DE963198C - Verfahren zur Untersuchung von Hochvakuum- oder Druckgefaessen auf Dichtigkeit - Google Patents

Verfahren zur Untersuchung von Hochvakuum- oder Druckgefaessen auf Dichtigkeit

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DE963198C
DE963198C DEP2910D DEP0002910D DE963198C DE 963198 C DE963198 C DE 963198C DE P2910 D DEP2910 D DE P2910D DE P0002910 D DEP0002910 D DE P0002910D DE 963198 C DE963198 C DE 963198C
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DE
Germany
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gas
liquid
tight
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metal
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Expired
Application number
DEP2910D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Eduard Gerecke
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Pintsch Bamag AG
Original Assignee
Pintsch Bamag AG
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01MTESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01M3/00Investigating fluid-tightness of structures
    • G01M3/02Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum
    • G01M3/04Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum by detecting the presence of fluid at the leakage point
    • G01M3/12Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum by detecting the presence of fluid at the leakage point by observing elastic covers or coatings, e.g. soapy water

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Examining Or Testing Airtightness (AREA)

Description

  • Verfahren zur Untersuchung von Hochvakuum- oder Druckgefäßen auf Dichtigkeit Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Untersuchung auf Dichtigkeit von Hochvakuum-oder Druckgefäßen oder Teilen von solchen, welche aus Metall oder hauptsächich aus Metall oder uas Metall und Glas bestehen, bei dem das Gefäß oder der Apparat oder der Teil eines solchen vor dem Evakuieren mit einem chemisch aktiven, unter überdruck stehenden Gas (»Füllgas «) gefüllt und die Außenfläche mit einem Reagenz (Prüfstoff) für das bereffende Gas versehen wird. Dieses bekannte Verfahren, das im übrigen ausführlich in den deutschen Patentschriften 503 073 und 554 038 beschrieben ist, dient in erster Linie zur Prüfung von Hochvakuumgefäßen, wie z.B. von Stromrichterkesseln, die nach dem Evakuieren. von der Pumpe abgetrennt werden und die also ohne besondere Pumpe arbeitsfähig sind. Bei einer praktisch in großem Umfang erprobten Ausführungsform des Verfahrens hat man die Außenseite des auf Undichtikeit zu prüfenden Gefäßes, insbesondere dessen Schweißnähte, mit einem gasdurchlässigen Tuch aus Textilgewebe oder Faserstoff bzw. mit einem gasdurchlässigen Papierüberzug (»Trägerschicht«) versehen, das bzw. der den Prüfstoff enthält. Als Füllgas hat man bevorzugt Ammoniak und als Prüfstoff Quecksilberverbindungen, usbesondere Mercuronitrat verwendet. Bei der Durchführung des Verfahrens. wird gefordert, daß kleinste Mengen, des Füllgases, z.B. des Ammoniakgases, die aus Undichtigkeiten des zu prüfenden Gefäßes ausströmen, mit dem Prüfstoff reagieren, und einen lokal begrenzten, farbigen Niederschlage erzugen, der die einzelnen Undichtigkeitsstellen zu erkennen erlaubt. Dieser Forderung enuügt im allgemeinen das bekannte Verfahren, was unter anderem auch daraus hervorgeht. daß das Verfahren im großen Umfang Eingang in die Stromrichtertechnik zur Prüfung der Vakuumgefäße gefunden hat.
  • Nach der vorliegenden Erfindung wird nun das erwähnte bekannte Verfahren dadurch noch weiter verbessert, daß die Außenseiter den den Prüfstoff tragenden Trägerschicht mit einem gas- und flüssigkeitsdichten Belag versehen wird. Der gas- und flüssigkeitsdichte Belag, der beispielsweise aus imprägniertem Papier, einer Gummihaut oder aus Zellophan besteht, kann dabei gleichzeitig als Träger für den Prüfstoff dienen. In vorteilhafter Weise kann weiter der Belag durchsichtig ausgebildet werden. Ein, durchsichtiger Belag ist grundsätzlich dann erforderlich, wenn der Belag als Trägerschicht für den Prüfstoff dient oder wenn der Belag fest mit der Trägerschicht verbunden ist.
  • Durch die erfindungsgemäße Maßnahme, die Außenseite der den, Prüfstoff tragenden Schicht mit einem gas- und fiüssigkeitsdichten Belag zu versehen, wird hauptsächlich die Gefahr, daß im Prüfraum unter Umständen anwesende Fremdgase ebenfallsmit den Prüfstoff oder mit dem bei der Prüfreaktion auftretenden, die Undichtigkeit anzeigenden Niederschlag reagieren, von Grund aus beseitigt. So wird verhindert, daß beispielsweise infolge Ausströmens. aus undichten Rohrleitungen, Stahlflaschen usw. im Prüfraum vorhanden, es Ammoniak in unerwünschter Weisemit dem Prüfstoff Mercurouitrat chemisch reagiert und einen schwarzen Niederschlag an einer Stelle liefert, an der in Wirklichkeit keine Undichtigkeit vorhanden ist.
  • Ferner wird auch verhindert, daß die in der Atmosphäre des Prüfraumes stets vorhan. dene Kohlensäure. mit dem die Undichtigkeit anzeigenden Niederschlag, der bei Verwendung von Ammoniak als Füllgas und von Mercuronitrat als Prüfstoff schwarze Farbe aufweist, chemisch sich umsetzt und diesen schwarzen Niederschlag wieder entfernt und dadurch das Erkennen der Undichtigkeit unmöglich macht.
  • Schließlich gewährleistet der gas- und flüssigkeitsdichte Belag, daß der Prüfstoff während der Zeit der Dichtigkeitsprüfung seine Zusammensetzung nicht ändert, insbesondere daß der Prüfstoff denselen Feuchtigektisgrad beibehält. letzteres ist dann von grundsätzlicher Bedeutung, wenn als Prüfstoff Mercuronitrat und als Füllgas Ammoniak vorgesehen ist. Die bei der Dichtigkeitsprüfung an. undichten Stellen vor sich gehende chemische Reaktion verläuft dann nämlich nach folgender Gleichung: Aus dieser gleichung ersieht man, daß der Feuchtigktisgrad der mit Mercuonitratlösung getränkten und anschließend an der Luft getrockneten Trägerschicht sicher großen Einfluß auf die Empfindlichkeit des Prüfstoffes gegen Ammoniak besitzen muß, da ja bei der chemischen Realtion Wasser erforderlich ist. Ermittelt und wähltman nun für die den Prüfstoff tragende Schicht den eine hohe Empfindlichkeit gewährleistenden Feuchtigkeitsgrad, dann wird durch anwendung des neuen Dichtigektisprüfverfahrens gewährleistet, daß dieser bestimmte Feuchtigkeitsgrad während der gesamten Dichtigkeitsprüfung sichergestellt ist. Ein Abdampfen von Wasser bzw. Wasserdampf von1 dem Prüfstoff bzw. von dessen Trägerschicht kann, ja nunmehr nicht stattfinden.
  • Für die Prüfung von Schornsteinzügen. und Lüftungskanälen ist unter Benutzung von Stoffen, die bei egenseitiger Einwirkung einen Farbenumschlae hervorrufen, ein Verfahren ekanntgeworden, bei dem ein auf seinem Mantel mit dem Indikatorstoff verschener Schlauch in den Zug oder Kanal eingebracht und aufgeblasen wird und dann in einen ben, achbarten Hohlraum ein Stoff eingeleitet wird, der beim Durchdringen durch schadhafte Stellen einen Farbenumschlag auf dem Niantel des Schlauchs herbeiführt, so daß nach Leeren und Herausnehmen des Schlauchs und Nachmessen die schadhafte Stelle ermittelt werden kann. Hierbei ist der Schlauch ein Hilfsmittel, um den Indikatorstoff bequem an schlecht zugängliche Innenwandun -gen heranzuführen, und nicht dazu bestimmt und geeignet, Fremdgase abzuhalten; denn falls solche in dem zu prüfenden Kanal vorhanden sind oder in denselben von der Stirnseite her eindringen, befinden sie sich wie der Indikatorstoft an der Außenseite des Schlauchs, so daß letzterer nicht den Indikatorstoff gegen Fremdgase abzuschirmen vermag.
  • Das Verfahren nach der Erfindung erstreckt sich auf die Dichtigkeitsprüfung von Druck- und Vakuumgefäßen, wobei das bevorzugte An.wendungsgebiet die Prüfung von metallenen, geschweißten Stormrichtergfäßen ist. Dabei ist in erster Linie an im Betrieb von der Pumpe abgeschmolene, us metall, z. B. aus Eisen bestehende Vakuumgefäße von gas- oder dampfgefüllten Vakuumapparaten, insbesondere Quecksilberadampfgleichrichter mit Quecksilbrkathode gedacht.
  • Das neue Dichtigkeitsprüfverfahren kann auch bei der Prüfung von völlig gasichten Druckgasgefäßen für elektrische Geräte oder Anlagen für höchste Spannungen, wie z. B. für Hochspannungskondensatoren, Prüftransformatoren oder auch für die Mäntel von Druckgaskabeln usw. Anwendung finden.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Untersuchung auf Dichtigkeit von Hochvauum- oder Druckgefäßen oder Teilen von solchen, welche aus Metall oder hauptsächlich aus Metall oder aus Metall und Glas bestehen, bei dem das Gefäß oder der Apparat oder der Teil eines solchen vor dem Evakuieren mit einem chemisch aktiven, unter Überdruck stehenden Gas gefüllt und die Außenfläche mit einem Reagenz (Prüfstoft) für das betreffende Gas versehen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseite der den Prüfstoff tragenden Schicht mit einem gas- und flüssigkeitsd.ichten Belag versehen ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gas- und flü.ssigkeitsdichte Belag als Träger für den Prüfstoff dient.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als gas- und flüssigkeitsdichter Belag imprägniertes Papier dient.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als gas- und flüssigkeitsdichter Belag eine Gummihaut dient.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als gas- und flüssigkeitsdichter Belag Zellophan dient.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der gas- und flüssigkeitsdichte Belag durchsichtig ist.
  7. 7. Die Anwendung des Verfahrens der Ansprüche i bis 6bie der Prüfung von pumpenlosen, metallenen Entaldungsgefäßen, vorzugs-| weise von Eisengleichrichtern mit Quecksiblerkathode.
  8. 8. Die Anwendung des Verfahrens der Ansprüche I bis 6 bei der Prüfung von völlig gasdichten Druckgasgefäßen für elektrische Geräte oder Anlagen hoher Spannungen, wie z.B.
    Hochspannungsransformatoren oder Hochspannungskondensaatoren usw.
  9. 9. Die Anwendung des Verfahrens der Ansprüche I bis 6 bei der Prüfung der Kabelmäntel von druckgasisolierten Kabeln.
    In Betracht gezogen Druckschriften: Deutsche Patentschriften nr. 503 073, 439 088.
    643 031, 146 859, 280 894.
DEP2910D 1943-12-24 1943-12-24 Verfahren zur Untersuchung von Hochvakuum- oder Druckgefaessen auf Dichtigkeit Expired DE963198C (de)

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Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE280894C (de) *
DE146859C (de) *
DE439088C (de) * 1926-01-01 1927-01-03 Aeg Gleichrichtergefaess aus Eisen
DE503073C (de) * 1928-01-06 1930-07-22 Walter Daellenbach Dr Ing Verfahren zur Untersuchung von Hochvakuumgefaessen u. dgl. auf Dichtigkeit
DE643031C (de) * 1933-04-20 1937-03-22 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zum Anzeigen von Poren in schuetzenden UEberzuegen

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