DEST008536MA - - Google Patents

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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 29. Juli 1954 Bekanntgeniacht am 28. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Gewinnung von Faulgas für Leucht-, Heiz- und Kraftbedarf aus Stallmist, Fäkalien und Abfällen von Pflanzen und Tieren in landwirtschaftlichen Betrieben ist bekannt und wird insbesondere von neuzeitlichen Landwirten nicht zuletzt wegen der damit verbundenen Düngervergütung planmäßig betrieben. In den hierfür bisher nach bekannten Vorschlägen errichteten Anlagen werden dabei Stallmist und sonstige ίο organische Abfallstoffe in sogenannten Faulgruben oder auch in oberirdischen Behältern im wesentlichen , anaerob zur Vergasung gebracht. Das anfallende, unter Eigenantrieb aufsteigende Gas sammelt sich hierbei unter einem mit dem Faulgasentwickler wie bei einem Gasometer nachgiebig und höhenverschiebbar verbundenen Haube oder einem starr mit seiner Decke verbundenen Dom, von wo es ' entweder direkt oder über einen zwischengeschalteten Gasometer dem Verbrauch zugeführt wird.
Diese Art der Faulgasgewinnung wurde bisher entweder mittels großer, teuerer und verwickelter Anlagen betrieben oder mit Hilfe von kleinen, bis zum Behelfsmäßigen vereinfachten, nicht selten in Eigenregie erstellten Anlagen durchgeführt.
' Die bekannten großen, nach dem Muster von Koksgasanstalten eingerichteten Anlagen verlangen nun aber einen hohen Kapitalaufwand für Investie-
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rung und Unterhaltung. Sie sind daher nur für gut fundierte landwirtschaftliche Großbetriebe wirtschaftlich tragbar. Andererseits sind die bisher für Mittel- und Kleinbetriebe erstellten, durchweg primitiven Kleinanlagen im Hinblick auf die örtlichen und personellen Verhältnisse in der Landwirtschaft nicht mit ausreichenden Sicherheitseinrichtungen versehen. Alle diese Mangel abzustellen und zugleich eine für die in Frage kommenden
ίο mittleren und kleineren landwirtschaftlichen und sonstigen einschlägigen Betriebe geeignete, wirtschaftlich tragbare, den jahreszeitlich und konjunkturmäßig bedingten Schwankungen der Kapazität des Gesamtbetriebes jeweils leicht, schnell und elastisch anpaßbare und in jeder Hinsicht mit geringem Kraftaufwand und einfach zu bedienende sowie einwandfrei und sicher arbeitende Anlage bei geringsten Ansprüchen an die Aufmerksamkeit der Wartung zur Verfügung zu stellen, ist Ziel und Zweck der vorliegenden Erfindung.
Sie geht dabei von der bekannten Tatsache aus, daß in solchen Anlagen, wenn man von dem apparativ schon mehrfach verwirklichten, aber mit einem großen Aufwand von ständig zu bewegenden und zu wartenden Teilen belasteten Prinzip des aus einer Beschickungszone über eine Ausf aulungszone in eine Entnahmezone wandernden Faulgutes absieht, eine einwandfreie und kontinuierliche Gas- und Dungerzeugung nur bei Verwendung von mindestens zwei Faulgasentwicklern möglich ist, die wie Gasretorten im Pendelbetrieb beschickt und ausgegast werden. In Faulgasentwickleranlagen dieser bekannten Art wird aber das in den einzelnen Gasentwicklern anfallende Gas bisher einem gemeinsamen Gasometer zur Speicherung für den Verbrauch zugeleitet.
Die Erstellung und Wartung von Gasometern ist aber erfahrungsgemäß kostspielig, 'Schwierig und für den Nichtgasfachmann, den der Landwirt doch in der Regel darstellt, mit einer Reihe ihm sehr lästiger, aber behördlich vorgeschriebener Betriebsund Unterhaltungsanweisungen belastet. Dieser Sorge wird der Besitzer einer Anlage nach der Erfindung dadurch enthoben, daß in ihr grundsätzlich jede Gasometergassammeihaube, sei es in Verbindung mit dem Gasentwickler oder getrennt von ihm vermieden wird. Es kommen in ihr vielmehr nur nach Art von Autoklaven oben und unten mit festen Böden versehene Behälter -für die Gas-Sammlung und Speicherung zur Verwendung. Sie bieten im Gegensatz zu den am Verwendungsort aus Einzelteilen umständlich zusammenzubauenden Gasometern den Vorteil, daß sie, serienmäßig hergestellt, auf Abruf nach Bedarf leicht beschafft, herantransportiert, ein- und ausgebaut und außerdem völlig gasdicht, in an sich bekannter Weise außen und innen gegen Korrosion und Wärmeverluste leicht geschützt, oberirdisch auf leichten Betonsockeln montiert werden, können. Außer Behältern des im Behälterbau bevorzugten kreisrunden Querschnitts sind hierfür auch sämtliche anderen bekannten und gängigen Querschnitte geeignet. Unwesentlich ist auch, ob die der Gassammlung und -speicherung dienenden, mit Füßen versehenen Behälter für eine waagerechte oder senkrechte Anordnung ihrer Längsachse in Frage kommen.
Das große Fassungsvermögen eines Gasometers wird dabei erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß mehrere zu einer Batterie zusammengeschaltete, dem Betriebsdruck der am angeschlossenen Verteilungsrohrnetz liegenden Gasverbrauchergeräte entsprechend ausgelegte Gasspeicherbehälter vorgesehen sind, denen das Gas mittels eines schon für das Laden der Treibgasbomben für ortsbewegliehe Verbrennungsmotore erforderlichen Gaskompressors aus den ihren Faulgasentwicklern jeweils zugeordneten und mit diesen unter gleichem Betriebsdruck stehenden Gaszwischensammlern zugeführt wird. Damit diese Gasspeicherung ohne Gefährdung der Sicherheit der Anlage und ohne zusätzliche Wartung automatisch erfolgen kann, sind außerdem in dem Verbindungsrohrnetz zwischen Gaszwischensammlern und Gasspeichern zusätzlich zum Gaskompressor entsprechende Unter- und Überdruckventile in Verbindung mit einem den Kompressor nach Bedarf ein- und ausschaltenden Druckregler angeordnet. Die bisher nicht bekannte Anordnung besonderer, den einzelnen Faulgasentwicklern jeweils zugeordneter, von ihnen räumlich getrennter, aber mit ihnen unter gleichem Betriebsdruck stehender Gaszwischensammlerbehälter bietet dabei die besonderen Vorteile, daß die Faulgasentwickler selber durch diese Gaszwischensammler von dem Betrieb der nur nach Bedarf von Fall zu Fall von Hand einzuschaltenden Treibgaszapfstelle getrennt und unabhängig gemacht werden und außerdem bei Neubeschickung mit Faulgut zuvor nur eine geringe Fauigasmenge über die Entlüftungsleitung freigeben müssen.
In der ' Flauptsache wird daher für die zur Gattung der mit mindestens zwei beheizbaren, im Pendelbetrieb . auf von ihnen räumlich getrennte Gassammler arbeitenden Faulgasentwicklern ausgerüsteten landwirtschaftlichen Faulgas- und Humusgewinnungsanlagen gehörende Anlage die Erfindung darin gesehen, daß die Anlage aus laicht beweglichen und leicht ein- und ausbaufähigen, oberirdisch anzuordnenden, metallischen, innen gegen Korrosion geschützten, außen gut wärmeisolierten, oben und unten nach Art von Autoklaven mit festen Böden versehenen, serienmäßig herstellbaren Behältern besteht, von denen die entsprechend dem Betriebsdruck der an das Gasverteilungsrohrnetz angeschlossenen Gasverbrauchergeräte für einen höheren Druck ausgelegten Gasspeicherbehälter mit besonderen, den Faulgasentwicklern jeweils-eigens zugeordneten und mit diesen jeweils druckgleich verbundenen, aber von ihnen räumlich getrennten Gaszwischensammlern über ein Rohrsystem verbunden sind, in denen außer entsprechenden Über- und Unterdruckventilen ein über einen Druckregler gesteuerter, als Saug- und Druckpumpe ausgebildeter Gaskompressor eingebaut ist. Eine weitere Verbesserung wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die betriebsmäßig an eine
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gemeinsame Heizung angeschlossenen, paarweise im Pendelbetrieb arbeitenden Faulgasentwickler jeweils aus den kammerartigen Hälften eines aufrecht stehenden, durch eine senkrechte, wärmeleitfähige, mittlere Scheidewand unterteilten autoklavartigen Behälters bestehen. Das bietet den Vorteil, daß die bei der Ausgasung des Faulgutes in der einen Gasentwicklerkammer unterhaltene Wärme auch schon während der Beschickung der
ίο unmittelbar benachbarten Gasentwicklerkammer dem darin eingebrachten Faulgut sowie den darin von der vorhergehenden Beschickung verbliebenen restlichen Bakterienkulturen über die gut wärmeleitende Trennwand teilweise, jedoch in einem dem Impfvorgang förderlichen Ausmaße zugeführt wird. Dies ist besonders deshalb wichtig, weil die der Beschickung jeweils unterworfene Kammer während dieses Vorganges von der direkten, sonst über ein Kontaktthermometer und Temperaturregler angeschlossenen Heizung abgeschaltet ist. Aber auch die. jeweils aus der unter der Gasentwicklerdecke liegenden Gassammlerzone über einen Gasreiniger zum Gaszwischensammler führende Rohrleitung muß, damit das Entstehen von Gasverlusten und von explosiblen Gasluftgemischen beim öffnen der Gasentwicklerkammer vermieden 'wird, spätestens bei der Entriegelung des Kammerbeschikkungsverschlusses . gesperrt werden. Ebenso muß das in der Gassammeizone der betreffenden Gasentwicklerkammer noch vorhandene restliche Faulgas vorher über eine Sonderrohrleitung ins Freie geführt werden. Damit diese beiden für die Sicherheit der Anlage und ihres Wärters wichtigen Schutzmaßnahmen nicht etwa aus Leichtsinn oder Vergeßlichkeit unterbleiben, sind erfindungsgemäß die Beschickungs- und Faulgutentnahmeöffnungen der spiegelbildlich gleichen kammerartigen Faulgasentwickler jeweils mit entsprechenden doppelt verriegelbaren Verschlüssen versehen. Von diesen ist nach der Erfindung jeweils die Hauptverriegelung über ein Hebelgestänge mit den zugehörigen Absperrventilen der Gaszwischensammlerzuleitung und der Heizmittelzuleitung derart gekuppelt, daß diese beiden Rohrleitungen bei der Entriegelung des Beschickungsverschlusses zwangläufig von der zugehörigen Gasentwicklerkammer abgeschaltet und umgekehrt bei der Verriegelung des Beschickungsverschlusses mit der Kammer verbunden werden. Da-. gegen ist erfindungsgemäß jeweils eine Zweitverriegelung des gleichen Beschickungsverschlusses beispielsweise nach Art eines Vorreibers so ausgebildet, daß sie bei Freigabe des Beschickungsverschlusses gleichzeitig die Entlüftungsleitung des Faulgasentwicklers öffnet und in der Wechselstellung gleichzeitig mit dem Verriegeln des Beschickungsverschusses die Entlüftungsleitung schließt. Wenngleich nun das 'Faulgut vor dem Einfüllen in bekannter Weise durch Zerkleinern undVermischenimtFlüssigkeit vorbereitet ist, so daß Entleeren und Wiederbeschicken der Faulgasentwicklerkammern nicht nur von Hand, sondern auch durch über Automaten einschaltbare mechanische Vorrichtungen erfolgen kann, muß in jedem Falle mit der Bildung einer Schwimmschicht an der Oberfläche der Füllung während des Ausfaulens gerechnet werden. Wird dieser Vorgang nicht rechtzeitig unterbrochen oder mindestens gehemmt, was in bekannter Weise auch im vorliegenden Fall durch ein Rührwerk geschieht, so wird schließlich die Gassammlung unmittelbar unterhalb der Decke der Gasentwicklerkammer völlig unterbunden. Es ist nun zwar schon bekannt, ein solches Rührwerk dauernd oder auch, wie, hier, periodisch in Betrieb zu setzen. Letzteres geschieht bei den bisher bekannten Anlagen aber jeweils nach Gutdünken des Wärters oder mittels eines einstel'lbaren Zeitschalters. In dem Bestreben, nicht nur eine billig zu erstellende und durch weitgehende Automatisierung sowie Einbau entsprechender Sicherungen mit geringstem Aufwand von Wartung einwandfrei und in jedem Fall wirtschaftlich zu betreibende Anlage zu schaffen, wird nach, der Erfindung das Ein- und Ausschalten der die Schwimmschicht aufreißenden Rührvorrichtung von den während des Ausfaulungsprozesses durch die Schwimmschicht bedingten Gasdruckschwanklingen in der Gassammeizone der einzelnen Gasentwicklerkammer abhängig gemacht. Das Wachstum der Schwimmschicht und die Zunahme ihrer das Aufsteigen der entwickelten Gasperlen in die Gassammeizone hemmenden Dichte ist nämlich go besonders in einem mittleren und kleinen landwirtschaftlichen Betrieb zeitlich stark schwankend und abhängig beispielsweise von der durch die Art des Viehfutters oder der Stallstreu oder den Anteil an anfallenden pflanzlichen Abfällen bedingten Zusammensetzung des Faulgutes. Erfindungsgemäß steht daher jede Gasentwicklungskammer im Bereiche ihrer Gassammeizone durch eine Rohrleitung mit einem Kontaktmanometer in Verbindung, dessen Kontakte jeweils auf einen bestimmten Minimal- und bestimmten Maximaldruck eingestellt, beim Erreichen des minimalen Gasdruckes unter gleichzeitigem .Einschalten einer Signallampe oder sonstiger Signaleinrichtungen automatisch den Arbeitsstromkreis des Antriebsmotors der die Schwimmschicht aufreißenden Rührvorrichtung schließen und bei Erreichen des vorgesehenen Normalgasdruckes wieder automatisch trennen und die Signalvorrichtung ausschalten. Die Signalvorrichtung gibt andererseits je nachdem, ob sie nach relativ kurzer Zeit wieder automatisch abgeschaltet wird oder nicht, die Möglichkeit, rechtzeitig zu erkennen, wann die Vergärung und Ausgasung der Faulgutcharge der eingeschalteten Gasentwicklerkammer bis zu einer wirtschaftlich nicht mehr vertretbaren Ausbeute abgesunken ist. Damit ist die Gewähr gegeben, daß die inzwischen mit frischem Faulgut beschickte Nachbarkammer unter Vermeidung einer Unterbrechung der Gaserzeugung schnell eingeschaltet werden kann, bevor die Gaserzeugung in der ersten Kammer aussetzt, und daß andererseits die erste Kammer baldigst bis auf einen Impfrest entleert und mit dem ohne Unterbrechung weiter anfallenden frischen Faulgut wieder fortlaufend aufgefüllt wird.
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Der Fortfall der sonst in landwirtschaftlichen Gaserzeugungsanlagen vielfach verwendeten Gasometer für die Gasspeicherung und deren Ersatz durch oben und unten mit festen Böden versehene, nach Bedarf zu Batterien zusammengefaßte Druckbehälter, die für einen dem Arbeitsgasdruck der am Gasverteilungsnetz angeschlossenen Gasverbrauchergeräte entsprechenden Druck ausgelegt sind, macht den Einbau eines als Saug- und Druckpumpe ausgebildeten Gaskompressors in das die Gaszwischensammler mit den Gasspeicherbehältern verbindende Rohrleitungssystem erforderlich. Dieser muß, damit die Wartung der Anlage entlastet und Gasdruckschwankungen im Verbrauchernetz weitgehend vermieden werden, sobald der Gasspeicherdruck unter einen bestimmten Mindest\vert abgesunken ist, automatisch eingeschaltet und nach Erreichung eines maximalen Gasspeicherdruckes abgeschaltet werden. Aber auch für das Auffüllen der Treibgasbomben für den Bedarf der in einem neuzeitlichen landwirtschaftlichen Betrieb verwendeten, mit Explosionsmotoren ausgerüsteten Zug- und Arbeitsmaschinen ist ein Gaskompreseor erforderlich. Im vorliegenden Falle wird nun erfindungsgemäß ein einziger Gaskompressor für diese beiden Funktionen verwendet. Das geschieht vermöge einer solchen Anordnung des einzigen vorhandenen, über ein an die Gasspeicher angeschlossenes Maximum-Minimum-Kontaktmanometer in Verbindung mit einem Schaltautomaten gesteuerten, als Gassaug- und Druckpumpe ausgebildeten Gaskompressors im verbündenden Rohrleitungssystem zwischen GaszwischeiTsammlern und Gasspeicherbehältern und eine solche Ausstattung der vom Gaskompressor abgehenden Rohrleitungen mit entsprechenden Sperr- und Umschaltventilen, daß der Gaskompressor nach Bedarf von der Zuleitung zu den Gasspeicherbehältern getrennt und auf die von dem Rohrleitungssystem abgezweigte Zapfstelle für die Auffüllung der Treibgasbomben umgeschaltet werden kann.
Die Sicherheitseinrichtungen der Anlage wären jedoch nicht ausreichend, wenn die jeweils zu einer Druckstufe gehörigen Behälter der Anlage nicht durch Rohrleitungen mit je einem gemeinsamen Wasserstandsanzeiger verbunden wären, wenn nicht ferner die Gasspeicherbehälter über Sicherheitsventile an eine ins Freie mündende Gasüberdruckableitung angeschlossen und nicht sämtliche gasführenden Behälter der Anlage mit Blitzschutzableitern ausgestattet wären.
Ein Ausführungsbeispiel der Anlage gemäß der Erfindung ist in den Abb. 1 bis 5 der nach Art von Prinzipskizzen gehaltenen Zeichnung dargestellt.
Abb. ι zeigt die Anlage schematisch in Ansicht, Abb. 2 im Grundriß ;
Abb. 3 gibt ein aus Abb. 1 herausgezeichnetes Schema des den Gaskompressor und die Treibgaszapfstelle enthaltenden Rohrleitungsnetzes,
Abb. 4 ein gleichartiges Schema der für die Gaslieferung aus den Gasspeichern abzweigenden Rohrleitung mit den darin eingebauten Ventilen und Sonderarmaturen wieder, während
Abb. 5 die Ausrüstung der zu einer Behältereinheit zusammengefaßten beiden Faulgasentwickler schematisch erläutert.
Die in den Abb. 1 und 2 zu einer Behältereinheit E zusammengefaßten beiden Faulgasentwickler erscheinen in Abb. 5 als die durch die vertikale, wärmeleitende Trennwand E1 benachbarten, spiegelbildlich gleichen, kammerartigen Hälften E2 und Es eines serienmäßig leicht herstellbaren zylindrischen, oben und unten durch nach außen gewölbte Böden abgeschlossenen, aus Stahl, Eisen oder korrosionsfesten bzw. -freien Metallen oder auch aus einem Spezialbeton gefertigten, ,außen mit einem wärmeisolierenden Mantel ringsum eingeschlossenen, oberirdisch mit Füßen auf einem Mauer- oder Betonsockel abgestützten Behälter E. Dieser Behälter E kann natürlich ebenso wie die im Ausführungsbeispiel gleichfalls als zylindrische Metallbehälter gleicher Grundform, aber verschiedener Druckfestigkeit und verschiedener Größe wiedergegebenen Gaszwischenbehälter 5" und Gasspeicherbehälter D in den verschiedensten, auch unrunden Grundformen und Größen gefertigt sein. Bei normalem Betrieb werden die beiden Faulgasentwickler E9 und E3 derart im Wechsel für die Gaserzeugung benutzt; daß der eine Faulgasentwickler, ζ. B. E2, bis zur praktischen Ausgärung seiner im Wege der durch den gasdicht angepreßten Türdeckel E5 während des Ausgasens abgeschlossenen Beschickungsöffnung eingebrachten Faulgutcharge durch Doppelverriegelung gesichert und nach außen hin verschlossen bleibt, während der benachbarte Faulgasentwickler E3 laufend mit dem während dieser Zeit anfallenden, durch Zerkleinern in eine breiige pumpfähige Masse übergeführten Stallmist und Abfall über die entdeckelte Beschikkungsöffnung E5 gefüllt wird. Zu diesem Zwecke sind die beiden Türverschlüsse der Beschickungsöffnungen E5 der Gasentwicklerkammern E2 und E3 mittels je einer Schubriegelstange E12 hauptverriegelbar, wobei die Scbubriegelstange E12 jeweils über angelenkte Stellhebel -E13, -E14 mit denzugeordneten Absperrventilen für die Heizung E^ und für die Faulgassammelleitung A6 derart -ZWangsgekuppelt ist, daß bei verriegelter Tür E5 sowohl das in der Gassammelleitung liegende Absperrventil A6 als auch das in der Zuleitung des Heizmittels liegende Absperrventil E1 geöffnet, dagegen bei entriegeltem Türverschluß E5 geschlossen sind. Der gleiche Türverschluß wird betriebsmäßig durch eine Zweit- · verriegelung E13 gesichert, die, als Vorreiber ausgebildet, bei Freigabe des Türverschlusses ihrerseits den Gasentwicklerraum über die Entlüftungsleitung E15 mit der über die Sicherheitsventile E9 an die beiden Gasentwicklerkammern E2, E3 angeschlossenen Sicherheitsrohrleitung Se verbindet. Die beiden Gasentwicklerkammern E2, E3 stehen außerdem durch je eine von ihrem Gassammelraum wegführende Rohrleitung E16 mit je einem Minimum-Maximum-Druckkontaktgeber in Verbindung, der seinerseits den Arbeitsstromkreis des zugeordneten Antriebsmotors M5 für das j zi:gehörige Rührwerk Rw beim Mindestdruck
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schließt und beim Normalbetriebsdruck öffnet. In dem Arbeitsstromkreis dies einzelnen Antriebsmotors M5 ist zusätzlich noch ein vorzugsweise , optisches Signalgerät A1 eingeschaltet. Ferner ist jede Gasentwicklerkammer E2, E3 mit je einem Temperaturregler E^ ausgestattet, der mit der zugehörigen Heizmittelzuleitung Hz in zeichnerisch nicht dargestellter Art in bekannter Weise verbunden ist. In die aus dem Oberteil der Gasentwicklerkammern E2, E3 das Gas jeweils zum Gaszwischensammler S wegführende Rohrleitung Ga ist außerhalb der Gasentwicklerkammern ein bekannter Gasreiniger R mit Gaswasserablauf stutzen A11 eingeschaltet. Zur leichteren Überwachung der in den Faulgasentwicklern jeweils herrschenden Drücke ist zusätzlich noch je ein Manometer A3 am Oberteil der einzelnen Gasentwicklerkammer angeschlossen. Der Gasentwicklerbehälter E ist außen durch eine geeignete Isolierung E11 gegen Wärmeabstrahlung in bekannter Weise abgeschirmt. Die beiden, den Gasentwicklerkammern zugeordneten und mit ihnen unter gleichem Betriebsdruck stehenden Gaszwischensammler 5* stehen ihrerseits über ein den einzigen Gaskompressor P der Anlage einschließendes Rohrleitungssystem mit entsprechend eingebauten Sperrventilen A2 bzw. Rückschlagventilen A1, A8 und Manometern A3 einerseits mit der Gasspeicherbatterie D, andererseits mit der Treibgaszapfstelle Z in Verbindung. Von der in gleicher Weise wie Gaszwischensammler 5" aus zylindrischen Behältern D bestehenden Gasspeicherbatterie, die ihrerseits durch eine über Sicherheitsventile angeschlossene Sicherheitsleitung Se gegen Überdruck geschützt ist, führt eine Samrnelrohrleitung mit entsprechend eingebauten Sperrventilen A2, Manometern Az, Gasreduzierventil A12 und Gasmesser A10 und einem Ablaßhahn A11 für Kondenswasser zum Gasverbrauchernetz Ve. Die Gaszwischensammler S sind ebenso wie die Gasspeicher D mit entsprechenden Mannlöchern S1 bzw. D1 für die Innenkontrolle der Behälter ausgestattet. Ferner sind die unter gleichem Betriebsdruckvon etwa 1,5 atü stehenden Behälter £ und 51 an ein gemeinsames Wasserstand'sanzeigerohr A5 angeschlossen. Das gleiche gilt für die unter höherem Druck stehenden Gasspeicher D. Der in bekannter Weise eingebaute Blitzschutz der einzelnen Behälter ist zeichnerisch nicht dargestellt. Die abseits in einem besonderen Heizkeller angeordnete, die ganze Faulgasanlage versorgende, aus den Gasspeichern D mit Faulgas gespeiste Heizung Hk steht mit den Gasentwicklerkammern E2, E3 über in der Zeichnung gestrichelt wiedergegebene Rohrleitungen Hz in Verbindung.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    i. Landwirtschaftliche Faulgas- und Humusgewinnungsanlage, die mit mindestens zwei beheizbaren, im Pendelbetrieb auf von ihnen räumlich getrennte Gasspeicherbehälter arbeitenden Faulgasentwicklern ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlage aus leicht beweglichen und leicht ein- und ausbaufähigen, oberirdisch anzuordnenden metallischen, innen gegen Korrosion geschützten, außen gut wärmeisolierten, oben und unten nach Art von Autoklaven mit festen Böden versehenen, serienmäßig herstellbaren Behältern (E, S, D) besteht, von denen die der Gassammlung und -speicherung dienenden Behälter teils als Gaszwischensammler (S) für den Betriebsdruck der mit ihnen über Rohrleitungen mit eingebauten Zwischenventilen verbundenen Faulgasentwicklern (E2, E3), teils als Gasspeicherbehälter (D) für einen höher gelegenen, durch einen Gaskompressor (P) erzeugten, dem Betriebsdruck der am zu beliefernden Rohrnetz liegenden Gasverbraucher angepaßten Gasspeicherdruck ausgelegt sind und außerdem untereinander und imit den'vorgenannten-Gaszwischensammlern (S) über ein mit entsprechenden Unter- und Überdruckventilen ausgerüstetes, den über einen Druckregler gesteuerten Gaskompressor (P) gasleitend einschließendes Rohrsystem verbunden sind.
  2. 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die betriebsmäßig beheizten, paarweise im Pendelbetrieb arbeitenden Faulgasentwickler (E2, ΕΆ) jeweils aus den beiden kammerartigen Hälften eines aufrecht stehenden, durch eine senkrechte, wärmeleitfähige, mittlere Scheidewand (E1) unterteilten, autoklavartigen Behälters (E) bestehen.
  3. 3. Anlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschickungs- und Faulgutentnahmeöffnungen der spiegelbildlich gleichen, einander zugeordneten, kammerartigen Faulgasentwickler (E2, E3) jeweils mit entsprechenden, doppelt verriegelbarenVerschlüsseri (E5) versehen sind, von denen die Hauptverriegelung über ein Hebelgestänge (E12) mit den zugeordneten Absperrventilen der Gaszwischensammlerzuleitung (A6) und der Heizmittelzuleitung (E4) derart gekuppelt ist, daß diese beiden Rohrleitungen bei der Entriegelung des Beschickungsverschlus'ses zwangläufig von der zugeordneten Gasentwicklerkammer abgeschaltet und umgekehrt bei der Verriegelung des Beschickungsverschlusses (E5) mit der zugehörigen Kammer (E2, E3) verbunden werden, während die beispielsweise als Vorreiber ausgebildete Zweitverriegelung (Ii13) des Besehikkungsverschlusses bei Freigabe des Verschlusses gleichzeitig die Entlüftungsleitung (Se) des Faulgasentwicklers öffnet und in der Wechselstellung gleichzeitig mit dem Verriegeln des Beschickungsverschlusses die Entlüftungsleitung schließt.
  4. 4. Anlage nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Gasentwicklungskammer (£2, E3) im Bereich ihrer Gassammelzone durch eine Rohrleitung mit einem Kontaktmanometer (E8) in Verbindung steht, das bei - Erreichen eines bestimmten Minimaldruckes automatisch, unter gleichzeitigem Einschalten
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    einer Signallampe (A1) oder sonstiger Signaleinrichtung, den Arbeitsstromkreis des mit dem die Schwimmschicht aufreißenden Rührwerk (Rw) gekuppelten Elektromotors (M5) schließt und bei Erreichen eines bestimmten Normalgasdruckes, unter gleichzeitigem Ausschalten der Signaleinrichtung, wieder automatisch trennt.
  5. 5. Anlage nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, gekennzeichnet durch eine solche Anordnung des einzig vorhandenen, über ein an die Gasspeicher angeschlossenes Maximum-Minimum-Kontaktmanometer in Verbindung mit einem Schaltautomaten gesteuerten, als Gassaug- und Druckpumpe ausgebildeten- Gas-, kompressors (P) im verbindenden Rohrleitungssystem zwischen Gaszwischensammlern (S) und Gasspeicherbehälter (D) und eine solche 'Ausstattung der vom Gaskompressor (P) abgehenden Rohrleitungen mit entsprechenden Sperr- und Umschaltventilen, daß der Gaskompressor nach Bedarf von der Zuleitung zu den Gasspeicherbehältern (D) getrennt und auf die von dem Rohrleitungssystem abgezweigte Zapfstelle (Z) für die Abfüllung der Treibgasbombeii umgeschaltet werden kann.
    6. Anlage nach Anspruch 1 und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils zu einer Druckstufe gehörigen Behälter der Anlage (E, S, D) über Rohrleitungen mit je einem gemeinsamen Wasserstandsanzeiger (As) verbunden sind.
    7. Anlage nach Anspruch 1 und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasspeicherbehälter (D) über Sicherheitsventile (A2, A9) an eine ins Freie mündende Gasüberdruckableitung (Se) angeschlossen sind.
    8. Anlage nach Anspruch 1 und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche gasführenden Behälter der Anlage mit Blitzschutzableitern ausgestattet sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentanmeldung ρ 18936 IVc/85< (Patent Nr. 923 539).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    1 6» 547/385 6. 56

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