EP1186508B1 - Fahrzeug mit einer Stoßenergie-Verzehreinrichtung - Google Patents
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- EP1186508B1 EP1186508B1 EP01121535A EP01121535A EP1186508B1 EP 1186508 B1 EP1186508 B1 EP 1186508B1 EP 01121535 A EP01121535 A EP 01121535A EP 01121535 A EP01121535 A EP 01121535A EP 1186508 B1 EP1186508 B1 EP 1186508B1
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- European Patent Office
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- vehicle
- buffer
- absorption element
- extended
- locked
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61D—BODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
- B61D15/00—Other railway vehicles, e.g. scaffold cars; Adaptations of vehicles for use on railways
- B61D15/06—Buffer cars; Arrangements or construction of railway vehicles for protecting them in case of collisions
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61G—COUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
- B61G11/00—Buffers
Definitions
- the invention relates to vehicles with a surge energy-consuming device according to the preamble of claim 1.
- the invention is suitable for - but not limited to - rail vehicles for passenger transport.
- At least one buffer and / or at least one consumer element is located at the vehicle end in a position farther away from the vehicle, as a buffer and / or a consumer element between two adjacent, coupled vehicles.
- the coupling is preferably centered.
- the swivel range of the coupling is not required. If two trains are coupled, the buffers, which have been moved out by an additional path, for example, must be retracted and locked in a controlled manner with or without an integrated consumption element. The required for two coupled trains kinematic freedom is given in this position again.
- the invention is not limited to a specific embodiment of the consuming elements. Both reversible and irreversible primary and / or secondary consumption elements are possible.
- the advantages of the invention are that, for example, the crash scenarios according to STI 1 and CEN 1, in which there is a collision with a speed of 36 km / h on a same, stationary vehicle, with unchanged force level by extending the working path over the coupling surface or buffer surface are also met. It is also advantageous that trainsets for passenger transport, the future crash requirements are met without having to extend the head. A retrofitting of vehicles is also possible.
- a center clutch and two buffers are arranged left and right of the center clutch.
- the buffer lengths are less than the length of the center clutch, so that it can be pivoted. This is necessary in the event that two vehicles must be coupled and driven in the coupled state.
- the vehicle head is located at the vehicle end, then the coupling and the pivoting function of the middle coupling can be dispensed with.
- the buffers located in a guide are in this case moved out to a position farther away from the vehicle and can be locked.
- the conventional length buffers can be replaced with larger length buffers.
- the buffers also contain energy-consuming elements that are extended along with the buffers.
- the buffers or the consuming elements may be extended independently and / or individually.
- An adaptation to the crushable crash energy can therefore z. B. take place in that only a part of the extendable elements, namely buffers or consuming elements are extended and locked.
- the buffers and / or food items could be extended and locked in positions farther apart.
- the extendable buffers with the consuming elements are doing while driving constantly in the front vehicle remote position. This has the advantage that the energy dissipation device does not have to detect a crash in advance. A false trip is thus excluded.
- the mechanically simple construction is an economically favorable and retrofittable for existing vehicles solution possible. Furthermore, the solution according to the invention is low maintenance and error-prone due to the simple structure, especially in contrast to energy-absorbing elements that are extended in the event of danger.
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Transportation (AREA)
- Vibration Dampers (AREA)
- Vehicle Body Suspensions (AREA)
- Air Bags (AREA)
- Body Structure For Vehicles (AREA)
Description
- Die Erfindung betrifft Fahrzeuge mit einer Stroßenergie-Verzehrvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung ist geeignet für - aber nicht beschränkt auf - Schienenfahrzeuge für den Personenverkehr.
- In Zukunft werden immer höhere Anforderungen an die Crash-Sicherheit von z. B. elektrisch betriebenen oder dieselbetriebenen Triebzügen gestellt. Die Größe der zu vernichtenden Crash-Energie ist durch die Parameter Masse und Geschwindigkeit bestimmt. Die zu leistende Formänderungsarbeit ergibt sich aus den Parametern Kraft und Weg. Die Kraft ist in der Regel durch historisch definierte Lastannahmen (UIC 566/ DIN EN 12663) wie z. B. 1500 kN Druckkraft auf den Kupplungsträger begrenzt. Eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Kraft auf den Wagenquerschnitt hat konstruktive Grenzen und ist nur eingeschränkt möglich. Den Wagenkasten bzw. dessen Querschnitt für größere Lastannahmen zu dimensionieren hat sowohl wirtschaftliche Grenzen, als auch Grenzen hinsichtlich des Gewichtes.
Bisher werden fest montierte Verzehrvorrichtungen am Schienenfahrzeug befestigt, die sich reversibel oder irreversibel verformen und dabei die Crash-Energie vernichten, d. h. es wird Verformungsarbeit geleistet und die kinetische Energie in Wärme umgewandelt. Bei federnden Verzehrvorrichtungen, z. B. Puffern, wird die Crash-Energie in Federelementen gespeichert und anschließend ebenfalls in Wärme umgewandelt.
Nachteil dieser Lösungen ist die begrenzte Aufnahmefähigkeit von zu vernichtender Stoßenergie. Eine Erhöhung der Aufnahmefähigkeit ist zum einen durch das Gewicht und zum anderen durch die Dimensionen der Verzehrvorrichtungen und des Fahrzeugs begrenzt. Dies wäre zudem mit erhöhten Kosten bei der Herstellung und im Betrieb verbunden.
Weiterhin begrenzt das Außendesign den Bauraum für Verzehrvorrichtungen oder es muß das Außendesign mit Rücksicht auf die Verzehrvorrichtungen verändert werden. - In der DE 197 05 226 A1 wird eine Überstoß-Energieverzehreinrichtung für Schienenfahrzeuge beschrieben, bei der über einen Auslösemechanismus Überstoß-Energieverzehrelemente gegen die Stoßrichtung nach vorn außerhalb der stirnseitigen Fahrzeugkontur verschoben wird und mit gleichartigen Überstoß-Energieverzehrelementen von gekuppelten Nachbarfahrzeugen zur Anlage gelangt. Nachteilig hierbei ist, daß der Weg, den die Energieverzehrelemente gegen die Stoßrichtung verschoben werden können, begrenzt ist. Sie beträgt maximal dem Abstand zwischen zwei gekuppelten, benachbarten Fahrzeugen im Bereich der Energieverzehrelemente. Dadurch ist auch die Aufnahmefähigkeit von zu vernichtender Stoßenergie stark begrenzt. Des weiteren haftet dieser Lösung der Nachteil an, daß die Verschiebung der Energieverzehrelemente rechtzeitig und nur im Gefahrenfall erfolgen darf. Ein fehlerhaftes Auslösen muß aus sicherheitstechnischen und ökonomischen Gründen vermieden werden. Während eines Crashs müssen die Energieverzehrelemente und ihre Verschiebungskonstruktion sicher arretiert sein, was den konstruktiven Aufbau kompliziert macht und den Materialeinsatz erheblich erhöht.
- Eine Uberstoßenergieverzchreinrichtung ist ebenso durch die DE-A1-195 46 729 bekannt geworden, welche zwei seriell angeordnete Verzehrelemente aufweist.
Aufgabe der Erfindung ist es, die beschriebenen Nachteile des Standes der Technik zu beseitigen und insbesondere ein Fahrzeug mit eine Stoßenergie-Verzehrvorrichtung vorzuschlagen, das auch zukünftigen Anforderungen bezüglich der Crash-Sicherheit genügt. - Diese Aufgabe wird durch ein Fahrzeug gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Alle bisher bekannten Stoßenergie-Verzehrelemente bzw. Systeme machen keinen Unterschied zwischen Dimension und Funktion am Zugende und zwischen gekuppelten Zügen. Als Arbeitsweg für die bei einem Crash zu vernichtende Crash-Energie steht in der Regel nur der Weg zwischen Kupplungsfläche und/oder Pufferfläche und dem Beginn des inneren Führerraumes zur Verfügung. Eine Verlängerung des Kopfes vor der Führerkabine beeinträchtigt das Sichtfeld des Fahrers und verlängert den Zug, ohne die Transportleistung zu verbessern. Um einen größeren Arbeitsweg zu ermöglichen, ohne die Kraft erhöhen zu müssen, wird daher erfindungsgemäß der Energieverzehrvorgang räumlich verlagert. Ein längerer Arbeitsweg wird erfindungsgemäß nur an den Enden eines Zuges benötigt, nicht aber zwischen zwei gekuppelten, gleichen Zügen. - Gemäß der Erfindung befindet sich mindestens ein Puffer und/oder mindestens ein Verzehrelement am Fahrzeugende in einer vorn Fahrzeug entfernteren Position, als ein Puffer und/oder ein Verzehrelement zwischen zwei benachbarten, gekuppelten Fahrzeugen.
In diesem Betriebszustand bleibt die Kupplung vorzugsweise zentriert. Der Schwenkbereich der Kupplung wird nicht benötigt. Werden zwei Züge gekuppelt, müssen vorher die um einen zusätzlichen Weg beispielsweise herausgefahrenen Puffer mit oder ohne integriertem Verzehrelement gesteuert eingefahren und verriegelt werden. Die für zwei gekuppelte Züge erforderliche kinematische Freiheit ist in dieser Position wieder gegeben.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf eine spezielle Ausführungsform der Verzehrelemente. Möglich sind sowohl reversible als auch irreversibel arbeitende, primäre und/oder sekundäre Verzehrelemente.
Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, daß beispielsweise die Crash-Szenarios nach STI 1 und CEN 1, bei der es zu einer Kollision mit einer Geschwindigkeit von 36 km/h auf ein gleiches, stehendes Fahrzeug kommt, bei unverändertem Kraftniveau durch Verlängerung des Arbeitsweges über die Kupplungsfläche bzw. Pufferfläche hinaus erfüllt werden. Weiterhin vorteilhaft ist, daß an Triebzügen für den Personenverkehr die zukünftigen Crashanforderungen erfüllt werden, ohne den Kopf verlängern zu müssen. Ein Nachrüsten von Fahrzeugen ist ebenfalls möglich. - Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels nachfolgend näher erläutert.
An einem Fahrzeugkopf eines elektrisch angetriebenen Triebzuges sind eine Mittelkupplung und links und rechts von der Mittelkupplung zwei Puffer angeordnet. In einer ersten Position sind die Pufferlängen geringer als die Länge der Mittelkupplung, so daß diese geschwenkt werden kann. Dies ist für den Fall erforderlich, daß zwei Fahrzeuge gekuppelt und in gekuppeltem Zustand gefahren werden müssen.
Befindet sich dagegen der Fahrzeugkopf am Fahrzeugende, so kann auf die Kuppel- und auf die Schwenkfunktion der Mittelkupplung verzichtet werden. Die sich in einer Führung befindlichen Puffer werden in diesem Fall in eine vorn Fahrzeug entferntere Position herausgefahren und können verriegelt werden. Alternativ dazu können die Puffer herkömmlicher Länge gegen Puffer mit größerer Länge ausgetauscht werden.
An den Puffern befinden sich zusätzlich Energieverzehrelemente, die zusammen mit den Puffern ausgefahren werden. Alternativ dazu können die Puffer oder die Verzehrelemente unabhängig voneinander und/oder einzeln ausgefahren werden. Beispielsweise im Rangierbetrieb, bei dem nur mit geringen Geschwindigkeiten gefahren wird, ist demzufolge auch eine geringere Crash-Energie zu vernichten als bei höheren Geschwindigkeiten. Eine Anpassung an die vernichtbare Crash-Energie kann daher z. B. dadurch erfolgen, daß nur ein Teil der ausfahrbaren Elemente, nämlich Puffer oder Verzehrelemente ausgefahren und verriegelt werden. In einer Abwandlung dazu könnten die Puffer und/oder Verzehrelemente in unterschiedlich entferntere Positionen ausgefahren und verriegelt werden.
Die ausfahrbaren Puffer mit den Verzehrelementen befinden sich dabei im Fahrbetrieb ständig in der vorn Fahrzeug entfernteren Position.
Dies hat den Vorteil, daß die Energieverzehrvorrichtung einen Crash im Voraus nicht erkennen muß. Eine Fehlauslösung ist damit ausgeschlossen. Durch den mechanisch einfachen Aufbau ist eine ökonomisch günstige und für bereits vorhandene Fahrzeuge nachrüstbare Lösung möglich. Des weiteren ist die erfindungsgemäße Lösung durch den einfachen Aufbau wartungsarm und fehlerunanfällig, insbesondere im Gegensatz zu Energieverzehrelementen, die im Gefahrenfall ausgefahren werden.
Claims (10)
- Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug für den Personenverkehr, mit einer Stoßenergie-Verzehrvorrichtung mit mindestens einem Puffer und mindestens einem Verzehrelement an mindestens einem Ende des Fahrzeugs, dadurch gekennzeichnet, daß der Puffer und/oder das Verzehrelement von einer ersten Position in eine vorn Fahrzeug entferntere Position ausfahrbar und im Fahrbetrieb ständig in dieser vom Fahrzeug entfernteren Position arretierbar ist.
- Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Verzehrelement an mindestens einem Puffer angeordnet ist.
- Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Puffer und/oder mindestens ein Verzehrelement am Fahrzeugende in Fahrtrichtung vorn im Fahrbetrieb herausgefahren und verriegelt sind.
- Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Puffer und/oder mindestens ein Verzehrelement am Fahrzeugende in Fahrtrichtung hinten im Fahrbetrieb herausgefahren und verriegelt sind.
- Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Puffer und/oder das Verzehrelement mindestens um die Länge der Puffer in nicht ausgefahrenem Zustand herausgefahren und verriegelt sind.
- Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Puffer und/oder das Verzehrelement mindestens um die doppelte Länge der Puffer in nicht ausgefahrenem Zustand herausgefahren und verriegelt sind.
- Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Puffer und/oder das Verzehrelement mindestens soweit herausgefahren und verriegelt sind, daß sich eine Kupplung, insbesondere eine Mittelkupplung, nicht mehr frei bewegen kann.
- Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Puffer und das Verzehrelement unabhängig voneinander ausfahrbar sind.
- Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß für den Puffer und/oder das Verzehrelement die Entfernung zwischen normaler und entfernterer Position einstellbar ist.
- Fahrzeugverbund mit zumindest einem Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9 und einem benachbarten, damit gekuppelten Fahrzeug, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Puffer und/oder das Verzehrelement am Fahrzeugverbundende und in einer vorn Fahrzeug entfernteren Position befinden, als ein Puffer und/oder ein Verzehrelement zwischen dem Fahrzeug und dem benachbarten Fahrzeug.
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