DEP0022229DA - Verfahren zur Herstellung hochchlorierter gebleichter Montanwachse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hochchlorierter gebleichter Montanwachse

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DEP0022229DA
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DE
Germany
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chlorinated
production
montan waxes
bleached montan
highly chlorinated
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Expired
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English (en)
Inventor
Paul Dr. Heisel
Original Assignee
Heisel, Paul, Dr., Augsburg
Müller, Erhard, Dr., Augsburg
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Description

Montanwachs ist bereits früher der Chlorierung unterworfen worden (vergleiche Deutsche Patentschrift 334 355). Dabei wurde von Rohmontanwachs ausgegangen und in wässriger Suspension chloriert. Je nach dem Chlorierungsgrad wurden spröde bis salbenartige Produkte erhalten. Gegenstand vorliegender Erfindung ist die Gewinnung chlorierter Wachse, ausgehend von gebleichten Montanwachsen, wie sie nach dem Verfahren der Deutschen Patentschrift 510 485 erhalten werden. Die gebleichten Montanwachse stellen Wachssäuren mit einer Säurezahl von über 100 dar.
Es wurde nun gefunden, dass man bei der Chlorierung auch in Abwesenheit von Wasser chlorierte Wachse mit äusserst wertvollen Eigenschaften erhält. Die Chlorierung kann in Gegenwart eines Lösungsmittels mit oder ohne Katalysator, wenn notwendig unter Belichtung, durchgeführt werden.
Die chlorierten Wachse mit einem Chlorgehalt von 30 - 70 % stellen gelbe, gefärbte Produkte dar. Sie besitzen Weichharzcharakter. Nach der Entfernung des bei der Chlorierung entstandenen Chlorwasserstoffs erhält man die Produkte als neutral reagierende Stoffe. Das Halogen ist bemerkenswert fest gebunden. Die Stabilität der chlorierten Produkte kann selbstverständlich durch Zugabe der für diesen Zweck üblichen Stabilisatoren noch erhöht werden.
Entsprechend ihren Carbonsäurecharakter lassen sich die chlorierten Wachse in Salze und Ester überführen. Die chlorierten Wachse und ihre Derivate stellen wertvolle Produkte dar, die sich zur Herstellung von Insektenleimen, Lederfetten,
Seifenschmieren, Treibriemenpflegemitteln, Klebstoff bei der Gummireifenherstellung und dergleichen hervorragend eignen.
Beispiel 1
17 kg gebleichtes Montanwachs mit der Säurezahl 135 werden bei 100° durch Einleiten von trockenem Chlor chloriert. Nach dem Ausblasen von gelöstem Chlorwasserstoff mit Stickstoff erhält man 25,7 kg chloriertes Wachs mit einem Chlorgehalt von 34 %, der Säurezahl 83 und dem Tropfpunkt 21°.
Beispiel 2
500 g Montanwachs werden in 1000 ccm Tetrachlorkohlenstoff gelöst und durch Einleiten von trockenem Chlor bis zum Nachlassen der Chlorwasserstoffentwicklung chloriert. Man erhält ein Wachs mit einem Chlorgehalt von 70 %. Es hat teegelbe Farbe und honigartige Konsistenz.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung hochchlorierter, gebleichter Montanwachse, dadurch gekennzeichnet, dass gebleichte Montanwachse - vorzugsweise von Carbonsäurecharakter - in Abwesenheit von Wasser, gegebenenfalls unter Verwendung eines Lösungsmittels, in An- oder Abwesenheit von Katalysatoren und bzw. oder aktinischem Licht chloriert und gegebenenfalls in bekannter Weise ihre Salze und Ester übergeführt werden.

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