DEM0015209MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEM0015209MA
DEM0015209MA DEM0015209MA DE M0015209M A DEM0015209M A DE M0015209MA DE M0015209M A DEM0015209M A DE M0015209MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reactor
degassing
carrier gas
coal
gas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. August 1952 Bekanntgeniacht am 8. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung beim Entgasen fester Brennstoffe, die sich in einer Wirbelschicht befinden und wobei die Brennstoffschicht gleichzeitig auf einer die Entgasung fördernden hohen Temperatur von beispielsweise 700 bis 10000 gehalten wird. Diese hohe Temperatur wird durch Verbrennung von einem Teil der Brennstoffschicht mittels eines Vergasungsmittels, das freien Sauerstoff enthält, in dem Reaktor selbst erzielt.
Bei diesem bekannten Verfahren, wie es beispielsweise in der USA.-Patentschrift 2 549 117 beschrieben ist, werden in einen mit einem Rost ausgestalteten Wirbelschichtreaktor zwei Gasströme eingeleitet, von denen der eine ein sauerstoffhaltiger Trägergasstrom zum Aufrechterhalten der Wirbelschicht ist und an einer Stelle unterhalb des Rostes eintritt und der andere, der in den oberen Teil des Reaktors eingeleitet wird, die zu entgasende Feinkohle in suspendierter Form enthält.
Es wurde nunmehr gefunden, daß die Entgasung von Feinkohle in einem nach dem Wirbelschichtprinzip arbeitenden Reaktor auch in einer einfacheren
509 696/174
M 15209 IVc/26 a
Weise unter Gewinnung eines starken Gases mit einem Heizwert von etwa 4000 kcal/Nm3 durchgeführt werden kann, dadurch, daß die zu entgasende Feinkohle mittels eines sauerstoffhaltigen Trägergasstroms in den unteren Teil des.Reaktors hineingeblasen wird, welches Trägergas dann gleichzeitig sowohl zu der Aufrechterhaltung der Wirbelschicht der Kohle- bzw. Kokspartikeln in dem Reaktor dient, als auch zu der Verbrennung eines Teils des Brennstoffs, und zwar derart, daß die erforderliche Wärme zur Entgasungsreaktion in dem Rea.ktor selbst erzeugt wird.
Es ergab sich nunmehr ganz überraschenderweise aus diesbezüglich angestellten Versuchen, deren. Ergebnisse in der nachstehenden Tabelle niedergelegt sind, ,daß der Ertrag an Wasserstoff, CH1 und Homologen und ungesättigten Kohlenwasserstoffen nahezu der gleiche blieb, so daß sich die Befürchtung, das aus dem zu entgasenden Material bei Erhitzung frei werdende Gas würde durch Sauerstoff in beträchtlicher Weise verbrannt, nicht bestätigte, obgleich in dem inj ektierten Gas so viel freier Sauerstoff vorhanden war, wie zum Verbrennen von wenigstens einem erheblichen Teil, gegebenenfalls auch zu \'ölligem Verbrennen der flüchtigen Bestandteile der Kohle ausgereicht hätte.
Zusammensetzung Έόΐιΐβ
37.4% Nettogas,
Nettogas auf aschenfreie und
wasserfreie Kohle
35,4% Bruttogas,
Bruttogas auf trockene Kohle
5,4 °/0 Asche 2,8 % Feuchtigkeit
Tabelle
Feinkohle injektiert mit einem N2-Strom als Trägergas
30 kg Kohle + 5 m3 N2 pro Stunde 40 kg Kohle
+ 28 m3 Luft
pro Stunde
Feinkohle injektiert mit dem freien Gyhaltigen Gas
15 kg Kohle
+ 26 m3 Luft + 4,5 m3 O2
pro Stunde
Temperatur im Reaktor 0C . ■
Nm3 / kg Rohkohle H2 0,161
CH11 + Homologe 0,096
Ungesättigte Kohlenwasserstoffe 0,019
790
760
820
815
740
O ,154 O ,138 0,145 0,153 ' 0 ,140
O ,087 O ,082 0,075 0,076 0 ,062
O ,015 O ,017 0,016 0,015 0 ,016
Es besteht also die Möglichkeit, die zu entgasenden Brennstoffpartikeln mittels eines Gases zu injektieren, das freien Sauerstoff enthält, ohne daß das Entgasungsgas verbrannt wird.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist der Umstand, daß es sich erübrigt, zum Aufrechterhalten der Wirbelschicht einen zusätzlichen Strom Gas in den Reaktor einzublasen, ein Vorteil; zudem läßt sich ein höherer Nutzeffekt erzielen, indem das übliche Einblasen zusätzlichen Trägergases, das eine Steigerung der Wärmeverluste hervorruft, unterbleibt. .
Bei einem ' derartigen Verfahren kann man ohne Schwierigkeiten einen Reaktor ohne Rost verwenden. Das hat den Vorteil, daß das zu entgasende Material ungehemmt in die Brennstoffschicht geblasen werden kann. Vorzugsweise arbeitet man mit Kohlepartikeln, deren Durchmesser etwa 1 mm beträgt und mit Inj ektionsgeschwindigkeiten von 5 bis 20 m pro Sekunde.
• Zwei Ausführungsformen des erfmdungsgemäßen Verfahrens werden im folgenden an Hand der Zeichnung erläutert. In Fig; 1 stellt 1 schema tisch einen Entgasungsreaktor dar, in dem von einem Gasgemisch, das bei 3 eingeführt wird, eine Wirbelschicht aufrechterhalten wird. Dieses Gasgemisch besteht z. B. aus Luft oder aus einem Sauerstoff-Dampf-, Sauerstoff-Luft- oder. Sauerstoff-Kohlendioxyd-Gemisch, das gleichzeitig als Trägergas für das dem Reaktor zuzuführende zu entgasende Material wirkt. Das erzeugte Gas wird bei 4 abgeführt, während der entgaste Koks durch 5 entfernt wird. In Fig. 2 stellt 1 ebenfalls schematisch einen Entgasungsreaktor dar, in dem eine Wirbelschicht 2 aufrechterhalten wird. Über eine Anzahl Brenner 3 wird ein sauerstoffhaltiges Gasgemisch, in dem das zu entgasende Material suspendiert ist, in die Brennstoffschicht eingeführt.
Das erzeugte Gas verläßt den Reaktor durch Leitung 4, während der gebildete Koks durch die Abfuhrleitung 5 und Förderschnecke 6 kontinuierlich nach 7 strömt.
Der Abfuhrleitung 5 wird durch Leitung 8 Dampf zugeführt, wodurch das Material unten im Konus 9 und in der Abfuhrleitung 5 in einem Zustand der Wirbelung gehalten wird, während gleichzeitig der abzuführende Koks von diesem Dampf gekühlt wird.
Auch wenn die Entgasung in dem Reaktor nicht mittels Wärme, die wie in den obenerwähnten Ausführungsforrnen in der Wirbelschicht durch Verbrennung erzeugt wird, erfolgt, sondern mittels anderweitig erzeugter Wärme, die über die Reaktorwand oder mittels eines auf hohe Temperatur gebrachten inerten Materials in den Reaktor geführt wird, ist es zweckmäßig, das zu entgasende Material mittels eines freien Sauerstoff enthaltenden Trägergases in den Reaktor einzuführen, da nötigenfalls dann durch Änderung der Sauerstoffmenge die Temperatur der Wirbelschicht in einfacher Weise variiert werden kann.
696/174
M 15209 IYcI'26a
Mit Hilfe des obenerwähnten gemischten Entgasungs-Teilvergasungsverfahrens kann man bei Normaldruck unmittelbar ein hochwertiges Gas mit einem Heizwert von mehr als 4000 kcal/Nm3 erzeugen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verfahren zur Herstellung eines starken Gases mit einem kalorischen Wert von mehr als 4000 kcal/Nm3 durch Entgasung zermahlener Steinkohle bei einer Temperatur von zumindest 7000 C, wobei sich die Kohlepartikeln in einem Entgasungsreaktor in einer Wirbelschicht befinden, in welchem Reaktor das zu entgasende Material kontinuierlich mit einem Trägergas injektiert wird und aus dem die bei der Entgasung frei gewordenen Gase und der gebildete Koks kontinuierlich abgeführt werden, dadurch' gekennzeichnet, daß das zu entgasende Material mit einem O2 enthaltenden Trägergasstrom in den Reaktor geblasen wird, welches Trägergas zu gleicher Zeit sowohl zur Aufrechterhaltung der Wirbelschicht der Kohle- bzw. Kokspartikeln'in dem Reaktor dient als zur Verbrennung eines Teiles des Brennstoffs in dem Reaktor, und zwar derart, daß die erforderliche Wärme zur Entgasungsreaktion in dem Reaktor selber erzeugt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägergas ein Sauerstoff-Dampf-Gemisch ist.
    Angezogene Druckschriften:
    USA.-Patentschrift Nr. 2 549 117.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 509 696/174 2. 56

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2434884C2 (de) Verfahren zum Reduzieren von Eisenerz
DE3327743C2 (de) Verfahren zum Vergasen von Feinkohle
DE3233774A1 (de) Verfahren und anlage zur vergasung kohlehaltigen materials
EP0497418A1 (de) Verfahren zum Verbrennen von Kohle in der zirkulierenden Wirbelschicht
DD261350A5 (de) Verfahren zur partiellen oxidation eines kohlenwasserstoffhaltigen brennstoffs
DE2061829C2 (de) Verfahren zur thermischen Behandlung feinkörniger Feststoffe in einem Wirbelbett mit Innenverbrennung
DE3544792C2 (de)
DE3143213A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur kohlevergasung unter verwendung von kohlenstaub
DE1044334B (de) Verfahren zur Erzeugung von Brenngas, insbesondere Synthesegas, und eines koksartigenBrennstoffes
DE19836428C2 (de) Verfahren und Vorrichtungen zum Vergasen von Biomasse, insbesondere Holzstoffen
DE2738932A1 (de) Verfahren zur druckvergasung fester brennstoffe
DE3605715A1 (de) Verfahren und einrichtung zum vergasen fossiler brennstoffe und reformieren gasfoermigen brennstoffes zwecks erzeugung eines hauptsaechlich co und h(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts) enthaltenden gases
DD252734A3 (de) Apparat zur kohlenstaubvergasung
DE3537758A1 (de) Verfahren zur erzeugung von co- und h(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)-haltigem gas und vorrichtung zu dessen durchfuehrung
DEM0015209MA (de)
DD155174A1 (de) Verfahren zum betreiben eines wirbelbettreaktors zum vergasen von kohlenstoffhaltigem material
DE112013003839T5 (de) Verfahren zur Herstellung von Roheisen, und Hochofenanlage, die dieses verwendet
DE2747571A1 (de) Verfahren zum kontinuierlichen erzeugen eines reduktionsgases und vorrichtung zum durchfuehren des verfahrens
DE897310C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Vergasung von Brennstoffen
DE974634C (de) Verfahren zur Brennglaserzeugung durch Vergasen eines feinkoernigen Brennstoffes
DE2916908A1 (de) Verfahren zur erzeugung von roheisen im hochofen unter verminderung des spezifischen kokseinsatzes durch verwendung von gasfoermigen austauschbrennstoffen
DD229426A5 (de) Verfahren und einrichtung zur reduktion von oxidischem material
DE3318217C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Vergasung von Kohle oder dgl.
CH307263A (de) Verfahren zum Entgasen fester Brennstoffe, die sich in einer Wirbelschicht befinden.
DE975803C (de) Verfahren zur Erzeugung wertvoller brennbarer Gase