DEP0000440MA - Zeitnormal, insbesondere für eine Zeitwaage zur Prüfung und Aufzeichnung der Eigenschaften von Uhren besonders ihres Ganges - Google Patents
Zeitnormal, insbesondere für eine Zeitwaage zur Prüfung und Aufzeichnung der Eigenschaften von Uhren besonders ihres GangesInfo
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Description
Es sind bereits mehrere Arten von Einrichtungen zur Prüfung von Uhren zwecks Fehlererkennung und Verbesserung der Gangleistung bekannt geworden. Solche Einrichtungen, die mit dem Ausdruck Zeitwaage bezeichnet werden, stellen es sich zur Aufgabe, die individuellen Eigenschaften von Uhren zur Verbesserung der Gangleistung zu erkennen und die Reparaturzeit erheblich abzukürzen. Der Uhrmacher hat es z.B. bei der Benutzung einer solchen Einrichtung nicht notwendig, eine reparierte Uhr auf ihre Genauigkeit jedesmal längere Zeit in verschiedenen Lagen zu beobachten, sondern kann durch Beobachtung der auftretenden Interferenzen in kurzer Zeit feststellen, nach welcher Richtung hin eine Einregulierung der in Frage kommenden Uhr notwendig ist. Eine solche Einrichtung besteht aus einem Tonfrequenzgenerator, der quarzgesteuert als Zeitnormal dient, einem Mikrofon mit Verstärker, das die Ganggeräusche der Uhr in elektrische Impulse umsetzt, und einem Registriergerät zur Registrierung der Ungenauigkeiten, z.B. auf einem Papierstreifen. Es sei hierzu hingewiesen auf den sogenannten Vibrografen, einer Zeitwaage nach Ing. E. Marti, beschrieben und dargestellt in der "Schriftenreihe der Gesellschaft für Zeitmesskunde und Uhrentechnik" zwölfter Band: Schaltwerk-Uhren und Zeitwaagen, Seite 61 - 68.
Allen Zeitwaagen gemeinsam ist das Zeitnormal hoher Genauigkeit, mit dem die zu untersuchende Uhr verglichen wird. Ein solches Zeitnormal ist eine verhältnismässig komplizierte und kostspielige Einrichtung, die es bisher verhindert hat, dass die Zeitwaage sich in nennenswertem Umfange in die Praxis, insbesondere direkt bei den Uhrmachern einführen konnte. Ihr Anwendungsgebiet beschränkt sich allein schon aus wirtschaftlichen Gründen in erster Linie auf grössere Uhrenfabriken. Bei dem Vibrografen dient ein Schwingquarz (Dickenschwinger), der bei Anlegung einer elektrischen Spannung mit einer Frequenz von 87 480 Hz schwingt, als Normal. Diese Frequenz wird in 8 Stufen auf 60 Hz herabgesetzt und dann zum Antrieb des Registriergerätes verwendet. Die Kosten dieser Einrichtung sind aber so hoch (mehrere tausend Mark), dass sie für allgemeine Zwecke unmöglich benutzt werden kann.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf ein Zeitnormal, insbesondere für eine Zeitwaage und bezweckt, ein Zeitnormal anzuwenden, das praktisch unmittelbar von jedem Benutzer der Zeitwaage ohne erheblichen Kostenaufwand benutzt werden kann.
Gemäss der Erfindung wird das Zeitnormal eine Frequenz, z.B. eine Tonfrequenz angewendet, die dem Benutzer durch das Fernsprechnetz zugeführt wird. Dadurch werden die Kosten des Normals auf viele Benutzer verteilt, und es entsteht ein billiges Zeitnormal. Dies kann vorzugsweise dadurch geschehen, dass der Benutzer eine bestimmte Fernsprechnummer verlangt bzw. Kennziffer wählt, die ihn mit der in Frage kommenden Tonfrequenz verbindet (siehe Abb. Teil 1). In derselben Art z.B., wie die Zeitansage von einem Teilnehmer gewählt wird, kann der Benutzer das vom Fernsprechamt gegebene Zeitnormal wählen, das über eine Spezialsteckdose abgenommen und der Verstärkereinrichtung bei dem Benutzer, der eigentlichen Zeitwaage zugeführt wird.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, dass als Zeitnormal der Kammerton a verwendet wird.
Es ist bereits teilweise eingeführt und es wird laufend weiter in den grösseren Städten eingeführt, für die Musiker zum Stimmen ihrer Instrumente den Kammerton a über das Fernsprechamt zur Verfügung zu stellen. Da also bereits diese Einrichtung vorhanden ist, kann sie für die Zeitwaage als Zeitnormal ausgenutzt werden, unter der Voraussetzung, dass die heutige Frequenzkonstanz (10(exp)-4) auf 10(exp)-8 erhöht wird. So wird durch den Gegenstand der Erfindung eine bereits vorhandene Einrichtung in grossem Umfange für einen Zweck ausgenutzt, an den bei der Einführung der Einrichtung überhaupt nicht gedacht wurde.
Die über das Fernsprechnetz dem Benutzer der Zeitwaage zugeführte Normalfrequenz dient dann, von einer Verstärkereinrichtung in bekannter Weise verstärkt, wie z.B. beim Vibrografen, zum Antrieb des Registriergerätes. Hierzu kann der Fernsprechapparat u.a. mit einer gesonderten Steckvorrichtung nach Art einer Steckdose ausgerüstet sein (siehe Abb. Teil 3 und 4). Es entsteht eine billige Einrichtung für wenige hundert Mark.
Für solche Benutzer, die die Normalfrequenz längere Zeit benötigen, z.B. wissenschaftliche Institute, Fabriken, Laboratorien für Messzwecke, kann insbesondere eine gesonderte Fernsprechleitung zur Verfügung gestellt werden, so dass der normale Fernsprechverkehr über den Amtsapparat nicht beeinträchtigt wird. In diesem Falle kann die Tonfrequenz über eine besondere Steckdose, die völlig unabhängig von einem Fernsprechapparat ist, abgenommen werden (siehe Abb. Teil 2).
Das gemeinsame Normal ist durch die Benutzung eines Schwingquarzes höchstkonstant (10(exp)-8) und anderen Einrichtungen weit überlegen gegenüber z.B. dem Lichtnetz von 50 Hz, das zwar über grösste Zeitabschnitte durch Nachdrehen konstant gehalten wird, in kleineren Zeitabschnitten aber stark schwankt (kleiner 10(exp)-4). Es ist daher zur Erreichung des Zweckes der Erfindung nicht möglich, das Lichtnetz bei dem heutigen Stande der Technik für das Zeitnormal auszunutzen.
In der Zeichnung ist die Anordnung gemäss der Erfindung schematisch dargestellt.
Der Normalfrequenzgeber befindet sich im Fernsprechamt oder in einem Normalzeithaus. Hiermit ist über eine Fernsprechleitung der Benutzer der Zeitwaage verbunden, z.B. parallel zu dem Fernsprechapparat liegt über einen Verstärker der Synchronmotor, der das Registrierwerk antreibt.
Es liegt natürlicherweise im Rahmen der Erfindung, das Zeitnormal nicht für eine Zeitwaage der beschriebenen Art auszunutzen, sondern ganz allgemein, z.B. zum Antrieb einer Normaluhr, eines Normalmotors o.dgl.
Claims (7)
1. Zeitnormal, insbesondere für eine Zeitwaage zur Prüfung und Aufzeichnung der Eigenschaften von Uhren, besonders ihres Ganges, dadurch gekennzeichnet, dass als Zeitnormal eine Frequenz, z.B. eine Tonfrequenz, angewendet wird, die dem Benutzer der Zeitwaage durch das Fernsprechnetz oder ein gesondertes Netz zugeführt wird.
2. Zeitnormal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Benutzer der Zeitwaage eine bestimmte Fernsprechnummer verlangt bzw. Kennziffer wählt, die ihn mit der in Frage kommenden Tonfrequenz, die als Zeitnormal dient, verbindet.
3. Zeitnormal nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das vom Fernsprechamt gegebene Zeitnormal über eine elektrische Verstärkereinrichtung, die sich beim Benutzer der Zeitwaage befindet, der Zeitwaage zugeführt wird.
4. Zeitnormal nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Zeitnormal eine bereits über das Fernsprechnetz gegebene Frequenz benutzt wird, insbesondere der Kammerton a.
5. Zeitnormal nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum Anschluss der Zeitwaage an das Fernsprechamt der Fernsprechapparat mit einer gesonderten Vorrichtung, z.B. mit einer Steckdose ausgerüstet ist.
6. Zeitnormal nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass für die Zeitwaage eine gesonderte Fernsprechleitung vorgesehen wird, an die die Zeitwaage angeschlossen wird.
7. Zeitnormal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Zeitnormal ausgenutzt wird zum Antrieb einer Normaluhr, eines Normalmotors o.dgl.
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