DE93026C - - Google Patents

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DE93026C
DE93026C DENDAT93026D DE93026DA DE93026C DE 93026 C DE93026 C DE 93026C DE NDAT93026 D DENDAT93026 D DE NDAT93026D DE 93026D A DE93026D A DE 93026DA DE 93026 C DE93026 C DE 93026C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B1/00Instruments for performing medical examinations of the interior of cavities or tubes of the body by visual or photographical inspection, e.g. endoscopes; Illuminating arrangements therefor
    • A61B1/267Instruments for performing medical examinations of the interior of cavities or tubes of the body by visual or photographical inspection, e.g. endoscopes; Illuminating arrangements therefor for the respiratory tract, e.g. laryngoscopes, bronchoscopes
    • A61B1/2673Instruments for performing medical examinations of the interior of cavities or tubes of the body by visual or photographical inspection, e.g. endoscopes; Illuminating arrangements therefor for the respiratory tract, e.g. laryngoscopes, bronchoscopes for monitoring movements of vocal chords

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Der in Nachstehendem beschriebene Apparat dient zu dem Zweck, die Stimmbänder beim Anlauten eines Tones oder beim Sprechen und Singen zu beobachten, und zwar in scheinbar ruhiger Haltung, obwohl die Schwingungen derselben unter Umständen mehrere Hundert in der Secunde betragen können.
Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer feststehenden Trommel T (Fig. 3 und 4) mit zwei Paar einander gegenüberliegenden Löchern L1 L2 und I1 /2, in welcher eine Trommel t von etwas kleinerem Durchmesser sich dreht. Ihren Antrieb erhält diese Trommel t von einem kleinen geeigneten Elektromotor durch Vermittelung einer biegsamen Welle W (Fig. 2) aus geflochtenem Stahldraht, welche zum Schutz gegen äufsere Verletzungen in einer biegsamen Röhre R untergebracht ist. Die in Fig. 3 und 4 im senkrechten bezw. waagrechten Schnitt gezeichnete Trommel t enthält zwei Reihen Löcher, von denen die untere Reihe mit 8 Löchern vor dem unteren Lochpaare L1 L2 der ä'ufseren Trommel T, die obere Reihe mit 16 Löchern vor dem oberen Lochpaare I1 I2 der äufseren Trommel sich dreht — der waagrechte Schnitt (Fig. 4) ist durch die untere Reihe der 8 Löcher gelegt —, die einzelnen Löcher der 2 Lochreihen in der Trommel t sind so auf dem Umfang derselben vertheilt, däfs zwischen je 2 Löchern ein Stück Wand gelassen ist, dessen geringste Breite dem Durchmesser der entsprechenden Löcher gleich ist, damit beim Umlauf der Trommel t die Löcher der äufseren Trommel bald durch die Wandungen verschlossen und bald durch die Löcher zum freien Durchgang der Lichtstrahlen geöffnet werden. Dasselbe gilt für beide Lochreihen, nur mit dem Unterschied, dafs diese Blickunterbrechungen während einer 'Umdrehung der Trommel 1 bei der oberen Reihe' von Löchern doppelt so oft wiederkehren als bei der unteren.
Zu beiden Seiten der Löcher L2 I2 der feststehenden Trommel T ist je eine Glühlampe G1 G2 angeordnet, welche vermittelst der Leitungsschnüre S (Fig. 5) an einen Accumulator oder eine sonstige Stromquelle angeschlossen werden. Ueber jede dieser beiden Glühlampen ist eine Hülse H1 H2 mit je einer Linse K1 K2 geschoben, mit Hülfe derer die Lichtstrahlen der beiden Lampen nur nach vorn geworfen werden.
An der feststehenden Trommel T ist aufserdem noch ein Schlauchstutzen m angebracht, über welchen ein mit Mundstück versehener Gummischlauch g geschoben wird, damit der untersuchende Arzt mit Hülfe dieser Vorrichtung während seiner Beobachtungen durch Anblasen der sich drehenden Trommel t, deren Geschwindigkeit und somit auch die Blickunterbrechungen nach Wunsch regeln kann. WTenn die Consonanz der beiden Töne —· nämlich des von dem zu Untersuchenden gesungenen und des durch das Anblasen der umlaufenden Trommel t hervorgebrachten — übereinstimmt, so ist dies der für die Untersuchung geeignetste Augenblick, denn die Anzahl der Umdrehungen der Trommel t stimmt hierbei ungefähr genau mit der Anzahl der Stimmbandschwingungen überein. Auch jeder gewünschte Unterschied zwischen den Stimm-
bandschwingungen und der Umdrehungszahl der Trommel t läfst sich durch das Anblasen der letzteren erreichen. Von den beiden Lochreihen , welche in der Trommel t angebracht sind, dient die mit der geringeren Anzahl Löcher zur Untersuchung von Personen mit tiefer Stimme, weil bei diesen die Zahl der Stimmbandschwingungen eine geringere ist, als bei . denen mit hoher Stimme, hauptsächlich Damenstimmen, für deren Stimmbanduntersuchungen die obere Reihe mit 16 Löchern bestimmt ist.
Diesen Apparat befestigt sich nun, wie aus Fig. 5 ersichtlich, der untersuchende Arzt an seinem Kopfe derart, dafs er bequem durch die Löcher L1 L2 oder I1 I2 in der Richtung der von den Lampen G1 G2 erzeugten Lichtstrahlen sehen kann, während in die Rachenhöhle des zu Untersuchenden ein gewöhnlicher Kehlkopfspiegel eingeführt wird. Der Arzt tritt nun so an den zu Untersuchenden heran, dafs die von den Glühlampen G1 und G2 ausgehenden Lichtstrahlen in den Kehlkopfspiegel fallen, von welchem sie in den Kehlkopf reflectirt werden und auf diese Weise die beleuchteten Stimmbänder in dem Spiegel sichtbar machen. Um nun aber die Stimmbänder in gespanntem Zustande und doch möglichst ruhig vor Augen zu haben, läfst der untersuchende Arzt seinen Kranken einen Ton singen oder einige Laute sprechen, damit die Stimmbänder in Schwingungen gerathen, und beobachtet nun durch den vorher beschriebenen Apparat, dessen Trommel t in Umdrehung ' versetzt ist.
Die Schwingungen der Kehlkopfstimmbänder, welche je nach dem gesungenen Ton 60 bis 1000 in der Secunde betragen können, werden dadurch sichtbar, dafs die Blickunterbrechungen annähernd so oft wie die Stimmbandschwingungen erfolgen. Stimmt die Zahl der Blickunterbrechungen mit derjenigen der Stimmbandschwingungen vollkommen überein, so werden die Stimmbänder gänzlich stillstehend erscheinen, weil die einzelne Schwingung jedesmal im gleichen Stadium zu Gesichte kommt. Läfst man beide Zahlen um ein Geringes verschieden sein, so werden die Stimmbänder ganz langsame Bewegungen erkennen lassen, und zwar aus dem Grunde, weil jede nachfolgende Stimmbandschwingung immer nur ' einen Augenblick später gesehen wird, welche einer anderen Stellung der Stimmbänder entspricht. , Auf diese Weise gelingt es, Stimmbandschwingungen, die durch ihre rasche Aufeinanderfolge dem Auge sich entziehen würden, scheinbar in ganz geringen Bewegungen oder sogar stillstehend beobachten zu können und die Beschaffenheit der Stimmbänder .selbst zu untersuchen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Apparat zum Untersuchen der Stimmbänder , bestehend aus einer feststehenden Trommel (T) mit einander diametral gegenüber liegenden Löchern (L1 L2 bezw. Z1 I2) zum Durchblicken und einer Trommel (t) von etwas kleinerem Durchmesser, welche in T sich dreht und auf ihrem Umfang mit 2 Lochreihen versehen ist, die in derselben Höhenlage liegen wie die Löcher (L1 L2 und I1 I2), und von denen die obere Lochreihe für Untersuchung von Kranken mit hoher und die untere für Untersuchung von Kranken mit tiefer Stimmlage bestimmt ist, in Verbindung mit einer Lichtquelle (G1 G2) und einer Regulirvorrichtung für die Geschwindigkeit der Trommel (t) zum Zweck, den Blick- des Beobachters ebenso oft zu unterbrechen als die Stimmbänder des Beobachteten schwingen,; also mit Hülfe eines Kehlkopfspiegels die in gespanntem Zustand und in Schwingungen befindlichen Stimmbänder in scheinbar ruhiger Lage zu beobachten.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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