DEM0025556MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Dezember 1954
Bekanntgemacht an^^^^HBHB
30.August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf Woltmannmesser, insbesondere der Bauart mit lotrecht angeordnetem
Meßflügel. Aufgabe der Erfindung ist es, die untere Meßbereichsgrenze des Woltmannmessers zu erniedrigen,
den Gesamtmeßbereich zu erweitern und die Fehlerkurve zu glätten.
Bekanntlich hängen der Anlaufwert und damit die* untere Meßbereichsgrenze des Woltmannwassermessers
wesentlich von der Güte der Lagerung des
ίο Meßflügels ab, in der Weise, daß bei geringerer
Lagerreibung der Anlaufwert herabgesetzt wird. Bei Woltmannmessern mit besonders empfindlich
gelagertem Flügel ergibt sich aber ein meßtechnischer Übelstand dadurch, daß die Fehlerkurve
bei kleinen Durchflüssen eine stärkere Überhöhung zeigt, die in der Wassermessertechnik unter dem
Namen »Steigegang« bekannt ist. Der Steigegang ist besonders bei Meßflüssigkeiten mit hoher Zähigkeit
stark ausgeprägt. Der physikalische Grund für das Auftreten des Steigeganges liegt in der Grenz- ao
Schichtbildung an der Flügelnabe und den Paletten bei kleinen Geschwindigkeiten der Meßflüssigkeit.
Die Grenzschicht haftet am Meßflügel und bewirkt eine Verengung des freien Durchtrittsquerschnitts
für die Meßflüssigkeit zwischen den Paletten, so daß die Flüssigkeit bei kleinen Durchflüssen mit
größerer Geschwindigkeit durch den Flügel strömt und der Meßflügel sich demzufolge schneller dreht,
als es ohne Vorhandensein der Grenzschicht der Fall sein würde. Bei steigenden Durchflüssen wird
die Grenzschicht mehr und mehr abgebaut, bis schließlich der volle Durchtrittsquerschnitt zwischen
den Paletten für die Meßflüssigkeit freigegeben ist. An diesem Zustand ändert sich bei weiterer Erhöhung
des Durchflusses nichts mehr; der Messer hat dann die erwünschte lineare Charakteristik, bei der
die Anzeigegenauigkeit nicht mehr vom Durchfluß abhängig ist.
509 698/220
M 255561X142 e
Die Erhöhung der Wassergeschwindigkeit zwischen den Paletten infolge der Verengung der
Durchtrittsfläche durch die haftende Grenzschicht verursacht nun nicht nur den Steigegang, sondern
bewirkt auch, daß auf den Meßflügel größere Antriebsmomente bei kleinen Durchflüssen ausgeübt
werden, so daß der Messer früher anläuft und die untere Meßbereichsgrenze niedriger liegt, als es
ohne Vorhandensein der Grenzschicht der Fall sein
ίο würde. Diese Erscheinung kommt dem Streben nach
einer Erweiterung des Meßbereichs nach kleinen Durchflüssen hin entgegen.
Nach der Erfindung sind Mittel vorgesehen, die eine Verstärkung der Grenzschichtbildung für ganz
kleine Durchflüsse und damit eine Herabsetzung der unteren Meßbereichsgrenze bewirken, gleichzeitig
aber einen vorzeitigen Abbau der Grenzschicht bei steigenden Durchflüssen verursachen, so daß der
Steigegang wesentlich abgeflacht wird. Diese Mittel bestehen darin, daß der Meßflügel zwischen je zwei
der (angenähert) an den inneren Umfang des Meßeinsatzes heranreichenden Paletten eine kleinere
Palette aufweist. Die kleineren Paletten haben eine kleinere radiale Länge; sie können auch in axialer
Richtung verkürzt sein.
Nach der Erfindung werden die kleineren Paletten in der Weise zwischen die Hauptpaletten
gesetzt, daß der Durchtrittsquerschnitt zwischen den Paletten in Strömungsrichtung unterschiedlich
ist. Infolgedessen löst sich die Grenzschicht wegen der sich daraus ergebenden ungleichförmigen Strömung
frühzeitig ab, so daß der volle Durchtrittsquerschnitt für die Meßflüssigkeit schon bei gegenüber
den bekannten Woltmannmessern kleineren
Durchflüssen freigegeben wird.
Durch die neue Gestaltung des Meßflügels ist es auch möglich, die Drehzähl des Flügels bei Nennbelastung
wesentlich herabzusetzen, ohne den Meßbereich einzuschränken. Bei den bekannten WoItmannmessern
ist eine Herabsetzung der Nenndrehzahl mit einer Erhöhung der unteren Meßbereichsgrenze verbunden, da bei einer Verringerung der
Nenndrehzahl die Antriebsmomente auf den Flügel notwendig kleiner werden. Durch die verstärkte
Grenzschichtbildurtg an den Zwischenpaletten auf der Nabe bei dem Meßflügel des Woltmannmessers
nach der Erfindung bei kleinen Durchflüssen und die dadurch bedingte höhere Geschwindigkeit der Meßflüssigkeit
wird auf den Meßflügel nach der Erfindüng bei kleinen Durchflüssen ein verstärktes Antriebsmoment
ausgeübt, das eine Herabsetzung der Nenndrehzahl wieder wettmacht. Hierdurch wird
der Gesamtmeßbereich erweitert und die Lebensdauer des Woltmannmessers erhöht.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung sind die Paletten ebene Platten. Hierdurch ergibt sich
außer den genannten Vorteilen auch der Vorteil einer guten Reparaturfähigkeit, auch mit behelfsmäßigen
Mitteln. Dies ist für den Einsatz des
60. Woltmannmessers in der Praxis wichtig.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt
Fig. ι einen Grundriß dies Meßflügels,
Fig. 2 einen Aufriß zu Fig. ι und
Fig. 3 Ansichten der Hauptpalette und der Zwischenpalette,
Es bedeuten 1 die Flügelnabe, 3 die Hauptpaletten, die (angenähert) an den inneren Umfang des
Meßeinsatzes heranreichen, und 4 kleinere Zwischenpaletten.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Paletten nicht wie bisher stets üblich
aus verwundenen Stücken einer Schraubenfläche hergestellt, sondern aus ebenem Plattenmaterial
ausgeschnitten. In die Flügelnabe sind gerade Schlitze eingefräst oder eingesägt, die gegen diie
Flügelachse geneigt sind. In diese Schlitze sind die Paletten eingeklebt. Die Neigungswinkel der zur
Aufnahme der Hauptpaletten bestimmten Schlitze gegen die Flügelachse können untereinander gleich
sein oder von den Neigungswinkeln der zur Aufnähme der Zwischenpaletten bestimmten Schlitze,
die vorzugsweise untereinander gleich sind, abweichen. Zwischen je zwei Hauptpaletten 3 ist eine
Zwischenpalette 4 angeordnet.
Flügelkörper, Flügelstange und Paletten sind aus Kunststoff mit geringer Dichte und Quellfähigkeit
sowie hoher Festigkeit, hoher chemischer Beständigkeit und guten mechanischen Laufeigenschaften
hergestellt, z. B. Kunststoff auf Acryl- oder Styrol-Basis.
Dank der hohen Festigkeit der zum Einsatz kommenden Werkstoffe lassen sich die Paletten wesentlich
dünner halten, als es bei den bisher gebauten Woltmannflügeln aus Hartgummi oder Zelluloid
möglich war. Trat dm Laufe des Betriebes einmal ein Palettenbruch ein, so mußten gepreßte Flügel
aus Hartgummi fortgeworfen werden. Der Flügel nach der Erfindung bietet eine einfache Reparaturmöglichkeit
bei Palettenbruch dadurch, daß nur die beschädigte Palette aus der Flügelwabe entfernt
und durch eine neue ersetzt wird. Diese kann aus ebenem Plattenmaterial ausgeschnitten und in den
Schlitz der Flügelnabe eingesetzt werden.
Sinngemäß ist die Erfindung in ihren wesentlichen Teilen auch bei Woltmannmessern der Bauart
mit horizontalem Flügel anzuwenden.
Claims (3)
1. Woltmannmesser, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßflügel zwischen je zwei der (ange- no
■nähert) an den inneren Umfang' des Meßeinsatzes heranreichenden Paletten (Hauptpaletten)
(3) eine kleinere Palette (4) aufweist.
2. Woltmannmesser nach Anspruch ι, dadurch .gekennzeichnet, daß der Strömungsquerschnitt
zwischen je zwei Paletten in Strömungsrichtung unterschiedlich ist.
3. Woltmannmesser nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Paletten ebene
Platten sind. . .
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
© 509 698/220 3. 56
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