Verwendung substituierter lmidazo[1,2-a]-pyridin-3-yl-amid- und lmidazo[1,2-a]-pyridin-3-yl-aminverbindungen als Arzneimittel
Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung substituierter lmidazo[1 ,2-a]- pyridin-3-yl-amid- und lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-aminverbindungen sowie ihrer physiologisch verträglichen Salze als Inhibitoren für die Stickstoffmonoxid-Synthase und zur Herstellung von Arzneimitteln sowie ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
Stickstoffmonoxid (NO) reguliert zahlreiche physiologische Prozesse, unter anderem die Neurotransmission, die Relaxation und Proliferation von glatter Muskulatur, die Adhäsion und Aggregation von Thrombozyten sowie die Gewebeverletzung und Entzündung. Aufgrund der Vielzahl von Signalfunktionen wird Stickstoffmonoxid mit einer Reihe von Krankheiten in Verbindung gebracht, beispielsweise in L. J. Ignarro, Angew. Chem. (1999), 111 , Seiten 2002-2013 und in F. Murad, Angew. Chem. Int. Ed. (1999), 111 , Seiten 1976-1989. Eine wichtige Rolle bei der therapeutischen Beeinflussung dieser Krankheiten spielt dabei das für die physiologische Bildung von Stickstoffmonoxid verantwortliche Enzym, die Stickstoffmonoxid-Synthase (NO- Synthase). Bislang wurden drei verschiedene Isoformen der NO-Synthase identifiziert, nämlich die beiden konstitutiven Formen nNO-Synthase und eNO- Synthase sowie die induzierbare Form iNO-Synthase (A. J. Hobbs, A. Higgs, S. Moncada, Annu. Rev. Pharmacol. Toxicol. (1999), 39, Seiten 191-220; I. C. Green, P.-E. Chabrier, DDT (1999), 4, Seiten 47-49; P.-E. Chabrier et al., Cell. Mol. Life Sei. (1999), 55, Seiten 1029-1035).
Die Hemmung der NO-Synthase eröffnet neue Therapieansätze für verschiedene Krankheiten, die mit Stickstoffmonoxid in Zusammenhang stehen (A. J. Hobbs et al., Annu. Rev. Pharmacol. Toxicol. (1999), 39, Seiten 191-220; I. C. Green, P.-E. Chabrier, DDT (1999), 4, Seiten 47-49; P.-E. Chabrier et al., Cell. Mol. Life Sei. (1999), 55, Seiten 1029-1035), wie beispielsweise Migräne (L. L. Thomsen, J. Olesen, Clinical Neuroscience (1998), 5, Seiten 28-33; L. H. Lassen et al., The Lancet (1997), 349, 401-402), septischer Schock, neurodegenerative Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Morbus Alzheimer oder Morbus Huntington, Entzündungen, Entzündungsschmerz, cerebrale Ischämie, Diabetes, Meningitis und Arteriosklerose. Darüber hinaus kann die Inhibierung der NO-
Synthase einen Effekt auf die Wundheilung, auf Tumoren und auf die Angiogenese haben sowie eine unspezifische Immunität gegen Mikroorganismen bewirken (A. J. Hobbs et al., Annu. Rev. Pharmacol. Toxicol. (1999), 39, Seiten 191-220).
Bislang bekannte Wirkstoffe, die die NO-Synthase hemmen, sind neben L-NMMA und L-NAME- d.h. Analoga des L-Arginins, aus dem in-vivo unter Beteiligung von NO-Synthase Stickstoffmonoxid und Citrullin gebildet werden - u.a. S-Methyl-L- citrullin, Aminoguanidin, S-Methylisoharnstoff, 7-Nitroindazol und 2- Mercaptoethylguanidin (A. J. Hobbs et al., Annu. Rev. Pharmacol. Toxicol. (1999), 39, Seiten 191-220).
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand daher darin, Arzneimittel zur Verfügung zu stellen, die als Inhibitor auf die Stickstoffmonoxid-Synthase wirken. Insbesondere sollen sich die Arzneimittel zur Behandlung von Migräne, septischem Schock, neu rodegenerativen Erkrankungen, wie Multipler Sklerose, Morbus Parkinson, Morbus Alzheimer oder Morbus Huntington, Entzündungen, Entzündungsschmerz, cerebraler Ischämie, Diabetes, Meningitis, Arteriosklerose, Pilzerkrankungen oder zur Wundheilung eignen.
Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß substituierte lmidazo[1 ,2-a]-pyridin- 3-yl-amid- und -aminverbindungen der nachstehenden allgemeinen Formel I als Inhibitoren auf die Stickstoffmonoxid-Synthase wirken und sich insbesondere zur Behandlung von Migräne, septischem Schock, neurodegenerativen Erkrankungen, wie Multipler Sklerose, Morbus Parkinson, Morbus Alzheimer oder Morbus Huntington, Entzündungen, Entzündungsschmerz, cerebraler Ischämie, Diabetes, Meningitis, Arteriosklerose, Pilzerkrankungen oder zur Wundheilung eignen.
Ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher die Verwendung wenigstens einer substituierten lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-amid- oder -aminverbindung der allgemeinen Formel I,
worin jeweils
R1 für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Ci-β-Alkyl- Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C2-8-Alkenyl-Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C2-8-Alkinyl-Rest, einen C3-8-Cycloalkyl-Rest, einen über eine Cι-8-Alkylen-Gruppe gebundenen C3-8-Cycloalkyl-Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl-Rest, F, Cl, Br, I, CN, NO2, NH2, C(=O)R5, CO2H, CO2R6, OH oder OR7, vorzugsweise für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten d-s-Alkyl-Rest, F, Cl, Br, CN, NO2, NH2, C(=O)R5, CO2H, CO2R6, OH oder OR7, besonders bevorzugt für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C1-8-Alkyl-Rest steht,
R2 für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten d-β-Alkyl- Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C2-8-Alkenyl-Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C2-8-Alkinyl-Rest, einen C3-8-Cycloalkyl-Rest, einen über eine C-ι.8-Alkylen-Gruppe gebundenen C3-8-Cycloalkyl-Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl-Rest, H, F, Cl, Br,
I, CN, NO2, NH2, C(=O)R5, CO2H, CO2R6, OH oder OR7, vorzugsweise für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C-ι-8-Alkyl-Rest oder für H, besonders bevorzugt für H steht,
R3 für H, C(=O)R8 oder SO2R8, vorzugsweise für H oder C(=O)R8, besonders bevorzugt für H steht,
R4 für H, für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten
Cι-8-Alkyl-Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C2-8-Alkenyl-Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C2-8-Alkinyl-Rest, einen C3-8-Cycloalkyl-Rest, einen C3-7- Heterocyclyl-Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl-Rest, einen über eine Cι-8-Alkylen-Gruppe gebundenen C3-8-Cycloalkyl-Rest, einen über eine C-i-β-Alkylen-Gruppe gebundenen C3-7-Heterocyclyl-Rest, einen über eine Cι-8-Alkylen-Gruppe gebundenen, unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl-Rest, vorzugsweise für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Cι-8-Alkyl-Rest oder für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl- Rest, besonders bevorzugt für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl-Rest steht,
R5 für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Cι-8-Alkyl- Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C2-8-Alkenyl-Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C2-8-Alkinyl-Rest, einen C3-8-Cycloalkyl-Rest, einen über eine C-i-β-Alkylen-Gruppe gebundenen C3.8-Cycloalkyl-Rest, einen C3-7- Heterocyclyl-Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl-Rest oder für einen über eine Ci-β-Alkylen- Gruppe gebundenen, unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl-Rest, vorzugsweise für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C-ι.8-Alkyl-Rest oder für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl- Rest steht,
R6 für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C-ι-8-Alkyl- Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C2-8-Alkenyl-Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C2-8-Alkinyl-Rest, einen C3-8-Cycloalkyl-Rest, einen über eine C-i-β-Alkylen-Gruppe gebundenen C3-8-Cycloalkyl-Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl-Rest oder für einen über eine Cι-8-Alkylen-Gruppe gebundenen, unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl-Rest, vorzugsweise für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Cι-8-Alkyl-Rest oder für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl-Rest steht,
R7 für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C-ι-8-Alkyl- Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C2-8-Alkenyl-Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C2-8-Alkinyl-Rest, einen C3-8-Cycloalkyl-Rest, einen über eine Cι-8-Alkylen-Gruppe gebundenen C3-8-Cycloalkyl-Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl-Rest oder für einen über eine Cι-8-Alkylen-Gruppe gebundenen, unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl-Rest, vorzugsweise für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Cι-8-Alkyl-Rest oder für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl-Rest steht,
R8 für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Cι-8-Alkyl- Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C2-8-Alkenyl-Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten C2-8-Alkinyl-Rest, einen C3-8-Cycloalkyl-Rest, einen über eine C-i-β-Alkylen-Gruppe gebundenen C3-8-Cycloalkyl-Rest, einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl-Rest, einen über eine Cι-8-Alkylen-Gruppe gebundenen, unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl-Rest,
vorzugsweise für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Cι-8-Alkyl-Rest oder für einen unsubstituierten oder wenigstens einfach substituierten Aryl- oder Heteroaryl-Rest steht,
in Form ihrer Base oder eines physiologisch verträglichen Salzes als Inhibitor für die Stickstoffmonoxid-Synthase.
Bevorzugte Cι-8-Alkyl-Reste sind ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Methyl, Ethyl, n-Propyl, 2-Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec.-Butyl, tert.-Butyl, n-Pentyl, iso- Pentyl, neo-Pentyl, n-Hexyl, 2-Hexyl und n-Octyl.
Bevorzugte C2-8-Alkenyl-Reste sind ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Ethenyl (Vinyl), Propenyl (-CH2CH=CH2, -CH=CH-CH3, -C(=CH2)-CH3), Butenyl, Pentenyl, Hexenyl und Octenyl.
Bevorzugte C2-8-Alkinyl-Reste sind ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Ethinyl, Propinyl (-CH-C≡CH, -C≡C-CH3), Butinyl, Pentinyl, Hexinyl und Octinyl.
Sofern der Cι-8-Alkyl-Rest, der C2-8-Alkenyl-Rest oder der C2-8-Alkinyl-Rest einfach oder mehrfach substituiert vorliegt, ist (sind) ein oder mehrere Wasserstoffrest(e) bevorzugt durch einen Substituenten ausgewählt aus der Gruppe F, Cl, Br, I, CN, NH2, NH-Alkyl, NH-Aryl, NH-Heteroaryl, NH-Alkyl-Aryl, NH-Alkyl-Heteroaryl, NH- Heterocyclyl, NH-Alkyl-OH, N(Alkyl)2, N(Alkyl-Aryl)2, N(Alkyl-Heteroaryl)2, N(Heterocyclyl)2, N(Alkyl-OH)2, NO, NO2) SH, S-Alkyl, S-Aryl, S-Heteroaryl, S-Alkyl- Aryl, S-Alkyl-Heteroaryl, S-Heterocyclyl, S-Alkyl-OH, S-Alkyl-SH, OH, O-Alkyl, O-Aryl, O-Heteroaryl, O-Alkyl-Aryl, O-Alkyl-Heteroaryl, O-Heterocyclyl, O-Alkyl-OH, CHO, C(=O)C1-6-Alkyl, C(=S)Cι-6-Alkyl, C(=O)Aryl, C(=S)Aryl, C(=O)Cι-6-Alkyl-Aryl,
mit n = 1 , 2 oder 3, C(=S)Cι-6-Alkyl-Aryl, C(=O)-Heteroaryl, C(=S)-Heteroaryl, C(=O)- Heterocyclyl, C(=S)-Heterocyclyl, CO2H, CO2-Alkyl, CO2-Alkyl-Aryl, C(=O)NH2, C(=O)NH-Alkyl, C(=O)NHAryl, C(=O)NH-Heterocyclyl, C(=O)N(Alkyl)2, C(=O)N(Alkyl-
Aryl)2, C(=O)N(Alkyl-Heteroaryl)2, C(=O)N(Heterocyclyl)2, SO-Alkyl, SO2-Alkyl, SO2NH2, SO3H, Cycloalkyl, Aryl, Heteroaryl und Heterocyclyl ersetzt, wobei unter mehrfach substituierten C1-8-Alkyl-, C2-β-Alkenyl- oder C2-8-Alkinyl-Resten solche Reste zu verstehen sind, die entweder an verschiedenen Atomen oder an demselben Atom des jeweiligen Restes mehrfach, z.B. zwei- oder dreifach, substituiert sind, beispielsweise dreifach am gleichen Kohlenstoff-Atom wie im Falle von CF3 oder -CH2CF3 oder an verschiedenen Atomen wie im Falle von -CH(OH)-CH=CH-CHCI2. Die Mehrfachsubstitution kann mit dem gleichen oder mit verschiedenen Substituenten erfolgen. Sofern der Substituent selbst eine Alkylgruppe aufweist, ist diese bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe Methyl, Ethyl, CH2-OH und CF3.
Der Ausdruck "C3-8-Cycloalkyl-Rest" umfaßt im Sinne der vorliegenden Erfindung cyclische Kohlenwasserstoffe mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen, die gesättigt oder ungesättigt, unsubstituiert oder wenigstens einfach substituiert sein können, wobei die Bindung des Cycloalkyl-Restes an das Grundgerüst der allgemeinen Formel I über jedes beliebige Ringglied des Cycloalkyl-Restes erfolgen kann. Bevorzugt ist der C3-8-Cycloalkyl-Rest ausgewählt aus der Gruppe Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl, Cyclooctyl, Cyclopentenyl, Cyclohexenyl, Cycloheptenyl und Cyclooctenyl. Besonders bevorzugt ist der C3-8-Cycloalkyl-Rest ein Cyclohexyl-Rest.
Der Ausdruck "C3-7-Heterocyclyl-Rest" umfaßt im Sinne der vorliegenden Erfindung einen 3-, 4-, 5-, 6- oder 7-gliedrigen cyclischen organischen Rest, der mindestens 1 , ggf. auch 2, 3, 4 oder 5 Heteroatome im Ringsystem aufweist, wobei die Heteroatome gleich oder verschieden sein können und der cyclische Rest gesättigt oder ungesättigt, nicht aber aromatisch ist und unsubstituiert oder wenigstens einfach substituiert sein kann. Die Bindung des Heterocyclyl-Restes an das Grundgerüst der allgemeinen Formel I kann über jedes beliebige Ringglied des Heterocyclyl-Restes erfolgen. Der Heterocyclyl-Rest kann auch Teil eines bi- oder polycyclischen Systems sein. Bevorzugte Heteroatome sind ausgewählt aus der Gruppe Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel. Vorzugsweise ist der C3-7-Heterocyclyl-Rest ausgewählt aus der Gruppe Tetrahydrofuryl, Tetrahydropyranyl, Pyrrolidinyl, Piperidinyl, Piperazinyl und Morpholinyl.
Der Ausdruck "Aryl-Rest" bedeutet im Sinne der vorliegenden Erfindung aromatische Kohlenwasserstoffe, die auch mit weiteren gesättigten, zumindest teilweise ungesättigten oder aromatischen Ringsystemen kondensiert sein können, wobei die Bindung des Aryl-Restes an das Grundgerüst der allgemeinen Formel I über jedes beliebige Ringglied des Aryl-Restes erfolgen kann. Sofern der Aryl-Rest mehr als einen Substituenten aufweist, können diese gleich oder verschieden sein und in jeder beliebigen und möglichen Position des Aryl-Restes vorliegen. Vorzugsweise ist der Aryl-Rest ausgewählt aus der Gruppe von unsubstituierten oder wenigstens einfach substituiertem Phenyl, Anthracenyl, 1-Naphthyl und 2-Naphthyl. Besonders bevorzugt ist der Aryl-Rest ausgewählt aus der Gruppe Phenyl, 3-Hydroxyphenyl, 3- Methoxyphenyl, 2,3-Dihydroxyphenyl, 2,3-Dimethoxyphenyl und 1-Naphthyl.
Der Ausdruck "Heteroaryl-Rest" steht im Sinne der vorliegenden Erfindung für einen 5-, 6- oder 7-gliedhgen cyclischen aromatischen Rest, der mindestens 1 , ggf. auch 2, 3, 4 oder 5 Heteroatome, aufweist, wobei die Heteroatome gleich oder verschieden sein können und wobei die Bindung an das Grundgerüst der allgemeinen Formel I über jedes beliebige und mögliche Ringglied des Heteroaryl-Restes erfolgen kann. Sofern der Heteroaryl-Rest mehr als einen Substituenten aufweist, können diese Heteroarylsubstituenten gleich oder verschieden sein und in jeder beliebigen und möglichen Position des Heteroaryls vorhanden sein. Der Heterocyclus kann auch mit weiteren gesättigten, zumindest teilweise ungesättigten oder aromatischen Ringsystemen kondensiert sein. Bevorzugte Heteroatome sind ausgewählt aus der Gruppe Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel. Vorzugsweise ist der Heteroaryl-Rest ausgewählt aus der Gruppe von unsubstituiertem oder wenigstens einfach substituiertem Pyrrolyl, Furyl, Thienyl, Pyrazolyl, Imidazolyl, Pyridinyl, Pyridazinyl, Pyrimidinyl, Pyrazinyl, Pyranyl, Indolyl, Indazolyl, Purinyl, Pyrimidinyl, Indolizinyl, Chinolinyl, Isochinolinyl, Chinazolinyl, Carbazolyl, Phenazinyl und Phenothiazinyl. Besonders bevorzugte Heteroaryl-Reste sind ausgewählt aus der Gruppe Pyridin-2- yl, Pyridin-3-yl, Furan-2-yl, Furan-3-yl, 5-Hydroxymethylen-furan-2-yl, 5-Nitro-furan-2- yl, 5-[1 ,3]-dioxolan-furan-2-yl, 5-Carbonsäure-furan-2-yl, Thien-2-yl (2-Thiophen), Thien-3-yl (3-Thiophen) und 5-Carbonsäure-2-thiophen (5-Carbonsäure-thien-2-yl).
Sofern der C3-8-Cycloalkyl, der C3-7-Heterocyclyl-, der Aryl- oder der Heteroaryl-Rest einfach oder mehrfach substituiert ist, wir darunter bevorzugt die ein- oder mehrfache, z.B. zwei-, drei- oder vierfache, Substitution eines oder mehrerer Wasserstoffatome des Ringsystems mit einem Substituenten ausgewählt aus der Gruppe F, Cl, Br, I, CN, NH2, NH-Alkyl, NH-Aryl, NH-Heteroaryl, NH-Alkyl-Aryl, NH- Alkyl-Heteroaryl, NH-Heterocyclyl, NH-Alkyl-OH, N(Alkyl)2, N(Alkyl-Aryl)2, N(Alkyl- Heteroaryl)2, N(Heterocyclyl)2, N(Alkyl-OH)2, NO, NO2, SH, S-Alkyl, S-Cycloalkyl, S- Aryl, S-Heteroaryl, S-Alkyl-Aryl, S-Alkyl-Heteroaryl, S-Heterocyclyl, S-Alkyl-OH, S- Alkyl-SH, OH, O-Alkyl, O-Cycloalkyl, O-Aryl, O-Heteroaryl, O-Alkyl-Aryl, O-Alkyl- Heteroaryl, O-Heterocyclyl, O-Alkyl-OH, CHO, C(=O)C1-6-Alkyl, C(=S)Cι-6-Alkyl, C(=O)Aryl, C(=S)Aryl, C(=O)-C1-6-Alkyl-Aryl,
mit n = 1 , 2 oder 3, C(=S)Cι-6-Alkyl-Aryl, C(=O)-Heteroaryl, C(=S)-Heteroaryl, C(=O)- Heterocyclyl, C(=S)-Heterocyclyl, CO2H, CO2-Alkyl, CO2-Alkyl-Aryl, C(=O)NH2, C(=O)NH-Alkyl, C(=O)NHAryl, C(=O)NH-Heterocyclyl, C(=O)N(Alkyl)2, C(=O)N(Alkyl- Aryl)2, C(=O)N(Alkyl-Heteroaryl)2, C(=O)N(Heterocyclyl)2, S(O)-Alkyl, S(O)-Aryl, SO2- Alkyl, SO2-Aryl, SO2NH2, SO3H, CF3, =O, =S; Alkyl, Cycloalkyl, Aryl, Heteroaryl und Heterocyclyl verstanden, wobei ein Substituent ggf. seinerseits substituiert sein kann. Die Mehrfachsubstitution erfolgt dabei mit gleichen oder unterschiedlichen Substituenten. Für "Aryl-Reste" sind besonders bevorzugte Substituenten ausgewählt aus der Gruppe F, CF3, OH und O-CH3. Für "Heteroaryl-Reste" sind besonders bevorzugte Substituenten ausgewählt aus der Gruppe OH, O-CH3, CH2OH, NO2, CO2H, CO2Ethyl und [1 ,3]-Dioxolan. Für "Cycloalkyl-Reste" sind besonders bevorzugte Substituenten CO2H oder CO2Ethyl.
Ganz besonders bevorzugt ist die Verwendung der Verbindung 7-Methyl-2-thiophen-3-yl-imidazo[1 ,2-a]pyrididin-3-yl-amin oder eines physiologisch verträglichen Salzes, vorzugsweise des entsprechenden Hydrochlorids, als Inhibitor für die Stickstoffmonoxid-Synthase.
Sofern die erfindungsgemäß zum Einsatz kommenden substituierten lmidazo[1 ,2-a]- pyridin-3-yl-amid und -aminverbindungen der allgemeinen Formel I oder deren physiologisch verträgliche Salze wenigstens ein Asymmetriezentrum aufweisen, können sie in Form ihrer Racemate, ihrer reinen Enantiomeren, ihrer reinen Diastereomeren oder in Form eines Gemisches aus wenigstens zwei der vorstehend genannten Stereoisomeren vorliegen. Ebenso können die substituierten lmidazo[1 ,2- a]-pyridin-3-yl-amid- und -aminverbindungen der allgemeinen Formel I auch in Form eines Gemisches ihrer Enantiomeren oder Diastereomeren vorliegen. Diese Gemische können zwei oder mehr der jeweiligen Stereoisomeren in jedem beliebigen Mischungsverhältnis aufweisen. Bevorzugt werden chirale substituierte lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-amid bzw. -aminverbindungen der allgemeinen Formel I in enantiomerenreiner Form verwendet.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung substituierter lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-aminverbindungen der oben angegebenen allgemeinen Formel I, worin der Rest R3 für H steht und die Reste R1, R2 und R4 bis R7 die Bedeutung gemäß der oben angegebenen allgemeinen Formel I haben, indem wenigstens ein substituiertes 2-Aminopyridin der allgemeinen Formel
worin die Reste R1 und R2 die Bedeutung gemäß der oben angegebenen allgemeinen Formel I haben, in Lösung mit wenigstens einem Aldehyd der allgemeinen Formel III,
worin der Rest R4 die Bedeutung gemäß der allgemeinen Formel I hat, und wenigstens einem Alkalimetallcyanid unter Einstrahlung von Mikrowellen umgesetzt und die so erhaltene Verbindungen der allgemeinen Formel I, worin der Rest R3 für H steht und die Reste R1, R2 und R4 bis R7 die Bedeutung gemäß der allgemeinen Formel I haben, falls erforderlich, nach üblichen, dem Fachmann bekannten Methoden gereinigt und gegebenenfalls isoliert wird.
Die Leistung, mit der die Mikrowellen eingestrahlt werden, sowie die Frequenz der eingestrahlten Mikrowellen können über einen breiten Bereich variieren.
Vorzugsweise erfolgt die Einstrahlung von Mikrowellen mit einer Leistung von 100 bis 1200 Watt, besonders bevorzugt 100 bis 250 Watt.
Die Frequenz der eingestrahlten Mikrowellen liegt bevorzugt im Bereich von 850 bis 22250 MHz, besonders bevorzugt im Bereich 915 ± 25 MHz, 2450 ± 13MHz, 5800 ± 75 MHz oder 22125 ± 125 MHz.
Die Reaktionsdauer zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann in Abhängigkeit von einer Vielzahl von Parametern variieren, beispielsweise der Art der jeweiligen Verbindungen der allgemeinen Formel II oder III, der Art des Lösungsmittels oder der Reaktionstemperatur. Die jeweils optimale Reaktionsdauer kann vom Fachmann durch einfache Vorversuche ermittelt werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt die Umsetzung bei einer Temperatur bis höchstens zur Siedetemperatur des eingesetzten Lösungsmittels oder Lösungsmittelgemisches. Besonders bevorzugt wird unter Rückfluß des Lösungsmittels oder Lösungsmittelgemisches umgesetzt.
Der Zeitpunkt, zu dem mit der Einstrahlung der Mikrowellen begonnen wird sowie die Dauer der Mikrowelleneinstrahlung können ebenfalls variieren. In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden zunächst wenigstens ein substituiertes 2-Aminopyridin der allgemeinen Formel II und wenigstens ein Aldehyd der allgemeinen Formel III unter Einstrahlung von Mikrowellen miteinander umgesetzt, das so erhaltene Reaktionsgemisch abgekühlt und anschließend mit wenigstens einem Alkalimetallcyanid ggf. unter erhöhter Temperatur umgesetzt. Alternativ ist es auch möglich, erst nach Zugabe aller Reaktionskomponenten zu dem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch mit der Einstrahlung der Mikrowellen zu beginnen.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden ein substituiertes 2-Aminopyridin der allgemeinen Formel II, ein Aldehyd der allgemeinen Formel III und ein Alkalimetallcyanid in äquimolaren Mengen miteinander umgesetzt.
Die Aldehyde der vorstehend angegebenen allgemeinen Formel III können sowohl in reiner Form als auch in Form ihrer Anlagerungsverbindungen, insbesondere in Form ihrer Bisulfit-Addukte eingesetzt werden.
Als Alkalimetallcyanid kommt in dem erfindungsgemäßen Verfahren bevorzugt Kaliumcyanid, Natriumcyanid oder deren Mischungen, besonders bevorzugt Kaliumcyanid zum Einsatz.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung substituierter lmidazo[1 ,2-a]- pyridin-3-yl-aminverbindungen der oben angegebenen allgemeinen Formel I, worin der Rest R3 für H steht und die Reste R1, R2 und R4 bis R7 die Bedeutung gemäß der allgemeinen Formel I haben kann sowohl in unpolaren als auch in polaren Lösungsmitteln durchgeführt werden, wobei die polaren Lösungsmittel sowohl protisch als auch unprotisch sein können. Es können auch Mischungen der vorstehend genannten Lösungsmittel zum Einsatz kommen.
Vorzugsweise wird in dem erfindungsgemäßen Verfahren als Lösungsmittel Wasser oder ein auf Wasser basierendes Lösungsmittelgemisch eingesetzt.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann sowohl bei Normaldruck als auch bei vermindertem oder erhöhten Druck durchgeführt werden. Bevorzugt kann es bei erhöhtem Druck, besonders bevorzugt bei einem Druck von bis zu 3 bar durchgeführt werden.
Die substituierten 2-Aminopyridine der allgemeinen Formel II und die Aldehyde der allgemeinen Formel III sind allgemein am Markt erhältlich oder können nach üblichen, dem Fachmann bekannten Methoden hergestellt werden.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von substituierten lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-amid-verbindungen der oben angegebenen allgemeinen Formel I, worin der Rest R3 für (C=O)R8 steht und die Reste R1, R2 sowie R4 bis R8 die Bedeutung gemäß der allgemeinen Formel I haben, indem man wenigstens eine Verbindung der allgemeinen Formel I, worin der Rest R3 für H steht und die Reste R1, R2 und R4 bis R7 die Bedeutung gemäß der oben angegebenen allgemeinen Formel I haben, mit wenigstens einer Verbindung der allgemeinen Formel R8-(C=O)-OH, R8-(C=O)-X oder R8-(C=O)-O-(C=O)-R8, worin X für Cl, Br oder I steht und der Rest R8 jeweils die Bedeutung gemäß der allgemeinen Formel I hat, zu einer Verbindung der allgemeinen Formel I, worin der Rest R3 für (C=O)R8 steht und die Reste R1, R2 sowie R4 bis R8 die Bedeutung gemäß der allgemeinen Formel I haben, umsetzt und diese, falls erforderlich, nach üblichen, dem Fachmann bekannten Methoden reinigt und gegebenenfalls isoliert.
Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von substituierten lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-amid-verbindungen der oben angegebenen allgemeinen Formel I, worin der Rest R3 für SO2R8 steht und die Reste R1, R2 und R4 bis R8 die Bedeutung gemäß der allgemeinen Formel I haben, indem man wenigstens eine Verbindung der allgemeinen Formel I, worin der Rest R3 für H steht und die Reste R1, R2 und R4 bis R7 die Bedeutung gemäß der allgemeinen Formel I haben, mit wenigstens einer Verbindung der allgemeinen Formel R8-SO2-OH, R8-SO2-X oder R8-SO2-O-SO2-R8, worin X für Cl, Br oder I steht und der Rest R8 jeweils die Bedeutung gemäß der allgemeinen Formel I hat, zu einer Verbindung der allgemeinen Formel I, worin der Rest R3 für SO2R8 steht und die Reste R1, R2 und R4 bis R8 die Bedeutung gemäß der allgemeinen Formel I haben umsetzt und diese, falls erforderlich, nach üblichen, dem Fachmann bekannten Methoden reinigt und gegebenenfalls isoliert.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von substituierten lmidazo[1 ,2-a]- pyridin-3-yl-amid-verbindungen der allgemeinen Formel I, worin der Rest R3 für (C=O)R8 oder SO2R8 steht und jeweils die Reste R1, R2 und R4 bis R8 die Bedeutung gemäß der allgemeinen Formel I haben, kann sowohl in einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch als auch ohne Lösungsmittel durchgeführt werden.
Als Lösungsmittel kann bevorzugt ein unpolares, ein polares, protisches oder ein polares, unprotisches Lösungsmittel zum Einsatz kommen.
Die Temperatur kann über einen breiten Bereich variieren, Bevorzugt beträgt die Temperatur 0 bis 300 °C, besonders bevorzugt 5 bis 250°C.
Besonders bevorzugt ist ein Verfahren zur Herstellung von substituierten lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-amid-verbindungen der oben angegebenen allgemeinen Formel I, worin der Rest R3 für (C=0)R8 steht und die Reste R1, R2 sowie R4 bis R8 die Bedeutung gemäß der allgemeinen Formel I haben, indem die Umsetzung mit einem Überschuß der Verbindung der allgemeinen Formel R8-(C=O)-O-(C=O)-R8 in einem aprotischen Lösungsmittel bei einer Temperatur von 25 bis 250 °C erfolgt.
Ebenfalls besonders bevorzugt ist ein Verfahren zur Herstellung von substituierten lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-amid-verbindungen der oben angegebenen allgemeinen Formel I, worin der Rest R3 für (C=O)R8 steht und die Reste R1, R2 sowie R4 bis R8 die Bedeutung gemäß der allgemeinen Formel I haben, indem die Umsetzung mit einem Überschuß der Verbindung der allgemeinen Formel R8-(C=O)-O-(C=O)-R8 ohne Gegenwart eines Lösungsmittels unter Einstrahlung von Mikrowellen erfolgt.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich die substituierten lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-amin- und -amid-verbindungen in großer Ausbeute und innerhalb kurzer Reaktionszeiten herstellen. Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Verbindungen zeichnen sich ferner durch eine hohe Reinheit aus, so daß sich das erfindungsgemäße Verfahren ausgezeichnet zur Herstellung von Substanzbibliotheken durch kombinatorische Chemie eignet.
Die erfindungsgemäßen substituierten lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-amid- und -aminverbindungen der allgemeinen Formel I können nach dem erfindungsgemäßen Verfahren sowohl in Form der freien Base wie auch als Salz isoliert werden. Die freie Base der jeweiligen lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-amid- oder
-aminverbindung der allgemeinen Formel I wird üblicherweise nach ihrer Herstellung gemäß dem oben beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahren und ggf. anschließender Aufarbeitung nach üblichen, dem Fachmann bekannten Methoden erhalten. Die so erhaltene oder in-situ ohne Isolierung gebildete freie Base der jeweiligen erfindungsgemäßen lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-amid- oder -aminverbindung der allgemeinen Formel I kann dann, beispielsweise durch Umsetzung mit einer anorganischen oder organischen Säure, vorzugsweise mit Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Methansulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure, Kohlensäure, Ameisensäure, Essigsäure, Oxalsäure, Bernsteinsäure, Weinsäure, Mandelsäure, Fumarsäure, Milchsäure, Citronensäure, Glutaminsäure oder Asparaginsäure, in das entsprechende, physiologisch verträgliche Salz übergeführt werden.
Die Überführung der jeweiligen lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-amid- oder -aminverbindung der allgemeinen Formel I in das entsprechende Hydrochlorid kann bevorzugt auch durch Versetzen der in einem geeigneten organischen Lösungsmittel, wie z.B. Butan-2-on (Methylethylketon), gelösten Verbindung der allgemeinen Formel I als freie Base mit Trimethylsilylchlorid (TMSCI) erhalten werden.
Sofern die erfindungsgemäßen substituierten lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-amid- und -aminverbindungen der allgemeinen Formel I nach dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren in Form ihrer Racemate oder anderer Mischungen ihrer verschiedenen Enantiomeren und/oder Diastereomeren erhalten werden, können diese nach üblichen, dem Fachmann bekannten Verfahren getrennt und ggf. isoliert werden. Beispielhaft seien chromatographische Trennverfahren, insbesondere Flüssigkeitschromatographie-Verfahren unter Normaldruck oder unter erhöhtem Druck, bevorzugt MPLC- und HPLC-Verfahren, sowie Verfahren der fraktionierten Kristallisation genannt. Dabei können insbesondere einzelne Enantiomeren, z.B. mittels HPLC an chiraler Phase oder mittels Kristallisation mit chiralen Säuren, etwa (+)-Weinsäure, (-)-Weinsäure oder (+)-10-Camphersulfonsäure, gebildete diastereomere Salze voneinander getrennt werden.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung wenigstens einer substituierten lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-amid- oder -aminverbindung der allgemeinen Formel I als Inhibitor für die Stickstoffmonoxid-Synthase zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung von Migräne, septischem Schock, neurodegenerativen Erkrankungen, vorzugsweise Multipler Sklerose, Morbus Parkinson, Morbus Alzheimer oder Morbus Huntington, Entzündungen, Entzündungsschmerz, cerebraler Ischämie, Diabetes, Meningitis, Arteriosklerose, Pilzerkrankungen oder zur Wundbehandlung.
Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung wenigstens einer substituierten lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-amid- oder -aminverbindung der allgemeinen Formel I zur Herstellung eines Arzneimittels zur Bekämpfung von Migräne, septischem Schock, neurodegenerativen Erkrankungen, vorzugsweise Multipler Sklerose, Morbus Parkinson, Morbus Alzheimer oder Morbus Huntington,
Entzündungen, Entzündungsschmerz, cerebraler Ischämie, Diabetes, Miningitis, Arteriosklerose, Pilzerkrankungen oder zur Wundbehandlung.
Die entsprechenden Arzneimittel können als flüssige, halbfeste oder feste Arzneiformen, beispielsweise in Form von Injektionslösungen, Tropfen, Säften, Sirupen, Sprays, Suspensionen, Granulaten, Tabletten, Patches, Kapseln, Pflastern, Zäpfchen, Salben, Cremes, Lotionen, Gelen, Emulsionen, Aerosolen oder in multipartikulärer Form, beispielsweise in Form von Pellets oder Granulaten, vorliegen und als solche auch verabreicht werden.
Neben wenigstens einer erfindungsgemäß zum Einsatz kommenden substituierten lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-amid- oder -aminverbindung der allgemeinen Formel I enthalten die erfindungsgemäßen Arzneimittel üblicherweise weitere physiologisch verträgliche pharmazeutische Hilfsstoffe, die bevorzugt ausgewählt werden können aus der Gruppe bestehend aus üblichen, dem Fachmann bekannten Trägermaterialien, Füllstoffen, Lösungsmittel, Verdünnungsmittel, oberflächenaktiven Stoffen, Farbstoffen, Konservierungsstoffen, Sprengmittel, Gleitmittel, Schmiermittel, Aromen und Bindemitteln.
Die Auswahl der physiologisch verträglichen Hilfsstoffe sowie die einzusetzenden Mengen derselben hängt davon ab, ob das Arzneimittel oral, subkutan, parenteral, intravenös, intraperitoneal, intradermal, intramuskulär, intranasal, buccal, rectal oder örtlich, zum Beispiel auf Infektionen an der Haut, der Schleimhäute und an den Augen, appliziert werden soll. Für die orale Applikation eignen sich bevorzugt Zubereitungen in Form von Tabletten, Dragees, Kapseln, Granulaten, Pellets, Tropfen, Säften und Sirupen, für die parenterale, topische und inhalative Applikation Lösungen, Suspensionen, leicht rekonstituierbare Trockenzubereitungen sowie Sprays. Erfindungsgemäße Verbindungen der allgemeinen Formel I in einem Depot in gelöster Form oder in einem Pflaster, gegebenenfalls unter Zusatz von die Hautpenetration fördernden Mitteln, sind geeignete perkutane Applikationszubereitungen. Oral oder perkutan anwendbare Zubereitungsformen können die entsprechenden Verbindungen der allgemeinen Formel I auch verzögert freisetzen.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Arzneimittel erfolgt mit Hilfe von üblichen, dem Fachmann bekannten Mitteln, Vorrichtungen, Methoden und Verfahren, wie sie beispielsweise in "Remington's Pharmaceutical Sciences", Hrsg. A.R. Gennaro, 17. Ed., Mack Publishing Company, Easton, Pa. (1985), insbesondere in Teil 8, Kapitel 76 bis 93, beschrieben sind. Die entsprechende Literaturbeschreibung wird hiermit als Referenz eingeführt und gilt als Teil der Offenbarung.
Die an den Patienten zu verabreichende Menge der jeweiligen lmidazo[1 ,2-a]-pyridin- 3-yl-amid- oder -aminverbindung Verbindung der allgemeinen Formel I kann variieren und ist beispielsweise abhängig vom Gewicht oder dem Alter des Patienten sowie von der Applikationsart, der Indikation und dem Schweregrad der Erkrankung. Üblicherweise werden 0,1 bis 5000 mg/kg, vorzugsweise 1 bis 500 mg/kg, besonders bevorzugt 2 bis 250 mg pro kg Körpergewicht des Patienten wenigstens einer lmidazo[1 ,2-a]-pyridin-3-yl-amid- oder -aminverbindung der allgemeinen Formel I appliziert.
Molekularpharmakologische Untersuchungen:
Im folgenden werden die zur Bestimmung der Stickstoffmonoxid-Synthase Inhibierung durch die erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel I verwendeten Assays beschrieben:
Stickstoffmonoxid-Synthase (NOS)-Assav
Dieser Assay erlaubt die Bestimmung der prozentualen Hemmung von NO-Synthase durch eine erfindungsgemäße Verbindung der allgemeinen Formel I mittels Messung der NOS-Aktivität bei Einwirken der Verbindung. Dabei wird NO-Synthase zusammen mit radioaktiv markiertem Arginin und der jeweiligen Verbindung der allgemeinen Formel I unter geeigneten Bedingungen gemischt. Nach Abbruch der NO- Bildungsreaktion zu einem vorgegebenen Zeitpunkt wird die Menge an nicht umgesetztem Arginin direkt oder indirekt bestimmt. Der Vergleich dieser Menge mit der in einem ohne Zusatz einer erfindungsgemäßen Verbindung der allgemeinen Formel I und unter sonst gleichen Bedingungen aus der Mischung von NOS und Arginin zurückbleibenden Menge an Arginin ergibt die prozentuale Hemmung von
NO-Synthase durch die getetstete Verbindung. Dieser Assay läßt sich wie folgt durchführen:
(a) Inkubation der NO-Synthase mit markiertem Arginin als Substrat in einem Reaktionsgefäß,
(b) Trennung des markierten Arginins von dem gegebenenfalls als Produkt der enzymatischen Reaktion entstandenen, markierten Citrullin zu einem Zeitpunkt, zu dem die Konzentration an Citrullin ansteigt,
(c) Messung der Menge an jeweils abgetrenntem Arginin.
Die Trennung erfolgt über eine Filterplatten-Membran.
Dieser NOS-Assay eignet sich insbesondere für ein "High Throughput Screening" (HTS) auf Mikrotiterplatten (MTP).
HTS-NOS-Assav: Allgemeine Verfahrensweise
In diesem HTS-NOS-Assay wird radioaktives Arginin als Substrat benutzt. Das Assayvolumen kann je nach Art der Mikrotiterplatte (MTP) im Bereich zwischen 25 μl und 250 μl gewählt werden. In Abhängigkeit von der benutzten Enzymquelle werden Cofaktoren und Coenzyme zugefügt. Die Inkubation der Ansätze in dieser Mikrotiterplatte (Assay-MTP) gemäß Schritt (a) wird bei Raumtemperatur vorgenommen und beträgt je nach verwendeter Enzymaktivität (units) zwischen 5 und 60 Minuten. Zum Ende der Inkubation (Schritt (a)) wird die Platte in einen Zellharvester plaziert, der mit einer MTP bestückt ist, die eine Kationenaustauschermembran als Filterboden besitzt (Filter-MTP). Alle Ansätze der Assay-MTP werden in diese Filter-MTP überführt und über eine Kationenaustauscher-Filter-Platte, einen mit Phosphatgruppen beladenen Papierfilter, abgesaugt. Die Filter-MTP wird anschließend mit Puffer oder Wasser gewaschen. Mit Hilfe dieser Vorgehensweise wird das verbliebene Substrat Arginin auf dem Kationenaustauscher gebunden, während das enzymatisch gebildete radioaktive Citrullin quantitativ ausgewaschen wird. Nach Trocknen der Filter-MTP
und Zugabe von Szintillationsflüssigkeit kann das gebundene Arginin am Szintillationszähler ausgezählt werden. Eine nicht gehemmte NOS-Reaktion spiegelt sich in einer geringen Radioaktivität wieder. Eine gehemmte Enzymreaktion bedeutet, daß das radioaktive Arginin nicht umgesetzt worden ist. Das heißt, auf dem Filter befindet sich eine hohe Radioaktivität.
Verwendete Materialien
Arginin, L-[2, 3, 4-3H]-monohydrochlorid; Best.-Nr. NET-1123, Fa. NEN CaCI2 wasserfrei; Best.- Nr. 2388.1000; Fa. Merck KGaA
1.4-Dithiothreitol (DTT), Best.-Nr. 708984; Fa. RÖCHE Na2EDTA-Dihydrat; Best.-Nr. 03680; Fa. FLUKA
HEPES, Best:-Nr. H-3375; Fa. SIGMA
NADPH, Tetranatriumsalz; Best.-Nr. 1585363; Fa. RÖCHE
TRIS; BEST.-Nr. 93349; Fa. FLUKA
Enzym-Präparationspuffer: 50 mM Tris-HCI mit 1 mM EDTA: Der pH-Wert des
Puffers wurde bei 4 °C auf 7,4 eingestellt.
Inkubationspuffer (-medium): 50 mM HEPES mit 1 mM EDTA; 1 ,25 mM CaCI2 und 1 mM Dithiothreitol.
Der pH-Wert des Puffers wurde bei 25 °C auf 7,4 eingestellt.
Waschmedium: H2O
Enzvmpräparation
Als Ausgangsgewebe wurden Ratten-Cerebelli benutzt. Die Tiere wurden betäubt und getötet, das Gehirngewebe, das Cerebellum, wurde herauspräpariert, pro Rattenkleinhirn wurde 1 ml Enzympräparationspuffer (4 °C) hinzugegeben, und es wurde mit einem Polytron-Homogenisierer für 1 min bei 6000 U/min aufgeschlossen. Danach erfolgte Zentrifugation bei 4 °C für 15 min bei 20 000 g und anschließend Abdekantieren des Überstand und portioniertes Einfrieren bei -80 °C (Verwerfen des Niederschlags).
Inkubationsansatz:
Verwendet wurden 96-well MTP mit einer „WeH"-Kapazität von < 250 μl
Pipettierreihenfolge: siehe Tabelle 1 :
Tabelle 1 :
Die Proteinbestimmung erfolgte nach O.H. Lowry et al; J. Biol.Chem. 193, 265 (1951). Die entsprechende Literaturbeschreibung wird hiermit als Referenz eingeführt und gilt als Teil der Offenbarung.
i.A. = im Ansatz
Nach beendetem Pipettiervorgang wurde ein Deckel auf diese MTP (Assay-MTP) gelegt. Inkubation bei 25 °C (Raumtemperatur (RT)) für 5-60 min, je nach Menge und Aktivität des eingesetzten Enzyms.
Anschließend wurde der Inhalt der Assay-MTP mit Hilfe eines 96-well Cell- Harvesters in eine 96-well Kationenaustauscher MTP (Filter-MTP) transferiert und abgesaugt. Es schloß sich eine einmalige Wäsche mit 200 ml H O (aus einer
Wanne) an.
Dann wurde die Platte für 1 h bei 60°C im Trockenschrank getrocknet. Dann wurde die Bodenseite der Filter-MTP von unten her exakt mit einem „back seal" versiegelt. Danach wurden pro well 35 μl Szintillator hinzupipettiert. Ferner wurde die Plattenoberseite mit einem „top seal" versiegelt. Nach 1 h Wartezeit wurde die Platte am ß-Counter ausgemessen.
Im HTS-Betrieb wurden das Inkubationsmedium, NADPH- und Enzymiösung vor Beginn des Pipettierschrittes vereint, um nicht zeitaufwendig drei separate Pipettierungen vornehmen zu müssen.
Citrullin-Assav
Dieser Assay wurde wie von D. S. Bredt und S. H. Snyder (Proc. Natl. Acad. Sei. USA (1990), 87, 682-685) beschrieben durchgeführt. Die entsprechende Literaturbeschreibung wird hiermit als Referenz eingeführt und gilt als Teil der Offenbarung.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen erläutert. Diese Erläuterungen sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht ein.
Beispiele:
Allgemeine Arbeitsvorschrift I
In einem Dreihalskolben wurde das substituierte 2-Aminopyridin der allgemeinen Formel II in Wasser vorgelegt, eine äquimolare Menge des Bisulfitadduktes des Aldehyds der allgemeinen Formel III zugegeben und zwei Stunden unter Einstrahlung von Mikrowellen zum Rückfluß erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde auf eine Temperatur von 20 bis 25 °C abgekühlt und mit einer äquimolaren Menge wäßriger Kaliumcyanidlösung versetzt. Anschließend wurde die Reaktionsmischung zunächst drei Stunden bei einer Temperatur von 20 bis 25 °C und dann über Nacht bei 50 °C gerührt.
Zur Aufarbeitung wurde die Reaktionsmischung gegebenfalls zunächst filtriert. Das Filtrat wurde dann mit Dichlormethan und Diethylether extrahiert, die vereinigten Extrakte über Natriumsulfat getrocknet und eingeengt. Das so erhaltene Rohprodukt wurde in 2-Butanon gelöst, durch Zugabe eines halben Moläquivalents Wasser gefolgt von 1 ,1 Äqivalenten Chlortrimethylsilan und anschließendem Rühren über Nacht gefällt.
Allgemeine Arbeitsvorschrift II:
Das nach der allgemeinen Arbeitsvorschrift I hergestellte primäre Amin wurde in einem Teflongefäß mit 20 Äquivalenten Acetanhydrid versetzt. Das Gefäß wurde verschlossenen und in der Mikrowelle für fünf bis sechzig Minuten mit 800 Watt behandelt, so daß die Temperatur 100 °C nicht überstieg. Nach Abkühlung auf 20 bis 25 °C wurde die Reaktionslösung in eiskalte, circa fünf-prozentige Kaliumcarbonatlösung gegeben und mit Dichlormethan extrahiert. Die so erhaltene organische Phase wurde über Natriumsulfat und/oder Kaliumcarbonat getrockent und eingeengt. Das so erhaltene Rohprodukt wurde durch Säulenchromatographie an Kieselgel gereinigt und anschließend gemäß der allgemeinen Arbeitsvorschrift I das entsprechende Hydrochlorid gefällt.
Beispiel 1 :
7-Methyl-2-thiophen-3-yl-imidazo[1 ,2-a]pyridin-3-ylamin
2,9 g 2-Amino-4-methylpyridin wurden in 20 ml Wasser vorgelegt, 5,0 g des Bisulfitadduktes von Thiophen-3-carbaldehyd zugegeben und unter Einstrahlung von Mikrowellen zwei Stunden zum Rückfluß erhitzt.
Nach Abkühlung auf eine Temperatur von 20 bis 25 °C wurde eine Lösung von 1 ,74 g Kaliumcyanid in Wasser zugegeben und die Reaktionsmischung zunächst drei Stunden bei einer Temperatur von 20 bis 25 °C und anschließend über Nacht bei 50 °C gerührt. Der ausgefallene Feststoff von 7-Methyl-2-thiophen-3-yl-imidazo[1 ,2- a]pyridin-3-ylamin wurde abfiltriert und mit Diethylether gründlich gewaschen. Das so erhaltene Rohprodukt (3,47 g) wurde in 28 ml 2-Butanon gelöst und durch Zugabe von 150 μl Wasser gefolgt von 2,1 ml Chlortrimethylsilan und anschließendem Rühren über Nacht das entsprechende Hydrochlorid gefällt. Die Ausbeute an 7-Methyl-2-thiophen-3-yl-imidazo[1 ,2-a]pyridin-3-ylamin-hydrochlorid betrug 3,77 g (entsprechend 53 % der Theorie).
Molekularpharmakologische Untersuchung:
Die gemäß Beispiel 1 hergestellte Verbindung wurde, wie obenstehend beschrieben, im HTS-NOS-Assay getestet. Die Hemmung der Stickstoffmonoxid-Synthase (10 μM) durch die erfindungsgemäße Verbindung gemäß Beispiel 1 betrug 89 %.