Die Erfindung betrifft einen Feuchtigkeitssensor mit den Merkmalen des Oberbegriffes
des Anspruchs 1 bzw. den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruchs 4.
Zum Beispiel in der Kraftfahrzeugindustrie werden heutzutage Regensensoren eingesetzt,
um eine automatische Steuerung der Scheibenwischer zu erreichen. Bei
einem bekannten Regensensor wird in die Windschutzscheibe von innen ein Lichtstrahl
mit Hilfe einer Strahleinkoppeleinrichtung eingekoppelt. Dabei wird ein Winkel
gewählt, der unter normalen Umständen, d. h. bei trockener Außenluft, zur Totalreflexion
des Lichtstrahls innerhalb der Windschutzscheibe führt. An anderer Stelle
wird der Lichtstrahl wieder ausgekoppelt und zu einem Detektor geführt. Einkoppel-und
Auskoppeleinrichtung befinden sich auf der Innenseite der Windschutzscheibe.
Trifft ein Wassertropfen oder Feuchtigkeit auf die Außenseite der Windschutzscheibe,
so ändert sich in diesem Bereich der Brechungsindex des Mediums, das an die
Windschutzscheibe angrenzt. Bei geeigneter Wahl des Einkoppelwinkels findet bei
einem solchen feuchten Außenmedium keine Totalreflexion innerhalb der Windschutzscheibe
mehr statt. Der Lichtstrahl tritt aus der Scheibe aus und erreicht nicht
den Detektor. Dieser Intensitätsverlust kann mit Hilfe eines Lichtintensitätsmeßgeräts
nachgewiesen werden. Ist dessen Signal z. B. kleiner als ein vorgegebener
Grenzwert, werden die Scheibenwischer eingeschaltet.
Die Strahlein- bzw. -auskopplung kann dabei z. B. mit Hilfe von Prismen geschehen,
die von innen an die Windschutzscheibe angebracht sind und ebenfalls aus
Glas bestehen. Mit ihrer Grundfläche sind diese Prismen an der Innenseite der
Windschutzscheibe angebracht. Der Winkel der Prismen ist dabei so gewählt, daß
die Seitenfläche des Prismas senkrecht auf der Richtung steht, in der der Strahl
sich innerhalb der Windschutzscheibe fortpflanzen soll. Auf diese Weise ist eine
Strahlein- bzw. -auskopplung eines Lichtstrahls möglich, der sich innerhalb der
Windschutzscheibe unter Totalreflexion an der Grenzfläche zwischen Windschutzscheibe
und umgebendem Medium bewegt.
Figur 4 zeigt schematisch eine solche bekannte Anordnung. 101 bezeichnet die
Windschutzscheibe, 103 das Strahlauskopplungsprisma und 105 das Strahleinkopplungsprisma.
Der Lichtstrahl 109 wird innerhalb der Windschutzscheibe total
reflektiert, wenn das umgebende Medium Luft ist. Befindet sich ein Wassertropfen
107 auf der Windschutzscheibe, tritt der Lichtstrahl aus der Windschutzscheibe aus
und erreicht nicht mehr die Strahlauskoppeleinrichtung 103.
Bei einer solchen Feuchtigkeitssensoranordnung des Standes der Technik müssen
auf die Innenseite der Windschutzscheibe die Strahleinkoppel- bzw. Strahlauskoppelprismen
aufgebracht werden, wodurch eine nicht glatte Struktur der Innenseite
der Windschutzscheibe durch die zusätzlichen Einheiten entsteht.
Ein solcher Regensensor kann sich nicht im Sichtbereich des Fahrzeugführers befinden,
da durch die zusätzlichen Strukturen eine Brechung bzw. Streuung des
Lichts erfolgt, das durch die Windschutzscheibe gelangen soll. Derartige Reflexionseffekte
sind natürlich für die Sicherheit abträglich. Dementsprechend muß der
Regensensor in einem Bereich der Windschutzscheibe ausgebildet sein, der nicht
im Sichtfeld liegt und möglichst klein ist. Deshalb werden solche Regensensoren z.
B. im Bereich einer Rückspiegelklebebefestigung untergebracht.
Damit sowohl Lichtquelle als auch Empfänger und die Strahleinkoppel- bzw. -auskoppeleinrichtungen
insgesamt eine kompakte Einheit bilden, müssen Strahleinkoppel-
und -auskoppeleinrichtung nah beieinander liegen. Dies begrenzt den
Meßbereich und die Genauigkeit auf eine oder wenige Totalreflexionen zwischen
Strahleinkopplung und -auskopplung.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
einen Feuchtigkeitssensor anzugeben, der einen größeren Meßbereich
erlaubt.
Diese Aufgabe wird mit einem Feuchtigkeitssensor mit den Merkmalen des Anspruchs
1 bzw. einem Feuchtigkeitssensor mit den Merkmalen des Anspruchs 4
gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Erfindungsgemäß ist ein Reflexionshologramm auf einem Teil der Lichtleiterschicht
bzw. der Scheibe vorgesehen, das eine derartige holographische Struktur aufweist,
daß unter Einfall eines Lichtstrahls unter einem Winkel α, unter dem das Licht innerhalb
der Lichtleitschicht bzw. der Scheibe total reflektiert wird, auf die Grenzfläche
zwischen Reflexionshologramm und Lichtleitschicht bzw. Scheibe, ein Lichtstrahl
rekonstruiert wird, der dem einfallenden Lichtstrahl im wesentlichen entgegenläuft.
Bei einer Ausführungsform ist die Lichtleitschicht Teil einer Feuchtigkeitssensoranordnung.
Bei einer anderen Ausführungsform wird als Lichtleitschicht die Scheibe,
z. B. eine Windschutzscheibe eingesetzt.
Die erfindungsgemäßen Vorrichtungen bieten u. a. den Vorteil eines großen räumlichen
Meßbereiches. Das Reflexionshologramm ist im wesentlichen transparent.
Nur Licht, das unter einem bestimmten Winkel einfällt, wird zur holographischen
Rekonstruktion verwendet. Dementsprechend kann das Reflexionshologramm an
beliebiger Stelle der Windschutzscheibe aufgebracht werden, ohne daß die Transparenz
der Windschutzscheibe wesentlich darunter leidet. Durch die Rekonstruktion
des Meßlichtstrahls in sich selbst zurück ist es möglich, daß Einkoppel- und Auskoppeleinheit
nahe beieinanderliegen. Trotzdem ist der räumliche Meßbereich nicht
durch den Abstand zwischen Einkoppel- und Auskoppeleinheit bestimmt, sondern
durch den doppelten Abstand zwischen Einkoppel- bzw. Auskoppeleinrichtung und
dem Reflexionshologramm. Auf diese Weise kann ein sehr viel größerer räumlicher
Meßbereich ausgenutzt werden, so daß eine vielfache Totalreflexion möglich ist. So
läßt sich die Genauigkeit der Feuchtigkeitsmessung erhöhen. Im Extremfall kann
die gesamte Ausdehnung der Windschutzscheibe eingesetzt werden.
Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß der räumliche Meßbereich auch den Bereich der
Windschutzscheibe erfassen kann, in dem der Scheibenwischer tätig ist. Zum Beispiel
bei sehr geringem Regenfall wird durch einige wenige Tropfen der Feuchtigkeitssensor
ansprechen und den Scheibenwischer in Bewegung setzen. Bei bekannten
Regensensoren überstreicht der Scheibenwischer den Feuchtigkeitssensor
in der Regel nicht, da er nicht im Sichtbereich angeordnet sein kann. Die wenigen
Regentropfen verbleiben also auf dem Feuchtigkeitssensor und der Scheibenwischer
wird nicht wieder ausgeschaltet. Beim erfindungsgemäßen Feuchtigkeitssensor
kann der räumliche Meßbereich von dem Scheibenwischer überstrichen werden.
Ist nur geringer Regenfall vorhanden, werden einige wenige Tropfen, die zum
Einschalten des Scheibenwischers geführt haben, von diesem weggewischt und
der Feuchtigkeitssensor schaltet den Scheibenwischer wieder aus.
Die Schichten des Feuchtigkeitssensors einschließlich der Lichtleitschicht können
z. B. als Einheit in einer Folie zusammengefaßt werden, die auf die Windschutzscheibe
aufgebracht wird. Das Licht kann z. B. durch die Scheibe auf das Einkoppelelement
geschickt werden. Bei einer anderen Ausführungsform werden die einzelnen
Elemente derart auf die der Oberfläche einer Scheibe, auf der die Feuchtigkeit
gemessen werden soll, abgewandten Seite aufgebracht, daß die Scheibe
selbst als lichtleitende Schicht wirkt.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfaßt das Einkoppelelement
ein transmissionsholographisches Element mit einer Rekonstruktionsrichtung innerhalb
der Lichtleitschicht bzw. der Scheibe gleich dem gewünschten Ausbreitungswinkel
in der Schicht bzw. der Scheibe, wenn das Licht aus der Richtung der
Lichtquelle einfällt. Ebenso vorteilhaft ist es, wenn das Auskoppelelement ein
transmissionsholographisches Element mit einer Rekonstruktionsrichtung in Richtung
des Empfängers umfaßt, wenn das Licht im wesentlichen unter dem Ausbreitungswinkel
in der Lichtleitschicht bzw. der Scheibe auf das Auskoppelelement fällt.
Derartige transmissionsholographische Elemente lassen sich sehr kompakt und
klein ausgestalten und erlauben eine sehr genaue Festlegung der Strahlrichtung.
Eine Weiterbildung sieht vor, daß ein einzelnes Element sowohl als Einkoppel- als
auch als Auskoppelelement vorgesehen ist. Auf diese Weise ist eine noch kompaktere
Gestaltung möglich.
Die Lichtquelle kann z. B. eine Leuchtdiode umfassen. Ein besonders gerichtetes
und in der Wellenlänge definiertes Licht läßt sich bei einer vorteilhaften Ausgestaltung
durch eine Laserdiode erhalten.
In dem Bereich der lichtleitenden Schicht bzw. der Scheibe, auf der sich das
Transmissionshologramm und das Reflexionshologramm nicht befinden, findet in
der Regel Totalreflexion statt. Befinden sich die Transmissionshologramme und das
Reflektionshologramm auf derjenigen Seite der lichtleitenden Schicht, die der Oberfläche
der lichtleitenden Schicht bzw. Scheibe, auf deren Oberfläche die Feuchtigkeit
nachgewiesen werden soll, abgewandten Seite, so kann zwischen dem Reflexionshologramm
und dem Transmissionshologramm eine zusätzliche Hilfsreflektorhologrammstruktur
vorgesehen sein. Diese Hilfsreflektorhologrammstruktur
ersetzt die Totalreflexion an der Grenzfläche der lichtleitenden Schicht bzw. Scheibe,
die nicht auf der Seite liegt, auf der die Feuchtigkeit nachgewiesen werden soll,
durch einen holographischen Spiegel.
Zudem läßt sich mit so einer Hilfsreflektorschicht zwischen Reflexionshologramm
und Transmissionshologramm eine vollständig glatte Oberfläche des gesamten
Feuchtigkeitsmeßsystems auf der Scheibe bzw. der Lichtleitschicht erhalten.
Eine solche Hilfsreflektorschicht kann auch vorteilhaft eingesetzt werden, wenn
diejenige Oberfläche der lichtleitenden Schicht bzw. der Scheibe, auf der sich das
Transmissionshologramm und das Reflexionshologramm befindet, keine oder nur
schlecht totalreflektierende Eigenschaften aufweisen würde, z. B. durch Feuchtigkeit,
Verschmutzung oder Rauigkeit.
Die Hilfsreflektorhologrammschicht ist so ausgestaltet, daß bei Lichteinfall auf die
Grenzfläche zwischen Lichtleitschicht und Hilfsreflektorhologramm unter einem
Winkel α einen Lichtstrahl in einer Richtung rekonstruiert wird, der dem Winkel
β = 180° - α entspricht. Insgesamt ergibt sich also eine Situation, die der spiegelnden
Reflexion entspricht.
Die erfindungsgemäßen Feuchtigkeitssensoren lassen sich besonders vorteilhaft
zur Steuerung der Scheibenwischer bei Flug- bzw. Fahrzeugen einsetzen. Dies gilt
insbesondere, wenn die Scheibe selbst als lichtleitende Schicht zum Einsatz
kommt. Die erfindungsgemäßen Feuchtigkeitssensoren lassen sich jedoch auch an
anderen Stellen vorteilhaft einsetzen, bei denen die Feuchtigkeit auf einer Oberflächen
bestimmt werden muß, oder eine Vorrichtung in Abhängigkeit der Feuchtigkeit
auf einer Oberfläche gesteuert werden soll.
Im folgenden werden erfindungsgemäße Ausführungsformen des Feuchtigkeitssensors
am Beispiel von Regensensoren mit Bezug zu den anliegenden Figuren
erläutert. Dabei zeigt
- Fig. 1
- schematisch das Funktionsprinzip eines erfindungsgemäßen
Feuchtigkeitssensors,
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Regensensors in schematischer Ansicht,
- Fig. 3
- eine Seitenschnittansicht eines Teils einer Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Feuchtigkeitssensors,
und
- Fig. 4
- eine schematische Teilansicht eines bekannten Regensensors.
Fig. 1 zeigt eine lichtemittierende Diode 7, z. B. eine Laserdiode, die Licht in Richtung
eines Transmissionshologramms 5 zur Einkopplung in die Lichtleitschicht 1
aussendet. Repräsentativ ist ein Lichtstrahl 15 angedeutet. Das Transmissionshologramm
wird in bekannter Weise derart ausgestaltet, daß es bei Lichteinfall aus
der Richtung der Lichtquelle 7 einen Lichtstrahl 17 rekonstruiert, der sich unter einem
Winkel α in der Lichtleitschicht 1 ausbreitet. Dabei ist das Transmissionshologramm
5 derart gewählt, daß der Winkel α eine Totalreflexion an der Grenzfläche
zwischen der Lichtleitschicht 1 und der umgebenden Luft ermöglicht.
Der Winkelbereich zur Totalreflexion läßt sich in bekannter Weise aus den Brechzahlen
der lichtleitenden Schicht 1 und der jeweils angrenzenden Medien berechnet.
Der maximale Winkel zwischen Grenzfläche und Einfallsrichtung, unter dem
Totalreflexion stattfindet, läßt sich nach der Formel cos αG = (Brechungsindex des
angrenzenden Mediums)/(Brechungsindex der lichtleitenden Schicht) berechnen.
Für Glas als lichtleitende Schicht mit einem Brechungsindex von 1,5 und Luft als
angrenzendem Medium mit einem Brechungsindex von 1 ergibt sich der Winkel αG
zu 48°. Einfallsrichtungen, die mit einem kleineren Winkel auf die Grenzfläche zwischen
lichtleitender Schicht und Umgebung treffen, werden total reflektiert.
Der Lichtstrahl 17 wird unter dem Winkel α mehrfach total reflektiert, bis er das Reflexionshologramm
3 erreicht. Dieses Reflexionshologramm ist derart ausgestaltet,
daß es bei Einfall eines Lichtstrahls unter dem Winkel α einen weiteren Lichtstrahl
rekonstruiert, der im wesentlichen wiederum unter dem gleichen Winkel zurückläuft.
Im Bereich des Reflexionshologramms 3 kann das Licht aus der Lichtleitschicht 1
austreten, da dort eine andere Bedingung für die Totalreflexion gilt, als wenn Luft
das umgebende Medium ist.
Der durch die Lichtleiterschicht 1 zurücklaufende Strahl trifft wiederum auf das
Transmissionshologramm. Hier wird ein Lichtstrahl rekonstruiert, der in Richtung
19, im wesentlichen der gleichen Richtung, aus der der einfallende Lichtstrahl 15
gekommen ist, rekonstruiert. Im Strahlengang des Lichts 19 befindet sich ein Detektor
9, z. B. eine Fotozelle zur Messung der auftreffenden Lichtintensität.
Die Lichtleitschicht 1 kann eine entsprechende Folie mit einem ausgewählten Brechungsindex
sein oder aber eine Glasscheibe, z. B. die Windschutzscheibe eines
Kraftfahrzeuges. 13 bezeichnet die innere Oberfläche dieser Windschutzscheibe
und 11 die äußere Oberfläche. Gestrichelt angedeutet ist ein Wassertropfen 21. Im
Bereich eines solchen Wassertropfens 21 ist das umgebende Medium der Lichtleitschicht
1 nicht Luft, sondern Wasser. Hier ändern sich die entsprechenden Bedingungen
für die Totalreflexion. Der Grenzwinkel für die Totalreflexion z. B. beim Übergang
von Glas (Brechungsindex = 1,5) zu Wasser (Brechungsindex = 1,3) ergibt
sich zu αG = 30°, nach der bekannten Formel cos αG = (Brechungsindex von Wasser)/(Brechungsindex
von Glas). Bei einer Ausführungsform mit einer Lichtleitschicht
bzw. Windschutzscheibe aus Glas und umgebender Luft ergibt sich also der
verwendbare Winkelbereich von α von 30 bis 48°. So ist gewährleistet, daß bei
Vorliegen von Wasser auf der äußeren Oberfläche 11 der Glasscheibe 1 keine Totalreflexion
auftritt und der Lichtstrahl in Richtung 22 aus der Glasscheibe austritt,
wie es in Fig. 1 gestrichelt dargestellt ist. Ohne vorhandenes Wasser wird der
Lichtstrahl total reflektiert.
Die Funktionsweise ist gemäß Fig. 1 ist wie folgt. Aus der Diode 7 trifft Licht auf das
Transmissionshologramm und wird unter dem Winkel α in die Lichtleitschicht bzw.
Windschutzscheibe 1 eingekoppelt. Bei trockener Umgebung wird der Lichtstrahl 17
an der Grenzfläche zwischen der Lichtleitschicht bzw. der Scheibe 1 zur umgebenden
Luft total reflektiert, bis er zu dem Reflexionshologramm 3 kommt. Dort wird er
in sich selbst zurückrekonstruiert und durchläuft im wesentlichen denselben Weg
rückwärts. Er tritt durch das Transmissionshologramm 5 wieder aus und wird dort in
Richtung des Detektors 9 rekonstruiert. Zumindest bei einer ausgewählten Wellenlänge
sollte die Intensität, die am Detektor nachgewiesen wird, im wesentlichen der
Intensität entsprechen, die von der Lichtquelle 7 ausgesendet worden ist.
Befindet sich auf der Außenfläche 11 der Lichtleitschicht 1 bzw. der Scheibe ein
Wassertropfen 21 oder Feuchtigkeit, so verändert sich in oben beschriebener Weise
die Bedingung für die Totalreflexion. Der Lichtstrahl wird in einem solchen Bereich
nicht mehr total reflektiert und tritt in Richtung 22 aus der Glasscheibe bzw.
der Lichtleitschicht 1 aus. Es wird dementsprechend weniger oder gar kein Licht am
Reflexionshologramm 3 ankommen und in sich zurückrekonstruiert. Die Intensität
des Lichtstrahls nimmt ab, was sich in einer Abnahme der Intensität zumindest bei
einer Wellenlänge am Detektor 9 nachweisen läßt. Ebenso wird die Intensität ggf.
auf dem Weg vom Reflexionshologramm 3 zum Transmissionshologramm 5 verringert.
Im Falle eines Regensensors für einen Scheibenwischer wird ein Grenzwert festgelegt,
wobei der Scheibenwischer automatisch eingeschaltet wird, wenn eine Intensität,
die am Detektor festgestellt wird, unter diesen Grenzwert fällt.
Das Transmissionshologramm 5 dient dementsprechend als Auskoppel- bzw. Einkoppeleinheit
und kann ein einfach herzustellendes Prägehologramm sein. Das
Reflexionshologramm 3 ist bei der gezeigten Ausführungsform ein Volumenhologramm,
z. B. eine Polymerschicht, in der die holographische Information aufgenommen
wurde.
Fig. 2 zeigt schematisch eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Feuchtigkeitssensors.
Hier ist eine Diode 35 im Einsatz, die einen gewissen Winkelbereich
bestrahlt. Auf diese Weise wird eine Fläche des Transmissionshologramms 33 beleuchtet.
Dieses ist wiederum so ausgestaltet, daß es Licht, das aus Richtung der
Diode 35 kommt, im wesentlichen in der gleichen Richtung unter einem Winkel α in
die Lichtleitschicht 1 hinein rekonstruiert. Das zurückkehrende Licht wird von dem
Transmissionshologramm 33 derart rekonstruiert, daß es auf den Detektor 9 fällt.
Ansonsten entspricht das Funktionsprinzip der Ausführungsform der Fig. 1.
Der Bereich 37 ist der sensitive Bereich. Trifft in diesem Bereich auf die Außenfläche
11 der Scheibe bzw. der Lichtleitschicht 1 ein Wassertropfen oder Feuchtigkeit,
so wird ein entsprechender Teil des auf die Grenzfläche auftreffenden Lichts nicht
in der Schicht total reflektiert und ist für die Intensitätsmessung verloren. Das Signal
am Detektor wird dementsprechend geringer sein und kann zur Steuerung z. B. des
Scheibenwischers eingesetzt werden.
Bei der Ausführungsform ist zusätzlich eine Hilfsreflektorhologrammstruktur 31 gezeigt.
Diese ist derart ausgestaltet, daß Licht, das unter einem Winkel α einfällt,
holographisch in einem Winkel β rekonstruiert wird, der (180°-α) entspricht. Insofern
wirkt das Hilfsreflektorhologramm wie eine gewöhnlicher Spiegel. So wird die störungsanfällige
Totalreflexion ersetzt. Zudem ergibt sich durch das zusätzliche Hilfsreflektorhologramm
eine glatte Fläche auf der Innenseite der Lichtleitschicht bzw.
der Scheibe, die durch Transmissionshologramm 33, Hilfsreflektorhologramm 31
und Reflexionshologramm 3 gebildet wird.
Bei den oben beschriebenen Ausführungsformen wird als Lichtleitschicht 1 z. B. die
Windschutzscheibe eines Flug- oder Fahrzeuges eingesetzt.
In Fig. 3 ist eine mögliche Folienstruktur zum Einsatz bei einer erfindungsgemäßen
Ausführungsform in schematischer Ansicht gezeigt. Die Hologrammschicht 43 umfaßt
dabei das Reflexionshologramm 51, das Hilfsreflektorhologramm 53 und das
Transmissionshologramm 55 entsprechend den Elementen 3, 31 und 33, wie sie in
Fig. 2 sichtbar sind. Die Hologrammschicht 43 ist auf einer Trägerschicht 45 aufgebracht,
z. B. einer Folienstruktur. Diese befindet sich auf einer Kleberschicht 47. Die
ganze Struktur kann mit einer Schutzschicht 41 abgedeckt sein. Vor dem Einsatz ist
die Kleberschicht mit einer Papierschicht 48 abgedeckt. Zum Einsatz wird dieses
Papier 48 abgezogen und die Folie mit der Kleberschicht 47 z. B. auf die Windschutzscheibe
eines Kraftfahrzeuges geklebt.
Die Brechungsindizes von Trägerschicht und Kleberschicht sollten möglichst dem
Brechungsindex des Materials entsprechen, auf das die Struktur geklebt wird, also
z. B. einem Brechungsindex von etwa 1,5 entsprechend Glas haben, so daß sich
der Lichtstrahl in seiner Richtung beim Übergang von der Trägerschicht in die Kleberschicht
bzw. in die Lichtleitschicht, auf der die Kleberschicht aufgebracht ist,
nicht verändert.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist also ein Feuchtigkeitssensor gegeben,
der einen großen räumlichen Meßbereich haben kann. Die Größe des Meßbereiches
hängt nicht vom Abstand der Einkoppel- und der Auskoppeleinheit ab, sondern
vom Abstand des Reflexionshologramms von der Einkoppel- bzw. Auskoppeleinheit.
Die gesamte Struktur ist transparent, so daß sie z. B. auf einer Windschutzscheibe
auch im Sichtbereich des Fahrers aufgebracht werden kann. Durch den
großen Meßbereich erhöht sich die Meßgenauigkeit durch die größere Anzahl von
Totalreflexionen im Meßbereich.