DEP0010148DA - Magnetischer Sauerstoffmesser - Google Patents
Magnetischer SauerstoffmesserInfo
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Description
Siemens und Halste München» JLan* £5n Sept. 194-8
Aktiengesellschaft Bl,Nr, 4 8 * * ώΙ)
PA 9/17 533
Briefanschrift!
München 1
Dienerstraße
München 1
Dienerstraße
Magnetischer Sauerstoffmesser,
Es sind bereits magnetische Sauerstoffmesser bekannt, bei denen eich Meßdrähte in inhomogenen magnetischen Feldern befinden.
Es tritt dabei eine Abkühlung der Meßdrahtsysteme beji Anwesenheit von Sauerstoff auf. Wenn der Meßdraht beispielsweise
durch einen ihn durchfließenden Ström suf eine bestimmte Temperatur gebracht wirdr so bildet sich eine magnetische Konvaktionsströmung
des paramagnetischen Gases aus« Durch Temperaturerhöhung des Gases in der Nähe des erhitzten Meßdrshteö wird die
Suszeptibilität des Gases, die einen negativen Temperaturbeiwert hat, verkleinert, das aufgeheizte Gasvolumen erscheint damit
gegenüber,der kälteren Umgebung diamagnetisch. Es wird also zu Stellen geringerer Kraftschlußdichte getrieben und kälteres
Gas aus d?r Umgebung strömt nach, Dieses wird ebenfalls aufgeheizt und wieder aus dem Feld getrieben. Es entsteht auf
diese Weise ein "magnetischer Wind", durch den das Meßdraht« system abgekühlt wird» Zu dieser magnetischen Konvektj-onaströmung
kommt noch die normale Vifarmekonvektion hinzu, die sich bei« de vektoriell addieren.
Zur Sauerstoffmessung naph diesem Verfahren verwendet man mindestens zwei Meßsysteme, indem ein System als Meßwiderstand in
einem inhomogenen Magnetfeld angebracht wird, während sich ein zweites1 System als Vergleichswiderstand in unm&gnet is ehern Raum
befindet. Der Meß- und Vergleio^TOum werden von dem gleichen Gae durchspült. Damit nun bei Änderung &τ Zusammensetzung des
Meßgases keine Nullpunktwanderungen auftreten, v^enn beispiels-Stickstoff durch Kohlensäure ersetzt wird, hat man das
„ δ , PA 9/17 555
Meß- oder Vergleichedrehtsystem durch Verschieben in Richtung auf einen metallischen Körp-er einstellbar ausgebildet. Das
System wurde dann solange verschoben, bis gerade keine Nullpunktwanderungen bei Änderung der Gas zusammensetzung mehr auftreten.
Weiterhin ist es auch bekannt, zum gleichen Zweck einen feststehenden metallischen Körper dem Meßdrahtsystem
mehr oder weniger anzunähern«
Es hat sich gezeigt} daß derartige Anordnungen in meßtechnischer Hinsicht sehr ungünstig sind, da die Anzeige bei Gegenwart
von Sauerstoff nicht nur vom Sauerstoffgehalt des zu untersuchenden Gases abhängig ist," sondern auch in mehr oder weniger
starkem Maße von den anderen Gaekomponenten wie z,Be Kohlensäure, Wasserstoff und dgl. VTeiterhin wird bei diesen
bekannten Anordnungen di© Skalencharakteristik insofern geändert und ist sehr unstabil, als sich nach der mehr oder weniger
zufälligen Stellung des Systems zu der Metellmasse eine andere Beziehung zwischen der Konzentration und dem Ausschlag des Messgerätes einstellt. Schließlich ist bei derartigen Anordnungen
noch eine starke Abhängigkeit der Anzeige von der jeweiligen Lage der Meßkammer vorhanden«
Pie Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, diese Nachteile zu beseitigen, Di€ Erfindung geht dabei von der Erkenntnis außf
daß die Strömungseffekte, die sich durch vektorielle Addition des magnetischen Strömungseffektes und der Konvektionseffekte
ergeben, in verschiedenen Räumen einen verschiedenen Verlauf nahmen. Wenn öioh das Maßsystem slso in ein«m andersartig begrenzten
"Raum befindet el-s das Vergleichseystem, so bildet sich die Strömungskomponente an dem Meßdraht anders aus ele am Vergleichsdraht,
Die Erfindung besteht dementsprechend darin; daß die Meß- und Vergleichsräume gleichartig ausgebildet sind«
Wenn ^rfindungsgemäß der VerglQichsraum in der gleichen Weise ausgebildet ist wie der Meßraum, ist auch di« Strömungakompo-
nente an dem Maß* und Vergleichsdraht dieselbe.
Die Meß- und Vergleichseysteme werden deshalb zweckmäßig in Kammern eingesetzt, deren räumljehe Abmessungen einander gleich
sind* Mit Vorteil wird dabei der Raum um den Meß- und Vergleichs« widerstand so ausgebildet, daß eine ungehinderte Strömung am
- 3 ~ PA 9/17 532
am Meß- und Vergleichswiderstand von allen Seiten aus erfolgen kann, um eine möglichst gradlinige Charakteristik zu erhalten.,,
Außerdem ist es zweckmäßig, die Wandungen der Meß- und Vergleichsräume aus gleichem Material dder aus Materialien glei«*
eher thermischer Eigenschaften zu machen.
Zur Erhöhung der Empfindlichkeitfkönneη gegebenenfalls vier Kammern vorgesehen werden, von denen zwei die Meßsysteme und
die beiden anderen die Vergleichssysteme darstellen, wobei dann die in ihnen befindlichen Widerstände vier Brückenzweige der
Meßanordnung bilden«,
Anhand der Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden; In Pige1 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung im Schnitt
schematisch dargestellt. Mit 1 ist hierbei der Meßdraht bezeichnet, der sich in einem inhomogenen Magnetfeld befindete
'Der deö Magnetfeld erzeugende Magnet ist ein Dauermagnet 2S der mit zwei Polschuhen 3>
und 4 versehen ist« Die Polschuhe, von denen der eine spitz und der andere hohl ausgebildet ist, bilden
die Kammerwände für die Meßkammer 3> Der Vergleichsdraht ist mit 6 bezeichnet und befindet sich in einer Kammer 7>
die die gleichen räumlichen Abmessungen aufweist. Die Kammerwände werden hierbei durch Teile aus unmagnetischen Werkstoffen 8 und
9 gebildet. Die gesamte Meßanordnung ist durch zwei Platten ΊΟ und 11 aus unmegnetischem Werkstoff zusammengehalten.
In Fig# 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für die Erfindung veranschaulicht. Hier sind zwei Meßdrähte in Verbindung mit zwei
Vergleichsdrähten vorgesehen, wobei die Meßdrähte zwei gegenüberliegende Widerstände einer Brückenanordnung darstellen. Die Veivgleichsdrähte
sind die beiden anderen Brückenzweige, Bei einer Anordnung, wie sie in Figil dargestellt ist, können Meßdraht
und Vergleichsdraht gleichfalls Teile einer Brückensehaltung sein. Die beiden anderen Brückenzweig« können dabei durch konstante
Widerstände dargestellt werden«
Bei der Anordnung nach Fig« 2 ist der Dauermagnet 12 mit vier Polschuhen 13>»Ή und 15,16"versehen. In der Nähe der zugespitzten
Polschuhenden befinden sich die Meßdrähte 17 und 18# 40.9 Meßräume 19 und 20 werden durch di« Wandteile 21 und £2 aus un-
„ 4 „ PA 9/17 533
megnetisohem Material nach, außen hin abgeschlossen«
Die Vergleichesysteme werden durch-die Vergleichsdrähte 23 und
gebildet, die in den Vergleichsräumen 25 und 26 angeordnet Bind. Hier sind den Polschuhen 13 "bis 16, gleichgeformte zugespitzte
Teile 87928f?9|3O vorgesehen* Die äußere Abgrenzung wird durch die Wandungen 31 "und 32 gebildete
1? Patentansprüche
9 Figuren
9 Figuren
Claims (1)
- PA 9/17PatentansprücheΊ« Magnetischer .Sauerßtoffmesser mit in einem inhomogenen Magnetfeld angebrachten Meßwiderständen und in unnjagnetischem Raum befindlichen YergleichswiderBtändenj gekennzeichnet duroh gleichartige Ausbildung der Meß- und Vergleichsräums,2, Magnetischer Säuerst off messer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet 9 daß die Kammerwände der Vergleichsräume eng gleichem Material oder aus Materialien gleioher thermischer Eigenschaften bestehen wie die der Meßräume 4
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