DED0010473MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. Oktober 1951 Bekaminitgemacht am 25. Oktober 1$56
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur gleichmäßigen Verteilung eines körnigen Stoffes
über eine waagerechte Querschnittsfläche eines lotrecht verlaufenden Kanals mit einer um eine lotrechte
Achse rotierenden Schleuderscheibe, der das Streugut durch ein Rohr .zentral zugeführt wird,
und dient insbesondere zur Verteilung von Reinigungsteilchen über die Heizflächen von Wärmeaustauschern.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die mittig zum Zuführungsrohr angeordnete
Schleuderscheibe kreisförmig ausgebildet wird und über ein stufenloses Getriebe mit periodisch
wechselnder Drehzahl anzutreiben ist. ' Dazu wird in an und für sich bekannter Weise an dem Getriebe
eine über ein Schneckengetriebe von dem Antriebsmotor des Getriebes angetriebene Steuerkulisse angeordnet,
welche die Steuervorrichtung des stufenlosen Getriebes bewegt.
Bei Heizflächenreinigungsvorrichtungen, die nach dem sogenannten Kugelregenverfahren arbeiten,
ist zur Verteilung von körnigen Stoffen über die Heizflächen der Wärmeaustauscher eine Schleuderscheibe
bekanntgeworden, die einen nach einer Evolvente geformten Umriß besitzt, damit die abgeschleuderten
Teilchen verschiedene Radialgeschwindigkeiten erhalten und dadurch gleichmäßig über die ganze Querschnittsfläche eines lotrecht
verlaufenden Kanals verteilt werden. Durch
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Claims (3)
- D 10473 Ia/24gdie unrunde Ausführung einer solchen Schleuderscheibe wird jedoch eine starke Unwucht der rotierenden Teile bedingt und eine ungünstige Beanspruchung der Lagerung hervorgerufen. Es wurde zwar versucht, durch Ausgleichsgewichte diese Nachteile zu vermeiden, jedoch ist es für die Ermittlung dieser Ausgleichsgewichte und ihrer Lage notwendig, eine besondere Unwuchteinrichtung anzuschaffen, damit jeder Verteiler vor seiner In-lö betriebnahme ausgewuchtet werden kann.Nach der Erfindung können die Prüfeinrichtung und der für das Prüfen erforderliche Aufwand gespart werden, wenn der Verteiler erfindungsgemäß als runde Schleuderscheibe ausgebildet und mittig an dem Zuführungs~rohr angeordnet wird. Um eine gleichmäßige Verteilung der Reinigungsteilchen über die Querschnittsfläche des Wärmeaustauschers zu erhalten, wird die Schleuderscheibe durch ein stufenloses Getriebe mit periodisch veränderlicher Drehzahl angetrieben. Bei geringer Drehzahl treten die Teilchen ohne Radialgeschwindigkeitskomponente aus dem Verteiler aus und berieseln den Kern des Querschnittes. Bei zunehmender Drehzahl werden die Reinigungsteilchen auf weiter von der Drehachse abliegende Kreisringstreifen verteilt.Bei zunehmender Rotationsgeschwindigkeit werden die den einzelnen Teilchen erteilten Beschleunigungen steigen, so daß die zugehörigen Streukreise kontinuierlich größer werden. Da die Fläche der innersten, kleinsten Kreise klein ist gegen die äußersten zu bestreuenden Kreisringflächen, wird nach der Erfindung dadurch eine gleichmäßige Beaufschlagung der gesamten zu bestreuenden Fläche gewährleistet, daß in gleicher Zeiteinheit mehr Schüttgut durchgesetzt wird. Bei der letzten Maßnahme ist die Rotationsgeschwindigkeit zunächst rascher und dann langsamer, so daß die weiter außen liegenden Kreisringflächen längere Zeit und dadurch genauso intensiv wie die kleineren Innenflächen beaufschlagt werden. Um eine derartige Steuerung zu erreichen, ist an dem Getriebe eine Steuerkulisse angeordnet, welche über ein Schneckengetriebe von dem Antriebsmotor des stufenlosen Getriebes mit konstanter Drehzahl angetrieben wird. Die Steuerkulisse bewegt den Steuerhebel des stufenlosen Getriebes hin und her, jedoch so1, daß die Drehzahl mit zunehmendem Streudurchmesser größer wird. Dadurch kann die Streuzeit so auf die Streukreisdurchmesser abgestimmt werden, daß der ganze Querschnitt gleichmäßig mit Kugeln beaufschlagt wird.Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und vereinfacht dargestellt. Es bedeutetAbb. ι einen lotrechten Schnitt durch eine Verteilvorrichtung undAbb. 2 die Steuerungsvorrichtung für den Schleuderscheibenantrieb.Das Gut, etwa Stahlkugeln' von 3 mm Durchmesser, fällt unter Luftabschluß, gegebenenfalls auch ohne diesen, dauernd vonoben in das Rohr 1 ein. Dieses Rohr I .durchdringt in einem Mantelrohr 2 die waagerechte Decke 3 des absteigenden Feuergaszuges. Das Rohr 1 ist mittels Kugellager 4 auf einem, feststehenden Gerüst 5 um seine Achse drehbar gelagert und in dem Halslager 6 des Getriebegehäuses 7 geführt. Mit Hilfe einer kegeligen Klemmhülse 8 und Überwurfmutter 9 ist auf dem Rohr 1 das Kegelrad 10 befestigt, das über das Ritzel 11 von einem stufenlosen Getriebe 12 angetrieben wird.An seinem unteren Ende 13 ist das Rohr 1 kegelig verengt und mit einem übergeschobenen gleichachsigen Tragrohr 14 verschweißt, welches die Schleuderscheibe trägt. Diese besteht aus dem flach kegeligen, runden Teller 15, der mittig zu dem Rohr 1 angeordnet ist. An Stelle des Tellers 15 können an dem unteren Ende des Rohres 14 auch ein oder mehrere waagerechte oder schwach geneigte Röhrchen angeordnet sein, durch welche die Reinigungskugeln seitlich austreten. Auf die Mitte.vdes Tellers 15 ist ein Verdrängungskegel 17 aufgesetzt, und.Rippen.16, verbinden den Teller 15 mit dem Rohr 14. Im Boden des Tellers 15, in dem Räume zwischen dem Kegel 17 und dem Anfang der Rippen 16, sind einige Löcher 18 angebracht, deren Durchmesser größer ist als der Durchmesser der Kugeln. Sie haben den Zweck, auch den Raum unterhalb des Tellers 15 mit Kugeln beschicken" zu können.Das stufenlose Getriebe 12 wird über die Kupplung 19 von dem mit konstanter Drehzahl laufenden Motor 20 angetrieben. Seitlich an dem Getriebegehäuse ist die Steuerkulisse 21 auf der mit konstanter Drehzahl laufenden Welle 22 angeordnet, die über ein Schneckengetriebe von dem Motor 20 bewegt wird. Der Steuerhebel 23 ist als· zweiarmiger Hebel ausgebildet, der auf der Steuerwelle 24 befestigt ist. Ein Ende trägt eine Rolle 25, welche auf der Steuerkulisse 21 abrollt, das zweite Ende hängt an einer Spiralfeder 26, deren Zug die Rolle 25 immer gegen die Kulisse 21 preßt.An Stelle des stufenlosen Getriebes 12, für welches jede gebräuchliche Art stufenloser Getriebe Verwendung finden kann, können beispielsweise auch Reibräder verwendet werden. In diesem Fall kann das große Rad unmittelbar auf dem Zuführungsrohr ι angeordnet werden, während das kleine Rad, ähnlich wie in Abb. 2, von einer Kulisse ge- no steuert, in radialer Richtung verschoben wird.Paten ta ν s PK Oc η E:i. Vorrichtung zur gleichmäßigen Verteilung körniger Stoffe über eine waagerechte Querschnittsfläche eines lotrecht verlaufenden Kanals, insbesondere zur Verteilung von Reinigungsteilchen über die Heizflächen von Wärmeaustauschern, bestehend aus einer um eine lotrechte Achse rotierenden Schleuderscheibe, welcher das Gut durch ein Rohr zentral zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die mittig zum Zuführungsrohr (1) angeordnete Schleuderscheibe (15) kreisförmig aus-659/205D 10473 IaI 24ggebildet ist und über ein stufenloses Getriebe (12) mit periodisch wechselnder Drehzahl angetrieben wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Getriebe (12) eine über ein Schneckengetriebe von dem Antriebsmotor (20) des Getriebes (12) angetriebene Steuerkulisse (21) angeordnet ist, welche die Steuervorrichtung (23, 24, 25, 26) des stufenlosen Getriebes (12) bewegt.
- 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das lotrechte Zuführungsrohr (1) an seinem unteren Ende (13) mit einem oder mehreren waagerechten oder geneigten Austrittsröhrchen versehen ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
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