Verfahren und Vorrichtung zum Messen magnetischer Eigenschaften von Dokumenten
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Messung magnetischer Eigenschaften von Dokumenten, insbesondere Banknoten, sowie einen dafür geeigneten Messkopf zur Messung von Magnetfeldänderungen.
Es sind Verfahren und Vorrichtungen zur Messung magnetischer Eigenschaften von Dokumenten bekannt, bei denen ein Magnetfeld mittels eines Permanentmagneten erzeugt wird. Diesbezüglich beschreibt die DE 40 22 739 Al eine Vorrichtung mit einem magnetischen Kreis, bestehend aus weich- und permanentmagnetischem Material, wobei das durch das permanentmagnetische Material erzeugte statische Magnetfeld den magnetischen Kreis durchsetzt. Der magnetische Kreis erzeugt ein Streufeld, welches Änderungen erfährt, wenn ein Messgut mit magnetischen Partikeln in den Streufeldbereich bewegt wird. Diese Änderungen werden mittels einer Spule detektiert, indem aufgrund der Änderungen in der Spule eine Spannung induziert wird. Bei diesem Messprinzip kann die zu messende Änderung bereits durch geringfügige äußere Einflüsse merklich beeinflusst werden, so dass die Detektion der Änderung zusätzlich erschwert wird.
Die DE 39 31 828 Al beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Lesen eines Streifencodes, der aus einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten Streifen aus ferromagnetischem Material besteht. Über dem Streifencode wird ein hochfrequentes elektromagnetisches Wechselfeld erzeugt, so dass durch die ferromagnetischen Streifen eine Änderung des elektromagnetischen Wechselfelds hervorgerufen wird. Mittels Sensorspulen, welche entsprechend der Änderungen eine sich ändernde elektrische Spannung induzieren, ist ein induktives Erkennen des
Streifencodes möglich. Die induzierte Spannung kann jedoch durch äußere Einflüsse gestört werden, so dass die gemessenen Änderungen verfälscht
sind. Um solche Störungen aus dem gemessenen Signal zu eliminieren, wird das gemessene Signal zusätzlich einem Synchron-Demodulator und einem Tiefpass zugeführt. Dabei wird das gemessene Signal im Synchron- Demodulator mit einem Referenzsignal der selben Frequenz und möglichst der gleichen Phase multipliziert. Anschließend werden im Tiefpass hochfrequente Anteile herausgefiltert, um ein bereinigtes Signal zu erhalten, welches im wesentlichen nur noch die gemessenen Änderungen enthält. Diese Art der Signalverarbeitung wird bisweilen auch als Lock-In-Prinzip bezeichnet.
Nachteilig bei den vorgenannten induktiven Verfahren ist, dass geringe Änderungen des elektromagnetischen Wechselfeldes, beispielsweise wenn lediglich eine sehr geringe Konzentration ferromagnetischen Materials in den Streifen vorgesehen ist oder das anregende Magnetfeld schwach ist, nur sehr schwierig oder gar nicht erkennbar sind. Grund dafür ist vor allem, dass in der Messumgebung häufig Störfelder vorhanden sind, welche die Messung so überlagern, dass eine zusätzliche geringfügige Änderung des elektromagnetischen Wechselfelds durch ein zu messendes Dokument mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr zuverlässig detektierbar ist.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine Lösung anzugeben, um auch Dokumente mit geringen Mengen magnetischer Partikel zuverlässig klassifizieren zu können.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. In davon abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung angegeben.
Erfindungsgemäß wird ein zu prüfendes Dokument, in dem magnetische Partikel enthalten sind, in ein elektromagnetisches Wechselfeld eingebracht,
wobei zur Messung der Änderung des Wechselfelds ein Messelement eingesetzt wird, welches abhängig von dem am Messelement anliegenden elektromagnetischen Wechselfeld ein elektrisches Eingangssignal des Messelements in ein elektrisches Ausgangssignal wandelt. Gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten rein induktiven Messverfahren hat die Messung mit einem solchen Messelement den Vorteil, dass sie zeitunabhängig ist, da die Änderung des elektrischen Widerstands bei einem gegebenen Prüf dokument nur und direkt von der Stärke des angelegten Magnetfelds abhängt. Dagegen sind rein induktive Verfahren (auch) zeitabhängig, da in der Spule nur dann eine Spannung induziert wird, wenn der die Spule durchsetzende magnetische Fluss einer zeitlichen oder räumlichen Änderung unterliegt. Die Erfindung ermöglicht daher eine statische Messung oder eine Messung bei langsamem Dokumentenvorschub, wodurch die Messung exakter wird.
Bevorzugt wird ein Messelement verwendet, bei dem sich abhängig von den Änderungen des elektromagnetischen Wechselfelds der elektrische Widerstand des Messelements ändert. Das Messelement kann beispielsweise mit einem Strom versorgt werden, so dass am Messelement eine Wechselspannung abfällt. Ändert sich nun aufgrund der Änderung des
Wechselfelds der elektrische Widerstand des Messelements, ändert sich auch die Amplitude der anliegenden Wechselspannung. Diese erfasste Amplitudenänderung kann dann entsprechend weiterverarbeitet werden.
Besonders bevorzugt wird als Messelement ein magnetoresitiven Element verwendet. Bevorzugt ist dieses ein Giant-MagnetoResistance (GMR- )Element. Bei GMR-Elementen ändert sich durch die Änderung eines am Element anliegenden, externen Magnetfelds dessen elektrischer Widerstand. Dadurch ist das GMR-Element in der Lage, magnetisch codierte Information in ein elektrisches Signal umzuwandeln, indem sich die Amplitude des
Ausgangssignals des GMR-Elements abhängig vom Widerstandswert des GMR-Elements ändert. Besonderer Vorteil eines solchen Messelements ist, dass bereits geringe Änderungen des elektromagnetischen Wechselfelds festgestellt werden können, da GMR-Elemente die Eigenschaft haben, ihren elektrischen Widerstand bereits bei geringen Magnetfeldänderungen vergleichsweise stark zu ändern. Dadurch besitzen GMR-Elemente gegenüber anderen Messelementen bzw. Sensoren eine erhöhte Empfindlichkeit. Es ist daher möglich, auch schwach dotierte Dokumente zu detektieren, die nur eine geringe Feldänderung hervorrufen. Aufgrund der erhöhten Empfindlichkeit können außerdem echte Banknoten besser von Fälschungen unterschieden werden, deren Magnetpartikelanteil sich von dem echter Banknoten nur geringfügig unterscheidet. Des weiteren ist die erfindungsgemäße Vorrichtung variabel einsetzbar und beeinflusst benachbarte Systeme nur wenig, da der GMR-Sensor aufgrund seiner hohen Empfindlichkeit auch bei entsprechend geringen Feldstärken arbeiten kann.
Erzeugt der Signalgenerator ein hochfrequentes Signal, kann ein weiterer Vorteil des GMR-Elements genutzt werden. Das störende 1/f Rauschen des GMR-Elements tritt nämlich bei einem GMR-Element nur im niederfrequenten Bereich auf und verschwindet oberhalb einer bestimmten Frequenz, wodurch nur noch ein niedrigerer, weißer Rauschanteil übrig bleibt. Auf diese Weise erzielt man einen wesentlich höheren Signal- zu Störabstand. Hochfrequent bedeutet in diesem Zusammenhang eine Frequenz von mehr als 1 kHz, vorzugsweise über 10 kHz. In Tests konnten weich- und hartmagnetische Partikel mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung bei einer Referenzfrequenz von 7 kHz nachgewiesen werden. Aufgrund der Eigenschaften des GMR-Elements ist bei einer Referenzfrequenz zwischen 10 kHz und 50 kHz eine Verbesserung der Messergebnisse zu erwarten. Der Aufbau von GMR-Elementen und deren
Funktionsweise werden im Detail beispielsweise in der EP 0 793 808 Bl beschrieben.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, das Ausgangssignal des Messelements mittels eines Lock-In- Verstärkers zu verarbeiten. Wird als Messelement nun beispielsweise ein GMR-Element eingesetzt, können bereits sehr geringe Änderungen des elektromagnetischen Wechselfelds durch das GMR- Element detektiert werden. Da diese Änderungen vergleichsweise geringe Änderungen des Ausgangssignals des GMR-Elements zur Folge haben, kann das Ausgangssignal im Lock-In-Verstärker zur Weiterverarbeitung verstärkt werden. Dazu wird das GMR-Signal, nachdem es zuvor gegebenenfalls verstärkt wurde, in einem Synchron-Demodulator mit einem normierten Referenzsignal der selben Frequenz multipliziert. Vorzugsweise dient der Signalgenerator, mit dem das elektrische Eingangssignal für das GMR- Element erzeugt wird, auch zum Generieren des Referenzsignals. Da die Frequenz des GMR- Ausgangssignals unabhängig von jeglicher Magnetfeldeinwirkung immer der des GMR-Eingangssignals entspricht, lassen sich mit dem gemeinsamen Signalgenerator frequenzgleiche Signale für die Lock-In- Verstärkung erzeugen. Um sicherzustellen, dass das Referenzsignal phasenrichtig mit dem GMR- Ausgangssignal multipliziert wird, kann beispielsweise eine Phasenregelschleife (PLL) zur phasenstarren Regeneration des Referenzsignals eingesetzt werden.
Anschließend durchläuft das Ausgangssignal des Synchron-Demodulators einen Tiefpass. Der Tiefpass mit einer bestimmten Grenzfrequenz entfernt die störenden hochfrequenten Komponenten. Nachdem durch den Tiefpass die hochfrequenten Anteile herausgefiltert sind, erhält man als Ergebnis ein bereinigtes Signal, welches proportional zur Amplitude des GMR- Ausgangssignals ist.
Da das elektrische Ausgangssignal des Messelements mit einem systemimmanenten Referenzsignal der selben Frequenz und Phase multipliziert wird, wobei als Referenzsignal vorzugsweise das Eingangssignal für das Messelement verwendet wird, können selbst geringe Änderungen des elektromagnetischen Wechselfelds, welche vom Messelement detektiert und nachgewiesen werden können, mit hoher Genauigkeit verarbeitet werden. Eine zusätzliche Auswerteelektronik kann eingesetzt werden, um die Messungen entsprechend auszuwerten. Insbesondere bei Vergleichsmessungen muss das gemessene und vom Lock- In- Verstärker verarbeitet Signal mit einem vorgegebenen Signal und /oder anderen gemessenen Signalen verglichen und ausgewertet werden. Dieser Vergleich und die Auswertung erfolgen dann in der Auswerteelektronik, wobei die Auswerteelektronik beispielsweise den Lock-In-Verstärker bereits umfassen kann.
Besonders vorteilhaft kann die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Messung bzw. Erkennung weichmagnetischer Partikel in Dokumenten eingesetzt werden. Die weichmagnetischen Partikel werden durch das elektromagnetische Wechselfeld ständig ummagnetisiert. Die Partikel bündeln die magnetischen Feldlinien, wodurch sie das Magnetfeld verstärken. Ein Vorteil weichmagnetischer Materialien besteht darin, dass sie leicht magnetisierbar sind und daher auch schwache Magnetfelder verstärken können. Andererseits ändern weichmagnetische Materialien im Gegensatz zu hartmagnetischen Materialien das elektromagnetische Wechselfeld nur geringfügig und liefern somit lediglich ein schwaches zu messendes Signal. Mit herkömmlichen Messeinrichtungen sind sie daher nicht immer zuverlässig detektierbar. Durch die Erfindung lassen sich auch solche Materialien in Dokumenten zuverlässig detektieren, insbesondere wenn ein GMR-Element und/ oder ein Lock-In-Verstärker zum Einsatz kommen.
In einer Ausgestaltung der Erfindung wird das elektromagnetische Wechselfeld durch hochfrequente Bursts eines Burstgenerators erzeugt. Unter einer Burst- Anregung versteht man die intermittierende/ stoßweise Übertragung eines Signals. Die Burst- Anregung ermöglicht eine besonders hohe Strombelastung der felderzeugenden Spule aufgrund der geringeren durchschnittlichen Verlustleistung. Die durchschnittliche Verlustleistung ist beim Burst geringer, da in den Burstpausen keine Verlustleistung entsteht. Werden Bursts mit hoher Stromstärke eingesetzt, so werden die magnetischen Partikel des Dokuments entsprechend stärker magnetisiert und rufen folglich eine stärkere Änderung des Wechselfelds hervor. Dadurch wird die elektrische Ausgangsgröße des Messelements, also im Falle eines GMR-Elements dessen elektrischer Widerstand, entsprechend stärker verändert, wodurch die Messung der magnetischen Eigenschaften des Dokuments exakter wird.
Mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist auch die Unterscheidung von hart- und weichmagnetischen Partikeln möglich. Hartmagnetische Materialien besitzen eine wesentlich "breitere" Hysteresisschleife als weichmagnetische Materialien. D.h., hartmagnetische Materialien besitzen eine höhere Remanenz, wodurch im Vergleich zu weichmagnetischen Materialien eine wesentlich höhere Koerzitivfeldstärke aufzuwenden ist, um diese Remanenz zum Verschwinden zu bringen. Folglich weisen hartmagnetische Materialien bei nicht vorhandenem äußeren Magnetfeld, also bei Stromlosigkeit der Erregerspule, eine höhere Remanenz auf, welche sich bei der Messung mit dem Messelement durch eine größere Änderung des elektrischen Widerstands des Messelements bemerkbar macht. Aufgrund dieser unterschiedlichen Eigenschaften der hart- und weichmagnetischen Materialien kann anhand eines Vergleichs unterschiedlicher Messungen festgestellt werden, um welche Art von
Material es sich handelt. Beispielsweise können die Partikel in einer Vormagnetisierungsstrecke vormagnetisiert werden. Dann können zu Zeitpunkten, in denen die Spule kein elektromagnetisches Wechselfeld erzeugt, Messungen durchgeführt werden. Besonders bevorzugt wird als Anregung für die Erregerspule eine Burst- Anregung eingesetzt, da in den Pulspausen zwischen den sich wiederholenden Pulspaketen, in denen die Erregerspule keinen Strom führt, die zu messenden Materialien vormagnetisiert sind und gemessen werden können.
Ein Messkopf zum Messen von Änderungen eines Magnetfelds, der vorteilhaft mit der vorliegenden Erfindung einsetzbar ist, umfasst mindestens eine Erregerspule zur Erzeugung eines Magnetfelds und ein Giant-MagnetoResistance (GMR-)Element zur Messung von Änderungen des Magnetfelds, wobei die mindestens eine Erregerspule und das GMR- Element auf einer Leiterplatte angeordnet sind. Die Integration der Spule und des GMR-Elements auf einer Leiterplatte ist preisgünstig und ist daher gegenüber bekannten Messköpfen von Vorteil. Auch eine zum Auswerten von Änderungen des Magnetfelds geeignete Auswerteelektronik kann kostengünstig auf der Leiterplatte angeordnet sein. Dabei kann Auswerteelektronik den Lock-In- Verstärker umfassen.
Bevorzugt wird die Leiterplatte zwischen zwei Elementen, beispielsweise aus Ferrit-Material, angeordnet, die den Fluss des von der mindestens einen Erregerspule erzeugten Magnetfelds konzentrieren. Des weiteren ist die Anordnung der Erregerspule auf der Leiterplatte preisgünstig als mehrlagig gedruckte Spule ausgeführt.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Messkopfs ist der platzsparende Aufbau. Dadurch ist es beispielsweise möglich, eine Vielzahl von Messköpfen in der oben beschriebenen erfindungsgemäßen Vorrichtung
nebeneinander anzuordnen, um die Messungen über die ganze Breite eines zu untersuchenden Dokuments entlang einer Vielzahl von Messspuren gleichzeitig durchführen zu können.
Nach einer weiteren Idee der vorliegenden Erfindung sind als magnetoresistive Elemente anstelle von GMR-Elementen alternativ auch sogenannte „Spin-dependent Tunneling-" (SDT-) Elemente verwendbar. Diese SDT-Elemente haben einen um einen Faktor 10-20 höhere Empfindlichkeit als GMR-Elemente und sind deshalb besonders bevorzugt.
Es sei betont, daß die Merkmale der abhängigen Ansprüche und der in der nachstehenden Beschreibung genannten Ausführungsbeispiele in Kombination oder auch unabhängig voneinander und insbesondere vom Gegenstand der Hauptansprüche, d.h. z.B. bei Magnetmessverfahren ohne Verwendung von Lock-In- Verstärkern, weitere Grundgedanken beschreiben und vorteilhaft verwendet werden können.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung verschiedener, erfindungsgemäßer Ausführungsbeispiele und Ausführungsalternativen im Zusammenhang mit den begleitenden Zeichnungen. Darin zeigen:
Figur 1 einen Messkopf;
■ Figur 2 schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit dem
Messkopf aus Figur 1; und
Figur 3 eine bevorzugte Ausgestaltung eines Messkopfs im
Querschnitt.
Figur 1 zeigt einen Messkopf 1 zur Verwendung in einer erfindungsgemäßen Vorrichtung. Auf zwei parallelen Spulenkernen 2, welche an einem Ende miteinander verbunden sind, ist jeweils eine Spule 3 angeordnet. Werden die Spulen 3 mit Strom versorgt, erzeugen sie ein Magnetfeld. Dabei wird ein Wechselstrom verwendet, so dass sich am Messkopf 1 ein elektromagnetisches Wechselfeld ausbildet. Die Spulenkerne 2 sind lediglich an einem Ende miteinander verbunden, so dass sich zwischen den freien Enden der Spulenkerne 2 ein Luftspalt 4 bildet. Dabei bildet sich an den freien Enden der Spulenkerne 2 ein magnetisches Streufeld aus. Ein Dokument 5 mit weichmagnetischen Partikeln, beispielsweise eine Banknote, deren Farbe eines Druckbilds mit weichmagnetischen Partikeln versehen ist, wird derart am Luftspalt 4 der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorbeibewegt, dass das Streufeld des elektromagnetischen Wechselfelds auf die weichmagnetischen Partikel einwirkt. So wird durch die weichmagnetischen Partikel im Dokument 5 die Flussdichte im Streufeldbereich erhöht.
Zwischen den Spulen 3 ist ein Messelement 6 vorgesehen, welches eine entsprechende Änderung des elektromagnetischen Wechselfelds detektiert. Das Messelement 6 kann beispielsweise ein GMR-Element sein, welches bei Anlegen eines Magnetfelds seine elektrischen Eigenschaften ändert. Am GMR-Element liegt ein Signal an, dessen Amplitude sich entsprechend der Änderung des Magnetfelds ändert. Die Weiterverarbeitung des amplitudenmodulierten GMR-Augangssignals wird nachfolgend in Bezug auf Figur 2 beschrieben. Das GMR-Element wird vorzugsweise derart angeordnet, dass das Magnetfeld, welches beispielsweise durch Burst- Anregung der zwei Spulen 3 erzeugt wird, senkrecht zur empfindlichen Achse des GMR-Elements angeordnet ist. Dadurch wird eine Übersteuerung des GMR-Elements vermieden. Das GMR-Element ist für Magnetfelder senkrecht zu seiner Hauptempfindlichkeitsachse unempfindlich.
Wie bereits erwähnt kann zusätzlich oder alternativ zu den GMR-Elementen bei dieser und allen anderen Ausführungsformen vorzugsweise aufgrund der höheren Messempfindlichkeit auch ein „Spin-dependent Tunneling-" (SDT-) Element verwendet werden.
Wenn mit einem solchen Messkopf 1 die gesamte Breite des Messobjekts erfasst werden soll, ist wegen des großen Luftspalts das Magnetfeld entsprechend stark zu dimensionieren. Beispielsweise kann dazu ein Anregungsburst hoher Stromstärke durch die Spulen geleitet werden. Es ist aber auch möglich, mehrere kleine Messköpfe nebeneinander anzuordnen.
Figur 2 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Zusätzlich zum Messkopf 1 aus Figur 1 ist ein Lock-In- Verstärker 7 mit zumindest einigen seiner Elemente gezeigt. Das Ausgangssignal des GMR-Elements wird im dargestellten Ausführungsbeispiel des Lock-In- Verstärkers 7 zunächst mittels eines Verstärkers 8 vorverstärkt. Anschließend wird das vorverstärkte Signal einem Synchron-Demodulator 9 zugeführt, dessen Funktionsweise bereits zuvor beschrieben wurde. Dem Synchron-Demodulator 9 wird außerdem ein Referenzsignal zugeführt, das frequenzgleich mit dem vorverstärkten Signal sein muss, damit der Lock-In- Verstärker 7 das gewünschte Ergebnis liefert. Dieses Referenzsignal wird in einem Referenzgenerator 10 generiert und dient im dargestellten Ausführungsbeispiel außerdem zur elektrischen Versorgung des Messkopfs 1, insbesondere des GMR-Elements 6 mit einem Eingangssignal und der beiden Spulen 3 mit einem Erregersignal.
Da herkömmliche Lock-In-Verstärker nur zur Verarbeitung von Analogsignalen geeignet sind, kann das Referenzsignal beispielsweise ein Wechselstromsignal sein. Durch die Änderungen des elektromagnetischen
Wechself elds, welche den elektrischen Widerstand des GMR-Elements 6 ändern, ändert sich die Amplitude der am GMR-Element 6 abfallenden Spannung. Dieses Wechselspannungssignal mit sich ändernder Amplitude wird als Aussgangssignal des GMR-Elements dem Lock-In- Verstärker 7 zur Verfügung gestellt. Nachdem das vorverstärkte GMR- Ausgangssignal mit dem frequenzgleichen Referenzsignal im Synchron-Demodulator 9 multipliziert wurde, filtert ein Tiefpassfilter 11 hochfrequente Störkomponenten des Signals heraus, so dass ein Signal erhalten wird, welches proportional zur Signalamplitude des GMR- Ausgangssignals ist.
Figur 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines bevorzugten Messkopfs 12 im Querschnitt. Auf einer Leiterplatte 13 sind mehrlagig gedruckte Spulen 14 zum Erzeugen eines elektromagnetischen Wechselfelds und ein Giant- MagnetoResistance-Element 6 zum Messen von Änderungen des Wechselfelds angeordnet. Die Leiterplatte 13 selbst ist zwischen zwei
Elementen 15 angeordnet, welche den Fluss des durch die Spulen erzeugten Magnetfelds in der Ebene des GMR-Elements 6 konzentrieren. Diese beiden Elemente 15 bestehen beispielsweise aus einem Ferrit-Material, welches sich auch zur Verwendung in herkömmlichen Spulenkernen eignet. Wie in Figur 3 dargestellt, wird das Dokument quer zum senkrecht angeordneten Messkopf 12 bewegt.