DEP0023898DA - - Google Patents

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DEP0023898DA
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Verfahren zur Entfernung von abgebrochenen Bohrern und ähnlichen 'Werkzeugen, Bolzen und ITieten aus Werkstücken mittels Sprengladungen.
Im August-Heft der amerikanischen Fachzeitschrift "Oi e sel-P ower " is t__ein Verfahren "be schrieb en, nach dem Abgebrochene i?o'nr"erlin 'Werkstücken., vor allem in den ölkanälen von Kurbelwellen,' dadurch entfernt werden, dass eine kleine Sp. entladung oberhalb des Bohrers im Bohrloche ztir Detonation gebracht wird. Durch den dabei auftretenden Ileakti ons druck soll der Bohrer ausgestossen werden.
Die Ifachprüfung ergab die prinzipielle Eignung dieses Verfahrens, jedoch musste festgestellt v/erden, dacs der Eeaktionsstoss in den allermeisten Pillen nicht ausreicht, den Bohrer beim ersten Versuche zu entfernen. Die Sprengungen müssen daher yerhältnismässig häufig wiederholt v/erden, um den Bohrer durch sukzessive Zerstückelung auszubrechen und schliesalich zu extrahieren. Zur Anwendung gelangen bei diesem amerikanischen Verfahren feste Sprengstoffe vom !Typ des Dynamites.
In dem Bestreben, das Verfahren auszubauen und wirtschaftlicher zu gestalten, wurde gemäss vorliegender Erfindung die überraschende Beobachtung gemacht, dass flüssige Sprengstoffe, die ohne Schwierigkeiten in die Tiefe des Bohrloches eingebracht werden können, eine wesentliche Verbesserung des Verfahrens und Beschleunigung des Arbeitsganges ermöglichen. Im Gegensatz zu dem amerikanischen Verfahren, wo nur der Reaktionsstoss der detonierenden Sprengstoffmasse zur Geltung gelangt, wird nach dem neuen Verfahren der Bohrer durch die direkte Aktionswirkung des im ßohrlochtiefsten angesammelten Sprengstoffes ausgestocsen. Es liegen dann praktisch J.ie gleichen Verhältnisse wie bei einer Schusswaffe vor.
Flüssige Sprengstoffe von entsprechender Viskosität können entlang aer opiralnuten des Bohrers oder durch den schmalen Spalt zwischen Bohrerschaft rand Bohrlochwand"ong eingebracht werden, wobei in schr/ierigen lallen der störende Luftinhalt durch vorheriges Evakuieren entfernt werden kann. Ton Bedeutung ist der Umstand, dass auch bei langen Bohrlöchern der Initialiapuls der unmittelbar auf dem Bohrer oder aiich in einer gewissen Entfernung angeordneten Sprengkapsel die Detonation des flüssigen Sprengstoffes durch die leichte Detonationsflhigkeit der auf dem benetzten Bohrer beaw. Bohrlochwand befindlichen dünnen Sprengstoff schicht mit absoluter Sicherheit gewährleistet ist.
Als geeignete Sprengstoffe für die Durchführung dieses Verfahrens komraen in der Hauptsache folgende Sprengöle in Frage;
Hethylnitrat
Glykoldinitrat
QIyc erintrinitrat
Diglykoldinitrat
Chlorhydrindini trat
und ähnliche Stoffe.
Aus praktischen G-ründen muss dem G-lykoldinitrat, Glycerintrinitrat und Diglykoldinitrat der Vorzug gegeben werden. Das sehr stossunempfindliehe Ghlorhydrindinitrat scheidet wegen der lietallkorrosion aus, die durch die bei der Detonation entstehenden Salzsäuredämpfe bewirkt" wird.
Das Methylnitrat erreicht eine zu hohe Detonationsgeschwindigkeit, die zu Zerstörungen Anlass gibt. Es ist nämlich im Interesse der Vermeidung unzulässiger liaterialzerstötungen notwendig, dass die Detonationsgeschuindigkeit der verwandten Sprengöle eine gewisse Grenze nicht überschreitet. Diese günstigen Verhältnisse liegen bei den genannten-vier Sprengölen vor, die in diesen kleinen Mengen und bei Benutzung schwacher Sprengkapseln immer mit einer die die 3000 m Grenze nicht übersteigender Geschwindigkeit detonieren. Um die Brisanz des Sprengstoffes aus den genannten Gründen noch weiter herabzusetzen, empfiehlt sich deren Phlegmatisierung mit anderen nicht explosiven, flüssigen Stoffen, die nach Möglichkeit auch die Dünnflüssigkeit des Sprengstoffes erhöhen. Bewährt hat sich für diesen Zweck das Glykoldiacetat, das den Sprengölen in erheblichen Mengen zugesetzt werden kann», ohne die Sensibilität gegen den lnitialimpuls, die Sicherheit der vollständigen Detonation und das Arbeitsvermögen herabzusetzen. Selbstverständlich können auch sonstige mit den Sprengölen nicht in Reaktion tretende und mit ihnen mischbare Flüssigkeiten ähnlichen Charakters verwendet werden. Ein weiterer Vorteil dieser Phlegmatisierung ist die Erhöhung der Handhabungssicherheit in einem solchen Ausmaase,
S"
dass diese Mischöle oinieweiteres in !deinen Megnenzum Verkehr zugelassen werdon können«
Die Durchführung des Verfahrens erfolgt in der Weise, dass eine dem Durchmesser des Bohrloches und der Länge des abgebrochenen Bohrers angemessene Yi&rige des Mischöles mittels einer kleinen Tropfpipette so langsam einfliessen gelassen wird, dass die innerhalb der Hüten des Bohrers befindliche Luft ausgetrieben wird. 3?ür den Fall, dass bei kleinen Querschnitten durch die Oberflächenspannung der flüssigkeit Luftblasen sich bilden, die einen weiteren Zulauf des Öles verhindern, wird ein mit einem evakuierten Blecipienten verbundener Saugnapf auf den Bohrlochmund aufgesetzt. Durch den sich bildenden Unterdruck perlt die Luft durch die Flüssigkeit, die nach neuerlicher Einschaltung des Atm&sphärendruckes in das Bohrloch eingesogen wird· Zweckmässig wird die Saugvorrichtung,gleich mit einem kleinen Vorratsbehälter für das Sprengöl verbunden, sodass wahlweise die Evakuierung, das Zutropfen des Sprengöles und die neuerliche Entlüftung vorgenommen werden kann. Je nach der G-rösse und Länge des abgebrochenen Bohrers werden für die Ausstossung etwa 0,5 bis maximal 3 com eines Hischöles benötigt, das zum Beispiel aus 70fo Glykoldinitrat und 30$ ölykoldiacetat besteht·
Die Detonation des eingebrachten Sprengöles erfolgt mit Hilfe einer kleinen Sprengkapsel, die unmittelbar auf das Bruchende des Bohrers aufgesetzt wird· Bs ist von besonderer Bederitung, dass die Initialladung dieser Sprengkapsel so klein und schwach als möglich gehalten wird, um Deformationen des Bohrloches mit Sicherheit zu vermeiden.
Dieses Yerfahren ermöglicht in den allermeisten fällen die Entfernung des Bohrers bei dem ersten Versuche. Es erlaubt daher ein weitaus schnelleres und wirtschaftlicheres Arbeiten als das amerikanische Yerfahren mit einer oberhalb des Bohrftxs angeordneten Ladung eines festen Sprengstoffes«

Claims (5)

Patentansprüche:
1.) Yerfahren zur Entfernung von abgebrochenen Bohrern und ähnlichen Werkzeugen, Bolzen und Eieten aus Werkstücken mit Hilfe einer Sprengladung, da'durch gekennzeichnet, dass flüssige Sprengstoffe zur Anwendung gelangen.
2.) Yerfahren zur Entfernung von abgebrochenen Bohrern und ähnlichen Werkzeugen, Bolzen und Hieten aus "ierkstücken mit Hilfe einer Sprengladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die flüssigen Sprengstoffe unterhalb des Bohrers oder seitlich des Bohrers im Bohrlochtiefsten eingebracht werden·
3.) Verfahren zur Entfernung von abgebrochenen Bohrern und ähnlichen Werkzeugen, Bolzen und Hieten aus Werkstücken mit Hilfe einer Sprengladung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Einbringen der flüssigen Sprengstoffe in das Bohrloch durch dessen Evakuierung erleichtert wird.
4.) Verfahren zum Entfernung von abgebrochenen Bohrern und ähnlichen lerkzeugen, Bolzen und ITiet en aus "werkstücken mit Hilfe einer Sprengladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als flüssige Sprengstoffe Sprengöle, wie zum Beispiel Methylnitrat, GKLykoldia.itrat, Glycerintrinitrat, Diglykoldinitrat, Chlorhydrindinitrat, Verwendung finden.
5.) Verfahren zur Entfernung von abgebrochenen Bohrern und ähnlichen Werkzeugen, Bolzen und Hieten. aus Werkstücken iait Hilfe einer Sprengladung nach Anspruch 1 -und 4> dadurch gekennzeichnet, dass die benutzten flüssigen Sprengstoffe mit solchen nicht explosiven I1ItIssigkeit-en phlegmatisiert werden, welche die Handhabungssicherheit dieser Sprengstoffs erhöhen und den Viskositätsgrad herabsetzen.
β.) Verfahren zur Entfernung von abgebrochenen Bohrers und ähnlichen Werkzeugen, Bolzen und Meten aus Werkstücken mit Hilfe einer Sprengladung, nach Anspruch 1, 4 und 5 dadurch gekennzeichnet, dass als Phlegmatisierungszusatz zu des. Sprengölen Glykoldiacetat Verwendung findet»

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