DEN0010297MA - - Google Patents

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DEN0010297MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. März 1955 Bekanntgemacihit am 25. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf einen Tonabnehmer mit wenigstens zwei Abtastnadeln, beispielsweise für normale und Langspielplatten, die wechselweise in oder außer Betrieb gesetzt werden können und an je einem nachgiebigen Nadelhalter befestigt sind, wobei die Nadelhalter über je einen Anker mit einem gemeinsamen Umwandlungselement verbunden sind und die unerwünschten Bewegungen des nicht in Betrieb befindlichen Nadelhalters äußerlich gedämpft werden. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß derjenige Nadelhalter, der beim Betrieb des Tonabnehmers gerade nicht benötigt wird und folglich als ein einseitig gehalterter Körper mit dem Gesamtsystem verbunden ist, in Resonanz geraten kann, wenn seine Eigenfrequenz erreicht wird. Dies prägt sich, da bei dieser Frequenz Energie absorbiert wird, in der Frequeiizkennlinie des Tonabnehmers als ein verhältnismäßig scharfer Abfall aus und verschlechtert die Wiedergabe.
Um diese Erscheinung im wesentlichen zu vermeiden, ist es bereits bekannt, den nachgiebigen Nadelhalter äußerlich . zu dämpfen, indem dieser Teil unter Vermittlung eines aus Dämpfungsmaterial bestehenden Körpers mit dem Gehäuse des Rillenabtasters verbunden wird, wodurch die Amplituden der gegebenenfalls auftretenden Resonanzschwingungen stark verringert werden. Weil in allen Spiellagen des Tonabnehmers die nicht in Betrieb
60S 659/223
N10297 VIIId/42 g
befindlichen Nadelhalter derart gedämpft werden müssen, ist also auch der in Betrieb befindliche Nadelhalter mit einem solchen Körper# versehen. Die Anbringung eines Dämpfungskörpers hat zur Folge, daß gleichzeitig eine zusätzliche Steifigkeit des Nadelhalters in bezug auf das System eingeführt wird. Durch die Steifigkeit des Nadelhalters in bezug auf -das Tonabnebmergehäuse wird unter anderem die Kraft bestimmt, die zum Erzielen eines
ίο bestimmten Ausschlages der Nadel von der Seite auf sie ausgeübt werden muß. Diese Kraft ist beim Abspielen der Schallplatte an -eine gewisse Grenze gebunden, bei denen Überschreitung· die Nadel geneigt ist, längs einer der Wände die Rille zu verlassen. Dies wird durch Gewicht des Tonabnehmers verhindert, mit dem die Nadel auf eine Wand oder beide Wände der Rille drückt. .Führt man nun eine größere Steifigkeit ein, indem auf bekannte Weise zwischen dem Nadelhalter und dem Gehäuse des Tonabnehmers ein Dämpfungskörper vorgesehen wird, so' ist zum Erreichen des gleichen Nadelauisischlages eine größere Kraft erforderlich, und um zu vermeiden, daß der Tonabnehmer durch diese größere Kraft aus der Rille gedrückt wird, muß ein größeres Tonabnehmergewicht in Anwendung kommen, was wieder mit einer größeren Nadel- und Plattenabnutzung verknüpft ist.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, werden bei einem Tonabnehmer gemäß der Erfindung die nachgiebigen Nadelhalter mittels eines ganz oder teilweise aus .Dämpfungsmaterial 'bestehenden Körpers miteinander gekuppelt. Es wurde nämlich gefunden, daß bei einem Kristalltonabnehmer, bei dem die Erfindung vorzugsweise Anwendung findet, die Ge-. samtstdfigkeit der ,Nadel gegenüber dem Gehäuse im wesentlichen aus der Summe der Steifigkeiten des nachgiebigen Nadelhalters, des Ankers und des Kristalls, bezogen auf seine Torsionsachse, besteht. Weil 'die beiden erstgenannten Steifigkeiten für eine rationelle Wirkung des Tonabnehmers im Verhältnis zur zuletzt erwähnten Steifigkeit groß sein müssen, wird durch ,die Einführung· der neuen Steifigkeit des Dämpfungskörpers und das dadurch gebildete Kräftedreieck die Gesamtsteifigkeit nicht sonderlich gesteigert, wedl nur die größte Steifigkeit noch größer wird und idie kleinste Steifigkeit, durch die die erzielte Amplitude im wesentlichen bedingt wird, konstant bleibt. Folglich bleibt trotz des angebrachten Dämpfungsmaterials auch die für einen bestimmten seitlichen Ausschlag der Nadel erforderliche Kraft ,angenähert konstant, während zugleich die vorstehend beschriebene Resonanzerscheinung keinen störenden Einfluß mehr ausübt.
Eine zweckmäßige bauliche Lösung ergibt sich, wenn der ,aus Dämpfungsmaterial bestehende Körper in ,der Nähe der Nadeln an den nachgiebigen Nadelhaltern befestigt wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. -
Fig. ι ist ein Querschnitt durch einen Kristalltonabnehmer gemäß der Erfindung, von dem
Fig. 2 'eine Vorderansicht mit aufgeschnittenem Gehäuse darstellt.
In den Figuren bezeichnet 1 das Gehäuse eines Kristalltonabnehmers, der mit zwei Abtastnadeln 2 und 2' versehen ist, von denen die erstere in- Betrieb· und die letztere außer Betrieb gesetzt ist. Beide Nadeln, beispielsweise Saphire, sind an nachgiebigen Nadelhaltern 4 und 4' befestigt. Die Nadelhalter sind ihrerseits über die Anker 5 und 5' mit dem gemeinsamen Kristall 6 verbunden. Dieser Kristall ist an der Stelle 7 im Gehäuse 1 festgeklemmt und kann sowohl durch den Anker 5 als auch durch den Anker 5' um seine Längsachse tordiert werden, wobei an den Stellen 9 und 10 im Gehäuse Lager für ein Verbindungsglied 8 zwischen Kristall und Anker vorgesehen sind. Die Steifigkeit des gesamten Systems setzt sich zusammen aus der Toir- , sionssteifigkeit des Kristalls, bezogen auf seine Torsionsachse, und der Steifigkeit 'eines der Anker mit zugehörigem Nadelhalter, wobei die zuletzt erwähnte Steifigkeit viel größer als die zuerst erwähnte Steifigkeit ist. Gemäß der Erfindung sind die beiden nachgiebigen Nadelhalter mittels eines Dämpfungskörpers 11 miteinander gekuppelt, der in der Nähe der Nadeln 2 und 2' angeordnet ist. Der Dämpfungskörper 11 bildet zusammen mit den beiden Ankern und Nadelhaltern ein Kräftedreieck, wodurch zwar eine Vergrößerung der Steifigkeit des jeweils abtastenden Nadelhalters einschließlich seines zugehörigen Ankers auftritt, nicht jedoch eine Änderung der Steifigkeit des Kristalls um die Torsionsachse. Der Dämpfungskörper bedämpft aber eine etwaige Resonanz des ,nicht in Betrieb befindlichen Nadelsystems 2', 4', 5'.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Tonabnehmer mit wenigstens zwei Abtastnadeln, die ,wechselweise in oder außer Betrieb gesetzt werden können und je an einem nachgiebigen Nadelhalter befestigt, sind, wobei die Nadelhalter unter Vermittlung eines Ankers mit einem gemeinsamen Umwandlungselement verbunden und die unerwünschten .Bewegungen des nicht in Betrieb befindlichen Nadelhalters äußerlich gedämpft sind, dadurch gekennzeichnet, daß die nachgiebigen Nadelhalter mittels eines ganz oder ,teilweise aus Dämpfungsmaterial bestehenden Körpers miteinander gekuppelt sind.
2. Tonabnehmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ,der aus Dämpfungsmaterial bestehende Körper in der Nähe der Nadeln an den nachgiebigen .Nadelhaltern' befestigt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
I 609 659/223 10.56

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