DEM0001027MA - Fahrraddynamo. - Google Patents
Fahrraddynamo.Info
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Description
Ing. Gerhard Müller 17. 10. 1949
24a) Sahlenburg über Cuxhaven,
Am Vogelsand 6
Am Vogelsand 6
und
Ing, Werner Braun
23) Deichshausen über Delmenhorst,
Seemann'sches Haus
Seemann'sches Haus
Paten t besohre. ibung.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Weiterentwioklung der Fahrraddynamo. Sie bezieht sich dabei auf eine
Dynamo,, die, zur Erzielung einer über einen großen Bereich möglichst gleichbleibenden Lichtstärke, mit einer
Einrichtung zur Spannungsregelung versehen ist.
Diese Dynamoart stellt eine wesentliche Verbesserung gegenüber der z. Zt. üblichen Fahrraddynamo dar, bei der die
Lichtstärke der lampe direkt mit der sich dauernd und in weiten Grenzen ändernden Fahrtgeschwindigkeit schwankt.
Jedoch stellt die Spannungsregelung für sich allein noch keine volle lösung der Frage der Fahrradbeleuchtung dar.
Die Spannungsregelung ermöglicht es wohl, von einer bestimmten Findestgeschwindigkeit an die volle lichtleistung
einzuhalten. Wenn aber infolge schlechter oder unübersichtlicher Wegeverhältnisse die Einhaltung einer gleichförmigen
Geschwindigkeit nicht möglich ist, wird es häufig vorkommen, daß die Geschwindigkeit kurzfristig noch unter die
für die volle Lichtleistung erforderliche Mindestgeschwindigkeit absinkt und die Birne dann mit ungenügender lichtstarke
brennt. Die'volle Lichtstärke ist aber gerade dann, wenn schwierige Wegeverhältnisse zu diesen niedrigen Geschwindigkeiten
zwingen, im Interesse eines sicheren Fahrens unbedingt erforderlich.
Dieser der Fahrraddynamo mit Spannungsregelung noch anhaftende Fangel wird erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß
der Antrieb des Ankers über .ein Freilaufgetriebe erfolgt. Bei einem Nachlassen der Geschwindigkeiten sinkt dann die
Drehzahl des Ankers infolge der in ihm aufgespeicherten Bewegungsenergie nur allmählich ab und die Lampe brennt zunächst
auch dann noch mit ihrer vollen Lichtstärke, wenn die Fahrtgeschwindigkeit schon unter die für die volle'
Lichtleistung erforderliche Mindestgeschwindigkeit abgesunken ist. Bei den größtenteils nur kurzfristigen Geschwindigkeit
sschwankungen wird dann in den meisten Fällen
Ing. Gerhard Miller
24a) Sahlenburg über Cuxhaven,
und
Ing. Werner Braun
23) Deichshausen über Delmenhorst
23) Deichshausen über Delmenhorst
die Geschwindigkeit wieder zunehmen und damit dem Anker ein neuer Antriebsimpuls erteilt werden, ehe seine Drehzahl
unter die zur Erzeugung der vollen Spannung erforderliche Mindestdrehzahl abgefallen ist. Diese ausgleichende
Wirkung des Freilaufgetriebes kann in jedem praktisch erforderlichen Maße dadurch verstärkt werden, daß an dem
freilaufenden Teil der Antriebswelle zusätzliche schwungmassen angeordnet v/erden, wobei - zur Erreichung des gleichen
Betriebsverhaltens - das für die Energie-Aufnahme maßgebliche Trägheitsmoment aller frei umlaufenden Massen umso
geringer sein aknn, je niedriger die Geschwindigkeit ist, bei der die Dynamo ihre vole Spannung erreicht.
Das im Vorstehenden beschriebene Verhalten der Dynamo bei niedrigen, in der 'Nähe der Mindestgeschwindigkeit liegenden
Geschwindigkeiten kann weder durch eine Einrichtung zur Spannungsregelung allein, noch durch eine Freilaufanordnung
allein erreicht werden. Erst die Verbindung einer Einrichtung zur Spannungsregelung mit äinem Freilaufgetriebe,
gegebenenfalls unter Anordnung einer zusätzlichen schwungmasse, gestattet die Einhaltung der vollen Lichtstärke
auch dann, wenn die Geschwindigkeit kurzfristig unter die für die Erzeugung der -wollen Lichtleistung erforderliche
Mindestgeschwindigkeit absinkt.
Weiterhin wirkt sich die Anordnung eines Freilaufgetriebes bei einer Fahrraddynamo mit Spannungsregelung auch vorteilhaft
hinsichtlich der Beanspruchung des Eeglers aus. Da die Geschwindigkeit eines Fahrrades fortwährend in mehr oder
weniger weiten Grenzen schwankt, müßte der Regler ahne das Vorhandensein eines Freilaufs fortwährend seine Einstellung
ändern, d.h. die Verstellelemente des Reglers wären fortwährend in Bewegung. Durch den Freilauf wird der_ Regler
vollkommen von allen Verzögerungseinflüssen, w^' scharfem Bremsen usw. auftreten können, entlaste
Auswirkungen von Fahrtbesohleunigungen werden stark gemildert. Insgesamt wirkt also der Freilauf glättend auf den
Regelungsablauf, wodurch ein weiches Arbeiten des Reglers und eine entsprechende Schonung der Bauteile, des Reglergetriebes
bewirkt wird.
Die erfindungsgemäße Dynamoanordnung ist in den Abb. 1 und 2 in einem Beispiel schematisch dargestellt.
In der Abb. 1 stellt J^If den mit der Antriebswelle 42a«$* um laufenden Dauermagneten dar, de-r sich in dem im Gehäuse ^
angeordneten, die Induktionsspulen -£11·)· tragenden Anker
Ing. Gerhard Müller
24a) Sahlenlourg über Cuxhaven,
und
Ing. Werner Braun
23) Deichshausen über Delmenhorst
23) Deichshausen über Delmenhorst
dreht. Der Dauermagnet f1Y kann zwecks Spannungsregelung gegenüber dem Anker (4)" achsia.l verschoben werden, wie in
der Abbildung durch eine zweite, gestrichelt gezeichnete Stellung des Magneten J^l ^- dargestellt ist. Zwischen dem
den Dauermagneten ^1ή tragenden Teil f2a}- der Antriebswelle und dem mit der Antriebsrolle 45f verbundenen Teil ^2b^
ist nun das Freilaufgetriebe angeordnet. In dem in den Abb. 1 und 2 dargestellten Beispiel ist dieses Freilaufgetriebe
als Sperrklinkengetriebe ausgeführt. Die Grundplatte ^6Y ist mit dem 2Leil der Antriebswelle f2b^· fest verbunden und
trägt die Sperrklinken-(7 >-, die in das mit dem Freilaufenden Teil •(2a)' verbundene Sperrad -{Ö^T eingreifen. Durch die.
Federn <{SY werden die Sperrklinken ^J^r leicht an das Sperrrad
-(8^ gedrückt und so das-Getriebe im Eingriff gehalten, solange die beiden Wellenteile (f.a) und ^2\>ψ gleichschnell
umlaufen. Durch die Form der Zähne ^10}· des Sperrades £8)" wird ein Freilaufen des Sperrades J^ü}>
und damit des Wellen teils f2a^ ermöglicht, wobei dei' Zähne 43-0^ an der Sperrklinke
ifiy gleiten. Auf dem freilaufenden Teil •f2a^* der Antriebswelle ist ferner die zusätzliche Schwungmasse ^12·^
angeordnet.
Sowohl die Art des verwendeten Freilaufgetriebes, als aucii die Art, in der die Spannungsregelung bewirk^ wird, ist für
den Erfindungsgegenstand ohne Bedeutung. So kann das Freilaufgetriebe als Ratschen - Kugel - oder Rollengesperre
ausgebildet sein. Die Spannungsregelung kann- z.B. durch Verstellen dej magnetischen Feldes, durch Regelwiderstände
oder auf irgendeine andere Weise bewirkt werden. Das Wesen der erfindungsgemäßen Anordnung besteht vielmehr darin,
daß sowohl eine Einrichtung zur selosttätigen Spannungsregelung angeordnet ist, als auch ein Getriebe, welches dem
umlaufenden Magnetsystem ein Freilaufen gegenüber dem mit dex Antriebsrolle verbundenen Wellenteil gestattet. Die
hierdurch erreichten, weiter oben beschriebenen Vorteile können durch die Anordnung einer zusätzlichen Scgwungmasse
noch verstärkt werden.
Sahlenburg, den 17.10.1949 Ct
Deiohshausen, den 17.10.1949
Claims (2)
1.) Fahrraddynamo, gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender !Merkmale: einer Einrichtung, die die erzeugte
Spannung selbsttätig in Abhängigkeit von der Fahrtgeschwindigkeit regelt und eines Freilaufgetriebes,
welches dem umlaufenden Magnetsystem ein Freilaufen gegenüber dem mit der Antriebsrolle verbundenen Teil der
Antriebswelle ermöglicht.
2.) Fahrraddynamo nach Anspruch L^, gekennzeichnet durch die Anordnung von zusätzlichen Schwungmassen an dem
das umlaufende Magnetsystem tragenden Teil der Antriebswelle .
Sahlenburg, den 17.10.1949
Deichshausen, den 17.10.1949
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