DEP0012748DA - Verfahren zur Beschleunigung des Abbindens hydraulischer Stoffe - Google Patents

Verfahren zur Beschleunigung des Abbindens hydraulischer Stoffe

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DEP0012748DA
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English (en)
Inventor
P. Wilhelm Heil
Rudolf Dipl.-Ing. Poche
Original Assignee
Dolomitwerke GmbH, Wülfrath
Publication date

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Description

Dolomitwerke GmbH ο η τ ο α«
Wülfrath. oo.j-i· .
Verfahren zur Beschleunigung des Abbindens hydraulischer Stoffe.
Es ist bekannt, hydraulische Stoffe und daraus hergestellte Baustoffe, wie z.B. Beton, mit Hilfe von Durchleiten nie_
dergespannten elektrischen Stromes zwecks thermischer Anregung un^ Abbindebeschleunigung zur Abbindung und Erhärtung zu bringen0
Bei diesem Verfahren ist die'anzuwendende Stromspannung von verschiedenen Umständen,vor allem von der Mischung selbst, abhängig.Es sind dabei die Art des Bindemittels, wie z.B.Hoch? ofenzement,Eisenportlandzement,Portlandzement,Schlackenzement, Zementkalk, Romanzement, und die verwendeten Füllstoffe von ausschlaggebendem Einfluß auf die Leitfähigkeit der mit diesen Stoffen hergestellten Körper und G-egenstände. Auch der Wassergehalt des Mörtels,sowie die Wasseraufnahmefähigkeit der Füllstoffe, wie z.-BeVon Bauschutt, Ziegelbroeken und ähnlichen, ist für die Wahl der anzuwendenden Stromspannung, wie auch auf die Leitfähigkeit und damit auf den Stromverbrauch, von maßgebendem Einfluß«
Bei dem vorstehend beschriebenen Verfahren ist es erforderlich, Spannungen bis.zu 110, ja bis zu 220 Volt, letztere bei verhältnismäßig mageren Mischungen, anzuwenden, um entsprechende Ergebnisse zu erzielen«
Das Arbeiten mit derartigen Spannungen auf Baustellen, sowie in primitiv eingerichteten Betrieben der Kunststeinindtistrie ist gefährlich,aber auch unwirtschaftlich.
Wach dem Verfahren der Erfindung werden diese Mängel vermieden„Erfindungsgemäß werden der Anmacheflüssigkeit Elektrolyse zur Verbesserung der elektrischen Leitfähigkeit, z.B. in Form von Lösung oder als Aufschwemmung oder auch in fester Form zugesetzt» Als Elektrolyt dienen dabei zweckmäßig Salze der Alkalien und insbesondere der -Brdalkalien, sowie einzelner Schwer metalle oder auch stark alkalisch reagierende Stoffe,wie die Oxyde fe*w-»Hyffroxyde
der Alkalien,der Erdalkalien,sowie einzelner Schwermetalle, die die Leitfähigkeit steigern und damit das Verfahren ddrch die Möglichkeit der Herabsetzung der Elektrodenspannung und Verminde
des Stromverbrauches angefährlicher und wirtschaftlich gestalten.
So hat sich z.B. die Zugabe von Kalkhydrat in Form von Brei, einer Aufsohlemmung (in Wasser oder Salzlösung) oder in Pulverform zur Mischung als die Leitfähigkeit ausserordentlich fördernd erwiesen. Dabei ist der Zusatz von bis zu l/5 Kalkhydrat oder gemahlenem gebrannten Kalk, bezogen auf das Gewicht des der Mischung zugesetzten hydraulischen Bindemittels, als zweckmässig erkannt worden.
Erfindungsgemäß wurde ferner festgestellt, daß die Zugabe solcher Salze und Stoffe als Elektrolyt besonders wirksam ist,die bereits an und für sich abbindefördernd wirken. Hierbei ist es zweckmäissig,auch die Konzentration der Blektrolyte so zu wählen,daß sie auch bei normalem Abbinden, also ohne Zuführung von Wärme und elektrischem Strom, das-Abbinden und Erhärten beschleunigen»So wurde z.B. gefunden, daß Calciumchloridlösungen nur in Konzentrationen über 5 Gewichtsprozent Calciumchlorid beschleunigend wirken*
Es wurde daher im Rahmen der Erfindung als wesentlich erkannt, die Art der Elektrolyte und deren Lösungskonzentrationen so zu wählen,daß sie an sich bereits eine Anregung und Beschleunigung des Abbindens DeW. der Erhärtung herbeiführenJ[Die Elektrolyte können einzeln oder in Mischung verwendet werden.
Zur Vermeidung von elektrolytischen Zersetzungserscheinungen gelangt in allen Fällen Wechselstrom zur Anwendung.
Patentansprüche

Claims (5)

  1. Patentansprüche.
    1β) Verfahren zur Beschleunigung des Abbindens hydraulischer ^Stoffe bei Durchleiten von elektrischem Strom, dadurch gekenns eichnetjdaß der Anmacheflüssigkeit Elektrolyte zur Verbesserung der elektrischen Leitfähigkeit zugesetzt werden»
  2. 2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ' daß als Elektrolyte Oxyde, Hydroxyde, sowie Salze der Alkalien uricl/oder Erdalkalien,~ sowie Oxyde, Hydroxyde und/oder andere Salze von Sehwermetallen benutzt werden.
  3. 3.) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß gemahlener, gebrannter Kalk und/oder Kalkhydrat bis bis zu 1/3 der verwendeten Gewichtsmenge hydraulischer Stoffe in fester, in breiiger Form oder in Aufschiemmung in Wasser und/oder in Salzlösungen der Mörtelmischung zugesetzt werden.
  4. 4.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3> dadurch gekennzeichnet daß zur Erhöhung der Leitfähigkeit solche Stoffe benutzt werden, die ihrerseits ebenfalls und schon an sich die Abbindung beschleunigen.
  5. 5.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die als Elektrolyte der Anmacheflüssigkeit zugesetzten Stoffe in solchen Mengen und solcher Konzentration zugesetzt werden, daß sie an sich die Abbindung und Erhärtung beschleunigen, aber nicht verzögern.

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