Be s ehr e ibung
Verfahren zum Zugreifen auf Nachrichten, entsprechende Vorrichtungen sowie Softwareprogramme
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zugreifen auf eine erste Nachricht, insbesondere eine multimediale Nachricht vorzugsweise vom MMS-Typ, wobei die erste Nachricht mittels einer Sendeapplikation oder einer VAS- Applikation an eine Empfangsapplikation gesendet wird.
Des weiteren betrifft die Erfindung entsprechende Telekommunikationseinrichtungen, Netzwerkelemente sowie Softwareprogramme .
Das Mobilfunksystem GSM (GSM - Global System for Mobile Communications) bietet neben der Sprachtelefonie auch die Möglichkeit, kurze Textnachrichten von bis zu 160 Zeichen Länge zu versenden bzw. zu empfangen. Dieser Dienst heißt SMS (SMS - Short Message Service), s. GSM 03.40 Version 7.4.0, Release 1998; Digital Cellular Telecommunications System,- Technical Realisation of the Short Message Service (SMS) .
Für das Mobilfunksystem der nächsten Generation UMTS
(UMTS - Universal Mobile Telecommunication System) wird zur Zeit eine multimediafähige Variante eines mobilen Nachrichtendienstes standardisiert, der sogenannte MMS (MMS - Multimedia Messaging Service), s. 3G TS 22.140 version 4.0.1, Release 2000; Third Generation Partnership Project; Technical Specification Group Services and System Aspects; Service Aspects; Stage 1; Multimedia Messaging Service (MMS) . Nachrichten mit multimedialen Inhal-
ten werden im folgenden zur besseren Abgrenzung von den Textnachrichten des SMS nur noch kurz MMs (MM - Multimedia Message; Plural: MMs) genannt. Im Gegensatz zum SMS entfällt die Beschränkung auf reine Textinhalte. Beim MMS wird es möglich sein, Texte dem individuellen Geschmack entsprechend zu formatieren sowie Audio- und Videoinhalte in eine Nachricht einzubetten. Eine weitere Neuigkeit ist, daß bei der Zustellung von MMs bekanntermaßen zwischen dem sogenannten PUSH-Modus (Drück-/Bring-Modus) , bei dem eine ankommende MM unverzüglich dem Empfänger zugestellt wird, und dem sogenannten PULL-Modus (Zieh-/Hol- Modus) , bei dem der Empfänger zunächst über eine neu eingetroffene MM informiert wird und daraufhin selbst entscheiden kann, wann er diese MM auf sein Endgerät herun- terlädt, unterschieden wird. Diese bekannten Zusammenhänge sind in Fig. 1 verdeutlicht, wobei mit dem Bezugszeichen 12 ein als MMS Server bezeichnetes Netzwerkelement und mit dem Bezugszeichen 11 ein UMTS Terminal gekennzeichnet ist.
Nach dem bisherigen Stand der Technik ist eine Implementierung von MMS lediglich über WAP (WAP - Wireless Application Protocol) realisierbar. Zur Überbrückung der Luftschnittstelle zwischen einem MMS-tauglichen Endgerät und dem WAP Gateway ist die Benutzung des WAP WSP (WSP - Wireless Session Protocol), s. WAP-203-WSP, Version 4-May- 2000; Wireless Application Protocol, Wireless Session Protocol Specification; Chapter 8.4: "Header Encoding" , vorgesehen, s. 3G TS 22.140 Version 4.0.1 (s.o.); 3G TS 23.140 version 4.0.0, Release 4, Third Generation Partnership Project, Technical Specification Group Terminals, Multimedia Messaging Service (MMS) , Functional Descripti- on, Stage 2.
Fig. 2 zeigt ein sogenanntes Transaktions-Flußdiagramm nach heutigem Stand der Technik gemäß 3G TS 23.140 Version 4.0.0 (s.o.), in dem der Austausch der WAP Nachrichten zwischen den drei beteiligten Instanzen beim Versand und Empfang einer MM dargestellt ist, nämlich einer Sendeapplikation UAA (UAA als Abkürzung für MMS User Agent A) , Netzwerkelement RS (RS als Abkürzung MMS Relay/Server) und einer Empfangsapplikation UAB (UAB als Abkürzung für MMS User Agent B) . Unter MMS User Agent versteht man hierbei eine Applikation auf einem Mobilfunkgerät oder auf einem an ein Mobilfunkgerät angeschlossenen Gerät (z.B. Laptop, o.a.), die MMS realisiert. Ein MMS Relay/Server ist ein Netzwerkelement im Zuständigkeitsbe- reich bzw. in der MMS-Umgebung des MMS Dienstanbieters (MMS Service Providers) , das den Applikationen „MMS User Agents" die MMS-Funktionalität zur Verfügung stellt.
Im folgenden wird anhand des bekannten Transaktions- Flußdiagramms in Fig. 2 („Sendeapplikation UAA schickt MMA an Empfangsapplikation UAB") der Austausch der WAP Nachrichten beschrieben. Dabei wird zunächst vereinfachend davon ausgegangen, daß die Sendeapplikation UAA 1 und die Empfangsapplikation UAB 12 den MMS vom gleichen MMS Dienstanbieter in Anspruch nehmen. Die in des Sendeapplikation UAA 1 erzeugte MMA wird mit der WAP Nachricht M-Send. req an das Netzwerkelement RS 2 , 12 geschickt (da dieses Netzwerkelement sowohl senderseitig als auch emp- fangsseitige Funktionen übernimmt, ist es mit dem doppel- ten Bezugszeichen 2, 12 gekennzeichnet) . Daraufhin erhält die Empfangsapplikation UAA 1 die WAP Nachricht M- Send. conf zurück, mit welcher der korrekte Empfang der MMA vom Netzwerkelement RS 2 , 12 bestätigt wird. In ihr
ist auch eine vom Netzwerkelement RS 2, 12 festgelegte, möglicherweise individuelle, Identifikationsnummer ID1 für die abgeschickte MMA enthalten. Danach informiert das Netzwerkelement RS 2 , 12 die Empfangsapplikation UAB 11 mit der WAP Nachricht M-Notification . ind über den Speicherplatz (URI - Uniform Resource Identifier; im Folgenden wird die Abkürzung URI verwendet) der neu eingetroffenen und zum Herunterladen (Download) bereitliegenden MMA. Das Netzwerkelement RS 2 , 12 erhält daraufhin z.B. mit der WAP Nachricht M-NotifyResp . reg eine Bestätigung, daß die Benachrichtigung über die eingetroffene MMA (M- Notification . ind) erfolgreich zugestellt worden ist. Zu diesem Zeitpunkt hat das Netzwerkelement RS 2 , 12 noch keine Nachrichten-ID für die zum Herunterladen bereitlie- gende MM vergeben. Beim Austausch der beiden WAP Nachrichten M-Notification . ind und M-NotifyResp . reg wird nur eine für diese Benachrichtigung individuelle Transaktions-Identitätsnummer { Transaction-ID) ausgetauscht. Die Empfangsapplikation UAB fordert dann mit Hilfe der WAP Nachricht WSP GET, mit welcher der URI an das Netzwerkelement RS 2, 12 geschickt wird, die Auslieferung der MMA an. Mit der WAP Nachricht M-Retrieve . conf wird der Empfangsapplikation UAB 11 daraufhin vom Netzwerkelement RS 2, 12 die gewünschte MMA zugestellt. Hierbei wird die MMA über die vom Netzwerkelement RS 2 , 12 vergebene, möglicherweise individuelle, Identifikationsnummer ID2 identifiziert. Mit der WAP Nachricht M-Acknowledge . ind wird der korrekte Empfang der MMA von der Empfangsapplikation UAB 11 quittiert. Für den Fall, daß der Absender den Wunsch geäußert hat, über einen erfolgreichen Empfang der von ihm verschickten MMA benachrichtigt zu werden, kann das Netzwerkelement RS 2 , 12 dem nachkommen, indem die WAP
Nachricht M-Delivery. ind an die Empfangsapplikation UAB 11 geschickt wird.
Fig. 3 zeigt eine bekannte mögliche MMS Architektur, bei der die am Austausch einer MM beteiligten Sendeapplikation UAA 1 und Empfangsapplikation UAB 11 den MMS von verschiedenen MMS Dienstanbietern (MMS Dienstanbieter A und MMS Dienstanbieter B) in Anspruch nehmen. In diesem Fall ist eine Weiterleitung der MM zwischen den MMSEs (MMSE - Multimedia Messaging Service Environment = Multimedia- Nachrichtendienst-Umgebung bzw. MMS-Umgebung) der beteiligten MMS Dienstanbieter nötig. Das Bezugszeichen 4 kennzeichnet die MMSE des MMS Dienstanbieters A und das Bezugszeichen 14 die MMSE des Dienstanbieters B. Die Wei- terleitung einer MM zwischen zwei MMSEs und hierbei genauer zwischen dem senderseitigen Netzwerkelement RSA 2 (RSA als Abkürzung für MMS Relay/Server A) und dem emp- fangsseitigen Netzwerkelement RSB 12 (RSB als Abkürzung für MMS Relay/Server B) geschieht über SMTP (SMTP - Simp- le Mail Transfer Protocol), s. 3G TS 23.140 Version 4.0.0 (s.o.), z.B. durch das Internet (IP - Internet Protocol mit Bezugszeichen 20) . Das Protokoll SMTP ist in Fig. 3 mit dem Bezugszeichen 22 bezeichnet. Das Mobilfunknetz wird in Fig. 3 wie allgemein üblich als PLMN (PLMN - Pub- lic Land Mobile Network) bezeichnet und trägt in Fig. 3 das Bezugszeichen 6. Jeder MM kann beim Editieren ein Zeitpunkt zugewiesen werden, zu dem die MM frühestens dem Empfänger, genauer der Empfangsapplikation UAB 11, zugestellt werden soll. Wird davon Gebrauch gemacht, ist eine Zwischenspeicherung der MM im senderseitigen MMSEA 4 - genauer: einem Speicher „MMS Server A" mit Bezugszeichen 3 - bis zum Erreichen dieser Frist vorgesehen, s.o. Report of the 3GPP TSG-T2 SWG3 MMS Ad Hoc Meeting #5 in So-
phia Antipolis, France 10-12 October 2000; T-doc: T2M00092; chapter 7; 3GPP TSG-T2 SWG3. Erst danach wird die MM an das empfangsseitige MMSEB 14 übermittelt. Weiterhin kann beim Editieren einer jeden MM auch eine ge- wünschte Gültigkeitsdauer angegeben werden. Die Speicherung einer MM bis zum Ablauf der Gültigkeit bzw. bis zum vorherigen Download der MM durch die Empfangsapplikation UAB 11 soll im empfangsseitigen MMSEB 14 (genauer: in einem Speicher „MMS Server B" mit Bezugszeichen 13) statt- finden, s.o. Report of the 3GPP TSG-T2 SWG3 MMS Ad Hoc Meeting #5.
Wie ebenfalls aus der bekannten MMS Referenzarchitektur gemäß der Fig. 3 zu entnehmen ist, können die MMs nicht nur von Applikationen UAA bzw. UAB, sondern auch von MMS VAS-Applikationen (VAS Applications, wobei VAS = Value Added Services = Mehrwertdienste) stammen, die in der Fig. 3 mit dem Bezugszeichen 7 gekennzeichnet ist. Dabei handelt es sich um eine netzwerkseitige Einrichtung, die Zusatzdienste anbietet. In diesem Fall dient die MM7- Schnittstelle als Kommunikationsschnittstelle zwischen einer MMS VAS-Applikation und einem Netzwerkelement RS . Bis heute wurden für diese Schnittstelle keine mandatori- schen MMS-spezifischen Nachrichten definiert. Die Kommu- nikation hier kann auf HTTP (Hypertext Transport Protocol) oder SMTP (Simple Mail Transport Protocol) basieren. Zudem ist es laut dem aktuellen Stand der Standardisierung möglich, eine MM1-ähnliche Kodierung für diese Schnittstelle zu verwenden.
Bei den eingangs genannten Verfahren und Vorrichtungen ist eine Nachricht vom Absender bzw. Auftraggeber bearbeitbar, solange sie sich noch in der Sendeapplikation
UAA befindet. Wenn die Nachricht abgesandt wurde, besteht keine Möglichkeit der Beeinflussung bzw. des Zugreifens mehr. Dieses Problem besteht nicht nur bei der Versendung von Nachrichten über Funk, sondern auch bei der Versen- düng von elektronischer Post (E-mails) über das Internet und anderen Nachrichten-Systemen.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das Verfahren und die Vorrichtungen der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß eine mehr den Bedürfnissen des Absenders/Empfängers orientiertere Bearbeitung bzw. Beeinflussung von Nachrichten ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird bei dem Verfahren der eingangs genann- ten Art dadurch gelöst, daß eine zweite Nachricht mit einem Manipulationsauftrag zur Manipulation der ersten Nachricht erstellt, versendet, empfangen, weitergeleitet und/oder verarbeitet wird, um einen manipulierenden Zugriff auf die erste Nachricht zu veranlassen oder zu vermitteln.
Weiterhin wird diese Aufgabe bei einer entsprechenden Telekommunikationseinrichtung durch die Merkmale des Anspruchs 35 gelöst. Hierunter werden insbesondere Mobil- funktelefone sowie mit dem Internet verbundene Kommunikationseinheiten einschließlich Computer verstanden. Die erfindungsgemäßen Mittel zum Erstellen, Versenden, Empfangen und/oder Verarbeiten der zweiten Nachricht umfassen - neben den Hardwareeinheiten, wie insbesondere Steu- ereinheiten und Prozessoreinheiten - insbesondere Softwarelösungen, die nachfolgend genauer vorgestellt werden und bevorzugt Modifikationen von WAP-Nachrichten mit ver-
änderten und/oder neu definierten Kopf-Feldern darstellen bzw. diese verarbeiten können.
Zudem wird diese Aufgabe bei einem entsprechenden Netz- werkelement durch die Merkmale des Anspruchs 46 gelöst. Im Sinne dieser Erfindung sind derartige Netzwerkelemente Teil eines Kommunikationssystems, welche eine Kommunikation zwischen mehreren Sende- und/oder Empfangseinheiten, insbesondere mehreren Mobiltelefonen und/oder ans Inter- net angeschlossenen Rechnern, ermöglichen. Ein solches
Kommunikationssystem - unter Einschluß von Funkkommunikationssystemen - wird üblicherweise von Dienstanbieter bzw. Service Providern betrieben. Die erfindungsgemäßen Mittel zum Empfangen, Verarbeiten und/oder Weiterleiten der zweiten Nachricht schließen außer den notwendigen
Hardware-Elementen, wie insbesondere Steuereinheiten und Prozessoreinheiten, insbesondere Software ein, die im folgenden genauer beschrieben wird und bevorzugt Modifikationen von WAP-Nachrichten mit ensprechend angepaßten oder neu definierten Kopf-Feldern darstellen bzw. diese verarbeiten können.
Eine Nachricht im Sinne dieser Erfindung kann sowohl eine herkömmliche SMS, eine MM mit multimedialen Inhalten oder eine sonstige elektronische Nachricht sein. Im folgenden wird die Erfindung anhand der MM beschrieben, ohne daß hierdurch eine Einschränkung auf diesen Nachrichtentyp erfolgen soll. Für die erste Nachricht wird im folgenden die Abkürzung MMA, für die zweite Nachricht die Abkürzung MMB verwendet .
Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, daß es ermöglicht wird, eine erste Nachricht nach dem Abschi-
cken zu manipulieren, insbesondere zurückzurufen und/oder nachträglich eine Veränderung bzw. Aktualisierung an ihr vorzunehmen. Eine solche Manipulation kann gemäß der Erfindung bei der Versendung von Nachrichten über Funk, ü- ber Mobilfunksysteme, zwischen Mobilfunksystemen, insbesondere über ein Inter-Operator-IP-backbone, zwischen Mobilfunknetzen und anderen Nachrichten-Systemen, insbesondere Internet-Email, und/oder über das Internet möglich sein.
Insbesondere ist es mit Hilfe der vorliegenden Erfindung möglich, eine von einem Auftraggeber mittels einer Sendeapplikation einer Sendeeinheit über mindestens ein Netzwerkelement an eine Empfangsapplikation einer Empfangs- einheit gesendete erste Nachricht - insbesondere eine Multimedia Message nach dem MMS-Typ - zu manipulieren, wobei nach Versenden der ersten Nachricht eine zweite Nachricht mit einer Manipulierinformation von der Sendeeinheit an mindestens ein Netzwerkelement übermittelt wird, das einen manipulierenden Zugriff auf die erste Nachricht veranlaßt oder vermittelt.
Die erste Nachricht und die zweite Nachricht werden über mindestens ein senderseitiges Netzwerkelement eines Dienstanbieters und mindestens ein empfängerseitiges
Netzwerkelement eines Dienstanbieters an die Empfangsapplikation gesendet. Hierbei können das mindestens eine senderseitige Netzwerkelement und das mindestens eine empfängerseitige Netzwerkelement dem Zuständigkeitsbe- reich eines einzigen Service Providers angehören oder sogar - im einfachsten Fall - identisch sein.
Auch sind Fälle einer Identität der Empfangs- und der Sendeapplikation möglich.
Besonders bevorzugt erfolgt der manipulierende Zugriff auf die erste Nachricht auf einem senderseitigen Netzwerkelement, auf einem empfängerseitigen Netzwerkelement und/oder auf der Empfangsapplikation.
Ist die Empfangsapplikation noch nicht über den Manipula- tionsauftrag informiert worden, wird die erste Nachricht bevorzugt entweder im Zuständigkeitsbereich des senderseitigen oder des empfängerseitigen Dienstanbieters manipuliert, vorzugsweise ohne die Empfangsapplikation über die Manipulation zu benachrichtigen. Ist die Benachrich- tigung über die erste Nachricht hingegen schon an die Empfangsseite erfolgt, aber ist diese erste Nachricht noch nicht heruntergeladen, wird vorzugsweise die erste Nachricht im Zuständigkeitsbereich des senderseitigen Dienstanbieters ohne Informieren der Empfangsapplikation manipuliert, oder die Manipulation erfolgt im Zuständigkeitsbereich des empfängerseitigen Dienstanbieters, wobei bevorzugt die Empfangsapplikation über die Manipulation und deren Zeitpunkt informiert wird.
Die erfindungsgemäße Manipulation ist nicht auf die beiden Dienstmerkmale Zurückrufen und Ändern beschränkt. Auch Aufträge zu einer nachträglichen Weiterleitung (For- warding) , ein nachträgliches Anhängen der zweiten Nachricht an die erste Nachricht, usw. wird im Sinne dieser Erfindung unter einer Manipulation verstanden. Im folgenden werden der Rückruf- und der Änderungsauftrag genauer beschrieben.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann das Zurückrufen (im Rahmen dieser Offenbarung mit „Recall" bezeichnet) einer MM zumindest immer noch solange möglich sein, bis sie der Empfänger in einen anderen Ordner ver- schoben, an einen anderen Empfänger weitergeleitet oder geöffnet hat.
Das nachträgliche Ändern (im Rahmen dieser Offenbarung mit „Replace" bezeichnet) einer MM ist gemäß einer Aus- führungsform der Erfindug vorteilhafterweise auch dann noch möglich, wenn der Empfänger die MM schon „angefaßt" hat. In diesem Fall wird der Empfänger vorzugsweise umgehend über eine nachträgliche Änderung der entsprechenden MM informiert, entweder durch eine Benachrichtigung (No- tification) , damit er den Download der aktualisierten MM nachträglich selbst einleiten kann (PULL-Modus) , oder gleich durch eine automatische Zustellung der aktualisierten MM (PUSH-Modus) .
In einer Weiterbildung der Erfindung ist es zudem möglich, daß der Absender einer MM, d.h. Sendeapplikation (MMS User Agent) oder MMS VAS-Applikation, eine zuvor verschickte MM unter Angabe bestimmter Bedingungen wieder zurückrufen oder nachträglich eine Veränderung bzw. Aktu- alisierung an ihr vornehmen kann. Diese vom Absender wählbaren Bedingungen, die in Informationselementen der zweiten Nachricht enthalten sind, können insbesondere sein: Rückruf einer MM nur dann, wenn der Empfänger noch nicht über eine zum Download bereitliegende MM informiert worden ist, oder Änderungsauftrag auch dann ausführen, wenn die MM schon an das Endgerät des Empfängers zugestellt, aber noch nicht geöffnet worden ist. Diese Dienstmerkmale werden im Folgenden „Bedingter Rückruf"
(„Conditional Recall" oder „Conditional Cancel") beziehungsweise „Bedingtes Ändern" („Conditional Replace") genannt. Unter dem Begriff „Ändern" bzw. „Replace" wird insbesondere das Ersetzen verstanden, aber auch jede sonstige Form des Änderns . Die erfindungsgemäßen Informationselemente sind hierbei beispielsweise entsprechend ergänzte oder neu definierte Kopf-Felder in WAP Nachrichten.
Vorteil dieses Erfindungsaspekts ist die Realisierung einer Skalierbarkeit und Flexibilität des Zurückrufens und/oder des Ersetzens einer zuvor gesendeten MM. Diese Dienstmerkmale erhöhen die Attraktivität des Multimedia- Nachrichtendienstes (Multimedia Messaging Service) .
Der Absender einer Nachricht (MM) - sowohl bei unbedingten als auch bei bedingten Manipulationsaufträgen - kann insbesondere eine Sendeapplikation „MMS User Agent" oder eine MMS VAS-Applikation sein. Eine solche Sendeapplika- tion kann zum Beispiel eine Applikation auf einem mobilen Endgerät sein, während eine MMS VAS Applikation eine netzwerkseitige Applikation darstellt, die Mehrwertdiens- te anbietet.
Des weiteren ist Gegenstand der Erfindung die Implementierung des erfindungsgemäßen Verfahrens in WAP durch die Modifikation von vorhandenen Kopf-Feldern oder das Hinzufügen von neu definierten Kopf-Feldern in die betroffenen WAP Nachrichten des WAP-MMSEncapsulation Standards, s. WAP-209-MMSEncapsulation, Release 2000; Wireless Application Protocol; WAP Multimedia Messaging Service; Message Encapsulation; MMS Proposed SCD 1.0.
Ebenso ist die entsprechende binäre Kodierung, wie weiter unten für Ausführungsbeispiele beschrieben, Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen näher erläutert .
Es zeigen:
Fig. 1 eine Gegenüberstellung des PULL- und PUSH-Modus gemäß UMTS nach dem Stand der Technik;
Fig. 2 ein Transaktions-Diagramm für einen Multimedia- Nachrichtendienst (MMS) nach dem Stand der Technik;
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Multimedia- Nachrichtendienst-Architektur nach dem Stand der Technik;
Fig. 4 einen Multimedia-Nachrichtendienst mit einer
Manipulationsmδglichkeit einer ersten Nachricht gemäß der vorliegenden Erfindung;
Fig. 5 eine Kodierung von neu definierten Kopf- Feldern;
Fig. 6 Ergänzungen im bekannten Kopf-Feld X-Mms- Status;
Fig. 7 neu eingeführtes Kopf-Feld X-Mms -Original - Message -Sta tus;
Fig. 8 neu eingeführtes Kopf-Feld X-Mms -Original - Message-ID;
Fig. 9 Kodierung von weiteren neu definierten Kopf- Felder, und
Fig. 10 Ergänzungen im Kopf-Feld X-Mms -Supported - Feature .
Es wird - unter Bezugnahme auf das obere Drittel der Fig. 4 - bei der Beschreibung der Ausführungsbeispiele von dem folgenden, bekannten Ablauf des Versendens und Empfangens einer ersten Nachricht MMA durch Vermittlung eines ersten und eines zweiten MMS Dienstanbieters (Dienstanbieter A und Dienstanbieter B) ausgegangen: Nach dem Verschicken der ersten Nachricht MMA wird der Sendeapplikation UAA 1 des Absenders in der WAP Nachricht M-send . conf eine Message-ID für die zuvor verschickte MMA mitgeteilt (ID1) . Diese Identifikationsnummer ID1 wird vom Netzwerkelement RSA 2 des Dienstanbieters A erzeugt und kennzeichnet die MMA innerhalb der senderseitigen Schnittstelle Sendeapplikation UAA 1 / Netzwerkelement RSA 2 eindeutig. Bei der empfängerseitigen Zustellung der MMA vom Netzwerkelement RSB 12 des Dienstanbieters B zur Empfangsapplikation UAB 11 durch die WAP Nachricht M-Retrieve . conf wird ebenfalls eine Message-ID (ID2 in Fig. 2) übermittelt. Diese Identifikationsnummer ID2 wird möglicherweise vom Netzwerkelement RSB 12 neu erzeugt und dient zur eindeutigen empfängerseitigen Kennzeichnung der MMA innerhalb der Schnittstelle Netzwerkelement RSB 12 / Empfangsapplikation UAB 11.
Zur Übermittlung der MMA zwischen dem senderseitigen
Netzwerkelement RSA 2 und dem empfängerseitigen Netzwerkelement RSB 12 kann ID1 in eine Interim- Identifikationsnummer (ID3) umgewandelt werden, welche die MMA zwischen den verschiedenen Systemen identifiziert (Anm. : in der Fig. 4 weisen generell die mit einem Sternchen markierten Stellen auf solche Umwandlungen der Nachrichten-IDs zwischen den Schnittstellen hin) . Insbesondere sollte ID3 global eindeutig sein. Z.B. enthält ID3 Informationen hinsichtlich des Dienstanbieters A, der ID1 sowie dem Zeitpunkt der ID-Umwandlung. Dazu muß das sen- derseitige Netzwerkelement RSA 2 die Information bzw. die Möglichkeit besitzen, diese Umwandlung wieder rückgängig zu machen, z.B. für Auslieferungsberichte. Um intern ü- bersichtliche IDs zu benutzen, kann ID3 vom empfängersei- tigen Netzwerkelement RSB 12 in die oben erwähnte interne ID2 umgewandelt werden, welche die MMA zu der Empfangsapplikation UAB 11 identifiziert. Dazu muß wiederum das empfängerseitige Netzwerkelement RSB 12 die Information bzw. die Möglichkeit besitzen, diese Umwandlung wieder rückgängig zu machen, z.B. für Auslieferungsberichte. Die MMA wird empfängerseitig durch ID2 identifiziert.
Gemäß der Erfindung wird nun von der Sendeapplikation, der Empfangsapplikation und/oder zwischen der Sende- und Empfangsapplikation vermittelnden Netzwerkelementen die Möglichkeit zum Zugriff auf die zuvor versendete erste Nachricht MMA bereitgestellt, indem eine zweite Nachricht MMB bereitgestellt wird, die einen manipulierenden Zugriff auf die erste Nachricht MMA veranlaßt oder ver- mittelt.
Eine Möglichkeit der Identifikation von MMB wird folgend anhand der Fig. 4 erläutert, bei der MMB die Identifika-
tionsnummer ID4 trägt. Zur Übermittlung von MMB zwischen den verschiedenen Dienstanbieter-Systemen kann ID4 vom senderseitigen Netzwerkelement RSA 2 umgewandelt werden in eine Interim-ID (ID6) , welche MMB zwischen den Syste- men identifiziert. Insbesondere sollte ID6 global eindeutig sein, z.B. eine Kombination von Informationen hinsichtlich des Dienstanbieters A, ID4 und Zeitpunkt der Umwandlung enthalten. Dazu muß das senderseitige Netzwerkelement RSA 2 die Information bzw. die Möglichkeit besitzen, diese Umwandlung wieder rückgängig zu machen, z.B. für Auslieferungsberichte. Um intern übersichtlichere IDs zu benutzen, kann ID6 vom empfängerseitigen Netzwerkelement RSB 12 umgewandelt werden in eine interne ID (ID5) , welche MMB zur Empfangsapplikation UAB 11 identi- fiziert. Dazu muß das empfängerseitige Netzwerkelement RSB 12 die Information bzw. die Möglichkeit besitzen, diese Umwandlung wieder rückgängig zu machen, z.B. für Auslieferungsberichte. MMB wird empfängerseitig durch ID5 identifiziert .
Um die notwendige Verbindung von MMA und MMB zu realisieren, weist ID4 eine Referenz zu ID1, ID6 eine Referenz zu ID3 und ID5 eine Referenz zu ID2 auf. Die Benachrichtigungen der Empfangsapplikation UAB 11 über MMA und MMB verweisen zudem auf zwei Speicherplätze URIl bzw. URI2.
Es ist möglich, daß die Identifikationsnummern ID1 und ID3, ID3 und ID2 , sowie ID1, ID2 und ID3 identisch sind. Ebenso können ID4 und ID6 , ID6 und ID5, sowie ID4 , ID5 und ID6 identisch sein.
Zumindest eines der beteiligten senderseitigen und eines der beteiligten empfängerseitigen Netzwerkelmenente ist
vorteilhafterweise in der Lage, eine eineindeutige, umkehrbare Umwandlung von IDs vorzunehmen und die Informationen hierüber zu verwalten.
Im folgenden werden die Manipulationsmöglichkeiten „Rückruf" und „Ändern" beispielhaft beschrieben, worunter unter dem letzteren Begriff im Sinne dieser Erfindung beispielsweise eine Aktualisierung der ersten Nachricht MMA verstanden wird, insbesondere durch Ersetzen der ersten Nachricht durch die zweite Nachricht. Allgemein sind jedoch alle Kombinationen der gemäß dieser Erfindung offenbarten Optionen für alle Arten von Manipulationen realisierbar, so z.B. ob und mit welchen Informationen der Empfänger über eine Manipulation einer ersten Nachricht benachrichtigt wird, ob über die Art der Manipulation informiert werden soll, ob der Empfänger über einen Manipulationswunsch des Absenders informiert werden soll, ob die zweite Nachricht im PULL- oder im PUSH-Modus zugestellt werden soll, ob die Änderung auf einem sendersei- tigen oder empfängerseitigen Netzwerkelement oder auf der Empfangsapplikation UAB erfolgen soll, ob der Absender und/oder der Empfänger über den Erfolg der Manipulation benachrichtigt werden soll, usw.
A. DIENSTMERKMAL „RUCKRUF'
Gemäß der Erfindung kann ein Benutzer des MMS, der eine erste Multimedia Message MMA abgeschickt hat und diese bereits verschickte MMA wieder zurückrufen möchte, eine neue, zweite Nachricht MMB mit der Information verschicken, daß die zuvor verschickte, erste Nachricht MMA wieder zurückgerufen werden soll.
Dies kann erfindungsgemäß bevorzugt dadurch realisiert werden, indem der Absender die neue MMB verfaßt, die einen Rückruf-Befehl, aber bevorzugt keinen für den Empfän- ger bestimmten Inhalt (Content/Message Body) , beinhaltet, und diese an den gleichen Empfänger wie die zuvor verschickte MMA schickt. Als Rückruf-Kennung wird bevorzugt die ID1 der zuvor verschickten MMA benutzt . Die MMB mit der Rückruf-Information gelangt zunächst zum Netzwerkele- ment RSA des Absenders . Hier wird zweckmäßigerweise überprüft, ob die MMA mit der ID1 noch im Zuständigkeitsbereich des Dienstanbieters A (MMSEA) ist, oder ob sie schon an das MMSEB des Dienstanbieters B weitergeleitet worden ist. Ersteres ist z.B. der Fall, wenn der vom Ab- sender gewählte Zeitpunkt für die gewünschte Zustellung seiner MMA noch nicht erreicht worden ist; letzteres ist z.B. der Fall, wenn die MMA noch nicht ihre Gültigkeitsdauer überschritten hat und noch nicht der Empfangsapplikation UAB zugestellt worden ist. Sobald die MMA in einem MMSE der beteiligten MMS Dienstanbieter ausfindig gemacht wird, kann das Löschen von MMA und MMB vom zuständigen Netzwerkelement RS eingeleitet werden.
Falls die Empfangsapplikatin UAB schon über die für ihn im MMSEB bereitliegenden MMA mittels einer Benachrichtigung (Notification) informiert worden ist und sich die MMA noch im Zuständigkeitsbereich/Speicher des Dienstanbieters B befinden sollte, kann nach dieser Erfindung die Empfangsapplikation UAB mit einer erneuten Benachrichti- gung (Notification) davon in Kenntnis gesetzt werden, daß die MMA vom Dienstanbieter B gelöscht worden ist und somit nicht mehr zum Download bereit liegt, weil der Absender sie zurückgerufen hat. Außerdem hat der MMS Dienstan-
bieter B nach dieser Erfindung die Möglichkeit, der Empfangsapplikation UAB das Datum der Ausführung des Rückruf-Befehls zu übermitteln.
Sollte die MMA schon an den Empfänger ausgeliefert worden sein, so kann die Empfangsapplikation UAB des Empfängers mit der o.g. erneuten Benachrichtigung (Notification) davon in Kenntnis gesetzt werden, daß der Absender die MMA zurückrufen möchte. Das Löschen der MMA kann nach dieser Erfindung direkt in der Empfangsapplikation UAB stattfinden, sofern dieses das Rückruf-Dienstmerkmal unterstützt. Je nach Implementierung dieses Dienstmerkmals im Endgerät, den Einstellungen des Benutzers, den Einstellungen des MMS Dienstanbieters und/oder des Netzbetreibers kann das Löschen der MMA im Endgerät davon abhängig sein, ob die MMA bereits vom Empfänger „angefaßt" (z.B. geöffnet, gelesen, weitergeleitet, etc.) worden ist. Sinnvoll erscheint jedoch, nur solche MMs nach der Auslieferung zu löschen, welche noch nicht vom Empfänger „angefaßt" wor- den sind. Die MMB mit der Rückruf-Information muß der Empfangsapplikation UAB nicht unbedingt zugestellt werden; sie kann schon im MMSEB gelöscht werden.
Hat der Empfänger (MMS User Agent B) der MMA noch keine Benachrichtigung über die MMA erhalten, etwa weil die MMB mit der Rückruf-Information das Netzwerkelement RSB vor der rückzurufenden MMA erreicht, muß dieser auch nicht über eine vom Absender eingeleitete Rückruf-Aktion informiert werden. Statt dessen wartet das Netzwerkelement RSB vorzugsweise, bis es die zum Rückruf referenzierte MMA erhält und löscht diese beim Eintreffen, ohne den Empfänger zu benachrichtigen (vorausgesetzt, das Netzwerkelement RSB unterstützt das Rückruf-Dienstmerkmal) . Alterna-
tiv kann die Löschung von MMA auch schon auf dem Netz- werkelement RSA erfolgen.
Der Auftraggeber des Rückrufs (MMS User Agent A) wird ge- maß der vorliegenden Erfindung über den Ausgang und das Datum der Ausführung der von ihm eingeleiteten Aktion vorzugsweise informiert, wenn die beteiligten MMS Dienstanbieter dies ermöglichen.
Um das gerade beschriebene Dienstmerkmal Rückruf umsetzen zu können, schlägt die vorliegende Erfindung vor, daß eine oder mehrere der folgenden Informationen zusätzlich zwischen den beteiligten Instanzen (Sendeapplikation UAA, Netzwerkelement RSA, Netzwerkelement RSB und Empfangsap- plikation UAB) ausgetauscht werden:
Sendeapplikation UAA (MMS User Agent A) —» Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) (beim Versenden einer MM) :
• Kennzeichnung, daß es sich bei einer MMB um einen Rückruf-Befehl handelt.
• Identifikationsnummer der MMA, die zurückgerufen werden soll.
• Information, daß der Absender eine Rückmeldung über den Ausgang der von ihm initiierten Rückruf-Aktion an- fordert .
Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) -» Sendeapplikation UAA (MMS User Agent A) (bei der Bestätigung nach dem Versendens einer MM) : • Mitteilung des Dienstanbieters, ob dieser das Rückruf- Dienstmerkmal unterstützt.
Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) ->• Netzwerkelement RSB (MMS Relay/Server B) (nur dann nötig, wenn Absender und Empfänger zu unterschiedlichen MMSEs gehören)
• Kennzeichnung, daß es sich bei einer MMB um einen Rückruf-Befehl handelt.
• Identifikationsnummer der MMA, die zurückgerufen werden soll.
• Information, daß der Absender eine Rückmeldung über den Ausgang der von ihm initiierten Rückruf-Aktion an- fordert .
Die Übermittlung der Informationen zwischen Netzwerkelement RSA und Netzwerkelement RSB ist davon abhängig, ob diese Informationen beim Versenden der MMB vorhanden waren.
Netzwerkelement RSB (MMS Relay/Server B) —» Empfangsapplikation UAB (MMS User Agent B) (bei der Benachrichtigung über eine eingetroffene MM) , vorzugsweise in einer Nachricht : • Information, wann der Rückruf ausgeführt wurde.
• Information, daß eine zuvor durch eine Benachrichtigung angekündigte MMA nun nicht mehr zum Download bereitliegt. Identifizierung der MMA, die im MMSEB gelöscht worden ist, erfolgt anhand der Nachrichtenrefe- renz (Message Reference; URI) . oder:
• Information, daß eine bereits ausgelieferte MMA vom Absender zurückgerufen wird. Identifizierung der MMA, die zurückgerufen wird, erfolgt auf der Empfangsappli- kation UAB anhand der Nachrichten-ID.
Empfangsapplikation UAB (MMS User Agent B) — Netzwerkelement RSB (MMS Relay/Server B) (nach der Benachrichtigung) :
• Information, ob der Empfänger verstanden hat, daß eine zuvor durch eine Benachrichtigung angekündigte MMA nun nicht mehr zum Download bereitliegt . oder:
• Information, ob die Empfangsapplikation UAB den Rückruf (d.h. das Löschen) der MMA erfolgreich durchführen konnte bzw. veranlaßt hat.
• Information, ob der Empfänger darüber informiert wurde (und/oder dem Rückruf zugestimmt hat) , daß eine bereits heruntergeladene MMA zurückgerufen wurde und daher nicht mehr im der Empfangsapplikation UAB zugäng- liehen Speicher des Endgeräts (oder angeschlossener Geräte/Speicherkarten) vorliegt.
Netzwerkelement RSB (MMS Relay/Server B) —» Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) (nur dann nötig, wenn Ab- sender und Empfänger zu unterschiedlichen MMSEs gehören und wenn der Absender eine Rückmeldung angefordert hat) :
• Information, ob der Rückruf-Auftrag erfolgreich ausgeführt werden konnte .
• Information, wann der Rückruf-Auftrag ausgeführt wor- den ist.
• Information, ob der Rückruf-Auftrag automatisch durchgeführt wurde .
• Information, ob der Empfänger über den Rückruf informiert wurde (und/oder dem Rückruf zugestimmt hat) . • Information, daß eine bereits heruntergeladene MMA zurückgerufen wurde und daher nicht mehr im der Emp-
fangsapplikation UAB zugängigen Speicher des Endgeräts (oder angeschlossener Geräte/Speicherkarten) vorliegt.
• Identifikationsnummer der MMA, die zurückgerufen wurde.
Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) -» Empfangsapplikation UAA (MMS User Agent A) (beim Bericht) :
• Information, ob der Rückruf-Auftrag erfolgreich ausgeführt werden konnte . • Information, wann der Rückruf-Auftrag ausgeführt worden ist.
• Information, ob der Rückruf-Auftrag automatisch durchgeführt wurde .
• Information, ob der Empfänger über den Rückruf infor- miert wurde (und/oder dem Rückruf zugestimmt hat) .
• Information, daß eine bereits heruntergeladene MMA zurückgerufen ,wurde und daher nicht mehr im der Empfangsapplikation UAB zugängigen Speicher des Endgeräts (oder angeschlossener Geräte/Speicherkarten) vorliegt. • Identifikationsnummer der MMA, die zurückgerufen wurde.
Zusätzliches Dienstmerkmal: Bedingter Rückruf
Diesem speziellen Erfindungsaspekt liegt die Idee eines bedingten Zurückrufens („Conditional Recall/Cancel") und bedingten nderns bzw. Ersetzens oder Aktualisierens von Multimedia-Nachrichten („Conditional Replace") zugrunde. Erfindungsgemäß wird die Ausführung eines vom Absender einer MM nachträglich verschickten Rückruf- oder Änderungsauftrages an bestimmte Bedingungen geknüpft. Zum Beispiel kann es sein, daß Absender eine bestimmte MM nur
dann zurückrufen oder aktualisieren will, wenn der Empfänger noch nicht über das Eintreffen informiert wurde. In anderen Fällen könnte er das Löschen oder das Ändern wünschen, auch wenn die Empfangsapplikation UAB eine Be- nachrichtigung (Notification) erhalten hat oder wenn die MM sogar gelesen wurde. Des weiteren ist ein Konzept zur Realisierung dieser Dienstmerkmale Teil dieser Erfindung, bei dem die Einführung bzw. Anpassung von Datenfelder aus der 3GPP MMS Spezifikation notwendig ist, s.o. 3G TS 23.140 version 4.0.0. Dabei werden neue Kopf-Felder der WAP Nachrichten definiert und andere Felder angepaßt oder ergänzt .
Gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann eine zweite Nachricht, im folgenden MMB genannt, mit der Information verschickt werden, daß die erste Nachricht, d.h. MMA, unter bestimmten Konditionen annulliert bzw. zurückgerufen werden soll. Die neue MMB beinhaltet Informationen zum Ausführen des Vorgangs des Zurückrufens der MMA. Erfindungsgemäß setzt der Absender des Rückruf- Befehls Bedingungen zum Ausführen seines Wunsches. Dabei legt der sendende User Agent oder die VAS-Applikation fest, in welchem Fall die zuvor gesendete MM gelöscht bzw. ungültig gemacht werden soll.
Der Dienstanbieter kann erfindungsgemäß das Verwenden des Rückruf-Merkmals auf die eigene oder auf bestimmte Domänen anderer Dienstanbieter begrenzen. Dies kann anhand einer Identifizierung der Adresse des Empfängers, bei- spielsweise seiner Rufnummer, Mailadresse o.a., erfolgen. Eine weitere Möglichkeit wäre das Einsetzen einer zusätzlichen Kennzeichnung (Flag) in dem Rückruf-Befehl .
Im weiteren basiert der bedingte Rückruf auf die Bearbeitungsphase bzw. den Bearbeitungszustand der zuvor gesendeten Nachricht, insbesondere einer MM. Der Absender entscheidet in diesem Fall, in welchem Zustand der MM diese gelöscht werden soll . Mögliche vom Absender festgelegte Konditionen für den Rückruf können insbesondere sein:
1. Zurückrufen der MM nur, wenn die MM noch auf dem Server liegt und der Empfänger davon noch nicht in Kennt- nis gesetzt wurde. Der Rückruf erfolgt in diesem Fall also nur, wenn noch keine Benachrichtigung (Notification) gesendet wurde.
2. Zurückrufen der MM auch dann, wenn die Benachrichti- gung (Notification) gesendet, aber die MM noch nicht heruntergeladen wurde.
3. Zurückrufen der MM, wenn der Empfänger diese noch nicht geöffnet bzw. gelesen hat. In diesem Fall kann das Zurückrufen auch nach dem Herunterladen erfolgen.
4. Zurückrufen der MM unabhängig vom Bearbeitungsgrad der MM beim Empfänger. Der Rückruf wird hier auch dann versucht, wenn der Empfänger die MM gelesen hat.
Bei der Realisierung dieser Dienstmerkmale wird vorteilhafterweise eine Standardkondition „Default value" angenommen. Zum Beispiel kann vereinbart werden, daß eine Standardkondition einem der oben beschriebenen vier Fälle entspricht. Diese Voreinstellung kann beispielsweise - solange nichts Genaues zum konditionellen Ausführen des Rückruf-Befehls geäußert wurde - derart festgelegt sein, daß das Zurückrufen zum Beispiel nur vor einer Benach-
richtigung über das Vorliegen einer MM erfolgen soll. Das System könnte auch so ausgelegt sein, daß ein Zurückrufen nur vor dem Herunterladen der zu löschenden MM oder sogar nach erfolgtem Öffnen bzw. Lesen der MM erfolgen soll.
Im folgenden werden die Transaktionen zur Realisierung vom MM-Status-bedingten Rückruf-Merkmals behandelt. Eine bereits verschickte MMA kann also durch den Absender nachträglich wieder zurückgerufen werden, indem er eine neue MMB verfaßt, die einen bedingten Ruckrufbefehl, aber bevorzugt keinen für den Empfänger bestimmten Inhalt (Content/Message Body) beinhaltet. Diese neue Nachricht wird dem gleichen Empfänger wie die zuvor verschickte MMA gesendet. Als Rückrufkennung wird bevorzugt die Identifi- kationsnummer (ID 1) der zuvor verschickten MMA benutzt. Die MMB mit der Rückruf-Information gelangt zunächst zum Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) des Absenders. Hier wird überprüft, ob die MMA mit der ID 1 noch im Zuständigkeitsbereich des Dienstanbieters A (Multimedia Messaging Service Environment A, MMSEA) ist, oder ob sie schon an das MMSEB des Dienstanbieters B weitergeleitet worden ist. Ersteres ist z.B. der Fall, wenn der vom Absender gewählte Zeitpunkt für die gewünschte Zustellung seiner MMA noch nicht erreicht worden ist; letzteres ist z.B. der Fall, wenn die MMA noch nicht ihre Gültigkeitsdauer überschritten hat und noch nicht der Empfangsapplikation UAB zugestellt worden ist.
Sobald die MMA in einem MMSE ausfindig gemacht wird, kann das Löschen von MMA und MMB vom zuständigen Netzwerkelement RS eingeleitet werden. Falls der ursprüngliche Empfänger die an ihn adressierte MMA an eine andere Adresse weitergeleitet hat, soll bevorzugt auch der Ruckrufbefehl
vom Netzwerkelement RSB entsprechend weitergeleitet werden, womit das Zurückrufen im zielseitigen Netzwerkelement RS erfolgen kann. Wenn das Netzwerkelement RSB nur die Information hat, daß die MM weitergeleitet wurde, oh- ne das Ziel zu wissen (beispielsweise, wenn der ursprüngliche Empfänger die an ihn adressierte MM an eine E-mail Adresse weitergeleitet hat) , kann der Absender des Rückrufbefehls vorteilhafterweise über den Mißerfolg des Rückrufs aufgrund des Weiterleitens informiert werden. Aus Vertraulichkeitsgründen wäre es auch möglich, den Mißerfolg der Ausführung zu melden, ohne in diesem Fall den Grund zu kommentieren.
Ein besonders günstiger Fall zum Ausführen des Rückrufbe- fehls liegt vor, wenn die MM noch auf einem der Netzwerkelemente RSA oder RSB, und die Empfangsapplikation UAB noch nicht über diese Nachricht benachrichtigt wurde. Ein solcher Fall könnte zum Beispiel auftreten, wenn die MM auf Wunsch des Absenders zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgeliefert werden soll, der aber noch nicht eingetreten ist. Hier liegt die MM noch auf dem Netzwerkelement RSA des Absenders . Die MM kann auch auf dem Netzwerkelement RSB gespeichert sein, falls z.B. das Endgerät des Empfängers ausgeschaltet ist und die Gültigkeitsdauer der MM nicht überschritten wurde. In diesen beiden Fällen kann das Löschen der MM unabhängig von den ausgewählten Löschkonditionen erfolgen. Alle vier oben beschriebenen Rückrufkonditionen decken nämlich diese Situation ab.
Falls die Empfangsapplikation UAB schon über die für ihn im MMSEB bereitliegende MMA mittels einer Benachrichtigung (Notification) informiert worden ist und sich die MMA noch im Zuständigkeitsbereich/Speicher des Dienstan-
bieters B befinden sollte, kann gemäß dieser Erfindung das Zurückrufen nur in den oben mit 2, 3 und 4 numerierten Fällen erfolgen. Für den Fall 1 des bedingten Rückrufs erhält der Absender vorzugsweise eine Benachrichti- gung mit der Erklärung, daß der Empfänger schon über die zuvor gesendete MM informiert wurde und das Zurückrufen nicht durchgeführt werden konnte. Für die weiteren Fälle (2, 3 und 4) kann die Empfangsapplikation UAB mit einer erneuten Benachrichtigung (Notification) davon in Kennt- nis gesetzt werden, daß die MMA vom Dienstanbieter B gelöscht wurde und somit nicht mehr zum Herunterladen bereit liegt, weil der Absender sie zurückgerufen hat. Eine weitere Möglichkeit wäre, den Empfänger über den Rückruf- Vorgang zu informieren, und erst wenn er die MM anfor- dert, ihm mitzuteilen, daß sie nicht mehr vorhanden ist, oder das sie zurückgerufen wurde.
Sollte die MMA schon an den Empfänger ausgeliefert worden sein, so kann das Zurückrufen nur für den Fall 4 (Zurück- rufen, unabhängig vom Bearbeitungsgrad) und unter Umständen für den Fall 3 (Zurückrufen, wenn MM noch nicht geöffnet/gelesen wurde) erfolgen. Die Empfangsapplikation UAB wird - nur für die Fälle 3 und 4 - vorzugsweise mit einer neuen Benachrichtigung (Notification) davon in Kenntnis gesetzt, daß der Absender die MMA zurückrufen möchte. Diese Benachrichtigung beinhaltet bevorzugt die Konditionen des Löschens.
Das Löschen der MMA kann folglich direkt in der Empfangsapplikation UAB stattfinden, sofern dieses das Rückruf- Merkmal unterstützt. Wenn es sich um den Fall 3 handelt, wird die MM nur dann gelöscht, wenn das Endgerät feststellt, daß die MM noch nicht geöffnet bzw. gelesen wur-
de. Für den Fall 4 wird das Löschen unabhängig davon veranlaßt. In beiden Fällen muß die MMB der Empfangsapplikation UAB nicht zugestellt werden. Sie kann schon im MMSEB gelöscht werden, da die Benachrichtigung (Notifica- tion) der Auslöser des Löschens ist. Für die Fälle 1
(Rückruf vor der Benachrichtigung) und 2 (Rückruf nur vor dem Herunterladen) kann der Rückruf nicht erfolgen. Der Absender erhält hierbei vorzugsweise eine Rückmeldung mit der Information, daß die MM nicht zurückgerufen werden konnte, da eine Benachrichtigung schon abgeschickt wurde
(Fall 1) oder weil die MM schon heruntergeladen wurde
(Fall 2) .
Eine weitere Möglichkeit zur Realisierung des Löschvor- gangs ist erfindungsgemäß das Zustellen der MMB mit der Rückruf-Information bis zur Empfangsapplikation UAB. Das Löschen wird dann im Endgerät des Empfängers durch die MMB und nicht durch die aus der MMB entstehende Benachrichtigung (Notification) ausgelöst. Dieser Fall wird im weiteren nicht detaillierter behandelt.
Der Auftraggeber des Rückrufs (Sendeapplikation UAA oder VAS Applikation) wird bevorzugt in allen beschriebenen Fällen über den Ausgang und ggf. das Datum der Ausführung der von ihm eingeleiteten Aktion informiert, insbesondere wenn er dies anfordert und zudem die beteiligten MMS Dienstanbieter dies ermöglichen.
Um das gerade beschriebene Dienstmerkmal „Bedingter Rück- ruf" umsetzen zu können, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß eine oder mehrere der folgenden Informationen zusätzlich zwischen den beteiligten Instanzen (Sendeapplikation UAA , MMS Netzwerkelement RSA, MMS Netzwerkele-
ment RSB und Empfangsapplikation UAB) ausgetauscht werden. Als Basis dienen die aktuellen 3GPP Spezifikationen 3G TS 22.140 Version 4.0.1 (s.o.), 3G TS 23.140 Version 4.0.0 (s.o.), WAP Spezifikationen WAP-209- MMSEncapsulation, Release 2000 (s.o.), WAP-203-WSP, Version 4-May-2000 (s.o.) sowie Report of the 3GPP TSG-T2 SWG3 MMS Ad Hoc Meeting #5 (s.o.) . Im Folgenden wird näher auf die Unterschiede und Ergänzungen im Vergleich zu dem unbedingten Rückruf eingegangen:
Sendeapplikation UAA (MMS User Agent A) —> Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) (beim Versenden einer MM) : • Bedingungen zum Ausführen des Rückrufs :
- Rückruf nur vor Benachrichtigung. — Rückruf nur vor dem Herunterladen, auch nach dem Versand einer Benachrichtigung.
- Rückruf nur, wenn die MM nicht geöffnet/gelesen wurde.
- Rückruf unabhängig vom Bearbeitungsgrad der MM (auch nach dem Lesen der MMA) .
Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) - Sendeapplikation UAA (MMS User Agent A) (bei der Bestätigung nach dem Versenden einer MM) : • Mitteilung des Dienstanbieters, ob dieser das bedingte Rückruf-Merkmal unterstützt. Hier könnte das System zwischen der Unterstützung für „Rückruf" und „Bedingter Rückruf" unterscheiden.
Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) → Netzwerkelement RSB (MMS Relay/Server B) (nur dann nötig, wenn Absender und Empfänger zu unterschiedlichen MMSEs gehören) :
• Bedingungen zum Ausführen des Rückrufs :
- Rückruf nur vor Benachrichtigung.
- Rückruf nur vor dem Herunterladen, auch nach dem Versand einer Benachrichtigung - Rückruf nur, wenn die MM nicht gelesen wurde.
- Rückruf unabhängig vom Bearbeitungsgrad der MM (auch nach dem Lesen) .
Netzwerkelement RSB (MMS Relay/Server B) -» Empfangsap- plikation UAB (MMS User Agent B) (bei der Benachrichtigung über die eingetroffene MMB) :
• Bedingungen zum Ausführen des Rückrufs:
- Rückruf nur vor dem Herunterladen, auch nach dem Versand einer Benachrichtigung. Diese Bedingung wird nur dann mitgeteilt, wenn die MM nicht heruntergeladen wurde .
- Rückruf nur, wenn die MM nicht gelesen wurde.
- Rückruf unabhängig vom Bearbeitungsgrad der MM (auch nach dem Lesen) .
Empfangsapplikation UAB (MMS User Agent B) - Netzwerkelement RSB (MMS Relay/Server B) (nach der Benachrichtigung) :
• Information, ob der bedingte Rückruf-Auftrag erfolg- reich ausgeführt werden konnte.
• Bei Mißerfolg entsprechende Meldung mit einer möglichen Begründung .
Netzwerkelement RSB (MMS Relay/Server B) - Netzwerkele- ment RSA (MMS Relay/Server A) (nur dann nötig, wenn Absender und Empfänger zu unterschiedlichen MMSEs gehören und wenn der Absender eine Rückmeldung angefordert hat) :
• Information, ob der bedingte Rückruf-Auftrag erfolgreich ausgeführt werden konnte.
• Bei Mißerfolg entsprechende Meldung mit einer möglichen Begründung.
Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) -> Sendeapplikation UAA (MMS User Agent A) (beim Report) :
• Information, ob der bedingte Rückruf-Auftrag erfolgreich ausgeführt werden konnte . • Bei Mißerfolg entsprechende Meldung mit einer möglichen Begründung .
Anpassungen der WAP Nachrichten
Nachfolgend werden mögliche Modifikationen der WAP Nachrichten für das Dienstmerkmal „Rückruf" näher erläutert. Vorausgeschickt sei, daß in den WAP Spezifikationen der MMS User Agent dem MMS Client entspricht und anstatt des MMS Relay/Servers vom MMS Proxy/Relay die Rede ist, s. WAP-203-WSP, Version 4-May-2000 (s.o.). Wenn vorliegend von MMS User Agent die Rede ist, soll damit auch der MMS Client umfaßt sein. Gleichso verhält es sich mit den Begriffen MMS Relay/Server und MMS Proxy/Relay. Der Über- sichtlichkeit halber werden im Folgenden nur die Begriffe MMS User Agent und MMS Relay/Server verwendet .
Um das Dienstmerkmal „Rückruf" in die WAP Implementierung von MMS einzufügen, wird erfindungsgemäß eine Modifikati- on der WAP Nachrichten M-Send. req, M-Send. conf , M-
Notification . ind, M-NotifyResp . ind und M-Delivery. ind vorgeschlagen. In ihnen werden erfindungsgemäß verschiedene Kopf-Felder (Header-Felder) ergänzt bzw. modifi-
ziert. Nach WAP-203-WSP (s.o.) besteht jedes Kopf-Feld aus einem kodierten Feld-Namen und einem kodierten Feld- Wert. Dabei existieren insgesamt vier Möglichkeiten den Feld-Wert zu kodieren, wobei das erste Oktett des Feld- Wertes über die Art und Länge der Kodierung entscheidet (siehe Tabelle 1) .
A.l. WAP Nachricht M-Send. req (von Sendeapplikation UAA zum Netzwerkelement RSA)
Der Absender einer MMA soll zum Ausdruck bringen, daß er seine MMA wieder zurückrufen möchte. Dies geschieht durch das Versenden einer weiteren MMB an den gleichen Empfänger. Zu diesem Zwecke kann in der WAP Nachricht M- Send. req, mit der die MMB verschickt wird, ein Kopf-Feld ergänzt werden, das die Identifikationsnummer derjenigen MM trägt, die der Absender zurückrufen möchte (ID1 von MMA aus Fig. 2) . Es wird vorgeschlagen, daß dieses Kopf- Feld den Namen X-Mms -Recall -ID und die hexadezimale Ko- dierung 0x7F (dezimal: 127) trägt. Message-IDs werden konform zum Encapsulation-Standard (WAP-209- MMSEncapsulation, Release 2000; Wireless Application Protocol; WAP Multimedia Messaging Service; Message Encapsu- lation; MMS Proposed SCD 1.0) vorzugsweise als sog. Text- String kodiert. Außerdem kann dem Absender einer MM mit Rückruf-Auftrag bevorzugt die Möglichkeit gegeben werden, eine Rückmeldung anfordern zu können. Dazu wird vorgeschlagen, ein Kopf-Feld mit der zweckmäßigen Bezeichnung X-M s -Request -Report und der hexadezimalen Kodierung 0x85 (dezimal: 133) in die WAP Nachricht M-Send. req einzuführen. Die Feld-Werte dieses Kopf-Feldes sind bevorzugt konform zum Encapsulation-Standard (s.o.) mit dem <Oc-
tetl28> für „Rückmeldung wird gewünscht" und <Octetl29> für „Rückmeldung ist nicht erwünscht" kodiert.
Des weiteren wird vorgeschlagen, für den Fall eines be- dingten Rückrufs zusätzlich ein neues Kopf-Feld hinzuzufügen, das diese Bedingungen für das Ausführen des Rückrufbefehls übermittelt . Vorgeschlagen wird hierzu ein Kopf-Feld mit der beispielhaften Bezeichnung X-Mms- Recall -Cond, das vorzugsweise die hexadezimale Kodierung 0x86 (dezimal: 134) trägt. Dieses Kopf-Feld wird vorzugsweise mit dem <Octetl28> für den Rückruf nur vor Benachrichtigung ("Recall only before Notification"), mit dem <Octetl29> für Rückruf nur vor dem Herunterladen, auch nach dem Versand einer Benachrichtigung ("Recall only be- fore Downloading") , mit dem <Octetl30> für den Rückruf im Falle des Nichtlesens der MM ("Recall only before Rea- ding") und mit dem <0ctetl31> für Rückruf unabhängig vom Bearbeitungsgrad der MM - auch nach dem Lesen - ("Recall even after Reading") kodiert. Bei der Einführung weiterer Konditionen sind vorzugsweise entsprechende Feld-Werte hinzuzufügen. Alternativ zur Einführung des <Octetl31> kann auch vereinbart werden, daß ein Rückruf-Befehl ohne Kopf-Feld X-Mms -Recall -Cond für "Recall even after Reading" steht.
A.2 WAP Nachricht M-Send. conf (vom Netzwerkelement RSA zur Sendeapplikation UAA)
Mit dieser WAP Nachricht kann der Sendeapplikation UAA gemäß der vorliegenden Erfindung zusätzlich mitgeteilt werden, ob der Dienstanbieter A den Rückruf-Auftrag des Absenders (MMS User Agent A) angenommen hat . Dazu wird vorteilhafterweise vorgeschlagen, ein neues Kopf-Feld mit
dem Namen X-Mms -Supported- Feature und der hexadezimalen Kodierung 0x83 (dezimal: 131) in die WAP Nachricht M- Send. conf einzufügen. Vorzugsweise werden als Feld-Werte konform zum Encapsulation-Standard (s.o.) das <Octetl28> für eine Auftragsbestätigung und das <Octetl30> für eine negative Rückmeldung benutzt (vergleiche Fig. 10) .
Außerdem kann der Sendeapplikation UAA erfindungsgemäß zusätzlich mitgeteilt werden, ob der Dienstanbieter A das bedingte Rückrufen unterstützt. Dafür wird hier vorgeschlagen, die Feld-Werte des X-Mms -Supported -Feature mit der hexadezimalen Kodierung 0x83 (dezimal: 131) beispielsweise mit dem Wert <Octetl31> zu ergänzen. Dieser Wert steht hierbei für die Unterstützung des bedingten Rückrufs. Falls die MMA noch auf dem Netzwerkelement RSA gespeichert ist und die Empfangsapplikation UAB noch nicht benachrichtigt wurde, wird die MM bevorzugt gelöscht und die Sendeapplikation UAA wird bevorzugt über diese Ausführung informiert. Dafür wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, das Kopf-Feld X-Mms -Status zur WAP Nachricht M-Send. conf hinzuzufügen. Dabei wird vorzugsweise der neue Feld-Wert <Octetl38> für „Rückruf erfolgreich, vor Benachrichtigung" definiert. Des weiteren wird hier vorgeschlagen, den neuen Feld-Wert <Octetl42> für „Rück- ruf fehlgeschlagen, da Benachrichtigung gesendet wurde" festzulegen. Dieser kodierte Wert informiert die Sendeapplikation UAA, die den Fall 1 des bedingten Rückrufs (Rückruf nur vor der Benachrichtigung) ausgeführt haben wollte, daß das Löschen der MMA nicht erfolgen konnte, wenn die Benachrichtigung schon gesendet wurde. Dieser Fall kann auftreten, wenn die Sendeapplikation UAA und die Empfangsapplikation UAB demselben Netzwerkelement RS, hier also dem Netzwerkelement RSA, zugeordnet sind.
A.3 WAP Nachricht M-Notification . ind (vom Netzwerkelement RSB zur Empfangsapplikation UAB)
Ist die Empfangsapplikation UAB bereits über eine zum
Download bereitliegende MMA informiert worden, kann gemäß der vorliegenden Erfindung in der WAP Nachricht M- Notification . ind ein neu definiertes Kopf-Feld mit der zweckmäßigen Bezeichnung X-Mms -Recalled-URI und der hexa- dezimalen Kodierung 0x80 (dezimal: 128) zum Einsatz kommen. Mit seiner Hilfe kann der Empfangsapplikation UAB mitgeteilt werden, daß die MMA mit dem angegebenen URI nicht mehr länger zum Herunterladen bereit liegt, weil sie der Absender wieder zurückgerufen hat. Der Feld-Wert dieses neu definierten Kopf-Feldes wird bevorzugt konform zum Encapsulation-Standard (s.o.) als Text-String kodiert .
Um die Empfangsapplikation UAB über den Zeitpunkt des Lö- schens informieren zu können, kann gemäß dieser Erfindung ein neu definiertes Kopf-Feld mit der zweckmäßigen Bezeichnung X-Mms -Date-of -Execution und der hexadezimalen Kodierung 0x84 (dezimal: 132) ergänzt werden. Die Feld- Werte für dieses Kopf-Feld werden bevorzugt nach dem En- capsulation-Standard (s.o.) als Long-Integer kodiert.
In der URI der Benachrichtigung kann gemäß der vorliegenden Erfindung auf den Speicherplatz einer Standard-Text- Nachricht (z. B.: „Diese MM wurde vom Absender wieder ge- löscht.") verwiesen werden, mit der das Netzwerkelement RSB auch eine Empfangsapplikation UAB über einen ausgeführten Rückruf-Auftrag informieren kann, wenn dieses das Rückruf-Dienstmerkmal nicht unterstützt (also die neuen
Kopf-Felder nicht erkennt) und versucht, eine MM von dem in der Benachrichtigung ausgewiesenen Speicherplatz herunterzuladen.
Falls die MMA, die zurückgerufen werden soll, bereits an die Empfangsapplikation UAB ausgeliefert worden ist, kann erfindungsgemäß die WAP Nachricht M-Notification. ind das in Abschnitt A.l definierte Kopf-Feld mit dem Namen X- Mms-Recall -ID beinhalten. Die Empfangsapplikation UAB kann daraufhin umgehend mit Hilfe der Message-ID (ID2 aus Fig. 2) das Löschen der MMA einleiten (vorausgesetzt es unterstützt das Rückruf-Dienstmerkmal) .
Falls die zu löschende MMA von der Empfangsapplikation UAB heruntergeladen wurde, wird im Falle des bedingten Zurückrufens die Empfangsapplikation UAB bevorzugt über die Konditionen zum Löschen der MMA informiert . Hierfür wird bevorzugt das erfindungsgemäß neu definierte Kopf- Feld X-M s -Recall -Cond mit der hexadezimalen Kodierung 0x86 (dezimal: 134) eingesetzt. In diesem Fall werden nur die kodierten Werte <Octetl30> für den Rückruf im Falle des Nichtlesens der MM ("Rückruf vor dem Lesen") und <Oc- tetl31> für den Rückruf unabhängig vom Bearbeitungsgrad der MM ("Rückruf auch nach dem Lesen") benötigt. <0c- tetl28> für Rückruf nur vor Benachrichtigung und <Oc- tetl29> für Rückruf nur vor dem Herunterladen, auch nach dem Versand einer Benachrichtigung, werden hier nicht benötigt, da in diesem Beispiel in beiden Fällen das Löschen der MMA vor dem Versand der Benachrichtigung erfol- gen sollte.
A.4 WAP Nachricht M-NotifyResp . reg (von Empfangsapplikation UAB zum Netzwerkelement RSB)
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird vorteilhafterweise vorgeschlagen, in der WAP Nachricht M-NotifyResp . req optional ein neues Kopf-Feld einzufügen, mit dessen Hilfe dem Netzwerkelement RSB mitgeteilt werden kann, ob die Empfangsapplikation UAB die Meldung über einen erfolgreich ausgeführten Rückruf-Auftrag verstanden hat. Zu diesem Zweck wird vorzugsweise das aus anderen WAP Nachrichten bekannte Kopf-Feld X-Mms-Status benutzt und ein neuer Feld-Wert definiert: Es wird vorgeschlagen, daß das <Octetl36> die Bedeutung „Merkmal Rückruf unterstützt" hat.
Falls die rückzurufende MMA bereits an die Empfangsappli- kation UAB ausgeliefert worden war, wird gemäß einer vorteilhaften Variante der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen, in der WAP Nachricht M-NotifyResp . req das iπv Encapsulation-Standard (s.o.) definierte Kopf-Feld X-Mms- Status einzufügen, mit welchem dem Netzwerkelement RS mitgeteilt werden kann, ob der Rückruf-Auftrag des Absenders erfolgreich auf der Empfangsapplikation UAB ausgeführt werden konnte oder nicht. Dazu ist allerdings auch hier eine Erweiterung dieses Kopf-Feldes notwendig: Die Rückmeldung wird bevorzugt mit den beiden neuen Feld- Werten <Octetl32 für „Rückruf-Auftrag wurde erfolgreich ausgeführt" und <Octetl33> für „Rückruf-Auftrag konnte nicht ausgeführt werden" realisiert.
Für den Fall des bedingten Rückrufs werden zusätzlich zu den Feld-Werten <Octetl32> für „Rückruf erfolgreich" und <Octetl33> für „Rückruf fehlgeschlagen", sowie zu den o- ben vorgeschlagenen Feld-Werten <Octetl38> für „Rückruf erfolgreich, vor Benachrichtigung" und <Octetl42> für
„Rückruf fehlgeschlagen, da Benachrichtigung gesendet wurde" (s. A.2) folgende Feld-Werte vorgeschlagen:
- <Octetl40> für „Rückruf erfolgreich, bevor MM gelesen wurde"
- <0ctetl41> für „Rückruf erfolgreich, nachdem MM gelesen wurde"
- <Octetl44> für „Rückruf fehlgeschlagen, da MM gelesen wurde" - <Octetl45> für „Rückruf fehlgeschlagen, da MM gelöscht wurde".
Dank dieser Mitteilungen kann dann der Absender des Rückruf-Befehls über den genauen Ausgang seines Auftrages in- formiert werden.
A.5 WAP Nachricht M-Delivery. ind (vom Netzwerkelement RSA zur Sendeapplikation UAA)
Weiterhin wird vorgeschlagen, vorzugsweise das in Abschnitt A.4 erweiterte Kopf-Feld X-Mms-Status auch hier einzufügen. Mit seiner Hilfe kann dem Absender (Sendeapplikation UAA) mitgeteilt werden, ob sein Rückruf-Auftrag erfolgreich ausgeführt werden konnte oder nicht, wenn auch hier die neuen Feld-Werte <Octetl32> für „Rückruf- Auftrag wurde erfolgreich ausgeführt" und <Octetl33> für „Rückruf-Auftrag konnte nicht ausgeführt werden" benutzt werden (vergleiche Fig. 6) . Außerdem kann der Absender über das Datum der Ausführung seines Rückruf-Auftrages mit Hilfe des in Abschnitt A.3 definierten Kopf-Feldes mit der zweckmäßigen Bezeichnung X-Mms -Date-of-Execution informiert werden.
Außerdem werden bevorzugt weitere neue Feld-Werte definiert :
- <Octetl39> für „Rückruf erfolgreich, vor dem Herun- terladen"
- <Octetl43> für „Rückruf fehlgeschlagen, da MM schon heruntergeladen wurde"
Somit ermöglichen die verschiedenen Feld-Werte des Kopf- Feldes X-Mms-Status innerhalb der WAP Nachricht M-
Delivery. ind eine Benachrichtigung des Absenders, ob und unter welchen Umständen sein Rückruf-Auftrag ausgeführt wurde .
Eine weitere Möglichkeit, den Absender eines bedingten
Rückrufbefehls über die Ausführung des Auftrags zu informieren, kann erfindungsgemäß durch die Definition eines neuen Kopf-Feldes realisiert werden, das bei den entsprechenden WAP Nachrichten eingesetzt wird. Vorgeschlagen wird dazu ein Kopf-Feld mit dem beispielhaften Namen X- M s -Recall -Status . Dieses Kopf-Feld kann in den oben beschriebenen Fällen als Ersatz für das erweiterte Kopf- Feld X-Mms-Status dienen. Letzteres kann dann weiterhin in der in WAP-209-MMSEncapsulation, Release 2000 (s.o.) definierten Form eingesetzt werden. Das neue Kopf-Feld X- Mms -Recall -Status beinhaltet vorzugsweise nur Informationen zur Ausführung des Rückruf-Aufträges . Für den X-M s - Recall -Status wird die hexadezimale Kodierung 0x88 (dezimal: 136) vorgeschlagen. Die möglichen Feld-Werte, welche die verschiedenen Ausführungsszenarien abdecken, sind beispielsweise :
- <Octetl28> für „Rückruf erfolgreich"
- <Octetl29> für „Rückruf erfolgreich, vor Benachrichtigung"
- <Octetl30> für „Rückruf erfolgreich, vor dem Herunterladen" - <Octetl31> für „Rückruf erfolgreich, bevor MM gelesen wurde"
- <Octetl32> für „Rückruf erfolgreich, nachdem MM gelesen wurde"
- <Octetl33> für „Rückruf fehlgeschlagen" - <Octetl34> für „Rückruf fehlgeschlagen, da Benachrichtigung gesendet wurde"
- <Octetl35> für „Rückruf fehlgeschlagen, da MM heruntergeladen wurde"
- <Octetl36> für „Rückruf fehlgeschlagen, da MM gelesen wurde"
- <Octetl37> für „Rückruf fehlgeschlagen, da Nachricht gelöscht wurde"
- <Octetl38> für „Rückruf fehlgeschlagen, Nachricht nicht gefunden" - <Octetl39> für „Rückruf fehlgeschlagen, Nachricht weitergeleitet" .
Bei weiteren Gründen oder Konditionen können die Feld- Werte und Kodierungen entsprechend ergänzt werden.
B. DIENSTMERKMAL „ÄNDERN"
Ein Benutzer des MMS, der eine Multimedia Message MMA ab- geschickt hat und diese bereits verschickte MM später verändern möchte, kann gemäß dieser Erfindung eine neue MMB zusammen mit der Information verschicken, daß diese
MMB eine zuvor verschickte MMA ändern, insbesondere ersetzen, soll. Unten stehende Ausführungen gelten ganz allgemein für Änderungen einer ersten Nachricht MMA, so auch z.B. für das nachträgliche Anhängen einer Datei an eine zuvor versendete MMA.
Eine Änderung von MMA kann dadurch realisiert werden, daß der Absender eine neue MMB verfaßt, die einen Änderungs- befehl beinhaltet, und diese an den gleichen Empfänger wie die zuvor verschickte MMA schickt. Zur Identifizierung der MMA wird vorteilhaferweise die IDl der zuvor verschickten und jetzt zu verändernden MMA benutzt. Die MMB mit der Änderungs-Information gelangt zunächst zum Netzwerkelement RSA. Hier wird überprüft, ob die MMA mit der IDl noch im Zuständigkeitsbereich (MMSEA) des Dienstanbieters A ist, oder ob sie sich schon im MMSEB des Dienstanbieters B befindet. Beides ist möglich, je nach dem, ob vom Absender der MMA ein Zeitpunkt für die frühestmögliche Auslieferung oder eine Gültigkeitsdauer an- gegeben worden ist. Sobald die MMA in einem MMSE der beteiligten MMS Dienstanbieter ausfindig gemacht worden ist, kann das Ändern der MMA durch die MMB vom zuständigen Netzwerkelement RS eingeleitet werden. Praktisch realisiert wird diese Aktion vorzugsweise durch das Löschen der alten MMA und das Weiterleiten der neuen MMB an den
Empfänger. Der MMS Dienstanbieter hat gemäß dieser Erfindung die Möglichkeit, die Empfangsapplikation UAB über einen gegebenenfalls ausgeführten Änderungs-Vorgang und/oder über das Datum der Ausführung des Änderungs- Vorgangs („diese MM wurde aktualisiert am...") in Kenntnis zu setzen.
Hat der Empfänger (Empfangsapplikation UAB) der MMA noch keine Benachrichtigung über die MMA erhalten, etwa weil die MMB mit dem Änderungsauftrag das Netzwerkelement RSB vor der zu ändernden MMA erreicht, muß dieser auch nicht zwingend über eine vom Absender eingeleitete Änderungsaktion informiert werden. Statt dessen kann das Netzwerkelement RSB warten, bis es die zu ändernde MMA erhält, und ändert, insbesondere ersetzt, diese beim Eintreffen durch die MMB (vorausgesetzt, das MMS Netzwerkelement RSB unterstützt das Rückruf-Dienstmerkmal) . Der MMS Dienstanbieter kann nach dieser Erfindung die Empfangsapplikation UAB bei der Zustellung der MMB davon in Kenntnis setzen, daß sie eine vom Absender nachträglich geänderte MM ist und wann diese Änderung ausgeführt worden ist .
Falls die Empfangsapplikation UAB schon über die für ihn im MMSEB bereitliegende MMA mittels einer Benachrichtigung (Notification) informiert worden ist und sich die MMA noch im Zuständigkeitsbereich des Dienstanbieters B befinden sollte, kann gemäß dieser Erfindung die Empfangsapplikation UAB mit einer erneuten Benachrichtigung (Notification) davon in Kenntnis gesetzt werden, daß der Absender seine MMA nachträglich geändert hat und wann diese Änderung ausgeführt worden ist .
Sollte die MMA schon an den Empfänger ausgeliefert worden sein, so kann entweder die Empfangsapplikation UAB zunächst eine Benachrichtigung vom Dienstanbieter B erhalten, daß eine MMB zum Ersatz der MMA vorliegt, oder die MMB mit dem Änderungsauftrag kann der Empfangsapplikation UAB unmittelbar zugestellt werden. Unabhängig davon, ob die MMB im PUSH-Modus oder im PULL-Modus zugestellt worden ist, kann das Ändern, insbesondere das Ersetzen, der
MMA durch die MMB direkt in der Empfangsapplikation UAB stattfinden, sofern dies das Ändern-Dienstmerkmal unterstützt. Je nach Implementierung dieses Dienstmerkmals im Endgerät, den Einstellungen des Benutzers, den Einstel- lungen des Dienstanbieters und/oder des Netzbetreibers kann das Ändern, insbesondere das Ersetzen, von MMA (und damit im Falle des PULL-Modus : zusätzlich das Anfordern von MMB) im Endgerät davon abhängig sein, ob die MMA bereits vom Empfänger „angefaßt" (z.B. geöffnet, gelesen, weitergeleitet, etc.) worden ist. Sinnvoll erscheint, insbesondere solche MMs automatisch (d.h. ohne Rückfrage mit dem Empfänger) zu ändern, welche noch nicht vom Empfänger „angefaßt" worden sind. Hat der Empfänger die MMA schon aus der Posteingangsbox genommen, weitergeleitet oder gelesen, so kann er zumindest noch darüber informiert werden, daß der Absender mit MMB die zuvor verschickte MMA ändern wollte.
Der Absender/Auftraggeber (Sendeapplikation UAA oder VAS- Applikation) kann gemäß einer vorteilhaften Variante der Erfindung über den Ausgang und das Datum der Ausführung der von ihm eingeleiteten Änderungsaktion informiert werden, wenn die beteiligten MMS Dienstanbieter dies unterstützen.
Die Identifikation von MMA auf der Empfangsapplikation UAB kann insbesondere anhand einer Nachrichtenreferenz erfolgen, welche vorzugsweise ein URI ist, unter dessen Speicherplatz eine Standard-Text-Nachricht des empfänger- seitigen Dienstanbieters B abgespeichert ist. Die URI setzt sich bevorzugt aus der Identifikationsnummer IDl von MMA oder aus von einem empfängerseitigen Netzwerkele-
ment (inbesondere vom Netzwerkelement RSB) festgelegten zweiten Identifikationsnummer (ID2) zusammen.
Um das gerade beschriebene Dienstmerkmal Ändern, insbe- sondere Ersetzen, umsetzen zu können, wird gemäß der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen, daß eine oder mehrere der folgenden Informationen zusätzlich zwischen den beteiligten Instanzen (Sendeapplikation UAA, Netzwerkelement RSA, Netzwerkelement RSB und Empfangsapplikation UAB) ausgetauscht werden:
Sendeapplikation UAA (MMS User Agent A) -» Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) (beim Versenden einer MM) :
• Kennzeichnung, daß es sich bei einer MMB um einen Än- derungsbefehl handelt .
• Identifikationsnummer der MMA, die geändert werden soll .
• Information, daß der Absender eine Rückmeldung über den Ausgang der von ihm eingeleiteten Änderungsaktion anfordert .
Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) — > Sendeapplikation UAA (MMS User Agent A) (bei der Bestätigung nach dem Versenden einer MM) : • Mitteilung des Dienstanbieters, ob dieser das Ändern- Dienstmerkmal unterstützt.
Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) -» Netzwerkelement RSB (MMS Relay/Server B) (nur dann nötig, wenn Ab- sender und Empfänger zu unterschiedlichen MMSEs gehören) :
• Kennzeichnung, daß es sich bei einer MMB um einen Änderungsbefehl handelt.
• Identifikationsnummer der MMA, die geändert werden soll .
• Information, daß der Absender eine Rückmeldung über den Ausgang der von ihm eingeleiteten Änderungsaktion anfordert
Die Übermittlung der Informationen zwischen Netzwerkelement RSA und Netzwerkelement RSB ist davon abhängig, ob diese Informationen beim Versenden der MMB vorhanden waren.
Netzwerkelement RSB (MMS Relay/Server B) -» Empfangsapplikation UAB (MMS User Agent B) (bei der Benachrichtigung über eine eingetroffene MM) , vorzugsweise in einer Nachricht : • Information, daß der Absender eine zum Download bereitliegende MMA durch eine neue MMB geändert hat. Die Identifizierung beider MMs erfolgt anhand der Nachrichtenreferenzen (URIs) zu den betroffenen MMs.
• Information, wann die zum Herunterladen bereitliegende MMA durch die neue MMB geändert wurde . oder :
• Information, daß der Absender eine bereits zuvor ausgelieferte MMA durch eine neue MMB ändern, insbesondere ersetzen, möchte. Die Identifizierung der MMA, die ak- tualisiert wird, erfolgt anhand der individuellen Message ID und die Identifizierung der MMB, welche die MMA ändern, insbesondere ersetzen, soll, erfolgt anhand der Nachrichtenreferenz (URI) .
Empfangsapplikation UAB (MMS User Agent B) → Netzwerkelement RSB (MMS Relay/Server B) (nach der Benachrichtigung) :
• Information, ob der Empfänger über den Anderungsauf- trag informiert werden konnte .
Wurde im Fall des PULL-Modus der Empfänger von einer vor- liegenden MMB mit Änderungsauftrag unterrichtet, so kann er diese mittels der bekannten Mechanismen vom Netzwerkelement RSB beziehen. Im Fall des PUSH-Modus wird das Herunterladen der MMB vom MMS Dienstanbieter und nicht vom Empfänger initiiert. In diesem Fall können die beiden vorigen Schritte, Benachrichtigung und deren Bestätigung, entfallen.
Netzwerkelement RSB (MMS Relay/Server B) -» Empfangsapplikation UAB (MMS User Agent B) (bei der Zustellung ei- ner MM) :
• Kennzeichnung, daß die MMB einen Änderungsauftrag enthält, der auf der Empfangsapplikation UAB ausgeführt werden soll .
• Information, welche bereits ausgelieferte MMA geän- dert, insbesondere ersetzt, werden soll. Die Identifizierung der MMA erfolgt anhand der individuellen nach- richtenidentifikationsnummer (Message ID) . oder:
• Information, daß die soeben ausgelieferte MMB eine nachträglich geänderte MM ist.
• Information, wann MMB vom Absender geändert worden ist .
Empfangsapplikation UAB (MMS User Agent B) → Netzwerk- element RSB (MMS Relay/Server B) (nach der Zustellung einer MM) :
• Information, ob der Änderungsauftrag erfolgreich ausgeführt werden konnte.
• Information, ob der Anderungsauftrag automatisch durchgeführt wurde .
• Information, ob der Empfänger über den Änderungs-Vorgang informiert wurde (und/oder der Änderung zuge- stimmt hat) .
Netzwerkelement RSB (MMS Relay/Server B) — > Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) (nur dann nötig, wenn Absender und Empfänger zu unterschiedlichen MMSEs gehören und wenn der Absender eine Rückmeldung angefordert hat) :
• Information, ob der Änderungsauftrag erfolgreich ausgeführt werden konnte .
• Information, wann der Änderungsauftrag ausgeführt worden ist. • Information, ob der Änderungsauftrag automatisch durchgeführt wurde .
• Information, ob der Empfänger über die Änderung informiert wurde (und/oder der Änderung zugestimmt hat) .
• Information, ob eine bereits heruntergeladene MMA ge- ändert, insbesondere ersetzt, wurde oder aber die MMA vor dem Ändern noch nicht ausgeliefert worden war.
• Identifikationsnummer der MMA, die geändert, insbesondere ersetzt, wurde.
Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) → Sendeapplikation UAA (MMS User Agent A) (beim Bericht) :
• Information, ob der Änderungsauftrag erfolgreich ausgeführt werden konnte .
• Information, wann der Änderungsauftrag ausgeführt wor- den ist.
• Information, ob der Änderungsauftrag automatisch durchgeführt wurde .
Information, ob der Empfänger über die Änderung informiert wurde (und/oder der Änderung zugestimmt hat) . Information, ob eine bereits heruntergeladene MMA geändert, insbesondere ersetzt, wurde oder aber die MMA vor der Änderung noch nicht ausgeliefert worden war. Identifikationsnummer der MMA, die geändert, insbesondere ersetzt, wurde.
Zusätzliches Dienstmerkmal: Bedingtes Ändern
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann der Absender des Änderungsbefehls Bedingungen zum Ausführen seines Wunsches angeben. Dabei legt die Sen- deapplikation UAA oder die VAS-Applikation fest, in welchem Fall die zuvor gesendete MM geändert wird. Das bedingte Ändern kann auch mit „Conditional Replace" bezeichnet werden.
Der Dienstanbieter kann erfindungsgemäß das Verwenden des Dienstmerkmals „Ändern" auf die eigene oder bestimmte Domänen der Dienstanbieter begrenzen. Dies kann beispielsweise anhand einer Identifizierung der Adresse des Empfängers (Rufnummer, Mailadresse oder weiteres) erfolgen. Eine weitere Möglichkeit wäre das Einsetzen einer zusätzlichen Kennzeichnung (Flag) in dem Ändern-Befehl .
Bevorzugt basiert das bedingte Aktualisieren auf der Bearbeitungsphase der zuvor gesendeten Nachricht (hier Mul- timedia Message MM) . Der Absender entscheidet in diesem Fall, in welchem Zustand der MM diese gelöscht werden soll. Mögliche Konditionen für das Ändern, insbesondere Ersetzen, sind:
1. Ändern der MM nur, wenn diese auf dem Server liegt und der Empfänger davon noch nicht in Kenntnis gesetzt wurde. Das Ändern erfolgt also nur, wenn noch keine Benachrichtigung (Notification) gesendet wurde.
2. Ändern der MM auch dann, wenn die Benachrichtigung
(Notification) schon gesendet, aber die MM noch nicht heruntergeladen wurde.
3. Ändern der MM, wenn der Empfänger diese noch nicht geöffnet bzw. gelesen hat. In diesem Fall kann das Ändern auch nach dem Herunterladen auftreten.
4. Ändern der MM unabhängig vom Bearbeitungsgrad der MM beim Empfänger. Das Ändern wird hier auch dann versucht, wenn der Empfänger die MM gelesen hat.
Bei der Realisierung dieses Dienstmerkmales wird vorteil- hafterweise eine Standardkondition „Default value" angenommen werden. Zum Beispiel kann vereinbart werden, daß die Standardkondition einem der oben beschriebenen vier Fälle entspricht. Diese Voreinstellung kann beispielsweise - solange nichts Genaues zum konditionellen Ausführen des Ändern-Befehls geäußert wurde - derart festgelegt werden, daß das Ändern zum Beispiel nur vor der Benachrichtigung erfolgen soll. Das System könnte auch so ausgelegt sein, daß ein solches Ändern nur vor dem Herunterladen der zu ändernden MM oder sogar nach dem Öffnen bzw. Lesen erfolgen sollte.
Im folgenden werden die Transaktionen zur Realisierung vom MM-Status-bedingten Dienstmerkmal „Ändern" behandelt.
Eine bereits verschickte MMA kann also durch den Absender nachträglich wieder zurückgerufen werden, indem er eine neue MMB verfaßt, die einen bedingten Änderungsbefehl und einen neuen, für den Empfänger bestimmten Inhalt („Content/Message Body") beinhaltet. Diese neue Nachricht wird dem gleichen Empfänger wie die zuvor verschickte MMA gesendet. Als Änderungskennung wird die Identifikationsnummer (ID 1) der zuvor verschickten MMA benutzt (s.o). Die MMB mit der Änderungsinformation gelangt zunächst zum Netzwerkelement RSA des Absenders. Hier wird überprüft, ob die MMA mit der ID 1 noch im Zuständigkeitsbereich des Dienstanbieters A (MMSEA) ist, oder ob sie schon an das MMSEB des Dienstanbieters B weitergeleitet worden ist. Ersteres ist z.B. der Fall, wenn der vom Absender gewählte Zeitpunkt für die gewünschte Zustellung seiner MMA noch nicht erreicht worden ist; letzteres ist z.B. der Fall, wenn die MMA noch nicht ihre Gültigkeitsdauer überschritten hat und noch nicht der Empfangsapplikation UAB zugestellt worden ist.
Sobald die MMA in einem MMSE ausfindig gemacht wird, kann das Ändern von MMA durch MMB vom zuständigen Netzwerkelement RS eingeleitet werden. Falls der ursprüngliche Emp- fänger die an ihn adressierte MM an eine andere Adresse weitergeleitet hat, soll auch der Änderungsbefehl vom Netzwerkelement RS entsprechend weitergeleitet werden. Wenn das Netzwerkelement RSB nur die Information hat, daß die MM weitergeleitet wurde, ohne das Ziel zu wissen (beispielsweise, wenn der ursprüngliche Empfänger die an ihn adressierte MM an eine E-mail Adresse weitergeleitet hat) , kann der Absender des Änderungsbefehls über den Mißerfolg des Rückrufs aufgrund des Weiterleitens infor-
miert werden. Aus Vertraulichkeitsgründen wäre auch möglich, den Mißerfolg der Ausführung zu melden, ohne in diesem Fall den Grund zu kommentieren.
Ein besonders günstiger Fall zum Ausführen des Änderungs- befehls liegt vor, wenn die MM noch auf dem Netzwerkelement RSA oder RSB liegt, und die Empfangsapplikation UAB noch nicht über diese Nachricht benachrichtigt wurde. Ein solcher Fall könnte zum Beispiel auftreten, wenn die MM auf Wunsch des Absenders ab einem bestimmten Zeitpunkt ausgeliefert werden sollte, der noch nicht eingetreten ist. Hier liegt die MM noch auf dem Netzwerkelement RSA des Absenders. Die MM kann auch auf dem Netzwerkelement RSB gespeichert sein, falls z.B. das Endgerät des Empfän- gers ausgeschaltet ist und die Gültigkeitsdauer der MM nicht überschritten wurde. In diesen beiden Fällen kann das Ändern der MM unabhängig der ausgewählten Löschkonditionen erfolgen. Alle vier oben beschriebenen Änderungs- konditionen decken nämlich diese Situation ab.
Falls die Empfangsapplikation UAB schon über die für ihn im MMSEB bereitliegende MMA mittels einer Benachrichtigung (Notification) informiert worden ist und sich die MMA noch im Zuständigkeitsbereich/Speicher des Dienstan- bieters B befinden sollte, kann erfindungsgemäß das Ändern nur in den oben mit 2, 3 und 4 numerierten Fällen erfolgen. Für den Fall 1 des bedingten Änderns erhält der Absender vorzugsweise eine Meldung, daß der Empfänger schon über die zuvor gesendete MM informiert wurde und die Änderung nicht vorgenommen werden konnte. Für die weiteren Fälle (2, 3 und 4) kann die Empfangsapplikation UAB mit einer erneuten Benachrichtigung (Notification) davon in Kenntnis gesetzt werden, daß die MMA durch die
MMB geändert wurde und somit nicht mehr zum Herunterladen bereit liegt. Statt dessen kann der Empfänger die neue MMB anfordern.
Sollte die MMA schon an den Empfänger ausgeliefert worden sein, so kann das Ändern nur für den Fall 4 (Ändern, unabhängig vom Bearbeitungsgrad) und unter Umständen für den Fall 3 (Ändern, nur wenn MM noch nicht geöffnet/gelesen wurde) erfolgen. Die Empfangsapplikation UAB wird - nur für die Fälle 3 und 4 - vorzugsweise mit einer neuen Benachrichtigung (Notification) davon in Kenntnis gesetzt, daß der Absender die MMA ändern möchte. Diese Benachrichtigung beinhaltet bevorzugt die Konditionen des Änderns. Das Aktualisieren der MMA kann folglich direkt im MMS User Agent B stattfinden, sofern dieses das
Dienstmerkmal „Ändern" unterstützt. Wenn es sich um den Fall 3 handelt, wird die MM bevorzugt nur dann geändert, wenn das Endgerät feststellt, daß die MM nicht geöffnet bzw. gelesen wurde. Für den Fall 4 wird das Ändern unab- hängig davon getriggert. Für die Fälle 1 (Ändern vor der Benachrichtigung) und 2 (Ändern nur vor dem Herunterladen) kann das Ändern nicht erfolgen. Der Absender erhält bevorzugt eine Rückmeldung mit der Information, daß die MM nicht geändert werden konnte, da eine Benachrichtigung schon verschickt wurde (Fall 1) oder weil die MM schon heruntergeladen wurde (Fall 2) .
Eine weitere Möglichkeit zur Realisierung des Ändernvor- gangs ist erfindungsgemäß das Zustellen der MMB mit der Änderungsinformation bis zur Empfangsapplikation UAB. Das Ändern wird dann im Endgerät des Empfängers durch die MMB und nicht durch die aus der MMB entstehende Benachrichtigung (Notification) ausgelöst. Dieser Fall wird im weite-
ren nicht detaillierter behandelt.
Der Auftraggeber der Änderung (Sendeapplikation UAA oder VAS-Applikation) wird bevorzugt in allen beschriebenen Fällen über den Ausgang und ggf. das Datum der Ausführung der von ihm eingeleiteten Aktion informiert, insbesondere wenn er dies anfordert und wenn die beteiligten MMS Dienstanbieter dies ermöglichen.
Da es sich beim bedingten Ändern um eine MM handelt, welche die Empfangsapplikation UAB erreichen soll, behandeln MMSEs (Multimedia Messaging Service Environments) , die dieses Dienstmerkmal nicht unterstützen, die neue MMB vorzugsweise als einfache MM. Sie wird also der Empfangs- applikation UAB - ohne Ersetzung der MMA - als neue MM erreichen. Auch darüber wird der Absender vorzugsweise informiert .
Um das gerade beschriebene Dienstmerkmal „Bedingtes Än- dern" umsetzen zu können, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß eine oder mehrere der folgenden Informationen zusätzlich zwischen den beteiligten Instanzen (Sendeapplikation UAA, Netzwerkelement RSA, Netzwerkelement RSB und Empfangsapplikation UAB) ausgetauscht werden. Als Basis dienen die aktuellen 3GPP Spezifikationen 3G TS 140 version 4.0.1 (s.o.) sowie 3G TS 23.140 Version 4.0.0 (s.o.) und WAP Spezifikationen WAP-209-MMSEncapsulation; Release 2000 (s.o.), WAP-203 WSP (s.o.) und Report of the 3GPP TSG-T2 SWG3 (s.o.) . Im Folgenden wird näher auf die Unterschiede und Ergänzungen im Vergleich zu dem unbedingten Ändern eingegangen:
Sendeapplikation UAA (MMS User Agent A) -» Netzwerkele-
ment RSA (MMS Relay/Server A) (beim Versenden einer MM) :
• Bedingungen zum Ausführen des Änderns :
- Ändern nur vor Benachrichtigung.
- Ändern nur vor dem Herunterladen, auch nach dem Ver- sand einer Benachrichtigung.
- Ändern nur, wenn die MM nicht geöffnet/ gelesen wurde.
- Ändern unabhängig vom Bearbeitungsgrad der MM (auch nach dem Lesen der MMA) .
Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) — Sendeapplikation UAA (MMS User Agent A) (bei der Bestätigung nach dem Versenden einer MM) :
• Mitteilung des Dienstanbieters, ob dieser das bedingte Ändern-Merkmal unterstützt. Hier könnte das System zwischen der Unterstützung vom „Ändern" und „Bedingtes Ändern" unterscheiden.
Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) —> Netzwerkele- ment RSB (MMS Relay/Server B) (nur dann nötig, wenn Absender und Empfänger zu unterschiedlichen MMSEs gehören) :
• Bedingungen zum Ausführen des Ersetzens:
- Ändern nur vor Benachrichtigung.
- Ändern nur vor dem Herunterladen, auch nach dem Ver- sand einer Benachrichtigung.
- Ändern nur, wenn die MM nicht gelesen wurde.
- Ändern unabhängig vom Bearbeitungsgrad der MM (auch nach dem Lesen) .
Netzwerkelement RSB (MMS Relay/Server B) -» Empfangsapplikation UAB (MMS User Agent B) (bei der Benachrichtigung über der eingetroffenen MMB) :
• Bedingungen zum Ausführen des Änderns:
- Ändern nur vor dem Herunterladen, auch nach dem Versand einer Benachrichtigung. Diese Bedingung wird nur dann mitgeteilt, wenn die MM nicht heruntergeladen wurde .
- Ändern nur, wenn die MM nicht gelesen wurde.
- Ändern unabhängig vom Bearbeitungsgrad der MM (auch nach dem Lesen) .
Empfangsapplikation UAB (MMS User Agent B) — > Netzwerkelement RSB (MMS Relay/Server B) (nach der Benachrichtigung) :
• Information, ob der bedingte Ändern-Auftrag erfolgreich ausgeführt werden konnte . • Bei Mißerfolg entsprechende Meldung mit einer möglichen Begründung.
Netzwerkelement RSB (MMS Relay/Server B) — Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) (nur dann nötig, wenn Ab- sender und Empfänger zu unterschiedlichen MMSEs gehören und wenn der Absender eine Rückmeldung angefordert hat) :
• Information, ob der bedingte Ändern-Auftrag erfolgreich ausgeführt werden konnte.
• Bei Mißerfolg entsprechende Meldung mit einer möglichen Begründung.
Netzwerkelement RSA (MMS Relay/Server A) → Sendeapplikation UAA (MMS User Agent A) (beim Bericht) :
• Information, ob der bedingte Ändern-Auftrag erfolgreich ausgeführt werden konnte .
• Bei Mißerfolg entsprechende Meldung mit einer möglichen Begründung .
Anpassungen der WAP Nachrichten
Nachfolgend werden mögliche Modifikationen der WAP Nachrichten für das Ändern-Dienstmerkmal näher erläutert . Die Anpassungen und Zuweisungen sind beispielhaft und können durchaus variiert werden: Um das Ändern-Dienstmerkmal in die WAP Implementierung von MMS einzuführen, wird gemäß der vorliegenden Erfindung eine Modifikation der WAP
Nachrichten M-Send. req, M-Send. conf, M-Notification . ind, M-NotifyResp . req, M-Retrieve . conf , M-Acknowledge . ind und M-Delivery. ind vorgeschlagen. In ihnen werden vorteilhafterweise analog zum Vorgehen in Abschnitt A (Dienst- merkmal Rückruf) verschiedene Kopf-Felder ergänzt bzw. modifiziert. Im folgenden wird wieder von MMS User Agent bzw. MMS Proxy/Server gesprochen, womit auch MMS Client bzw. MMS Proxy/Relay gemeint ist.
B.l WAP Nachricht M-Send. req (von Sendeapplikation UAA zum Netzwerkelement RSA)
Der Absender einer MM soll zum Ausdruck bringen können, daß er nachträglich seine bereits verschickte MMA durch eine neue MMB ändern, insbesondere ersetzen, möchte. Bevorzugt wird zu diesem Zweck in der WAP Nachricht M- Send . req, mit der die neue MMB verschickt wird, ein weiteres Kopf-Feld ergänzt, das die Identifikationsnummer derjenigen MM trägt, die durch MMB geändert, insbesondere ersetzt, werden soll (nämlich IDl von MMA aus Fig. 2) . Es wird vorgeschlagen, daß dieses Kopf-Feld den Namen X-Mms - Replace-ID und die hexadezimale Kodierung 0x81 (dezimal: 129) trägt. Message-IDs werden konform zum Encapsulation-
Standard (s.o.) vorzugsweise als Text-String kodiert. Außerdem wird dem Absender einer MM mit Änderungsauftrag vorzugsweise die Möglichkeit gegeben, eine Rückmeldung anzufordern. Dazu wird vorgeschlagen, das in Abschnitt A.l definierte Kopf-Feld mit der zweckmäßigen Bezeichnung X-Mms-Request -Report mit der hexadezimalen Kodierung 0x85 (dezimal: 133) in die WAP Nachricht M-Send. req einzuführen. Die Feld-Werte dieses Kopf-Feldes werden vorteilhafterweise konform zum Encapsulation-Standard (s.o.) mit dem <0ctetl28> für „Rückmeldung wird gewünscht" und <Oc- tetl29> für „Rückmeldung ist nicht erwünscht" kodiert.
Weiterhin wird vorgeschlagen, zusätzlich ein neues Kopf- Feld hinzuzufügen, das Bedingungen des Ausführens des Än- derungsbefehls übermittelt. Vorgeschlagen wird hierzu ein Kopf-Feld mit der beispielhaften Bezeichnung X-Mms- Replace-Cond, das vorzugsweise die hexadezimale Kodierung 0x87 (dezimal: 135) auf eist. Dieses Kopf-Feld wird vorzugsweise mit dem <Octetl28> für das Ersetzen nur vor Be- nachrichtigung ("Replace only before Notification"), mit dem <Octetl29> für das Ersetzen nur vor dem Herunterladen, auch nach dem Versand einer Benachrichtigung ("Replace only before Downloading") , mit dem <Octetl30> für das Ersetzen im Falle des Nichtlesens ("Replace only before Reading") und mit <0ctetl31> für das Ersetzen unabhängig vom Bearbeitungsgrad der MM - auch nach dem Lesen - ("Replace even after Reading") kodiert. Bei der Einführung weiterer Konditionen sind vorzugsweise entsprechende Feld- erte hinzuzufügen.
B . 2 WAP Nachricht M-Send . conf (vom Netzwerkelement RSA zur Sendeapplikation UAA)
Mit dieser WAP Nachricht kann der Sendeapplikation UAA gemäß der vorliegenden Erfindung mitgeteilt werden, ob der Dienstanbieter A dem Änderungsauftrag des Absenders (Sendeapplikation UAA) entsprechend gehandelt hat bzw. handeln konnte. Dazu wird vorgeschlagen, das in Abschnitt A.2 zum Zwecke des Rückruf-Dienstmerkmals eingeführte Kopf-Feld mit der zweckmäßigen Bezeichnung X-Mms- Supported- Feature vorzugsweise auch hier zu nutzen. Als Feld-Werte kommen dann entweder das <Octetl29> für „Än- dern-Merkmal unterstützt" oder das <Octetl30 > für „keine Unterstützung" zum Einsatz.
Des weiteren wird für den Fall des bedingten Änderns vorgeschlagen, die Feld-Werte des X-Mms -Supported-Feature beispielsweise mit der hexadezimalen Kodierung 0x83 (dezimal: 131) mit dem Wert <Octetl32> zu ergänzen. Dieser Wert steht für die Unterstützung des bedingten Änderns bzw. Ersetzens. Falls die MMA noch auf dem Netzwerkelement RSA gespeichert ist, und die Empfangsapplikation UAB noch nicht benachrichtigt wurde, wird die MM geändert und Sendeapplikation UAA wird vorzugsweise über diese Ausführung informiert. Dafür wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, das Kopf-Feld X-Mms-Status zur WAP Nachricht M- Send . conf hinzuzufügen. Dabei wird vorzugsweise der neue Feld-Wert <Octetl48> für „Ändern erfolgreich, vor Benachrichtigung" definiert. Des weiteren wird hier vorgeschlagen, den neuen Feld-Wert <Octetl52> für „Ändern fehlgeschlagen, da Benachrichtigung gesendet wurde" festzulegen. Dieser kodierte Wert informiert die Sendeapplikation UAA, die den Fall 1 des bedingten Ersetzens (Ändern nur vor der Benachrichtigung) ausgeführt haben wollte, daß die Aktualisierung der MMA nicht erfolgen konnte, da die Benachrichtigung schon gesendet wurde. Dieser Fall kann
auftreten, wenn Sendeapplikation UAA und Empfangsapplika- tion UAB dem selben Netzwerkelement RS, also Netzwerkelement RSA, zugeordnet sind. Des weiteren werden vorzugsweise weitere neue Feld-Werte definiert: <Octetl49> für „Ändern erfolgreich, vor dem Herunterladen", und
<Octetl53> für „Ändern fehlgeschlagen, da MM heruntergeladen wurde".
Der letztere Fall kann auftreten, wenn der Absender den Fall 2 des bedingten Änderns (Ändern vor dem Herunterladen) verlangt hat.
B.3 WAP Nachricht M-Notification . ind (vom Netzwerkelement RSB zur Empfangsapplikation UAB)
Nach dieser Erfindung wird in der WAP Nachricht M- Notification . ind vorzugsweise ein neu definiertes Kopf- Feld mit der zweckmäßigen Bezeichnung X-Mms -Replaced-URI und der hexadezimalen Kodierung 0x82 (dezimal: 130) er- gänzt. Mit seiner Hilfe kann der Empfangsapplikation UAB nach einer bereits erfolgten Benachrichtigung mitgeteilt werden, daß die MMA unter dem angegebenen URI nicht mehr länger zum Herunterladen bereit liegt, weil sie der Absender durch eine neu MMB mit einem anderen URI ersetzt hat. Der Feld-Wert dieses neu definierten Kopf-Feldes wird vorteilhafterweise konform zum Encapsulation- Standard (s.o.) als Text-String kodiert. Um die Empfangsapplikation UAB über den Zeitpunkt der Aktualisierung informieren zu können, wird gemäß einer vorteilhaften Vari- ante der Erfindung das in Abschnitt A.3 neu definierte
Kopf-Feld mit der zweckmäßigen Bezeichnung X-Mms -Date-of- Execution ergänzt.
Wenn sich die zu ändernde, insbesondere zu ersetzende, MMA schon auf der Empfangsapplikation UAB befindet, wird vorteilhafterweise in der WAP Nachricht M- Notification . ind das in Abschnitt B.l neu definierte Kopf-Feld mit der zweckmäßigen Bezeichnung X-Mms -Replace - ID und der hexadezimalen Kodierung 0x81 (dezimal: 129) ergänzt. Die Empfangsapplikation UAB erkennt daran, daß die zum Herunterladen bereitliegende MMB einen Änderungs- befehl für die MMA mit der entsprechenden Nachrichten- Identifikationsnummer beinhaltet. Das Herunterladen der MMB kann daraufhin je nach den Einstellungen des Benutzers, den Einstellungen des MMS Dienstanbieters und/oder des Netzbetreibers entweder im PUSH-Modus oder im PULL- Modus eingeleitet werden.
Wie erwähnt, informiert die WAP Nachricht M- Notification . ind die Empfangsapplikation UAB über das Eintreffen der Nachricht MMB, die MMA ändern, insbeson- der ersetzen, soll. Für das bedingte Ändern muß die Emp- fangsapplikation UAB über die Konditionen des Änderns informiert werden. Hierfür wird vorzugsweise das neu definierte Kopf-Feld X-Mms -Replace -Cond mit der hexadezimalen Kodierung 0x87 (dezimal: 135) eingesetzt. In diesem Fall werden nur die kodierten Werte <Octetl30> für das Ändern, nur wenn die MM nicht gelesen wurde, und <Octetl31> für das Ändern unabhängig vom Bearbeitungsgrad der MM (auch nach dem Lesen) benötigt. <Octetl28> für das Ändern nur vor Benachrichtigung und <Octetl29> für das Ändern nur vor dem Herunterladen - auch nach dem Versand einer Be- nachrichtigung - werden hier nicht benötigt, da in beiden Fällen das Ändern der MM vor dem Versand der Benachrichtigung erfolgen sollte. Falls die Bedingungen zum Ändern der MMA erfüllt sind, kann diese MM schon gelöscht wer-
den, auch bevor MMB in der Empfangsapplikation UAB ankommt .
B.4 WAP Nachricht M-NotifyResp . ind (von Empfangsapplika- tion UAB zum Netzwerkelement RSB)
Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, in der WAP Nachricht M-NotifyResp . ind das im Encapsulation-Standard (s.o.) definierte Kopf-Feld X-Mms-Status einzufügen. Damit dem Netzwerkelement RS mitgeteilt werden kann, ob der Änderungsauftrag des Absenders im PUSH-Modus erfolgreich ausgeführt werden konnte oder nicht, ist auch hier eine Erweiterung dieses Kopf-Feldes (analog zu dem Vorgehen in Abschnitt A, Dienstmerkmal Rückruf) notwendig: Die Rück- meidung wird in dieser Erfindung vorzugsweise mit den beiden neuen Feld-Werten <0ctetl34> für „Änderungsauftrag wurde erfolgreich ausgeführt" und <0ctetl35> für „Änderungsauftrag konnte nicht ausgeführt werden" realisiert.
Zusätzlich zu den zuvor vorgeschlagenen Feld-Werten <0c- tetl34> und <0ctetl35> sowie dem oben vorgeschlagenen Feld-Wert <0ctetl48> für „Ändern erfolgreich, vor Benachrichtigung" und <0ctetl52> für „Ändern fehlgeschlagen, da Benachrichtigung gesendet wurde" werden folgende Feld- Werte vorgeschlagen:
- <Octetl50> für „Ändern erfolgreich, bevor MM gelesen wurde"
- <Octetl51> für „Ändern erfolgreich, nachdem MM gele- sen wurde"
- <Octetl54> für „Ändern fehlgeschlagen, da MM gelesen wurde"
- <Octetl55> für „Replace fehlgeschlagen, da MM
gelöscht wurde" .
Dank dieser Mitteilungen kann dann der Absender des Änderungsbefehls über den genauen Ausgang seines Auftrages informiert werden.
B.5 WAP Nachricht M-Retrieve . conf (vom Netzwerkelement RSB zur Empfangsapplikation UAB)
Wenn die zu ändernde MMA schon im MMSEB durch MMB geändert werden konnte, bietet sich gemäß der vorliegenden Erfindung an, in der WAP Nachricht M-Retrieve. conf , mit der MMB an die Empfangsapplikation UAB übermittelt wird, vorzugsweise das im Encapsulation-Standard (s.o.) definierte erweiterte Kopf-Feld X-Mms-Status mit dem Feld-Wert <Oc- tetl34> für „Ändern erfolgreich" und das in Abschnitt A.3 neu definierte Kopf-Feld mit der zweckmäßigen Bezeichnung X-Mms-Date-of-Execution einzufügen. Dadurch kann das Netzwerkelement RSB der Empfangsapplikation UAB signali- sieren, daß die MMB eine nachträglich geänderte MM ist und wann der Änderungsauftrag des Absenders im Zuständigkeitsbereich des MMSEB ausgeführt worden ist .
Wenn sich die zu ändernde MMA schon auf der Empfangsap- plikation UAB befindet, ist es gemäß der vorliegenden Erfindung vorteilhaft, in der WAP Nachricht M-Retrieve . conf ebenfalls das in Abschnitt B.l definierte Kopf-Feld mit dem Namen X-Mms -Replace -ID zu ergänzen. Mit ihm kann das Ändern der MMA auf der Empfangsapplikation UAB mit Hilfe der Message-ID eingeleitet werden (s. Fig. 2), falls die Empfangsapplikation UAB das Ändern-Dienstmerkmal unterstützt. Andernfalls wird dem Empfänger dadurch nur ange-
zeigt, daß der Absender die MMA durch die neue MMB ändern wollte.
Im Falle des bedingten Änderns wird vorgeschlagen, das oben neu definierte Kopf-Feld X-M s -Replace-Cond vorteilhafterweise dieser Nachricht zuzufügen. Dabei können die Feld-Werte <Octetl30> für „Ersetzen nur, wenn die MM nicht gelesen wurde" und <Octetl31> für „Ersetzen unabhängig vom Bearbeitungsgrad der MM", d.h. auch nach dem Lesen, verwendet werden. Damit wird die Empfangsapplikation UAB informiert, in welchem Fall die alte MM ersetzen werden soll .
B.6 WAP Nachricht M-Äcknowledge . ind (von Empfangsappli- kation UAB zum Netzwerkelement RSB)
Gemäß dieser Erfindung wird in einer vorteilhaften Weiterbildung vorgeschlagen, in der WAP Nachricht M- Acknowledgement . ind das im Encapsulation-Standard (s.o.) definierte Kopf-Feld X-Mms-Status einzufügen. Damit dem Netzwerkelement RS mitgeteilt werden kann, ob der Änderungsauftrag des Absenders im PULL-Modus erfolgreich ausgeführt werden konnte oder nicht, ist auch hier eine Erweiterung dieses Kopf-Feldes (analog zu dem Vorgehen in Abschnitt A, Dienstmerkmal Rückruf) notwendig: Die Rückmeldung wird in dieser Erfindung vorteilhaf erweise mit den beiden neuen Feld-Werten <0ctetl34> für „Änderungsauftrag wurde erfolgreich ausgeführt" und <Octetl35> für „Änderungsauftrag konnte nicht ausgeführt werden" reali- siert.
Des weiteren können die Feld-Werte <Octetl49>, <θc- tetl50>, <Octetl51>, <Octetl53>, <0ctetl54> und <Oc-
tetl55> verwendet werden (s.o.).
B.7 WAP Nachricht M-Delivery. ind (von Netzwerkelement RSA zur Sendeapplikation UAA)
Weiterhin wird vorgeschlagen, das in den Abschnitten B.4 bzw. B.6 erweiterte Kopf-Feld X-Mms-Status auch hier einzufügen. Mit seiner Hilfe kann dem Absender (Sendeapplikation UAA) mitgeteilt werden, ob sein Änderungsauf- trag erfolgreich ausgeführt werden konnte oder nicht, wenn auch hier die oben genannten neuen Feld- erte benutzt werden, wobei ein Teil oder alle oben beschriebenen Werte auftreten können. Außerdem wird der Absender vorteilhafterweise über das Datum der Ausführung seines Än- derungsaufträges mit Hilfe des in Abschnitt A.3 definierten Kopf-Feldes mit der zweckmäßigen Bezeichnung X-Mms - Date-of-Execution informiert.
Eine weitere Möglichkeit, den Absender eines bedingten Änderungs-Befehls über die Ausführung des Änderungsauftrags zu informieren, kann erfindungsgemäß durch die Definition eines neuen Kopf-Feldes realisiert werden, das bei den entsprechenden WAP Nachrichten eingesetzt wird. Vorgeschlagen wird dazu ein Kopf-Feld mit dem beispiel- haften Namen X-Mms -Replace -Status . Dieses Kopf-Feld kann in den oben beschriebenen Fällen als Ersatz für das erweiterte Kopf-Feld X-Mms-Status dienen. Letzteres kann weiter in der in WAP-209-MMSEncapsulation, Release 2000 (s.o.) definierten Form eingesetzt werden. Das neue Kopf- Feld beinhaltet vorzugsweise nur Informationen zur Ausführung des Ändern-Aufträges . Für den X-Mms -Replace- Status wird die hexadezimalen Kodierung 0x89 (dezimal: 137) vorgeschlagen. Die möglichen Feld-Werte, welche die
verschiedenen AusführungsSzenarien abdecken, sind beispielsweise:
- <Octetl28> für „Ändern erfolgreich" - <Octetl29> für „Ändern erfolgreich, vor Benachrichtigung"
- <Octetl30> für „Ändern erfolgreich, vor dem Herunterladen"
- <Octetl31> für „Ändern erfolgreich, bevor MM gelesen wurde"
- <Octetl32> für „Ändern erfolgreich, nachdem MM gelesen wurde"
- <Octetl33> für „Ändern fehlgeschlagen"
- <Octetl34> für „Ändern fehlgeschlagen, da Benachrich- tigung gesendet wurde"
- <Octetl35> für „Ändern fehlgeschlagen, da MM heruntergeladen wurde"
- <Octetl36> für „Ändern fehlgeschlagen, da MM gelesen wurde" - <Octetl37> für „Ändern fehlgeschlagen, da Nachricht gelöscht wurde"
- <Octetl38> für „Ändern fehlgeschlagen, Nachricht nicht gefunden"
- <Octetl39> für „Ändern fehlgeschlagen, Nachricht weitergeleitet" .
Bei weiteren Gründen oder Konditionen können die Feld- Werte und Kodierungen entsprechend ergänzt werden.
Eine weitere Alternative zum X-Mms-Replace-Status zusammen mit dem oben eingeführten Kopf-Feld X-Mms -Replace- Status wäre erfindungsgemäß ein neues Kopf-Feld, das für
die Rückmeldung zur Ausführung des Änderungs- und des Rückrufbefehls eingesetzt werden kann. Vorgeschlagen wird hierfür ein Kopf-Feld mit dem beispielhaften Namen X-Mms - Operation- Status . Dieses Kopf-Feld kann die hexadezimale Kodierung 0x90 (dezimal: 138) haben, zusammen mit folgenden Feld-Werten:
- <Octetl28> für „Ausführung erfolgreich"
- <Octetl29> für „Ausführung erfolgreich, vor Ben- achrichtigung"
- <Octetl30> für „Ausführung erfolgreich, vor dem Herunterladen"
- <0ctetl31> für „Ausführung erfolgreich, bevor MM gelesen wurde" - <Octetl32> für „Ausführung erfolgreich, nachdem MM gelesen wurde"
- <Octetl33> für „Ausführung fehlgeschlagen"
- <0ctetl34> für „Ausführung fehlgeschlagen, da Benachrichtigung gesendet wurde" - <Octetl35> für „Ausführung fehlgeschlagen, da MM heruntergeladen wurde"
- <Octetl36> für „Ausführung fehlgeschlagen, da MM gelesen wurde"
- <Octetl37> für „Ausführung fehlgeschlagen, da Nachricht gelöscht wurde"
- <Octetl38> für „Ausführung fehlgeschlagen, Nachricht nicht gefunden"
- <Octetl39> für „Ausführung fehlgeschlagen, Nachricht weitergeleitet" .
Fig. 5 zeigt noch einmal sieben, vorteilhafterweise neu eingeführte Kopf-Felder einschließlich der Kodierungen
von Feld-Name und Feld-Wert. In Fig. 6 ist das um neue Feld-Werte erweiterte Kopf-Feld X-Mms-Status dargestellt. In den Fig. 7 und 8 sind die Kopf-Felder der alternativen Realisierungsmöglichkeiten (Ausführungsbeispiele 3 und 4, s.u.) dargestellt. Die entsprechenden Ergänzungen in den Kopf-Feldern der entsprechenden WAP Nachrichten sind in den Tabellen 2 bis 8 am Ende der Beschreibung aufgelistet. Es ist durchaus möglich, daß auch nur einzelne Ergänzungen in diesen Kopf-Feldern vorgenommen werden.
Für den Fall der bedingten Manipulation zeigt Fig. 9 die neu eingeführten Kopf-Felder Mms -Recall -Cond, X-Mms- Replace-Cond, X-Mms -Recall - Status, X-Mms-Replace-Status und X-Mms -Operation- Status einschließlich der Kodierungen von Feld-Name und Feld-Wert. In Fig. 10 ist das um neue Feld-Werte erweiterte Kopf-Feld X-Mms -Supported- Feature dargestellt. Das in Fig. 6 dargestellte Kopf-Feld X-M s- Status enthält ebenfalls auf die bedingte Manipulation bezogene neue Feld-Werte.
C. BINÄRE KODIERUNG
C.l Ohne Bedingung für Rückruf bzw. Ändern
In den folgenden Ausführungsbeispielen wird detailliert auf die in den WAP Nachrichten benutzten Kopf-Felder eingegangen, ohne daß zunächst Bedingungen für den Rückruf bzw. das Ändern einer ersten Nachricht vorgesehen sind. Dabei wird beispielhaft folgendes Szenario angenommen: Sendeapplikation UAA verschickt eine MMA bestehend aus einem Text und einem JPEG-Bild an einen Empfänger und will diese später zurückrufen (Beispiel 1) bzw. durch ei-
ne neue MMB ersetzen (Beispiel 2) .
M-Send.req (Sendeapplikation UAA -» Netzwerkelement RSA)
X-Mms-Message-Type: m-send-req X-Mms -Transaction-ID: 10 X-Mms- Versi on: 1.0
Date: Thu, 26 Oct 2000 12:12:19 +0100 From : abc@si emens . de To: xyz@siemens.de
Subject: mul timedia message a Content-Type: multipart/related; boundary="- = NextPart 000 "
_=_NextPart_000_
Content-Type : text/plain; name='Λmeeting . txt" Con ten t - Trans fer-Encodin : quoted -prin tabl e
Hallo xyz, hier ist die gewünschte Agenda für unser nächstes Meeting. Gruß, abc
__=_NextPart_000_ Content-Type; image/jpeg; name="agenda. jpg"
Content -Trans fer-Encoding : base64 Content-ID: <1725782>
__=_NextPart_000_ - -
Die Sendeapplikation UAA des Benutzers mit der Adresse ajbc@siej7iens.de verschickt eine MMA bestehend aus einem
Text (MIME content type „text/piain") und einem JPEG-Bild (MIME content type „image/jpeg") an die Empfangsapplikation UAB des Benutzers mit der Adresse xyz@siemens.de. Die zu diesem Zweck benutzte WAP Nachricht M-Send . req trägt beispielsweise die Transaktion-Identitätsnummer
ID10. Das Netzwerkelement RSA vergibt daraufhin eine individuelle Identifikationsnummer für die gesendete MMA und bestätigt mit der WAP Nachricht M-Send. conf, daß die WAP Nachricht M-Send. req fehlerfrei an das Netzwerkele- ment RSA übertragen worden ist:
M-Send. conf (Netzwerkelement RSA — > Sendeapplikation UAA) :
X-Mms -Message-Type : m-send-conf X-Mms - Transac tion- ID: 10 X-Mms - Versi on : 1 . 0 X-Mms -Response- Status : ok
Message-ID: AAAA . Illl@mms-relay01 . siemens . de
In den beiden WAP Nachrichten M-Send . req und M-Send . conf kommt die gleiche Transaktion-Identitätsnummer (Transac- tion-ID) zum Einsatz. Damit kann die WAP Nachricht M- Send . conf mit der Nachrichtenidentifikationsnummer an der Sendeapplikation UAA eindeutig den dazugehörigen WAP
Nachrichten M-Send. req zugeordnet werden, wodurch die individuelle Identifikationsnummer AAAA . 111 l@mms- relay01 . siemens . de der verschickten MMA zugeordnet werden kann. Das Netzwerkelement RSA hat für die MMA in diesem Beispiel für die Schnittstelle Sendeapplikation UAA /
Netzwerkelement RSA die individuelle Identifikationsnummer AAAA . Illl@mms-relay01 . siemens . de vergeben, sie steht im Kopf-Feld Message-ID .
Beispiel 1: Rückruf (ohne Bedingung)
Der Absender der MMA möchte diese (zwei Stunden später) wieder zurückrufen. Dies geschieht erfindungsgemäß mit Hilfe einer neuen MMB, die an den gleichen Empfänger geschickt wird, wie die MMA, die zurückgerufen werden soll. An dieser Stelle kommt vorteilhafterweise in der WAP Nachricht M-send. req das gemäß der vorliegenden Erfindung neu definierte Kopf-Feld mit der zweckmäßigen Bezeichnung X-Mms -Recall -ID zum Einsatz, in das die Message-ID der MMA, die zurückgerufen werden soll, eingetragen wird (IDl in Fig. 2) . Außerdem enthält die WAP Nachricht M-Send. req vorteilhafterweise das ebenfalls gemäß der vorliegenden Erfindung neu definierte Kopf-Feld mit der zweckmäßigen Bezeichnung X-Mms -Request -Report, mit dem eine Rückmeldung über den erteilten Rückruf-Auftrag angefordert werden kann. In der WAP Nachricht M-Send. req sind bei einem Rückruf-Auftrag vorzugsweise nur die Kopf-Felder und kein weiterer multimedialer Inhalt („Message-Body") enthalten. Wie auch im folgenden sind die neu definierten Kopf- Felder umrahmt .
M-Send. req (Sendeapplikation UAA -» Netzwerkelement RSA)
X-M s -Message -Type : m-send-req X-Mms -Transaction-ID: 16 X-Mms - Versi on : 1 . 0
Date : Thu, 26 Oct 2000 14 : 12 : 19 +0100 From : abc@sal . si emens . de To : xyz@sal . si emens . de
X-Mms -Recall -ID: AAAA . llll@mms- relayOl . siemens . de
X-Mms -Request -Report : Yes
Subject : recall of mul timedia message a Content-Type : text/plain
Auch der Empfang der WAP Nachricht M-Send . req mit dem Rückruf-Befehl in MMB wird vorteilhafterweise vom Netzwerkelement RSA umgehend mit einer WAP Nachricht M- Send. conf quittiert. In ihr ist die vom Netzwerkelement RSA vergebene Nachrichtenidentifikationsnummer für die MMB (hier: AAKA . 2222@mms-relay01 . siemens . de) enthalten. Ferner enthält sie vorteilhafterweise das gemäß der vorliegenden Erfindung neu definierte Kopf-Feld X-Mms- Supported-Feature, mit dessen Hilfe der Sendeapplikation UAA angezeigt werden kann, ob der Dienstanbieter A das Rückruf-Dienstmerkmal unterstützt (wie hier gezeigt) oder nicht.
M-Send. conf (Netzwerkelement RSA —» Sendeapplikation UAA) :
X-Mms -Message - Type : m-send-conf X-Mms -Transaction-ID : 16 X-Mms - Versi on : 1. 0 X-Mms -Response- Status : ok Message-ID: AAAA .2222@mms-relay01 . siemens . de
X-Mms -Supported-Fea ture : recall
Beim Austausch von WAP Nachrichten auf der Empfangsseite (Schnittstelle zwischen Netzwerkelement RSB und Empfangs- applikation UAB) muß unterschieden werden, ob die Empfangsapplikation UAB
1. noch nicht über eine eingetroffene MM informiert worden ist, oder
2. zwar benachrichtigt worden ist, aber die MM noch nicht abgerufen hat, oder
3. die MM schon erhalten hat .
Im ersten und zweiten Fall können die MMA und auch die MMB, die den Rückruf-Befehl enthält, im Zuständigkeitsbereich des Dienstanbieters B (MMSEB) gelöscht werden. Im ersten Fall muß der Empfänger davon nicht einmal in Kenntnis gesetzt werden. Im zweiten Fall sollte die E p- fangsapplikation UAB hingegen durch den Dienstanbieter B vorzugsweise darüber informiert werden können, daß die MMA nicht mehr länger zum Herunterladen für ihn bereit liegt, wenn der Absender sie nachträglich zurückgerufen hat. Dazu kann gemäß dieser Erfindung die WAP Nachricht M-Notification . ind benutzt werden:
2. Fall: M-Notifi cation . ind (Netzwerkelement RSB -> Empfangsapplikation UAB) :
X-Mms -Message -Type: m-notification-ind
X-Mms -Transac tion- ID: 20
X-Mms - Versi on : 1 . 0
From : abc@sal . si emens . de
X-Mms -Message-Class : Personal X-Mms-Message-Size : 42
X-Mms -Expiry: 3600
X-Mms -Content -Location : http : //mms- relay02 . si emens . de/ defaul t- recall -message
In der WAP Nachricht M-Notification . ind kann für die I- dentifizierung der zurückgerufenen MMA nur der URI benutzt werden, da das Netzwerkelement RS zu diesem Zeitpunkt noch keine „Message-ID" für die zurückgerufene MMA vergeben hat (dies geschieht erst mit dem Herunterladen) . Die Kopf-Feld X-Mms -Recalled-URI und X-Mms -Date-Of - Execution unterscheiden diese Rückruf-Benachrichtigung von einer „herkömmlichen" Benachrichtigung. Das Kopf-Feld X-Mms -Content-Location verweist in diesem Beispiel auf einen URI, unter dessen Speicherplatz vorteilhafterweise eine Standard-Text-Nachricht des Dienstanbieters B (z. B.: „Die MM ist vom Absender wieder gelöscht worden.") zu finden ist. Damit können auch Sende- und/oder Empfangsapplikationen, die die neuen Kopf-Felder des Rückruf- Dienstmerkmals nicht verstehen, nachträglich über einen ausgeführten Rückruf-Auftrag informiert werden.
Mit der WAP Nachrichten M-NotifyResp . req wird der korrekte Empfang der WAP Nachricht M-Notification . ind bestä- tigt. Das Kopf-Feld X-Mms-Status trägt in diesem Beispiel einen der gemäß der vorliegenden Erfindung neu definierten Einträge (nämlich „recall feature supported") , mit dem das Netzwerkelement RSB darüber in Kenntnis gesetzt werden kann, daß die Empfangsapplikation UAB die zweite Benachrichtigung mit der Information über den Rückruf verstanden hat.
(noch) 2. Fall: M-NotifyResp . req (Empfangsapplikation UAB — Netzwerkelement RSB) :
X-Mms -Message -Type : m-notifyresp-req X-Mms -Transaction- ID : 20 X-Mms - Versi on : 1 . 0
X-M s-Status : recall feature supported
Wenn aber die MMA, die gelöscht werden soll, bereits an die Empfangsapplikation UAB übermittelt worden ist (dritter Fall) , beinhaltet vorteilhafterweise die WAP Nachricht M-Notification . ind zweckmäßigerweise nicht die Benachrichtigung über den bereits erfolgten Rückruf, sondern den Rückruf-Befehl selbst und zwar in Form des Kopf- Feldes mit der zweckmäßigen Bezeichnung X-Mms -Recall -ID, in dem die Identifikationsnummer der MMA eingetragen wird, die zurückgerufen werden soll. Hier wird vorzugsweise die Identifikationsnummer (und nicht der URI) benutzt, weil sie (in dem hier beschriebenen dritten Fall) nach dem zuvor erfolgten Herunterladen sowohl dem Netz- werkelement RSB als auch dem Empfangsapplikation UAB bekannt ist.
3. Fall: M-Notification . ind (Netzwerkelement RSB — Emp- fangsapplikation UAB) :
X-Mms-Message-Type : m-notification -ind
X-Mms -Transaction-ID: 25
X-Mms -Version : 1. 0 From : abc@sal . siemens . de
X-Mms -Mes sage -Class : Personal
X-Mms-Message-Size: 42
X-Mms -Expiry: 3600
X-Mms - Conten t -Loca ti on : ht tp : //mms - relay02. si emens . de/ defaul t- recall -message
X-Mms-Recall -ID: BBBB.3333@mms- relay02. siemens . de
Das Kopf-Feld X-Mms-Content-Location verweist in diesem Beispiel auf einen URI, unter dessen Speicherplatz eine Standard-Text-Nachricht des Dienstanbieters B (z.B.: „Der Absender möchte die MM mit der Message-ID BBBB . 3333@mms- relay02. siemens . de zurückrufen.") zu finden ist. Damit können auch Sende- und/oder Empfangsapplikationen, die die neuen Kopf-Felder des Rückruf-Dienstmerkmals nicht verstehen, nachträglich über einen vom Absender verschickten Rückruf-Auftrag informiert werden.
Um hervorzuheben, daß die MMA an dieser Schnittstelle eine andere „Message-ID" tragen kann, wurde in diesem Aus- führungsbeispiel als Wert BBBB . 3333@mms- relay02. siemens . de gewählt (entspricht ID2 von MMA in Fig. 2) .
(noch) 3. Fall: M-NotifyResp. req (Empf ngsapplikation UAB — Netzwerkelement RSB) :
X-Mms -Message -Type : m-notifyresp-req X-Mms -Transaction-ID : 25 X-Mms- Versi on : 1 . 0
X-Mms-Status : recall successful
Die Empfangsapplikation UAB schickt bei diesem Ausführungsbeispiel mit der WAP Nachricht M-NotifyResp . req eine Rückmeldung zurück an das Netzwerkelement RSB. Dazu wird vorteilhafterweise das in dieser Erfindung erweiterte Kopf-Feld X-Mms-Status aus dem Encapsulation-Standard (s.o.) benutzt. In diesem Ausführungsbeispiel konnte die MMA auf der Empfangsapplikation UAB gelöscht werden, was mit dem Feld-Wert „recall successful" ausgedrückt wird. Im Netzwerkelement RSB kann der Transaction -ID (hier: 25)
des WAP Nachrichten-Paares auf die Nachrichtenidentifikationsnummer (hier: BBBB . 3333@mms-relay02. siemens . de) der gelöschten MMA geschlossen werden. Dadurch ist das Verfassen einer Rückmeldung möglich, falls dies vom Absender gewünscht und vom Dienstanbieter B unterstützt wird.
M-Delivery. ind (Netzwerkelement RSA — Sendeapplikation UAA) :
X-Mms -Message-Type : m-delivery-ind
X-Mms -Message-ID: AAAA.2222@mms-relay01. siemens . de
X-Mms - Version : 1 . 0
To : abc@sal . si emens . de
Date : Thu, 26. Oct 2000 14 : 14 : 09 +0100
X-Mms-Status : recall successful
Falls der Absender eine Rückmeldung für den von ihm initiierten Rückruf-Auftrag wünscht, kann das MMS Relay/Server A mit der WAP Nachricht M-Delivery. ind eine Rückmeldung zurück an die Sendeapplikation UAA schicken. In dem Feld „ Message -ID" steht die Identifikationsnummmer des Rückruf-Aufträges. Für den Status des Rückrufes wird ,hier ebenfalls vorteilhafterweise das erweiterte Kopf- Feld X-Mms-Status benutzt, in dem das erfolgreiche Lö- sehen der MMA mit dem Feld-Wert „recall successful" bestätigt wird. Da der Sendeapplikation UAA der Zusammenhang zwischen der Nachrichtenidentifikationsnummer des Rückruf-Auftrages und der Nachrichtenidentifikationsnummer der MMA, die zurückgerufen werden sollte, bekannt ist, kann dem Absender mitgeteilt werden, ob sein Rückruf- Auftrag erfolgreich ausgeführt werden konnte oder nicht (sofern die beteiligten MMS Dienstanbieter dies unterstützen) .
Beispiel 2: Ändern (ohne Bedingung)
In diesem Beispiel möchte der Absender seine MMA (eine Stunde nach dem Verschicken) aktualisieren: Von den ursprünglichen verschickten zwei Elementen soll nur noch das JPEG-Bild (MIME content type „image/jpeg") erhalten bleiben. Außerdem soll der Betreff in „Agenda für unser Meeting" geändert werden.
Gemäß dieser Erfindung wird eine neue MMB an den gleichen Empfänger geschickt wie die zuvor verschickte MMA, die geändert bzw. ersetzt werden soll. Dazu wird vorteilhafterweise das gemäß der vorliegenden Erfindung neu defi- nierte Kopf-Feld mit der zweckmäßigen Bezeichnung X-Mms- Replace-ID benutzt, in das die „Message-ID" der MMA eingetragen wird. Außerdem enthält vorteilhafterweise die WAP Nachricht M-Send. req das ebenfalls gemäß der vorliegenden Erfindung neu definierte Kopf-Feld mit der zwec - mäßigen Bezeichnung X-Mms -Request-Report , mit dem eine Rückmeldung über den erteilten Änderungsauftrag angefordert werden kann (wie in diesem Beispiel gezeigt) .
M-Send . req ( Sendeappl ikation UAA → Netzwerkelement RSA) :
X-Mms -Message - Type : m-send-req X-Mms -Transaction-ID: 32 X-Mms - Versi on : 1 . 0
Pate ; Thu, 26 Oct 2000 13 : 12 : 11 +0100 From : abc@sal . si emens . de
To : xyz@sal . si emens . de
X-Mms -Replace -ID : AAAA . llll@mms - relayOl . siemens . de
X-Mms -Request-Report : Yes
Subject : Agenda für unser Meeting Content-Type : mul tipart/related; boundary= " ■ _=_NextPart_023_ "
_=_NextPart_023_
Content-Type : Image/ jpeg; name= " agenda . jpg" Content-Trans fer-Encoding: base64 Content -ID: <1725782>
= NextPart 023 - ■
Auch der Empfang dieser WAP Nachricht M-Send. req, welche die MMB mit dem Änderungsbefehl in sich trägt, wird bevorzugt vom Netzwerkelement RSA umgehend mit einer WAP Nachricht M-Send. conf quittiert. In ihr ist zweckmäßigerweise die vom Netzwerkelement RSA vergebene Nachrichtenidentifikationsnummer (Message-ID) der MMB (hier: AAAA . 5555@mms-relay01 . siemens . de) und das ebenfalls gemäß der vorliegenden Erfindung neu definierte Kopf-Feld X- Mms- Supported- Feature enthalten, mit dessen Hilfe der Sendeapplikation UAA angezeigt werden kann, ob der Dienstanbieter A das Ändern-Dienstmerkmal unterstützt o- der nicht. Die beiden WAP Nachrichten tragen in diesem Beispiel die Transaktion-Identitätsnummer IDD32.
M-Send.conf (Netzwerkelement RSA → Sendeapplikation UAA) :
X-Mms -Message - Type: m- send- conf X-Mms -Transaction-ID: 32 X-Mms - Versi on : 1 . 0
X-Mms-Response-Status : ok
Message-ID: AAAA . 5555@mms-relay01 . siemens . de
X-Mms - Supported-Feature : replace
Beim Austausch von WAP Nachrichten auf der Empfangsseite (Schnittstelle zwischen Netzwerkelement RSB und Empfangsapplikation UAB) muß unterschieden werden, ob die Empfangsapplikation UAB
1. noch nicht über eine eingetroffene MM informiert wor- den ist, oder
2. zwar benachrichtigt worden ist, aber die MM noch nicht abgerufen hat, oder
3. die MM schon erhalten hat.
Im ersten und zweiten Fall kann die MMA im Zuständigkeitsbereich des Dienstanbieters B (MMSEB) durch die MMB geändert, insbesondere ersetzt, werden. Die Erfindung ermöglicht, daß der Empfänger im ersten Fall sowohl bei der Benachrichtigung als auch beim Herunterladen darüber in Kenntnis gesetzt wird, daß es sich um eine nachträglich geänderte, insbesondere ersetzte, MM handelt und wann der Änderungsauftrag ausgeführt worden ist . Bevorzugt kann im zweiten Fall der Dienstanbieters B die Empfangsapplikation UAB sofort nach dem Ausführen des Änderungsauftrages im MMSEB darüber informieren, daß der Absender MMA durch eine neue MMB aktualisiert hat und wann diese Aktualisierung vorgenommen worden ist. Nach dieser Erfindung soll diese Benachrichtigung vorzugsweise mittels der WAP Nachricht M-Notification . ind erfolgen, in der für die Identi- fizierung der geänderten, insbesondere ersetzten, MMA nur der URI benutzt werden kann, da das Netzwerkelement RSB zu diesem Zeitpunkt noch keine Nachrichtenidentifikationsnummer { „Message-ID") für die MMA vergeben hat (dies
geschieht erst mit dem Herunterladen der MMA) . Die Kopf- Felder X-Mms -Replaced- URI und X-Mms -Date-Of -Execution unterscheiden diese Rückruf-Benachrichtigung von einer „herkömmlichen" Benachrichtigung. Das Kopf-Feld X-Mms- Content-Location zeigt an, wo die MMB mit dem nun aktuellen Inhalt auf dem Server zu finden ist.
2. Fall: M-Notification . ind (Netzwerkelement RSB → Empfangsapplikation UAB) :
X-Mms -Message - Type : m -noti fi ca ti on - ind
X-Mms -Transaction-ID: 35
X-Mms - Versi on : 1 . 0
From : abc@sal . si emens . de X-Mms -Message-Class : Personal
X-Mms -Message -Size : 45
X-Mms-Expiry: 3600
X-Mms - Conten t -Loca ti on : ht tp : //mms - relay02. siemens . de /BBBB . 4444
Mit der WAP Nachricht M-NotifyResp . req wird vorteilhafterweise der korrekte Empfang der WAP Nachricht M- Notification . ind von der Empfangsapplikation UAB bestätigt, vgl. Fig. 2. Das Kopf-Feld X-Mms-Status trägt in diesem Beispiel einen gemäß der vorliegenden Erfindung neu definierten Eintrag (nämlich „replace feature supported") , mit dem das Netzwerkelement RSB darüber in Kenntnis gesetzt wird, daß die Empfangsapplikation UAB die
zweite Benachrichtigung mit der Information über den ausgeführten Änderungsauftrag verstanden hat .
(noch) 2. Fall: M-NotifyResp . req (Empfangsapplikation UAB -» Netzwerkelement RSB) :
X-Mms -Message-Type : m-notifyresp-req X-Mms -Transaction-ID: 35 X-Mms - Versi on : 1 . 0
X-Mms-Status : replace feature supported
Wenn aber die MMA, die geändert werden soll, bereits an die Empfangsapplikation UAB übermittelt worden ist (dritter Fall) , beinhaltet nach dieser Erfindung die WAP Nach- rieht M-Notification. ind vorteilhafterweise nicht die Benachrichtigung über eine bereits erfolgte Änderung, sondern den Änderungsbefehl selbst und zwar in Form des Kopf-Feldes mit der zweckmäßigen Bezeichnung X-Mms - Replace-ID, in dem die Identifikationsnummer der zu än- dernden, insbesondere zu ersetzenden, MMA eingetragen wird. Daraufhin kann von der Empfangsapplikation UAB das Herunterladen der MMB entweder im PUSH-Modus oder im PULL-Modus mit Hilfe des WSP GET Befehls eingeleitet werden. Das Kopf-Feld X-Mms- Content-Location verweist in diesem Beispiel auf einen URI, unter dessen Speicherplatz eine Standard-Text-Nachricht des Dienstanbieters B (z. B.: „Der Absender möchte die MM mit der Message-ID BBBB . 3333@mms-relay02 . siemens . de nachträglich ändern.") zu finden ist. Damit können auch Empfangsapplikationen, die die neuen Kopf-Felder des Rückruf-Dienstmerkmals nicht verstehen, nachträglich über einen vom Absender verschickten Änderungsauftrag informiert werden.
3. Fall: M-Notification . ind (Netzwerkelement RSB ->• Empfangsapplikation UAB) :
X-Mms -Message-Type : m-notification-ind X-Mms -Transaction-ID: 38 X-Mms - Versi on : 1. 0 From : abc@sal . si emens . de X-Mms -Message-Class : Personal X-Mms -Message-Size: 45 X-Mms-Expiry: 3600
X-Mms - Con tent-Location : http : //mms - relay02. siemens . de/defaul t-replace-message
X-Mms -Replace -ID: BBBB . 3333@mms- relay02. si emens . de
Als Antwort auf den WSP GET Befehl, mit dem der URI an das Netzwerkelement RSB geschickt wird, erhält die Empfangsapplikation UAB die MMB mit dem geänderten Titel und dem geänderten multimedialen Inhalt (nur noch ein JPEG- Bild) zum Ändern bzw. Ersetzen von MMA in der WAP Nachricht M-Retrieve . conf zugestellt. Auch in der WAP Nachricht M-Retrieve . conf soll vorteilhafterweise das Kopf- Feld mit der zweckmäßigen Bezeichnung X-Mms -Replace -ID ergänzt werden. Damit kann direkt auf der Empfangsappli- kation UAB die MMA durch die MMB geändert, insbesondere ersetzt, werden, falls die Empfangsapplikation UAB das Ändern-Dienstmerkmal unterstützt. Abhängig vom gewählten Zustellungs-Modus wird in der WAP Nachricht M- Retrieve . conf die Transaktions-Identitätsnummer aus der WAP Nachricht M-Notification . ind übernommen (PUSH-Modus) oder eine neue vergeben (PULL-Modus) .
(noch) 3. Fall: M-Retrieve. conf (Netzwerkelement RSB — Empfangsapplikation UAB) :
X-Mms -Message - Type : m-re tri eve - conf X-Mms -Transaction-ID: 38 bzw. 48
Message-ID: BBBB.4444@mms-relay02. siemens. de X-Mms- Versi on: 1.0
Date: Thu, 26 Oct 2000 13:12:11 +0100 From : abc@sal . si emens . de X-Mms -Message-Class : Personal X-Mms -Message-Size: 42 X-Mms-Expiry: 3600
X-Mms-Replace-ID: BBBB.3333@mms- relay02. siemens . de Subject: Agenda für unser Meeting
Content-Type: multipart/related; boundary=" ■ _=_NextPart_023_"
_=_NextPart_023_ Conten -Ty e; image/jpeg; na e-" agenda.jpg"
Content-Trans fer-Encoding : base64 Content-ID: <1725782>
_=_TfextPart_023_--
Um hervorzuheben, daß die MMA an dieser Schnittstelle eine andere Nachrichtenidentifikationsnummer {„Message-ID") tragen kann, wurde in diesem Ausführungsbeispiel als Wert BBBB.3333@mms-relay02.siemens.de gewählt (entspricht ID2 in Fig. 2) .
Bei Zustellung von MMB im PULL-Modus :
3. Fall: M-Acknowledge . ind (Empfangsapplikation UAB —» Netzwerkelernent RSB) :
X-Mms -Message - Type : m -acknowl edge -ind X-Mms -Transaction-ID: 48 X-Mms - Versi on : 1 . 0
X-Mms -Status : replace successful
Erfolgte die Zustellung der MMB im PULL-Modus, schickt die Empfangsapplikation UAB vorzugsweise mit der WAP Nachricht M-Acknowledge . ind eine Rückmeldung zurück an das Netzwerkelement RSB. Dazu wird das gemäß dieser Erfindung erweiterte Kopf-Feld X-Mms-Status benutzt. In diesem Ausführungsbeispiel konnte die MMA auf der Emp- fangsapplikation UAB durch die neue MMB ersetzt werden, was mit dem Feld-Wert „replace successful" ausgedrückt wird. Im Netzwerkelement RSB kann von der Transaktions-ID { Transaction-ID) (hier: 48) des WAP Nachrichten-Paares M- Retrieve . conf und M-Acknoledge . ind auf die Nachrichten-ID (hier: BBBB . 3333@mms-relay02 . siemens . de) der ersetzten MMA geschlossen werden. Dadurch ist das Verfassen einer Rückmeldung möglich, falls dies vom Absender verlangt und vom Dienstanbieter B unterstützt wird.
Bei Zustellung von MMB im PCJSΗ-Modus
3. Fall: M-NotifyResp . req (Empfangsapplikation UAB → Netzwerkelement RSB) :
X-Mms -Message - Type : m-noti fyresp - req X-Mms - Transaction-ID: 38 X-Mms - Versi on : 1 . 0
X-Mms-Status : replace successful
Erfolgte die Zustellung der MMB im PUSH-Modus, bestätigt die Empfangsapplikation UAB den korrekten Empfang von MMB vorzugsweise mit der WAP Nachricht M-NotifyResp . req. Dazu wird bevorzugt das in dieser Erfindung erweiterte Kopf- Feld X-Mms-Status benutzt. In diesem Ausführungsbeispiel konnte die MMA auf der Empfangsapplikation UAB durch die neue MMB ersetzt werden, was mit dem Feld-Wert „replace successful" ausgedrückt wird. Im Netzwerkelement RSB kann von der Transaktions-ID (hier: 38) des WAP Nachrichten- Triples M-Notification . ind M-Retrieve . conf und M- NotifyResp . req auf die Nachrichten-ID (hier: BBBB . 3333@mms-relay 02. siemens . de) der ersetzten MMA geschlossen werden. Dadurch ist das Verfassen einer Rückmeldung möglich, falls dies vom Absender verlangt und vom Dienstanbieter B unterstützt wird.
M-Delivery. ind (Netzwerkelement RSA -» Sendeapplikation UAA) :
X-Mms -Message-Type : m-delivery-ind
X-Mms -Message-ID: AAAA. 5555@mms-relay01 . siemens . de
X-Mms -Version : 1 . 0
To : abc@sal . si emens . de
Date; Thu, 26 Oct 2000 13 : 12 : 11 +0100
X-Mms-Status : replace successful
Das Netzwerkelement RSA kann mit der WAP Nachricht M- Delivery. ind eine Rückmeldung zurück an die Sendeapplikation UAA schicken. In dem Feld Message-ID steht die ID des Änderungsauftrages. Für den Status des Änderungsauftrages wird hier vorzugsweise ebenfalls das erweiterte Kopf-Feld X-Mms -Status benutzt, in dem das erfolgreiche Ändern der MMA durch MMB mit dem Feld-Wert „replace suc-
cessful" bestätigt wird. Da der Sendeapplikation UAA der Zusammenhang zwischen der Nachrichten-ID des Änderungsaufträges und der Nachrichten-ID der MMA, die zurückgerufen werden sollte, bekannt ist, kann dem Absender mitge- teilt werden, ob sein Änderungsauftrag erfolgreich ausgeführt werden konnte oder nicht (sofern die beteiligten Dienstanbieter dies unterstützen) .
Beispiel 3: Alternative für das Übermitteln einer Status- Information (ohne Bedingung)
In den beiden zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen wird eine Rückmeldung über den Ausgang eines erteilten Rückruf- bzw. Änderungsauftrages von der Empfangsapplikation UAB zum Netzwerkelement RSB (bei Dienstanbieter B) mit den WAP Nachrichten M-NotifyResp . ind (PUSH-Modus) o- der M-Acknowledgement . ind (PULL-Modus), bzw. vom Netzwerkelement RSA zur Sendeapplikation UAA (bei Dienstan- bieter A) mit der WAP Nachricht M-Delivery. ind übertragen. Dazu wurden neue Feld- erte in das Kopf-Feld X-Mms- Status eingeführt. Dieses Vorgehen ist zwar effizient, jedoch nicht ganz konform zur bisherigen Nutzung des Kopf-Feldes X-Mms-Status . Deshalb wird im folgenden ein alternatives Ausführungsbeispiel für das Übermitteln einer Rückmeldung beschrieben. Das Absenden sowie das Ausführen eines Rückruf- oder Änderungsauftrages bleibt dabei wie in Beispiel 1 und Beispiel 2 beschrieben zweckmäßigerweise unverändert.
Mit dieser Alternative wird das Kopf-Feld X-Mms-Status (so wie es im Encapsulation Standard (s.o.) ursprünglich vorgesehen ist) weiterhin ausschließlich dazu benutzt,
den Absender über den Zustand der zuletzt verschickten MM (also derjenigen, die den Rückruf- oder Änderungsauftrag beinhaltete) zu informieren und nicht (wie unter Ausführungsbeispiel 1 und 2 beschrieben) über den Ausgang eines Rückruf- oder Änderungsauftrages. Für diesen Fall wird deshalb ein weiteres Kopf-Feld definiert, mit dem der Absender über den Ausgang seines Rückruf- oder Änderungsaufträges in Kenntnis gesetzt werden kann. Es wird vorgeschlagen, dieses neue Kopf-Feld mit dem Namen X-Mms- Original -Message-Status zu versehen und ihm die hexadezimale Kodierung 0x86 (dezimal: 134) zu geben. Weiterhin wird vorgeschlagen, z.B. als Feld-Werte <Octetl28> für „Die MM wurde erfolgreich zurückgerufen", <Octetl29> für „Der Rückruf der MM ist fehlgeschlagen", <Octetl30> für „Die MM wurde erfolgreich geändert bzw. ersetzt" und
<Octetl31> für „Das Ändern bzw. Ersetzen der MM ist fehlgeschlagen" zu benutzen. Fig. 7 zeigt das in dieser Alternative vorgestellte Kopf-Feld.
Beispiel 4: Alternative für das Übermitteln einer Rückmeldung (ohne Bedingung)
In den Beispielen 1 und 2 wurde die MMA, auf die sich die Rückmeldung bezieht, über das Ergebnis des Rückruf- bzw. Änderungsauftrages anhand der Message-ID von MMB und anhand der Transaktion-IDs in den WAP Nachrichten M- NotifyResp . ind oder M-Acknowledge . ind identifiziert.
Denkbar ist auch, die Nachrichten-ID derjenigen MMA, die zurückgerufen oder geändert, insbesondere ersetzt, worden ist, direkt mit den WAP Nachrichten M-NotifyResp . ind oder M-Acknowledgement . ind (an Dienstanbieter B) , bzw. M-
Delivery. ind (von Dienstanbieter A) zu übertragen. Dazu wird vorgeschlagen, ein neues Kopf-Feld einzuführen, welches beispielsweise die zweckmäßige Bezeichnung X-Mms- Original -Message-ID trägt, und ihm die hexadezimale Ko- dierung 0x87 (dezimal: 135) zu geben. Die Feld-Werte dieses neuen Kopf-Feldes beinhalten bevorzugt die Nachrichten-ID der Original-MMA und werden gemäß dem Encapsulation-Standard (s.o.) als Text-String kodiert. Fig. 8 zeigt das in dieser Alternative vorgestellte Kopf-Feld.
C.2 Mit Bedingung für Rückruf bzw. Ändern
In den nun folgenden Ausführungsbeispielen wird detail- liert auf die in den WAP Nachrichten benutzten Kopf- Felder für das bedingte Rückrufen und Ändern einer ersten Nachricht eingegangen. Dabei wird beispielhaft folgendes Szenario angenommen: Eine MMS VAS-Applikation A verschickt eine MMA an einen Empfänger und will diese später zurückrufen (Beispiel 5) bzw. durch eine neue MMB ersetzen (Beispiel 6) .
Innerhalb der WAP Nachricht M-Send. conf wird der gesendeten MMA eine individuelle Identifikationsnummer (AAAA.llll@mms-relay01.siemens.de) zugeordnet. Diese Nachrichten ID 1 { „Message-ID 1 ") dient dazu, die MMA beim Zurückrufen und Ersetzen zu identifizieren, s.o. Report of the 3GPP TSG-T2 SWG3 MMS.
Beispiel 5: Bedingter Rückruf
Der Absender einer MMA möchte diese (zwei Stunden später) wieder zurückrufen. Dies geschieht mit Hilfe einer neuen
MMB, die an den gleichen Empfänger geschickt wird, wie die MMA, die zurückgerufen werden soll . An dieser Stelle wird in der WAP Nachricht M- send. req vorteilhafterweise das Kopf-Feld X-Mms -Recall -ID mit der entsprechenden Nachrichten-ID der zurückzurufenden MMA verwendet, s.
Beispiel 1. Zudem wird hier eine Rückmeldung über den erteilten Rückruf-Auftrag mittels des Kopf-Feldes X -Mms- Request-Report angefordert. Das gemäß dieser Erfindung neu definierte Kopf-Feld mit der Bezeichnung X-Mms- Recall -Cond kommt in der WAP Nachricht -Send.reg zum Einsatz. Der Feld-Wert in diesem Beispiel wird als <0c- tetl30> angenommen. Dieser Wert entspricht dem Wunsch des Absenders, den Rückruf nur zu realisieren, wenn die MMA nicht gelesen wurde, unabhängig davon, ob eine Benach- richtigung gesendet wurde oder ob die MM schon heruntergeladen wurde .
M-Send. req (MMS VAS-Applikation A -» Netzwerkelement RSA) :
X-Mms -Message -Type : m-send-req
X-Mms -Transaction-ID: 16
X-Mms - Versi on : 1 . 0
Date : Thu, 26 Oct 2000 14 : 12 : 19 +0100 From: abc@vas . de
To : xyz@siemens . de
X-Mms -Recall -ID: AAAA . Illl@mms-relay01 . siemens . de
X-Mms-Request-Report : Yes
X-Mms -Recall -Cond : Only before reading Subject : recall of mul timedia message a Content-Type : text /piain
In diesem Fall sei angenommen, daß das Netzwerkelement
RSA feststellt, daß es die zu löschende MM an ein weiteres Netzwerkelement RSB weitergeleitet hat. Hier wird der Empfang der WAP Nachricht M-Send. req mit dem Rückruf- Befehl in MMB vom Netzwerkelement RSA mit einer WAP Nach- rieht M-Send. conf quittiert (s.a. Fig. 2). In ihr ist die vom Netzwerkelement RS vergebene Message-ID für die MMB (hier: AAAA . 2222@mms-relay01 . siemens . de) enthalten. Ferner enthält das Kopf-Feld X-Mms -Supported-Feature den in dieser Erfindungsmeldung neu definierten Eintrag „Beding- ter-Rückruf-Merkmal unterstützt".
M-Send . conf (Netzwerkelement RSA - MMS VAS-Applikation A) :
X-Mms -Message -Type : m- send- conf X-Mms-Transaction-ID: 16 X-Mms - Versi on : 1 . 0 X-Mms -Response- Status : ok Message-ID : AAAA . 2222@mms-relay01 . siemens . de
X-Mms- Supported-Feature : condi tional recall
Hier wird davon ausgegangen, daß das Netzwerkelement RSB feststellt, daß die Empfangsapplikation UAB benachrichtigt wurde und die MM abgerufen hat. Da die Bedingung des Rückrufs noch erfüllt sein kann (MM sollte noch nicht geöffnet/gelesen sein) , wird weiterhin versucht, den Rückruf-Auftrag zu erfüllen. Dabei wird die Empfangsapplikation UAB mittels der WAP Nachricht M-Notification . ind informiert, daß die zuvor heruntergeladene MMA zurückgeru- fen werden soll, wenn sie nicht gelesen wurde. Diese Bedingung wird auch mittels des Kopf-Feldes X-Mms-Recall - Cond mit dem Feld-Wert <0ctetl30> (für das Zurückrufen nur vor dem Lesen) mitgeteilt.
Die Identifikation der Nachricht MMA erfolgt hier auch mittels der Identifikationsnummer. Diese Kennung kann sich aber aufgrund des Weiterleitens zu einem anderen Netzwerkelement RS von der Message-ID 1 {AAAA . llll@mms- relay01. siemens . de) unterscheiden, s.o. WAP-209- MMSEncapsulation, Release 2000. In diesem Ausführungsbei- spiel wurde daher eine andere Message-ID gewählt: BBBB . 3333@mms-relay02 . siemens . de .
Das Kopf-Feld X-Mms -Content-Location verweist in diesem Beispiel auf einen URI, unter dessen Speicherplatz eine Standard-Text-Nachricht des Dienstanbieters B (z. B.: „Der Absender möchte die MM mit der Message-ID BBBB . 3333@mms-relay02 . siemens . de zurückrufen.") zu finden ist. Damit können auch Empfangsapplikationen UAB, welche die neuen Kopf-Felder des Rückruf-Merkmals nicht verstehen, nachträglich über einen vom Absender verschickten Rückruf-Auftrag informiert werden.
M-Notification . ind (Netzwerkelement RSB — Empfangsapplikation UAB) :
X-Mms -Message -Type : m-notification-ind X-Mms -Transaction-ID : 20
X-Mms - Versi on : 1 . 0
From : abc@vas . de
X-Mms -Message-Class : Personal
X-Mms-Message-Size : 42 X-Mms-Expiry: 3600
X-Mms -Content-Location : http : //mms - relay02. siemens . de/defaul t-recall -message
X-Mms -Recall -ID: BBBB . 3333@mms-relay02. siemens . de
X-Mms -Recall -Cond: Only before reading
Mit der WAP Nachricht M-NotifyResp . ind wird der korrekte Empfang der WAP Nachricht M-Notification . ind bestätigt. Falls die MMA nicht gelesen wurde, kann diese infolge des bedingten Ruckrufbefehls gelöscht werden. Des weiteren berichtet die Empfangsapplikation UAB hier über den Ausgang des Rückruf-Auftrags . Dazu dient der X-Mms-Status Kopf-Feld. Er trägt in diesem Beispiel einen der in die- ser Erfindungsmeldung neu definierten Einträge, nämlich <Octetl40> für „Rückruf erfolgreich, bevor MM gelesen wurde" .
M-NotifyResp . ind (Empfangsapplikation UAB — Netzwerkele- ment RSB) :
X-Mms -Message-Type : m-notifyresp- ind X-Mms -Transaction-ID: 20 X-Mms - Version : 1 . 0
X-Mms-Status : Recall successful , before MM has been read
Falls die MMA, die zurückgerufen werden soll, bereits geöffnet wurde, wird nicht mehr versucht, diese zu löschen. Statt dessen beinhaltet die WAP Nachricht M-
NotifyResp . ind die Information über den Mißerfolg des RückrufVorgangs , da die MMA schon geöffnet wurde. Das Kopf-Feld X-Mms-Status hat dann den Wert <Octetl44> für „Rückruf fehlgeschlagen, da MM gelessen wurde". Die M- NotifyResp . ind WAP Nachricht sieht dann folgendermaßen aus :
M-NotifyResp . ind (Empfangsapplikation UAB -> Netzwerkele-
ment RSB) :
X-Mms -Message - Type : m-noti fyresp -ind X-Mms -Transaction-ID: 20 X-Mms - Versi on : 1 . 0
X-Mms-Status : Recall failed, since MM has been read
Falls der Absender eine Rückmeldung für den von ihm ini- tiierten Rückruf-Auftrag wünscht, kann das Netzwerkelement RSA mit der WAP Nachricht M-Delivery. ind eine Rückmeldung zurück an die Sendeapplikation UAA schicken. In dem Feld „Message-ID" steht die ID des Rückruf-Auftrages {AAAA . 2222@mms-relay01 . siemens . de) . Für den Status des Rückrufes wird hier ebenfalls das erweiterte Kopf-Feld X- Mms-Status benutzt, in dem das z.B. erfolgreiche Löschen der MMA mit dem Feld-Wert „Rückruf erfolgreich, bevor MM gelesen wurde" bestätigt wird. Da der Sendeapplikation UAA der Zusammenhang zwischen der Nachrichten-ID des Rückruf-Auftrages und der Nachrichten-ID der MMA, die zurückgerufen werden sollte, bekannt ist, kann dem Absender mitgeteilt werden, ob sein Rückruf-Auftrag erfolgreich ausgeführt werden konnte oder nicht (sofern die beteiligten MMS Dienstanbieter dies unterstützen) .
M-Delivery. ind (Netzwerkelement RSA -» Sendeapplikation UAA) :
X-Mms -Message- Type : m-delivery-ind X-Mms -Message-ID: AAAA . 2222@mms-relay01 . siemens . de X-Mms - Versi on : 1 . 0 To : abc@vas . de Date : Thu, 26. Oct 2000 14 : 14 : 09 +0100
X-Mms-Status : recall successful
Beispiel 6: Bedingtes Ändern bzw. Ersetzen
In diesem Beispiel möchte der Absender seine MMA (eine Stunde nach dem Verschicken) aktualisieren: Von den ursprünglich verschickten zwei Elementen soll nur noch das JPEG-Bild (MIME content type „image/jpeg") erhalten blei- ben. Außerdem soll das Subject in „Agenda für unser Meeting" geändert werden, s. Beispiel 2. An dieser Stelle wird in der WAP Nachricht M-send. req vorteilhafterweise das Kopf-Feld X-Mms -Replace -ID mit der entsprechenden Nachrichten-ID der zu ersetzenden MMA verwendet. Zudem wird hier eine Rückmeldung über den erteilten Änderungs- auftrag mittels des X-Mms- eguest-.Report Kopf-Feldes angefordert . Das in dieser Erfindungsmeldung neu definierte Kopf-Feld mit der beispielhaften Bezeichnung X-Mms- Replace-Cond kommt in der WAP Nachricht M-Send . req zum Einsatz. Der Feld-Wert in diesem Beispiel wird als <Oc- tetl28> angenommen. Dieser Wert entspricht dem Wunsch des Absenders, den Rückruf nur dann zu realisieren, wenn der Empfänger der MMA über diese Nachricht noch nicht benachrichtigt wurde.
M-Send . req (MMS VAS-Applikation A → Netzwerkelement RSA) :
X-Mms -Message -Type : m-send-req X-Mms -Transaction-ID: 32 X-Mms - Versi on : 1. 0
Date : Thu, 26 Oct 2000 14 : 12 : 19 +0100 From : abc@vas . de
To : xyz@si emens . de
X-Mms -Recall -ID: AAAA. Illl@mms-relay01 . siemens . de
X-Mms -Request-Report : Yes
X-Mms -Recall -Cond : Only before notification Subj ect : Agenda für unser Meeting
Content-Type : mul tipart/related; boundary= " ■ _=_NextPart_023_ "
Content-Type : Image/ jpeg; name= " agenda . jpg" Content-Trans fer-Encoding : base64 Content-ID: <1725782>
= NextPart 023
Im weiteren werden 2 Fälle betrachtet:
Fall 1: Empfangsapplikation UAB hat MMA aufgrund einer Benachrichtigung (Notification) heruntergeladen.
Fall 2: Die MMA ist noch auf dem Netzwerkelement RSA und es wurde keine Benachrichtigung an die Empfangsapplikation UAB gesendet .
Fall 1:
Da die Benachrichtigung schon gesendet wurde, ist die Bedingung zum Ausführen des Änderungsbefehls nicht mehr erfüllt. Folglich kann und soll das Ersetzen nicht mehr erfolgen. Hier wird der Empfang der WAP Nachricht M- Send . reg mit dem Änderungsbefehl vom MMS Relay/Server mit einer WAP Nachricht M-Send. conf quittiert. In ihr ist die vom MMS Relay/Server vergebene Nachrichten-ID für die MMB (hier: AAAA . 2222@mms-relay01 . siemens . de) enthalten. Fer-
ner enthält das Kopf-Feld X-M s -Supported-Feature den in dieser Erfindungsmeldung neu definierten Eintrag „Bedingtes-Ändern-Merkmal unterstützt". Da der Änderungsauftrag nicht ausgeführt werden kann, wird der Auftraggeber mit- tels des Kopf-Feldes X-Mms -Response -Status über den Ausgang seines Auftrages informiert: Der Feld-Wert <0c- tetl52> meldet, daß das bedingte Ersetzen nicht erfolgen konnte, da die Benachrichtigung schon gesendet wurde: „Ändern fehlgeschlagen, da Benachrichtigung gesendet wur- de".
M-Send . conf (Netzwerkelement RSA → MMS VAS-Applikation A) :
X-Mms -Message-Type : m-send-conf X-Mms -Transaction-ID: 32 X-Mms - Versi on : 1 . 0 X-Mms -Response -Status : ok Message-ID: AAAA . 2222@mms -relayOl . siemens . de
X- -Mms- -Supported-Feature : condi tional replace
X- -Mms- -Status : replace failed, since . notification was sent
Falls das Netzwerkelement RSA das bedingte Ersetzen nicht unterstützt, wird er die MMB als normale Multimedia Message behandeln und folglich wie üblich dem Empfänger weiterleiten, ohne Rücksicht auf die zu ersetzende MMA zu nehmen .
Fall 2:
Da die Benachrichtigung noch nicht gesendet wurde, ist die Bedingung zum Ausführen des Änderungsbefehls erfüllt
Folglich kann das Ersetzen wie gewünscht erfolgen. Die MMA kann auf dem Netzwerkelement RSA gelöscht werden, und der Absender wird mittels des Kopf-Feldes X-Mms -Response - Status über diesen Vorgang informiert. Der Feld-Wert <Oc- tetl52> meldet, daß das bedingte Ersetzen vor dem Versand der Benachrichtigung erfolgt ist: „Ändern erfolgreich, vor Benachrichtigung".
M-Send. conf (Netzwerkelement RSA -» MMS VAS-Applikation A) :
X-Mms -Message -Type : m- send- conf X-Mms -Transaction-ID: 32 X-Mms - Versi on : 1 . 0 X-Mms -Response-Status : ok
Message-ID: AAAA . 2222@mms-relay01 . siemens . de
X-Mms -Supported-Feature : condi tional replace X-Mms-Status : replace successful , before notifi cation
Die neue Nachricht MMB erreicht dann die Empfangsapplikation UAB als normale Multimedia-Nachricht, die durch eine eigene Benachrichtigung angekündigt wird. Der Empfänger wird somit informiert, daß der Absender die zuvor ver- schickte MMA durch eine neue MMB ersetzt hat .
Teil der Erfindung sind neben den beschriebenen Verfahren ebenfalls die entsprechenden Vorrichtungen, insbesondere Telekommunikationsendgeräte und hierbei insbesondere Mobilfunkgeräte sowie die entsprechenden Netzwerkelemente. Ebenso sind die entsprechenden Softwareprogramme von der vorliegenden Erfindung umfaßt.
Tabelle 1: Möglichkeiten der Feld-Wert-Kodierung nach WAP- 203-WSP, Version 4-May-2000; Wireless Application Protocol, Wireless Session Protocol Specification; Chapter 8.4: "Header Encoding" .
Tabelle 2: Zusätzliche Einfügungen in die WAP Nachricht M- Send.req.
Tabelle 3: Zusätzliche Einfügungen in die WAP Nachricht M- Send. conf .
Tabelle 4: Zusätzliche Einfügungen in die WAP Nachricht M- Notification. ind.
Tabelle 5 : Zusätzliche Einfügungen in die WAP Nachricht M- NotifyResp . reg.
Tabelle 6: Zusätzliche Einfügungen in die WAP Nachricht M- Retrieve. conf .
Tabelle 7: Zusätzliche Einfügungen in die WAP Nachricht M- Acknowl edge . ind .
Tabelle 8: Zusätzliche Einfügungen in die WAP Nachricht M- Delivery. ind.
Bezugszeichenliste
1 Sendeapplikation (MMS User Agent A = UAA)
2 Senderseitiges Netzwerkelement (MMS Relay/Server A = RSA)
3 MMS Speicher A (MMS Server A)
4 MMS-Umgebung (= MMSE; eines MMS-Dienstleisters A)
6 Öffentliches Mobilnetzwerk (PLMN = Public Land Mobile Network) 7 VAS-Applikation (VAS = Value Added Service)
11 Empfangsapplikation (MMS User Agent B = UAB)
12 Empfängerseitiges Netzwerkelement (MMS Relay/Server B RSB)
13 MMS Speicher B (MMS Server B) 14 MMSE-Umgebung (= MMSE; eines MMS-Dienstleisters B)
20 IP - Internet Protocol
21 Legacy-Nachrichtensystem (Legacy Messaging System)
22 Einfachpostübertragungsprotokoll (SMTP = Simple Mail Transfer Protocol)