DEM0020479MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 20. Oktober 1953 Bekanntgemacht am 7. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Beim Einbau von Spannungswandlern in Mittelspannungsverteilungsnetze
tritt häufig die Aufgabe auf, den Spannungswandler, der z. B. in ein 5~kV- oder 6-kV-Netz eingebaut wird, von vornherein so
einzurichten, daß eine Umstellung auch auf eine höhere Spannung, z. B. io kV, möglich ist, wenn
z. B. das ganze Netz auf die höhere Betriebsspannung umgestellt wird.
Eine Möglichkeit, den Spannungswandler diesen Veränderungen anzupassen, besteht z. B. darin, den
Spannungswandler mit einer Sekundäranzapfung zu versehen, um das Übersetzungsverhältnis an zwei
verschiedene Überspannungen anpassen zu können. Eine solche Maßnahme hat aber nur dann Zweck,
wenn die an den Wandler angeschlossenen Instrumente oder Zähler nur eine kleine Leistung verbrauchen,
denn die Leistung des Spannungswandlers geht mit dem Quadrat der Spannungserniedrigung
zurück. Ein Wandler, der infolge der Sekundäranzapfung z. B. für die Übersetzungsverhältnisse
10000/100 Volt und 5000/100 Volt brauchbar ist,
kann auf der 5000-Volt-Stufe nur mit einem Viertel derjenigen Leistung belastet werden, die auf der
10000-Volt-Stufe zulässig ist.
Um diese Schwierigkeiten zu beseitigen, ist es günstiger, die Umschaltung auf der Primärseite
vorzunehmen. Um dabei keine zusätzlichen Hochspannungsdurchführungen vorsehen zu müssen,
wird gemäß der Erfindung der im spannungslosen Zustand bedienbare Umsteller in einer Durch-
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führung angeordnet. Die Umstellung im spannungslosen Zustand ist kein Nachteil, weil bei einer
Netzumstellung sowieso die Transformatoren ausgewechselt werden müssen und hierzu die Anlage
spannungslos gemacht werden muß, so daß gar kein
-■ Bedürfnis besteht, die Umstellung unter Spannung
vorzunehmen.
Der in der Durchführung vorgesehene Umsteller kann mit verhältnismäßig einfachen Mitteln ausgeführt
sein, da es sich ja nicht um einen Leistungsschalter handelt, weil der Primärstrom des
Spannungswandlers außerordentlich gering ist.
Bei einer besonders einfachen Ausführungsform ist im Innern des hohlen Leiters der Durchführung
ein Stab drehbar gelagert, der nach außen aus der, Durchführung herausragt', so daß er von außen gedreht
werden kann?'An seinem inneren Ende trägt er ein Schaltstück, das durch Drehung verstellt
wird. An dem Schaltstück ist vorzugsweise ein unter Federdruck nach außen gedrücktes Kontaktstück
vorgesehen, das zwischen einem der Anschlüsse und dem Durchführungsleiter bzw. einem
an diesem leitend befestigten Zwischenstück, die Verbindung herstellt.
Auf diese Weise kann durch eine einfache
-''' Drehung des Stabes von außen die Umstellung
vorgenommen werden, wenn z. B. an dem einen Anschluß das Ende der Hochspannungswicklung und
an dem anderen Anschluß das Ende der Anzapfung liegt.
Es empfiehlt sich, außen an der Durchführung eine Anzeigevorrichtung anzubringen, die die Stellung
des Schaltstückes gegenüber den Anschlüssen erkennen läßt.
Falls es sich um einen ölgefüllten Wandler handelt, ist es zweckmäßig, auch die Entlüftungsvorrichtung
mit dieser umstellbarenEinrichtung zu kombinieren. Dabei kann z. B. ein zwischen dem Stab
und der inneren Wandung des Durchführungsleiters vorgesehener Hohlraum zur Entlüftung
dienen. Dieser Hohlraum steht zweckmäßig mit der Außenluft über einen Ring in Verbindung, der
einerseits gegenüber dem Isolator der Durchführung, andererseits gegenüber dem Durchführungsleiter
abgedichtet ist und eine z. B. durch eine Schraube verschließbare Entlüftungsöffnung
aufweist.
Es ist zwar bereits bekannt, bei einem Drehstromtransformatör .imit: einer Dreieckausgleichswicklung
eine gewünschte Anzapfung dieser Ausgleichswicklung von.außen her mittels eines Umstellers
einzuschalten. Hierbei entstehen aber die der Er-
c : findüng zugrunde liegenden Probleme gar nicht,
weil in der bekannten Anordnung nicht die Hauptwicklungen,
sondern nur eine zusätzliche Ausgleichswicklung umgeschaltet werden muß, deren Spannungen im Vergleich zu denjenigen der
: Primärseite eines Hochspannungswandlers geringfügig
sind. Insbesondere wird hierbei nicht der Umsteller in einer Durchführung angeordnet.
Die weitere Ausgestaltung der Umstellvorrichtung sowie weitere Einzelheiten und Merkmale
gehen aus den: folgenden Beschreibung eines
Ausführungsbeispiels hervor, das in der Zeichnungdargestellt ist. Es zeigt
Fig. ι einen Längsschnitt durch eine Durchführung
und
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. i.
Der Umsteller der Fig. 1 ist in einen normalen Durchführungsisolator ι für 10 kV eingebaut. Der
Isolator hat einen zylindrischen Hohlraum 2 und ist außen mit den üblichen Vorsprüngen und Schirmen
3 und 4 versehen. ■
Im oberen Teil des Hohlraumes 2 befindet sich ein fest eingebauter Durchführungsleiter 5, an
den ein festes Schaltstück 6 bei 7 angeschweißt oder angelötet ist, Sowohl der Durchführungsleiter 5 als
auch das Schaltstück 6 haben eine zentrale Bohrung, durch die eine Stange 8 hindurchgeht, die oben aus
dem Durchführungsleiter 5 herausragt. An der Stange 8 ist unten eine Scheibe 9 angeschweißt. An
der Scheibe 9 ist ein zylindrisches Stück 10 durch Schrauben 11 befestigt, das aus Isoliermaterial besteht
und ein Kontaktstück 12 trägt. Dieses Kontaktstück 12 steht unter der Einwirkung von
Federn 13 und 14, die es nach außen zu drücken
versuchen. Das Kontaktstück 12 legt sich daher gegen ein Schaltstück 6 und gegen ein Schaltstück 15,
welches unten die Verbindung mit der Anzapfung für die Nennspannung von 5000 Volt herstellt, die
bei 16 eingelötet ist. Das Schaltstück 15 ist an einem Isolierkörper 17 befestigt, der seinerseits an
dem Schaltstück 6 mittels Schrauben 18 angeschraubt ist. Ein zweites Kontaktstück 19 stellt die
Verbindung mit dem Ende der Hochspannungswicklurig von 10 kV her. Auch dieses Kontaktstück
ist an dem Isolierkörper 17 befestigt.
Der Durchführungsleiter 5 legt sich über eine Dichtungsscheibe 20 gegen einen Ansatz in dem
Hohlraum des Isolators 1 und wird mittels einer Mutter 21 und Gegenmutter 30, die auf das Außengewinde
des Durchführungsleiters 5 geschraubt ist, fest angezogen. Zwischen dem Isolator 1 und der
Mutter 30 befinden sich noch eine Dichtung 23, eine Scheibe 24, ein Ring 25, eine weitere Dichtung 26,
ein Ring 27 und eine Scheibe 28, die alle außen auf dem Durchführungsleiter sitzen.
Durch die Dichtung 23 wird der Hohlraum der Durchführung nach außen abgedichtet. Der Ring 25
dient der Entlüftung. Seine Ausführung und Funktion wird weiter unten noch ausführlich beschrieben.
Die Dichtung 26 dient zur Abdichtung des Innenraumes des Ringes 25, der Ring 27 als Auflage
für die Dichtungspackung 26. und die Scheibe 28 zur Anbringung von Marken, welche die Einstellung
des Umstellers erkennen lassen.
Auf die Scheibe 28 folgt eine Mutter 21, die mit einem Gewindestift 22 gegen Verdrehen gesichert
ist und als Auflage für den Kabelschuh od. dgl. dient. Der Kabelschuh wird festgezogen durch eine
Mutter 30 unter Zwischenlage einer Scheibe 29' und eines Federringes 29. Am oberen Ende des
Durchführungsleiters 5 sitzt eine Rändelmutter 32 mit einem eingesperrten Stift 31. Dieser Stift greift
innen in eine Längsriut 33 der Stange 8 und nimmt
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diese bei Drehung der Rändelmutter 32 mit. Auf diese Weise wird der Umsteller betätigt. Die jeweilige
Schaltstellung wird durch den nach außen ragenden Teil des Stiftes 31 auf der bereits erwähnten
Markierungsscheibe 28 angezeigt.
Zwischen der Stange 8 und der Innenwandung des Durchführungsleiters 5 ist im unteren Teil ein
Zwischenraum vorgesehen, der mit einer Querbohrung 34 des Leiters in Verbindung steht. Diese
Bohrung führt in den Hohlraum des Ringes 25 und von dort durch eine Bohrung 35 ins Freie. Die
Bohrung 35 trägt Innengewinde und kann durch eine Schraube 36 verschlossen werden.
Bei der dargestellten Lage führt die elektrische Verbindung von der bei 16 angelöteten Anzapfungsleitung über das Schaltstück 15, das Kontaktstück
12 zum Schaltstück 6 und von hier über den Durchführungsleiter 5 zu dem zwischen den Scheiben 29
und 30 eingeklemmten Kabelschuh. Bei einer Umstellung auf die hohe Spannung wird die Stange 8
um i8o° gedreht und dadurch das Kontaktstück
12 mit dem Schaltstück 19 in Berührung gebracht.
Für den Transport des Wandlers wird die
Schraube 36 in das Gewinde des Ringes 25 eingeschraubt. Hierdurch ist die Ölentlüftungsleitung
verschlossen, und es kann kein Öl aus dem Wandler austreten. Vor der Inbetriebsetzung wird die
Schraube herausgedreht, so daß die Entlüftungsleitung mit der Außenluft in Verbindung steht.
Eine entsprechende Gebrauchsanweisung ist auf einem Schild 37 in der Nähe der Schraube angebracht.
Die Durchführung ist so weit mit Öl gefüllt, daß sich das Kontaktstück des Umstellers noch unterhalb
des durch die seitliche Marke kenntlichv gemachten
ölspiegels befindet.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Spannungswandler zum Anschluß an verschieden hohe Primärspannungen mit einem von außen bedienbaren Umsteller, dadurch gekennzeichnet, daß der im spannungslosen Zustand bedienbare Umsteller in einer Durchführung angeordnet ist.
- 2. Spannungswandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern des hohlen'Durchführungsleiters (5) eine Stange (8) drehbar gelagert ist, die nach außen aus der Durchführung herausragt und an ihrem inneren Ende ein Schaltstück (9, 10, 12) trägt. -
- 3. Spannungswandler nach Ansprüchen 1 und2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltstück ein durch Federdruck nach außen gedrücktes Kontaktstück (12) enthält, das einerseits mit einem der Anschlüsse (15, 19) und andererseits mit dem Durchführungsleiter (5) oder einem an diesem leitend befestigten Zwischenstück die Verbindung herstellt.
- 4. Spannungswandler nach Ansprüchen 1 bis3, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem ölgefüllten Wandler zwischen, der Stange (8) und der Bohrung des Durchführungsleiters (5) ein zur Entlüftung dienender Hohlraum vorgesehen ist.
- 5. Spannungswandler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Entlüftungshohlraum über einen gegenüber dem Durchführungsisolator und dem Durchführungsleiter abgedichteten, mit einer verschließbaren Durchlaßöffnung (35) versehenen Ring (25) mit der Außenluft in Verbindung steht.
- 6. Spannungswandler nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß außen an der Durchführung eine Anzeigevorrichtung (28, 31) angebracht ist, die die Stellung des im Innern der Durchführung befindlichen Schaltstückes (12) gegenüber den Anschlüssen (15, 19) erkennen läßt.Angezogene Druckschriften:
Österreichische Patentschrift Nr. 168 801.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
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