DE975492C - Verfahren zur Trennung kranker Kartoffelpflanzen von gesunden - Google Patents

Verfahren zur Trennung kranker Kartoffelpflanzen von gesunden

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DE975492C
DE975492C DEI7145A DEI0007145A DE975492C DE 975492 C DE975492 C DE 975492C DE I7145 A DEI7145 A DE I7145A DE I0007145 A DEI0007145 A DE I0007145A DE 975492 C DE975492 C DE 975492C
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Martha Berger
Henner Lange
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/0098Plants or trees

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Description

  • Verfahren zur Trennung kranker Kartoffeipflanzen von gesunden Das neue mikroskopische Verfahren soll die Möglichkeit bieten, auf einfachere und raschere Weise, als es bisher möglich war, eine Frühdiagnose von Viruskrankheiten bei Pflanzen zu stellen. Es gelingt dadurch die Zucht von in höchstem Maße gesunden Feldbeständen und .von ebensolchem Saatgut.
  • Bis jetzt erreicht man eine Herabsetzung eines zu hohen Prozentsatzes viruskranker Pflanzen innerhalb eines Bestandes durch die sogenannte Augenstecklingsprobe. Dabei werden von den Knollen die Hauptkeime herausgeschnitten. Vorher muß eine Abkürzung der Keimruhe mit Hilfe des sogenannten »Rindite«-Verfahrens (Schriftenreihe der Forschungsanstalt für Landwirtschaft Braunschweig-Völkenrode, Heft 3, Prof. Dr. W. Schulze, 524off.) durchgeführt werden. Man bringt dann die Keime in Töpfen zum Auflaufen. Nach mehreren Wochen kann man an der herangewachsenen Pflanze die Feststellung treffen, ob sie gesund oder krank ist. Damit werden oft unbefriedigende Ergebnisse erzielt.
  • Man wendet weiterhin den bekannten Bode-Test (Festschrift der Biol. Zentralanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Berlin-Dahlem, I947) mit Säurefuchsinlösung auf rollkrankes Material an; ferner ist die serologische Untersuchung x-kranken Materials nach Stapp und Bartels bekannt. Der serologische Test wird bekanntlich mit Hilfe eines Serums durchgeführt, und man kann an einer Ausflockung das Vorhandensein des X-Virus erkennen.
  • Dagegen beruht das vorliegende analytische Verfahren auf einer anatomischen Untersuchung, die keinerlei kostspieliges Serum erforderlich macht.
  • Nach der erfindungsgemäßen Methode erreicht man nun die Trennung gesunden und kranken Ma- terials mit sehr geringem-Zeit- und Materialaufwand. Die kranken Stauden eines Feldbestandes müssen rasch erkannt werden, um ausgemerzt werden zu können, bevor eine weitere Infektion großen Umfangs stattfinden kann. Bei Saatgut (d. h. z. B.
  • Isartoffelknollen) kann man durch Untersuchung der Keime mehrere Monate vor dem Anpflanzen gesundes Material von krankem trennen. In diesem Falle muß das Rindite-Verfahren angewendet werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Trennung kranker Kartoffelpflanzen von gesunden mit Hilfe mikroskopischer Untersuchung gefärbter Längsschnitte ist dadurch gekennzeichnet, daß zum Färben der Schnitte ein kallosefärbender Farbstoff verwendet wird und die Pflanzen mit starker Verdickung der Kallosebeläge auf den Siebplatten verworfen werden.
  • Die Kallose findet sich als Belag auf den Siebplatten in den Siebröhren der Leitbündelsysteme mancher Pflanzen. Sie bedeckt in normal gewachsenen, gesunden Pflanzen und Keimen fast immer nur als dünner Belag die Siebplatte. Verdickungen der Kallosebeläge wurden bereits beobachtet, bisher aber nicht als spezifisches Zeichen einer Erkrankung angesehen. Das erfindungsgemäße Verfahren beruht demgegenüber auf der Erkenntnis, daß eine derartige Verdickung in unbeschädigten, noch nicht im nekrobiotischen Zustand befindlichen Geweben von Kartoffeln ein Merkmal einer Viruserkrankung darstellt. Bei stricheikranken Objekten erscheint die Kallose stark gequollen, in rollkranken Objekten füllt sie oft die Zellen der Siebröhren voll aus.
  • Es gibt hier kleine Abweichungen (völlige Verteilung in der Zelle usw.). Auf jeden Fall nimmt die Masse der Kallose in der Reihenfolge gesund, Strichel, Roll stark zu. Sie muß, um erkannt werden zu können, durch einen Farbstoff kenntlich gemacht werden. Man schneidet nun Radial- bzw. Tangentialschnitte, legt sie entsprechende Zeit in Farblösungen und nimmt die mikroskopische Beobachtung vor. Es stehen mehrere Farbstoffe zur Wahl. In erster Linie eignet sich dazu das sogenannte Resoblau. Dieses erhält man, wenn man eine Lösung von I Teil Resorcin in 100 Teilen Wasser und I Teil konzentriertem Ammoniak mehrere Tage an der Luft stehenläßt. Es scheint identisch zu sein mit dem Resorcinblau von Wüste r (Ber. Deutsch.
  • Chem. Ges., Bd. XX, I887, S. 2934), vielleicht auch mit dem Lackmoid von Traub und Hock (Ber.
  • Deutsch. Chem. Ges., Bd. XVII, S. 26I5), vgl.
  • Isvett, C. R. Acad., Paris, T. CVIII, I9II, 5. 504.
  • Weitere Farbstoffe, die Kallose färben, sind: Farbstoffe der Triphenylmethan-Trisulfonsäuregruppe im sauren Bad und Benzidinfarbstoffe im alkalischen Bad. Ferner kommen in Frage Jod-Jodkalium, Chlorzinkjod, Pikrinsäure, Kongorot, Anilinblau, Korallinsoda.
  • Mit diesem Verfahren kann man in der Pflanzenzüchtung und im Pflanzenanbau auf rascherem und exakterem Wege, als das bei der Augenstecklingsprobe z. B. möglich ist, hochwertiges Saatgut, d. h. in diesem Fall zu einem hohen Prozentsatz gesundes Saatgut, züchten. Bei allseitiger Durchführung des Verfahrens, insbesondere in Zuchtbetrieben (auch bei Neuzüchtungen und sogenannten Augenstecklingen) ist die Gewähr gegeben, daß Viruskrankheiten bei Nutzpflanzen, insbesondere Kartoffeln, keine weitere Verbreitung finden, sondern sogar in weitgehendem Maße dezimiert werden.
  • Dies aber ist von großer wirtschaftlicher Bedeutung, da der Ernteausfall durch Viruskrankheiten erheblich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Trennung kranker Kartoffelpflanzen von gesunden mit Hilfe mikroskopischer Untersuchung gefärbter - Längsschnitte, dadurch gekennzeichnet, daß zum Färben der Schnitte ein kallosefärbender Farbstoff verwendet wird und die Pflanzen mit starker Verdickung der Kallosebeläge auf den Siebplatten verworfen werden.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Der Züchter, Bd. 20 (19.50), S. 42ff.; Festschrift Appel, I947, 5. 34 bis 36; Hilgardia, Bd. I3 (1941), S. 444, 445; Journal of Agricultural Research, Bd. 53 (ru36), S. 64I, 642; Phytopathology, Bd. 35 (1945), 5. 6I9 bis 634; Phytopathologische Zeitschrift, Bd. 3 (I93I), S. 47I bis 498.
DEI7145A 1953-04-19 1953-04-19 Verfahren zur Trennung kranker Kartoffelpflanzen von gesunden Expired DE975492C (de)

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