DEM0002703MA - Brennkraftmaschine mit Leichtmetallzylindern und Leichtmetallkolben - Google Patents

Brennkraftmaschine mit Leichtmetallzylindern und Leichtmetallkolben

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DEM0002703MA
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Germany
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light metal
pistons
cylinders
internal combustion
combustion engine
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Wolfgang Dr.-Ing. Stuttgart Gebhardt
Original Assignee
MAHLE KG, Stuttgart
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Description

Es wurden schon in der britischen Patentschrift 25304 aus dem Jahre 1908 vorgeschlagen, sowohl die Kolben als auch die Zylinder von Brennkraftmaschinen völlig aus Aluminiumlegierungen herzustellen und nur die Laufflächen zwischen den Kolben und Zylindern durch galvanische Überzüge aus härteren Metallen zu schützen.
In der Praxis wurde dieser Vorschlag bis jetzt nur in der Form befolgt, dass man die Laufflächen der Leichtmetallzylinder mit einer Hartchromschicht versah, die Laufflächen der Leichtmetallkolben dagegen unbehandelt ließ.
Gemäß der Erfindung wird dagegen gerade umgekehrt vorgeschlagen, eine Laufflächenbewehrung durch geeignete Überzüge, insbesondere solche aus Hartchrom an den Kolbenlaufflächen und gegebenenfalls auch an den Kolbenringlaufflächen vorzusehen, jedoch die Zylinderlaufflächen ohne Überzug zu lassen.
Ein von der Anmelderin durchgeführter Vergleichsversuch, wobei gleichartige Brennkraftmaschinen mit 75 mm Zylinderbohrung einmal in bekannter Weise mit verchromten Zylindern und unverchromten Kolben und einmal gemäß der Erfindung mit unverchromten Zylindern und verchromten Kolben ausgerüstet wurden, ergab das überraschende Ergebnis, dass im letzteren Falle der durchschnittliche
Zylinderverschleiß ganz erheblich kleiner war als der durchschnittliche Verschleiß der verchromten Zylinder.
Die verchromten Zylinder, welche mit unverchromten Kolben zusammenarbeitet, zeigen im Durchschnitt aus einer großen Anzahl von Messungen einen Verschleiß von 0,01 mm auf 10000 km Fahrstrecke. Bei den unverchromten Zylindern, welche mit verchromten Kolben zusammenarbeitet, konnte dagegen nach 10000 km Fahrstrecke in über der Hälfte der untersuchten Fälle nicht einmal im Bereich des Kolbentotpunktes ein messbarer Verschleiß festgestellt werden. Im Durchschnitt wurde der Verschleiß von 0,004 mm auf 10000 km gemessen. Der Zylinderverschleiß wurde also um 60% verringert.
Aus der Gegenseite ergab sich ein Ringverschleiß, der etwas höher lag als der Verschleiß der Kolbenringe, die mit verchromten Zylinderlaufflächen zusammenarbeiteten.
Durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Anordnung erreicht man also den Vorteil einer um 60% verlängerten Lebensdauer der Zylinder. Der an sich nicht vermeidbare Verschleiß wird von den verhältnismäßig schwer bearbeitbaren und teuren Zylindern auf die einfach auswechselbaren und billigen Ringe verlagert. Außerdem ist es nicht mehr notwendig, die Hartchromschicht auf die Innenflächen einer Bohrung aufzubringen und sie dort zu bearbeiten, was stets schwieriger und daher auch teurer ist als das Aufbringen und Bearbeiten einer entsprechenden Schicht auf der Mantelfläche des Kolbens.

Claims (1)

  1. Brennkraftmaschine mit Leichtmetallzylindern und Leichtmetallkolben, bei der die Laufflächen zwischen den Kolben und den Zylindern durch vorzugsweise auf galvanischem Weg aufgebrachte Überzüge aus Chrom, Nickel, Eisen oder dergleichen bewehrt sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine Laufflächenbewehrung lediglich an den Kolbenlaufflächen und gegebenenfalls auch an den Kolbenringlaufflächen vorgesehen sind, während die Zylinderlaufflächen ohne Überzug bleiben.

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