DEV0008363MA - - Google Patents

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DEV0008363MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Januar 1955 Bekanntgemacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bed dem Transport, der Handhabung, Bewicklung und dem Einbau von Gegenständen aus hochwertigen magnetisierbar©!! Werkstoffen ist es nicht zu vermeiden, daß diese Gegenstände gewissen mechanischen Beanspruchungen unterworfen werden. Bekanntlich erleiden aber gerade hochwertige magiietisierbare Werkstoffe'bereits durch verhältnismäßig geringe äußere mechanische Einwirkungen eine erhebliche Einbuße ihrer magnetischen Werte. Es sind daher bereits Einrichtungen, vorgeschlagen worden, welche die aus hochwertigen magnetisierbaren Werkstoffen hergestellten Gegenstände gegen mechanische Beanspruchungen schützen sollen. So warden besonders hergestellte Schutztröge benutzt, in die beispielsweise Ringbandkerne aus hochwertigen magnetisieirbaren Werkstoffen eingebettet werden, damit sie durch äußere Beanspruchungen keine Verschlechterung ihrer magnetischen Eigenschaften erleiden. Diese Lösung hat sich jedoch nicht in allen Fällen als befriedigend erwiesen, da die Kerne innerhalb der Tröge immer einen mehr oder weniger großen Spielraum haben und für bestimmte Zwecke sich dadurch eine gewisse Uristabilität der magnetischen Verhältnisse ergibt. Aber selbst bei einer Festlegung des Kernes in dem Trog durch Verkleben an einzelnen Stellen ist es nicht zu vermeiden, daß bei Erschütterungen die einzelnen Lagen des Kernes sich gegeneinander etwas ver-
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schieben können, was ebenfalls eine Unsicherheit in den magnetischen Verhältnissen zur Folge hat.
Weiterhin ist bekanntgeworden, Ringbandkerne mit einer mechanisch starren Hülle zu versehen, so daß die später aufgebrachte Wicklung keinen. Druck auf den Kern auszuüben vermag. Bei dieser Anordnung wird die Hülle aus einer oder mehreren. Ringschalen, die offen oder geschlossen sein können, oder durch Ringscheiben bzw. durch Halbring-
io' schalen, die sich von der Außenseite her axial bzw. radial gegen den Kern legen, gebildet. Bei diesen Ausführungsformen ist ebenfalls die Gefahr gegeben, daß wegen des notwendigen Spiels beim Einbau der Kerne in diese Hüllen oder Schalen der Kern nicht fest eingebettet liegt und insbesondere sich seine einzelnen Lagen gegeneinander verschieben können.
Durch die Erfindung soll ein Verfahren zum Verfestigen von Ringkernen, insbesondere Ringbandkernen, zum Schutz gegen mechanische Beanspruchungen angegeben werden, durch das die Nachteile der bisher bekannten Einbettungsvorrichtungen vermieden werden.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist besonders vorteilhaft für Ringbandkerne, die aus hochwertigen magnetisiierbaren Werkstoffen bestehen. Die Verfestigung der Ringbandkerne wird nach dem erfmdungsgemäßen Verfahren dadurch vorgenommen, daß der Kern an seiner Außen- und Innenseite mit je einer aufgeschnittenen,, federnden, sich infolge ihrer Elastizität gut an den Kern, anlegenden Manschette in Form eines Hohlzylinders versehen wird und daß auf die Stirnseiten! dies Kernes eine Schicht aus elastischem, hitzebeständigem Kunststoff aufgebracht wird und auf diese Schicht eine Isoliermasse, die den Kern vor mechanischen Beanspruchungen schützt und zugleich die Randteile der Manschetten miteinander verbindet.
Als Werkstoffe für die aufgeschnittenen, federnden Manschetten können metallische Werkstoffe benutzt werden oder mit Kunstharz getränkte nichtmetallische Werkstoffe, wie z. B. Glimmerfolie (hergestellt z. B. aus Glimmer- und Kunstharzpuilver), Glasfasergewebe oder Asbestgewebe.
Die auf die Stirnseiten der Ringbandkerne aufgebrachte elastische, hitzebeständige Schicht besteht z. B. aus Silicongummi, während für die auf diese elastische Schicht aufgebrachte Isolieirmasse ein Gemisch aus Kunststoffen und anorganischen Füll-.
stoffen verwendet wird.
Durch die aufgebrachte Isoliermasse wird auf den Stirnseiten des Kernes eine zusammenhängende, mechanisch feste Deckschicht erzeugt, die die Randteile der inneren und äußeren Manschetten fest miteinander verbindet, so- daß der Kern allseitig eingebettet und geschützt ist.
Die für die Isoliermasse verwendeten Kunststoffe bestehen beispielsweise aus Äthocxylinharz öder Siliconharz. Als anorganische Füllstoffe können z. B. Glimmerpulver, Quarz-, Schiefer- oder Gesteinsmehl benutzt werden. Das Verhältnis der Mischung aus Kunststoffen und anorganischen Füllstoffen ist hierbei so gewählt, daß die schon an sich kleine Schrumpfung vö-n beispielsweise Äthoxylinharz durch den Füllstoff auf ein unbedeutendes Maß herabgesetzt wird. Insbesondere haben sich Mischungsverhältnisse als günstig erwiesen, bei denen der Füllstoff mehr als 50 Gewichtsprozent der verwendeten Mischung ausmacht.
Die auf den Ringbandkern aufgebrachte elastisehe, hitzebeständige Kunststoffschicht erfüllt eine mehrfache Aufgabe. Einmal verhindert sie, daß während des Aushärtevorganges Teile der auf sie aufgebrachten, aus Kunststoffen und anorganischen Füllstoffen bestehende Isoliermaisse zwischen die einzelnen Lagen des Kernes eindringen und dort unzulässige Verspannungen hervorrufen.
' Zum andern werden durch die elastische, hitzebeständige Kunststoffschicht aber auch irgendwelche kleinen Restspannungen aufgenommen, die bei der Aushärtung der Kunststoffmasse oder bei thermischen Beanspruchungen des eingebetteten Kernes noch auftreten können, und dadurch vom Kern abgehalten. Ferner läßt diese Schicht vermöge ihrer elastischen Eigenschaften dem Kern genügend Spielraum für die mit der Magnetisierung verbundene Dimensionsänderung (Magnetostriktion).
Die an dem Ringbandkern innen und außen anliegenden federnden Manschetten sind zweckmäßig etwas höher als der Bandringkern. Die auf die go elastische Schicht aufgebrachte Isoliermasse kann dabei den zwischen den überstehenden Rändern der Manschetten entstehenden Raum ausfüllen.
Für manche Zwecke ist es vorteilhaft, vor dem Aufbringen der elastischen Schicht auf die Stirn-Seiten des Ringbandkernes die Stirnseiten punktweise mit Kunststoffen zu verkleben. Hierdurch wird erreicht, daß der Kern vor Aufbringen der elastischen, hitzebeständigen Schicht bereits so weit verfestigt ist, daß keine mechanischen Veirspannungen durch die aufgebrachte elastische Schicht entstehen können.
Obwohl es für die meisten praktischen Zwecke zur Aufnahme der betriebsmäßigen Wärmer- oder Magnetostriktionsausdehnungen des Kernes bereits genügt, wenn auf seine Stirnseiten, eine elastische, hitzebeständige Kunststoffschicht aufgebracht ist, kann es in besonderen Fällen vorteilhaft sein, auch zwischen der äußeren und der inneren zylinderförmigen Manschette und dem Ringbandkern eine elastische, hitzebeständige Kunststoffschicht anzuordnen. Die Manschetten können, mit der elastischen Zwischenschicht oder direkt mit dem Kern verklebt sein.
Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt in der Verwendung der aufgeschnittenen, federnden Manschetten, die es ermöglicht, die gleiche Manschettengröße für Ringbandkerne verschiedenen Durchmessers innerhalb eines gewissen Bereiches zu verwenden. Dadurch vereinfacht sich die Lagerhaltung. Auch die Kosten für die Herstellung der Manschetten werden geringer, weil man nur wenige Typen in größerer Stückzahl herzustellen braucht.
Außerdem ergibt sich ein günstiger Füllfaktor für den fertigen erfmdungsgemäßen Ringbandkern,
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da die aufgeschnittenen hofalzylinderförmigen Manschetten sich infolge ihrer Federspannung eng an den Kern anlegen und jedes sonst bei starren Schutztrögen oder .Schutzschalen benötigte Spiel vermieden wird. Zur Isolation der auf die Ringbandkerne aufzubringenden Wicklungen gegen den Kern können aus metallischen Werkstoffen hergestellte holilzylinderförmige Manschetten mit einer Isoliermasse, beispielsweise aus aushärtbaren
ίο Kunststoffen, umgeben werden.
Der Gegenstand der Erfindung ist im vorstehenden beispielsweise an Ringbandkernen erläutert worden. Der Erfindungsgedanke ist jedoch nicht hierauf beschränkt, sondern es lassen sich nach dem gleichen Verfahren auch Schutzvorrichtungen für Schichtkerne herstellen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Abb. ι zeigt einen Querschnitt durch den in Abb. 2 in der Draufsicht dargestellten Ringbandkern ; _ Abb. 3 gibt einen Querschnitt durch einen Ringbandkern wieder, bei dem die äußere und innere aufgeschnittene federnde, hohlzylinderförmige Manschatte direkt auf den Ringbandkern ohne eine elastische Zwischenschicht aufgebracht ist;
Abb. 4 stellt einen Querschnitt eines Ringbandkernes dar, bei dem auf die Stirnseiten die elastische, hitzeibeständige Schicht unmittelbar aufgetragen und auf diese eine weitere Schicht aus Isoliermasse aufgebracht ist.
Im einzelnen bedeuten: α Ringbandkern, b' äußere hohlzylinderförmige Manschette, b" innere hohlzylinderförmige Manschette, c punktweise aufgebrachtes Kunstharz, d elastische, hitzebeständige Kunststoffschicht an den Stirnseiten des Kerneis, d' elastische, hitzebeständige Kunststoffschicht zwischen der äußeren Manschette V und dem Magnetkern, d" elastische, hitzebeständige Kunst-Stoffschicht zwischen der inneren Manschette b" und. dem Magnetkern, e Schicht aus Isoliermasse.

Claims (14)

  1. Patentansprüche·.
    i. Verfahren zum Verfestigen von Ringkernen, insbesondere Ringbandkernen, aus hochwertigen magnetisierbareri Werkstoffen zum Schutz gegen mechanische Beanspruchungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Außen- und Innenseite des Ringbandkern.es mit je einer aufgeschnittenen federnden, sich gut an den Kern anschließenden Manschette (&' und b") in Form eines Hohlzylinders versehen werden, auf die Stirnseiten des Ringbandkernes zuerst eine Schicht aus elastischem, hitzebeständigem Kunststoff aufgebracht wird und darauf eine weitere Schicht aus Isoliermasse, durch welche gleichzeitig die Randteile der beiden federnden Manschetten (Jb' und b") mechanisch fest verbunden werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgeschnittenen federnden Manschetten (&' und b") aus metallischem Werkstoff bestehen.
  3. 3. Verfahren nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgeschnittenen federnden Manschetten (Jb' und b") aus mit Kunstharz getränkten Glimmerfolien, Glasfasergeweben oder Asbestgeweben bestehen.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die auf die Stirnseiten des Ringbandkernes aufgebrachte elastische Schicht Silicongummi verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die auf die elastische Schicht aufgebrachte isolierende Masse ein Gemisch von aushärtbaren Kunststoffen, insbesondere Kunstharzen, und. anorganischen Füllstoffen verwendet wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch S, dadurch gekennzeichnet, daß die isolierende Masse zu mehr als 50 Gewichtsprozent aus Füllstoffen besteht.
  7. 7. Verfahreil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Füllstoff Glimmerpulver, Quarz-, Schiefer- oder Gesteinsmehl verwendet wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch geh kennzeichnet, daß als aushärtbares Kunstharz Äthoxylinharz oder Siliconharz benutzt wird.'
  9. 9. Verfahren nach Anspruch, 1, dadurch gekennzeichnet, daß die federnden, aufgeschnitteinen Manschetten (b' und b") etwas höher als der Kern gewählt werden.
  10. ro. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge-. kennzeichnet, daß vor Aufbringen der elastisehen Schicht auf die Stirnseiten diese mit aushärtbaren Kunststoffen punktweise verklebt werden.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Manschetten (Jb' und b") und die Außen- und Innenseite des Ringbandkernes eine Schicht aus einem elastischen, hitzebeständigen Kunststoff gebracht wird.
  12. 12. Verfahren nach Anspruch 1 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Manschetten (&' und b") mit der Außen- und Innenseite des Kernes oder mit der elastischen Zwischenschicht verklebt werden.
  13. 13. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die den Kern umgebenden Manschetten (bf und b") mit einer elektrisch isolierenden Schicht umgeben werden.
  14. 14. Anwendung der Verfahren nach den An-Sprüchen 1 bis 13 auf geschichtete Ringkerne.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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