DE925787C - Verfahren zur Herstellung nichtfaerbender Kaseinleime - Google Patents
Verfahren zur Herstellung nichtfaerbender KaseinleimeInfo
- Publication number
- DE925787C DE925787C DEH13133A DEH0013133A DE925787C DE 925787 C DE925787 C DE 925787C DE H13133 A DEH13133 A DE H13133A DE H0013133 A DEH0013133 A DE H0013133A DE 925787 C DE925787 C DE 925787C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- casein
- urea
- glue
- coloring
- production
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09J—ADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
- C09J189/00—Adhesives based on proteins; Adhesives based on derivatives thereof
- C09J189/005—Casein
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung nichtfärbender Kaseinleime Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kaseinleimen. Diese Art von Leimen hat gegenüber den früher gebräuchlichen Leimen aus tierischen Substanzen den Vorteil, daß die für den betreffenden Arbeitsvorgang benötigte Menge Leim jeweils erst kurze Zeit vor dem Gebrauch aufbereitet zu werden braucht, während tierische Leime in einem zeitraubenden Verfahren aufgequollen und dann erwärmt werden müssen, wobei bestimmte Temperaturbereiche eingehalten werden müssen.
- Diese Kaseinleime stellen eine Mischung von grießförmig gemahlenem Kasein, Kalkhydrat und anorganischen Salzen dar; sie werden mit einer bestimmten Menge Wasser verrührt und sind dann nach 1/2- bis shstündigem Stehen gebrauchsfertig.
- Ein Nachteil dieser Leime besteht jedoch darin, daß sie in angerührtem Zustand nur etwa 6 bis 8 Stunden gebrauchsfertig bleiben. Ein weiterer Nachteil dieser Leimmischungen ist ihre starke Alkalität, wodurch häufig unerwünschte Verfärbungen, insbesondere von gerbstoffreichen Holzsorten, verursacht werden. Aus diesem Grunde eignen sich diese Leime auch nicht zur Verwendung in der Furniertechnik.
- Es ist wiederholt versucht worden, weniger alkalische und länger flüssig bleibende Kaseinleime herzustellen, indem man z. B. zur Verringerung der Alkalität dieser Leime organische Säuren, wie z. B. Oxalsäure oder Salizylsäure, zusetzte. Die rusultierenden, schwach alkalischen Kaseinleime besitzen jedoch nach dieser Behandlung nur noch geringe Bindekraft, die nicht mehr den bei der Holzverleimung gestellten Anforderungen entspricht.
- Man hat ferner versucht, Kasein in Harnstoff zu quellen und mit kleinen Mengen Alkali zu lösen. Solche Mischungen vermeiden zwar den Nachteil, daß empfindliche, gerbstoffreiche Eichefurniere durch sie verfärbt werden, sie lassen sich jedoch in kaltem Wasser nur sehr langsam lösen, so daß der Hauptvorteil dieser Leime wegfällt. Zwischen Löslichkeit und Alkaligehalt der- pulverförmigen Kaseinleime besteht eine Gesetzmäßigkeit, derart, daß die Löslichkeit mit geringerem Alkaligehalt abnimmt und umgekehrt.
- Alle diese Nachteile werden nach dem erfindungsgemäßen Verfahren dadurch vermieden, daß Kasein und Harnstoff zusammen mit Carbonaten der Erdalkalimetalle gemischt und in Wasser gelöst werden. Trotz des. Fehlens jeglichen Alkalizusatzes ist dieser Leim 1/2 bis 3/4 Stunden nach dem Anrühren .gebrauchsfertig und bleibt sehr lange Zeit zähflüssig und gebrauchsfähig, so daß Verluste durch vorzeitig abgebundene Leimreste nicht auftreten. Erdal'kälicarbonate, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren der Mischung in etwa der gleichen Menge wie Kasein und Harnstoff zusammen beigegeben werden, dienen hierbei nicht als Füllstoffe, wie etwa bei den ohne den kaseinlösenden Harnstoffzusatz hergestellten Spachtelmassen und Pigmentmischungen für gestrichene Papiere, sie beschleunigen vielmehr den Lösungsprozeß zwischen Kasein und Harnstoff und -haben den Vorteil, in Wasser nicht merklich lösbar zu sein.
- Ganz besonders rasch quillt dieser Leim in Wasser auf, wenn mehlfeines Kasein beispielsweise in einer Feinheit von einer o,2 mm unterschreitenden Korngröße verwendet wird. Als Erdalkalimetal'1 hat sich für die Herstellung eines zuverlässigen Leimes Calciüm besonders günstig erwiesen. Gute Ergebnisse wurden erzielt mit einem Leim, der folgende Bestandteile aufweist: 5o Teile Kasein mehlfein, 3o Teile Harnstoff, 7o Teile Caciumcarbonat, ioo Teile Wasser.
- Derartige Mischungen können vorteilhafterweise auch mit Glutirileimen und. Kunstharzleimen auf der Basis von Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten vermischt werden, was mit -den zur Zeit handelsüblichen alkalischen Kaseinleimen vollkommen unmöglich ist. Bei der in dem oben angeführten Beispiel verwendeten Mischung kann durch Zusatz eines Heißhärters das Abbinden bei einer Temperatur etwa von 8o bis 9ö° erreicht werden, so daß die furnierten Teile ohne Abkühlung der Presse sofort weiterverarbeitet werden können.
- Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich geworden, vollkommen .alkalifreie und daher nichtfärbende Kaseinleime herzustellen, die nach kurzer Zeit gebrauchsfertig sind und sehr lange Zeit gebrauchsfähig bleiben, so daß die Verwendung von Kaseinleimen beim Furnieren erstmals möglich gemacht wird.
Claims (5)
- I'ATGNTANSPR ÜCI-Ir: i. Verfahren zur Herstellung von rasch löslichen, nichtfärbendenKaseinleimen, dadurch gekennzeichnet, daß Kasein und Harnstoff mit Carbonaten der Erdalkalimetalle gemischt und in Wasser gelöst werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, -daß als E:rdalkalimetall Calcium verwendet wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Feinheit des Kaseins unter o,2 mm Korngröße liegt. q..
- Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Kasein-Harnstoff-Calciumcarbonat-Gemisch mit Heißhärtern verarbeitet wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch i und q., dadurch gekennzeichnet, daß dem Kasein-Harnstoff-Calciuincarbonat-Gemi.sch Glutinleime und/oder Kunstharzleime zugesetzt werden. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 645 6i9; USA.-Patentschrift Nr. 2,330 428; Path, Taschenbuch der Kitte und Klebstoffe, i952, S. 39.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH13133A DE925787C (de) | 1952-07-08 | 1952-07-08 | Verfahren zur Herstellung nichtfaerbender Kaseinleime |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH13133A DE925787C (de) | 1952-07-08 | 1952-07-08 | Verfahren zur Herstellung nichtfaerbender Kaseinleime |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE925787C true DE925787C (de) | 1955-03-31 |
Family
ID=7147156
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH13133A Expired DE925787C (de) | 1952-07-08 | 1952-07-08 | Verfahren zur Herstellung nichtfaerbender Kaseinleime |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE925787C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4000241A1 (de) * | 1990-01-06 | 1991-07-11 | Fritz Haecker U Sohn Gmbh & Co | Verwendung eines klebstoffs, mit dem klebstoff beschichteter traeger und klebeverfahren |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE645619C (de) * | 1931-09-09 | 1937-05-31 | Carry Vogel Fa | Verfahren zum Quellen und Aufloesen von Casein |
| US2330428A (en) * | 1940-10-28 | 1943-09-28 | Wyandotte Chemicals Corp | Manufacture of calcium carbonateadhesive coatings |
-
1952
- 1952-07-08 DE DEH13133A patent/DE925787C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE645619C (de) * | 1931-09-09 | 1937-05-31 | Carry Vogel Fa | Verfahren zum Quellen und Aufloesen von Casein |
| US2330428A (en) * | 1940-10-28 | 1943-09-28 | Wyandotte Chemicals Corp | Manufacture of calcium carbonateadhesive coatings |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4000241A1 (de) * | 1990-01-06 | 1991-07-11 | Fritz Haecker U Sohn Gmbh & Co | Verwendung eines klebstoffs, mit dem klebstoff beschichteter traeger und klebeverfahren |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3650253T2 (de) | Phenolharze. | |
| DE3602086A1 (de) | Formaldehyd-bindemittel, verfahren zu seiner herstellung und seine verwendung | |
| DE3789635T2 (de) | Verfahren zur Verleimung von wasserdurchdringbaren Zelluloseteilchen. | |
| DE3128808A1 (de) | Klebstoffmasse und ihre verwendung | |
| DE925787C (de) | Verfahren zur Herstellung nichtfaerbender Kaseinleime | |
| DE3427694A1 (de) | Formaldehyd bindendes mittel, dessen verwendung bei der herstellung von spanholzwerkstoffen sowie ein verfahren zur herstellung von spanholzwerkstoffen mit verringerter formaldehydemission | |
| DD252345A5 (de) | Verfahren zur herstellung von platten auf der basis von pflanzenfasern, insbesondere von spannplatten oder faserplatten | |
| DE2835752C2 (de) | ||
| EP0150420B1 (de) | Wässrige Härterlösungen, Verwendung dieser Lösungen als Härter für Aminoplastharze, Leimharzflotten, enthaltend diese Härterlösungen sowie ein Verfahren zur Herstellung von Spanholzwerkstoffen | |
| AT105799B (de) | Verfahren zur Herstellung von Klebstoffen, Kitten und plastischen Massen. | |
| EP0052212B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Aminoplastkondensaten | |
| EP0037878B2 (de) | Herstellung von Holzwerkstoffen mit sehr geringer Formaldehydabgabe | |
| DE2347401C3 (de) | Harnstoff-Formaldehydharze, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung | |
| EP0249747A2 (de) | Härterzusammenstellung für die Härtung von Harnstoff-Formaldehyd-Leimharzen und deren Verwendung bei der Verleimung von Spanplatten | |
| EP0206269A2 (de) | Pulverförmiges Aminoplastleimharz für Holzwerkstoffe oder als Papierklebemittel mit geringer Formaldehydabspaltung, Verfahren zu dessen Herstellung und konfektioniertes, pulverförmiges Aminoplastleimharz | |
| DE2206696C3 (de) | Verwendung von Molekülverbindungen als Zusatz zu Klebstoffen auf der Basis von Formaldehyd abspaltenden Kondensaten | |
| CH188327A (de) | Haltbares Trockenleimpräparat. | |
| DE4406825A1 (de) | Bindemittel auf der Basis von Tannin | |
| DE3733630A1 (de) | Verfahren zur herstellung von holzwerkstoffen | |
| EP0074519B2 (de) | Ammoniumsulfit als Härtungsbeschleuniger für wässrige Melaminharzlösungen | |
| DE2363782C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen mit hoher Heißwasserbeständigkeit | |
| DE1653266C (de) | Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen mit hoher Heißwasser bestandigkeit | |
| AT162602B (de) | Verfahren zur Herstellung von wärmehärtbaren Kunststoffen aus Sulfitablaugen | |
| DE2911265A1 (de) | Latenter haerter fuer hitzehaertbare aminoplastharze, seine herstellung und verwendung | |
| DE956865C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Furnierleims fuer die Verleimung ebener und geformter Hoelzer |