DEF0002073MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. Juli 1950 Bekanntgemacht am 8. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Lichtquellen von größerer Ausdehnung, z. B. Gasentladungsröhren,
vornehmlich Leuchtstoffröhren, mittels eines einstellbaren Gerätes in Gestalt eines
Gelenkträgers mit möglichst großem Wirkungsgrad für die jeweilige Arbeit oder Verwendung wirksam
zu machen, derart, daß Horizontal- und Vertikalstellungen, aber auch Schrägstellungen des Leuchtkörpers
möglich sind. Das einstellbare Beleuchtungsgerät für Lichtquellen größerer Ausdehnung
nach der Erfindung hat das Merkmal, daß das Reflektorgehäuse mit der Lichtquelle und den Einbauelementen
mittels eines Doppelgelenkes mit zwei zueinander senkrechten Gelenkbolzen am freien Ende einer Auszugstange befestigt ist, die
längs verschiebbar und dreheinstellbar in an zwei Gelenkstellen eines Scherenträgers angebrachten
Führungsteilen gelagert sind. Diese Anordnung ermöglicht eine beliebige Einstellung in der Horizontalen
der Leuchte, ferner eine beliebige SchwenkT einstellung der Leuchte um die durch den Auszugstab
gebildete Horizontalaohse und eine beliebige Schrägeinstellung der Leuchte zur Horizontalebene durch Schwenkung um die horizontale Achse
des Doppelgelenks mit nachfolgender Feststellung. Durch diese Gelenkkonstruktion lassen sich alle
wünschenswerten Einstellungen der Leuchte ohne Anwendung besonders schwerer Drehgelenke,
Klemmhilfsmittel, Schrauben u. dgl. erzielen. Die Umstellung der Leuchtröhre aus einer waagerechten
in eine senkrechte Stellung erfordert lediglich das Lösen und Anziehen.einer Klemmschraube
an der Führung des Auszugstabes, der die Leuchtarmatur trägt. Gasentladungslampen oder andere
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Strahler, welche meist große Längenmaße besitzen bzw. Leuchtarmaturen oder andere Armaturen für
Strahler mit entsprechendem Gewicht, können mit der gekennzeichneten Anordnung weit vom Befestigungspunkt
des Trägers entfernt, bequem in hori- - zontale, vertikale oder geneigte Drehungsebenen
eingestellt werden. Der Auszugstab, der die Leuchtarmatur trägt, kann sowohl in zwei einseitig
außenliegenden Gelenken der Schere, als auch in
ίο zwei gegenüberliegenden Außengelenken der Schere
geführt sein. .
Zur Befestigung des durch das Reflektorgehäuse gebildeten Armaturteils der Leuchte an dem letzten
Stellgelenk des Trägers ist neben der Zapfenverbindung eine besondere Stütze vorgesehen, durch die
ein stabiler Zusammenhalt in bezug auf mechanische Beanspruchung geschaffen wird. Die zweckmäßig
konsolartig geformte Stütze ist mittels einer Schraube oder eines Niets mit der einen Gelenkhalf
te, des Trägerendgel enks und am anderen Schenkel mit dem Reflektorgehäuse vernietet oder
verschraubt, das auf dem Schaft des Zapfenträgers des Gelenks sitzt und durch eine Mutter gesichert
ist. Durch eine unterlegte Verstärkungssoheibe wird weiter eine stabile Befestigung des Reflektorgehäuses
an der Gelenkhälfte des Drehgelenks gewährleistet.
In dem Reflektorgehäuse ist eine Leuchtröhre oder eine Mehrzahl von Leuchtröhren an ihren
Enden in Fassungen oder einer Doppelfassung gehalten und elektrisch angeschlossen. Die Fassungen
sind erfindungsgemäß auf einem Einbaublech montiert, das auf einer im Reflektorgehäuse angebrachten Traverse leicht aufgebracht und befestigt
ist. Eine U-förmige Leuchtröhre wird an der Krümmungsstelle zweckmäßig durch eine auf dem Einbaublech
befestigte Stütze, die mit einem federnden Teil die Röhre umfaßt, gehalten. Die zum Betrieb
der Leuchtstoffröhre erforderliche Drossel ist in einem mittels Schrauben leicht zu öffnenden
Schutzkasten eingesetzt, der auf der Grundplatte, auf der die Befestigungswinkel des Scherenträgers
befestigt sind, aufgesetzt werden kann.
Wird die Lichtquelle durch eine Mehrzahl paralleler Röhren oder Röhrenschenkel gebildet, so
kann die durch ihre Längsachsen bestimmte Ebene parallel oder geneigt zur. Reflektoraustrittsöffnung
angeordnet seiti. Letztere Anordnung hat den licht-
.■ technischen Vorteil, daß bei einer Neigung der
Lichtaustrittsöffnung des Reflektors zur Horizontalen oder. Vertikalen die tiefer im Innern des
Reflektors liegenden Röhren oder Röhrenschenkel abgeblendet werden. Es braucht in diesem Falle
nur die eine von zwei Röhren bzw. etwa die Hälfte einer Mehrzahl von Röhren, die näher an der Lichtaustrittsöffnung
liegt, durch eine besondere Blende der direkten Sicht.entzogen zu werden, die als entsprechend
breiter Streifen dicht vor den abzublen-
'..- denden Röhren in der Reflektoröffnung anzubringen
ist. '.'■■.
Wenn die Ebene der Röhren oder Röhrenschenkel
parallel zur Austrittsöffnung des Reflektorgehäuses gestellt ist,, muß bei geneigter Einstellung der
ReflektOTÖffnung das ganze Röhrensystem abgeblendet werden, damit es der direkten Sicht entzogen
ist. Dazu ist außer der vorher erwähnten Blende eine zweite streifenförmige Blende an der
dem Blick zugekehrten Öffnungskante des Reflektors erforderlich.
Durch diese Anordnung von ein oder zwei Blendstreifen entsprechender Breite in unmittelbarer
Nähe der abzublendenden Röhrenschenkel wird erreicht, daß in Richtung des Lichtstärkemaximums
eine Herabsetzung der Beleuchtungsstärke in einem bestimmten Sektor des gesamten, aus der Reflektoröffnung
austretenden, direkten Lichtstroms nicht eintritt. Bei Schrägstellung der Röhrenebene zur
Reflektoröffnung ist der Raumwinkel, in welchen 100% direktes Licht sämtlicher Röhren strahlt,
dem Auge mehr zugekehrt als bei paralleler Anordnüng der Röhrenebene zur Reflektoröffnung. Dies
ist von Belang, wenn das Gerät zur Beleuchtung von Arbeitsplätzen dient. Vorsorglich kann der
zweite Blendstreifen der Reflektoröffnungskante auch bei geneigter Anordnung der Röhrenebene
vorgesehen werden. ■
Die Zeichnung veranschaulicht den Effindungsgegenstand
beispielsweise.
Abb. ι ist eine Gesamtansicht;
Abb. 2 ein Grundriß;
Abb. 3 zeigt im vergrößerten Maßstab die Befestigung der Armatur am Trägergelenk;
Abb. 4 zeigt Einstellmöglichkeiten des Reflektors in senkrechter Ebene;
Abb. 5 ist eine Ansicht der Fassung der Leuchtröhre;
Abb. 6 ein Querschnitt durch den Reflektor.
Gemäß der Anordnung des Gebrauchsmusters ι 278 876 sind am freien Ende eines Scherengelenkträgers
1 und an der auf der gleichen Scherenseite vorhergehenden Gelenkstelle Führungsteile 2 angebracht, in welchen parallel zur Scherenauszugrichtung
verschiebbar und um die Längsachse drehbar eine Auszugstange 3 geführt und mittels einer beliebigen
Klemmvorrichtung in einer gewünschten Stellung feststellbar ist. Es kann auch als zusätzliche
Sicherung ein Sicherungsstift, der in Ausnehmungen des Gelenkteiles, die für horizontale und
vertikale Lage der Armatur vorgesehen sind, eingreift, angebracht werden. Am freien Ende des
Auszugstabes 3 ist die Gelenkverbindung 5 der Leuchtarmatur befestigt, welche einen zur Auszugstange
3 - senkrechten Gelenkbolzen besitzt. An das Gelenk 5 ist ein zweites, zweckmäßig als Kapselgelenk
(Gebrauchsmuster ι 315 010) ausgebildetes
Gelenk 6 angeschlossen, dessen Bolzen senkrecht zur Achse des Gelenks 5 gerichtet ist.
An dem drehbaren Gelenkteil des Kapselgelenkes 6 ist das Gehäuse der Leuchtarmatur, bestehend
aus dem Reflektor 7 und der Lichtquelle 8, befestigt, und zwar auf dem Schaft. des Zapfenträgers
des Gelenkes und durch eine Mutter 9 gesichert. Eine unterlegte Verstärkungsscheibe 10
sichert die Befestigung des Reflektorgehäuses an der GelenkEälfte. Zur weiteren Sicherung der
festen Verbindung des Reflektors mit dem Gelenk 6
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ist eine konsolartige Stütze 11 vorgesehen, deren kurzer Sckenkel mit dem beweglichen Teil des Gelenkes
6 und deren längerer Schenkel mit dem Reflektorgehäuse durch Nieten oder Schrauben verbunden
ist. Die Stütze besitzt zur Verstärkung und Versteifung in der Mitte eine tragende Rippe.
Die Lichtquelle, im Falle des Ausführungsbeispieles eine Leuchtstoffröhre 8, welche die Gestalt
zweier einseitig verbundener paralleler Röhren hat,
ίο ist im ReflektoTgehäuse eingebaut, und zwar derart,
daß die durch die Längsachsen der Röhrenschenkel bestimmten Ebene zur Reflektoraustrittsöffnung
geneigt ist. Ein Blendstreifen 12 ist in der Reflektoröffnung dicht vor dem Röhrenschenkel,
der auf die Lichtaustrittsrichtung bezogen, hinten liegt, so angebracht, daß dieser Leuchtröhrenschenkel
der direkten Sicht entzogen ist. Die Blende 12 ist an einem in die Lichtaustrittsöffnung des
Reflektors eingesetzten Verschlußgitter 13, das aus
ao einem Rahmen mit eingesetzten Gitterstäben besteht, angebracht. Am Gitterrahmen kann erforderlichenfalls
eine weitere Blende 14 entlang der Vorderkante der Reflektoröffnung angebracht werden,
um das Licht des vorderen Röhrenschenkels abzublenden.
Die Enden der Leuchtröhre sind in Fassungen 15 elektrisch angeschlossen, die auf einem Einbaublech
16 montiert sind. An dem Einlbaublech ist ferner eine Stütze 17 an einem Ende befestigt, die
am anderen Ende mittels eines federnden Teils 18 die Leuchtröhre an ihrer Krümmung hält. Das
Einbaubleoh 16 ist auf einer im Reflektorgehäuse befestigten Tarverse 19 aufgebracht und mittels
Schrauben 20, 21 befestigt.
Auf der Grundplatte 22, auf der die Befestigungs-. winkel des Seherenträgers . befestigt sind, ist die
zum Betriebe der Leuchtstoffröhre erforderliche Drossel 23 aufgesetzt, und zwar in einem kleinen
Schutzkasten, der durch Lösen von Schrauben leicht zu öffnen ist.
Die durch eine Klemme 24 an der Grundplatte 22 abgeklemmte Zuführungsleitung führt über die
Drossel 23, durch den Gelenkträger und die Gelenke S, 6 in das Innere des Reflektorgehäuses nach
den Anschlußfassungen 15.
Die Abb. 2 zeigt beispielsweise verschiedene Einstellmöglichkeiten in der Horizontalen, während
Abb. 4 darstellt, welche Gelenkbewegungen das Gelenk 6 ermöglicht. Das Gelenk 5 gestattet
5,0 Einstellungen der Leuchtarmatur, wie von oben gesehen in Abb. 2 beispielsweise dargestellt ist. Das
Reflektorgehäuse kann auch so angeordnet werden, daß es senkrecht steht. Das Gelenk 6 kann dann
fortfallen, und der als. Rohr ausgebildete Gelenkinnenteil des Gelenks 5 kann seitlich unter 900 abgebogen
werden und die Gestalt eines Winkelstücks erhalten, auf dessen Ende 'der Reflektor der
Leuchtarmatur befestigt ist. Die Schrägstellung der Leuchtröhren in Verbindung mit der Blenden-■
60 anordnung ist mit gleichem Vorteil anwendbar.
Claims (7)
1. Einstellbares Beleuchtungsgerät für Lichtquellen größerer Ausdehnung, z. B. Gasentladungslampen,
besonders Leuchtstoffröhren, dadurch gekennzeichnet, daß das Reflektorgehäuse mit der Lichtquelle und den Einbauelementen
mittels eines Doppelgelenkes mit zwei zueinander senkrechten Gelenkbolzen am freien Ende einer Auszugstange befestigt ist,
die längsverschiebbar und dreheinstellbar in an zwei .Gelenkstellen eines Scherenträgers angebrachten
Führungsteilen gelagert sind.
2. Beleuchtungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auszugstange (3)
in ihren Führungsteilen (2, 4) feststellbar angeordnet
ist.
3. Beleuchtungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Reflektorgehäuse
(7) an dem Befestigungsteil des Doppelgelenkes (5, 6) außer der Befestigung mittels Gelenkzapfen
und Mutter durch eine konsolartige Winkelstütze (11) befestigt ist, deren längerer
Schenkel mit dem Reflektorgehäuse (7) und deren kürzerer Schenkel mit der Gehäusewand
des als Kapselgelenk ausgebildeten Gelenkes (6) vernietet oder verschraubt ist.
4. Beleuchtungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Einbaublech (16)
mit den Fassungen (15) einer Leuchtstoff röhre g0
(8) oder einer Mehrzahl von Leuchtstoffröhren auf einer im Reflektorgehäuse (7) angebrachten
Traverse (19) leicht lösbar befestigt ist.
5. Beleuchtungsgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ein'baublech (16)
bei Verwendung einer U-förmigen Leuchtstoffröhre (8) mit einer Stütze (17) versehen ist,
welche die'Röhre in dem von der Fassung entfernten Krümmungsabschnitt mittels eines
federnden Teiles (18) hält.
6. Beleuchtungsgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung
einer U-förmigen Leuchtstoffröhre (8) oder einer Mehrzahl von parallelen Röhren diese der
direkten Sicht durch in der Reflektoröffnung angebrachte Blendstreifen entzogen sind, derart,
daß die in der Blickrichtung hinten liegenden Röhren durch eine dicht vor ihnen angebrachte
Blende (12) und die vorn liegenden Röhren
gegebenenfalls durch eine an der vorderen Öffnungskarite des Reflektors angebrachte
Blende (14) abgeblendet werden.
7. Beleuchtungsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Röhrenmittelebene
zur Reflektoröffnung geneigt ist, derart, daß die vorderen Röhren durch den Reflektor
der direkten Sicht entzogen sind, nur die hinteren der Reflektoröffnung näher liegenden
Röhren durch eine Blende abzublenden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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