DEP0001525BA - Mit einer elektrischen Maschine (Motor, Generator) gemeinsame, zweifach gelagerte Riemen- o. Seilscheibe - Google Patents
Mit einer elektrischen Maschine (Motor, Generator) gemeinsame, zweifach gelagerte Riemen- o. SeilscheibeInfo
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Description
Bei mit Riementrieb versehenen elektrischen Maschinen (Motor oder Generator) von mehr als 100 kW Leistung ist es aus mechanischen Gründen oft nicht mehr möglich, die Riemenscheibe fliegend auf dem Wellenstumpf der elektrischen Maschine zu befestigen. Bei der fliegenden Befestigung würden sowohl die Lagerdrücke als auch die Durchbiegung der Welle unzulässig groß werden, so daß man Ausführungen wählen muß. wie sie in Fig. 1 und Fig.2 der Zeichnung dargestellt sind.
Fig. 1 zeigt eine Ausführung, bei der die Riemenscheibe für sich in zwei Lagern gelagert ist und durch eine Kupplung mit der ebenfalls für sich gelagerten elektrischen Maschine verbunden wird. Diese Ausführung erfordert infolge der Verwendung von insgesamt vier Lagern, zweier Wellen und einer Kupplung einen großen Herstellungs- und Materialaufwand und verlangt einen großen Aufstellungsraum.
Eine vereinfachte Ausführung, die aber nicht immer zulässig ist, zeigt die Fig. 2, bei der die Riemenscheibe auf die verlängerte und in drei Lagern abgestützte Motorwelle aufgezogen ist. Diese Ausführung besitzt zwar weniger Teile als die nach Fig. 1, ist aber montagetechnisch umständlicher und kann bei nicht genauer Ausrichtung der drei Lager zu Betriebsstörungen führen.
Bei langsam laufenden Aufzugsmotoren ist es auch bekannt, das Mittellager fortzulassen und Seiltrommel und Anker der elektrischen Maschine voneinander getrennt auf die bearbeitete Welle aufzusetzen. Dazu muß aber die Welle genügend biegungssteif, also verhältnismässig dick ausgebildet werden. Darauf ist es zurückzuführen, daß diese Ausführung nur in Sonderfällen benutzt wird.
Erfindungsgemäß wird die mit einer elektrischen Maschine (Motor, Generator) gemeinsam zweifach gelagerte Riemen- oder Seilscheibe mit dem umlaufenden Teil der elektrischen Maschine
durch Konstruktionselemente vereinigt, die auf die gemeinsame Welle in an sich bekannter Weise (deutsche Patentschrift 542 237) aufgeschweißt sind. Dadurch erhält die Welle eine große Biegungsfestigkeit und kann selbst wesentlich dünner bemessen werden. Ferner ist es möglich, dafür eine unbearbeitete oder nur wenig bearbeitete, z.B. vorgeschruppte Welle, zu verwenden, die nur an ihren beiden Lagerenden abgedreht zu werden braucht. Dadurch wird sowohl eine in jeder Hinsicht einfacherer und billigerer als auch eine betriebs- und montagetechnisch einwandfreie Ausführung erreicht.
Eine solche Ausführung ist beispielsweise in Fig. 3 dargestellt. Um eine möglichst biegungssteife Welle 1 zwischen den weit voneinander entfernten Lagern 2 zu erreichen, werden auf die Welle Konstruktionselemente in Form von nahezu über die ganze Wellenlänge sich erstreckende Speichen 3 z.B. sternförmig aufgeschweißt, wodurch das Widerstandsmoment der Welle außerordentlich vergrößert wird. Auf diese Speichen sind einerseits die Trommel 4 der Riemenscheibe unmittelbar aufgeschweißt und andererseits die umlaufenden Teile 5 der elektrischen Maschine, die durch eine aufgeschweißte Verkeilung oder eine beliebige andere Konstruktion damit verbunden sind irgendwie aufgebracht. Dadurch sind die Trommel 4 und die umlaufenden Teile 5 der Maschine über die Speichen 3 miteinander vereinigt.
Die Vorteile, die sich bei dieser Ausführung duch Material- und Arbeistersparnis ergeben, liegen auf der Hand. Es ist weiterhin ersichtlich, daß bei der beschriebenen Ausführung die Welle mit außerordentlich großer Steifigkeit ausgebildet werden kann, wodurch sich betriebliche Vorteile für die elektrische Maschine ergeben. Schließlich ist es einleuchtend, daß die Montage einer solchen zweifach gelagerten Maschine einfacher ist, als die mehrfach gelagerter Maschinen.
Anstatt die Welle durch angeschweißte Speichen zu versteifen, kann auch eine Konstruktion gewählt werden, bei der die Welle als ganzes durch eine Hohltrommel ersetzt wird, die auf der einen Seite entweder unmittelbar die Riementrommel darstellt oder diese trägt und die auf der anderen Seite zur Befestigung der umlaufenden Teile der elektrischen Maschine dient. Für die Lagerung können in diesem Falle an den beiden Enden Wellenstummel in die Hohltrommel eingeschweißt sein.
Claims (4)
1.) Mit einer elektrischen Maschine (Motor, Generator) gemeinsame, zweifach gelagerte Riemen- oder Seilscheibe, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit dem umlaufenden Teil der Maschine durch Konstruktionselemente vereinigt ist, die auf die gemeinsame Welle aufgeschweißt sind.
2.) Riemen- oder Seilscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsamen Konstruktionselemente auf eine unbearbeitete oder nur vorgeschruppte Welle aufgeschweißt sind.
3.) Riemen- oder Seilscheibe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Konstruktionselemente insbesondere sternförmig über nahezu die ganze Wellenlänge reichende Speichen sind.
4.) Riemen- oder Seilscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ihre mit der elektrischen Maschine gemeinsame Welle durch einen Hohtrommel mit eingesetzten Wellenstümpfen gebildet ist.
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