DEP0008824DA - Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Impulsen für medizinische Zwecke. - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Impulsen für medizinische Zwecke.

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DEP0008824DA
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pulse
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English (en)
Inventor
Walter Griengl
Martin Dr. Kulp
Original Assignee
Telefunken Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m.b.H., Berlin
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Impulsen für medizinische Zwecke, insbesondere für Nervenreizgeräte. Es ist bekannt, dass sowohl für diagnostische als auch therapeutische Zwecke Impulse verschiedener Form, Amplitude und Frequenz angewendet werden müssen, je nach der besonderen Eigenart des festzustellenden oder des zu behandelnden Leidens und auch nach der besonderen Konstitution des Patienten.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass der elektrische Widerstand der von den Impulsen durchflossenen Körperteile bei der Durchführung des Verfahrens erheblich schwanken kann, ebenso wie die Kontaktpotentiale. Dadurch treten bei den bekannten Anordnungen erhebliche Stromschwankungen ein, wodurch im Falle der Diagnose die Messungen verfälscht werden und im Falle der Therapie unerwünschte Folgen für den Patienten eintreten können. Die im Körper wirksame elektrische Größe ist nämlich die Stromstärke. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass die Impulsform, insbesondere die Flankensteilheit, von der Stromstärke abhängig sein kann, sodass durch Änderung des Stromes auch die "Plötzlichkeit" der Behandlung geändert werden kann, was für Therapie und Diagnose unerwünscht ist.
Gemäß der Erfindung werden diese Mängel dadurch beseitigt, dass die Patienten zugeführte Impulse dem Anodenstromkreis einer Röhre entnommen werden, die zwischen dem Steuergitter und der Anode ein auf konstantem positiven Potential gehaltenes Gitter enthält. Durch diese Maßnahme wird erreicht, dass der Anodenstrom von der Anodenspannung weitgehend unbeeinflusst ist, so dass weder Verfälschungen der Messungen noch eine Fehlbehandlung des Patienten zu befürchten sind.
Dem Steuergitter dieser Röhre können impulsförmige Spannungen im Rahmen der Erfindung in verschiedener Weise zugeführt werden. Eine besonders einfache Anordnung ergibt sich, wenn im Gitterkreis der Röhre ein Kondensator angeordnet wird, der über eine periodische Schalteinrichtung regelbarer Frequenz und eine Einrichtung zur Regelung der Stromstärke geladen und entladen wird. Auf diese Weise können Impulse der durch die Schalteinrichtung gegebenen Form, z.B. Rechteck-Impulse, in ihrer Amplitude beeinflussbar auf den Patienten gebracht werden. Wird der Kondensator oder dessen Ladewiderstand regelbar ausgebildet, so lassen sich auch die Impulsflanken bezüglich ihrer Steilheit bequem und unbeeinflusst von anderen Größen einstellen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Abbildung 1 dargestellt. Im Anodenstromkreis der Pentode P liegt der Körper des Patienten. Die Pentode wird durch das auf die Kathode folgende Steuergitter impulsmäßig gesteuert. Zwischen Steuergitter und Anode liegt ein auf festem positiven Potential U gehaltenes Schirmgitter. Außerdem ist noch zur Unterdrückung von Sekundäremissionen zwischen Schirmgitter und Anode ein Bremsgitter vorgesehen.
Zwischen Gitter und Kathode liegt ein Kondensator C(sub)1, der abwechselnd über einen Widerstand R(sub)1 aufgeladen wird und sich über einen Widerstand R(sub)2 entladen kann. Dieser Vorgang wird durch einen Motor gesteuert und mit jeder Umdrehung des Motor wiederholt. Dazu dienen zwei feststehende unterteilte und gegeneinander isolierte Schleifringe A und B, die in Abb. 1 aufgeschnitten und in eine Ebene auseinander gerollt sind. Auf den Ringen laufen zwei, durch den Motor gedrehte Bürsten B(sub)1 und B(sub)2, die beiden Ringe überdecken und so zwischen benachbarten Segmenten der Ringe eine leitende Verbindung herstellen. Die Bürsten sind durch Pfeile angedeutet. Sie müssten also in dieser Darstellung über A und B bei konstantem Abstand hinweglaufen, etwa nach unten, wobei das obere Ende der Ringe immer wieder unten angesetzt zu denken ist. Man sieht aus Abb. 1, dass B(sub)1 zunächst die Aufladung von C(sub)1 über R(sub)1 vermittelt bis zur Spannung U(sub)1 oder weniger und darauf B(sub)2 die Entladung über R(sub)2 wieder zurück bis zur Spannung U(sub)2, die dem Anodenstrom Null (B-Punkt) der Röhre entspricht. Dann vertauschen B(sub)1 und B(sub)2 die Rollen. Bei jeder Umdrehung der Bürsten werden also zwei Perioden erzeugt. R(sub)1 und R(sub)2 sollen denselben Wert haben, damit der Spannungsanstieg an C(sub)1 dieselbe Steilheit hat wie der Spannungsrückgang und die Anodenstromimpulse symmetrisch werden. Die Steilheit und die Amplitude der Impulse sind durch Veränderung von C(sub)1 und Verschiebung des Abgriffes am Potentiometer R(sub)3 regulierbar. Man erhält auch gekappte Impulse, wenn nämlich die Aufladung von C(sub)1 schon abgeschlossen ist, ehe auf Entladung umgeschaltet wurde.
Es ist auch erwünscht, die Dauer der Impulse variieren zu können. Um dieses zu erreichen, ist vorgesehen, dass von den an sich feststehenden Schleifringen der Ring B gegen A verdreht werden kann. Es wird so die Aufladezeit variiert. Eine Verlängerung dieser Zeit darf jedoch nicht so weit getrieben werden, dass die Aufladezeit größer wird als die Entladezeit, da sonst C(sub)1 nicht wieder vollständig entladen werden kann. Dies kann man durch Anschläge für den Ring B verhindern. Es ist also auf diese Weise möglich, alle Arten von Sägezahnimpulsen zu erzeugen. Um aber auch Wechselstromimpulse analoger Form zu bekommen, ist eine Vorrichtung getroffen, um in jeder zweiten Hälfte einer Motorumdrehung den Ausgangskreis umzupolen. Dies geschieht durch die Schleifringe C und D bzw. E und F, die feststehen und auf denen die Bürsten B(sub)3 und B(sub)4 laufen. Der Wechsel der Polung nach jedem halben Umlauf ist aus der Schaltung zu ersehen. Es können also auf diese Weise auch Wechselstromimpulse aller gewünschten Formen den Patienten durchfließen.
Wünscht man nun Gleichstromimpulse, so kann die negative Halbwelle durch Öffnen des Schalters S(sub)3 unterdrückt werden. Will man nicht dauernd Impulse auf den Patienten geben, sondern nur hin und wieder eine kleinere Anzahl, so legt man den Schalter S(sub)1 in die Stellung II und schaltet nach Belieben den Knopfschalter S(sub)2 ein und aus.
Es ist wichtig, dauernd die Stromimpulse durch den Patienten kontrollieren zu können. Dazu dient das Sichtrohr H einer Braunschen Röhre. Würde man hier die Spannung am Patienten registrieren, so würde man bei Veränderung des Patientenwiderstandes falsche Anzeigen erhalten, da das Wirksame im Patienten der Strom ist. Deshalb wird der Strom angezeigt, und zwar als Spannung an dem festen Anodenwiderstand R(sub)4, der aus diesem Grunde auch die Umpolung mitmacht.
Die Ablenkspannung zur Zeitablenkung am Braunschen Rohr H muss wiederum mit der Umdrehungsfrequenz des Motors übereinstimmen und außerdem im richtigen Augenblick, nämlich zu Beginn der Impulsperiode beginnen. Es gibt verschiedene Wege hierzu. Am einfachsten wird mit jeder neuen Umdrehung des Motors ein Kondensator (C(Sub)2) über einen Widerstand (R(sub)6) auf eine positive Spannung aufgeladen, die von einem Potentiometer R(sub)5 abgegriffen wird und als Ablenkspannung am Sichtrohr dient. Es sind dazu wieder zwei Schleifringe I und K vorgesehen, die durch eine Bürste B(sub)5 leitend verbunden werden. Phasenmäßig muss B(sub)5 dieselbe Lage haben wie B(sub)1. Hier beginnt die Aufladung. Am Rande einer Umdrehung muss aber C(sub)2 wieder entladen werden, damit die neue Aufladung beginnen kann. Dazu ist ein kleiner Sektor vorgesehen, der C(sub)2 kurzschließt. Mit Erhöhung der Frequenz wird die erreichte Aufladung geringer, damit auch die Länge der Periode auf dem Sichtrohr. Sollte schließlich das Bild auf dem Sichtrohr H zu kurz werden, so muss man an R(sub)5 die abgegriffene Spannung erhöhen.
Auch die Erzeugung von Einzelimpulsen an Stelle der periodischen Impulsfolgen ist mit der erfindungsgemäßen Einrichtung leicht möglich. Es wird dieses Herausgreifen einer Periode aus der
Gesamtfolge am besten mechanisch durch den Motor selbst erfolgen. Mit jedem Drücken eines Knopfes oder Hebels soll einmalig eine Impulsperiode den Patienten treffen. Der Motor muss vor dem Anheben des Hebels bereits laufen, aber der Strom durch den Patienten unterbrochen sein. Er muss unabhängig davon, wann und wielange der Hebel angehoben wird, erst im Moment des Periodenbeginns eingeschaltet und am Ende der Periode abgeschaltet werden. Dazu werden auch die Schleifringe I, K und Bürsten B(sub)5 benutzt, indem die Einschaltung mit beginnender Ladung von C(sub)2 und die Abschaltung im Moment der Entladung erfolgt. Es darf aber eine neue Einschaltung erst möglich sein, nachdem der Hebel vollständig zurückgelegt und wieder neu eingelegt worden ist. Es sind solche Vorrichtungen bereits für andere Zwecke entwickelt und bekannt geworden.
Ein Merkmal der Erfindung besteht darin, dass die Pentode in solcher Weise mit der geerdeten Stromquelle verbunden ist, dass an dem Patienten keine höhere Spannung gegen Erde liegt, als unbedingt notwendig. Zu diesem Zweck liegt nach Abb. 1 die eine Elektrode des Patienten auf Erdpotential. Die Kathode ist dabei geerdet, was zur Folge hat, dass für die Schirmgitterspannung eine besondere Spannungsquelle vorgesehen sein muss.
In Abb. 2 ist gleichzeitig dafür gesorgt, dass für die Erzeugung der Rechteck- und Sägezahnimpulse nur eine Stromquelle erforderlich ist. Die Anode führt ebenso wie das Schirmgitter der Pentode und wie die Anoden der übrigen Röhren Erdpotential. Die Kathode ist gleichstrommäßig an hohe (negative) Spannung gelegt. als periodische Schalteinrichtung zur Steuerung der Pentode dient in diesem Ausführungsbeispiel ein fremdgesteuerter Multivibrator, der aus den Röhren A und B besteht, mit regelbarer Impulsteilung. Die Fremdsteuerung erfolgt durch einen Sinusgenerator SG regelbarer Frequenz. Der Schalter S 1 weist eine Stellung zur Erzeugung der Rechteck und Sägezahnimpulse und eine zweite Stellung zur Benutzung des Sinusstromes im Patientenkreis auf. Der andere Schalter S 2 ist in seinen vier Stellungen maßgebend für periodische Rechteck- oder Sägezahnimpulse oder einfache Rechteck- oder Sägezahnimpulse.
Es sind ferner zwei Ausgänge vorgesehen, Ausgang I für Rechteck- und Sägezahnimpulse (S 1 nach links), Ausgang II nur für Sinusstrom (S 1 nach rechts). Hierdurch wird der Aufwand an Schaltmitteln klein, aber trotzdem nicht die Möglichkeit von Fehlschaltungen zugelassen.
Im einzelnen arbeitet die Schaltung nach Abb. 2 folgendermaßen:
Ein Sinusgenerator erzeugt Wechselstrom variabler Frequenz, aber konstanter Amplitude. Zur Erzeugung von Rechteckimpulsen wird dieser Wechselstrom an das Gitter der Röhre A geleitet. Die Röhren A und B stellen aus jeder Sinusperiode einen Rechteckimpuls einer durch das Potentiometer R(sub)1 einstellbaren Dauer dar. A und B bilden einen nicht selbstständig schwingenden, sondern gesperrten Multivibrator, der erst durch jede Sinusperiode zum einmaligen Kippen ausgestoßen wird. Da im Ruhezustand A gesperrt ist und B Strom führt, entstehen beim Kippen an der Anode von Röhre B positive Rechteckimpulse. Diese gehen bei Stellung I von Schalter S(sub)2 an das Potentiometer R(sub)3. Die Pentode C ist gitterseitig auf den B-Punkt eingestellt, führt also erst Anodenstrom mit dem Eintreffen des Impulses. Dieser Anodenstrom fließt über den Schalter S(sub)1 (linke Stellung) und einen Anodenwiderstand durch den Patienten, der an Ausgang I ausgeschlossen ist, zum positiven Pol der Spannungsquelle, der geerdet ist. Der negative Pol und damit auch die Kathoden der Röhren haben hohe Spannung gegen Erde. Da die Anode der Pentode C keine Anodenspannung bekommt, solange kein Patient angeschlossen ist, andererseits das Schirmgitter Spannung führt, ist durch richtige Dimensionierung des Schirmgitterwiderstandes R(sub)4 darauf zu achten, dass keine Überlastung des Schirmgitters vorkommt.
Für periodische Sägezahnimpulse ist S(sub)2 auf Stellung II umzuschalten. Diese werden aus den Rechteckimpulsen durch allmähliche Aufladung von C(sub)5 über den Widerstand R(sub)5 gewonnen.
Werden Einzelimpulse gewünscht, die durch ganz kurzfristiges Kurzschließen von Gitter und Kathode der Röhre A mit Schalter S(sub)3 ausgelöst worden, so erhält man in Stellung III von S(sub)2 Einzelrechteckimpulse, in Stellung IV Einzelsägezahnimpulse. Diese vier Impulsarten erscheinen nur am Ausgang I. Wollte man in dieser Schaltung auch den Sinusstrom auf den Patienten wirken lassen, so hätte man Schalter S(sub)1 nach rechts umzulegen. Dadurch würde der Ausgang des Sinusgenerators auf das Potentiometer
R(sub)3 geschaltet, und die Röhre C von B-Betrieb auf A-Betrieb umgeschaltete, um auch die negative Halbwelle zu verstärken. Die Anode von C wäre dann auf den Ausgang II umgelegt, denn der Anodenstrom könnte den Patienten nicht direkt durchfließen, da dieser Strom kein Wechselstrom, sondern ein sinusförmig schwankener Gleichstrom ist. Die Wechselspannung für den Patienten müsste kapazitiv von dem Anodenwiderstand R(sub)6 abgenommen werden, sodass die Unabhängigkeit des Patientenstromes von Widerstandsschwankungen und Polarisierungsspannung nicht gegeben ist.
Um diese Unabhängigkeit auch für Wechselstrom zu erreichen, kann diese Schaltung gemäß Abb. 3 durch Verwendung von zwei Pentoden ergänzt werden. Die Schalter S(sub)1,
S(sub)2 und S(sub)3 haben in ihren Stellungen dieselbe Aufgabe wie in Abb. 1. Die Röhren A und B erzeugen wieder aus dem Sinus eines Rechteckimpuls einstellbarer Dauer.
Für jede Halbwelle der Sinusperiode ist eine Pentode C und D vorgesehen. Ihre Arbeitsweise soll an dem Prinzipschaltbild Abb. 4 erläutert werden. Die Schalter b, c, d und e mögen die gestrichelte Stelleung einnehmen. Dann liegt die Sinusspannung an beiden Gitterwiderständen R(sub)6 und R(sub)7. Die Röhren C und D arbeiten im B-Betriebe und werden gitterseitig im Gegentakt gesteuert, sodass in der einen Halbperiode nur die eine, in der anderen nur die andere Strom führt. Anodenseitig sind sie so geschaltet, dass ihre Anodenströme den Patienten an Ausgang II in entgegengesetzten Richtungen durchfließen. In beiden Richtungen ist dann die Pentodeneigenschaft, nämlich Unabhängigkeit von der Anodenspannung, wirksam. Wenn aber gleichzeitig die Möglichkeit vorgesehen sein soll, den Patienten an der einen Elektrode zu erden, so ist ein Mehraufwand an Gleicspannungsmitteln erforderlich. Beide Röhren müssen getrennte Anoden- und Gitterspannungsquellen haben. Deshalb sind gemäß Abb. 3 im Netzteil zwei Anodenwicklungen mit Gleichrichtern und Siebmitteln erforderlich. Da für die Rechteck- und Sägezahnimpulse an sich das Vorhandensein zweier Endröhren nicht nötig ist, soll
Die zweite Röhre wenigstens insofern ausgenutzt werden, als sie zur Verstärkung der anderen dieser parallel geschaltet wird, wenn Rechteck oder Sägezahnimpulse an den Patienten, der jetzt an Ausgang I angeschlossen sein muss, gelegt werden sollen. Man kann dann als Endröhre eine schwächere Type verwenden. Für diese Impulse werden dann die Schalter b, c, d und e in die ausgezogene Stellung der Abb. 4 umgelegt. In Abb. 3 geschieht dies durch den einen Schalter S(sub)1, der fünfteilig ist.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt Abb. 5. Diese Ausführung erfüllt alle oben gestellten Forderungen - abgesehen von der Erzeugung einer sinusförmigen Wechselspannung - indem sie bei Unabhängigkeit des Impulsstromes vom Widerstande des Patientenstromkreises und bei Erdung einer Elektrode des Patientenstromkreises wahlweise rechteck- und trapezförmige Impulse mit veränderlichem Anstieg, sowohl periodisch als auch einzeln zu erzeugen gestattet. Hierbei können Wechselimpulse ebenso wie Impulse nur einer Richtung gegeben werden. Auch können Einzelimpulse, deren Länge nicht durch Einstellung der Schaltmittel selbsttätig, sondern durch Tastendruck bestimmbar ist, gegeben worden.
Die Ausführungsform gemäß Abb. 5 zeichnet sich durch besondere Einfachheit aus. Als Generator dienen die als selbstgesteuerter Multivibrator arbeitenden Röhren V 1 und V 2. Die Impulsteilung und die Impulsfrequenz - beide Größen sind voneinander abhängig - können mit Hilfe der Potentiometer 5 und 6 unter Benutzung einer Eichtafel eingestellt werden.Zur Auswahl des Bereiches dient der Schalter 1, der die Kondensatoren (C) der den beiden Relais zugeordneten RC-Glieder auszuwählen gestattet. Es ist ohne weiteres möglich, mit einer solchen Anordnung den Frequenzbereich zwischen 0,1 und 500 Hz zu variieren, was für Reizgeräte erwünscht ist. Der Anodenstrom der Röhre V 2 steuert das Relais 11, dessen Anker besonders leicht ausgebildet ist, damit er den hohen Frequenzen folgen kann. Das Relais 11 steuert die Gitterspannung der Pentode V 3. Im Gitterkreis dieser Pentode sind veränderliche RC-Glieder (Kondensatoren 13 und Widerstand 14) angeordnet, um die Rechteckimpulse wahlweise in trapezförmige Impulse umzugestalten. Z.B. kann die Bestimmung der Flankensteilheit durch Auswahl eines Kondensators mittels des Schalters 3 erfolgen. Die Stromstärke der Impulse kann mittels der Potentiometer 8 und 9 eingestellt werden. Zur Auswahl verschiedener Betriebsarten dient der Schalter 2. Un seiner ersten (gezeichneten) Stellung werden periodische Impulse erzeugt, da in diesem Falle die Röhren V 1 und V 2 als Multivibrator arbeiten. In Stellung 2 des Schalters 2 erhält die Röhre V 2 eine so große negative Gitterverspannung, dass der Anodenstrom gesperrt ist; gleichzeitig wird der Kondensator C aufgeladen. Wird jetzt der Schalter in die Stellung 3 gebracht, so erfolgt die Entladung des Kondensators, wobei am Gitter der Röhre V 2 das Potential so verlagert wird, dass in der Röhre V 2 Anodenstrom fließt, der das Relais 11 betätigt. Die Impulsdauer dieses einzelnen Impulses ist also abhängig von der Zeitkonstanten des mittels des Schalters 1 ausgewählten Kondensators C und des Potentiometers 5.
Soll die Impulslänge nicht durch Schaltmittel selbsttätig, sondern von Hand gesteuert werden, so wird der Schalter 2 auf Stellung 2 gebracht und dann die Taste 7 für die Länge des gewünschten Impulses gedrückt. Die Röhre V 2 bleibt dabei gesperrt, während das Relais Strom über den Widerstand R erhält. Die Röhre V 1 ist bei der Einzelimpulserzeugung abgeschaltet.
Der Patient wird nun an die Elektrode E 1 und E 2 angeschlossen. Die Elektrode E 1 wird über das zur Messung des den Patienten durchfließenden Stromes dienende Amperemeter I an die Anode der Pentode V 3 angeschaltet, so dass dieser Strom infolge der Pentodeneigenschaften weitgehend vom Körperwiderstand unabhängig ist. Die andere Elektrode E 2, die geerdet ist, wird an das Potentiometer Sp angeschaltet. Das Potentiometer wird auf das Potential des mittleren Anodenstroms eingestellt, sodass der mittlere Anodenstrom an der Anode der Röhre V 3 in Bezug auf den den Körper durchfließenden Strom kompensiert ist. Über den Widerstand 15 liegt die Anode der Röhre V 3 parallel zum Patientenstromkreis an dem positiven Pol der Spannungsquelle. Das Netzanschlussgerät ist mit dem Stabilisator 10 versehen, damit die tiefenImpulsfrequenzen keine Rückwirkungen auf den Generator ausüben.
Durch den Schalter 4 können für das Amperemeter I zwei verschiedene Messbereiche in den Stellungen 1 und 2 ausgewählt werden. In Stellung 3 des Schalters wird das Instrument I als Ohmmeter geschaltet, so dass der Patienten-Widerstand gemessen werden kann.
In dem Anodenstromkreis der Röhre V 3 wird zweckmäßig noch ein Schauzeichen 8 zur Anzeige der jeweiligen Impulsrichtung eingeschaltet.
Der Erfindungsgedanke ist nicht auf die Anwendung in Reizgeräten beschränkt. Er kann vielmehr überall dort in der medizinischen Technik angewendet werden, wo die Wirkung auf der Strom- stärke beruht, so dass er auch für Diathermiegeräte von Nutzen ist.

Claims (23)

1. Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Impulsen für medizinische Zwecke, insbesondere für Nervenreizgeräte, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Patienten zugeführten Impulse den Anodenstromkreis einer Röhre entnommen werden, die zwischen dem Steuergitter und der Anode ein auf konstantem positiven Potential gehaltenes Gitter enthält.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Gitterkreis der Röhre ein Kondensator (Abb. 1, C 1) liegt, der über eine periodische Schalteinrichtung regelbarer Frequenz und eine Einrichtung zur Regelung des Stromes geladen und entladen wird.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensator (C 1) oder dessen Ladewiderstand regelbar ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch Kontakte (Abb. 1, CD, EF) der periodischen Schalteinrichtung jeder 2.Impuls umgepolt wird.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch Kontakte der periodischen Schalteinrichtung das Ablenksystem eines Oszillographen, der zur Anzeige der dem Patienten zugeführten Impulse dient, gesteuert wird.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die periodische Schalteinrichtung aus feststehenden, unterteilten Schleifringen, an die die Schaltmittel angeschlossen sind, und je 2 Schleifringe überbrückenden koaxial zu den Schleifringmitten umlaufenden Bürsten besteht.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Impulserzeugung dienenden Schleifringe (Abb. 1, A, B) der periodischen Schalteinrichtung gegeneinander verstellbar sind.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensator zur Erzeugung eines Einzelimpulses über eine Taste steuerbar ist.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Elektrode des Patientenanschlusses geerdet wird.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass Anode und Schirmgitter an Endpotential und die Kathode dagegen gleichstrommäßig an hohe Spannung gelegt ist.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die periodische Schalteinrichtung aus einem fremdgesteuerten Multivibrator mit regelbarer Impulsteilung besteht (Abb. 2-4).
12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass Widerstand oder kapazität des RC-Gliedes der einen Röhre des Multivibtrators regelbar ist.
13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Multivibrator entnommene Rechteckimpuls hinsichtlich der Flankensteilheit durch regelbare RC-Glieder (Abb. 2 und 3: R 5, C 5) beeinflussbar ist.
14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Amplitude des dem Multivibrator entnommenen Impulses durch ein Potentiometer (Abb. 2 und 3, R 3) einstellbar ist.
15. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Fremdsteuerung des Multivibrators durch einen Sinusgenerator einstellbarer Frequenz erfolgt.
16. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Schutzgitterröhren angeordnet sind, die im Fall der Impulserzeugung durch den Multivibrator im Gleichtakt und im Fall der unmittelbaren Impulserzeugung durch den Wechselstromgenerator im Gegentakt betrieben werden.
17. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die periodische Schalteinrichtung aus einem selbstgesteuerten Multivibrator einstellbarer Frequenz und Impulsteilung besteht (Abb. 5)
18. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 9 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Multivibrator ein Relais (11 in Abb. 5) steuert, das seinerseits die Impulse an die mit Schirmgitter versehene Endröhre (Abb. 5 : V 3) weitergibt.
19. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 9, 17 und 18, dadurch gekennzeichnet, dass in dem vom Relais gesteuerten Stromkreis Schaltmittel (8 und 9 in Abb.5) zur Einstellung der Amplitude und Schaltmittel (13, 14) zur Einstellung der Flankensteilheit angeordnet sind.
20. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 9, 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Elektrode (E 1) des Stromkreises des Patienten an der Anode der mit Schirmgitter versehenen Endröhre liegt, und dass die andere Elektrode (E 2) auf dem Potential des mittleren Anodenstroms gehalten ist.
21. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 9, 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf dem Potential des mittleren Anodenstromes liegende Elektrode (E 2) geerdet ist.
22. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 9, 17 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass im Patientenstromkreis ein Schauzeichen (Sp) liegt, das die Stromrichtung anzeigt.
23. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 9, 17 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannungen der Stromquelle stabilisiert sind.

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