Verfahren zum Aufbringen einer porösen Glasschicht
Beschreibung der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen einer porösen Glasschicht sowie ein Verbundmaterial mit einer porösen Glasschicht.
Hintergrund der Erfindung
Die Erzeugung poröser Glasschichten auf einem Substrat ist bekannt. So beschreibt die EP 708 061 (Yazawa et al . ) die
Erzeugung einer porösen Glasschicht durch ein Ätzverfahren.
Bekannte Ätzverfahren zum Erzeugen poröser Glasschichten haben den Nachteil, dass sie sehr aufwendig sind. So sind mehrere Verfahrensschritte zur Erzeugung einer porösen
Glasschicht nötig. Zum anderen kann der Porositätsgrad der Glasschicht nicht beliebig eingestellt werden. Darüber hinaus ist der Porositätsgrad einer geätzten Glasschicht zumeist nicht sehr homogen, in der Regel nimmt die Porosität der Schicht mit zunehmender Tiefe ab. Es lassen sich mit Ätzverfahren auch keine dickeren Schichten herstellen .
Aufgabe der Erfindung
Der Erfindung liegt dem gegenüber die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Aufbringen zumindest einer porösen
BESTATIGUNGSKOPIE
Glasschicht bereitzustellen, welches möglichst einfach und kostengünstig ist.
Weiter ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren bereitzustellen, das es ermöglicht in einer Anlage Glasschichten mit unterschiedlichen Porositätsgraden bereitzustellen. Es sollen Glasschichten unterschiedlicher Dicke und unterschiedlicher Porosität bereitgestellt werden können .
Der Porositätsgrad soll über die gesamte Schichtdicke einstellbar sein, so dass es auch möglich ist, Schichten mit einer im Wesentlichen homogenen Porosität oder einer sich gezielt graduell ändernden Porosität aufzubringen.
Weiter ist Aufgabe der Erfindung, ein Verbundmaterial bereitzustellen, welches nanostrukturiert ist und optisch oder chemisch aktive Eigenschaften aufweist.
Die Aufgabe der Erfindung wird bereits durch ein Verfahren zum Aufbringen poröser Glasschichten sowie durch ein Verbundmaterial gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind den jeweiligen Unteransprüchen zu entnehmen.
Allgemeine Beschreibung der Erfindung
Die Erfindung sieht ein Verfahren zum Aufbringen poröser Glasschichten vor, wobei ein Substrat und eine
Materialquelle bereitgestellt wird und mittels eines PVD- Verfahrens auf dem Substrat eine Glasschicht mit einem Porositätsgrad von über einem Prozent abgeschieden wird.
Weiterhin sieht die Erfindung ein Verfahren zum Aufbringen von Glasschichten vor, welches die folgenden Schritte umfasst: Bereitstellen zumindest eines Substrats, Bereitstellen zumindest einer Materialquelle und Abscheiden zumindest einer porösen Glasschicht. In einer Ausführungsform wird die poröse Glasschicht mit einem Porositätsgrad von über einem 1 % abgeschieden. Vorzugsweise wird dabei die poröse Glasschicht mittels eines PVD-Verfahrens, insbesondere mittels Verdampfens, auf dem Substrat abgeschieden.
Die Erfinder haben herausgefunden, dass es mittels eines PVD (Physical Vapor Deposition) -Verfahrens möglich ist, poröse Glasschichten abzuscheiden. Ein solches
PVD-Verfahren lässt sich in einem Prozessschritt durchführen und ist wesentlich weniger aufwendig als herkömmliche Ätzverfahren. Zudem kann beim PVD-Verfahren die Porosität der Glasschicht gezielt gesteuert werden. So ist es möglich, eine Glasschicht mit einer im
Wesentlichen homogenen Porosität aufzubringen, wohingegen bekannte Ätzverfahren zumeist Porositätsgrade haben, die von Substratseite zur Außenseite hin zunehmen.
Die poröse Glasschicht ist bevorzugterweise als
Funktionsschicht ausgebildet. Einschlüsse von Hohlräumen in abgeschiedenen Glasschichten sind nach dem bekannten Stand der Technik nicht erwünscht. Die Erfinder haben dagegen herausgefunden, dass eine Schicht bereit gestellt werden kann, die wegen der Porosität als Funktionsschicht dient, also die Porosität bestimmte Funktionen der Schicht, die im Folgenden näher beschrieben werden, erst ermöglicht.
Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, gezielt Gradientenschichten, also Schichten mit einem
Porositätsgrad, der sich gezielt von außen nach innen ändert, zu erzeugen. Insbesondere ist gemäß der Erfindung vorgesehen, Schichten mit einer hohen Anfangsporosität auf Substratseite und einer geringeren Porosität auf der Außenseite zu erzeugen.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich für nahezu alle Arten von Substraten, insbesondere können auch KunststoffSubstrate verwendet werden. Mittels eines PVD- Verfahrens ist möglich, auch größere Substrate, wie Fenster, Displays etc. zu beschichten. Dies kann in bevorzugter Weise in Durchlaufanlagen erfolgen.
Als Materialquelle wird ein Glastarget bereitgestellt. Das Glas kann beispielsweise durch Verdampfung, beispielsweise durch Elektronenstrahlverdampfung, oder durch Sputtern in die Gasphase überführt werden und scheidet sich dann auf dem Substrat ab.
Unter anderem über die Abscheiderate und über den Druck in der Anlage kann der Porositätsgrad der sich abscheidenden Schicht gesteuert werden. In der Regel führen dabei höhere Abscheideraten und/oder ein höherer Partialdruck zu höheren Porositäten.
Über die Zusammensetzung des Restgases lassen sich weiter spezielle Eigenschaften der Schicht, wie z.B. Haftfähigkeit auf Kunststoff oder auch Funktionseigenschaften, eingestellt werden.
An sich dem Fachmann bekannte Abscheideverfahren mittels Elektronenstahlverdampfung haben den Vorteil, dass sich die Substrattemperaturen sehr niedrig halten lassen und sich auch Substrate aus einem Polymermaterial beschichten lassen. Die geringe thermische Belastung durch das
Verdampfen ermöglicht zudem die Anwendung von photolithographischen Techniken und dabei insbesondere die Anwendung eines wärmeempfindlichen Photolacks oder Photoresists . Somit können dann auch einzelne Schichten aus porösem Glas strukturiert aufgebracht werden. Dies umfasst das einmalige oder mehrmalige Ausführen der nachfolgenden Verfahrensschritte aus Beschichten eines Substrates mit einer photosensitiven Resistschicht , photolithographisches Strukturieren der aufgebrachten Resistschicht, Beschichten des somit vorstrukturierten Substrates mit einer porösen
Glasschicht und Lift-Off der Resistschicht. Darüber hinaus zeichnet sich das Verdampfen, insbesondere das Elektronenstrahlverdampfen, durch eine gegenüber dem Sputtern erhöhte Abscheiderate aus.
Der in Prozent angegebene Porositätsgrad im Sinne dieser Anmeldung ist definiert als Gesamtporosität, also die zahlenmäßige Angabe in Prozent über den Anteil des Porenvolumens am Gesamtvolumen, wobei sowohl die offenen als auch die geschlossenen Poren mit eingehen.
Der Nachweis des integralen Porositätsgrads kann zum Beispiel über die Bestimmung der Schichtdichte erfolgen (z.B. mittels Röntgenreflexionsexperimente mit streifendem Einfall (GIXE) ) , oder ist aus der Massenbelegung der
Schicht (bei der Herstellung über Schwingquarzmessungen erhältlich) und die geometrischen Schichtdicke (optisch bestimmbar) relativ zur Dichte des kompakten Ausgangsmaterials oder eines kompakten Glases mit gleicher chemischer Zusammensetzung wie die Schicht errechenbar.
Die (offenen) Porengrößen können auch mittels Diffusionsexperimenten ermittelt werden, wobei die Schicht Tracermolekülen unterschiedlicher Größe ausgesetzt wird und die Eindiffusion dieser Stoffe in die Schicht unter einer
gewissen Größe wird nachgewiesen. Weiter sind Transmissions- oder Rasterelektronenaufnahmen oder Lichtmikroskopaufnahmen an Schichtquerschnitten zur Bestimmung der Porengröße und -Verteilung (offen und geschlossen) möglich.
Der Porositätsgrad kann auch über IR-Spektroskopie durchgeführt werden. IR-Spektroskopie wird im allgemeinen im nah- und mittleren IR-Gebiet (4.000 cm"1 bis 400 cm"1) durchgeführt und kann Aufschluss über die Zusammensetzung und Struktur von ODS geben. Zum Beispiel kann durch den Vergleich der Intensitäten von IR-Absorptionsbanden der relative Anteil von Schichtkonstituenten bestimmt werden. Ein weiteres Anwendungsgebiet der IR-Spektroskopie an ODS ist die Detektion von Verunreinigungen, wie Wasser oder Silanolgruppen, mit ihren charakteristischen Absorptionsbanden bei 3350 cm"1 (-OH) und 3650 cm"1 (Wasserstoffgebundene Silanolgruppen) . Über die Anwesenheit dieser Verunreinigungen können Rückschlüsse auf die Porosität der ODS gezogen werden (Maissei, Glang, "Handbook of Thin Film Technology", McGraw-Hill (1970)).
Es wird vermutet, dass die Porosität unter anderem dadurch zustande kommt, dass insbesondere bei hohen Abscheideraten es zu Stengelwachstum von Glasschichten auf der
Substratoberfläche kommt. Die Zwischenräume zwischen den einzelnen Stengeln führen zu einer porösen Struktur der Glasschicht .
Unter Glasschicht im Sinne der Anmeldung wird auch eine teilkristalline Schicht verstanden, also eine Schicht, bei der das abgeschiedene Glas nicht vollständig eine amorphe Struktur hat.
In bevorzugter Weise liegt die Abscheiderate beim Aufbringen einer porösen Glasschicht zwischen 0,1 und 10 μm/min) , besonders bevorzugt zwischen 0,5 und 8 μm/min und besonders bevorzugt zwischen 1 und 4 μm/min.
Es hat sich herausgestellt, dass bei Abscheideraten von über 0,5 μm/min) die abgeschiedenen Strukturen zunehmend porös werden.
Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es so möglich, Glasschichten mit einer Porosität zwischen 1 und 60 %, insbesondere zwischen 5 und 50 % zu erzeugen. Schichten mit derartigen Porositätsgraden eignen sich für eine ganze Reihe von Anwendungszwecken. Eine Schicht mit einem Porositätsgrad von über 60 % hat dagegen den Nachteil, dass die mechanische Stabilität sehr eingeschränkt ist.
In bevorzugter Weise wird eine Substrattemperatur von 12O0C nicht überschritten, es ist sogar möglich Substrattemperaturen von 1000C oder von 8O0C zu nicht zu überschreiten. So lässt sich auch organisches Material, insbesondere OLEDs beschichten.
Dies ist insbesondere möglich, wenn die poröse Glasschicht mittels eines Elektronenstrahl-Verdampfungsverfahrens abgeschieden wird.
Gemäß der Erfindung werden Schichtdicken mit einer Dicke von 1 nm bis 1000 μm ermöglicht.
Es kann also von der Monolage bis hin zu Schichten im Millimeter-Bereich eine nahezu beliebig dicke poröse Schicht erzeugt werden.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung wird eine Materialquelle bereitgestellt, aus der eine Schicht aufwächst, die zumindest ein binäres System ergibt. Es hat sich herausgestellt, dass sowohl die optischen als auch die mechanischen Eigenschaften von solchen zumindest binären Glasschichten wesentlich besser sind. Es wird vermutet, dass solche binären Systeme weniger zum Kristallisieren neigen, so dass teilkristalline Strukturen, die sowohl für die optischen als auch für die mechanischen Eigenschaften des Glases nachteilig sind, im Wesentlichen vermieden werden.
Insbesondere Metalloxyde eignen sich gut zur Ausbildung eines solchen binären Systems.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung werden zumindest zwei verschiedene Materialquellen bereitgestellt. So ist es möglich, eine Mischstruktur zu erzeugen.
Insbesondere ist vorgesehen, durch Bereitstellen zweier Materialquellen, deren jeweilige Abscheiderate variiert werden kann, Schichten mit einer sich graduell ändernden Materialzusammensetzung zu erzeugen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die poröse Glasschicht in einem Prozessschritt abgeschieden. Im Unterschied zu herkömmlichen Ätzverfahren ist es gemäß der Erfindung möglich, in einer Vakuumkammer in einem Verfahrensschritt eine poröse Schicht zu erzeugen. Das erfindungsgemäße Verfahren ist daher wesentlich billiger und einfacher als herkömmliche Ätzverfahren.
Das Abscheiden der zumindest einen porösen Glasschicht erfolgt bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung bei einem Druck von über 10~3 mbar, bevorzugt von 10~2 mbar.
P2006/008968
Es hat sich herausgestellt, dass für ein PVD-Verfahren verhältnismäßig hohe Drücke dazu führen, dass sich bevorzugt poröse Schichten abscheiden.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung wird die zumindest eine poröse Glasschicht zur gezielten Änderung der optischen oder sonstigen Eigenschaften zumindest abschnittsweise dotiert. Eine Dotierung durch Fremdatome kann beispielsweise durch Co-Verdampfung eines Dotierungsmaterials, insbesondere von 3/5-Elementen wie Aluminium, Arsen, Gallium,
Phosphor oder Antimon erreicht werden. Solche Dotierungen sind besonders in der Elektrotechnik wichtig, wofür mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellte poröse Glasschichten unter anderem verwendet werden.
Die poröse Glasschicht hat in bevorzugter Weise einen mittleren Porenquerschnitt zwischen 1 nm und 100 μm, bevorzugt zwischen 100 nm und 10 μm. Es ist möglich, ein breites Spektrum verschiedener Porenquerschnitte für unterschiedliche Anwendungen bereitzustellen. Der Porenquerschnitt bewegt sich dabei zumeist im Rahmen der Feinporosität. Insbesondere lassen sich, beispielsweise für ionenselektive Membranen auch poröse Glasschichten mit Porenquerschnitten von einem 1 nm bis 10 nm erzeugen.
Gemäß der Erfindung kann die Porosität der Glasschicht, also der Porositätsgrad und der mittlere Porenquerschnitt über die Abscheiderate den Prozessdruck und die Substrattemperatur gesteuert werden. Es hat sich herausgestellt, dass höhere Abscheideraten und höhere Prozessdrücke in der Regel zu einer höheren Porosität führen. Auch niedrigere Temperaturen führen in der Regel zu höheren Porositäten.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung wird, insbesondere zur Steuerung des Porositätsgrades, beim Abscheiden Wasserdampf zugesetzt. Es hat sich gezeigt, dass durch das Einbringen von Wasserdampf der Porositätsgrad wesentlich erhöht wird. Es wird vermutet, dass durch chemische Wechselwirkung und sich bildende OH-Gruppen sich beim Abscheiden Klumpen oder Konglomerate bilden, die den Porositätsgrad erhöhen.
Zur Erhöhung des Porositätsgrades kann alternativ ein organischer Stoff, insbesondere Methan, Ethan oder Acetylen zugesetzt werden. Man vermutet, dass durch Einbau organischer Restgruppen Hohlräume entstehen, die einen erhöhten Porositätsgrad zur Folge haben.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung werden während des Abscheidens Nanopartikel, also Teilchen mit einer Abmessung von etwa 1 bis 10 nm mechanisch eingestäubt. Derartige Nanopartikel werden in der sich abscheidenden porösen
Glasschicht eingebaut und führen zu einer Schicht mit einer nanoskalen Strukturierung.
Die poröse Glasschicht bildet bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung eine Membran, also eine poröse Wand zur Trennung von Flüssigkeiten oder Gasen. Insbesondere sind durch gezielte Anpassung des Porositätsgrades und des mittleren Porenquerschnitts semipermeable Membranen herstellbar, mit denen eine Stofftrennung möglich ist.
Dass Herstellen von Membranen kann insbesondere das Ablösen von Schichten, vom Trägersubstrat umfassen, etwa auf mechanischem thermischem oder chemischem Wege. Auch kann das Trägersubstrat aufgelöst oder entfernt werden, etwa
durch Wegätzen, insbesondere mittels Ionenstrahl, chemisch oder durch Auflösen des Trägers (beispielsweise eines wasserlöslichen Trägersubstrats in Wasser) .
Als Substrate kommen insbesondere Polymere, insbesondere Polyethylenoxide in Betracht . Aufgrund von Prozesstemperaturen von unter 8O0C ist es möglich, mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens auch derartige Materialien zu beschichten.
Alternativ, insbesondere zur Ausbildung von Elektroden, kann auch ein ein Metall umfassendes Substrat verwendet werden .
Bei einer Weiterbildung der Erfindung wird ein chirales
Trägermaterial verwendet. So wird in einfacher Weise eine chirale Membran erzeugt, die zur Trennung von Enantiomeren verwendet werden kann.
Alternativ oder in Kombination können auch chirale
Verbindungen eingedampft oder eingestäubt werden, um auch der porösen Glasschicht chirale Eigenschaften zu verleihen.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung wird ein katalytisch wirkender Stoff mit abgeschieden. Die poröse Glasschicht bildet so ein katalytisch wirkendes Material, dem die große Oberfläche einer solchen porösen Schicht zugute kommt.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass auch kristalline Abschnitte abgeschieden werden.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung wird Titandioxyd abgeschieden. Eine Titandioxyd umfassende Schicht kann beispielsweise in der Photochemie eingesetzt werden. Insbesondere lässt sich in wäßriger Umgebung bei
Bestrahlung mit Licht Sauerstoff und Wasserstoff freisetzen. Eine Titanoxid umfassende Schicht hat eine große Oberfläche und erzeugt effektiv naszierenden Sauerstoff, der weiter oxidierende und antibakterielle Wirkung hat, so dass die Weiterbildung u.a. zur Reinigung und Aufbereitung von Wasser eingesetzt werden kann.
Generell können durch Co-Verdampfen beziehungsweise Einstäuben anderer Materialien Schichten mit verschiedenartigster Zusammensetzung geschaffen werden. Dabei können Farbstoffe, Nanomaterialien oder metallorganische Komplexe zugesetzt werden, wodurch sich Schichten für verschiedenste Einsatzbereiche erzeugen lassen .
Bei einer Weiterbildung der Erfindung wird die poröse Glasschicht mit einer Polymerlösung getränkt. Die Hohlräume werden also mit einer Polymerlösung zumindest teilweise ausgefüllt. Die Polymerlösung kann dabei selbst aufgrund ihrer chemischen oder optischen Eigenschaften Teil einer Funktionsschicht oder Träger von Stoffen mit chemischen oder optischen Eigenschaften sein.
Gemäß der Erfindung ist auch vorgesehen, eine Monomerlösung, also eine Lösung die zumindest ein Monomer umfasst zu verwenden, wobei das oder die Momomere erst in der Schicht auspolymerisiert werden.
Es ist vorgesehen, die poröse Glasschicht mit halbleitendem Material zu verfüllen. Bei Bestrahlung mit Licht werden in dem halbleitenden Material Elektronen herausgelöst, welche an den Phasengrenzen getrennt zu den Elektroden transportiert werden. Ein derartig hergestelltes Substratmaterial lässt sich insbesondere in der Photvoltaik oder Photochemie verwenden.
Auch ist gemäß der Erfindung vorgesehen, die poröse Glasschicht zumindest teilweise mit einem elektrisch leitenden Material zu füllen. Derartige Schichtsysteme können dann insbesondere in der Elektrotechnik und Elektronik verwendet werden, beispielsweise für Akkumulatoren .
Erfindungsgemäß lassen sich Gradientenschichten mit variierender Porosität abscheiden. Dabei kann eine
Gradientenschicht sowohl mit nach außen zunehmenden als auch abnehmenden Porositätsgrad erzeugt werden.
Es ist aber auch vorgesehen, eine Schicht mit alternierendem Porositätsgrad abzuscheiden. Eine solche Schicht mit alternierendem Porositätsgrad kann gemäß der Erfindung in einem Prozessschritt abgeschieden werden.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, die Schicht mit einem elektroluminiszenten Material zu versehen. Derartige elektroluminiszente Materialien lassen sich für die Herstellung von lichtemittierenden Bauteilen verwenden .
Gemäß der Erfindung ist auch vorgesehen, derartige
Schichten mit einem elektroluminiszenten Material in der Optoelektronik einzusetzen.
Neben der einfachen Herstellbarkeit solcher Schichten ist die thermische Belastbarkeit von Glas ein großer Vorteil .
Bei einer Weiterbildung der Erfindung wird auf die poröse Glasschicht eine Versiegelungsschicht aufgebracht. Eine solche Versiegelungsschicht kann beispielsweise eine Glasschicht mit einer hohen Dichte sein, die ebenfalls
mittels eines PVD-Verfahrens aufgebracht beziehungsweise abgeschieden werden kann. Dies kann in besonders einfacher Weise in einem Prozessschritt erfolgen. So ist vorgesehen, die Prozessparameter derart zu verändern, dass am Ende eine dichte Schicht abgeschieden wird. Dies kann insbesondere durch Verringerung der Abscheiderate und/oder Verringerung des Drucks in der Anlage erfolgen. Eine solche Versiegelungsschicht umfasst in bevorzugter Weise ein binäres System und kann zusätzlich unter Ionenstrahlverdichten oder Plasmaeinwirkung abgeschieden werden, was eine weitere Steigerung der Dichte zur Folge hat.
Auch ist gemäß der Erfindung vorgesehen, eine poröse Glasschicht abzuscheiden, diese mit einer Lösung, insbesondere einer Monomer- oder Polymerlösung zu tränken und gegebenenfalls nach Trocknung bzw. Polymerisierung mit einer dichten Glasschicht zu versiegeln.
Die Erfindung betrifft des Weiteren ein alternatives Verfahren zum Herstellen poröser Glasschichten.
Gemäß diesem Verfahren werden zumindest ein erster Stoff und ein zweiter Stoff bereitgestellt. Aus den beiden Stoffen wird sodann ein Verbundmaterial herstellt.
Beispielsweise kann der erste Stoff ein Glas umfassen welches mit einem Füllstoff als zweitem Stoff zu einem Verbundmaterial geformt wird. Auch ist gemäß der Erfindung vorgesehen, dass sich ein Glas erst bei der Herstellung des Verbundmaterials bildet. Insbesondere kann der erste Stoff zunächst in kristalliner Form vorliegen und auf dem Substrat abgeschieden werden, wobei der dort glasartig erstarrt .
Der zweite Stoff wird schließlich zumindest teilweise entfernt, so dass eine poröse Glasschicht zurück bleibt.
Der zweite Stoff kann also als Füllstoff angesehen werden und wird durch ein geeignetes Verfahren entfernt, so dass Hohlräume zurückbleiben. Als Ergebnis entsteht eine poröse Glasschicht. Im Sinne der Erfindung werden unter einer Glasschicht auch Schichten verstanden, die neben Glas auch nicht glasartige Stoffe umfassen. Denkbar ist sowohl eine vollständige Entfernung des zweiten Stoffes als auch eine teilweise Entfernung des zweiten Stoffes. Insbesondere ist vorgesehen, den zweiten Stoff nur teilweise zu entfernen, der Art dass zwar Hohlräume entstehen, Reste des zweiten Stoffes aber als Bindemittel einzelner Glaspartikel zurückbleiben.
Diese Ausführungsform der Erfindung ermöglicht sowohl das Ausbilden einer porösen Glasschicht auf einem Substrat, wobei der erste und der zweite Stoff beispielsweise abgeschieden werden, als auch das Herstellen einer porösen Schicht als einzelne Schicht, ohne ein Substrat zu verwenden .
Bevorzugterweise wird als erster Stoff ein Glas verwendet. Verwendet kann aber auch ein kristallines Material, welches erst beim Abscheiden auf einem Substrat eine glasartige Struktur bildet.
Um eine Struktur des Verbundmaterials zur erreichen, die die Erzeugung einer porösen Struktur ermöglicht, ist gemäß der Erfindung vorgesehen, dass der erste und der zumindest zweite Stoff als Stoffgemisch, also beispielsweise als eine Lösung oder eine Dispersion bereitgestellt werden. Während der Herstellung des Verbundmaterials entmischen sich die Stoffe zumindest teilweise durch Phasenseparation. Die
Mischung hat eine Struktur, die aufgrund der feinen Verteilung des ersten Stoffes nicht die Ausbildung einer porösen Glasschicht ermöglicht. Während der Herstellung des Verbundmaterials, also beispielsweise beim Abscheiden einer Schicht, entmischen sich die Stoffe der Art, dass eine Struktur mit hinreichend großen Einschlüssen eines Füllstoffes entsteht. Der Füllstoff wird sodann entfernt und eine poröse Glasschicht bleibt zurück. Im Sinne der Erfindung könnte also auch das Verbundmaterial noch als Mischung bezeichnet werden, die Einschlüsse des zweiten
Stoffes im ersten Stoff nehmen im Mittel nur mehr Volumen ein, so dass die Herstellung einer Schicht mit einem messbaren Porositätsgrad möglich wird.
Alternativ oder in Kombination ist gemäß der Erfindung vorgesehen, dass die Stoffe erst nach der Herstellung des Verbundmaterials zumindest teilweise entmischt werden. Dies erfolgt insbesondere durch Einwirkung von elektromagnetischer Strahlung, insbesondere durch Einwirkung von Licht oder durch Einwirkung von elektrisch geladenen Teilchen, insbesondere durch Einwirkung von Ionen. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass über die Dauer der Einwirkung der elektromagnetischen Strahlung der Grad der Entmischung und damit die Porengröße beeinflusst werden kann. Alternativ oder in Kombination kann die Entmischung auch durch Erwärmung erfolgen.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird zumindest einer der Stoffe als Granulat bereitgestellt. Über die Korngröße und Korngrößenverteilung kann der
Porositätsgrad und die Porositätsverteilung der porösen Glasschicht eingestellt werden. Gemäß der Erfindung ist sowohl vorgesehen, den Füllstoff oder ein Glas als Granulat bereitzustellen, als auch Füllstoff und Glas als Granulat bereitzustellen.
Über ein Granulat lassen sich poröse Glasschichten mit verhältnismäßig großen Poren erzeugen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Herstellen des Verbundmaterials das Pressen eines Granulats. Diese Vorgehensweise eignet sich insbesondere, wenn ein Glasgranulat bereitgestellt wird und der Füllstoff zugleich als Kleber der einzelnen Glaskörner dienen soll. Durch dass Pressen entsteht an den
Berührungspunkten der einzelnen Glaskörner eine feste Verbindung und beim Entfernen des Füllstoffes verbleiben die Reste des Füllstoffes bevorzugt an diesen Berührungspunkten .
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird bei der Herstellung des Verbundmaterials zumindest ein Glasgranulat gesintert. Insbesondere ist vorgesehen, eine Mischung aus einen Glasgranulat und einem Salz einem Sinterprozess zu unterwerfen. Der Sinterprozess wird dabei bevorzugt so gesteuert, dass sich im Wesentlichen die Glaskörner an ihren Berührungspunkten miteinander verbinden. Das Salz kann dann leicht herausgelöst werden und es bleibt eine poröse Glasschicht zurück.
Als Salz sind besonders Kochsalzkristalle vorgesehen, die sich leicht mit Wasser als Lösungsmittel auflösen lassen.
Die Größe der Salzkristalle wird der gewünschten Porengröße oder der gewünschten Porengrößenverteilung angepasst.
Alternativ zum Auflösen des zweiten Stoffes, also des Füllstoffes wird der zweite Stoff in einem Ätzbad zumindest teilweise weggeätzt. Durch Ätzverfahren lassen sich auch
Mischungen aus zwei verschiedenen Gläsern verwenden, wenn ein Ätzmittel verwendet wird, welches im Wesentlichen nur auf eine Komponente wirkt.
Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verbundmaterial, welches eine abgeschiedene Glasschicht mit einem Porositätsgrad von über 1 % oder eine mittels eines erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellte Schicht umfasst. Ein derartiges Verbundmaterial zeichnet sich durch eine hohe Robustheit aus und ist insbesondere mittels eines der erfindungsgemäßen Verfahren wesentlich einfacher herzustellen als herkömmliche Verbundmaterialien mit einer porösen Schicht.
Die Erfindung beinhaltet weiterhin ein Verbundmaterial, welches zumindest eine abgeschiedene poröse Glasschicht umfasst. In einer Ausführungsform weist die abgeschiedene poröse Glasschicht einen Porositätsgrad von über 1 % auf. Vorzugsweise ist die poröse Glasschicht mittels eines PVD- Verfahrens, insbesondere mittels Verdampfens, abgeschieden.
Die erfindungsgemäßen Verbundsubstrate sind herstellbar, insbesondere hergestellt, mit einem Verfahren zum Aufbringen poröser Glasschichten oder mit einem Verfahren zum Aufbringen von Glasschichten oder mit einem Verfahren zum Herstellen poröser Glasschichten.
Gemäß der Erfindung kann das Verbundmaterial sowohl eine einzelne poröse Glasschicht umfassen, als auch ein Substrat, welches mit einer erfindungsgemäßen porösen
Glasschicht belegt ist. Unter Verbundmaterial wird also jedes Material verstanden, welches zumindest zwei Funktionskomponenten umfasst.
Ein erfindungsgemäßes Verbundmaterial kann für eine, ganze Reihe von Anwendungen verwendet werden.
Mittels der Erfindung können Membranen bereit gestellt werden. Dabei wird bei der ersten Ausführungsform der Erfindung die poröse Schicht auf einem Trägersubstrat abgeschieden, dass Trägersubstrat wird sodann ausgedünnt und zumindest teilweise entfernt. Zum Ausdünnen eignen sich sowohl chemische als auch mechanische Verfahren. So kann ein Substrat verwendet werden, welches aufgelöst oder weggeätzt werden kann.
Bei der zweiten Ausführungsform der Erfindung kann auf ein Substrat verzichtet werden, so dass sich dessen Entfernung erübrigt.
Beispielsweise ist gemäß der Erfindung vorgesehen, das Verbundmaterial in der Elektrochemie zu verwenden. Dabei zeichnet sich das Material durch eine hohe Korrosionsresistenz auch bei höheren Temperaturen sowie durch eine mechanische Robustheit aus. Eine poröse Glasschicht hat gute Benetzungseigenschaften, insbesondere bei wasserlöslichen Verbindungen.
Abgeschieden auf einem polymeren Trägermaterial oder einem Metallsubstrat kann eine Membran, die aus einem erfindungsgemäßen Verbundmaterial gebildet wird, in Brennstoffzellen eingesetzt werden.
Eine solche Membran mit einer Glasschicht hat im Gegensatz zu herkömmlichen Polymer-Membranen den Vorteil, dass sie wesentlich weniger einem Alterungsprozess unterliegt.
Über eine gezielte Einstellung der Porosität können ionenselektive Membranen erzeugt werden. Beispielsweise
ist vorgesehen, eine ionenselektive Membran für Akkumulatoren, insbesondere für Litiumionenzellen zu verwenden. Das Transportmedium umfasst dabei ein Polymer, insbesondere ein Polyethylenoxid. Durch geringe mögliche Schichtdicken lassen sich extrem flache Akku-Zellen herstellen .
Aber auch für eine ganze Reihe anderer Anwendungen werden ionenselektive Elektroden benötigt. Das erfindungsgemäße Verfahren hat dabei den Vorteil, dass der Porositätsgrad sich nahezu beliebig einstellen lässt.
Auch für Katalysatoren ist das erfindungsgemäße Verbundmaterial vorgesehen. So lassen sich beispielsweise durch Co-Verdampfung von katalytischen Stoffen Membranen erzeugen, welche katalytisch aktiv sind.
Dabei kann auch ein Mehrschichtsystem zum Einsatz kommen, in dessen Schichten verschiedene Reaktionsmaterialien bereitgestellt sind. Die durch die Poren resultierende
Trennung der Orte einer katalytischen Reaktion führt dazu, dass unerwünschte Nebenreaktionen weitgehend unterbunden werden können.
Die erfindungsgemäßen Aufdampfglasschichten können des Weiteren zur Stofftrennung verwendet werden. So ist vorgesehen, derartige Schichten als molekulares Sieb beziehungsweise molekularen Filter zu verwenden. Es ist möglich, die Porengröße auf einen sehr engen Bereich einzustellen. So lassen sich einzelne Moleküle, Ionen etc. selektiv entfernen. Es ist von Vorteil, dass auch stark korrosiv oder chemisch aggressiv wirkende Stoffe sich mit einem erfindungsgemäßen Verbundmaterial leicht trennen lassen.
Durch Einbringen von chiralen Stoffen in das Substrat oder in die poröse Glasschicht lassen sich chirale Membranen zur Trennung von Enantiomeren erzeugen. Alternativ oder zusätzlich kann zumindest ein chiraler Stoff in die poröse Schicht eingebracht werden, etwa durch Einstäuben von chiralem Material.
Auch zur Trennung von Gasen, insbesondere im Bereich Osmose und Umkehr-Osmose lässt sich das erfindungsgemäße
Verbundmaterial verwenden. Durch die hohe mechanische Stabilität können solche Prozesse bei höheren Drücken gefahren werden als bei herkömmlichen rein polymeren Materialien .
Auch im medizinischen Bereich lässt sich das erfindungsgemäße Verbundmaterial verwenden. Es besitzt eine hohe Biokompatibilität, wird von Körperzellen nicht angegriffen und kann daher sowohl für medizinische Anwendungen in als auch außerhalb des Körpers verwendet werden. Insbesondere ist die Verwendung eines derartigen Materials zur Dialyse vorgesehen. Auch ist vorgesehen, das erfindungsgemäße Verbundmaterial bei der Herstellung von Implantaten zu verwenden. Die Schicht aus porösem Glas kann dabei beispielsweise als Trägermaterial, in welchem biologische Strukturen wachsen können, verwendet werden.
Weiter ist vorgesehen, das erfindungsgemäße Verbundmaterial in der Optoelektronik zu verwenden. Es lassen sich dünne Schichten erzeugen, die wellenlängenselektiv sind, das heißt nur bestimmte Wellenlängen beeinflussen, z.B. durch Streuung oder Interferenzeffekte.
Über Prozessparameter sowie durch Dotierung und Co- Verdampfen von anderen Materialien lassen sich Schichten mit verschiedenartigsten optischen Eigenschaften erzeugen und es sind auf einfache Weise beispielsweise optische Filter, Spiegelschalter und Cavities herstellbar. Auch für die optische Datenspeicherung können derartige Schichten verwendet werden.
Poröses Aufdampfglas ermöglicht insbesondere ein einfaches Verfahren zum Herstellen von photonischen Kristallen oder eine Verwendung des erfindungsgemäßen Verbundsubstrats in photonischen Anwendungen. Photonische Anwendungen umfassen beispielsweise optische Schalter oder optische Filter.
Optische Schalter stellen eine Komponente in optischen Netzen dar, die beispielsweise Lichtsignale zwischen verschiedenen Lichtwellenleitern schalten, ohne die Signale vorher in elektrische Signale umwandeln zu müssen.
Photonische Kristalle zeichnen sich insbesondere durch einen räumlich periodisch variierenden Brechungsindex aus. Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens können reproduzierbar die periodischen Eigenschaften eines solchen photonischen Kristalls erzielt werden. Dabei können die Eigenschaften der photonischen Kristalle insbesondere durch die Größe der Poren gesteuert werden. Weiterhin können die Poren mit ausgewählten Materialien befüllt werden. Mögliche Materialien hierbei können ferroelektrische, ferromagnetische und/oder polymerische Materialien sein. Dabei können die Eigenschaften der photonischen Kristalle durch die Größe der Poren und/oder die Materialien zur Porenfüllung gesteuert werden. Über externe elektrische, magnetische und/oder optische Felder kann dann das Verhalten des Struktur gesteuert werden.
Durch die Aufdampftechnik kann das Glas mit den vorstehend genannten Materialien als Partner, vorzugsweise strukturiert, abgeschieden werden, um den gewünschten optischen Effekt zu erzielen. Weitere Beispiele für die vorstehend genannten Partner umfassen wellenlängenabhängige Nanopartikel oder Farbstoffe. Ein Vorteil dabei ist die einfache Prozessführung durch die Möglichkeit der gleichzeitigen Co-Verdampfung der Partner und ein Steuern der Porengröße.
Die erfindungsgemäßen porösen Glasschichten sind gemäß der Erfindung insbesondere auch als Interferenz- und Entspieglungsschichten vorgesehen. Eine poröse Glasschicht hat einen geringeren Brechwert wie eine kompakte
Glasschicht. Bevorzugterweise beträgt bei senkrechtem Lichteinfall die Dicke der Schicht in etwa H der zu entspiegelnden Wellenlänge, bei schrägem Einfall sind dickere Schichten anzusetzen.
Mittels entsprechender Maskierungstechnik können ebenfalls Linsen, DOEs oder Fresnel-Linsen aus unterschiedlich dichtem Material hergestellt werden.
Durch Einbetten von Farbstoffen, Nanomaterialien oder Halbleitern ist die Verwendung des erfindungsgemäßen Verbundmaterials z.B. als Matrix auch in der Photovoltaik, Elektrolumineszenz, Photolumineszenz oder Photochemie vorgesehen.
Gemäß der Erfindung können die zur Erzeugung einer photochemisch oder elektrochemisch aktiven Schicht erforderlichen Stoffe in einem Schritt Co-verdampft werden und in und über die poröse Glasschicht verteilt abgeschieden werden. Die so gebildeten Schichten haben eine
sehr hohe Oberfläche. Über photochemische Reduktions- oder Oxydationsprozesse lassen sich beispielsweise frei werdende Gase durch eine poröse Glasschicht gezielt heraus filtern.
Auch in der Elektrotechnik ist der Einsatz eines erfindungsgemäßen Verbundmaterials, insbesondere mit einem Metallsubstrat vorgesehen.
Dabei kommt der porösen Glasschicht insbesondere zugute, dass Glas eine hohe Durchschlagsfestigkeit aufweist.
Die Erfindung betrifft daher auch eine ionenselektive Elektrode, einen Akkumulator, ein Katalysatormaterial, einen Filter, ein Trägermaterial für biologische Strukturen, ein Implantat für menschliche oder tierische Organismen, einen optischen Datenspeicher, ein optoelektronisches Bauteil, ein elektrotechnisches Bauteil und einen Kondensator, jeweils umfassend zumindest ein erfindungsgemäßes Verbundmaterial .
Weiter betrifft die Erfindung eine Anti-Beschlag-Schicht oder Anti-Frost-Schicht. Die Erfinder haben herausgefunden, dass sich mittels eines erfindungsgemäßen Verfahrens hydrophile Schichten bilden lassen, durch die sich eine Kondensation von Wasser oder eine Eisbildung auf einer Oberfläche zumindest für einen begrenzten Zeitraum verhindern lässt. Das Wasser wird dabei von der porösen Schicht aufgenommen und wird, nachdem sich das Trägersubstrat auf die Umgebungstemperatur erwärmt hat oder sich die sich die Temperaturen von Oberfläche und Umgebung angepasst haben, abgegeben. Eine derartige Anti-Beschlag- Schicht oder Anti-Frost-Schicht eignet sich insbesondere wegen ihrer Temperaturbeständigkeit für eine ganze Reihe von Anwendung, wie beispielsweise Fahrzeugscheiben, Sehhilfen oder Kühlgeräte.
Die Anti-Beschlag- oder Anti-Frost-Wirkung der Schicht kann durch Nanopartikel, insbesondere durch eingestäubte Siliziumnanopartikel verbessert werden.
Weiter kann die hydrophile Eigenschaft durch organische Polymere, inbesondere ein Polyurethan oder ein Polyvinylalkohol verbessert werden. Bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird dabei eine poröse Glasschicht mit einem organischen Polymer getränkt. Sodann wird das Polymer ablaufen gelassen, so dass die Poren zumindest teilweise wieder offen sind, aber mit dem Polymer benetzt sind. Das Polymer wird dann ausgehärtet. Hierzu kann bei Anwendung eines Trockungsverfahrens eine Polymerlösung verwendet werden. Alternativ wird das Polymer durch eine Polymerisation ausgehärtet, die beispielsweise durch Bestrahlung mit UV-Licht erzeugt werden kann. So entsteht eine poröse Glasschicht, die einen Polymerüberzug aufweist .
Weitere Verwendungen von porösen Glasschichten sind in den DE 3222675, EP 310911, DE 3733636, EP 389896, DE 3909341, DE 3909341, DE 4005366, DE 4111879, EP 508343 und WO 05042798 beschrieben, deren gesamter Offenbarungsgehalt hiermit inkorporiert wird.
Es versteht sich, dass die jeweiligen Bauteile auch das Substrat des Verbundmaterials bilden können und somit Teil eines solchen Verbundmaterials sein können.
Allgemeine Beschreibung der Zeichnungen
Die Erfindung soll im Folgenden anhand der Zeichnungen Fig. 1 bis Fig. 12 näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verbundmaterials .
Fig. 2 zeigt schematisch ein weiteres
Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verbundmaterials .
Fig. 3 zeigt schematisch eine PVD-Anlage zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
Fig. 4 zeigt schematisch einen erfindungsgemäßen Datenspeicher .
Fig. 5 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Elektrode.
Fig. 6 zeigt schematisch ein erfindungsgemäßes Implantat .
Fig. 7 zeigt schematisch ein Flussbild eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
Fig. 8 und 9 zeigt schematisch die Herstellung einer porösen Glasschicht mittels Phasenseparation.
Fig. 10 bis 12 zeigen schematisch die Schritte zur Herstellung einer porösen Glasschicht mit einem weiteren alternativen Verfahren.
Fig. 13. a bis 13. c zeigen schematisch die Herstellung einer beispielhaft strukturierten porösen Glasschicht.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
Fig. 1 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verbundmaterials 1. Das Verbundmaterial 1 umfasst bei diesem Ausführungsbeispiel ein Substrat 2, hier ausgestaltet als KunststoffSubstrat . Auf der Oberseite des Substrats 2 ist mittels eines PVD-Verfahrens eine poröse Glasschicht 3 abgeschieden. Die poröse Glasschicht 3 hat bei diesem Ausführungsbeispiel eine Dicke zwischen 100 und 600 nm. Das Verbundmaterial 1 eignet sich für eine Vielzahl von Anwendungen.
Fig. 2 zeigt schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verbundmaterials 1. Das Verbundmaterial 1 umfasst ein Substrat 2 aus einem
Polymerwerkstoff. Auf das Substrats wurde mittels eines Elektronenstrahlverdampfungsverfahrens eine 100 bis 500 nm dicke poröse Glasschicht 3 mit einem Porositätsgrad zwischen 10 und 30 % abgeschieden. Die poröse Glasschicht 3 wurde sodann mit einer Versiegelungsschicht 4 versiegelt. Die Versiegelungsschicht wurde bei diesem Ausführungsbeispiel mit derselben Materialquelle (nicht dargestellt) aufgebracht wie die poröse Glasschicht 3. Um eine dichte Versiegelungsschicht 4 zu schaffen, wurde dazu die Abscheiderate der Anlage (nicht dargestellt) heruntergefahren und der Druck in der Anlage um etwa Faktor 10 verringert. Zusätzlich wurde die Versiegelungsschicht 4 mittels eines Ionenstrahl-Verdichtungsverfahren weiter verdichtet. Die Versiegelungsschicht 4 konnte so in einem Prozessschritt abgeschieden werden, hat aber keinen messbaren Porositätsgrad.
Anstelle des Ionenstrahls könnten die Schichten auch unter Plasmaeinwirkung und/oder plasmaunterstützt abgeschieden werden. So kann eine verdichtete Schicht abgeschieden
werden, die nur eine äußerst geringe oder keine messbare Porosität aufweist.
Fig. 3 zeigt schematisch eine PVD-Anlage 10 zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens und geeignet zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Verbundmaterials. In der PVD-Anlage 10 wird das Substrat 2, welches in einem Substrathalter 17 angeordnet werden kann, mittels eines Elektronenstrahlverfahrens beschichtet.
Dazu ist in der Anlage 10 eine Elektronenquelle 11 angeordnet. Über einen Umlenkmagneten 12 wird der von der Elektronenquelle 11 ausgehende Elektronenstrahl auf ein scheibenförmiges Target 13 gerichtet. Das Target 13 ist bei dieser Ausführung zur Erreichung einer möglichst gleichmäßigen Abscheiderate um Rotationsachse 14 drehbar.
Als Target 13 beziehungsweise Materialquelle ist hier einen Scheibe aus niedrigschmelzendem Borosilikatglas vorgesehen, welches bei diesem Ausführungsbeispiel noch ein Metalloxyd umfasst und so im abgeschiedenen Zustand auf dem Substrat 2 ein binäres System bildet.
Durch den Elektrodenstrahl wird das Target 13 verdampft und scheidet sich auf dem Substrat 2 ab. Zum Ablenken von
Sekundärionen sind zwischen dem Substrat 2 und dem Target 13 noch zwei Elektroden 15 angeordnet, an denen eine Spannung anlegbar und ein elektrisches Feld erzeugbar ist. Die Richtung des Feldes ist mit einem Pfeil 16 markiert.
Die Anlage wird über eine Pumpe 18 evakuiert. Über ein Regelventil 19 kann der Anlagendruck geregelt werden.
Mittels der Pumpe 18 und des Regelventils 19 kann schon die Porosität der auf dem Substrat 2 abgeschiedenen Schicht gesteuert werden.
Zur weiteren Beeinflussung ist in der PVD-Anlage 10 noch eine Zuführung für Wasserdampf 23 vorgesehen. Die Zuführung des Wasserdampfes kann ebenfalls über ein Regelventil 22 kontrolliert werden. Alternativ oder zusätzlich können auch organischen Gase zugeführt werden.
Beim Abscheiden führt der zugeführte Wasserdampf dazu, dass sich ein wesentlich höherer Porositätsgrad ergibt.
Weiter umfasst die Anlage 10 eine Zuführung für Feststoffpartikel 21, welche ebenfalls über ein Regelventil 20 regelbar ist.
Die Feststoffpartikel können in einem Fluidstrom, beispielsweise einer Argon-Atmosphäre über das Ventil zugeführt werden. Dabei kann es sich beispielsweise um Nanopartikel handeln, die auf dem Substrat 2 eine nanostrukturierte Schicht entstehen lassen.
Alternativ können optisch aktive Substanzen zugeführt werden, durch die eine optische Funktionsschicht auf dem Substrat abgeschieden wird.
Als besonders geeignet als Aufdampfglas für ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Aufbringen poröser Glasschichten haben sich Gläser erwiesen, die folgende Zusammensetzungsbereiche in Gewichtsprozent aufweisen :
Komponenten Glasbereichl Glasbereich2 SiO2 75 - 85 65 - 75
3
B2O3 10 - 15 20 - 30
Na2O 1 -5 0,1 - 1
Li2O 0,1 - 1 0,1 - 1
K2O 0,1 - 1 0,5 - 5
Al2O3 1 - 5 0,5 - 5
Bevorzugte Aufdampfgläser aus diesen Gruppen sind Gläser mit der folgenden Zusammensetzung in Gewichtsprozent:
Komponenten Glasl Glas2
SiO2 84,1 % 71%
B2O3 11,0 % 26%
%Na2O «2,0 % 0,5%
Li2O «0,3 % 0,5%
K2O «0,3 % 1,0%
Al2O3 «2,6 % 1,0%
Es sei darauf hingewiesen, dass die genannten Zusammensetzungen sich nicht auf die abgeschiedenen Schichten beziehen, die Zusammensetzung ändert sich vielmehr beim Aufdampfen.
Die bevorzugt verwendeten Gläser besitzen insbesondere die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Eigenschaften:
Als besonders geeignet zum Aufdampfen poröser Glasschichten hat sich das Aufdampfglas Typ 8329 der Firma Schott erwiesen, welches folgende Zusammensetzung in Gewichtsprozent aufweist:
SiO2 84 ,1 %
B2O3 11 ,0 %
Na2O » 2, 0 % 1
K2O * 0, 3 % 2,3 % 'in der Schicht 3,3 %)
Li2O « 0,3 % J
Al2O3 * 2,6 (in der Schicht => 0,5 %,
Der elektrische Widerstand des Ausgangsmaterials beträgt ungefähr 1010 Ω/cm (bei 1000C),
Dieses Glas weist in reiner Form ferner einen Brechungsindex von etwa 1,470 auf.
Die Dielektrizitätskonstante ε liegt bei etwa 4,8 (bei 25°C, IMHz), tgδ beträgt etwa 45 x 10"4 (bei 25°C, 1 MHz). Durch den Aufdampfprozeß und die unterschiedliche Flüchtigkeit der Komponenten dieses Systems ergeben sich leicht unterschiedliche Stöchiometrien zwischen dem Targetmaterial und der aufgedampften Schicht. Die
Abweichungen in der aufgedampften Schicht sind in Klammern angegeben.
Fig. 4 zeigt schematisch einen erfindungsgemäßen Datenspeicher 30. Es handelt sich dabei um ein Substrat, welches mit einer porösen Glasschicht mit optischen Eigenschaften beschichtet ist. Dargestellt ist hier ein Plattenspeicher, dessen nähere Strukturierung nicht dargestellt ist.
Fig. 5 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Elektrode 40. Die Elektrode umfasst ein Metallsubstrat 41, welches auf der Elektrodenplatte mit einer porösen Glasschicht beschichtet ist. Eine solche Elektrode 40 kann beispielsweise für einen Hochleistungskondensator (nicht dargestellt) verwendet werden.
Fig. 6 zeigt schematisch ein erfindungsgemäßes Implantat 50. Das Implantat 50 ist hier ein Knochenimplantat, welches mit einer porösen Glasschicht beschichtet ist. Die poröse Glasschicht 50 erhöht die mechanische Stabilität der Oberfläche und dient gleichzeitig als Trägersubstrat für körpereigenes Material. So wächst ein solches Implantat besser im Körper an und die poröse Glasschicht hat eine hohe Bioresistenz.
Fig. 7 zeigt schematisch ein Flussbild 60 eines erfindungsgemäßen Verfahrens. Gemäß des Verfahrens wird ein Substrat bereitgestellt 61. Dann wird eine Materialquelle bereitgestellt 62. Das Substrat wird mit einer porösen
Glasschicht bedampft 63 und es werden parallel Nanopartikel eingestäubt 64. So entsteht ein Substrat mit einer nanostrukturierten Oberfläche, sodann wird das Substrat mittels eines Beschichtungsverfahrens aus der Flüssigphase, z.B. Spin-Coating, Dip-Coating-Verfahren oder eines
Druckverfahrens, wie z.B. Ink-Jet Printing oder Siebdruck, getränkt 65. Es können beispielsweise optisch aktive Materialien mittels eines Spin-Coating-Verfahrens in das Substrat eingebracht werden. Die Lösung zum Spin-Coaten kann ein Polymer und ein Lösungsmittel umfassen und so durch Abdampfen des Lösungsmittels eine feste Verbindung mit der porösen Glasschicht eingehen.
Fig. 8 und 9 zeigen schematisch die Herstellung einer porösen Glasschicht mittels Phasenseparation. Wie in Fig. 8 dargestellt, wird ein Verbundmaterial 1 bereit gestellt, welches ein Substrat 2 und eine Zweikomponentenschicht 5 umfasst. Die Zweikomponentenschicht 5 umfasst eine Mischung aus zwei verschiedenen Stoffen.
Wie in Fig. 9 dargestellt, wurde das Verbundmaterial 1 einer UV-Bestrahlung ausgesetzt. Durch die Bestrahlung haben sich die beiden Stoffe teilweise entmischt. Nach Entfernung einer Komponente ist eine poröse Glasschicht 3 zurück geblieben.
Anhand der Figuren Fig. 10 bis 12 wird schematisch eine alternative Ausführungsform eines Verfahrens zur Herstellung einer porösen Glasschicht gezeigt.
Fig. 10 zeigt eine Zweikomponentenschicht 5, die aus einem Glasgranulat und einem Salzgranulat gepresst ist. Die Salzkörner sind als schwarze Partikel dargestellt.
Fig. 11 zeigt die Zweikomponentenschicht 5, nach dem sie einem Sinterprozess unterzogen wurde. Die einzelnen Glas- und Salzpartikel sind an ihren Grenzflächen miteinander verschmolzen. Anschließend wird das Salz in Wasser herausgelöst, so dass eine poröse Glasschicht zurück bleibt, wie in Fig. 12 schematisch dargestellt ist.
Die Figuren 13. a bis 13. c zeigen die Herstellung einer strukturierten porösen Glasschicht 3. Auf die zu strukturierende Seite des Substrats 2 wird eine Maske 6, beispielsweise in Form eines Photoresists, mit einem dem Fachmann bekannten Verfahren aufgebracht und photolithografisch strukturiert. Die Strukturierung entspricht dabei dem Negativbild der zu erzeugenden Struktur. Es wird eine poröse Glasschicht 3 auf der strukturierten Seite des Substrats 2 abgeschieden. Innerhalb der Aussparungen der Maske 6 wird eine Glasschicht 3 unmittelbar auf dem Substrat 2 abgeschieden. Die poröse Glasschicht 3 kann zum Beispiel mittels Elektronenstrahlverdampfung oder Plasma-Ionenstrahl- unterstützter Elektronenstrahlverdampfung aufgebracht werden. Nachfolgend werden die auf der Maske 6 befindlichen Bereiche der abgeschiedenen Glasschicht 3 mittels Lift-Off entfernt. Hierzu wird der Photoresist zum Beispiel in Aceton abgelöst. Die abgeschiedene Glasschicht 3 in den Bereichen der Aussparungen der Maske bildet die gewünschte positive Struktur auf dem Substrat.
Es versteht sich, dass die Erfindung nicht auf die hier beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt ist, sondern dass jede Kombination von Merkmalen, die der Fachmann für sinnvoll halten würde, Gegenstand der Erfindung ist.
Bezugzeichenliste:
1 Verbundmaterial
2 Substrat
3 poröse Glasschicht
4 Versiegelungsschicht
5 Zweikomponentenschicht
6 Maske
10 PVD-Anlage
11 Elektronenquelle
12 Umlenkmagnet
13 Target
14 Rotationsachse
15 Elektrode
16 Pfeil
17 Substrathalter
18 Pumpe
19 Regelventil
20 Regelventil
21 Zuführung Feststoffpartikel
22 Regelventil
23 Zuführung Wasserdampf 30 optischer Datenspeicher
40 Elektrode
41 Metallsubstrat
42 Elektrodenplatte 50 Implantat
60 Flussdiagramm
61 Substrat bereitstellen
62 Materialquelle bereitstellen
63 Substrat bedampfen
64 Nanopartikel einstäuben
65 Material spin-coaten