eines Griffs mit elliptischen Flächenelementen, bei denen die
Flächenelemente ausschliesslich gegeneinander versetzt angeordnet sind;
Fig. 11 einen Ausschnitt einer Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer Zahnbürste mit einem Griff, bei dem ein Abschnitt der
Oberfläche durch dreieckige Flächenelemente gebildet ist und dieser Abschnitt durch einen offenen Übergang mit einer unstetigen Übergangslinie zu den jeweils benachbarten Abschnitten des Griff begrenzt ist;
Fig. 12 einen Ausschnitt einer Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer Zahnbürste mit einem Griff, bei dem ein Abschnitt der
Oberfläche ebenfalls durch dreieckige Flächenelemente gebildet ist, dieser Abschnitt aber durch einen geschlossenen Übergang mit einer stetigen, insbesondere geradlinig umlaufenden Übergangslinie zu den jeweils benachbarten Abschnitten des Griff begrenzt ist;
Fig. 13 in Untersicht eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemässen Zahnbürste mit einer abgeflachten Griffunterseite;
Fig. 14 in einer Draufsicht die in Fig. 13 gezeigte Zahnbürste;
Fig. 15 in einer Seitenansicht die in Fig. 13 und Fig. 14 gezeigte Zahnbürste;
Fig. 16 einen Querschnitt durch den Griff, der in Fig. 13 bis Fig. 15 gezeigten Zahnbürste mit einer nierenförmigen Querschnittsfläche;
Fig. 17 einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform eines Griffs mit einer halbmondförmigen Querschnittsfläche ;
Fig. 18 - Fig. 23 Ausschnitte von Draufsichten auf weitere Ausführungsformen von Zahnbürsten mit kristallförmigen Dekorelementen aus einem Hart- und / oder Weichmaterial;
Fig. 24 in einer Untersicht einen Kopf einer erfindungsgemässen Zahnbürste mit einem Zungenreiniger, der Zungenreinigerelemente mit einer sechseckförmigen Grundfläche aufweist;
Fig. 25 in einer Untersicht eine weitere Ausführungsform der Unterseite eines Kopfes mit einem Zungenreiniger, der rippenartige Zungenreinigerelemente aufweist;
Fig. 26 in einer Draufsicht einen Kopf einer erfindungsgemässen Zahnbürste mit einer
Oberseite, die mit zugespitzten Borsten besetzten ist;
Fig. 27 in einer Draufsicht eine weitere Ausführungsform der Oberseite eines Kopfes, bei der Borstenbündel mit zylindrischen Borsten von Borstenbündeln mit zugespitzten Borsten umstanden sind.
Fig. 28 in Draufsicht eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemässen Zahnbürste mit Flächenelementen in einem Abschnitt am freien Endbereich des Griffs;
Fig. 29 in einer Seitenansicht die in Fig. 28 gezeigte Zahnbürste;
Fig. 30 in einer Untersicht die in Fig. 28 und Fig. 29 gezeigte Zahnbürste;
Fig. 31 in Draufsicht der freie Endbereich des Griffs der in Fig. 28 bis Fig. 30 dargestellten Zahnbürste;
Fig. 32 in Draufsicht eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemässen Zahnbürste, die im freien
Endbereich des Griffs ebenfalls abschnittsweise mit einer facettenartigen Oberflächenstruktur ausgestattet ist;
Fig. 33 in einer Seitenansicht die in Fig. 32 gezeigte Zahnbürste;
Fig. 34 in einer Untersicht die in Fig. 32 und Fig. 33 gezeigte Zahnbürste;
Fig. 35 in einem Längsschnitt eine mit Borsten sowie weichelastischen Massage- und Reinigungselementen besetzte Trägerplatte, die zur Befestigung am Kopf einer erfindungsgemässen
Zahnbürste vorbestimmt ist ;
Fig. 36 in einem Längsschnitt einen Kopf einer erfindungsgemässen Zahnbürste mit einer Ausnehmung zur Aufnahme der in Fig. 35 gezeigten
Trägerplatte ;
Fig. 37 in einer Draufsicht der in Fig. 36 gezeigte Kopf, an welchem die in Fig. 35 dargestellte Trägerplatte befestigt ist;
Fig. 38 in einem Querschnitt einen Kunststoffkörper, bei welchem auf einer 1. Hartkomponente (PET oder PCT/PCTA/PCTG) (Diagonalschraffur bei vorschriftsmässiger Betrachtung von links unten nach rechts oben) eine 2. Hartkomponente (Polypropylen PP) (Diagonalschraffur bei vorschriftsmässiger Betrachtung von rechts unten nach links oben) oberhalb und unterhalb mittels einer Haftverbindung angebracht ist;
Fig. 39 in einem Querschnitt einen Kunststoffkörper, bei welchem auf der 1. Hartkomponente (Diagonalschraffür bei vorschriftsmässiger Betrachtung von links unten nach rechts oben) oberhalb die 2. Hartkomponente (Polypropylen PP)
(Diagonalschraffür bei vorschriftsmässiger Betrachtung von rechts unten nach links oben) mittels Schwalbenschwanzverbindung mechanisch verankert ist; und
Fig. 40 - Fig. 45 in perspektivischen Ansichten weiterer Ausführungsformen erfindungsgemässer Zahnbürsten mit verschiedenartig ausgeformten Steuer- bzw. Geometrieelementen zur Bereitstellung vorteilhafter Haltepositionen für einen Benutzer.
Die in Fig. 1 gezeigte erfindungsgemässe Zahnbürste 10 weist einen auch als Behandlungskopf bezeichneten Kopf 12, der zum Tragen von Borsten 14 (in Fig. 1 nicht gezeigt) bestimmt ist, einen an den Kopf 12 anschliessenden Hals 16 und einen an den Hals 16 gegenüberliegend dem Kopf 12 angeordneten länglichen Griff 18 auf. Die Darstellung in Fig. 1 zeigt die zum Tragen von Borsten 14 bestimmte Oberseite 20 der Zahnbürste 10. Eine der Oberseite 20 gegenüberliegende Unterseite 22 der in Fig. 1 gezeigten Zahnbürste 10 ist in Fig. 3 dargestellt. Bei der in Fig. 1 bis Fig.3 gezeigten Ausführungsform weist der Hals 16 und der Kopf 12 eine kontinuierlich-glatte Oberfläche auf.
Die in Fig. 1 bis Fig. 3 gezeigte Zahnbürste 10 ist vorzugsweise symmetrisch bezüglich ihrer Längsmittelebene 24, die rechtwinklig zur Oberseite 20 und Unterseite 22
verläuft, ausgebildet. Seitlich ist die Zahnbürste 10 durch zwei, vorzugsweise spiegelsymmetrische Seitenflächen 26 begrenzt, von denen eine in der Seitenansicht von Fig. 2 dargestellt ist.
Ein Teil der Oberfläche des Griffs 18 ist facettenartig mit einer Vielzahl von im Wesentlichen ebenen Flächenelementen 30 ausgestattet. Bei der gezeigten Ausführungsform ist etwa ein hinteres, dem Kopf 12 gegenüberliegendes Drittel der Zahnbürste 10, welches beim Gebrauch von der Handfläche umschlossen wird, derartig ausgestaltet. Die wenigstens nahezu ebenen Flächenelemente 30 sind dabei sowohl auf der Oberfläche eines ellipsoidartigen Griffkörpers 32, der im freien, bei der Benutzung von der Handinnenfläche umschlossenen Endbereich angeordnet ist, als auch an einer rosettenartigen Vertiefung 34 einer halsseitig am Griff 18 ausgeformten Daumenauflage 36 ausgebildet. Diese Vertiefung 34 kann die Funktion eines Steuerelements 37 übernehmen, indem die einzelnen Flächenelemente 30 eine bevorzugte Halteposition für den Benutzer einnehmen bzw. vorgeben. Selbstverständlich kann ein entsprechendes Steuerelement 37 auch an einer anderen Stelle des Griffes 18 angebracht sein und als eine vom Griff 18 abstehende Erhöhung ausgebildet sein. Darüber hinaus sind Flächenelemente 30 natürlich auch am Hals 16 bzw. am Kopf 12 der Zahnbürste 10 denkbar.
Die im Wesentlichen ebenen Flächenelemente 30 weisen eine dreieckige Grundfläche mit einer maximalen Ausdehnung von 0,2 mm bis 8 mm, vorzugsweise von 0,5 mm bis 6 mm, auf. Sie sind jeweils so angeordnet, dass sie unmittelbar aneinander grenzen und dabei Elementkanten 38 formen.
Vorteilhafterweise sind die Flächenelemente 30 plan, um die erfindungsgemässen Vorteile erreichen zu können. Sie können aber auch leicht konvex oder konkav gekrümmt bzw. gebogen sein. Der Krümmungsradius der Flächenelemente 30 ist in diesem Fall viel grösser als der Krümmungsradius der durch sie angenäherten Griffrundungen.
Die Flächenelemente 30 überziehen in einer facettenartigen Anordnung den Griffkörper 32. Auf diese Weise bilden sie näherungsweise die im Wesentlichen abgerundete Grundform des Griffs 18 nach. Neben der gezeigten ellipsoidartigen Grundform können auch andersartige länglich-abgerundete Grundformen, wie beispielsweise in Fig. 8 und Fig. 13 bis Fig. 16 gezeigt, durch die Vielzahl von Flächenelementen 30 angenähert werden.
Die ebenen Flächenelemente 30 können alternativ auch n-eckige, insbesondere viereckige, quadratische, rhombische, fünfeckige, sechseckige, kreisförmige oder elliptische oder aus n-eckigen, kreisförmigen oder elliptischen Grundelementen zusammengesetzte Grundflächen, die gegebenenfalls auch mit einspringenden Ecken ausgestattet sein können, aufweisen. Besonders bevorzugt sind jedoch dreieckige Grundflächen, die bei der in Fig. 1 bis Fig. 3 gezeigten facettenartigen Anordnung eine sogenannte Briolett-Schliffanordnung bilden und dem Griffkörper 32 dadurch ein diamantartiges Aussehen verleihen. Jeweils eine Elementkante 38 der Flächenelemente 30 ist bei dieser spezifischen Anordnung vorzugsweise rechtwinklig zur Längsachse des Griffs 18 orientiert .
Die Flächenelemente 30 bzw. die durch sie ausgeformte Oberflächen-Struktur sind bzw. ist vorzugsweise über den ganzen mit ihnen gestalteten Bereich hinweg einheitlich ausgeführt. Ein grosser Teil der dreieckigen Flächenelemente 30 weist eine gleichseitige oder zumindest gleichschenklige Grundform auf.
Aneinander anschliessende Elementkanten 38 bilden zusammenhängende, über den Griff 18 verlaufende Kantenlinien 39. Lediglich zur Veranschaulichung sind in Fig. 2 und 3 mit dem Bezugszeichen 39 versehene Kantenlinien 39 durch eine grossere Linienstärke hervorgehoben. Besonders vorteilhaft sind wenigstens nahezu spiralförmig den Griff 18 umschlingende oder wenigstens nahezu in Längsrichtung des Griffs 18 verlaufende Kantenlinien 39.
Die Elementkanten 38 und die Kantenlinien 39 bilden bei der Aufnahme des Griffs 18 in der Hand der Benutzers Kontaktlinien, die einen Abtransport von Flüssigkeiten, die zwischen die Hand und den Griff 18 gelangt sind, verbessern und folglich eine sichere Handhabung der Zahnbürste 10 fördern. Gegebenenfalls können die Kantenlinien 39 derart ausgebildet sein, dass sie gegenüber benachbarten Elementkanten 38 radial nach aussen hervorstehen. Zudem können ihnen durch eine Verwendung von speziellen Materialien, beispielsweise einem farbigen Weichmaterial, besondere Eigenschaften zugewiesen werden. Die Elementkanten 38 und Flächenelemente 30 können aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Beispielsweise können die Elementkanten 38 aus Weichmaterial und die Flächenelemente 30 aus Hartmaterial bestehen.
Die Flächenelemente 30 zusammen mit ihren Elementkanten 38 und den dabei gebildeten Kantenlinien 39 bieten den Vorteil, dass ein guter Halt in der Hand eines Benutzers bei verschiedenen Drehstellungen der Zahnbürste 10 bezüglich ihrer Längsachse bei einer gleichzeitig abgerundeten und somit ergonomisch günstigen Grundform des Griffs 18 gegeben ist. Dabei werden einerseits Druckstellen vermieden und andererseits eine Vielzahl von Auflageflächen und Kantenlinien 39 durch die ebenen Flächenelementen 30 und die entsprechenden Elementkanten 38 bereitgestellt. Ein Abrutschen der Hand und damit möglicherweise verbundene Verletzungen des Zahnfleisches werden weitgehend vermieden. Die Flächenelemente 30 können bei besonderer Anordnung und entsprechender Grosse auch zu einem bereits vorgängig erwähnten Steuerelement 37 zusammengefasst sein. Dabei bilden die einzelnen Flächenelemente 30 des Steuerelements 37 bevorzugte Haltepositionen, welche eine optimierte Putzleistung des Borstenfeldes erlauben. Die Anordnung kann beispielsweise als vom Zahnbürstenkörper abstehende oder eingelassene Kontur gestaltet sein.
Die Elementkanten 38 und Kantenlinien 39 bewirken bei ihrer Auflage in der Handinnenfläche, dass sich kleinere Hohlräume zwischen der Handinnenfläche und dem Griff 18 bilden, die ein Abfliessen von Flüssigkeiten, welche in diese Räume gelangen, fördern.
Weiterhin kann ein aus der facettenartigen Anordnung der Flächenelemente 30 resultierender optischer, vorzugsweise kristallartiger Effekt, insbesondere bei Verwendung eines transparenten oder transluzenten Materials für den Griff 18, die Aufmerksamkeit eines Benutzers auf sich ziehen,
die Wiedererkennbarkeit einer spezifischen Zahnbürste 10 verbessern und die Möglichkeit eröffnen, das Ende einer Nutzungsdauer der Zahnbürste 10 an den veränderten optischen Eigenschaften des Griffs 18 beziehungsweise des ganzen Zahnbürstenkörpers, z.B. aufgrund von Kratzern oder Riefen, zu erkennen.
Wie aus Fig. 1 bis Fig. 3 ersichtlich, sind die Flächenelemente 30 unabhängig von ihrer Position am Griff 18 einander ähnlich. Das heisst, obwohl sich ihre Ausdehnungen und / oder von den Elementkanten 38 eingeschlossene Winkel in Abhängigkeit von der Position der Flächenelemente 30 entlang der Längsachse des Griffs 18 und / oder der Griffumfangslänge an ihrer jeweiligen Position ändern, bleibt ihre Grundform über vorzugsweise den gesamten Griff 18 hinweg im Wesentlichen erhalten. Entsprechend sind bei einer umfangsseitig gleichbleibenden Anzahl von Flächenelementen 30 die dreieckigen Grundflächen an dem sich in der Umfangslänge verjüngenden freien Endbereich bzw. halsseitigen Endbereich des Griffkörpers 32 hin kleiner als in einem mittleren Abschnitt des Griffkörpers 32. Im Allgemeinen ist es so, dass bei einer gleichbleibenden Anzahl von Flächenelementen 30, die Grosse ihrer Grundflächen mit der Gestalt des Griffes 18 skaliert. Die Grosse der Grundflächen ist dabei angepasst, um mit einer entsprechenden Anzahl zugeordneter Elementkanten 38 eine "unebene" Oberfläche des Griffs 18 zu erhalten.
Im Wesentlichen unabhängig von der Form und der absoluten
Ausdehnung ihrer Grundfläche ist vorzugsweise bei allen ebenen Flächenelementen 30 das Verhältnis ihrer Ausdehnung
in Längsrichtung des Griffs 18 zur Ausdehnung in Umfangsrichtung des Griffs 18 kleiner als 5:1.
Die Umfangslänge des Griffs 18 variiert in Abhängigkeit von seiner Querschnittsform und -ausdehnung. Die maximale Höhe des Griffs 18 beträgt zwischen der Oberseite 20 und der Unterseite 22 8 mm bis 16 mm, vorzugsweise 10 mm bis
12 mm, die maximale Breite des Griffs 18 rechtwinklig zur
Längsachse beträgt 12 mm bis 21 mm, vorzugsweise 15 mm bis
18 mm. Generell misst die Breite bei dieser Ausführungsform mehr als die Höhe.
Die facettenartige Anordnung der Flächenelemente 30 zur näherungsweisen Ausbildung eines voluminösen, abgerundeten Griffs 18 erfordert eine jeweils winklige Anordnung benachbarter Flächenelemente 30. Der von Flächennormalen benachbarter Flächenelemente 30 eingeschlossene Winkel in einem bezüglich der Längsachse des Griffs 18 mittleren Griffabschnitt beträgt zwischen 1° und 30°, vorzugsweise zwischen 1° und 15°. Im freien Endbereich des Griffs 18 betragen diese Winkel zwischen 20° und 50°, vorzugsweise zwischen 30° und 40°. Die Winkel der Flächennormalen können dabei je nach der spezifischen Position der Flächenelemente 30 auf dem Griff 18 und der anzunähernden Griffform variieren.
Bei grossen Krümmungsradien in der Grundform des Griffs 18 sind die Winkel der Flächennormalen benachbarter
Flächenelemente 30 im Allgemeinen kleiner als bei kleineren Krümmungsradien der Griffgrundform. Dies ist beispielsweise in Fig. 5 zu erkennen, wo ein grosser
Krümmungsradius auf der Oberseite 20 und der Unterseite 22 der Zahnbürste 10 kleinere Winkel zwischen den
Flächennormalen erfordert als der vergleichsweise kleinere Krümmungsradius an den Seitenflächen 26. Bei der in Fig. 1 bis Fig. 3 gezeigten Ausführungsform betragen die Winkel in einem bezüglich der Längsachse mittleren Bereich gemessen in der Längsmittelebene des Griffkörpers 32 etwa 5°, im freien Endbereich des Griffkörpers 32 etwa 33°.
Um eine mögliche Verletzungsgefahr durch die Elementkanten 38 zu vermeiden, sind diese zwischen benachbarten Flächenelementen 30 leicht abgerundet. Ihr Rundungsradius ist kleiner als 0,5 mm, vorzugsweise kleiner als 0,1 mm.
Der Griff 18 kann ein oder mehrere Oberflächenabschnitte mit facettenartigen Anordnungen von Flächenelementen 30 aufweisen. Vorzugsweise ist mindestens ein Abschnitt ausgeformt, der vom freien Ende des Griffs 18 über den Griffkörper 32 hinweg bis vor die Daumenauflage 36 reicht. Alternativ ist zumindest ein wesentlicher Teil, welcher vom Benutzer während des Gebrauchs der Zahnbürste 10 in der Handfläche gehalten wird, mit einer facettenartigen Anordnung ausgestattet. Dabei können auch nur ein oder mehrere als Steuerelemente 37 mit Flächenelementen 30 ausgestaltete kleinere Oberflächenabschnitte vorgesehen sein. Diese befinden sich vorteilhafterweise im Griff 18 oder im Übergang zwischen dem Griff 18 und dem Hals 16 oder im Bereich der Daumenauflage 36. Sie erlauben eine präzise Führung der Zahnbürste 10 und geben mittels dem eingestellten Winkel zwischen den Flächenelementen 30 und dem Borstenfeld verschiedene optimale Halteposition vor.
Der Griffkörper 32 erstreckt sich über etwa 45% bis 65% der Gesamtlänge der Zahnbürste 10, die entlang ihrer Längsachse etwa 120 mm bis 230 mm, vorzugsweise 190 mm bis
200 mm misst. Die Längsausdehnung des Abschnitts mit der facettenartigen Anordnung von Flächenelementen 30 beträgt auf der borstenbesetzten Oberseite 20 der Zahnbürste 10 vom freien Ende des Griffs 18 in Richtung des Kopfes 12 gemessen zwischen 50 mm und 80 mm, vorzugsweise zwischen 61 mm bis 68 mm. Auf der Unterseite 22 hat der Abschnitt eine Länge von 70 mm bis 90 mm, vorzugsweise 77 mm bis 83 mm. Die seitliche Länge des Abschnitts beträgt zwischen 65 mm und 85 mm, vorzugsweise 73 mm bis 79 mm.
Der freie Endbereich des in Fig. 1 bis 3 dargestellten Griffs 18 ist vorzugsweise so gestaltet, dass die ebenen Flächenelemente 30 bis an das freie Ende des Griffs 18 heranreichen. Um die Verletzungsgefahr zu vermindern ist der freie Endbereich des Griffs 18 vorzugsweise als eine gerundete Kuppe ausgeformt.
Die facettenartige Anordnung von Flächenelementen 30 erstreckt sich vorzugsweise um den gesamten Griffumfang. Alternativ ist es jedoch auch möglich, dass lediglich bandartige oder kleinere flächige Abschnitte mit der facettenartigen Anordnung ausgestattet sind, wie beispielweise in Fig. 13 bis Fig. 15 gezeigt. Es ist auch möglich die Flächenelemente 30 in einer Kombination von Bändern und Flächen anzuordnen, wobei auch mehrere Bänder und / oder Flächen miteinander kombiniert sein können.
Der Griff 18, wie auch die erfindungsgemässe Zahnbürste 10 selbst, wird vorzugsweise in einem Spritzgussverfahren gefertigt. Die dabei verwendeten Spritzgusswerkzeuge sind vorzugsweise zweiteilig ausgeführt und bilden entlang ihrer kavitätsseitigen Berührungslinie an der fertiggestellten Zahnbürste 10 eine längs um den Griff 18
bzw. die Zahnbürste 10 verlaufende Werkzeugtrennlinie 40 aus. Für ein leichtes Entformen der ausgehärteten Zahnbürste 10 bzw. des Griffs 18 nach dem Spritzgiessen sind die Spritzgusswerkzeughälften vorzugsweise derart ausgebildet, dass die durch sie ausgeformten ebenen Flächenelemente 30 nicht über die Werkzeugtrennlinie 40 hinausragen bzw. diese unterbrechen. Konsequenterweise verlaufen daher Elementkanten 38 auf der Werkzeugtrennlinie 40. Um die Flächenelemente 30, deren Elementkanten 38 die Werkzeugtrennlinie 40 bilden, bei der Entformung nicht zu beschädigen bzw. zu zerkratzen, nehmen diese Flächenelemente 30 einen Entformungswinkel von mindestens 1°, vorzugsweise von mindestens 3° ein.
Um dies zu ermöglichen und gleichzeitig eine Ähnlichkeit von ebenen Flächenelementen 30 auch entlang und über die Werkzeugtrennlinie 40 hinaus zu gewährleisten, sind die der Werkzeugtrennlinie 40 benachbarten Flächenelemente 30 entweder in ihrer Grundfläche verkleinert oder in ihrer Grundform entsprechend angepasst. Zu diesem Zweck können, wie beispielsweise in Fig. 2 sichtbar, die dreieckigen, ebenen Flächenelemente 30 entlang der Werkzeugtrennlinie 40 jeweils in zwei kleinere, ebenfalls dreieckige Flächenelemente 30 untergliedert sein. Infolge dessen entsteht auch entlang der Werkzeugtrennlinie 40 kein eigentlicher Unterbruch in der sich über die Oberseite 20 und Unterseite 22 des Griffs 18 erstreckenden facettenartigen Anordnung. Allerdings bleibt bei genauer Betrachtung der Seitenflächen 26 die kontinuierliche und in der Darstellung von Fig. 2 in dieser Ausführungsform gradlinig dargestellte Werkzeugtrennlinie 40 zu erkennen. Selbstverständlich kann die Werkzeugtrennlinie 40 in einer alternativen Ausführungsform auch einen beliebigen,
dreidimensionalen Verlauf nehmen. Die benachbarten Flächenelemente 30 werden dementsprechend angepasst. Grundsätzlich bildet die Werkzeugtrennlinie 40 keinen "Fremdkörper", sondern wird als eine Kantenlinie 39, welche aus den Elementkanten 38 gebildet wird, in den Oberflächenabschnitt eingebunden .
Die, wie oben erwähnt, vorzugsweise in einem Spritzgussverfahren hergestellte Zahnbürste 10 kann aus einem Hartmaterial und / oder einem Weichmaterial und / oder einer Kombination aus einem Hartmaterial und einem Weichmaterial gefertigt sein. Vorzugsweise wird ein Hartmaterial verwendet. Als Hartmaterial werden vorzugsweise Kunststoffe aus der Gruppe umfassend Polypropylen (PP), Polyester (PET), Polyethylen (PE), Polystyrol (PS), Styrolacrylnitril (SAN), Polyoxymethylen (POM), Polymethylmethacrylat (PMMA), Acrylbutadienstyrol (ABS) , Polycyclohexandiamethanoltherephtalat (PCT/PCT-A (säuremodifiziert) , PCT-G (glykolmodifiziert ) ) , Polyamid (PA) usw., vorzugsweise SAN, PS oder PET, verwendet. Bevorzugt werden dabei transparente oder transluzente Ausführungen der Materialien genutzt, um in Verbindung mit einer spezifischen Anordnung von Flächenelementen 30 besondere optische Effekte zu bewirken. Die transparenten oder transluzenten Materialen weisen dabei eine Brechzahl von 0,4 - 2,5, vorzugsweise von 0,5 - 2 bzw. eine Lichtdurchlässigkeit nach dem Standard ASTM D1003 von 80% bis 98%, vorzugsweise von 85% bis 95% auf. Das Hartmaterial bildet vorzugsweise eine Grundstruktur der Zahnbürste 10, an welche die Weichmaterialien angespritzt werden.
Als Weichmaterialien werden beispielsweise low density Polyethylen (PE-LD), high density Polyethylen (PE-HD), Polyethylen (PE), gummielastische Werkstoffe, wie Polyurethan (PUR), thermoplastische Elastomere (TPE), Polyvinylchlorid (PVC) usw., vorzugsweise ein thermoplastisches Elastomer (TPE) verwendet. Die Shore A Härten der Weichmaterialien liegen vorzugsweise unter 90. Weichmaterialien werden insbesondere zur Verbesserung der Haptik beispielsweise im Bereich der Daumenauflage 36 und des Griffkörpers 32, etwa bei den Flächenelementen 30 und / oder im Bereich der Elementkanten 38, eingesetzt. Um eine optimale Haptik zu erreichen und ein Ablösen kleiner Segmente aus Weichmaterial zu verhindern, wird der Umstand ausgenutzt, dass das Weichmaterial mit dem Hartmaterial aufgrund des 2- oder Mehrkomponentenspritzgussverfahrens der involvierten Weich- und Hartmaterialien vorzugsweise eine Verbindung eingeht. Darüber hinaus finden die Weichmaterialien Anwendung im Bereich des Kopfes 12 zur Dämpfung von mechanischen Stössen während der Anwendung der Zahnbürste 10 im Mundraum oder bei Reinigungs- bzw. Massageelementen (siehe Bezugszeichen 41 in Fig. 32 und Fig. 33) . Weichmaterialien können darüber hinaus in allen Bereichen der Zahnbürste 10 zur Formung von dekorativen oder zusätzlichen haptischen Elementen genutzt werden.
Die Oberflächen der Flächenelemente 30 können sowohl aus Hart- und / oder Weichmaterial gebildet werden. Um einen optimalen Halteeffekt zu erreichen, wird vorzugsweise mindestens ein Teil der Flächenelemente 30 poliert ausgestaltet. Dazu muss natürlich die entsprechende, erzeugende Spritzgusswerkzeugfläche ebenfalls poliert ausgestaltet sein.
Um die Haptik von Oberflächen, welche nicht mit Flächenelementen 30 versehen sind, ebenfalls zu verbessern, können diese eine erodierte, d.h. nicht polierte, Oberflächenstruktur aufweisen.
In einer nicht dargestellten Ausführungsform werden einzelne Flächenelemente 30 oder Abschnitte der GriffOberfläche mit Flächenelementen 30 bestehend aus Hartmaterial von Oberflächenabschnitten aus Weichmaterial, die vorzugsweise eine kontinuierlich-glatte Oberfläche bilden, umgeben. Selbstverständlich ist auch der umgekehrte Fall möglich, wo Flächenelemente 30 aus Weichmaterial von kontinuierlich-glatten
Oberflächenabschnitten aus Hartmaterial umgeben sind.
Die beispielsweise in den Figuren 15, 26 und 27 gezeigten Borsten 14 sind vorzugsweise aus Polyamid (PA) oder
Polyester (PBT) hergestellt. Sie können im Borstenfeld mit gummielastischen Reinigungs- bzw. Massageelementen 41
(siehe Fig. 32 und Fig. 33) aus einem der oben genannten
Weichmaterialien ergänzt sein. Die Borsten 14 weisen vorzugsweise einen runden Querschnitt auf, der bei zylindrischen Borsten 14A über ihre gesamte Länge wenigstens nahezu konstant ist, oder sie können als zugespitzte Borsten 14B mit einem gegen ihr freies Ende abnehmenden Querschnitt ausgebildet sein. Dabei nimmt der Durchmesser der zugespitzte Borsten 14B im Wesentlichen über die freien 8 mm bis zum Borstenende im Wesentlichen linear ab.
Für eine verbesserte Haptik und Optik der Zahnbürste 10 können einzelne Flächenelemente 30 oder Elementkanten 38 mit unterschiedlichen Oberflächenrauigkeiten ausgestattet
sein. Zu diesem Zweck sind im Spritzgusswerkzeug die betreffenden Wandabschnitte beispielsweise hochglanzpoliert, erodiert, aufgeraut oder sandgestrahlt so dass sie einen Rauhigkeitswert nahe 0 aufweisen oder mit einer Oberflächenrauhigkeit zwischen Rz = 6,3 und 25 ausgestattet sind.
Weiterhin ist es möglich die ganze Zahnbürste 10 oder vorzugsweise nur Oberflächenabschnitte beziehungsweise einzelne Flächenelemente 30, Elementkanten 38 oder Kantenlinien 39 der Zahnbürste 10 z.B. galvanisch mit einem Metall, beispielsweise Nickel, Chrom, Silber oder Gold, zu beschichten. Selbstverständlich können auch andere Verfahren zur metallischen Beschichtung eingesetzt werden, wie z.B. eine Prägung mittels metallischer Transferfolie, Sputtern, Plasmabeschichten, Heissprägen oder Decal Verfahren. Falls an den Oberflächen Lichtreflexionen vorgesehen sind, wird die metallisch beschichtete Oberfläche vorzugsweise auf einem kontinuierlichen, glatten Oberflächenabschnitt auf der gegenüberliegenden Griffseite eines mit Flächenelementen 30 versehenen Oberflächenabschnittes angebracht. Der Bereich der Veredelung oder der Veränderung der Oberflächenrauhigkeit hat im Bereich der Elementkanten 38 symmetrisch zur Kante eine Breite von jeweils zwischen 0.05 mm und 1 mm, vorzugsweise von 0.1 mm bis 0.5 mm. Die Beschichtung dient dem Schutz der KunststoffOberflächen vor einem Zerkratzen bzw. dem Verschleiß sowie auch dekorativen Effekten Es ist ebenfalls möglich innerhalb eines Flächenelemente 30 aufweisenden Oberflächenabschnittes einige Flächenelemente 30 aus Hartmaterial mit Weichmaterialien, beispielsweise zur Bildung von hervorstehenden Noppen oder generell zur
Verbesserung der Haptik oder der Optik, zu überdecken, um dadurch eine bessere Griffigkeit zu vermitteln. Ebenso ist es möglich, einzelne Flächenelementen 30 durch konkave
Ausnehmungen oder konvexe Ausstülpungen zu ersetzen.
Wie in Fig. 1 bis Fig. 3 gezeigt, ist zwischen dem Griffkörper 32 und der Daumenauflage 36 ein verjüngter vorderer Griffteil 42 mit einer stetig glatten Oberfläche ausgeformt. Der Übergang zwischen dem vorderen Griffteil 42 und dem Griffkörper 32 kann, diskontinuierlich, wie in den Figuren gezeigt, oder alternativ auch kontinuierlich erfolgen. Auch die Oberfläche des vorderen Griffteils 42 kann mit ebenen Flächenelementen 30 ausgestattet sein, so dass die facettenartige Oberfläche des Griffs bis direkt vor die Daumenauflage 36 reicht. Es ist ebenso möglich, die facettenartige Anordnung der Flächenelemente 30 soweit auszudehnen, dass sie die Daumenauflagefläche 44 mit umschliesst .
Wie bereits oben erwähnt, weist die Daumenauflage 36 auf der Oberseite 20 der Zahnbürste 10 eine rosettenartige Vertiefung 34 auf. Die in der rosettenartigen Vertiefung 34 ausgebildeten ebenen Flächenelemente 30 können gleichartig, ähnlich oder verschieden von den Flächenelementen 30 des Griffkörpers 32 ausgebildet sein. Die rosettenartige Vertiefung 34 ist von einer elliptischen, stetig glatten Daumenauflagefläche 44 umgeben. Die auf die Oberseite 20 projizierte Länge der Hauptachse der elliptischen Daumenauflagefläche 44 beträgt zwischen 16 mm und 23 mm, vorzugsweise zwischen 18 mm und 21 mm. Die Länge der auf die Oberseite 20 projizierte Nebenachse beträgt zwischen 8 mm und 15 mm, vorzugsweise zwischen 10,5 mm bis 13,5 mm. Selbstverständlich kann die
Vertiefung 34 auch grösser gewählt werden, insbesondere im Sinne eines Steuerelements 37 wäre es sinnvoll die Vertiefung 34 in einer Grosse zu wählen in die der Daumen des Benutzers mindestens teilweise in die Vertiefung 34 eingeführt werden kann. Zu diesem Zweck kann die Vertiefung 34 auch eine ovale, mit Flächenelementen 30 versetzte, Grundform aufweisen
Auf der Unterseite 22 ist, wie in Fig. 3 gezeigt, gegenüberliegend der Daumenauflage 36 auf der Oberseite 20, eine vorzugsweise ebene Dekorfläche 46 ausgebildet, welche vorzugsweise dieselben Dimensionen besitzt wie die Daumenauflagefläche 44. Die Dekorfläche 46 ist vorzugsweise mindestens teilweise mit einem flächigen Dekorelement 47, beispielsweise einer Farbfolie, Bildfolie, Metallfolie, einer Darstellung mittels Tampondruck oder Siebdruck, einer Etikette, einem Klebebild usw. ausgestattet. Das Dekorelement 47 kann beispielsweise aus einer Gold- oder Silberbeschichtung oder einem andersfarbigen Hart- und / oder Weichmaterial gebildet sein, welches während dem Spritzgiessen angespritzt wird. Es sind ebenfalls räumlich ausgedehnte Dekorelemente 47, wie stärkere Metallfolien, Metallstücke oder Metallringe denkbar, die dann teilweise oder vollständig in den Griff 18 integriert, d.h. in einer Ausnehmung angebracht sind, um einen ebenen Verlauf der Dekorfläche 46 auf der Unterseite 22 zu ermöglichen. Die Ausnehmung hat in diesem Fall eine Tiefe von 0.1 mm bis 1 mm, vorzugsweise von 0.3 mm bis 0.7 mm.
Die ebene Dekorfläche 46 auf der Unterseite 22 der Zahnbürste 10 wird vorzugsweise mit einem flächigen kreisrunden oder ovalen farbigen Element ausgestattet. Das
kreisrunde Element hat einen Durchmesser von 7 mm bis 12.5 mm, vorzugsweise jedoch von 8.5 mm bis 11 mm. Weiter ist es möglich für das Dekorelement 47 ähnliche Formen zu nutzen wie für die Flächenelemente 30 auf dem Griff 18 oder in der rosettenartigen Vertiefung 34.
Im Bereich um die rosettenartigen Vertiefung 34 und / oder die Daumenauflagefläche 44 kann, falls beidseitig eine Vertiefung ausgeformt ist, auf der Oberseite 20, wie auch auf der Unterseite 22 ein ringförmiges Dekor aufgebracht sein, welches die Vertiefung bzw. die Vertiefungen umringt. Die Breite dieses Rings beträgt, radial gemessen, zwischen 0.1 mm und 2 mm, vorzugsweise 0.1 mm bis 1.5 mm.
Teile der elliptischen Daumenauflagefläche 44, der rosettenartigen Vertiefung 34, der Dekorfläche 46 oder auch einzelne Flächenelemente 30 können einerseits mit einer besonders geringen Oberflächenrauigkeit oder mit einer höheren, vorher spezifizierten Rauigkeit versehen sein. Zu diesem Zweck sind die Spritzgusswerkzeuge an den entsprechenden Stellen hochglanzpoliert und weisen einen Rauigkeitswert nahe 0 auf oder sie werden mit einer Oberflächenrauigkeit zwischen Rz = 6,3 und 25 ausgestattet .
Im Bereich der Daumenauflagefläche 44 und der Dekorfläche 46 befindet sich vorzugsweise eine grossere, rings um die Längsachse des Griffs 18 umlaufende Fläche mit höherer Rauigkeit. Auf die Werkzeugtrennlinie 40 bezogen misst dieser Bereich zwischen 11 mm und 22 mm, vorzugsweise 14 mm bis 19 mm, während die Daumenauflagefläche AA und die Dekorfläche 46 auf einer Breite von 0.3 mm bis 3 mm,
vorzugsweise 0.4 mm bis 2.5 mm von diesem Bereich umgeben sind.
Neben einer kontinuierlich-ebenen Ausgestaltung der
Unterseite 22 im Bereich der Daumenauflage 36 ist es ebenfalls möglich, auf der Unterseite 22 eine Vertiefung
34 ähnlich der Vertiefung 34 auszubilden. In diesem Fall befindet sich im Bereich der Daumenauflage 36 auf beiden
Seiten eine vorzugsweise ähnliche Vertiefung 34, die symmetrisch zueinander angeordnet sind, wodurch die Distanz zwischen ihren jeweiligen tiefsten Punkten minimiert wird.
Weiterhin ist es möglich, den Griff 18 mit einer Prägebzw. Beschriftungsfläche auszustatten. Die Präge- bzw. Beschriftungsfläche ist vorzugsweise an der kontinuierlich glatten Oberfläche auf der Unterseite 22 oder der Oberseite 20 des vorderen Griffteils 42 angebracht. Die Prägung bzw. Beschriftung kann mittels Prägen, Bildfolienprägen oder Bedrucken (Tampondruck oder Siebdruck) erfolgen. Mittels der Prägung wird vorzugsweise eine Silberfolie aufgebracht. Weiter ist es möglich Goldoder andere Metallfolien, Farbfolien, Bildfolien oder eine Etikette aufzutragen. Die Prägung oder Beschriftung kann beispielsweise auch, als positiv oder negativ gestaltete Form, in der Oberfläche des Griffs 18 integriert gestaltet sein. Eine positive Gestaltung der Form erfordert ein von der Oberfläche versenktes Feld, aus welchem die Form hervorsteht. Eine negative Form ist gemäss ihrer Form vertieft. Die Tiefe des Feldes oder des Schriftzuges beträgt zwischen 0.1 mm und 1 mm, vorzugsweise zwischen 0.2 mm und 0.5 mm. In beiden Fällen ist die Formung des
Schriftzugs bereits im Spritzgusswerkzeug realisiert, was keine zusätzlichen Bearbeitungsschritte erfordert.
Zwischen den Flächenelementen 30 am Griff 18 können eine oder mehrere, vorzugsweise eine, grossere, kontinuierlich- glatte, ebene Teilfläche bzw. Teilflächen ausgestaltet sein, um die Prägung beziehungsweise Beschriftung realisieren zu können. Wenn eine Applikation der Beschriftung mittels der obigen Verfahren nicht möglich ist, können auch Dekorelemente aufgeklebt werden. Dazu können in einem Oberflächenabschnitt der mit Flächenelementen 30 ausgestattet ist auch eine oder mehrere inselartige Oberflächenabschnitte (auch kurz Inseln) mit einer kontinuierlich-glatten Oberfläche vorgesehen sein.
Die Länge der Prägefläche in Längsachsenrichtung des Griffs 18 beträgt 17 mm bis 25 mm, vorzugsweise 19 mm bis 23 mm. Die Breite, rechtwinklig zur Länge beträgt 1.5 mm bis 7 mm, vorzugsweise 3 mm bis 5 mm. Die dem freien Ende des Griffs 18 zugewandte Seite der Prägefläche hat vom freien Ende einen Abstand von 55 mm bis 85 mm, vorzugsweise von 65 mm bis 75 mm.
Bei Verwendung von transparenten oder transluzenten Materialien für den Griff 18 ist die Prägung bzw. die Beschriftung durch den Griff 18 hindurch wenigstens näherungsweise sichtbar. Aufgrund spezifischer Anordnungen von Flächenelementen 30 kann es für einen Betrachter durch optische Reflexionen und Brechungen zu einer scheinbaren Verzerrung, Vergrösserung oder Verkleinerung der Prägung bzw. Beschriftung kommen. Besonders bevorzugt kann es
durch die Reflexionen zu einer optischen Vervielfachung der Beschriftungen oder anderer optischer Elemente kommen.
Wie in Fig. 4 gezeigt, weisen Schnittlinien 48 eines
Längsschnitts durch den mit ebenen Flächenelementen 30 ausgestatteten Griff 18 wenigstens abschnittsweise einen konkav-konvexen Verlauf auf. Bei der Darstellung in Fig. 4 liegt die Längsachse des Griffs 18 in der gewählten
Längsschnittebene. Je nach der Ausdehnung der facettenartigen Anordnung von Flächenelementen 30 und nach der näherungsweisen Form des Griffs 18 wiederholt sich der konkav-konvexen Verlauf periodisch.
Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch den Griffkörper 32 der in Fig. 1 bis Fig. 4 gezeigten Zahnbürste 10. Der Querschnitt weist eine elliptisch-abgerundete Grundform auf, welche durch die gradlinige Schnittlinien 48 von zwölf ebenen Flächenelementen 30 angenähert ist. Jeweils radial aussen von den Schnittlinien 48 sind in Blickrichtung von Fig. 5 weitere Elementkanten 38 sichtbar. Da bei der gezeigten Ausführungsform die Flächenelemente 30 gleichschenklige Dreiecksgrundflächen besitzen, bilden die in Blickrichtung hinter der Schnittfläche liegenden Elementkanten 38 jeweils Dreiecksspitzen 49 aus, die mittig bezüglich den angeschnittenen Flächenelementen 30 sichtbar sind.
In einer nicht dargestellten Ausführungsform kann der Griff 18 zusätzlich auch mit einem Hohlraum, der bei der Herstellung beispielsweise mittels eines Formkerns oder eines Deckelelements ausgeformt wird, vorgesehen sein. Dabei kann die im Hohlraum liegende Oberfläche ebenfalls
wenigstens teilweise mit - in diesem Fall innenliegenden - Flächenelementen 30 ausgestattet sein.
Fig. 6 zeigt einen weiteren Querschnitt durch die in Fig. 1 bis Fig. 5 gezeigte erfindungsgemässe Zahnbürste 10. Die Schnittsebene verläuft dabei durch das Zentrum der rosettenartigen Vertiefung 34 der Daumenauflage 36, senkrecht zur Längsachse des Griffs 18. Die rosettenartige Vertiefung 34 ist in Fig. 7 als vergrösserter Ausschnitt dargestellt. Der mit Material gefüllte Teil des Griffs 18 ist schraffiert dargestellt. Auf der Oberseite 20 bildet die Vertiefung 34 eine komfortable Aufnahme für den Daumen des Benutzers und kann damit als Steuerelement 37 eingesetzt werden. Die Oberfläche der rosettenartigen Vertiefung 34 ist ebenfalls durch Flächenelemente 30 gebildet. Die Position der Vertiefung 34 am Griff 18 legt dem Benutzer nahe, die Zahnbürste 10 auf eine besonders vorteilhafte Art und Weise zu ergreifen und putztechnisch optimal zu führen. Alternativ kann die rosettenartige Vertiefung 34 auch mit andersartigen konkaven und / oder konvexen Oberflächenelementen versehen sein.
Die rosettenartige Vertiefung 34 ist auf der Zahnbürste 10 so angeordnet, dass sie vom freien Ende der Zahnbürste 10 zwischen 50 mm und 140 mm, vorzugsweise 95 mm bis 115 mm, entfernt ist. Die verbleibende Materialstärke des Griffs 18 zwischen dem tiefsten Punkt der rosettenartigen Vertiefung 34 und der gegenüberliegenden Unterseite 22 beträgt 4 mm bis 8 mm, vorzugsweise 5.5 mm bis 7 mm.
Anstelle der rosettenartigen Vertiefung 34 kann auch ein beispielsweise radial vom eigentlichen Griff 18 abstehendes, mit Flächenelementen 30 besetztes,
Geometrieelement 51, wie in den Figuren 8, 40 und 45 gezeigt, eingesetzt werden. Dieses Geometrieelement 51 kann mindestens annähernd beispielsweise die Form einer Kugel bzw. eines Ellipsoides (Figuren 8, 43 und 45), eines Kegels, eines Prismas (mit dreieckigem Querschnitt siehe Fig. 44, mit viereckigem Querschnitt siehe Figuren 40 und 41, mit fünfeckigem Querschnitt siehe Fig. 42) oder eines Zylinders einnehmen. Dieses Geometrieelement 51 dient wiederum als Steuerelement 37, um dem Benutzer optimale Haltepositionen vorzugeben. In dieser alternativen Ausgestaltungsvariante kann dieses als Steuerelement 37 dienende Geometrieelement 51 nicht nur in der vorderen Griffhälfte oder im Übergang vom Griff 18 zum Hals 16 positioniert sein, sondern auch in der hinteren Griffhälfte oder direkt am freien Griffende (siehe Figuren 8 und 40 bis 45) .
In Fig. 7 ist eine Draufsicht auf die hier freigestellte rosettenartige Vertiefung 34 dargestellt. Die ebenen Flächenelemente 30 der rosettenartigen Vertiefung 34 weisen drei-, vier- und fünfeckige Grundflächen auf, die eine gewisse Ähnlichkeit zu den in Fig. 1 bis Fig. 3 gezeigten ebenen Flächenelementen 30 des zugehörigen Griffkörpers 32 haben. In verschiedenen Bereichen des Griffs 18 werden somit vorzugsweise ähnliche Grundflächen, insbesondere Dreiecksflächen, ausgebildet. Auf diese Weise wird bei einem Betrachter der Eindruck von einer gesamthaft diamantartigen Ausgestaltung erweckt. Neben den beschriebenen Grundformen der ebenen Flächenelemente 30 für die Vertiefung 34 ist es auch möglich, n-eckige, kreisförmige oder elliptische oder aus n-eckigen, kreisförmigen oder elliptischen Grundflächen zusammengesetzte Grundformen zu verwenden.
Hervorgerufen durch die winklige Anordnung der Flächenelemente 30 in der rosettenartigen Vertiefung 34 werden bei der Verwendung von transparenten oder transluzenten Griffmaterialien besondere optische Effekte erzielt und insbesondere die auf oder nahe der Unterseite 22 angebrachte Dekorfläche 46 erscheint einem Betrachter optisch verändert. Alternativ zu einer rosettenartigen Ausbildung der Vertiefung 34 können natürlich auch andere Arten von Flächenelementen 30 ausgeformt sein, die sowohl eben aber auch konkav oder konvex ausgeformt und mit einer rauen oder hochglänzenden bzw. beschichteten Oberfläche ausgestattet sein können. Anstelle einer rosettenartigen Vertiefung können die Flächenelemente 30 auch als radial abstehende Erhöhung ausgebildet werden.
In Fig. 8 ist eine weitere Ausführungsform eines Griffkörpers 32 gezeigt. Dabei ist der Griffkörper 32 nahe seinem freien Endbereich mit einer umlaufenden Griffkörperverjüngung 50 ausgestattet, was dem freien Endbereich des Griffkörpers 32 eine nahezu kugelförmige Gestalt verleiht. Dieses dadurch gebildete Geometrieelement 51 kann, wie bereits vorher beschrieben, als Steuerelement 37 eingesetzt werden. Alternativ können natürlich auch andere einfache oder zusammengesetzte, aber vorzugsweise abgerundete Grundformen, wie beispielsweise Kegel, Zylinder, Kugel, Prisma, Ellipsoide usw. durch die Flächenelemente 30 angenähert sein. Dadurch ist es möglich, im Griff 18 entlang seiner Längsachse verschiedene konkave und / oder konvexe Bereiche auszuformen. Konkave und / oder konvexe Bereiche können beispielsweise vereinzelt an bestimmten Positionen oder um die Längsachse des Griffs 18 umlaufend angeordnet sein. Diese von der Zahnbürstengrundform abgesetzten
Geometrieelemente 51 werden bevorzugt als Steuerelemente 37 eingesetzt. Mittels den Flächenelementen 30 welche an diesen abgesetzten Geometrieelementen 51 aufgebracht sind, werden dem Benutzer bevorzugte Haltepositionen vorgegeben. Es versteht sich, dass in diesem Fall grossere Flächenelemente 30 eingesetzt werden, welche ein komfortables Absetzen der Finger erlaubt. Diese Flächenelemente 30 können eine Grosse von bis zu 150 mm2 aufweisen. Selbstverständlich können diese abgesetzten Geometrieelemente 51 auch ohne Flächenelemente 30 mit im Wesentlichen kontinuierlich glatten Oberflächen im Sinne eines Steuerelements 37 eingesetzt werden. Diese Ausgestaltungsvariante ist jedoch weniger bevorzugt, da dem Benutzer keine optimalen Haltepositionen vorgegeben werden können.
In den Figuren 40 - 45 sind weitere Ausführungsformen von Steuerelementen 37 bzw. von Geometrieelementen 51 beispielhaft dargestellt. Sie sind bei den in den Figuren 43 und 45 gezeigten Ausführungen im Wesentlichen ellipsenförmig und bei den in den Figuren 38 bis 40 und 42 gezeigten Ausgestaltungsvarianten im Wesentlichen prismenförmig (mit dreieckigem Querschnitt siehe Fig. 44, mit viereckigem Querschnitt siehe Figuren 40 und 41, mit fünfeckigem Querschnitt siehe Fig. 42) ausgeformt. Die Kanten der Steuer- bzw. Geometrieelemente 37, 51 können gestuft oder abgerundet sein und der Querschnitt der Steuer- bzw. Geometrieelemente 37, 51 kann sich entlang ihrer Längsachse vergrössern oder verkleinern (siehe Fig. 39) . Die Lage des Geometrieelements 51 auf dem Zahnbürstenkörper ist ebenso beispielhaft, es kann nicht nur in der vorderen Griffhälfte oder im Übergang vom Griff 18 zum Hals 16 positioniert sein, sondern auch in der
hinteren Griffhälfte oder direkt am freien Griffende. Das Steuerelement 37 kann auch bei anderen Ausführungsformen von Zahnbürsten Verwendung finden.
Wie bereits erwähnt, können die ebenen Flächenelemente 30 auch elliptische oder andere gerundete Grundflächen aufweisen. Dabei kann es sich beispielsweise auch um asymmetrisch gerundete Grundflächen handeln. Zwei derartige Ausführungsformen sind ausschnittsweise in Fig. 9 und Fig. 10 gezeigt. Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 9 sind in einem zentralen Längsabschnitt die Mittelpunkte benachbarter elliptischer Flächenelemente 30 jeweils in Reihen rechtwinklig zur Längsachse des Griffs 18 angeordnet. Sie bilden dabei einen Verbund von 3 mal 5 nicht gegeneinander versetzten, elliptischen Flächenelementen 30. Dieser versetzungsfreie Verbund ist umgeben von elliptischen Flächenelementen 30, welche im Gegensatz dazu gegeneinander versetzt angeordnet sind. Bei der Ausführungsform in Fig. 10 sind alle elliptischen Flächenelemente 30 gegeneinander versetzt angeordnet. Alternativ können die Flächenelemente 30 auch gesamthaft versetzungsfrei auf dem Griff 18 angeordnet sein.
Anders als bei oberflächenfüllenden Facettenanordnungen von Flächenelementen 30 mit n-eckiger Grundfläche, wie z.B. bei den in Fig. 1 bis Fig. 3 und in Fig. 8 gezeigten Ausführungsformen, bei denen jeweils eine einzige Grundform bzw. dazu ähnliche Flächenelemente 30 Verwendung finden, sind bei der Nutzung von abgerundeten, beispielsweise elliptischen Grundflächen neben den dominanten, konvex ausgeformten Flächenelementen 30 auch sogenannte untergeordnete Komplementärflächenelemente 52 ausgeformt. Diese Komplementärflächenelemente 52 füllen
den Raum zwischen benachbarten gleichartigen bzw. ähnlichen konvexen Flächenelementen 30 aus und besitzen in der Regel konkave Grundflächen. Neben ebenen Grundflächen können die Grundflächen der Komplementärflächenelemente 52 alternativ auch räumlich gekrümmt sein. Grundsätzlich sind verschiedene Kombinationen von mehreren Typen von Flächenelementen 30 und Komplementärflächenelementen 52 denkbar. Vorzugsweise wiederholen sich Flächenelemente 30 des gleichen Typs mit einer gewissen Symmetrie.
Die facettenartigen Anordnungen ebener Flächenelemente 30 können sich über verschiedene Abschnitte der Zahnbürste 10 bzw. des Griffs 18 erstrecken und dabei sogenannte offene Übergänge 53A, wie in Fig. 11 gezeigt, oder geschlossene Übergänge 53B, wie in Fig. 12 gezeigt, zur umgebenden Oberflächengestaltung bilden. Bei einem geschlossenen Übergang 53A werden die facettenartigen Anordnungen der Flächenelemente 30 durch eine stetige, vorzugsweise durch eine gradlinig umlaufende Umfangslinie 54 begrenzt. Hingegen sind bei einem offenen Übergang 53B die Umfangslinien 54 als unstetige, beispielweise gezackte Begrenzungen eines Oberflächenabschnitts ausgebildet, wobei einzelne bzw. Gruppen von Flächenelementen 30 in die andersartig geformten Oberflächenabschnitte hineinreichen.
Neben ellipsoidartig abgerundeten Grundformen von Griffen 18 bzw. Griffkörpern 32 sind weitere Grundformen, wie z.B. die in Fig. 13 bis Fig. 17 gezeigten, möglich.
Insbesondere kann dabei die Unterseite 22 einer erfindungsgemässen Zahnbürste 10 abgeflacht sein.
Querschnitte durch derartig abgeflachte Griffe 18 sind in Fig. 16 und Fig. 17 gezeigt. Als Schnittbild für die in
Fig. 13 bis Fig. 15 gezeigte Zahnbürste 10 ergibt sich
eine nierenförraig abgerundete Querschnittsfläche. Ebenfalls möglich sind halbmondförmig abgerundete Querschnittsflächen, wie in Fig. 17 gezeigt.
In beiden Fällen kann die vorzugsweise nicht mit ebenen Flächenelementen 30 ausgestattet Unterseite 22 zum Anbringen von Dekorationselementen und / oder Prägungen bzw. Beschriftungen oder Bedruckung genutzt werden. Bei Verwendung eines transparenten oder transluzenten Materials für den Griff 18 können für den Betrachter aufgrund der auf der Oberseite 20 konvex und auf der Unterseite 22 konkav gekrümmten oder im Wesentlichen ebenen Oberfläche optische Verzerrungen, Vervielfachungen, Verkleinerungen oder Vergrösserungen der Dekorationselemente und / oder Prägungen bzw. Beschriftungen bewirkt werden. Der Vergrösserungeseffekt aufgrund des besonderen Querschnittes kann auch in Griffbereichen ohne Flächenelemente 30 eingesetzt werden.
Wie bereits erwähnt, können Dekorelemente 47 der Zahnbürste 10 sowohl flächig als auch voluminös, abstehend ausgebildet sein. Die Dekorelemente 47 sind, wie bereits erwähnt, mit Flächenelementen 30 im Sinne der Erfindung besetzt. Beispiele von im Bereich des Griffs 18 bzw. des Halses 16 angeordneten voluminösen, abstehenden Dekorelementen 47, welche Grundformen von Flächenelementen 30 des Griffs 18 erneut aufnehmen, sind in Fig. 18 bis Fig. 23 gezeigt. Insbesondere werden dabei dreieckige oder kristallartig-sechseckige Grundformen verwendet.
Die Dekorelemente 47 können herausgewölbt oder eingelassen bzw. vertieft sein. Sie können zudem symmetrisch bezüglich einer Längsmittelebene 24, wie in Fig. 18 bis Fig. 22
gezeigt, oder asymmetrisch bezüglich der Längsmittelebene 24, wie in Fig. 23 gezeigt, angeordnet sein. Insbesondere durch ausnehmungsartige Dekorelemente 47, wie beispielsweise in Fig. 18 oder 21 gezeigt, oder durch hervorstehende Dekorelemente 47, wie beispielsweise in Fig. 20 oder Fig. 23 gezeigt, können elastische Eigenschaften der Zahnbürste 10 beeinflusst werden.
Hervorstehende Dekorelemente 47 können einer besseren Auflage der Hand des Benutzers auf dem Griff 18 dienen. Bei herausgewölbten oder vertieften Dekorelementen 47 wird die Oberfläche zusätzlich strukturiert und damit die Gefahr des Abrutschen von einzelnen Fingern bzw. der Hand des Benutzers von der Zahnbürste 10 vermindert. Insbesondere können, wie in Fig. 18, Fig. 19, und Fig. 23 gezeigt, die Dekorelemente 47 Kanäle 55 ausformen, um Flüssigkeiten zwischen der Zahnbürste 10 und den Fingern bzw. der Hand des Benutzers abzuleiten, und dadurch ebenfalls die Gefahr des Abrutschens zu vermindern. Die Dekorelemente 47 weisen gleiche oder ähnliche Formen, wie die Flächenelemente 30, welche bereits am Griff 18 angeordnet sind, auf. Sie stellen zusätzliche Bezugspunkte zum Führen der Zahnbürste 10 dar. Vorzugsweise sind die Dekorelemente 47 im mittleren und / oder im kopfseitigen vorderen Drittel der Zahnbürste 10 platziert.
Die Dekorelemente 47 sind aus einem Hart- und / oder einem Weichmaterial bzw. einer Kombination aus Hart- und Weichmaterialen gebildet. In den Figuren 18, 19, 21 und 22 sind Dekorelemente 47, welche beispielsweise aus Weichmaterialien geformt sein können, mit dem Bezugszeichen "56" versehenen. Es ist ebenfalls möglich einzelne voluminös, abstehende Dekorelemente 47 aus
Hartmaterial in eine Oberfläche aus kontinuierlich glattem Weichmaterial einzubetten.
Die erfindungsgemässe Zahnbürste 10 ist auf der Unterseite 22 des Kopfes 12 optional mit einem Zungenreiniger 57 ausgestattet. Bei einer schabenden Bewegung des auf der zu putzenden Zunge aufliegenden Zungenreinigers 57 bewirkt die Wechselwirkung zwischen Kanten des Zungenreinigers 57 mit der zu putzenden Zunge einen Reinigungseffekt. Der Zungenreiniger 57 kann beispielsweise mit einer rauen Oberflächenstruktur oder mit hervorstehenden bzw. eingelassenen Zungenreinigerelementen 58, wie in Fig. 24 und 25 gezeigt, ausgebildet sein. Der Zungenreiniger 57 ist aus Hart- oder Weichmaterial oder einer Kombination aus Hart- und Weichmaterial ausgeformt. Innerhalb eines Zungenreiniger-Bereichs können die verschiedenen Zungenreinigerelemente 58 analog den Dekorelementen 47 bzw. den Elementen 56 aus verschiedenen Materialien / Materialkombinationen ausgeformt sein. Die Zungenreinigerelemente 58 bestehen ebenfalls mindestens teilweise aus Flächenelementen 30.
Bei den in Fig. 24 gezeigten Zungenreinigerelementen 58 handelt es sich um Erhebungen mit einer sechseckigen Grundfläche, die regelmässig auf der Unterseite 22 des Kopfes 12 angeordnet sind. Die hervorstehende Höhe der Zungenreinigerelemente 58 beträgt 0,1 mm bis 0,5 mm, vorzugsweise 0,2 mm bis 0,4 mm. Die Höhe der Zungenreinigerelemente 58 kann auf einer Zahnbürste 10 gleich sein oder zwischen einzelnen Zungenreinigerelemente 58 variieren. Es ist ebenfalls möglich, andersartige Grundflächen, wie beispielsweise regelmässige wie unregelmässige n-Ecke, Kreise oder Ovale für die
Zungenreinigerelemente 58 zu verwenden und / oder die Zungenreinigerelemente 58 unregelmässig auf der Unterseite 22 des Kopfes 12 anzuordnen. Vorzugsweise sind die Grundflächen der Zungenreinigerelemente 58 ähnlich den Grundflächen der am Griff 18 ausgebildeten Flächenelemente 30, wobei deren Grosse untereinander variieren kann. Die Zungenreinigerelemente 58 sind vorzugsweise band- oder streifenartig d.h. als streifenförmiger Oberflächenanteil oder flächig angeordnet. Eine Kombination von mehreren derartigen Bändern und / oder Streifen und / oder Flächen ist ebenfalls möglich.
Natürlich können auch die in Fig. 18 - 23 gezeigten Dekorelemente 47 bzw. Elemente 56 auf der Unterseite 22 des Kopfes 12 angeordnet sein. Dem Benutzer wird damit bereits beim Berühren des Griffes 12 mit der Hand ein entsprechendes Gefühl übermittelt, welches er beim Reinigen der Zunge erwarten kann.
Bei der in Fig. 25 gezeigten Ausführungsform sind die Zungenreinigerelemente 58 rippenartig in nahezu gleichen Abständen quer zur Längsrichtung des Kopfes 12 auf der Unterseite 22 angeordnet. Sie besitzen eine nahezu C-förmige Grundfläche, die aus n-eckigen Elementen zusammengesetzt ist. Die C-förmige Grundfläche ist in Richtung des Halses 16 hin geöffnet. Die freien, vom Kopf 12 abstehenden Endbereiche der Zungenreinigerelemente 58 formen Kanten, welche - wie bereits erwähnt - die Zungenreinigung bewirken. Die einzelnen rippenartigen Zungenreinigerelemente 58 sind in ihrer Form zueinander ähnlich, unterscheiden sich allerdings in ihrer Grosse. Die C-förmige Grundfläche kann auch gerundet geformt werden, wobei das Zungenreinigerelement 58 in diesem Fall
ebenfalls eine runde Endkante / Schaberkante haben kann. Zungenreinigerelemente 58 können beliebig mit den Dekorelementen 47 bzw. den Elementen 56 aus den Figuren 18 bis 23 und den Zungenreinigerelementen 58 aus Fig. 24 kombiniert werden.
In Fig. 26 und Fig. 27 sind zwei Ausführungsformen der Oberseite 20 des Kopfes 12 dargestellt. Die dabei gezeigten Borsten 14 sind vorzugsweise zylindrisch und / oder einseitig zugespitzt und / oder beidseitig zugespitzt. Wie bereits erwähnt, können sie in einem Borstefeld mit Reinigungs- bzw. Massageelementen 41 kombiniert sein. Zur Aufnahme der Borsten 14 ist der Kopf 12 mit Borstenlöchern 60 ausgestattet. Die Borstenlöcher 60 haben einen Durchmesser von 1 mm bis 2 mm, vorzugsweise von 1,4 mm bis 1,8 mm und weisen eine Tiefe von 2,5 mm bis 4,5 mm, vorzugsweise von 3 mm bis 4 mm auf. Die Beborstung des Kopfes 12 erfolgt vorzugsweise mittels konventionellem Stanzen unter Verwendung von Ankerplättchen, kann aber auch mittels eines AFT- (Anchor Free Tufting) oder IMT- (In-Mould Tufting) Verfahrens vorgenommen werden. Bei Verwendung der beiden letztgenannten Verfahren ist es möglich, flächige Borstenbündel zu produzieren. Die flächigen Grundformen dieser Borstenbündel können wiederum ähnlich wie die Grundformen der Flächenelemente 30 gestaltet sein.
Bei der Ausführungsform in Fig. 26 sind vorzugsweise ausschliesslich beidseitig zugespitzte Borsten 14B verwendet. Die in Borstenbündeln zusammenstehenden Borsten 14 erheben sich nahezu senkrecht von der Oberfläche des Kopfes 12. Die Borstenlöcher 60 sind in dieser Ausführungsform so angeordnet, dass nie mehr als zwei
Mittelpunkte von Borstenlöchern 60 auf einer Geraden liegen. In der Draufsicht von Fig. 26 hat der Kopf 12 eine im Wesentlichen rhombische Grundform mit gerundeten Ecken. Im freien Endbereich des Kopfes 12 ist eine Gruppe von 8 Borstenbündeln als abgesetzte Gruppe gestaltet, während die Borstenbündel im halsseitigen Bereich in ihrer Anordnung der Aussenkontur des Kopf 12 angepasst sind. Auf einem derartig gestalteten Kopf 12 sind 28 bis 38 Borstenbündel, vorzugsweise 32 bis 34 Bostenbündel, angebracht.
Der in Fig. 26 dargestellte Kopf 12 hat eine Dicke von 3 mm bis 7 mm, vorzugsweise 4 mm bis 6 mm. Die maximale Breite des Kopfes 12 beträgt 9 mm bis 17 mm, vorzugsweise 12 mm bis 14 mm. Die Länge des Borstenfeldes entlang der Längsachse des Kopfes 12 beträgt 13 mm bis 26 mm, vorzugsweise 20 mm bis 25 mm.
Bei der in Fig. 27 gezeigten Beborstungsvariante sind Borstenbündel mit rein zylindrischen Borsten 14A (in der Darstellung schwarz eingefärbt), die in einer Sechser- und einer Vierergruppe zusammenstehen, von weiteren Borstenbündeln mit zugespitzten Borsten 14B umgeben. Die zylindrischen Borsten 14A sind für eine Flächenreinigung in der Mundhöhle vorgesehen, während die zugespitzten Borsten 14B insbesondere zur Reinigung interdentaler Zwischenräume bestimmt sind. Die Höhe der Borsten 14 über dem Kopf 12 beträgt für die zylindrischen Borsten 14A 7 mm bis 12 mm, vorzugsweise 8,5 mm bis 9,5 mm, bei den zugespitzten Borsten 14B 8 mm bis 14 mm, vorzugsweise 10,5 mm bis 12,5 mm. Wie bereits erwähnt, verringert sich der Durchmesser der zugespitzten Borsten 14B auf rund 8 mm gegen deren freies Ende. Über die verbleibende Länge bis
zum Kopf 12 weisen die Borsten 14B im Wesentlichen einen konstanten Durchmesser auf.
In den Fig. 28 bis 34 sind zwei weitere Ausführungen von Zahnbürsten 10 dargestellt. Sie weisen partiell eine facettenartige Anordnung von Flächenelementen 30 am Griff 18 auf und sind mit einem Zungenreiniger 57, wie vorgängig beschrieben, ausgestattet.
Die in Fig. 28 bis 31 dargestellte Zahnbürste 10 weist dabei beispielhaft im freien Endbereich des Griffs 18 annähernd viereckige Flächenelemente 30 auf, wobei die in Längsrichtung des Griffs 18 verlaufenden Elementkanten 38 mit der Werkzeugtrennlinie 40 zusammenfallen. Selbstverständlich können die Flächenelemente 30, wie in den vorhergehenden Ausführungsvarianten auch, auf einem grosseren Oberflächenanteil angeordnet sein.
Die gezeigte Zahnbürste 10 ist vorzugsweise aus drei Kunststoffkomponenten hergestellt, wobei der Griffkörper 32 mit den Flächenelementen 30 vorzugsweise aus einem glasklar transparenten Material wie PET, besonders bevorzugt aus PCT/PCTA/PCTG oder einem halb-transparenten oder einem transluzenten Hartmaterial, vorzugsweise Polypropylen PP gefertigt ist. Auf der Oberseite 20 und der Unterseite 22 der Zahnbürste 10 ist die Oberfläche des Griffs 18 im Wesentlichen durch ein Weichmaterial und / oder ein weiteres Hartmaterial gebildet. Die entsprechenden Bereiche sind mit dem Bezugszeichen "62" versehen. Eine rosetten- bzw. kristallartige Erhebung 64 ist als Dekorelement 47 im freien Endbereich des Griffes 18 angeordnet und vorzugsweise ebenfalls aus dem zusätzlichen Weich- oder Hartmaterial des sie umgebenden Bereiches 62 geformt.
Insbesondere beim Einsatz eines glasklar transparenten Materials mit im Verhältnis relativ hohen Gestehungskosten, wie PET oder PCT/PCTA/PCTG ist, es sinnvoll transluzente oder opake Volumen- oder Oberflächenanteile 62 mit einem günstigeren Material auszustatten. Diesbezüglich können, wie bereits erwähnt, Hart- oder Weichmaterialien oder eine Kombination von beiden, d.h. mindestens teilweise übereinander liegende Schichten von Hart- und Weichmaterialien, eingesetzt werden. Verschiedene Materialversuche im Mehrkomponentenspritzgussverfahren haben ergeben, dass Polypropylen PP ein ideales Material ist, um die nicht glasklar transparenten Volumen- oder Oberflächenanteile 62 auszufüllen. Der Einsatz von PP in Kombination mit einem glasklar transparenten Material, insbesondere mit PET oder PCT/PCTA/PCTG bietet folgende wesentlichen Vorteile bzw. Anforderungen an eine entsprechende Materialkombination:
1) Ähnliches Schwundverhalten der Materialien, d.h. PP und PET oder PCT/PCTA/PCTG schwinden ähnlich im
Mehrkomponentenverfahren, d.h. es gibt keine oder nur eine unwesentliche Spaltenbildung in der Grenzzone der Materialien, in welche Wasser oder Verunreinigungen eindringen könnten. Die erwähnten Kunststoffe sind teil- kristalline Kunststoffe. Der Schwund liegt im Bereich zwischen 0.8% und 2.5 % vorzugsweise zwischen 1 % und 2 %.
2) Die Materialien verfügen über ähnliche Elastizitätsmodule, d.h. PP und PET oder PCT/PCTA/PCTG verhalten sich ähnlich, falls der Griff 18 im Gebrauch unter Druck verbogen wird. Das Elastizitätsmodul für PP liegt im Bereich zwischen 1300 N/mm2 und 1800 N/mm2, jenes für die erste Komponente im Bereich von 1600 N/mm2 und
2200 N/mm2
3) Keines der Materialien neigt zu Sprödbrüchen, d.h. die erwähnte Materialkombination PP und PET oder PCT/PCTA/PCTG kann auch an dünnen, filigranen Geometrieelementen, wie dem Hals 16 oder dem Kopf 12 eingesetzt werden, ohne dass während dem Gebrauch die Zahnbürste bricht. Diese Eigenschaft ist wesentlich und erlaubt beispielsweise keine Kombination zwischen styrolhaltigen, glasklar transparenten Hartmaterialien, wie PS, SAN oder ABS, mit PP.
4) Gute chemische Resistenz der eingesetzten Materialien: Aufgrund der sehr guten chemischen Resistenz (z.B. gegen Zahnputzmittel, wie Mundwasser, Pfefferminzöl, Isoproyl Alkohol) von PP und PET oder PCT/PCTA/PCTG lässt sich auch eine Kombination der Materialien im Kopf 12 und Hals 16 einsetzen. Diese Eigenschaft ist wieder wesentlich und erlaubt beispielsweise keine Kombination zwischen styrolhaltigen, glasklar transparenten Hartmaterialien, wie PS, SAN oder ABS, mit PP im Hals 16 oder Kopf 12.
5) Eines der Materialien ist ein Poleolefin basierter polarer Thermoplast. Da PP ein Poleolefin basierter Thermoplast ist, gibt es eine Vielzahl von Weichmaterialien, wie thermoplastische Elastomere TPE, insbesondere mit tiefen Shore A Härten unter 50, bevorzugt unter 30, welche mit PP während dem Mehrkomponentenspritzguss eine Verbindung eingehen und somit nach dem Spritzgussprozess über eine exzellente und dauerhafte Haftung zu PP verfügen. Neben den tieferen Shore A Härten welche für diese TPE' s erhältlich sind, sind diese TPE' s auch wesentlich günstiger als TPE' s
welche mit glasklar transparenten, weniger polaren Kunststoffen, wie PET oder PCT/PCTA/PCTG, eine Verbindung eingehen. Zusätzlich kann auch eine wesentlich bessere Haftung zwischen PP und dazu passenden, ein gute Verbindung eingehenden TPE' s erreicht werden.
6) Die Materialkombination erlaubt, dass mindestens ein Teil des Kopfes 12 aus Polypropylen PP besteht. Aufgrund des weiter unten beschriebenen AFT Beborstungsverfahrens Verfahrens, kann es von Vorteil sein die AFT Borstenträgerplatte aus PP herzustellen. Mittels Ultraschallschweissen oder einem anderem geeigneten Verbindungsverfahren wird diese Trägerplatte mit dem Kopf 12 unlösbar verbunden. Aus diesem Grund ist es von grösstem Vorteil, wenn die Trägerplatte und mindestens ein Teil des Kopfes 12, insbesondere die Verbindungsstellen
(z.B. Schweisskante) zwischen Kopf 12 und Trägerplatte 72 aus dem gleichen Material, insbesondere aus Polypropylen, bestehen. Mit dieser Ausgestaltungsvariante könnte nun ein wesentlicher Anteil des Halses 16 oder des Kopfes 12 aus den erwähnten glasklar transparenten Materialen hergestellt werden, ohne den Verbindungsaufbau zur Trägerplatte zu beeinträchtigen.
7) Ein Material kann bei deutlich kleinerem Spritzdruck verarbeitete werden als das andere. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass sich PP bei deutlich geringerem Spritzdruck verarbeiten lässt als PET oder PCT/PCTA/PCTG oder als andere glasklar transparente Materialien. Der Spritzdruck (jeweils abhängig von der Geometrie des Formteils) der ersten Material-Komponente (PET oder PCT/PCTA/PCTG) liegt bei 750 bar bis 1000 bar. Der Spritzdruck der zweiten Material-Komponente (Polypropylen
PP) liegt vorzugsweise in einem Bereich von 500 bar bis 750 bar. Dieser Spritzdruck von Polypropylen PP zusammen mit einer kurzen Nachdruckzeit ist vor allem wünschenswert, wenn ein Teil der Borsten 14 damit umspritzt wird (z.B. beim Inmould Tufting Verfahren IMT oder falls die AFT Trägerplatte zum Verbindungsaufbau mit dem Griff 18 mindestens teilweise umspritzt wird) . Bei zu hohen Nachdruckzeiten kann sich ansonsten die Borstenstellung auf Grund des vorherrschenden Spritzdruckes unerwünscht verändern.
8) Die Materialien verfügen über unterschiedliche Schmelzpunkte und Verarbeitungstemperaturen. Damit beim Mehrkomponentenspritzguss keine Abschwemmungen vorkommen, ist es von Vorteil, wenn das in der Reihenfolge als zweites eingesetztes Material über eine tiefere Verarbeitungstemperatur verfügt als der Schmelzpunkt des ersten eingesetzten Materials. Damit wird beim Überspritzen der ersten, bereits erstarrten Materialkomponente in der Grenzfläche kein Material abgeschwemmt. Das erste Material, PET oder PCT/PCTA/PCTG, besitzt einen Schmelzpunkt im Bereich zwischen 215°C und 2400C und eine Verarbeitungstemperatur im Bereich 2600C bis 2800C. Das zweite Material, Polypropylen, besitzt einen Schmelzpunkt im Bereich zwischen 1500C und 1700C und eine Verarbeitungstemperatur von 1900C bis 2300C.
In diesem Sinn ist erfindungsgemäss auch die Verarbeitungsreihenfolge für die erfindungsgemässe Zahnbürste 10 gegeben: A) Einspritzen des glasklar transparenten Materials insbesondere von PET oder PCT/PCTA/PCTG B) Einspritzen von PP C) Einspritzen eines TPE' s, welches mit PP während dem Spritzguss eine Haftung
eingeht. Eine alternative Reihenfolge ist nicht empfehlenswert, da ansonsten erwähnte Abschwemmungen oder Haftungsprobleme entstehen können.
Der einzige Nachteil, der bei dieser Materialkombination auftritt, besteht darin, dass zwischen PP und PET oder PCT/PCTA/PCTG aufgrund der unterschiedlichen Materialgruppierung und Polarität während dem Mehrkomponentenspritzgussverfahren, im oben erwähnten Sinne, keine Verbindung entsteht. Diesbezüglich ist es notwendig, während dem Spritzguss eine mechanische Verbindung mittels Hinterschneidungen, unlösbaren Materialbrücken und Form- bzw. Kraftschluss aufgrund von Schwindungen des Polypropylens PP auf das PET oder PCT/PCTA/PCTG zu erzeugen. Diese Massnahmen verhindern das Ablösen der PP Materialkomponente auch wenn die Zahnbürste unter Druckbelastung verbogen wird. Dieses Verfahren ist wenigstens teilweise in der WO 00/34022 bezüglich anderen Materialien beschrieben.
In den Figuren 38 und 39 sind beispielhaft und rein schematisch zwei mögliche Querschnitte von
Kunststoffkörpern dargestellt, welche mit der vorgängig beschriebenen Materialkombination aufgebaut werden können.
Fig. 38 zeigt einen Querschnitt, bei welchem auf einer 1.
Hartkomponente (PET oder PCT/PCTA/PCTG) 66 eine 2. Hartkomponente (Polypropylen PP) 68 oberhalb und unterhalb angebracht wird. Die Verankerung der beiden Komponenten
66, 68, die wie beschrieben nicht direkt aneinander haften, wird an einer anderen Stelle in Längsrichtung realisiert. Auf die 2. Hartkomponente 68 wird eine oder mehrere Weichkomponenten 70 aufgetragen, welche an der 2.
Hartkomponente (PP) 68 haften. Fig. 37 zeigt einen
Querschnitt durch einen weiteren Kunststoffkörper bei dem die 1. Hartkomponente 66 einseitig an der 2. Hartkomponente 68 mechanisch verankert ist. Die mechanische Verankerung ist beispielhaft durch eine Schwalbenschwanzverbindung bewirkt. Auf die 2. Hartkomponente ist wiederum Weichmaterial aufgetragen.
Der Einsatz dieser Materialkombinationen ist ein wesentlicher Teilaspekt der Erfindung und kann selbstverständlich auch ohne die Flächenelemente 30 verwendet werden.
Die Beborstung dieser Ausführungsform einer erfindungsgemässen Zahnbürste 10 erfolgt vorzugsweise mittels des erwähnten AFT-Verfahrens, bei welchem eine separate Trägerplatte 72 mit Durchgangslöchern 74 vorzugsweise im Ein- oder
Mehrkomponentenspritzgussverfahren hergestellt wird. Die Borsten 14 werden anschließend durch die Durchgangslöcher 74 hindurch gestoßen und auf der gegenüberliegenden Seite aufgeschmolzen, um einen Schweissbereich in Form eines zusammenhängenden Teppichs aus Borstenschmelze zu bilden, welcher die Borsten 14, bzw. die Borstenbündel verankert. Die Trägerplatte 72 mitsamt befestigter Borsten 14 und integrierter weichelastischer Massage- und Reinigungselemente 41 ist in Fig. 35 dargestellt. In dieser Darstellung ist die Aufschmelzung der Borstenenden zu erkennen. Nach der Verankerung der Borsten 14 wird die Trägerplatte 72 mitsamt den Borsten 14 in eine entsprechende, vorzugsweise passgenaue Ausnehmung 76 im Kopf 12 unlösbar, insbesondere mittels Ultraschallschweißen1, verankert. Die beschriebene Ausnehmung 76 im Kopf 12 ist in der Darstellung von Fig.
36 gezeigt. Die Trägerplatte 72 wird in diese Ausnehmung 76 eingesetzt und verankert. Die Darstellung in Fig. 37 zeigt eine Draufsicht auf die fertige Zahnbürste 10 mit angebrachter Trägerplatte 72. Gestrichelt ist die Grenze eines vorgängig erwähnten Schweissbereichs 78 in der Ausnehmung im Kopf 12 dargestellt. Die an der Trägerplatte 72 angebrachte umlaufende Spitze 80, dient zur Verschweissung der Trägerplatte 72 mit dem Bürstenkörper. Diese findet auf dem Boden der Ausnehmung statt. Aufgrund des AFT Verfahrens und der damit verbundenen Dünnwandigkeit des Kopfes 12 und der darin eingesetzten AFT Trägerplatte 72 sollten keine spröden Materialien eingesetzt werden. Aus diesem Grund kann das, im Zusammenhang mit dem AFT Verfahren bereits bekannte, Polypropylen PP, wie oben beschrieben, für den Verbindungsaufbau zwischen Kopf 12 und Trägerplatte 72 eingesetzt werden.
Alternativ und im Zusammenhang mit der Erfindung besonders bevorzugt, kann aber auch ein glasklar transparenter, nicht spröder Thermoplast, wie PET bzw. PCT/PCTA/PCTG, für den Griff 18 und die Trägerplatte 72 eingesetzt werden. Der Verbindungsaufbau zwischen Griff 18 und Trägerplatte 72 basiert dann natürlich auch auf PET oder PCT/PCTA/PCTG. Dabei können auch andere, vorzugsweise nicht spröde, z.B. styrolhaltige Thermoplaste verwendet werden, welche flexibel biegbar sind. Bei der Wahl eines glasklaren Thermoplasts wird der Kopf 12 mindestens teilweise mit nicht polierten, d.h. mit einer Erodierstruktur versehenen Oberfläche geformt (erhöhte Oberflächenrauhigkeit gegenüber der glasklar transparenten Oberfläche) . Damit wird erreicht, dass der durch das AFT Verfahren bedingte
Borstenschmelzteppich (Schweissbereich 78) nur verschwommen ersichtlich ist.
An der Trägerplatte 72 können gummielastische Reinigungselemente aus Weichmaterial angespritzt sein. Das Weichmaterial geht während dem Überspritzen vorzugsweise eine Verbindung mit dem glasklar transparenten Hartmaterial ein.
In Fig. 32 bis 34 ist eine zur in Fig. 28 bis 31 gezeigten Ausführungsform ähnliche Ausführungsform dargestellt. Im Unterschied zur vorher beschriebenen Zahnbürste 10 ist hier der Grundkörper der Zahnbürste 10, wie auch die Erhebung 64 aus einem transparenten Hartmaterial, vorzugsweise aus SAN, PS, ABS, PET oder PCT/PCTA/PCTG, gefertigt. Auf der Oberseite 20 und der Unterseite 22 sind wiederum Bereiche 62 aus einem Weichmaterial angeformt. Die Beborstung dieser Ausführungsform erfolgt im konventionellen Stanzverfahren mittels Ankerplättchen. Da bei diesem konventionellen Borstenverankerungsverfahren weniger dünnwandige Elemente im Kopf 12 vorgesehen sind, können auch sprödere glasklar transparente Thermoplaste wie PS, ABS oder SAN eingesetzt werden.
Die beiden in den Figuren 28 bis 34 dargestellten Ausführungsformen sind auch im Kopfbereich mit weiteren rosetten- bzw. kristallartigen Erhebungen 64 ausgestattet. Sie erheben sich sowohl auf der Oberseite 20, wo sie das Borstenfeld unterbrechen, als auch auf der Unterseite 22. Vorzugsweise liegen die Erhebungen 64 auf der Oberseite 20 und der Unterseite 22 direkt übereinander und bilden einen monolithischen Einschluss aus einem transparenten oder transluzenten Material. Mit Ausnahme der rosettenartigen
Erhebung 64 auf der Oberseite 20 des Kopfes 12, ist der verbleibende Bereich auf dieser Seite vorzugsweise mit einer Schicht aus Weichmaterial überzogen.
In den Borstenfeldern der beiden letztgenannten Ausführungsformen von Zahnbürsten 10 können zusätzlich bereits erwähnte Reinigungs- bzw. Massageelemente 41 aus Weichmaterial angeordnet sein (siehe Fig. 32 und Fig. 33). Auf der Unterseite 22 des Kopfes 12 ist jeweils ein Zungenreiniger 57 aus Hart- und / oder Weichmaterial ausgeformt. Der Zungenreiniger 57 kann mit Dekorelementen 47, wie beispielsweise vorgängig beschrieben mit einer kristallartigen Erhebung 64 aus Flächenelementen 30, ausgestattet sein.
Alle beschriebenen Ausführungsformen von Griffen 18 mit Flächenelementen 30 können neben der Verwendung an einer manuellen oder auch elektrischen Zahnbürste 10 alternativ auch an anderen Mundhygieneprodukten, wie Zungenreinigern, Interdentalbürsten oder an anderen Körperpflegeprodukten, wie Haarbürsten, Mascarabürsten, Puderbürsten, Kosmetik- Bürsten im allgemeinen Sinne, Nassrasierern sowie anderen Körperpflege- und Mundhygienegeräten, welche mit einem Behandlungskopf ausgestattet sind, eingesetzt werden. Eine Verwendung ist ebenfalls bei Haushaltsbürsten, wie Wischern, Wischerschaufeln oder Abwaschbürsten möglich.
Wie bereits erwähnt ist neben einer Ausbildung des Griffs 18 als ein Vollkörper ebenfalls eine Ausführungsform als Hohlkörper möglich. Das in diesem Fall verwendete Material ist wiederum vorzugsweise transparent, wodurch gegebenenfalls unter optischen Verzerrungen einen Blick in den Hohlraum gewährt wird. In diesem Fall kann der
vorzugsweise im Inneren des Griffs 18 liegende Hohlraum zur Aufnahme von elektronischen und / oder mechanischen Elementen, wie beispielsweise Batterien und Antriebssystemen für konventionelle elektrische Zahnbürsten oder Vibrations- bzw. Schallzahnbürsten, dienen. Vorzugsweise wird der Hohlraum durch eine zusätzliche Endkappe oder einen Deckel abgedeckt.
Vorteilhafterweise werden die Flächenelemente 30 auch eingesetzt, um optische Effekte im Zusammenhang mit eine aktiven Lichtquelle innerhalb oder außerhalb der Zahnbürste 10 zu erreichen. Dabei können die Flächenelemente 30 als Reflektoren oder Lichtverteiler dienen. Dazu kann zum Beispiel Licht aus einer LED im Griff 18 in den Kopf 12 geleitet werden oder von einer Stelle im Griff 18 an eine andere. Des weiteren ist es möglich eine manuelle Zahnbürste 10 mit einem Hohlraum im Griff 18 zu gestalten, der für die Unterbringung von irgendwelchen Elementen, beispielsweise Zahnpastatuben, genutzt werden kann.
Wie bereits erwähnt, wird eine erfindungsgemässe Zahnbürste 10 vorzugsweise in einem Spritzgussverfahren hergestellt. Der Eintrag des Kunststoffes erfolgt auf der Unterseite 22 der Zahnbürste 10 über einen Anspritzpunkt in der facettenartigen Anordnung entweder auf einem Flächenelement 30 oder vorzugsweise auf einer Elementkante 38. Der Anspritzpunkt liegt 7 mm bis 16 mm vorzugsweise 8 mm bis 14 mm vom freien Ende des Griffs 18 entfernt auf der Längsmittelachse der Zahnbürste 10.
Zum Ausstossen einer erhärteten Zahnbürste 10 aus einem Spritzgusswerkzeug sind an diesem 2 bis 4, vorzugsweise 2
Ausstosser angeordnet. Die Ausstosser drücken das erhärtete Produkt vorzugsweise an glatten, kantenfreien Stellen, vorzugsweise im Bereich des Halses 16 und im Bereich des verjüngten vorderen Griffteils 42 der Zahnbürste 10 aus der/den Spritzgusswerkzeughälften.
Die Anbringung von Dekorelementen 47 an der Zahnbürste 10 erfolgt in einem weiteren Arbeitsschritt, vorzugsweise direkt auf einer Spritz- oder Stanzmaschine durch Anspritzen einer oder mehrerer weiterer Hart- und / oder Weichmaterialien. Die Dekorelemente 47 können aber auch integraler Bestanteil der Hartkomponente sein und im gleichen Arbeitsgang wie die Hart- oder Weichkomponente des Griffes 18 gebildet werden.
Die einzelnen Figuren und Beschreibungen können selbstverständlich miteinander kombiniert und die beschriebenen Elemente auf dem Produkt umplatziert werden ohne den Umfang der Erfindung zu verlassen.