DEP0052472DA - Einrichtung zur elektrischen Messung, Steuerung und Regelung - Google Patents

Einrichtung zur elektrischen Messung, Steuerung und Regelung

Info

Publication number
DEP0052472DA
DEP0052472DA DEP0052472DA DE P0052472D A DEP0052472D A DE P0052472DA DE P0052472D A DEP0052472D A DE P0052472DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
control
currents
secondary circuit
semiconductor amplifier
amplifier
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hellmut Dipl.-Ing. Schloß Borstel über Bad Oldesloe Bayha
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Publication date

Links

Description

Bei der Ausführung von elektrischen Mess-, Steuer- und Regelanordnungen für Temperatur, Lichtstärken, Farbwerte usw. entstehen häufig Schwierigkeiten durch den Umstand, daß die Fühler, die den zu messenden, zu steuernden oder zu regelnden Wert ermitteln, nur sehr kleine Spannung liefern, die nur mit empfindlichen, niederohmigen, für den praktischen Betrieb oft kaum brauchbaren Instrumenten gemessen werden können und zur Impulsgabe für Steuer- und Regelzwecke schlecht geeignet sind. Der naheliegende Weg, die geringe Impulsleistung dieser Fühler mit üblichen Mitteln zu verstärken, zeigt sich oft als nicht gangbar. Z.B. liefern Thermoelemente für Temperaturüberwachung oder<Nicht lesbar> (Sperrschichtphotozellen, im folgenden auch einfach mit "Photozellen" bezeichnet) für die Überwachung von Lichtwerten zwar einen Strom, der an sich betrachtet, unter der Voraussetzung einer ausreichend hohen Spannung eine Messung oder Relaissteuerung zulassen würde. Die erhaltene Spannung ist aber so gering, daß nur äusserst empfindliche Relais betrieben werden können und eine Verstärkung des Steuerimpulses durch übliche hochohmige Röhrenverstärker kaum möglich ist.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß dann, wenn es gelingt, die vorgenannten elektrischen Fühler mit geringer Ausgangsimpendanz zunächst mit einem Verstärker zu kombinieren, dessen Eingang ebenfalls niederohmig ist, der weiteren Auswertung der erhaltenen Meßgrößen durch übliche Meßgeräte, Verstärker, Relais usw. mit hochohmigen Eingang keine Schwierigkeiten mehr entgegenstehen. Die Erfindung besteht daher darin, daß die in den Stromkreisen geringer Impendanz erzeugter Ströme durch Halbleiterverstärkeranordnungen in entsprechende oder stärkere Ströme in einem Sekundärstromkreis mit höherer Impendanz umgewandelt werden.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Halbleiterverstärker sind in ihrer Bauart den Kristalldetekroren ähnlich. Sie bestehen z.B. aus einem Kristall 1 - besonders hat sich hierfür Germanium bewährt - der z.B. auf einem Metallblock 2 aufgebracht ist und mit dem zwei dünne drahtförmige Elektroden 3 und 4, die beispielsweise aus Wolfram bestehen, in Kontakt gebracht sind. Die Kontaktstellen der beiden Elektroden 3 und 4 liegen sehr nahe beieinander. Der Elektrode 3 (Steuerelektrode) wird in Durchflußrichtung des Kristalls durch die Spannungsquelle 7 eine Vorspannung von der Größenordnung 1 V aufgedrückt, während die Elektrode 4 (Abnahmeelektrode) in Sperrichtung durch die Spannungsquelle 8 eine Vorspannung der Größenordnung 50 V erhält.
Änderungen des durch die Steuerelektrode 3 fließenden Vorwärtsstromes verursachen eine größere Änderung des durch die Abnahmeelektrode 4 fließenden Sekundärstromes. Im Widerstand 5, der im Stromkreis der Abnahmeelektrode liegt (Sekundärstromkreis), entsteht daher ein Spannungsabfall U(sub)a, dessen Höhe abhängig ist von dem durch die Steuerelektrode 3 fließenden Primär-Strom. Dieser Spannungsabfall hat eine Größenordnung von einigen Volt, also eine Größe, mit der sich auch weniger empfindliche Messinstrumente, Relais usw. betreiben lassen und die durch beliebige Röhrenverstärker weiter verstärkt werden können.
Es ist also durch die Erfindung möglich, die geringen Stromimpulse, beispielsweise eines Thermoelementes 6, das in den Primär-Stromkreis mit niedriger Impendanz des Halbleiterverstärkers eingeschaltet ist, in erheblich höhere Stromimpulse des Sekundär-Kreises mit hoher Impendanz zu übersetzen und dadurch die technische Durchführung von Messungen und Regelungen erheblich zu vereinfachen.
Anwendungsbeispiele der Erfindung sind unter anderem: Temperaturregelung, z.B. bei Durchlauföfen für sehr empfindliches Gut mit Hilfe von Thermoelementen oder Photozellen; Steuerung und Regelung von maschinellen Vorgängen mit Hilfe von Photozellen, wie z.B. Steuerung der Scheeren von Walzenstraßen, Steuerung automatisch arbeitender Maschinen, wie Verpackungsmaschinen, Werkzeugmaschinen, Regelung von Papiermaschinen, Haspeln usw., Betätigung von Zählvorrichtungen usw... Von besonderer Bedeutung ist die Erfindung, wenn es sich darum handelt, Steuerung und Regelung zu entwickeln, bei denen die Trägheit mechanischer Zwischenglieder weitgehend ausgeschaltet werden soll. Die Erfindung gibt die Möglichkeit, schwache Steuerimpulse, wie sie von Thermoelementen, Photozellen usw. herrühren, praktisch trägheitslos zu verstärken, so daß diese Impulse ohne mechanische Zwischenglieder (Relais usw.) zur Steuerung von Hochvakuumgefäßen oder Gasentladungsgefäßen dienen können und damit unmittelbar die elektrische Energie zu beeinflussen (z.B. ihre Stromstärke, Spannung, oder Frequenz), die einer zu regelnden Maschine zugeführt wird. So kann man beispielsweise unmittelbar ohne Zwischenschaltung mechanischer Glieder den Heizstrom von
Öfen regeln oder die Ankerspannung eines Gleichstromantriebes oder die einem Drehstromantrieb zugeführte Frequenz oder die Anodenspannung und/oder Abstimmung eines Hochfrequenz-Generators, der für die kapazitive Erwärmung eine Dielektrikums oder für die induktive Erwärmung von Metallen benötigte Hochfrequenz-Energie liefert. Das letztere Beispiel ist für die Vorteile der Erfindung besonders charakteristisch. Durch die Hochfrequenz-Erhitzung von Metallen wird bekanntlich nur eine Oberflächenerwärmung erstrebt, die im allgemeinen nur sehr kurze Zeit andauern soll. Mit einer Anordnung nach der vorliegenden Erfindung ist es möglich, diese Oberflächentemperatur beispielsweise durch Photozellen oder durch Thermoelemente zu überwachen und die vom Hochfrequenz-Generator abgegebene Leistung ohne Verzögerung nach Maßgabe dieser Oberflächentemperatur zu steuern.

Claims (7)

1. Einrichtung zum elektrischen Messen, Steuern und Regeln von Prozessen, bei denen zum Abtasten der veränderlichen Meßgröße elektrische Fühler (Thermoelemente, Photoelemente usw.) verwendet werden, die in einem Stromkreis geringer Impendanz elektrische Ströme erzeugen, deren Stärke abhängig ist von der veränderlichen Meßgröße, dadurch gekennzeichnet, daß diese Ströme durch Halbleiterverstärkeranordnungen in entsprechende oder stärker Ströme in einem Sekundär-Stromkreis mit höherer Impendanz umgewandelt werden.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Sekundärkreis des Halbleiterverstärkers Messinstrumente, z.B. hochohmige Volt-Meter, gelegt sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Ströme und Spannungen in dem Sekundärstromkreis des Halbleiterverstärkers Steuermittel, z.B. Relais und dergleichen, beeinflußt werden.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ströme und Spannungen des Sekundär-Stromkreises des Halbleiterverstärkers durch Röhrenverstärkereinrichtungen üblicher Bauart weiter verstärkt werden.
5. Einrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Anwendung für die trägheitsarme Regelung elektrisch betriebener Einrichtungen, z.B. der Stromstärke und/oder Abstimmung elektrischer Öfen, der Drehzahl elektrischer Antriebe.
6. Einrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke oder Spannungen des Sekundärkreises des Halbleiterverstärkers unmittelbar oder mittelbar über weitere praktisch trägheitslose Verstärkerstufen Hochvakuum- oder Gasentladungsröhren derart steuern, daß dadurch die den elektrisch betriebenen Einrichtungen zugeführte Energie, z.B. ihr Stromstärke, Spannung oder Frequenz, im Sinne einer gewünschten Regelaufgabe verändert wird.
7. Die Anwendung der Einrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche zur Überwachung und Steuerung des Hochfrequenz-Erhitzungsprozesses von Metalloberflächen mittels Thermoelementes, Photoelementen und dergleichen.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2125749C3 (de) Vorrichtung zum Erkennen von Lichtbogen bei Funkenerosionsbearbeitung
EP0139874B1 (de) Schaltungsanordnung zur elektro-thermischen Füllstandsmessung
US2675092A (en) System for energizing electrical precipitators
DE3524001C2 (de)
DE2228710C3 (de) Solltemperatur-Signalgenerator für Differentialkalorimeter
DEP0052472DA (de) Einrichtung zur elektrischen Messung, Steuerung und Regelung
DE2213760B1 (de) Vorrichtung zum messen von in warmwasser-heizungsanlagen verbrauchten waermemengen
DE1275228B (de) Verfahren zur UEberwachung des elektrischen Verhaltens einer stromstarken Glimmentladung fuer metallurgische Verfahren und Einrichtung dazu
DE1296254B (de) Anordnung zum Eichen der Pegelanzeige eines selektiven Pegelmessers
DE2615304C2 (de) Vorrichtung zum Überwachen der Erosionswirkung einer Funkenerosionsmaschine
DE855625C (de) Geraet zum Aufzeichnen von drei oder mehr zueinander in Beziehung stehenden Messgroessen
DE1573858C3 (de) Vorrichtung zur Vorschubsteuerung
DE2203306C2 (de) Schaltungsanordnung zur Nullpunktsverschiebung von Meßspannungen
DE910456C (de) Anordnung zum Messen kleiner Phasenunterschiede, insbesondere der Freiwerdezeit von gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken
DE925143C (de) Fuehlersteuerung fuer Werkzeugmaschinen
DE976063C (de) Einrichtung zur Formierung von Halbleiteranordnungen, insbesondere von Kristalldioden oder Transistoren
DE881695C (de) Schaltungsanordnung zum Messen von Gleichspannungen bei verhaeltnismaessig hohem Widerstand des Messwertgebers, insbesondere fuer das Messen von PH-Werten
DE1950986A1 (de) Vorrichtung zur UEberwachung von Betriebsparametern von Hochspannungs-Ventilen
DE944622C (de) Einrichtung zur Behandlung eines Gutes im Hochfrequenzfeld
DE961492C (de) Verfahren und Einrichtung zur Anzeige und Regelung der Laengung von in Bewegung befindlichem Walzgut, vorzugsweise Baendern
DE1011633B (de) Selbstabgleichende Messanordnung
DE2155598A1 (de) Lichtelektrische Kontrolle und Messung der Bogenlage an den Anlegmarken
DE604178C (de) Anordnung zur Umwandlung einer periodisch schwankenden Gleichspannung in eine deren Mittelwert entsprechende annaehernd gleichfoermige Gleichspannung
DE942405C (de) Einrichtung zur UEberwachung der Stromaufnahme von Antriebs- motoren, insbesondere fuer Ziehbaenke
DE515012C (de) Verfahren zum Anzeigen und Aufzeichnen von sehr kleinen Gleichspannungen oder Gleichstroemen, insbesondere fuer Alarm- oder Regelungszwecke