DE96320C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60M—POWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
- B60M1/00—Power supply lines for contact with collector on vehicle
- B60M1/02—Details
- B60M1/06—Arrangements along the power lines for reducing interference in nearby communication lines
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMTS^
Bei den mit Gleichstrom betriebenen elektrischen Kraftübertragungsanlagen mit parallel
geschalteten Motoren und oberirdischer Stromleitung, und zwar insbesondere bei elektrischen
Bahnbetrieben treten unter Umständen empfindliche Telephonstörungen auf.
Es ist nämlich die im Elektromotor auftretende Gegenkraft nicht vollkommen gleichförmig,
sondern pulsire'nd. Diese elektromotorische Gegenkraft kann man sich demnach zusammengesetzt denken aus der Summe einer
gleichförmigen elektromotorischen Kraft und einer kleinen elektromotorischen Kraft von
fortwährend wechselnder Richtung, also eine Wechselstromspannung.
Infoge dieser Wechselstromspannung wird auch der Strom, der dem Motor zugeführt
wird, pulsiren. Der Strom setzt sich demnach ebenfalls zusammen als die Summe eines vollkommenen
Gleichstromes und eines Wechselstromes.
Dieser Wechselstrom giebt nun bei Telephonbetrieben zu Telephonstörungen Veranlassung,
sei es, dafs er unmittelbar in die parallel zu der Erdleitung des Motorstromes geschaltete
Telephonleitung eindringt, sei es, dafs durch elektrostatische oder elektrodynamische Einwirkung
in der Telephonleitung Ströme von wechselnder Richtung erzeugt werden.
Die Mittel, diese Störungen zu beseitigen, bestehen darin, dafs entweder verhindert wird,
dafs die durch den Motorenbetrieb veranlafsten Erdströme in die Telephonleitungen eindringen,
oder dafs sie durch besondere Vorrichtungen compensirt werden, oder dafs verhindert wird,
dafs überhaupt Wechselströme in dem oberirdischen Leitungsnetz auftreten.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung, bei der
Telephonstörungen dadurch bedeutend vermindert werden, dafs das Auftreten störender
Wechselströme in den Leitungen der Kraftübertragungsanlage überhaupt verhindert wird.
Bisher wurde dies dadurch zu erreichen gesucht, dafs in der Betriebsstation in die eine
Leitung (Arbeitsleitung) Drosselspulen eingeschaltet wurden. Es hatte dies Verfahren
jedoch nur geringen Erfolg.
Es hat sich nun herausgestellt, dafs die pulsirenden Wechselströme nicht allein zwischen
den Motoren und der Stromerzeugungsmaschine circuliren, sondern dafs dieselben auch zwischen den einzelnen parallel geschalteten
Motoren unter einander als Ausgleichströme auftreten.
Die Ausgleichströme werden zum gröfsten Theil rein local sein, d. h. nur das Gebiet
zwischen den einzelnen Motoren durchlaufen, also nur zum geringsten Theile in die Betriebsstation zurückkehren.
Da diese Localströme also nicht bis in die Betriebsstation verlaufen, können sie durch
Drosselspulen, die in der Betriebsstation aufgestellt sind, nicht abgedrosselt werden.
Es erklärt sich daher, dafs der Erfolg dieser Anordnung nur ein mangelhafter war und dafs
sich dieselbe, namentlich bei längeren Linien und bei viel Motoren (Motorwagen) nicht bewährte.
Das Wesen der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, dafs in allen parallelen Abzweigungen,
also unmittelbar vor jedem Motor, bezw. in jedem einzelnen Motorwagen Drosselspulen
aufgestellt werden.
Diese Drosselspulen sind Spulen mit hoher Selbstinduction und möglichst geringem Ohraschen
Widerstände und haben die Eigenschaft, dafs sie bei gegebener Spannung zwischen
ihren Enden bei Wechselstrom nur eine verhältnifsmäfsig geringe Stromstärke, bei
Gleichstrom eine hohe Stromstärke zulassen; oder umgekehrt, ein Wechselstrom findet in
ihnen einen bedeutenden Spannungsverlust, während der Gleichstrom fast ohne Spannungsverlust hindurchgeht. Gleichzeitig ist infolge
dessen der Energieverlust in beiden Fällen verhältnifsmäfsig unbedeutend.
Versuche haben ergeben, dafs, wenn die Gröfse der Drosselspulen und die Anzahl
der Windungen, sowie die Eisenkerne oder Eisenumhüllungen passend gewählt werden,
die Störungen fast vollkommen verschwinden.
Befinden sich in einer Consumstelle bezw. in einem Motorwagen mehrere Motoren, so
genügt es natürlich, für sämmtliche Motoren dieser Comsumstelle bezw. dieses Wagens eine
gemeinsame Drosselspule zu benutzen, da dann nach den obigen Ausführungen störende
Wechselströme nicht in die Arbeitsleitung gelangen können.
Durch, diese bei allen Consumstellen angebrachten Drosselspulen werden auch die von
den Stromerzeugungsmaschinen selbst hervorgebrachten Stromimpulse wechselnder Richtung
abgedrosselt. Wenn jedoch nicht alle Stromübergänge durch Drosselspulen führen und wenn
die Leitung bedeutende Capacität besitzt, so müssen zur Vermeidung derartiger Störungen
auch unmittelbar bei den Stromerzeugungsmaschinen derartige Drosselspulen in die
Leitungen eingeschaltet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Zum Zwecke der Verminderung von Telephonstörungen bei elektrischen Kraftübertragungsanlagen mit parallel geschalteten Motoren und Oberleitungen, insbesondere bei elektrisch betriebenen Bahnen die Anordnung, dafs bei jeder Consumstelle bezw. auf jedem Motorwagen eine entsprechende Drosselspule — d. h. eine Spule, deren Kraftlinien durch passend angebrachte und passend dimensionirte Eisenkerne oder Eisenumhüllungen ganz oder theilweise in Eisen verlaufen — aufgestellt wird, wodurch verhindert wird, dafs Wechselströme von störender Stärke in den Leitungen auftreten.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE96320C true DE96320C (de) |
Family
ID=367473
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT96320D Active DE96320C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE96320C (de) |
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