DEM0016700MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 17. Dezember 1952 Bekannitgemachit am 18. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei allen thermisch hochbelasteten Kolbenmaschineii
und in besonders starkem ;Maße bei luftgekühlten Brennkraftmaschinen wird im Betriebszustand
das kopfseitige Ende der Zylinder erheblich wärmer als das dem .Kurbelgehäuse zugewandte.
Dementsprechend ist die radiale Wärmedehnung über die Länge der Zylinder ungleichmäßig·,
was zu Schwierigkeiten beim Einpassen der Kolben führt. ■
ίο ■ Durch die Verwendung von Leichtmetallen mit
guter Wärmeleitfähigkeit als Zylinderbau-stoff
konnten diese Schwierigkeiten zwar gemildert, aber nicht überwunden werden. Insbesondere kommen
bei Leichtmetallzylindern, deren Lauffläche durch eingegossene oder eingepreßte Laufbüchsen aus verschleißfesteren
Werkstoffen,, z. B. aus Grauguß oder Stahl, gebildet sind, immer noch recht erhebliche
Temperaturunterschiede zwischen dem kopfseitigen und dem kurbelwellenseitigen Büchsenende vor,
welche ungleichmäßige Maßänderungen bewirken lind bei mit ungenügender Überdeckung in den
Leichtmetallmantel eingefügten- Büchsen auch zur Lockerung derselben führen können.
Diesen letzteren Mangel kann man gemäß einem nicht vorveröffentlichten Vorschlag verhältnismäßig
leicht dadurch vermeiden, daß man die .den Preßsitz der Büchse im Zylindermantel bewirkende Maßüberdeckung
zwischen der Mantelbohrung und dem Büchsenaußen durchmesser über die Länge oder
über die Länge und den Umfang der Büchse, ver-
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M 16700 Ia/46c1
schieden groß macht, und zwar mindestens so groß,
daß, sie durch die Erwärmung der betroffenen Teile im ,Betriebszustand nicht aufgehoben wird.
Ferner ist es bereits bekannt, einen f oranschlüssigeri,
und festen Sitz von in Leichtmetallzylinder eingeschrumpften Grauguß- und Stahlbüchsien dadurch
zu gewährleisten, daß die aneinander anliegenden Flächen der Büchsen und/oder Zylinder .eine sich
von den beiden Enden zur Mitte hin konisch verjungende oder erweiternde Form erhalten, wodurch
ebenfalls über die Länge der Büchse verschieden
große Maßüberdeckungen und Schrumpfdrücke bewirkt werden können, die in diesem Falle ihre
Maximal- oder Minimalwerte in der Mittelzone der Büchse haben. Eine .Regelung der Wärmedehnung
der Büchsen in dem Sinne, daß einer Erweiterung des heißeren Büchsenendes gegenüber dem kühleren
entgegengewirkt wird, findet dadurch nicht statt.
Ein weiterer, bekanntgewordener Vorschlag,
welcher darin besteht, bei einem luftgekühlten Brennkraftmaschinienzylinder mit aufgeschrumpftem
Rippenmantel die Querschnitte des1 äußeren Schrumpfkörpers entsprechend der Betriebstemperatur
der Laufbuchse gegen den Zylinderkopf zu größer zu machen, so daß die im fertig bearbeiteten
Zustande eingeschrumpfte Laufbuchse bei kalter Maschine sich gegen den Zylinderkopf zu verjüngt
und im betriebswarmen Zustand wieder die zylindrische Form annimmt, beschäftigt sich zwar mit
dem Problem, die Nachteile, welche sich durch die stärkere Wärmeausdehnung der heißeren Büchsenzonen
ergeben, durch Variierung der Auswirkungen des Schrumpfdruckes zu vermeiden, dabei wird
aber keine Ver.gleichmäßigung der Wärmeausdehnung erreicht, sondern man erhält lediglich an
Stelle einer im betriebswarmen Zustand von der Zylinderform abweichenden Laufbahn eine solche,
die im kalten Zustand im umgekehrten Sinne, aber im gleichen Ausmaß konisch ist. Man ist daher
auch bei Befolgung dieses Vorschlages gezwungen, unerwünscht große Spiele zwischen der Zylinderlauffläche
und dem Mantel des einzubauenden Kolbens vorzusehen, da ja der letztere in jedem Betrieb
szustande in der Lage sein muß, auch die engste Stelle des Zylinders zu passieren.
■Die Erfindung bezieht sich nun ebenfalls auf
Zylinder, welche für thermisch hochjbelas'tete Kolbenmaschinen, insbesondere für luftgekühlte
Brennkraftmaschinen, bestimmt sind und 'einen aus
Leichtmetall bestehenden Mantel mit 'einer in diesen eingegossenen oder eingeschrumpften Laufbuchse
aufweisen, deren Werkstoff 'einen kleineren Wärmedehnungsbeiwert als das Leichtmetall hat und bei
denen das Verhältnis der Wandstärke des Leichtmetallmantels zu derjenigen der Büchse an verschiedenen
Stellen des Zylinders verschiedenartig ist. Sie betrifft aber im Gegensatz zu dem zuletzt
besprochenen Vorschlag eine derartige Ausführungs,-form
solcher Zylinder, bei denen die Bohrung der Büchse in kaltem Zustand zylindrisch ist, und es
liegt ihr die Aufgabe zugrunde, es zu erreichen, daß sie auch im betriebswarmen Zustand im wesentlichen
zylindrisch bleibt. Es soll also erreicht
werden, daß. die radiale Wärmieausddhnung des
Zylinders ungeachtet der unterschiedlichen Betriebstemperatuiren vergleichmäßigt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß die Wandstärken von Mantel und Büchse derart gewählt sind, daß — gemessen an
verschiedenen Höhenstellen ■ des Zylinders, und zwar beim kopfseitigen Zylinderende angefangen
und in Richtung des kurbelwellenseitig angeordnetem Befestigungsflansches der Büchse fortschreitend
— das Verhältnis der Wandstärke des Mantels zur Büchsenwandstärke umgekehrt proportional
zu der in der genannten Richtung verlaufenden Abnahme der Betriebstemperatur des
Zylinders zunimmt. ...,■■ ■
Die Wirkung dieser Maßnahme beruht darauf, daß der beim Umgießen oder beim Einschrumpfen
der Büchse auftretende Schrumpfdruck (im kalten Zustand gemessen) eine elastische Verstauchung
des Büchsenwerkstoffes..und gleichzeitig eine elastische Vordehnung des Mantelwerkstoffes bewirkt,
wobei das Verhältnis der Stauchung des einen zur Dehnung des anderen Teiles dem Verhältnis der
Wandstärken proportional ist. Beim Wiedererwärmen bilden sich die elastischen Spannungen !entsprechend
der teniperaturbedingten Abnahme des Schrumpfdruckes
zurück, und diese Wirkung überlagert sich der normalen Wärmeausdehnung derart, daß sich
eine Gesamtwärmeausdehnung ergibt, die zwischen derjenigen des Büchsenwerkstoffes und des Mantelwerkstoffes
liegt und die um so größer wird, je größer der von der Büchse durch elastische Verformung
aufgenommene Anteil des in kaltem Zustand vorhanden gewesenen Schrumpfdruckes war.
Man kann daher innerhalb der durch die Werkstoffeigenschaften gegebenen Grenzen die Wärmedehnung
durch Varüerung des von der Büchse aufzunehmenden Verformungsanteils weitgehend beeinflussen,
und ,man kann sie insbesondere dadurch vergleichmäßigen, daß man den von der Büchse
aufzunehmenden Verformungsanteil dort steigert,
wo· das natürliche Dehnungsbestreben relativ klein ist, also an den Stellen mit niedriger Betriebstemperatur.
Vorzugsweise wird man auch das in das Kurbelgehäuse hineinragende Büchsenende in an sich bekannter
Weise mit einem unter Schrumpfdruck anliegenden Mantel aus einem Werkstoff mit größerem
Wärmedehnungsbeiwert als dem des Büchsenwerkstoffes
versehen, um die vorteilhafte Wirkung auch auf diesen besonders kühlen Zylinderteil zu erstrecken
und dadurch das Klemmen des im Zylinder laufenden Kolbens in dieser Zone bei höheren Temperaturen
zu vermeiden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 'i. Für thermisch hochbelastete Kolbenmaschinen, insbesondere für luftgekühlte Brennkraftmaschinen, bestimmter Zylinder mit einem aus Leichtmetall bestehenden Maiitel und einer in diesen eingegossenen oder 'eingeschrumpften Lauf büchse, deren Werkstoff einen kleineren658/212M 16700 IaI'46 c*Wärimedehnungsbeiwert aufweist als das Leichtmetall, wobei das Verhältnis der Wandstärke des Leichtmetallmantels zu derjenigen der Büchse an verschiedenen Stellen des Zylindern verschieden groß ist, dadurch gekennzeichnet, daß, die Wandstärken von Mantel und Büchse und damit auch deren durch die Schrumpfspannung (im kalten Zustand gemessen) bewirkte, elastische Durchmesserveränderung· (Verstauchung der Büchse, Vordehnung des Mantels) derart gewählt sind, daß — gemessen an verschiedenen Höhenstellen des Zylinders, und zwar beim kopfseitigen Zylinderende anjgefangen und in Richtung des kurbelwellensleitig angeordneten BefestigungsfLansches der Büchse fortschreitend — das1 Verhältnis der Wandstärke des Mantels zur Büchsenwandstärke umgekehrt proportional zu der in der genannten Richtung verlaufenden Abnahme der Betriebstemperatur des. Zylinders zunimmt.
- 2. Zylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch ein in das Kurbelgehäuse hineinragendes freies Ende der Laufbüchse mit 'einem unter Schrumpf druck anHieigienden Mantel aus einem Werkstoff mit größenem Wärmedehnungsbeiwert als dem des Büchlsenwerk-■stofres versehen ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 347300, 577185, 246;österreichische Patentschrift Nr. 162088;
britische Patentschriften Nr. 117 596, 555639; franzö'sisebJe Patentschrift Nr. 934 637.© 609 658/212 10.56
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