DEO0002190MA - - Google Patents
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Description
Tag der Anmeldung: 27. Februar 1952 Bekanntgemacht am 3. November 1955
Bei der Kinoprojektion ist es bekanntlich erforderlich, den Strahlengang während des Filmtransportes
abzublenden. Eine weitere Abblendung erfolgt aber auch noch während des Bildstandes, um
das sonst auftretende Bildflimmern zu unterdrücken. Bei der bisher gebräuchlichen Bildfrequenz von 24
Bildern pro Sekunde wird also der Strahlengang 48mal in jeder Sekunde abgeblendet. Die von der
Lichtquelle während der Zeit der Abblendung abgestrahlte Leistung ist daher eine reine Verlustleistung.
Sie beträgt, da die Hell- und Dunkelperioden gleich lang sind, 50 %>
der gesamten Lichtleistung. Es wurde aus diesem Grunde bereits vorgeschlagen, eine Lichtquelle, die mit ihrer Lichtemission
trägheitslos den Stromstärkeänderungen folgt, stoßweise zu belasten und dadurch bei gleicher
mittlerer Belastung einen nicht unerheblichen Lichtgewinn gegenüber dem normalen Betrieb zu erzielen.
Die Voraussetzung, daß die Lichtemission trägheitslos der Stromstärke folgt, ist z. B. bei Gasentladungslampen
gegeben, also auch bei Quecksilber- und Edelgashöchstdrucklampen, die sich bekanntlich
wegen ihrer hohen Leuchtdichte gut für Projektionszwecke eignen.
Es sind auch bereits Anordnungen bekannt, bei denen eine stoßweise Belastung derartiger Lampen
für Kinoprojektoren erfolgt.
Es wurde z. B. vorgeschlagen, bei der Verwendung einer Gleichstromquelle eine periodische
Unter- und Überbelastung einer Gasentladungslampe mit Hilfe eines durch die umlaufende Blende
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gesteuerten Kontaktes herbeizuführen, der einen 'JViI des StromlR'gren/.ungswiderstandes kurzschließt.
Derartig mechanisch gesteuerte Anordnungen haben aIxt den Nachteil, daß bei den hohen
Stromstärken, die Ihm 1 löchstdrucklampen auftreten,
sich erhebliche Lichtbögen an den Unterbrechungsstelleii
bilden, was leicht zu unliebsamen Störungen führen kann.
Hei oiikm· anderen bekannten Anordnung wird
ίο bei Hotlieb aus dem Wechselstromnetz ein Kondensator
über einen Gleichrichter aufgeladen und über die Lampe entladen. |e nach Bemessung dieses
Kondensators und einer im Entladungskreis liegenden Induktivität wird dabei die Lampe mit einem
(ileichstroin mit mehr oder weniger großer Welligkeit gespeist. Der I lelligkeitsunterschied ist also
durch die Welligkeit der erzeugten Gleichspannung bestimmt.
11VπHT sind Schaltungsanordnungen für Entla-
ao dungslampeii bekannt, bei welchen die Entladungslampen
von einem periodisch die Stärke ändernden, jedoch seine Richtung nicht wechselnden, ununterbrochenen
Strom durchflossen werden, der sich aus einem ersten Stromanteil zusammensetzt, der von
einem I laltestromkreis herrührt, durch welchen der Lampe ständig ein zur Aufrechterhaltung der
Kntladung gerade ausreichender Gleichstrom zugeführt wird, während durch den zweiten Stromanteil,
der von einer impulsmodulierte Hochfre-(|uenzspaimuiigen
abgebenden Stromquelle geliefert wird, die periodische Stromstärkeänderung des die
Gasentladungslampe durchfließenden Stromes zustande kommt.
Des weiteren sind bereits Schaltungsanordiiungen für als Lichtquelle von Kinoprojektoren dienende
Gasentladungslampen beschrieben, bei welchen ein aus dem Wechselstromnetz gespeister Stoßkreis
vorgesehen ist, der der Lampe über einen Gleichrichter eine 1 lalbwellenspaimung zuführt, durch
41) die die Lampe ihre höchste Lichtleistung periodisch
erreicht. Der Gleichrichter ist bei dieser Schaltungsanordnung durch einen hochohmigen
Widerstand von solchem Widerstandswert überbrückt, daß in der Sperrphase des Gleichrichters
keine lichterzeugende Entladung zustande kommt, jedoch die Ionisation der Gas- bzw. Dampffüllung
der Lampe aufrechterhalten bleibt.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltungsanordnung für als Lichtquelle von Kinoprojektoren
dienende Gasentladungslampen, die von einem periodisch die Stärke ändernden, jedoch seine Richtung
nicht wechselnden, ununterbrochenen Strom durchlassen werden, der sich aus einem ersten Stromanteil
zusammensetzt, der von einem Haltestromkreis herrührt, durch welchen der Lampe ständig
ein zur Aufrechterhaltuiig der Entladung gerade
ausreichender Gleichstrom zugeführt wird, während durch den zweiten Stromanteil die periodische
Stromstärkeänderuug des die Gasentladungslampe durchfließenden Gosamtstroms zustande kommt.
Kennzeichnend für diese Schaltungsanordnung ist. daß der zweite Stroinaiiteil durch einen aus dem
Wechselstromnetz gespeisten Stoßkreis erzeugt wird, der der Lampe über einen Gleichrichter zusätzlich
einen Halbwellenstrom zuführt, der so bemessen ist, daß die Lampe während jeder zweiten
Halbperiode des Speisewechselstroms mit einem über ihrem Nennwert liegenden Strom belastet wird.
Dadurch, daß der Lampenstrom während der Sperrphase des Gleichrichters aus einem Gleichstrom
ljosteht, der so niedrig bemessen ist, daß gerade die Entladung aufrechterhalten wird, kann
man bei gleicher mittlerer Belastung der Lampe die Spitzen der Stoßbelastung sehr hoch wählen, so daß
eine beachtliche maximale Lichtleistung erzielt wird.
Infolge des verhältnismäßig großen Helligkcitsunterschiedes in den beiden Wechselstromhalbperioden
ist es mit der Schaltungsanordnung nach der Erfindung durchaus möglich, ohne umlaufende
Blende die periodische Abblendung des Strahlenganges durchzuführen. Ein sogenanntes »Ziehen«
der Blende tritt hierbei nicht auf.
Der Haltestromkreis der Anordnung nach der Erfindung wird vorzugsweise so ausgebildet, daß
er gleichfalls aus dem Wechselstromnetz gespeist wird. Man verwendet in diesem Fall zweckmäßig
einen Mehrweggleichricliter, von dem aus die gleichgerichtete Spannung der Lampe über einen
Strombegrenzungswiderstand zugeführt wird. Als Strombegrenzungswiderstand dient vorzugsweise
eine Drossel, da diese zusätzlich glättend auf den vom Gleichrichter gelieferten Gleichstrom wirkt.
Im Stoßkreis wird zur Gleichrichtung·vorzugsweise ein Einweggleichrichter vorgesehen, da es
hier gerade darauf ankommt, einen Halbwellenstrom möglichst hohen Scheitelwerts zu erzeugen.
Aus dem gleichen Grund eignet sich als Stabilisierungswiderstand für den Stoßkreis im Gegensatz
zum Haltestromkreis nur ein Ohmscher Widerstand.
Zum Zünden der Lampe ist eine besondere Schalteinrichtung erforderlich, da zur Zündung im
allgemeinen eine höhere Spannung benötigt wird. Wollte man diese Spannung dem Haltestromkreis
entnehmen, so würde dies eine erhebliche Überdimensionierung des Gleichrichters bedingen.
Außerdem müßte im Haltestromkreis statt eines festen ein veränderbarer Strombegrenzungswiderstand
vorhanden sein. Es ist also einfacher und zweckmäßiger, einen getrennten Zündkreis vorzusehen.
Die Zündung erfolgt zweckmäßig in der Weise, daß zunächst die Netzwechselspannung
unter Verwendung eines entsprechend dimensionierten Strombegrenzers kurzzeitig an die Lampe gelogt
wird.
Von den Abbildungen, die zur näheren Erläuterung des Erfindungsgegenstandes dienen, zeigt
Abb. ι den Strom- und Lichtstromverlauf beim Betrieb einer Höchstdruckgascntladungslampe mit
der Schaltungsanordnung nach der Erfindung. Die Kurve ι zeigt dabei den Verlauf des Lampenstroms,
während die Kurve 2 den Lichtstromverlauf darstellt.
In Abb. 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Schaltungsanordnung nach der Erfindung darge-
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■ stellt. Die Sekundärseite des an das Wechselstromnetz angeschlossenen Transformators 3 ist mit den
Wechselstromanschlüssen eines inGraetz-Schaltung betriebenen Gleichrichters 4 verbunden. Die vom
Gleichrichter 4 gelieferte Gleichspannung wird über einen Schalter 5, eine Drossel 6 und einen
Strommesser 7 der Lampe 8 zugeführt. Die als Strombegrenzungswiderstand dienende Drossel 6
ist so bemessen, daß dieser Kreis, der den Halte-Stromkreis bildet, der Lampe einen Gleichstrom zuführt,
der zur Aufrechterhaltung der Entladung gerade ausreicht. Die diesem Haltestrom zu überlagernde
Halbwellenspannung erhält die Lampe 8 vom Wechselstromnetz über einen Transformator 9,
einen Schälter 10, einen Einweggleichrichter 11 und
einen einstellbaren Strombegrenzungswiderstand 12. Zur Herbeiführung der Zündung kann die
Lampe 8 über einen Schalter 13 und eine Drossel 14 unmittelbar an das Wechselstromnetz angeschlossen
werden.
Die Inbetriebnahme der Schaltung erfolgt in der Weise, daß zunächst der Schalter 13 eingeschaltet
wird. Nach erfolgter Zündung wird mittels des Schalters 5 der Haltestromkreis eingeschaltet, dann
der Schalter 13 ausgeschaltet und mittels des Schalters 10 der Stoßkreis eingeschaltet. Selbstverständlich
ist es möglich, alle diese Schaltvorgänge mit einem einzigen, geeignet konstruierten
Schalter durchzuführen.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Schaltungsanordnung für als Lichtquelle von Kinoprojektoren dienende Gasentladungslampen, die von einem periodisch die Stärke ändernden, jedoch seine Richtung nicht wechselnden, ununterbrochenen Strom durchflossen werden, der sich aus einem ersten Stromanteil zusammensetzt, der von einem Haltestromkreis herrührt, durch welchen der Lampe ständig ein zur Aufrechterhaltung der Entladung gerade ausreichender Gleichstrom zugeführt wird, während durch den zweiten Stromanteil die periodische Stromstärkeänderung des die Gasentladungslampe durchfließenden Gesamtstroms zustande kommt, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Stromanteil durch einen aus dem Wechselstromnetz gespeisten Stoßkreis erzeugt wird, der der Lampe über einen Gleichrichter zusätzlich einen Halbwellenstrom zuführt, der so bemessen ist, daß die Lampe während jeder zweiten Halbperiode des Speisewechselstroms mit einem über ihrem Nennwert liegenden Strom belastet wird.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltestrom der Lampe über einen Strombegrenzungswiderstand von einem aus dem Wechselstromnetz gespeisten Mehrweggleichrichter zugeführt wird.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Strombegrenzungswiderstand eine Drossel vorgesehen ist.
- 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbwellenstrom der Lampe aus dem Stoßkreis über einen Einweggleichrichter zugeführt wird.
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Zündung der Lampe ein besonderer Zündkreis vorgesehen ist, der nach erfolgter Zündung und Einschaltung des Haltestromkreises abgeschaltet wird.Angezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 435 025 ;
USA.-Patentschrift Nr. 2 135 268.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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