DEP0043889MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 25. Mai 1Θ49 Bekanntgemacht am 12. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Elektrische Widerstände mit einem starken negativen Temperaturkoeffizienten können überall dort
Verwendung finden, wo es sich beispielsweise um die Konstanthaltung der Spannung bei Netzschwankungen,
um die Verhütung von Einschaltstromspitzen bei Verbräuchern mit positiven Temperaturkoeffizienten,
wie z. B. Glühlampen, Elektronenröhren u. dgl. oder schließlich auch um die Begrenzung des Anlaufstromes von Elektromotoren
usw. handelt. Derartige Widerstände sind in der Regel auf keramischer Basis erstellt. Bevorzugte
Ausgangskomponenten für den Widerstandsbaustoff sind.Gemische aus Titandioxyd und Verbindungen
von Erdalkalien und Schwermetallen. Derartige Widerstände sind durch eine stark fallende
Charakteristik mit einem Regelbereich bis 1 : 6000 gekennzeichnet.
Nach der Erfindung wird bei elektrischen Maschinen und Transformatoren, bei denen eine zusätzliche
Wicklung vorgesehen ist, in den Stromkreis dieser zusätzlichen Wicklung ein auf keramischer
Grundlage, insbesondere unter Verwendung von TiO2, Verbindungen von Erdalkalien,
z.B. Ba, Sr, und der Schwermetalie, z.B. Fe, Cu u. dgl., erstellter Widerstand eingeschaltet, und
zwar je jiach den Erfordernissen des Einzelfalles in Reihe mit der zusätzlichen Wicklung oder auch
parallel zu dieser oder zu einem Teil derselben.
609 549/167
ρ 43889 VlUb12Id1 D
Zwar ist es bereits bekannt, elektrische Maschinen zur Drehzahl- oder Spannungsregelung mit
einer Hilfswicklung in Verbindung mit einem temperaturabhängigen Widerstand auszurüsten.
Hierzu wurden Eisendrahtwiderstände, also solche Spezialwiderstände mit positivem Temperatur^
koeffizienten vorgeschlagen, deren Regelverhältnis den Faktor 2 bis 3 nicht überschreitet. Zudem
sind diese Widerstände in Glaskolben einzubauen, da sie, ähnlich wie Glühlampen, bei normaler
Atmosphäre nicht betrieben werden können. Dieser Umstand muß insbesondere dann als ausgesprochener
Mangel empfunden werden, wenn rotierende Maschinen geregelt werden sollen. Die nach
der Erfindung zum Einsatz gelangenden Halbleiter dagegen zeichnen sich durch einen großen negativen
Temperaturkoeffizienten und damit durch einen vielfach größeren Regelbereich aus. Sie sind
ferner in chemischer und mechanischer Hinsicht äußerst stabil und können auch bei normaler
Atmosphäre nahezu bis zur Rotglut betrieben werden, ohne irgendwelche Änderungen zu erleiden.
Ein Einbau in evakuierte oder mit einem inerten Gas gefüllte Glaskolben ist daher nicht
erforderlich. Diese Halbleiter sind daher ganz besonders zur Regelung rotierender elektrischer
Maschinen geeignet.
Die Erfindung sei im folgenden an Hand einiger Beispiele erläutert.
In Fig. ι ist eine~ beispielsweise Schaltungsanordnung
an einer fremderregten Gleichstrom-
~ maschine dargestellt, deren Klemmenspannung konstant gehalten werden soll. 1 ist der Anker der
Maschine, der über die Zuleitungen 2 und 3, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Anlassers,
an das Netz angeschlossen ist. Parallel . zum Anker liegt ein weiterer Stromkreis, der den
temperaturabhängigen Widerstand 4 und die zusätzliche Feldwicklung 5 in Reihe geschaltet enthält.
6 ist die Feldwicklung der Maschine, die in dem Fall der Fig. 1 als fremdgespeiste Wicklung gedacht ist. Steigt nun, z. B. infolge einer
Erhöhung, der Drehzahl der Antriebsmaschine, die Spannung an den Klemmen des Ankers, so
erhält der Stromkreis, in dem der Widerstand 4 und die Hilfswicklung 5 liegen, mehr Strom. Der
Widerstand 4 wird infolgedessen heißer, und der Strom steigt momentan an, so daß es infolge der
Gegeneinanderschaltung der zusätzlichen Wicklung 5 gegen die Feldwicklung 6 der Maschine zu
einer schnellen Schwächung des Feldes der Maschine kommt, was bei geeigneter Wahl der Größe
von Widerstand und Bemessung der Wicklung eine schnelle Ausregulierung der Maschinenspannung
auf den konstant zu haltenden Spannungswert zur Folge hat.
In Fig. 2 liegt der die Schaltungselemente 4 und 5 enthaltende Stromkreis in Reihe mit der
Ankerwicklung, ähnlich wie es bei den Compound-Maschinen der Fall ist. Die Wicklung 5 ist der
Wicklung 6 gleichgeschaltet. Steigt nun im Falle einer angenommenen Steigung der Ankerspannung
der Strom im Verbraucherkreis, der die Schaltungselemente 4 und 5 enthält, so steigt wiederum
infolge Erhöhung der Temperatur von 4 der Strom schnell an, was aber kurz darauf durch die
Schwächung des Feldes zu einem Sinken der Spannung an den Klemmen des Ankers führt.
Ähnliche Schaltungen sind möglich, wenn es beispielsweise gilt, bei Elektromotoren die Drehzahl
des Ankers unabhängig von den Spannungsschwankungen im Netz zu halten, oder bei einem
Wechsel- oder Drehstromtransformator die sekundäre Spannung unabhängig von etwaigen Schwankungen
der Netzspannung an den Klemmen der Primärwicklung zu machen.
Fig. 3 gibt eine beispielsweise Schaltung gemäß der Erfindung im Falle der Anwendung auf einen
Einphasenwechselstromtransformator wieder. Die Leitungen 7 und 8 führen zur Primärwicklung 9
des Transformators. Die Sekundärwicklung besteht aus der eigentlichen Wicklung 10 und der zusätzlichen
Wicklung 5. Parallel zu 5 liegt der temperaturabhängige Widerstand 4. Steigt nun beispielsweise
die Spannung auf der Primärseite in den Leitungen 7 und 8 infolge Schwankung der
Netzspannung an, so verstärkt sich momentan der Strom auf der Sekundärseite in dem Heißleiter 4,
was eine Erwärmung desselben mit steigender Leitfähigkeit zur Folge hat. Das Ansteigen des
Stromes bedingt infolge der im allgemeinen vorhandenen primären Streuinduktivität einen erhöhten
Spannungsabfall, so daß die Sekundärspannung konstant bleibt. Die Streuinduktivität
kann, wie die Fig. 3 erkennen läßt, nötigenfalls auch durch eine Drosselspule 11 gebildet werden, .
die in die Zuleitung 7 eingeschaltet ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Einrichtung zur Regelung von elektrischen Maschinen und Transformatoren, bei denen eine zusätzliche Wicklung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Stromkreis der zusätzlichen Wicklung in Reihe oder parallel zu der Wicklung ein auf keramischer Grundlage, insbesondere unter Verwendung von TiO2 und Verbindungen der Erdalkalien, z.B. Ba, Sr, und der Schwermetalle, z.B. Fe, Cu u. dgl., erstellter, temperaturabhängiger Widerstand mit großem negativen Temperaturkoeffizienten liegt.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 298 308, 450 383, 468480.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen609' 549/167 7. 56
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